„Eine Lüge oft genug wiederholt wird zur Wahrheit“ – Vorsicht, wenn sich 97 Prozent aller Wissenschaftler einig sind …

Konsens in der Wissenschaft muss misstrauisch machen. Bild Clipdealer

von Holger Douglas
Der Spiegel hat in seinen glanzvolleren alten Tagen erzählt, wie diese Fake-News-Nummer aufkam.

Vorsicht ist geboten, wenn sich wieder mal alle einig sind. Das geht für diejenigen selten gut aus, die nicht bei der trauten Einigkeit dabei sind.

Bei Honecker seinerzeit waren sich 98,85 Prozent einig. Heute sollen sich 97, manchmal auch 98 Prozent aller Wissenschaftler einig darüber sein, dass die Sache mit dem menschengemachten Klimawandel wahr sein muss. »Wir«, also die Menschheit, stehen am Abgrund und müssen sofort »das Ruder rumwerfen«.
Das sei einhellige Meinung nahezu aller Wissenschaftler. Also nahezu aller, damit sie nicht gleich 100 Prozent sagen müssen. Das klingt denn doch zu undemokratisch.

Die Geschichte geht auf den Kognitionspsychologen John Cook zurück. Der wertete 2013 knapp 12.000 Studien zum Thema globale Erwärmung aus. Die ZEIT zitierte das Ergebnis folgendermaßen: »97 Prozent derjenigen, die sich zum Klimawandel positionierten, waren sich einig, dass der Klimawandel auch menschengemacht ist.« Und sie wusste: »Es sind Lobbygruppen der fossilen Industrie, die seit Jahrzehnten bewusst Zweifel an diesem wissenschaftlichen Konsens streuen.«

Cook und seine Kollegen hatten knapp 12.000 Beiträge aus den Jahren 1991 bis 2011 gesammelt. Die sollten in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, welche »Haltung« sie zum Klimawandel einnehmen. Weil auch 12.000 Arbeiten eine Menge Leseaufwand bedeuten, haben das »Bürger« in einem »citizen science project« getan. Wer genau, wie und nach welchen Kriterien, ist nicht bekannt.

Dann werfen sie jene Beiträge in den Papierkorb, die keinen Einfluss des Menschen sehen. Das sind rund 66 Prozent jener 12.000 Beiträge. Die willkürlich übrig gebliebenen 4.014 Beiträge teilen sie dann in eine pro und contra Kategorie. Sie finden nur 118 Arbeiten in der contra-Kategorie. Macht jene berühmten 97,06 Prozent.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama jubelte per Twitter: »97 Prozent der Wissenschaftler stimmen überein: Klimawandel ist eine Tatsache, menschengemacht und gefährlich.« Er berief sich auf diese auf merkwürdige Weise zustande gekommene Studie. Das Problem ist allerdings: Der Konsens der Wissenschaftler ist ein anderer, als Obama suggeriert.

Der Spiegel hat das damals, in seinen glanzvolleren alten Tagen, so gesehen und erzählte selbst, wie diese Fake-News-Nummer aufkam:

»Die Studie belegt also lediglich eine Banalität: Wissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass der Mensch zur Klimaerwärmung beiträgt. Selbst hartgesottene Kritiker der Klimaforschung zweifeln nicht an dem physikalischen Grundsatz, dass Treibhausgase aus Autos, Fabriken und Kraftwerken die Luft wärmen.

Zu den eigentlich entscheidenden Fragen jedoch mache die Cook-Studie keine Aussage: Wie groß ist der menschengemachte Anteil am Klimawandel? Und wie gefährlich ist der Klimawandel? Die bedeutendsten Fragen der Umweltforschung sind weitaus schwieriger zu beantworten – und hier gehen die Meinungen der Wissenschaftler weit auseinander.

Warum erwecken die 97 (%) Forscher mit ihrer Kampagne den gegenteiligen Eindruck? Die Öffentlichkeit, so begründen die Autoren die Idee zu ihrer Studie, zögere bei der Unterstützung des Klimaschutzes aus Unwissenheit über den Wissenschaftlerkonsens.«

In den USA würden viele bezweifeln, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist. Das ist schlecht für die Spendenkassen der vielen Panik-NGOs, die fett daran verdienen. Die sind mittlerweile zu einer unüberschaubaren Masse herangewachsen und tönen alle dasselbe. Die 97-Prozent-Kampagne sollte entsprechenden Druck ausüben. Doch die Kritik daran bezieht sich darauf, dass solche vereinfachenden Kampagnen den »Argwohn« stärken würden.

