Akute Erklärungsnot: Die Grundrechenarten sind die schlimmsten Feinde des IPCC

Verwirrte Informationen - Foto U. Weber

Uli Weber

Am 8. August erschien der IPCC-Sonderbericht „Climate Change and Land“, Zitat:
„An IPCC Special Report on climate change, desertification, land degradation, sustainable land management, food security, and greenhouse gas fluxes in terrestrial ecosystems”.

Im “Summary for Policymakers” findet sich keine Inhaltsangabe für eine überschlägigen Suche und auch keine vernünftige Zusammenfassung der Ergebnisse. Es drängt sich erneut der Eindruck auf, dass  das IPCC gar kein Interesse daran hat, der Öffentlichkeit allgemeinverständliche Ergebnisse zu präsentieren. Ein Blick auf die deutsche Zusammenfassung hilft leider auch nicht weiter, um direkt an die Kernaussagen zu gelangen. Verlassen wir uns hier also einmal auf die öffentlich-rechtlichen Medien, deren Auftrag eine seriöse Informationen der Zwangsbeitragszahler ist, Zitat von tagesschau.de, Stand: 08.08.2019 um 10:49 Uhr mit Hervorhebungen:

Dürren, Hitzewellen, Wasser- und Nahrungsmangel: In seinem neuen Sonderbericht zum Klimawandel zeichnet der Weltklimarat ein düsteres Zukunftsbild und fordert eine dringende Kehrtwende bei der Landnutzung.

Der Weltklimarat (IPCC) hat seinen neuen Sonderbericht zur Erderwärmung veröffentlicht und darin die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels beschrieben. Aus dem Bericht geht hervor, dass der weltweite Temperaturanstieg über den Landmassen bereits 1,53 Grad erreicht hat. Unter Berücksichtigung der sich langsamer erwärmenden Meeresflächen sei die globale Temperatur insgesamt um knapp 0,9 Grad gestiegen. Verglichen wurden die Zeiträume 1850 bis 1900 und 2006 bis 2015.”

Zunächst fällt einmal auf, dass es bei den öffentlichen Verlautbarungen zur Globaltemperatur NST bisher KEINE Aufteilung Land/Meer Unterscheidung gegeben hatte, Vergleichsdaten dazu also kaum öffentlich sind. Vermutlich hat man jetzt diese Landtemperatur aus der NST ausgegliedert, um analog zum ominösen 97%-Konsens (=Rekursion der 100% Anfangsmenge auf eine Teilmenge) einen medienwirksamen „Aufhänger“ zur Befeuerung der globalen Klimahysterie generieren zu können. Weiterhin wäre hier auch noch die grob unwissenschaftliche Darstellung der betreffenden Temperaturwerte zu nennen, denn bei direkten wissenschaftlichen Zahlenvergleichen MUSS immer die GLEICHE Anzahl von Nachkommastellen angegeben werden:

  • Temperaturanstieg über den Landmassen bereits 1,53 Grad-
  • -globale Temperatur insgesamt um knapp 0,9 Grad gestiegen-

Das ist also schon mal ganz schlecht. Aber wir können uns ja wegen der Chancengleichheit auf eine Nachkommastelle einigen und mal ein bisschen Kopfrechnen, vielleicht wird es dann ja besser. Wir wissen, dass die Erde zu 70% mit Wasser bedeckt ist. Und dann rechnen wir mal auf Grundlage der nachfolgenden Beziehungen los:

Landfläche       0,3 Fläche @1,5 Grad @ 0,3F    (1)

Gesamtfläche   1,0 Fläche @0,9 Grad @ 1F       (2)

Meeresfläche  0,7 Fläche @X Grad @ 0,7F       (3)

Diese Beziehungen (1) bis (3) können wir dann folgendermaßen als Gleichung ausdrücken:

1,0 * F * 0,9° = 0,3 * F * 1,5° + 0,7 * F * X°

Wir teilen nun beide Seiten  durch „F“ und erhalten:

1 * 0,9° = 0,3 * 1,5° + 0,7 * X°

Diese Gleichung lösen wir nach „X°“ auf und erhalten:

X° = (0,9° – 0,3 * 1,5°) / 0,7 = 0,64° Temperaturanstieg über den Ozeanen

Probe: 1,5° * 0,3 + 0,64° *0,7 = 0,9°

Ergebnis: Der Temperaturanstieg über den Ozeanen betrug also 0,6 Grad C.

