Der Treibhaus-Effekt – das wissen­schaftliche Verfahren

Spielt in der Klima-„Wissenschaft“ keine Rolle mehr: echte wissenschaftliche Arbeit. Bild: Joerg Trampert / pixelio.de

Ken Haapala
Soeben wurde der 50. Jahrestag der Landung von Menschen auf einem anderen Himmelskörper sowie deren letztendliche sichere Rückkehr begangen. Das Ereignis wurde auf vielfache Weise gefeiert, einschließlich der Würdigung der Tausende von Wissenschaftlern, Ingenieuren, Techniker und Arbeiter, welche die Apollo-Mission und deren Erfolg überhaupt erst ermöglicht hatten. Von besonderer Bedeutung sind die Human Calculators, zumeist Frauen, welche die langwierigen Berechnungen der involvierten Trajektorien mit höchster Präzision durchführten. Am wichtigsten aber: Die Apollo-Mission war ein brillantes Beispiel für die Anwendung des wissenschaftlichen Verfahrens und dessen Bedeutung bei der Wissenserweiterung der physikalischen Welt.

Heute behauptet das IPCC, dass wir uns in einer „Klima-Krise“ befinden, welche zum Aussterben von einer Million Spezies führen wird und die eine große Gefahr für die Menschheit ist. Im jüngsten Sonderbericht vom Oktober 2018 des IPCC heißt es:

Prophezeiungen zufolge wird ein Anstieg der Temperatur Extremwetter-Ereignisse hervorrufen, steigenden Meeresspiegel, das Aussterben von Spezies und eine reduzierte Kapazität zur Erzeugung von Nahrungsmitteln.

Im 4. Nationalen Klimazustands-Bericht der USA finden sich ähnliche Behauptungen, darunter:

Gesundheit: Auswirkungen durch den Klimawandel bzgl. Extremwetter und Ereignissen mit Klimabezug, Luftqualität und die Übertragung von Krankheiten durch Insekten und Schädlinge, auf Nahrung und Wasser bedrohen immer stärker die Gesundheit und das Wohlergehen der amerikanischen Bevölkerung, besonders Populationen, die schon jetzt verwundbar sind.

Und: Landwirtschaft: steigende Temperatur, extreme Hitze, Dürre und Buschbrände auf Weideflächen sowie schwere Wolkenbrüche werden die landwirtschaftliche Produktivität in den USA zunehmend beeinträchtigen. Erwartete Zunahmen der Schwierigkeiten für Nutzvieh, abnehmende Ernteerträge und -qualität sowie Änderungen bzgl. Extremereignissen in den USA und anderswo bedrohen ländliche Landschaften, eine nachhaltige Versorgung mit Nahrungsmitteln und die Preisstabilität.

Die Alarme wurden inzwischen so intensiv, dass es in einem Artikel in Kaiser Health News heißt:

Therapeut Andrew Bryant sagt, dass der grundlegende Klimareport der UN aus dem vorigen Oktober neue mentale Gesundheitsprobleme bei Patienten auslöste.

Ich erinnere mich an Sitzungen mit Leuten am nächsten Tag. Sie hatten Klimawandel niemals zuvor erwähnt, und es war wie ,ich höre immer wieder von diesem Report’“, sagte Bryant. „Einige Patienten brachten ängstliche Gefühle zum Ausdruck, und auch während der Folgesitzungen sprachen wir über das Thema“.

Obwohl es sich nicht um eine offizielle klinische Diagnose handelt, haben die psychiatrischen und psychologischen Gemeinschaften Bezeichnungen für das Phänomen: „Klima-Stress“, „Klima-Kummer“, „Klima-Angst“ oder „Öko-Angst“.

