Die bizarre Realität der Welt-Klimapolitik

Alan Carlin
Klimapolitik ist von Land zu Land sehr verschieden. Der Einfachheit halber werde ich Versuche einer stärkeren, von der Regierung vorgeschriebenen „Dekarbonisierung“ als links einstufen. Eine geringere Dekarbonisierung mittels weniger regierungsamtlicher Klima-Vorschriften oder weniger marktverzerrender Subventionen werde ich als rechts einstufen. Die optimale Klimapolitik besteht derzeit darin, gar nichts zu unternehmen, solange nicht eindeutig nachgewiesen wird, dass sich die Temperatur global ändert und dass es hinsichtlich des Verhältnisses von Kosten und Nutzen effektiv ist, Maßnahmen zur Reduktion der globalen Temperatur durchzuführen (hier). Da dieser Nachweis bisher nie erbracht worden ist, sind keine Maßnahmen gerechtfertigt. Daraus folgt, dass die optimale Klimapolitik am rechten Ende des o. g. Links-Rechts-Spektrums anzusiedeln ist.

Mit dem Risiko, die Lage übertrieben vereinfacht darzustellen, möchte ich versuchen zu umreißen, was vor sich geht bzgl. Klimapolitik in vier großen Ländern.

In China hilft die Regierung dabei, etwa 300 Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung in verschiedenen Ländern zu errichten, aber die Regierung fährt fort, öffentlich die Dekarbonisierung zu propagieren, welche das Paris-„Abkommen“ vorschreibt, zumindest nach außen hin. China vollzieht primär eine Klimapolitik am rechten Ende des Spektrums, allerdings ohne jede Änderung der Propaganda bzgl. der am linken Ende angesiedelten Politik.

In Deutschland, wo seit vielen Jahren eine der nachdrücklichsten Klimapolitik am linken Ende des Spektrums vorherrschte, überdenkt die bedeutende CDU ihre ursprüngliche Unterstützung einer Kohlenstoff-Steuer. In Deutschland ist also eine grundlegende Neu-Evaluierung seiner Klimapolitik im Gange und damit eine Bewegung hin zum rechten Ende des Spektrums – offensichtlich auf Druck der Wirtschaft, welche fürchtet, dass sie immer weniger wettbewerbsfähig wird als Folge von mit den höchsten Strompreisen der Welt.

In Frankreich geht der Protest der „Gelbwesten“ weiter, wenngleich auch in geringerem Umfang als bisher. Die Proteste haben bereits zu einer Verschiebung der Politik nach rechts geführt, hat man doch den Plan, Klima-Steuern einzuführen aufgegeben. Vor allem Bürger der mittleren und unteren Schichten sind gegen eine Kohlenstoffsteuer. Die Gelbwesten wollen überhaupt keine Klima-Kohlenstoff-Steuern und haben die Regierung zur Rücknahme entsprechender Pläne gezwungen. Also wehren sich die Verlierer mit einigem Erfolg.

In den USA gibt es ziemlich unbeständige und möglicherweise wirkungslose Maßnahmen seitens der Trump-Regierung, Vorschriften der EPA bzgl. Klimawandel zurückzufahren. Die Demokraten versuchen, zu horrenden Kosten die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren. Die Klimapolitik erlebte im Jahre 2016 mit der Wahl von Donald Trump einen scharfen Ruck nach rechts. Die Reaktionen in den USA sind zwischen den Parteien geteilt, genau wie in Frankreich und Deutschland. Wie es in den USA weitergeht, hängt im Wesentlichen von den Wahlen 2020 ab, und das Wahlergebnis könnte einen grundlegenden Einfluss auf die Klimakontroll-Bewegung haben, sowohl in den USA als auch anderswo.

Man muss sich daran erinnern, dass Kohlendioxid ein universelles Spurengas in der Erdatmosphäre ist, welches kaum oder – viel wahrscheinlicher – überhaupt keinen Einfluss auf die Temperaturen hat (hier). Die Haupt-Auswirkungen von Dekarbonisierung sind höhere Energiekosten und geringere Zuverlässigkeit der Energieversorgung, besonders bzgl. Strom. Linke Klimapolitik verschwendet hauptsächlich viele Ressourcen für weniger brauchbare Energie.

Falls die großen Emittenten der linken Klimapolitik folgen würden, wird kaum etwas passieren, egal wie weit sich irgendein Land nach links bewegt – außer dass es zu höheren Energiekosten, immer neuen regierungsamtlichen Vorschriften und massiven Umweltschäden durch Erneuerbare kommt. Fazit: Je weiter links, desto mehr Verschwendung, Ineffizienz, Schäden durch Erneuerbare und eine weniger wettbewerbsfähige Ökonomie.

Link: http://www.carlineconomics.com/archives/4974

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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8 Kommentare

  1. • VIDEO •  
    Bereits 2008 warnte ein ehemaliger ZDF-Meteorologe Merkel vor der Klimalüge
    Der ehemalige ZDF-Meteorologe Dr. Wolfgang Thüne richtete sich bereits 2008 mit diesem Video an Angela Merkel und hat aufgezeigt, dass es keinen Klimawandel durch Menschen geben kann.
    » » » https://tagebuch-ht.weebly.com/v–k.html

  2. Den Grünen geht es bei der CO2-Steuer nicht um das Klima. Es geht nur darum, die Millionen von Sozialasylanten durchzufüttern. „Wir müssen die Steuer für die Asylanen erhöhen“ dürfte scheitern, aber „CO2-Steuern für das Klima“ geht problemlos durch, weil der mittlere IQ des durchschnittlichen Deutschen inzwischen unterhalb der Zimmertemperatur liegt.

    • Ihnen sollte entgangen sein, dass die Menschen die CO2 Steuer pro Kopf wieder zurückbekommen. D.h. Menschen mit geringem Einkommen, die sich keine CO2 Intensiven Aktivitäten wie ein SUV oder ein Flug nach Bali leisten können, insgesamt also weniger CO2 Steuer zahlen, als sie wieder bekommen. CO2 Steuern verbleiben, so der ursprüngliche Plan, nicht beim Staat. Daher ist Ihr Argument falsch.

      • Herr Schrage schrieb:
        „…D.h. Menschen mit geringem Einkommen, die sich keine CO2 Intensiven Aktivitäten wie ein SUV oder ein Flug nach Bali leisten können, insgesamt also weniger CO2 Steuer zahlen, als sie wieder bekommen…“
        Ja, und morgen kommt der Weihnachtsmann.

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