Daraus ergibt sich nun aber wiederum ein Problem für die Klimasensitivität von CO2: Der CO2-Gehalt der Atmosphäre war von vorindustriellen 280 ppm auf aktuell etwa 415 ppm angestiegen. Für eine grobe Abschätzung rechnen wir mal mit einem Anstieg von 50%. Weiterhin GLAUBEN wir für die nachfolgende Berechnung mal an einen alleinigen CO2-Klimaantrieb und vernachlässigen den logarithmischen Zusammenhang zwischen CO2-Gehalt und Temperatur. In einer einfachen linearen Abschätzung würde ein CO2-Anstieg von 50% dann die Hälfte der CO2-Klimasensitivität [°C/2xCO2] betragen, also:

Temperaturanstieg über den Landmassen = 1,5 Grad C=> Klimasensitivität CO2= 3 [°C/2xCO2]

Temperaturanstieg über den Ozeanen = 0,6 Grad C       => Klimasensitivität CO2= 1,2 [°C/2xCO2]

Globaler Temperaturanstieg = 0,9 Grad C                     => Klimasensitivität CO2= 1,8 [°C/2xCO2]

Aus den aktuellen Zahlen des IPCC ergibt sich folglich eine sehr unterschiedliche CO2-Klimasensitivität für Landmassen und Ozeane. Daraus leitet sich schon mal die Frage ab:

Wie kann das CO2seine unterschiedliche Klimawirkung steuern, die offenbar invers zu einer behaupteten Wasserdampf-Verstärkung verläuft?

Also hilft es den IPCC-Alarmisten auch nicht weiter, dass sie jetzt die Landmassen ausgegliedert hatten, weil die Erdoberfläche nun mal zu 70% aus Wasser besteht. Eine Verdoppelung des CO2-Anteils in der Atmosphäre würde demnach folgenden Temperaturanstieg ergeben:

3,0°C * 0,3 + 1,2°C *0,7 = 1,7°C  (die Zahlen für KS-CO2in die Proberechnung oben eingesetzt)

Anmerkung: Dieses Ergebnis stimmt mit der aus dem globalen Temperaturanstieg abgeleiteten CO2-Klimasensitivität von 1,8 [°C/2xCO2] überein. Der Unterschied von 0,1°C mag die Trolle nähren…

Das Ergebnis heißt also: Wir können so weitermachen wie bisher und halten das 1,5°-Ziel ein!

Anmerkung: Aufgrund deslogarithmischen Zusammenhangs zwischen CO2-Gehalt und Temperatur ist die Klimawirkung der zweiten 50% CO2geringer als die der ersten.

Diese Berechnung hat auch Auswirkungen auf ein globales CO2-Budget:

Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von etwa 100 Jahren für atmosphärisches CO2beträgt das jährlich erneuerbare CO2-Budget 30 Gigatonnen (=3.000 Gt/100 Jahre)  für einen stabilen Temperaturanstieg um 1,5 Grad – WENN wir denn ÜBERHAUPT an eine Klimawirksamkeit von CO2GLAUBEN wollen (was dem Autor sehr fern liegt).

Selbst wenn die ganze Welt also an einen alleinigen CO2-Klimaantrieb glauben würde, müsste sich eine globale Erwärmung von 1,5°C bei einem jährlichen CO2-Ausstoß von 30 Gigatonnen von selbst stabilisieren. Die beabsichtigte globale Dekarbonisierung muss also ganz andere Zielehaben…

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48 Kommentare

  1. Die Mathematikexperten IPCC und Schellnhuber können ganz leicht ausrechnen, dass es in 30 bis 40 Jahren keine Himalayagletscher mehr gibt, und diese traurige Gestalten sagen uns den Weltuntergang voraus, Kopf Tisch.

