Temperatur­rekorde in Frank­reich: 3 Fakten, welche man nie in den Medien finden wird

Werden wir bald alle verbrennen? Wohl kaum! Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Roy W. Spencer, Ph. D.
Die Berichterstattung über die jüngste Hitzewelle in Frankreich und anderen europäischen Ländern wurde begleitet von der üblichen Hetze gegen die Menschheit, welche diese Hitzewelle verursacht haben soll. So lautete die Schlagzeile des [US-Fernsehsenders] CBS News [übersetzt]: „Rekorde brechende Hitze sucht Frankreich heim. Experten sagen, dass der Klimawandel schuld ist“ (hier).

[Vorbemerkung: sämtliche Temperaturangaben im Original in Grad Fahrenheit wurden hier gleich umgerechnet in Grad Celsius. Anm. d. Übers.]

Nun ist es nicht ganz ausgeschlossen, dass die menschliche Komponente zu der jüngsten Erwärmung diese Hitzewelle noch ein klein wenig verschlimmert hat, doch gibt es drei Fakten, welche die Medien regelmäßig ignorieren, wenn über solche „Rekord-Hitze“-Ereignisse berichtet wird. Falls jemand diese Fakten benennt, würden nur sehr wenige Individuen mit der Fähigkeit, selber zu denken, weiter darauf bestehen, dass unsere Treibhausgas-Emissionen einen wesentlichen Einfluss haben.

1. Rekordhohe Temperaturen treten auch ohne globale Erwärmung auf

Der mit zuverlässigen Thermometermessungen abgedeckte Zeitraum ist relativ kurz, selbst in Europa. Infolge der chaotischen Natur des Wetters ist zu erwarten, dass es von Zeit zu Zeit rekordhohe und auch rekordniedrige Temperaturen gibt – selbst ohne einen langfristigen Erwärmungstrend.

Die Frage lautet: nimmt die Anzahl rekordhoher Temperaturen mit der Zeit zu? Zumindest in den USA lautet die Antwort ,nein‘, hat doch die Anzahl der Tage mit Werten über 38°C bzw. 41°C nicht zugenommen (siehe Abbildung 5 in diesem Beitrag). Man müsste die Daten für Europa unter die Lupe nehmen, um diesen Sachverhalt dort zu ergründen.

Aber selbst wenn das der Fall sein sollte, muss man sich auf die Suche nach der Ursache machen. Der größte Teil der Erwärmung seit Ende der Kleinen Eiszeit (um das Jahr 1900) erfolgte, bevor man Treibhausgase dafür verantwortlich machen konnte. Es gibt keine Temperaturmessungen während der Mittelalterlichen Warmzeit vor etwa 1000 Jahren. Wie heiß waren die Sommer der damaligen Zeit? Niemand weiß das. Das Wetter ändert sich eben, und das führt mich zum nächsten Punkt.

2. Sommerliche Hitzewellen sind Wetter, und ungewöhnliche Kälte findet sich gewöhnlich daneben

Die jüngste exzessive Hitzewelle in Europa wurde nicht verursacht durch Sommerluft, die einfach da war und in einem Bad vom Menschen emittierten Kohlendioxids aufgekocht wurde. Verursacht wurde sie vielmehr durch einen Schwall Sahara-Luft (SAL), die aus dieser gigantischen Wüste nordwärts wehte.

Das kommt immer wieder einmal vor. Hier sind die Temperaturabweichungen im 850-hPa-Niveau (ca. 1500 m Höhe):

Abbildung 1: Ausschnitt aus dem GFS-Modell im 850-hPa-Niveau mit den Temperaturabweichungen vom Normalwert* am 29. Juni 2019 um 12 UTC [14 Uhr MESZ]. Sie zeigen eine heiße Luftmasse aus der Sahara, die über Westeuropa nach Norden weht, gleichzeitig mit einem Vorstoß von Luft arktischen Ursprungs über Osteuropa nach Süden (Graphik WeatherBell.com).
[*Leider wird nicht angegeben, welcher Normalwert über welchen Zeitraum hier gemeint ist. Anm. d. Übers.]

