Die Entdeckung einer UHI-Verzerrung im Klima-Netzwerk von China, in welchem Tmin und Tmax als Temperatur-Divergenz herangezogen werden

Auch der Potsdamer Platz in Berlin zeigte nach dem Fall der Mauer eine massive Verstädterung! Bild: www.clearlens-images.de / pixelio.de

Nicola Scafetta und Shenghui Ouyang (hier)
Grundlegende Punkte
● Die mittlere Temperatur in China ist seit dem Jahr 1950 um 0,8°C gestiegen.
● Der Ohysik der atmosphärischen Grundschicht zufolge soll die Erwärmung durch den UHI nachts höher liegen
● Die Differenz zwischen Tmin und Tmax wird herangezogen, um Verzerrungen durch die Verstädterung zu ermitteln
● Die Gebiete in China mit der höchsten Divergenz zwischen Tmin und Tmax sind auch die am dichtesten besiedelten Gebiete.
● Daraus folgt, die Erwärmung in China ist zumindest teilweise den UHI-Verzerrungen geschuldet.

Diese Arbeit zeigt, dass ein erheblicher Anteil der globalen Erwärmung in China von 1940 bis heute auf das Phänomen der Verstädterung zurückgeht. Die Klimamodelle jedoch bringen diese gleiche Erwärmung fälschlich mit anthropogenen Antrieben [durch CO2-Emissionen] in Verbindung.

Abstract

Temperaturaufzeichnungen zeigen, dass es in China im Zeitraum 1950 bis 2010 um etwa 0,8°C wärmer geworden ist. Allerdings ist nach wie vor eine Debatte im Gange, ob diese Erwärmung teilweise dem Bias durch Verstädterung geschuldet ist. Tatsächlich können Homogenisierungs-Verfahren in dicht bevölkerten Provinzen dort ineffizient sein, wo es seit den 40-ger Jahren zu einer signifikanten Verstädterung gekommen war. Mit dieser Studie wollen wir frühere Forschungen zu diesem Thema vervollständigen, indem wir zeigen, dass ein alternatives Verfahren auf der Grundlage einer Analyse der Divergenz zwischen Tiefsttemperatur (Tmin) und Höchsttemperatur (Tmax) seit den 1940-ger Jahren sinnvoll sein könnte, um diese Frage zu klären, weil UHI-Effekte die Erwärmung nächtlicher Temperaturen mehr hervorheben als die Tagestemperaturen. Dann kann die in den Daten zutage tretende Signifikanz der Divergenz evaluiert werden im Vergleich zu den Prophezeiungen der CMIP5-Modelle. Vom Zeitraum 1945 bis 1954 sowie 2005 bis 2014 prophezeien diese Modelle im Mittel und in China, dass die Minimum-Temperatur um 0,19 ± 0.06 °C stärker steigen soll als die Maximum-Temperatur. Allerdings zeigen die realen Aufzeichnungen während dieser Zeiträume, dass sich die Minimum-Temperatur um 0,83 ± 0.15 °C mehr erwärmt hatte als die Maximum-Temperatur.

Eine ähnliche Analyse zeigt, dass der Effekt in den kälteren Monaten von November bis April ausgeprägter ist als während der warmen Monate von April bis Oktober. Ein Vergleich mit den Aufzeichnungen bzgl. der Verstädterung in China zeigt, dass die sich durch einen großen Temperaturunterschied zwischen (Tmin) und (Tmax) auszeichnenden Regionen auch die am dichtesten besiedelten Regionen sind. Beispiel hierfür sind die Gebiete im Nordosten von China, in welchen es zu einer diffusen und raschen Verstädterung seit den 1940-ger Jahren gekommen war. Diese Ergebnisse sind signifikant und können das Vorhandensein eines substantiellen Verstädterungs-Bias‘ in den chinesischen Klimaaufzeichnungen sein, dem bislang nicht Rechnung getragen worden ist. Unter der Hypothese, dass Tmax eine bessere Maßzahl zur Untersuchung von Klimaänderungen ist als Tmean oder Tmin folgern wir, dass etwa 50% der Erwärmung in China seit den 1940-ger Jahren auf einen nicht korrigierten Verstädterungs-Bias zurückzuführen sein könnte. Außerdem fanden wir, dass die Aufzeichnungen der Maximum-Temperatur von Mai bis Oktober in China gleich warme Perioden in den 1940-ger und den 2000-er Jahren ergeben. Dies steht im Gegensatz zu den CMIP5-Modellen, welche prophezeit hatten, dass letzterer Zeitraum um etwa 1°C wärmer ausfallen sollte als ersterer Zeitraum.

Link zur gesamten Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S092181811930102X?via%3Dihub

Wichtiger Hinweis: Die Studie ist unter diesem Link 50 Tage lang frei herunter zu laden!

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5 Kommentare

  1. Wir leben erdgeschichtlich in einer sehr kohlenstoffarmen Zeit. In den letzten 500 Millionen Jahren sank der Kohlendioxidgehalt der Erde von 6000 ppm auf heute ca. 385 ppm! Das führte zu großen Anpassungsleistungen der Pflanze und mit dem heutigen C-4 Pflanzentyp ist dies auch gut gelungen. Nicht wenige Wissenschaftler befürchten aber sehr, dass ein weiteres Absinken des Kohlendioxid-Gehaltes der Atmossphäre fatale Folgen für die Pflanzenwelt hätte, da biochemisch betrachtet weitere Anpassungen so nicht möglich wären. Kann das einmal jemand dem Gretchen und ihren Hintern Leuten erklären? Vielleicht machen die sich dann auch über die „wahren Abgründe“ Sorgen und nicht über medial befeuerte „Hirngespinnste“?

  2. Temperaturrekord in Geilenkrichen

    Laut DWD handelt es sich wohl um die Flughafenstation in dieser Liste
    https://www.dwd.de/DE/leistungen/klimadatendeutschland/statliste/statlex_html.html?view=nasPublication&nn=16102

    Auf Google Maps schaut das so aus:
    http://www.google.com/maps/place/50°57‚33.5″N+6°02’21.1″E/@50.9591848,6.0378267,361m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x0:0x0!8m2!3d50.9593!4d6.0392

    Viel Asphalt und Triebwerke blasen in Richtung Wetterstation.

    Wo gibt es Temperaturdaten?

    Habe nur diese Liste gefunden mit 2 Messdaten pro Stunde, max. bei 102.7F = 39.27 Grad, allerdings eine andere Koordinate, was aber auch ein Fehler sein koennte.

    Die 40.5 Grad koennten also a) heat island und b) kurzfristigem Spike durch Triebwerk geschuldet sein.

  3. Heute konnte man im Spiegel den nächsten Schritt lesen. Das ging natürlich nicht richtig, weil es bei „Spiegel +“ steht und dadurch etwas verdeckt ist.
    https://tinyurl.com/yxf5bwvr
    In China werden jetzt die nächsten Städte geplant, die noch viel größer werden sollen.

    Aber wo kommen dann die Einwohner her. Vor einigen Monaten konnte ich in einer Zeitschrift lesen, wie das damals in den 1940er Jahren losging. Der Kommunist Mao hat die Bauern von den Landgebieten weggefangen und in die Großstädte per Zwang umgesiedelt. So sollte Industrie immer mehr entstehen. Das ist schon fast eine „moderne“ Form der Gulags zu Lenins Zeiten. Wieso haben denn die Grünen Mao damals so geliebt?

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