  2. „Der Weltklimarat (IPCC)“
    Allein schon der Begriff oder Name „Weltklimarat“ ist Bullshit. Ein Weltklima gibt es nämlich nicht.
    Klima ist per Definition ein 30jähriges Mittel von lokalen Wetterelementen.
    Das saudämliche ist aber, daß dieses Mittel nicht konstant ist sondern in bestimmten Grenzen lokal variabel und über Jahrhunderte hinweg große Variabilitäten aufweist. Die Eiszeit war so eine Zeit und die Zeit der Dinosaurier und der kompletten Eisschmelze des Nordmeers. Nur das Grönlandeis blieb verschont.

    Aber was solls, man kann die geldgierigen Wissenschaftler nicht bremsen. Die brauchen ständig neue Computer Geld für Forschungsreisen, Forschungsstationen, Satelliten etc. … . Und so haben die sich das einfallen lassen.

    Erst die sog. kommende Eiszeit wegen der Kohle- Kerosin und Dieseldreckemissionen, dann wegen der gemessenen Erwärmung. Nur kann die Meereserwärmung nicht vom CO2 gekommen sein. Und das Ende der sog. Kleinen Eiszeit auch nicht.
    Die Sonne war es, deren Fleckenzahl im letzten Jahrhundert das letzte Maximum der vergangenen 400 Jahre mit Fleckenmaxima ca. alle 11 Jahre erreichte.

    Aber für Forschungsgelder entdecken Wissenschaftler so ziemlich alles, auch wenn es nicht stimmt. Es muß ja erforscht werden. Und wenn man dann genug geforscht hat wird das Richtige publiziert.

  3. IPCC sagt selber, dass in einem solch chaotischen System keine genauen Vorhersagen möglich sind. Dann aber trumpfen sie mit Angaben von 1/100-Grad über eine 150-jährige Klimageschichte auf.

  4. Warum werfen Sie den Lesern all die technischen Berechnungen an den Kopf, wenn es auch einfach geht.
    Beantworten Sie doch einfach folgende Frage:
    Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor rund 250 Jahren – in welcher Periode waren die 20 heissesten Jahre? Und wie sieht die Trendkurve aus?

    • Warum lassen Sie sich eigentlich „all die TECHNISCHEN Berechnungen“ mit den GRUNDRECHENARTEN „an den Kopf“ werfen? Zeigen Sie uns doch einfach, WIE Sie das besser können, Herr Marcel Kuriger.
      Oder „beantworten Sie doch einfach folgende Frage“: Vexator fororum utgardensis IPCC est?

    • Welche Aufzeichnungen meinen Sie die adjustierten Daten von NASA u. Co.? Um 1850 gab es eine dokumentierte Messstelle auf der Südhalbkugel. Nur mal so.

  5. Jedes Atom C nimmt 2 Atome O auf, auch die Auspuffausstöße von NOx und NO2 brauchen viel O2. Da frage ich mich als Laie, warum ist der Sauerstoffanteil der Atmosphäre logischerweise nicht gesunken? Kommt er aus dem Nichts?
    Dr. Detlef Hager

  6. Wenn die Wirkung von CO2 tatsächlich so groß wäre müssten wir heute in einer Eiszeit leben. Wir hatten vor ca 10000 Jahren eine Eiszeit, die dauerte ca 100000 Jahre, in dieser Zeit war wenig Co2 in der Atmosphäre, da der C in Form von abgestorbener Biomasse im Boden war, die Luft war wegen niedriger Temp. relativ trocken und die Eiskappe reflektierte die Sonnenstrahlung.Also alles Faktoren die nach iccp Theorie die Temperatur weiter senken müsste, aber grosses Staunen es wurde wärmer. Die nächste Eiszeit kommt egal wieviel Co2 wir erzeugen. URSACHE?? Sonnenzyklus (mein Favorit),Erdmagnetfeld,verschiebung Erdachse,keine Ahnung aber nicht das Co2. Es gäbe noch einiges dazu zu sagen aber das würde den Rahmen hier sprengen.