Der Spiegel zitierte damals noch den Meteorologen Victor Venema von der Universität Bonn, der fünf Gründe auflistet, warum Forscher den Konsens über den Klimawandel nicht mögen. «Über die meisten Fragen der Klimaforschung herrsche keine Einigkeit … Die Kampagne schaffe zudem zwei Lager, die Hauptgruppe und die Sonderlinge. Solch ein Gegensatz widerspreche der Widerspruchskultur der Wissenschaft.«.

In der Wissenschaft werden Erkenntnisse eben nicht mit Mehrheitsabstimmungen verabschiedet. Im Gegensatz etwa zum Fußball, wo 97 Prozent aller Fans der Meinung sind, dass Jogi Löw kein guter Bundestrainer ist; leider interessiert das wenig. Ein ›Wir stimmen ab, ob sich die Sonne um die Erde dreht oder doch umgekehrt‘ gibt es nicht. Bisher jedenfalls nicht.

Der Beitrag erschien zuerst bei TICHYS Einblick hier

Weiterführende Literatur zur Erfindung von „Konsens“ in der Klimawissenschaft finden sie ua. auch hier:

Was stimmt nicht mit der Behaup­tung, „97% aller Klima­wissen­schaftler“ stimmen hinsicht­lich AGW überein?

 

 

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18 Kommentare

  1. Die Dummheit der Menschen ist nun einmal grenzenlos.

    Die Meinung eines Wissenschaftlers ist irrelevant. Nur der Beweis zählt. Und deshalb ist das Befassen mit einer solchen Aussage Unfug. Hinweis auf Unwissenschaftlichkeit muß unter Wissenschaftlern reichen.
    Wenn es aber um den Job und eine Verbesserung geht wird das schnell vergessen. Insbesondere in der Ökonomie ist das der Fall.

    Der oberste deutsche Staatsmann sagte mal das hier: „Lieber 5% Inflation als 5% Arbeitslosigkeit.“ Am Ende seiner Kanzlerschaft hatte er dann beides fabriziert und unsereiner in ner wissenschaftlichen Arbeit die Bestnote wegen des Beweises seiner Dummheit.

  2. John Cook hat in seiner Studie 2013 nicht 12000 Arbeiten untersucht, das schafft kein Mensch, sondern die Abstracts dieser Arbeiten !!!!

  3. Mich würde Interessieren wer hinter der Lüge mit dem Klimawandel steckt.
    Ich persönlich glaube ja dass die Amerikaner das geld dass für die verhinderung des erfunden Klimawandels gegeben dazu verwendet Schmiergelder an Wissenschaftler gegeben wird, damit diese nicht verraten dass die Welt Flach ist.

    • Letzten Endes wird durch die künstliche Hysterie des Klimawandels, die gerade in Deutschland schon wahnhafte Züge annimmt, bezweckt, dass es zu erhöhten Steuereinnahmen kommen wird. ( CO2 Steuer) Damit wird der kleine arbeitende Mann und auch Frau nur noch mehr finanziell geschöpft werden. Und tut dies selbstverständlich freiwillig, denn es geht dabei um nichts Geringeres als die „Rettung“ des Klimas.

  4. Inzwischen geht es ja nichteinmal mehr um den geringen CO2 Gehalt der irdischen Athmosphäre, sondern bloß noch um einen kleinen „menschengemachten“ Teil davon und mir genügt die nackte Empirie: Für eine dominate klimatreibende Rolle des Kohlenstoffdioxids fehlt jeder Nachweis. Dagegen deutet alles auf eine verwickeltes Zusammenspiel des solaren Magnetfeldes, der kosmischen Strahlung und großräumiger irdischer / ozeanischer Faktoren hin.

    Der interne scholastische Kampf bis aufs Messer einiger Leute um das fünftrangige Pro / Kontra „Teibhaus“ kotzt mich an. Diese akademische Eitelkeit blendet aus, daß wir inzwischen in einem fundamentalen ideologischen Krieg sind. Da gibt es für die öffentliche Fehde nur noch A oder nichtA, für oder gegen Church of Climate Change. Punkt.