Die Sahara-Luftmasse wehte aus der Sahara über Westeuropa hinweg nordwärts, während sich gleichzeitig ein Kaltluftkörper über Osteuropa südwärts ausbreitete. Als Beweis dafür, wie groß natürliche Wettervariationen sein können, beachte man einfach die ganze Bandbreite der Abweichungen vom Normalwert nur in diesem kleinen Teil der Welt: Sie machte 25°C aus.

Die globale mittlere Temperatur-Anomalie für Juni (vom Climate Forecast System, CFSv2-Modell der NASA) an der Erdoberfläche betrug lediglich 0,3°C und hatte selbst an einem einzelnen Tag (1. Juli 2019; WeatherBell.com) einen Wert von +0,3°C).

Wird das Missverhältnis dieser beiden Zahlen deutlich? Auf Wetter bezogene Temperatur-Variationen von 25°C relativ zu einer Klima-bezogenen „Erwärmung“ von 0,3°C.

Am Boden stellte sich das Ganze so dar:

Abbildung 2: Wie Abbildung 1, aber für die Lufttemperatur am Boden.

Die Bandbreite der Temperaturabweichungen vom Normalen betrug 32°C, was ebenfalls die globale „Klima“-Wärme von 0,3°C um einen Faktor 100 überstieg.

Das heißt, wenn wir von neuen Temperaturrekorden sprechen, sollten wir zunächst die ganz normalen Variationen des Wetters betrachten.

3. Die meisten Thermometer-Messungen sind teilweise vom Städtischen Wärmeinsel-Effekt beeinflusst

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die globalen Thermometer-Aufzeichnungen übertriebene Erwärmungstrends aufweisen infolge des Wärmeinsel-Effektes UHI. Wird natürliche Vegetation durch Gebäude oder Straßenpflasterung ersetzt und treten zusätzliche Wärmequellen hervor wie Air Condition, Autos und Eiskrem-LKW, ändert sich das Mikroklima um die Messorte.

Viele von uns machen täglich diese Erfahrungen, wenn man aus der ländlicheren Umgebung zur Arbeit in Innenstädte fährt.

Man nehme als Beispiel den Miami International Airport. Dort war kürzlich ein neuer Temperatur-Wärmerekord für den Monat Mai mit 37°C aufgetreten. Das fragliche Thermometer befindet sich am westlichen Ende der südlichen Rollbahn des Flughafens im Zentrum des Metro-Komplex‘ Miami-Ft. Lauderdale. Noch vor 120 Jahren lebte fast niemand in Miami, betrug doch die Bevölkerung dort im Jahre 1896 300 Menschen.

Der UHI-Effekt ist so stark und allgegenwärtig, dass er inzwischen Eingang in das GFS-Wettervorhersage-Modell gefunden hat, und im Falle der jüngsten Hitze in Miami zeigte sich, dass es im Zentrum des Metro-Komplex‘ um Mitternacht über 5°C wärmer war als in der ländlichen Umgebung:

Abbildung 3: GFS-Temperatur-Analyse gegen Mitternacht, 28. Mai 2019

[Einschub des Übersetzers: Im Gebiet von Berlin (West) gab es während der achtziger Jahre {leider ist das genaue Datum nicht mehr erinnerlich} zwischen Innenstadt und Außenbezirken eine maximale Temperaturdifferenz von 14 K! In klaren Nächten, in denen die nächtliche Abkühlung in der Innenstadt viel später und schwächer erfolgte als am Stadtrand, traten während der späten Abendstunden regelmäßig Unterschiede über 10 K auf. Bis zum Eintreten der Tiefsttemperatur hatte sich die Differenz wieder etwas verringert, weil die Taubildung am Stadtrand und die dadurch freigesetzte latente Wärme einer weiteren starken Abkühlung entgegen wirkte.

Ende Einschub]

Weist ein Thermometer-Messpunkt diese Art einer unechten nächtlichen Erwärmung auf, wird man dort auch tagsüber unecht hohe Temperaturen messen (und umgekehrt).