  7. Die Aussage, eine gleichbleibende Emission von 30 Gigatonnen CO2 pa würde die Temperatur nicht über die bereits vorhandenen 1.5 Grad Celsius erhöhen, beruht auf einem massiven Denkfehler. Ich will hier nicht weiter auf die Richtigkeit der Werte eingehen, aber selbst wenn alles korrekt wäre und es keine weiteren Einflüsse gäbe,wäre die Aussage nur dann richtig, wenn wir seit 100 Jahren diese 30 Gigatonnen emittierten. Vor 100 Jahren lag die Emission aber bei ca. 3 Gigatonnen, also bei 10% des heutigen Wertes. Anstelle der 3000 GT befinden sich nur etwa 1000 GT CO2 in der Atmosphäre, und demzufolge befinden wir uns erst zu Beginn des Anstiegs der Temperatur. Um diese 1.5 Grad zu halten, dürfen wir nur 10 GT CO2 pa emittieren. Ist das jetzt bewusste Fehlinformation oder ein vermeidbarer Gedankenfehler?+

    • „Die Aussage, eine gleichbleibende Emission von 30 Gigatonnen CO2 pa würde die Temperatur nicht über die bereits vorhandenen 1.5 Grad Celsius erhöhen, beruht auf einem massiven Denkfehler.“

      …der darin besteht zu glauben, daß CO2 Bodentemperaturen beeinflussen kann

      • Ich beziehe mich auf die Angaben des Artikels. Und diese sind definitiv falsch. Im Übrigen ohne CO2 in der Atmosphäre läge die Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche bei ca. -20 grdC. Soviel zum Thema Einfluss von CO2 auf die Oberflächentemperatur.

        • Diese Aussage ist definitiv falsch: Die mittlere Erwärmung an der Erdoberfläche infolge des natürlichen Treibhauseffekts wird allgemein mit 33° angegeben. Von diesen 33° ist der Löwenanteil (ca.26-27°) auf den in der Atmosphäre vorhandenen Wasserdampf zurückzuführen. Wasserdampf spricht im Vergleich zu CO2 auf einen deutlich größeren Wellenlängen-Bereich des IR-Strahlungs-Spektrums an und hat darüber hinaus einen signifikant größeren Anteil in der Atmosphäre. Ohne den natürlichen CO2-Anteil in der Atmosphäre (280ppm) wäre die durchschnittliche Oberflächentemperatur der Erde „nur“ ca. 6-7 Grad niedriger.
          Die Treibhauswirkung von CO2 ist aber stark nicht-linear. So würden sich bereits bei einer Konzentration von ca. 100ppm in etwa die jetzigen Temperaturverhältnisse einstellen. Der Unterschied 100ppm -> 280ppm führt zu wenigen zehntel Grad Erwärmung. Aus diesem Grund ist eine Erwärmung infolge des Anstiegs von 280ppm auf 400ppm praktisch nicht messbar.
          Die Nicht-Linearität der Treibhauswirkung hängt damit zusammen, dass es ja um die Absorption einer vorhandenen Strahlung geht. Nicht die Strahlungsmenge verändert sich, sondern der durch CO2 von einer vorhandenen Strahlungsmenge in einem bestimmten Wellenlängenbereich absorbierte Anteil. Da die Strahlungsmenge begrenzt ist, ist auch die Treibhauswirkung von CO2 begrenzt. Und bei der aktuellen CO2-Konzentration in der Atmosphäre werden bereits >90% der CO2-wirksamen Strahlungsanteile vom CO2 absorbiert.

    • Herr Dr. Merzhäuser, die Sache mit den 30000 t CO2 lässt sich leicht berechnen. Diese sind 8,18 GtC/a. Mit 20 ppm Anstieg pro Gt Daueremission stabilisiett sich das auf 280+163,6=443,6 ppm. Der längerfristige Temperaturanstieg im Gleichgewicht seit vorindustrieller Zeit ist mit ECS=0,6 Grad dann ln(443,6/280)/ln(2)=0,40 Grad oder transient etwa 0,28 Grad. Ganz harmlos, kein Grund zu Panik, CO2-Steuern und Dekarbonisierung!