  5. Auch können 100% der Wissenschaftler nachweisen, dass ein Strohhalm, in einen Tsunami gehalten, diesen beeinflusst. Soviel zu Wissenschaft und Theorie

  6. Vor der Untersuchung von John Cook im Jahr 2013 gab es 2009 eine Studie an der Uni von Illinois USA bei welcher der Dozent Doran und seine Assistentin Zimmerman etwa 30 000 Fragebögen an US Naturwissenschaftler sendeten um deren Standpunkt zum Klimawandel zu ermitteln. Es kamen etwa 10 000 Fragebögen zurück deren Auswertung aber nicht die erhoffte Zustimmung zur Behauptung des vom Menschen verursachten Klimawandel erbrachte. Deshalb wurden nur jene Fragebögen bewertet deren Autoren mindestens 50% ihrer Veröffentlichungen dem Thema Klimawandel gewidmet hatten. Das waren von den 10 000 Fragebögen ganze 77, davon stimmten 75 dem Dogma vom menschengemachten Klimawandel zu und schon hatte man die erwünschten 97% die dann Obama sofort weltweit verbreitete.

    Obama hatte vorher mehrfach gefordert Argumente pro Klimawandel zu liefern, die von jedermann und nicht nur von Klimaexperten gebracht werden können.

    Ein sehr geschickter Schachzug wie man heute weiß. In den üblichen Diskussionen hören die Klimawarner meistens nicht zu und warten nur darauf ihr Totschlagargument mit den 97% anbringen zu können. Danach ist dann das Thema meist beendet, was ganz besonders in Talkshows ärgerlich ist, weil dort der Eindruck entsteht, die Klimawarner haben natürlich mal wieder „gewonnen“.

    Ich habe der AfD vorgeschlagen, die ja einen verstärkten Wahlkampf gegen die Grünen führen wollen, mit geeigneten Werbemaßnahmen auf diese 97% Konsenlüge aufklärend hinzuweisen.

    Solange die 97% Lüge noch in den Köpfen sitzt wird man in dieser Frage kaum weiterkommen.

    • Hier die ganze Story: Doran Studie
      Der Dozent P. Doran von der Universität Illinois/Chicago begleitete 2008 die Studentin Margaret Zimmermann bei einer Studie, mit der im Auftrag der AGU (American Geophysical Union) bei US-Naturwissenschaftlern untersucht werden sollte, wie sie zur »Klimafrage« stehen. Es wurden an 10.257 Naturwissenschaftler Fragebögen versendet, die bezüglich des Klimas nur zwei Fragen hatten:
      1. Glauben Sie, dass die mittlere Temperatur im Vergleich zu dem Niveau von 1800 allgemein gestiegen, gefallen oder gleich geblieben ist?
      2. Glauben Sie, dass menschliche Aktivitäten ein wesentlicher Faktor sind, die zur Änderung der mittleren Temperatur beitragen?
      Auf diesen naiven Fragebogen antworteten nur 3146 Wissenschaftler. Die Antworten waren jedoch nicht wunschgemäß. In ihrer Not, dem (bezahlenden) Auftraggeber AGU eine genehme Antwort zu liefern, nahmen Doran und Zimmermann eine nachträgliche Änderung des Verfahrens vor. Sie filterten so lange bis 79 Wissenschaftler von ursprünglich 3146 übrig blieben, von denen tatsächlich 77 die beide Fragen bejahten. Das waren die 97,4 Prozent, die sofort mit großem Trara von der AGU den internationalen Medien serviert wurden und die bis heute herumgeistern.

    • Ich sag mal so, bei einem one night stand benutzt man Kondome, weil man nicht weiß ob die andere Person eine Geschlechtskrankheit hat. Warum schützen wir uns nicht genauso vorsorglich gegen den Klimawandel? Es ist so viel am Klima nicht erforscht, aber wir haben alle schon die ein oder andere Veränderung bemerkt. Wir wissen nicht mal ob die jetzigen Maßnahmen nicht das Gegenteil bewirken. Meiner Meinung nach sollten sich mal wieder beide Seiten an den Tisch setzen und begründen warum es den Klimawandel gibt oder eben nicht. Nur in einer Filterblase zu sitzen und seine Meinung nur bestätigt zu finden hilft nicht neue Erkenntnisse zu erlangen. Macht euch auf und sucht andere Argumente als den 97 %-igen wissenschaftlichen Konsens.

      • Wenn jedesmal, wenn eine spinnerte Idee einer „Bedrohung“ auftaucht, und diese von den Spinnern laut genug rausgehauen wird, in diese Art Hysterie abgedriftet wird – dann können wir uns dauernd vor irgend ’nem Kram „schützen“. Vorsorglich.
        Sie gehen doch auch aus dem Haus, obwohl ihnen Dachpfannen aufs Haupt schlagen können.