Die sorgfältigste und umfassendste Analyse des UHI-Effektes auf die Temperaturen in den USA wurde von Anthony Watts und seinen Mitautoren durchgeführt. [Bei uns in Deutschland ist dies den gründlichen Arbeiten von Kämpfe und Kowatsch zu verdanken]. Watts et al. analysierten Hunderte von Thermometer-Messpunkten in den gesamten USA und wiesen nach, dass falls nur die am besten positionierten Thermometer berücksichtigt werden (zumeist in ländlichen Gebieten) der Erwärmungstrend in der Regel nur halb so hoch ist. Komischerweise ergab sich außerdem, dass die offiziellen, von der NOAA adjustierten Temperaturdaten (in die sowohl ländliche als auch städtische Messwerte eingehen) sogar eine noch stärkere Erwärmung zeigen als wenn man keine UHI-Adjustierungen vorgenommen hätte. Dies führte viele von uns dazu zu folgern, dass das UHI-Adjustierungs-Verfahren der NOAA ländliche Daten wie städtische Daten aussehen lässt anstatt umgekehrt, wie es der Fall sein sollte.

Wie beeinflusst das alles nun die rekordhohen Temperaturen in Frankreich? Es ist keine Frage, dass es ungewöhnlich heiß war; mir geht es lediglich darum zu ergründen, warum diese Rekorde aufgetreten waren. Ich habe schon in früheren Arbeiten nachgewiesen, dass 1) rekordhohe Temperaturen auch ohne globale Erwärmung auftreten; 2)Variationen des Wetters die primäre Ursache sind (in diesem Falle ein Vorstoß von Sahara-Luft) und jetzt 3) viele Thermometer-Messpunkte Schauplatz einer unechten Erwärmung sind.

Zu diesem dritten Punkt listet MeteoFrance hier die Temperaturrekorde jenes Ereignisses. Dabei stach mir ein Messpunkt ins Auge (Mont Aigua), weil das ein Bergobservatorium mit nur geringer Veränderung ist auf einem gut belüfteten Gipfel. Der bisherige Temperaturrekord aus dem Jahr 1923 wurde um lediglich 0,5°C übertroffen.

Einige der anderen Rekorde auf der Liste jener Website stammen ebenfalls aus dem frühen 20. Jahrhundert, was natürlich die Frage aufwirft, wie es damals so heiß hatte werden können, wenn keine anthropogenen Treibhausgase zugegen waren und auch kaum eine städtische Entwicklung.

Unter dem Strich steht, dass rekordhohe Temperaturen auf natürliche Weise auftreten, mit oder ohne Klimawandel, und unsere Fähigkeit, diese auszumachen, wurde durch eine unechte Erwärmung in den meisten Thermometerdaten kompromittiert, weil dieser unechten Erwärmung nicht angemessen Rechnung getragen worden ist.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/07/02/record-high-temperatures-in-france-3-facts-the-media-dont-tell-you/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung: Zum gleichen Thema hat aus hiesiger Sicht auch schon Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt einen Beitrag geschrieben.

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17 Kommentare

  1. Beim Bundesumweltamt kann man lesen das Satelliten Daten und Thermometer Daten nicht miteinander verglichen werden können.Nach einiger Zeit bemerkte man auch das man die Sat. Daten nicht mehr vergleichen konnte denn die alten Sat. sanken immer tiefer…(neuere sind wohl in grösserer Entfernung damit sie nicht mehr absinken)also musste neu programmiert werden.

  2. Hat man bei diesen „Rekordbetrachtungen“ auch berücksichtigt, daß trotz der extrem hohen Tagestemperaturen, des nachts genau das Gegenteil erreicht wurde, nämlich „Minusrekorde“?
    So wurden in Marienberg- Kühnhaide (Sachsen) am 29.06.2019 um 05:00 Uhr morgens – (MINUS) 2,6 ° gemessen !!! Da muß doch irgendjemand die Dachfenster unseres „Treibhauses“ aufgemacht haben, oder wie konnte die Hitze des Tages über Nacht verschwinden?
    Antwort DWD: „Die (afrikanische) Hitze/Luft war pulvertrocken, enthielt nur extrem wenig Wasserdampf, so daß der Treibhauseffekt nicht funktionierte, wie häufig in den Wüsten! Zumindest dürfte diese in der Wüste regelmäßige Erscheinung der Beweis dafür sein, daß Wasserdampf wesentlich mehr Treibhauseffekt erzeugt, als z. B. der „Klimakiller“ CO²! Vielleicht fragt mal jemand bei den Führern der CO²- Verteufelung in Potsdam nach, ob man eine Erklärung dafür hat!?