    • Das ist tatsächlich ein „VERMEIDBARER Gedankenfehler“, wenn nicht sogar eine „BEWUSSTE Fehlinformation“: Sie haben nämlich an der falschen Stelle „eingespart“. Die fehlende Differenz zwischen Ihren 1.000 Gt und einer CO2-Verdoppelung (CO2-Restmenge = 2.000Gt) könnten wir sogar noch ZUSÄTZLICH emittieren…
      Man nennt solche Gedankenspiele übrigens WORST-CASE-SZENARIEN, also WENN CO2 einen Klimaeinfluss hätte, dann…

  8. Ähm dass die Temperaturzunahme über dem Land angegeben wurde könnte daran liegen dass es sich um einen Sonderbericht zum Land handelt. Ist auch nicht neu, siehe z.B. das einstmals gelobte BEST Projekt (schon verdrängt?). Die Klimasensitivität bezieht sich natürlich auf die ganze Erde.

  9. Ich halte nicht nichts von der Trennung der Temperaturerhöhungen über Landmassen und Ozeanen. Dass Ozeane eine hohe Wärmekapazität haben und daher die Erwärmung verzögern, ist klar und düfte sich auch global im TCR bemerkbar machen. Aber dass die Landmassen auf denen wir leben, deutlich wärmer werden, ist sicher nur eine Erfindung von IPCC um den Klimahorror zu verstärken.

    Auf einen grundsätzlichen Fehler von Uli Weber in der Berechnung des Senkenflusses muss hingewiesen werden. Die gesamte atmosphärische CO2-Menge durch die angenommene Verweildauer von 100 Jahren zu dividieren (also 410*2,123/3,67/100=8,7 GtC/a) ist falsch. Richtig ist dass im Gleichgewicht (gemäss C-Modell) die Konzentration pro GtC unserer Emission um etwa 20 ppm (gegenüber 280 ppm) höher wird.

    Daraus folgt ein derzeitiger Senkenfluss von (410-280)/20=6,5 GtC/a. Die mittlere Verweildauer der ppm-Erhöhung ist Überschuss/Senkenfluss. Dabei ist eine etwa 33%ige Vergrößerung des Atmosphärenpuffers durch Oberflächenwasser und leichte Biomasse zu berücksichtigen. Damit ergeben sich 130*2,123*1,33/6,5=56,5Jahre.

    Wir dürfen gespannt sein auf den Teil 3 zur C-Modellierung von Prof. Lüdecke, der aufgrund seiner Modellrechnungen eine Halbwertszeit von etwa 100 Jahren (also eine mittlere Verweildauer oder 1/e-Zeitkonstante von 100/ln(2)=144 a) in JGEESI veröffentlicht hatte. Es gibt auch Autoren welche anstatt die Dynamik der anthropogenen Störung des C-Kreislaufs getrennt zu betrachten (wie es auch IPCC-Modellierer im Prinzip richtig machen), den Naturkreislauf von etwa 190 GtC/a in den Senkenfluss einbeziehen.

    Damit wird nur eine Zeitkonstante von 3-5 Jahren ermittelt, wodurch man dann statt eines anthropogenen Anstiegs von bisher 130 ppm nur auf etwa 15 ppm kommt und daher eine riesige natürliche Ausgasung postulieren muss – die aber nicht existieren kann weil sogar von unseren Emissionen derzeit etwa 56% sequestriert werden.

    • Nachhilfe für Besserwisser:

      Es ist ein grundsätzlicher Fehler, wenn man mit einem C-Budget meine Berechnungen zum CO2-Budget kritisiert, denn dann beschummelt man den interessierten Leser mit einem impliziten Verhältnis von (12:44). Und wenn man dann auch noch wissen würde, dass eine ursprüngliche atmosphärische CO2-Menge von 3.000 Gt CO2 einen atmosphärischen Anteil von 280 ppm ergibt, also eine CO2-Verdoppelung nochmals 3.000 Gt beträgt, dann klappt’s auch mit dem Kopfrechnen…

      Es ist halt die übliche Leier: https://tinyurl.com/y37hem3n

      • Die Emission eines gas- oder partikelfoermigen Stoffes wird in Masse/(Flaecheneinheit und Zeit) ausgedrueckt, z.B. Kg/m^2 s). Die Konzentration ist allerdings gegeben durch Masse/Volumeneinheit, z.B. kg/m^3. Um von der Emission zur Konzentration zu gelangen, ist es erforderlich, das Volumen zu definieren, in das emittiert wird.