Eine entscheidende Frage ist: Wie sehr wenden das IPCC und das USGCRP das wissenschaftliche Verfahren an? Die Antwort lautet: „überhaupt nicht!“. Man stützt sich auf Spekulationen und nicht auf physikalische Beweise durch Experimente und rigorose Beobachtungen. Im TWTW [= The Week That Was, eine Rubrik, die in der im WUWT erscheinenden wöchentlichen Rubrik von SEPP „Weekly Climate and Energy News Roundup“ jeweils am Anfang steht. Anm. d. Übers.] vom 15. Juni 2019 diskutierte das Right Climate Stuff Research Team (TRCS), bestehend aus „pensionierten Veteranen der Apollo-Mission und anderen frühen bemannten Raumflügen, die sich freiwillig trafen, um ihre wissenschaftlichen und Ingenieur-Erfahrungen anzubieten, um eine objektive, unabhängige Abschätzung des AGW-Alarms und die Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Bedrohung durchzuführen“.

Unter Ausnutzung ihrer nachweislichen Erfahrungen bei der Problem-Identifizierung und -Spezifizierung, bei Grundlagen-Analysen und dem Treffen von Entscheidungen durchforsteten sie hunderte von Berichten und technischen Studien mit Relevanz zu diesem Thema, und sie diskutierten darüber mit Experten auf allen Seiten der Kontroverse. Auf der Grundlage der Prinzipien der Energie-Einsparung entwarfen sie ihr eigenes Modell bzgl. AGW, in welches Treibhausgas-Daten und die Temperatur der Erde von 1850 bis 2017 eingingen. Anders als das IPCC und deren Folge-Institutionen haben sie ihr Modell validiert.

In einem Video auf der unten verlinkten Website des TCRS erklärt Hal Doiron die Ergebnisse und die Defizite in den Ergebnissen von IPCC und USGCRP. Doiron schrieb:

Das primäre Problem, das wir bzgl. der Klimaforschung und dessen alarmierender Prophezeiungen einer globalen Erwärmung sehen ist, dass man sich viel zu sehr auf nicht validierte Modelle in den Schlussfolgerungen und Veröffentlichungen beruft. Wir, die NASA-Weltraum-Veteranen, ignorieren automatisch derartige nicht validierte Modelle und konzentrieren uns ausschließlich auf verfügbare physikalische Daten, denn das ist genau das, was man uns antrainiert hat und was die Erfahrungen des Unbekannten bzgl. der bemannten Raumfahrt uns lehrten.

Die NASA hat seine Politik im [Sonderbericht] NASA-STD-7009 festgeschrieben. Sie verbietet die Verwendung der Ergebnisse von nicht validierten Modellen bei allen Entscheidungen bzgl. der bemannten Raumfahrt, wenn die Sicherheit der Menschen auf dem Spiel steht.

Das Problem scheint darin zu bestehen, die Führung der NASA dazu zu bringen, das wissenschaftliche Verfahren auf alle seine Publikationen anzuwenden. Siehe die diesbezüglichen Links hier.

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Autor Ken Haapala ist Präsident des Science and Environmental Policy Project SEPP

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/07/22/weekly-climate-and-energy-news-roundup-368/, erster Beitrag.

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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3 Kommentare

  1. Der Vergleich hinkt. Nichts wird allein nur dann zur Wissenschaft, wenn seine mathematische Modellierung möglich wird. – Letzteres ist zweifellos beim Zustand des menschlichen Lebensraumes nicht der Fall, der Wetterbericht ist täglicher Beweis. – Es muss daher der qualitative Nachweis „des Treibhauseffektes“ genügen:

    https://de.scribd.com/document/391176117/Erderwarmung-Treibhauseffekt-und-Zeit- CO2-ist- klimaneutral?fbclid=IwAR3BcwG4ENNxnqFUqybsUEQgeNBpbXe9KkW7FVU2ntykg Jo1hR4wkdFMKZo

    Nicht nur Kindern hilft zum Verständnis z. B. ein sehr einfacher Vergleich seines Wärmeinhaltes mit „1000 Leuten in einem Raum“: – Täglich verlassen 10 Leute den Raum, 7 kehren zurück und der Sonnengott sendet 3 Neue. Es bleibt wie es ist.
    Sendet der Sonnengott plötzlich 4 Neue, oder es kommen 8 zurück, so wird es wärmer. Sendet der Sonnengott nur 2 Neue, oder es kommen nur 6 zurück, so wird es kälter. – Noch Fragen?