  3. Bei den Stationen mit der zwiet und der dritthöchsten Temperatur (beide über dem bisherigen Rekord) dürefte der UHI nur eine untergeordnete Rolle spielen, wenn er denn eine Rolle spielte.

    MfG
    Ketterer

  4. Wer Klima ändern will muß das Wetter ändern. Klima ensteht nur durch Wetterdaten sammelt.Der Menschheit ging es immer schlecht,wenn es kalt und nass war.Gegen Trockenheit kann man etwas technisch machen,Gegen Kälte und Nässe gibt es wenige Gegenmaßnahmen.Aber die Mittel zur Bewässerung (nicht Grundwasser) sind noch lange nicht ausgeschöpft.Leider werden alle Kräfte und Mittel zum „Klimaschutz“ vergeudet. Bewässerungsanlagen haben über Jahrtausenden die Menschheit
    überleben lassen.Wenn alle Kraft dafür verwendet wird zu viel und zu wenig Wasser zu bewirtschaften,würde es der ganzen Menschheit gut gehen. Aber wer will das schon,wenn mit Steuergeldern riesen Gewinne auf den falschen Gebieten gemacht werden!!!!! (Krieg ,Ausbeutung ,Erpressung ,Waffenhandel und Rauschgift )

  5. Wir hatten ja auch schon im Winter in Deutschland – oder ich erinnere mich in der Boston area – plötzlich Temperaturen bis 20°C. Etwas globaler gesehen kann man sagen, dass dann beispielsweise in der Sahara etwas kühler wird als sonst, wenn sie ihre Luft nach Norden schickt. Global also ein Nullsummenspiel. Das Problem ist nur, dass die Hysteriker nicht in der Sahara, sondern in Deutschland sitzen und es nicht unter die Kalotte bringen, dass wir bei der globalen Erwärmung um Größenordnungen von 1°C, und nicht um zeitweise auftretende 10°C Unterschied reden.

  6. Ich werde nie verstehen, warum man immer wieder anbringen muss, mit oder ohne Klimawandel? Meines Erachtens , ist der Klimawandel natürlichen Ursprungs und hat es schon immer gegeben. Genau was mich auf die viel zitierte Palme bringt ist ,die ständig wiederholte Forderung den Klimawandel zu stoppen oder aufzuhalten. Wie sollte das Aussehen frage ich mich? Ein absoluter Schwachsinn so etwas überhaupt zu denken 🤔. Welche Arroganz erlaubt sich der kleine Mensch das er glaubt in großem Stile in das Wetter eingreifen zu können.

    • Genau, wobei mich dann noch interessieren würde: Bei welchem Klima die Klimastopper denn stoppen würden? Wann wäre das Klima so, dass es nicht mehr „beschützt“ werden müsste? Welches Klima wäre das „ideale“ Klima u. wer legt das fest?
      Ich denke, wenn man sich auf diesen „Klimaschutz“ Wahnsinn einlässt, wird das zu einer Endlos Sprirale. Irgendjemand wir dann immer erklären, dass genau jetzt das Klima droht zu kippen. Wieder Verzicht, wieder neue Gesetze, wieder sind alle Schuld, wieder nutzt es jemand für sein politisches o. finanz. Fortkommen. Es wird zu einer Schraube, an der man je nach Belieben drehen kann!

    • Hallo Herr Wehner, wie Recht Sie doch haben. Ja es ist eine Arroganz und Dummheit der Politik die sowieso sehr wenig Ahnung haben, zu propagieren den Klimawandel stoppen zu wollen, noch schlimmer die Erderwärmung auf 1,5° C beschränken zu wollen. Kein Mensch auf diese Welt kann den Klimawandel der seit Millionen von Jahren statt findet, aufhalten. Selbst wenn man die ganze Weltgemeinschaft, was Utopie ist, dazu bringen könnte alles abzuschalten, würde der Klimawandel weitergehen.