        Offensichtlich haben Sie von nichts irgend eine Ahnung.

    • “ Dass Ozeane eine hohe Wärmekapazität haben und daher die Erwärmung verzögern, ist klar…“ Leider falsch! Bei der langsamen Erwärmung durch den Strahlungsantrieb spielt die Wärmekapazität des Mixed Layers keine Rolle. Der wirkliche Grund für die schnellere Erwärmung von Land vs. Ozeanen liegt in der begrenzt möglichen Verdunstung über Land. Über dem Ozean ist die Verdunstung ( kühlend) nie limitiert. Sie können es nachlesen hier https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2006GL028164 . Der Sachverhalt ist seit 1991 (Manabe) bekannt, wird jedoch noch von ganz anderen verkannt, z.B. dem (Mit) Chef von „BEST“,Robert Rohde, vgl: https://twitter.com/RARohde/status/1159373674526453761 . Für den ist das allerdings richtig peinlich!

    • Aber Herr Weber, da haben Sie sich völlig vertan. Niemand rechnet hier 1 GtCO2=1 GtC. 3000/3,667/2,123 sind nicht 280 sondern 385,4 ppm. Weiter darf man nicht Emission mit Konzentration proportional setzen – also annehmen, die 280 ppm seien durch eine natürliche Emission von 190 GtC/a verursacht und damit den anthropogenen Zusatzeffekt berechnen. Die Erhöhung der Konzentration ergibt sich aus der Integration unserer Emission minus ppm-abhängigem Senkenfluss über die Zeit.

          • E I N E W I S S E N S C H A F T L I C H E S E N S A T I O N :

            Hier kann nun endlich mal eine breitere Öffentlichkeit die BEWEISFREI ERFUNDENEN SKANDALISIERUNGEN eines Herrn Professor Dr. Gerhard Kramm direkt überprüfen. Das Schöne an einer solchen vereinfachten Abschätzung ist nämlich, dass meine Berechnungen diesmal allein mit den Grundrechenarten überprüft werden können – Forentrolle natürlich ausgenommen.

            ERGO vexator fororum utgardensis EIKE est: https://tinyurl.com/y6dytt83

          • @ ALL: Herr Professor Dr. Gerhard Kramm, hat sich gerade SELBST den Coup de Grâce gegeben:
            In einem anderen Thread hier auf EIKE wurde Herr Professor Dr. Gerhard Kramm ebenfalls mit BEWEISFREI ERFUNDENEN SKANDALISIERUNGEN erwischt und ist durch das Toilettenfenster geflüchtet: https://tinyurl.com/yxavbcbe

            BEWEIS: Ein „Gerhard Kramm“ hatte unter dem vom EIKE-Server per E-Mail vom 11.08.2019 um 18:29 Uhr verschickten Link „https://www.eike-klima-energie.eu/2019/07/29/safety-first-zum-besseren-verstaendnis-meiner-hemisphaerischen-energiebilanz/#comment-220988“ einen „BEWEIS durch EIGENEN Widerspruch (=EIGENTOR)“ abgeliefert – und dieser Kommentar „220988“ ist dann plötzlich wieder aus dem Thread verschwunden…

            Das ist eine SELBSTLOSE Bestätigung meiner vorherigen Beweisführung: https://tinyurl.com/y6dytt83