  2. Viele Zeichen deuten darauf hin, daß das Klima in eine Phase der Abkühlung geht. Allen voran die stark nachlassende Sonnenaktivität, abgeleitet aus der Zahl der beobachteten Sonnenflecken. Dies hatte schon der nach England ausgewanderte Wilhelm Herschel im 18. Jahrhundert beobachtet und in Beziehung zum Getreidepreis gestellt: Wenig Flecken bedeutete hoher Preis, viele Flecken niedriger Preis. Diese abenteuerliche Feststellung wird plausibel, wenn man die damit verbundene Wetterentwicklung berücksichtigt. Wenig Flecken brachte kühleres Wetter mit mehr Wolkenbidung, mehr Niederschlag und schlechteren Ernten, was gleichzusetzen ist mit geringerem Marktangebot und damit höheren Preisen. Bei viel Flecken verhielt es sich genau umgekehrt.

    Diese These, daß weniger Sonnenaktivität zur stärkeren Wolkenbildung führt, wurde von Svensmark in den neunziger Jahren formuliert und über eine einfache Testeinrichtung bestätigt (Nebelkammer). Sie wäre aber schon längst erhärtet worden, wenn nicht CO2 Klimawandelgläubige diese Bestätigung durch ein Projekt im CERN über ein Jahrzehnt verhindert hätten. Und damit sind wir beim Thema Wissenschaft und ihre operative Durchführung.

    Meine These ist: wir leben seit dem Wegbrechen des Ost-West Konfliktes in einer Wohlfühlwelt, in der nicht die wissenschaftliche Exaktheit, sondern der gerade gültige mainstream Vorrang hat. Bei einer Mission wie Apollo hätte man sich das nicht leisten können, weil da Scharlatanerie unabdingbar in die Katastrophe geführt hätte. Und die Zeit – damals war ich zwanzig – war damals von Realitätssinn geprägt.

    Heute bildet unsere Regierung eine Kommission von immerhin 50 Personen zum Kohleausstieg, unter denen sich kein ausgewiesener Fachmann oder Fachfrau befindet, der/die Expertise in den zur Kohle alternativen Energiequellen und deren Technologien hätte. Dafür sind Kirchenleute vertreten, wahrscheinlich um den Erfolg herbeizubeten, sollten sie auf den Bauch fallen.
    Es wird eine „Energiewende“ beschlossen und einfach definitorisch festgestellt, daß man zukünftig keine Grundlast mehr brauche, weil man die Kohle und die KKW loswerden will. Wer ist so blöd, die Art der Bereitstellung, nämlich das permanente Angebot der „Grundlast“ mit der Energiequelle, nämlich fossile, kerntechnische und alternative „erneuerbare“ zu verwechseln? Die Energiewende ist konzeptionell falsch und kann nie funktionieren. Auch nicht mit Speichern! Seit über 120 Jahren sucht man im Autobereich nach besseren Speichern! Was außer blindem Glauben macht die Leute denken, daß ausgerechnet in den n-chsten zehn Jahren der große Durchbruch kommt? Aus der elektro-chemischen Spannungsreihe kann ich da nichts ablesen.

    Wir werden dauerhaft redundante Bereitstellungsarten haben, grundlastfähige und stochastische. Der Strompreis wird weiter steigen, m.M. nach sogar progressiv mit weiterem Ausbau der Alternativen (Gesetz der zunehmenden Grenzkosten). Die Industrie wird abwandern aus Europa und wir bleiben auf den hohen Energiekosten sitzen. Diese bewusst herbeigeführte Verarmung größerer Bevölkerungsschichten steht unter dem Namen „Die große Transformation“ auf der Wunschliste der Linksgrünen.

    • Stephan, ja Sie haben recht, eigentlich steuern wir gerade in eine Kalt Phase.

      Sonnenaktivität, Solarer Zyklus etc. lenken alle in diese Richtung.

      Trotzdem bewegt sich die Welt in die andere Richtung.
      Sollte einem zu denken geben.

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