„Klimaleugner sind alles Verschwörungstheoretiker“

Stephan Lewandowsky und “Mister 97% “ John Cook - Verändert nach: http://www.bris.ac.uk/expsych/people/stephan-lewandowsky/ und John CookJohn Cook is sole holder of exclusive copyright of the image. - Climate change writer, John Cook by email to uploader., CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44772784

von AR Göhring

Die Psychologie der „Klimaleugner“ – Teil II
Vor kurzem begann ich eine kleine Reihe über die Strategien zur „psychologischen“ Diffamierung von Klimaskeptikern, die ich mit diesem Artikel fortsetze.
Klimaforscher wie John Cook (Mister „97%“), Stephan Lewandowsky und Michael Mann sind gewiefte Politiker und wissen ihre Kritiker wortreich zu herabzuwürdigen. Nicht nur in der allgemeinen Massenpresse sind sie aktiv, sondern noch mehr in „wissenschaftlichen“ Magazinen.

Wir berichteten über einen „psychologischen“ Artikel von Stephan Lewandowsky und Michael Mann im Magazin Journal of Social and political sociology.

Die beiden sind wie Cook Australier, von denen man in Europa nur wenig liest oder hört. Nichtsdestotrotz ist ihr Wirken vor allem in der Heimat desaströs – unsere Referentin Joanne Nova berichtete, daß die Australier massenhaft Diesel-Generatoren kaufen, weil ihre Regierung eine „Energiewende“ durchgedrückt hat, gegen die selbst die Merkelsche Politik fast harmlos erscheint. Die Universität von West-Australien scheint auf dem Südkontinent die Rolle unseres Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) einzunehmen; allerdings sind die Klimaschwindler dort wohl noch um einiges mächtiger als Schellnhuber, Rahmstorf & Co. Wie die Australier wohl über ihre Klimaexperten denken, wenn mal wieder flächendeckend der Strom ausfällt?

Die beiden Psychologen (!) Lewandowsky und John Cook veröffentlichten vor einiger Zeit einen Artikel mit dem Titel Rekursive Wut: Verschwörungstheorie in der Blogosphäre als Reaktion auf Forschungen zur Verschwörungstheorie (…)

Darin analysieren sie die „Verschwörungstheorien“ der Klimaskeptiker und wehren diese ab, in dem sie die Kritiker bezichtigen, selber Verschwörer zu sein.

Dabei definieren sie die Kriterien der konspirativen Theorien mit Beispielen wie folgt.

„Schändliche Absicht“: Annahme, dass die mutmaßlichen Verschwörer schändliche Absichten haben. Nun, Egoismus könnte man als „schändlich“ definieren. Die Industrie des Westens zu ruinieren, nur um seinen anstrengungsfreien Job mit guten Gehalt zu ermöglichen, das ist schon schä#ndlich. Projektion?

„Verfolgte Unschuld“: Klimaleugner sähen sich als von Klimaalarmisten verfolgt an. Zu dem Argument möge man sich das Schicksal von Augusto Mangini aus Heidelberg anschauen, der sich erdreistete, Stefan Rahmstorf et al. zu kritisieren und dafür von den Polit-Wissenschaftlern aus der Klimaforschung zur Schnecke gemacht wurde.

„Nihilistischer Skeptizismus“: Alles ablehnen, was nicht in die eigene Verschwörungstheorie passt. Dazu kann man nur sagen, daß wir es hier erneut mit einer Projektion eigenen Verhaltens zu tun haben. Nehmen wir Nir Shavivs und Henrik Svensmarks Theorie von der Wirkung der Erdsonne auf unser Klima. Um diese „Klimalüge“ zu „entlarven“, hat Harald Lesch ein eigenes Video im Rahmen von TerraX veröffentlicht, in dem er dummerweise eine manipulierte Wikipedia-Grafik nutzte, die seine Theorie der CO2-getriebenen Klimakatastrophe eher stützte.

„Nichts passiert zufällig“: Zufällige unbedeutende Ereignisse werden der konspirativen Erzählung hinzugefügt. Dieser Punkt erinnert an die Strategie der Klima-Alarmisten, jedes kleine natürliche Ereignis als Ergebnis des „menschgemachten Klimawandels“ darzustellen. Dürre, Gletscher in der Arktis, Gletscher in der Antarktis, Torfbrände, heiße Sommer, Klimaflüchtlinge…., Sie dürfen ergänzen, es gibt ja vieles.