  10. Guter Vergleich, aber wozu? Nehmen wir z.B. die langfristige Klimabeobachtungen am Observatorium Hohenpeißenberg https://www.google.com/search?q=g%C3%B6the+1800+temperaturmessung&client=firefox-b-ab&sxsrf=ACYBGNTgQU0Pg0oMsWJkhcazSGVF7u8lFQ:1564043707645&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwiXze3s1M_jAhVHyaQKHVYEB9EQ_AUIEigC&biw=1366&bih=697#imgrc=FUVW3bT9xBcycM: beginnend ca. 1780 Die Temperaturen reduzierten sich bis ca. 1890, daraus stellt sich die Frage weshalb ist der CO2 Gehalt der Luft gleich geblieben? Auch in der Wiedererwärmung Fase nach 1890 ist keine CO2 Zunahme nachweisbar. Der CO2 Anstieg macht sich ab ca.1955 bemerkbar.
    Zur Erinnerung: Aussage Prof. Schellenhuber: “das wissen wir sehr genau“ um das Jahr1880 betrug die mittlere Lufttemperatur der Erde 15,3°C. Die Zurzeit verbreiteten Temperaturen sind immer noch unter 15°C = also hat sich die „Welt“ abgekühlt und nicht erwärmt aber der CO2 Gehalt sie denn noch angestiegen wie passt das zusammen?

  11. Die Berechnungen sind in Ordnung, nur sind 3 der Annahmen des Autors falsch:
    1. Um eine Klimasensivität rein aus Beobachtung feststellen zu können, muss bei einem konstanten CO2-Wert eine gewisse Zeit verstrichen sein. Die Meere erwärmen sich langsamer als die Landmassen, das ist ja mal klar. Man müsste erst so lange warten, bis sich ein Gleichgewicht eingestellt hat, bevor man rein aus Beobachtungen Rückschlüsse ziehen kann. Daher kann, obwohl mathematisch korrekt, das Resultat nur falsch sein.

    2. Dass der Mensch der einzige ist, der Einfluss auf die CO2-Konzentration hat.
    Vorindustriell hatten wir eine CO2-Konzentration von 280 ppm (=2200 Gt), das heißt, theoretisch 22 Gt pro Jahr entfernt. Da die Konzentration aber konstant blieb, heißt das, dass von der Natur jedes Jahr 22 Gt dazu kam, um den Verlust auszugleichen. Bei locker zu erwartenden 40 Gt CO2 an menschlichen Emissionen, würde sich erst bei [(22 Gt + 40 Gt) * 100] = 6200 Gt ein Gleichgewicht einstellen. Das entspricht einer Konzentration von 792 ppm.

    3. Dass sich die CO2-Konzentration beim Erreichen von 30 Gt CO2 pro Jahr sofort stabilisiert.
    Selbst beim Erreichen der „regenerativen“ Menge an CO2, wird die Konzentration weiter steigen, da es von da an noch 100 Jahre dauern wird, bis das dort freigesetzte CO2 wieder entfernt wird.

    • Zu 1. Ist das tatsächlich der offizielle Grund, warum das IPCC keinen konkreten Wert für die KS-CO2 veröffentlicht?

      Zu 2. Das wirkliche Problem ist mal wieder, dass hier ein Text kritisiert wird, der nicht gelesen/verstanden worden ist. Zitat: „Weiterhin GLAUBEN wir für die nachfolgende Berechnung mal an einen alleinigen CO2-Klimaantrieb…“

      Zu 3. … und dass Aussagen bewusst in einen falschen Kontext gestellt werden, Zitat: „Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von etwa 100 Jahren für atmosphärisches CO2 beträgt das jährlich erneuerbare CO2-Budget 30 Gigatonnen.“

      • 1. Nein, denn das IPCC stellt ihre Prognosen hauptsächlich aus Berechnungen an, hier allerdings werden nur Beobachtungen gemacht. Da das Klimasystem träge ist, hat die Erde noch nicht die Temperaturen erreicht, die die KS widerspiegeln, die realen Werte sind also auf jeden Fall höher als die hier durch Beobachtung.

        2. CO2 als 100% Ursache des Klimawandels anzunehmen ist etwas anderes, als zu sagen, der Mensch ist für 100% der CO2-Emissionen verantwortlich. Der Autor nimmt zur Berechnung der Gleichgewichtslage von CO2, Null (0!) CO2 in der Atmosphäre an. Das ist allerdings falsch, denn der Nullpunkt für die Berechnung muss bei der Ausgangslage gesucht werden (280ppm), denn dort herrschte ein Gleichgewicht.