  7. Nochmals zur Bedeutung der Treibhausgase:
    Die sogenannten Treibhausgase bestehen aus im mittleren Infrarotspektrum strahlungsaktiven Molekühlen. Diese erwärmen nicht die Luft, sondern können lediglich einen Teil des Spektrums absorbieren, wobei sie quantenmechanisch angeregt werden. Dabei werden sie nicht erwärmt. Stoßen die angeregten Moleküle mit anderen Luftmolekülen zusammen, können sie ihre Anregungsenergie auf diese übertragen, wobei aus der Anregungsenergie kinetische Energie, also Bewegungsenergie, entsteht. Diesen Prozess nennt man auch thermalisieren. Erhöht sich die Bewegungsenergie der Luftteilchen, so wird die luft wärmer.
    Die Treibhausgase können also nur als Transformationsfaktor bei der Umwandlung von Strahlungsenergie in Wärmeenergie eine Rolle spielen. Die Thermalisierung von Infrarotstrahlung der Erdoberfläche geschieht besonders in den tieferen Luftschichten. In den höheren Luftschichten überwiegt der umgekehrte Prozess. Durch Stöße mit anderen Luftteilchen werden die Molekühle der Treibhausgase angeregt und diese können dann ihre Anregungsenergie als Strahlungsenergie ins Weltall abgeben. Die Treibhausgase bewirken also in anwachsender Lufthöhe eine Abkühlung. Gäbe es keine Treibhausgase in der Atmosphäre, so müßte die Erdoberfläche allein die absorbierte Solarenergie als Infrarotstrahlung abstrahlen, was zu einer drastischen Temperaturerhöhung der Erdoberfläche führen würde.
    Es sollte auch gewußt werden, dass CO2 in Feuerlöschern als Löschmittel dient und in fester Form als Trockeneis als Kühlmittel dient, welches bei -78,5°C sublimiert, also in die Gasphase über geht.

    • Einstein kannte die Regeln und hat in seinen Zitaten schon damals erklärt, wie der „Volksbetrug“ funktioniert !
      Zitat 1, Einstein: „Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern, als ein Atom !“
      Zitat 2, Einstein: „Schon immer beruhten menschliche Handlungen auf Angst oder Unwissenheit.“
      Zitat 3, Einstein: „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafsherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“

      Als Antwort auf das Buch der Nazis (gegen ihn) „Hundert Wissenschaftler gegen Einstein“
      Zitat 4, Einstein: „Warum 100 ? Wenn sie Recht hätten, würde ein Einziger genügen !“
      Die Grünen und die Regierung haben alles genau richtig gemacht !

      Und deshalb trifft auch noch das fünfte Zitat von Einstein für unsere Zukunft zu:
      „Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich, weil es so viele sind und ihre Stimmen genauso zählen, wie unsere !

    • Danke Herr Ziemann,
      wenn ich alles richtig verstanden habe,führt CO2 nicht zur direkten Erwärmung
      der Erde ,wie viele „Wissenschaftler“ auch hier behaupten.Die Thermalisierung
      ist so mit eine indirekte Erwärmung der unteren Luft ,die dazu führt,das die Abkühlung der Luft „behindert“ wird.Diese Energieumwandlung (Strahlung-Lufterwärmung) macht ca.30-35% aus.Den anderen Anteil macht der natürliche
      „Treibhauseffekt“ per Wolken und sonstiges Einflüsse.Wenn sich die Lufthülle
      erwärmt steigt sie auch schneller auf und so sucht sich die Natur ihren Ausgleich.Ist das so richtig?
      Herr Ziemann Sie haben mit einfachen Worten meine Frage hier auch bei Eike gestellt,was macht das CO2 in der Luft,allgemein verständlich dargestellt.
      Danke nochmal.Mit große wissenschaftliche Abhandlungen kann man nur hier ,wo
      der Bildungsstand und Ausbildung entsprechend ist argumentieren.Ihre Darstellung
      gehört in die Medien oder sonstige Verbreitung,um auch „unkundige“ inhaltlich zu erreichen.Wer kann das leisten? Admin bei EIKE hat mich schroff zurückgewiesen,
      „ich solle doch ein eigenes Forum aufmachen“.Trotzdem bin ich der Meinung,das allgemeine Verständlichkeit deren Verbreitung nur gegen die Klimakirche ankommen kann. Also weiter so! MfG Klaus Zippan

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