In dem Zusammenhang sei auch an die „Zuordnungswissenschaft“ der Philosophie-Doktorin Friederike Otto erinnert, die angeblich genau ausrechnen kann, welches Extremereignis zu wie viel % auf den Klimawandel zurückzuführen sei.

„Etwas MUSS falsch sein“: Hin- und Herschalten zwischen sich sogar widersprechenden Verschwörungstheorien, die nur die Vermutung gemein haben, daß etwas an den öffentlichen Verlautbarungen der Verschwörer falsch sein muß. Als Beispiel nennen die Autoren die Überzeugung einiger Briten, Prinzessin Diana habe ihren Tod nur vorgetäuscht und sei gleichzeitig vom MI5 liquidiert worden.

Dazu fällt mir sofort ein, daß die Klima-Apokalyptiker in den 70ern vor Schwefelverbindungs-Emissionen und der resultierenden  Eiszeit warnten, und später dann mit denselben Argumenten vor den CO2-Emissionen und der Heißzeit. An beidem sei hauptsächlich der alte weiße Mann schuld, die Meeresspiegel veränderten sich, es entstünden Extremwetterereignisse und Dürren, Klimaflüchtlinge würden nach Norden wandern…..

Ähnlich gelagert die Einschätzung der „Klimaleugner“: Mal seien wir ein versprengter Haufen von verschrobenen Spinnern, mal mit Industrie-Dollarmilliarden geschmierte mächtige Verschwörer, dann wieder andersherum…

Selbstbestätigende Argumentation: Beweise gegen die Verschwörungstheorie werden als Beweis für die Theorie interpretiert. Würden zum Beispiel Klimawarner mehrfach von unabhängigen Stellen bestätigt, wird dies als Beweis aufgefasst, daß die angeblich Unabhängigen in Wirklichkeit zu den Klimawarnern gehören.

An dieser Stelle wäre zu fragen, ob die angebliche Verschwörungstheorie nicht durchaus richtig liegen kann. Auch wenn keine echte Verschwörung, also Absprache, nötig ist, so ist schon auffällig, wie viele völlig unterschiedliche Leute aus völlig unterschiedlichen Bereichen am Klimaschwindel beteiligt sind. Physiker, Geologen, Psychologen, Journalisten, Politiker, Aktivisten, Industrieprofiteure, Feld- und Waldbauern, und mittlerweile sogar Immigranten („Klimaflüchtlinge“). Die kommunizieren natürlich zum größten Teil gar nicht miteinander, können sich also gar nicht verschworen haben. Brauchen sie aber auch nicht, weil Menschen mit ähnlichen Interessen schlicht ähnlich handeln. Ein „sich selbst organisierendes System“, wie unser Vizepräsident Michael Limburg so treffend formuliert.

Die Kriterien, die Lewandowsky und Cook zur Definition einer Verschwörungstheorie präsentieren, sind allgemein durchaus korrekt. Ihr Beispiel zu Prinzessin Dianas Tod oben, oder auch Theorien zur Inszenierung der Mondlandung, erfüllen die Kriterien gut. Und wenn einzelne Klimaskeptiker ihr sachlich-kritisches Gedankengut zum Beispiel mit mystischen Ideen von der Bilderberger-NWO oder den mächtigen Echsenmenschen vermengen, liefern sie den beiden Klima-Psychologen prima Munition.

Insofern ist der hier untersuchte Artikel perfide: Berechtigte Kritik wird raffiniert, wortreich und pauschal in das Reich der Verschwörungstheorien verbannt, in dem Verrückte oder bösartige Lobbyisten ihr Unwesen treiben. Dabei arbeiten die Klimaverschwörer spielend mit dem Mittel der Projektion; bezichtigen ihre Gegner also genau der Methoden, die sie selbst hauptsächlich anwenden. Da hat wohl jemand seinen Machiavelli gelesen. Ob Il principe bei Rahmstorf, Gore und Cook wohl im Bücherregal steht?

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Es ist wie immer,wenn auf der ersten Seite mit großen Lettern Lügen verbreitet werden
    und nach dem Auffliegen ganz hinten und ganz klein alles widerrufen wird.Diese Art der Manipulation ist Grundlage der „freien“Medien.Wer das nicht kennt,der lässt sich schnell in die Irre führen und bemerkt oft die „Rücknahme“ erst gar nicht.So hilft immer nur gesundes Misstrauen und bei Unsicherheit weitere Erkundungen.

  2. Der Artikel „psychologischen“ von Stephan Lewandowsky und Michael Mann im Magazin Journal of Social and political sociology wurde zurückgezogen. Warum wohl?

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