        3. Ok, könnte sein, dass ich das falsch verstanden habe. Aber es ändert nichts an der Tatsache, dass die 100 Jahre Verweilzeit eine falsche Annahme ist. Mehrere neuere Studien weisen darauf hin, das gut 30% des emittieren CO2 mehrere Jahrhunderte in der Atmosphäre bleiben und 20% sogar über 1000 Jahre. Das ist schon seit über 10 Jahren bekannt und sollte auch dem EIKE-Autoren bekannt sein (zumindest wenn er behauptet, sich mit der Materie auszukennen).

        • Also mal ganz im Ernst: “Depending on the amount of CO2 released, between 15% and 40% will remain in the atmosphere for up to 2000 years, …” – was ist DAS denn für eine UNWISSENSCHAFTLICH-SIBYLLINISCHE Aussage aus der IPCC-Glaskugel?
          Schau‘n Sie doch einfach mal hier: https://tinyurl.com/y3em86u6

          Und dann hätten wir da noch 3 offene Punkte ( . . . ) zu klären:

          1. Zitat: „…das IPCC stellt ihre Prognosen hauptsächlich aus Berechnungen an, hier allerdings werden nur Beobachtungen gemacht.“
          Also, ich mache gerade die BEOBACHTUNG, dass Ihre BEHAUPTUNGEN äußerst verworren sind; und das deutet nach ersten PROGNOSEN auf eine fehlerhafte Logik hin.

          2. Nochmal in leichter Sprache und OHNE die Grundrechenarten: 3.000 Gt war die CO2-Anfangsmenge bei 280 ppm (=1 Finger) und folglich wären zusätzliche 3.000 Gt CO2 (= noch 1 Finger) eine Verdoppelung des ursprünglichen atmosphärischen CO2-Gehaltes.
          Also: WIE VIELE FINGER SEHEN SIE JETZT? – Und kommen Sie mir NICHT mit der Antwort „einen Finger an jeder Hand“…

          3. Es könnte aber auch sein, dass Sie gar nichts falsch verstanden hatten: Vexator fororum utgardensis IPCC est?

    • „2. Dass der Mensch der einzige ist, der Einfluss auf die CO2-Konzentration hat.“

      Ja genau!
      Deshalb war auch der CO2-Gehalt der Atmosphäre über Jahrmillionen konstant bei 280 ppm.
      Mamma mia!

  12. Die vorgestellte Rechnung ist zwar unkorrekt, aber in Wirklichkeit noch viel schlimmer. Bekanntermaßen hat Wasser eine sehr hohe Wärmekapazität. Deshalb unterliegen die Weltmeere sehr viel kleineren Temperaturschwankungen als das Festland. Berücksichtigt man dies bei der Berechnung, so müsste die Temperatur über dem Meer noch sehr viel niedriger sein. Ich denke, 1,53°C über Land und 0,9°C insgesamt liefert gar keine konsistente Lösung. Es könnte durchaus sein, dass die 1,53°C frei erfunden sind.

    • „Bekanntermaßen hat Wasser eine sehr hohe Wärmekapazität. Deshalb unterliegen die Weltmeere sehr viel kleineren Temperaturschwankungen als das Festland.“ Das ist wahr und nebensächlich. Die Temperaturen der Meere werden in etwa 5m Tiefe genommen, als SST (sea surface temperature) bezeichnet. Damit geht der nicht sehr tiefe „mixed layer“ ein, der in unmittelbarem Kontakt mit der Atmosphäre steht. Das ist nicht zu verwechseln mit dem gesamten Weltmeer.

  13. Rechnen hilft nicht, denn wie kommt die Temperturabnahme in den USA nach den 20er und 30er Jahren zustande und die Erwärmung von ca. 1880 bis 1920?

    Wohlgemerkt: Das sind Meßdaten außderhalb von Städten und großen Ortschaften.

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