    • Vielleicht wäre die Erkenntnis zielführender, dass für den Fall, wenn sich Hitzerekorde in den nächsten 30 Jahren wiederholen sollten, ursächlich einzig dafür sich verändernde Wetterbedingungen sind.

      Da das Klima ja nur eine mathematische Größe aus sich über einen bestimmten Zeitraum ändernden Wetters mit sich ändernden Temperaturen ist, kann Klima niemals die Ursache sich verändernder Wetterbedingungen sein, sondern einzig deren Folge. So, wie eine geschäftliche Bilanz auch nicht Ursache eines erfolgreichen oder nicht erfolgreichen Wirtschaftens ist, sondern nur die Folge dessen.

      Insofern kann die heutige höchst moderne Frage „Ist das noch Wetter oder schon Klima“ nur von Dummen oder verblendeten Ideologen gestellt werden. Es ist nämlich immer Wetter, bis man eine statistische Aufbereitung gemacht hat, die man Klima nennt. Und dabei legt der Mensch noch willkürlich fest, dass der Zeitraum 30 Jahre ist. Warum nicht 34 Jahre oder 77 Jahre? Oder geht man davon aus, dass das Klima unser 10-er System kennt?

      • „So, wie eine geschäftliche Bilanz auch nicht Ursache eines erfolgreichen oder nicht erfolgreichen Wirtschaftens ist, sondern nur die Folge dessen.“

        Sie sagen das so gelassen – erklären Sie das mal der heutigen Politikergeneration…

      • @Peter Puschner,
        Per definitionem ist Klima die Statistik des Wetters, gewöhnlich über Zeiträume von 30 Jahren. Das ist eine Verabredung. Insoweit kann ich einen Bezug Ihres Beitrages zum Problem „Klimaänderung“ nicht erkennen. Trivial ist, dass sowohl das Wetter und dann selbstverständlich die Klimate sich ständig verändern. Lediglich die CO2 Menge in der Atmosphäre ist daran nicht beteiligt! – Darum geht es mir.

  7. Den Wärmeinseleffekt stelle ich auch in meiner nur 10000 Einwohner kleinen Stadt fest.
    Ein Arbeitskollege und ich wohnen ca.1700m auseinander. Ich, im Zentralen Stadtgebiet und er, Westlich am genauen Anfang der Stadt.
    Wenn wir uns Morgens treffen tauschen wir manchmal die Temperaturen. Wobei es hier bei mir jedesmal ca. 1,5 -2 Grad wärmer ist als bei ihm am Rand! Und das wohlgemerkt in einer Kleinstadt.

    • Orginalzitat Rahmstorf aus seinem Blog:
      „Die globalen Klimadaten sind bereits um den städtischen Wärmeinseleffekt bereinigt. Der ist ja auch den Klimaforschern seit Jahrzehnten gut bekannt und gründlich erforscht.“ Obs stimmt kann ich nicht beurteilen.

      • Lieber Herr Ensing.
        Danke für das Zitat einer absoluten Falschaussage von Rahmstorff. Aber ich kann es sagen, dass der Wärmeinseleffekt überhaupt nicht erforscht ist. Der DWD hat vor einigen Jahren ähnlich argumentiert wie Rahmstorff. Da war die Station am Frankfurter Flughafen angeblich weit weg von allen Wärmeinseln und deshalb WI-frei, so teilte man mir das mit. Zudem wäre der WI-effekt aus den Daten herausgerechnet. Aber nachdem es doch gravierende Unterschiede nach dem Versetzen von Stationen aus den Innenstädten in die Außenbezirke, vor allem in Freiburg gegeben hat, ist auch der DWD aktiv geworden. Der städtische UHI wird inzwischen anerkannt, der DWD registriert ihn als Übererwärmung. Der Wärmeinseleffekt hingegen, der auch außerhalb der Städte in die Freiflächen hinein wirkt, – Erwärmung durch geänderte Landnutzung – ist noch nicht anerkannt. Ein jeder von uns kann diesen beweisen mit einem IR-Fernthermometer, die Straße ist bei Sonnenschein immere um 20C wärmer als die Wiese daneben. Straßen sind wie Wärmebänder in der Landschaft.

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