Stickoxid, Ethanol, Strahlung — Wie giftig sind diese Gifte?

Strahlung: Wirklich so giftig wie kolportiert? Bild: by-sassi / pixelio.de

Dr. Lutz Niemann
Seit etlicher Zeit sind Feinstaub und Stickoxide die Gifte des Jahres. Es werden virtuelle Tote berechnet, wobei aber vergessen wird, dass virtuell nichts anderes bedeutet als „das gibt‘s nicht“. Und als Erzeuger von Feinstaub und Stickoxiden wird der Autoverkehr angegriffen. Zum ersten Male in einer aktuellen Diskussion konnte mit Prof. Dieter Köhler ein Fachmann zu Wort kommen und viele Unsinnigkeiten anprangern. Diese Diskussion soll hier unterstützt werden, und ausgeweitet werden auf das Thema „Strahlenangst“.

Grundsätzliches: Was ist ein Gift?

Wenn man eine Substanz auf deren Schädlichkeit für Lebewesen untersuchen will, macht man damit Tierversuche, indem man die Tiere hohen Konzentrationen der Substanz aussetzt. Es wird der NOAEL-Wert (No Observed Adverse Effect Level) festgestellt: oberhalb dieses Wertes gibt es schädliche Einflüsse auf das Leben der Tiere, unterhalb des Wertes ist kein Schaden feststellbar, siehe folgende Darstellung:

Aus dem NOAEL-Wert leiten Toxikologen den MAK-Wert ab, das ist die Maximale Arbeitsplatz Konzentration der Substanz in der Luft für 1600 Arbeitsstunden im Jahr. Der MAK-Wert gilt für Menschen, und dabei wurde ein Sicherheitsabstand zum NOAEL berücksichtigt. In der MAK-Liste findet man dazu Einzelheiten.

Bei einer Dosis unterhalb von NOAEL – also beim MAK-Wert bzw. tiefer – muss der Organismus des Menschen den Schadstoff ebenfalls bekämpfen, das gelingt, denn es ist kein Schaden bemerkbar. Durch dieses Bekämpfen des Schadstoffes wird die Abwehrkraft des Organismus gegen den Fremdstoff gestärkt und das ist dann ein Nutzen für den Organismus. In der Medizin nennt man dieses „adaptive Antwort“, bei Strahlung hat man dazu ein extra Wort erfunden, man sagt „Hormesis“ dazu [1]. Den Nutzen kann man an Versuchstieren mit kurzer Lebensdauer nachweisen. Bei Menschen gelingt das wegen ihrer langen Lebensdauer selten, nur in Sonderfällen ist die nützliche Wirkung durch Stärkung des Immunsystems zu beobachten.

Ein gutes Beispiel für den beschriebenen Mechanismus ist die Tatsache, dass bei Kindern von Bauernhöfen weniger Allergien als bei Stadtkindern beobachtet werden. Die Kinder von Bauernhöfen kommen häufiger mit vielerlei Keimen in Berührung, daher ist deren Immunsystem besser gegen Angriffe gewappnet.

Man muss abwägen zwischen nützlicher Hygiene und übertriebener Jagd auf Bakterien, Viren, Sporen, körperfremder Substanzen…. Die Stärkung der körpereigenen Abwehr ist ein gutes Mittel gegen Schadstoffe.

Aspirin ist in der Dosis 30 bis 50 mg ein Blutverdünner, bei 0,5 bis 2g schmerzstillend, bei 2 bis 5g entzündungshemmend und bei 30 bis 40g tödlich [2]. Auch jede Schutzimpfung ist ein Beispiel für eine adaptive Antwort des Organismus.

Toxikologen haben viele Dosis-Wirkungsbeziehungen gemessen und den J-förmige Verlauf gefunden mit Schaden bei großer Dosis und Nutzen bei kleiner Dosis. Beispiele sind Substanzen wie Natriumhypochlorit, Methanol, Penicillin, Fluridone, Quecksilber, Aluminium, 4-Chloro-2-methylphenoxyacetic Acid, Ethanol, Phosfon, Cadmium, Kupfer, Na-Arsenate, Retinoesäure, Phenobarbital, Cadmiumchlorid, 1,4-Dioxan, Dioxin, 3-Methylcholanthrene, Saccharin, Lindan, dazu auch Strahlung von Neutronen und Gammastrahlung [3].

Zur Diskussion von Risiken durch Fremdstoffe sollen zwei Substanzen und Strahlung behandelt werden.

Beispiel 1, Stickoxide in der Luft:

Der NOAEL-Wert liegt bei 20 000µg/m³ Luft [4], dazu passend erscheint der MAK-Wert von 9000µg/m³ Luft, der bis 2009 in Deutschland galt. Heute gilt bei uns der MAK-Wert 950µg/m³ Luft, in der Schweiz gilt 6000µg/m³ Luft. Zu allen Änderungen in der MAK-Liste geben die Toxikologen eine Begründung, die man nachlesen kann. In dem Beispiel von NO2 fehlt in den Medien jegliche Stellungnahme zu der Änderung. Der heute geltende Jahresmittelwert von 40µg/m³ Luft erscheint bedeutungslos für die Gesundheit von Lebewesen. Eine nützliche, aber an Menschen nicht nachweisbare Wirkung des NO2 könnte im Bereich von einigen 1000µg/m³ liegen.

Beispiel 2, das beliebte Gift Ethanol ( = Alkohol), logarithmische Abszisse:

Ethanol – meist sagt man nur Alkohol dazu – ist ein Gift, dennoch ist es den Menschen lieb geworden und wird viel konsumiert. Daher sagt man nicht „Gift“ dazu. In Abhängigkeit von Menge des Konsums gibt es viele negative Eigenschaften: es ist giftig, kanzerogen, teratogen, brennbar, explosiv, hat Suchtpotential.

Vom Gesetzgeber wurde ein Grenzwert von 0,5‰ als Konzentration im Blut festgelegt, das kann man als NOAEL-Wert sehen. Als MAK-Wert wurde 380mg/m³ Luft festgelegt, das sind bei normalem Atemvolumen auf das Jahr hochgerechnet rund 300g Alkohol als zugelassene Jahresdosis. Die Zahl der Überschreitungen des MAK-Wertes in Deutschland wird auf 10 Milliarden pro Jahr geschätzt, allein beim Münchner Oktoberfest sind es Millionen Überschreitungen. Die Zahl der Todesfälle infolge Alkoholkonsum geht in die Tausende, die Zahl der Suchtkranken in die Millionen.

In Deutschland liegt der mittlere Alkoholkonsum bei etwa 10 Litern reinem Alkohol pro Jahr. Damit trinkt im Mittel jeder Mensch in unserem Lande im Jahr rund 40 tödliche Dosen. In meinem Supermarkt in der Nähe stehen in den Regalen immer etwa 1000 tödliche Giftdosen zum Verkauf.

Ethanol ist auch nützlich für die Gesundheit, sonst würden es die Menschen nicht so häufig konsumieren. Die Grenze zwischen Schaden und Nutzen ist variabel, hängt von vielen Faktoren ab. Wer seinen Körper auf die Bekämpfung des Giftes trainiert, macht ihn fit dazu, den irgendwann folgenden nächsten Angriff abzuwehren. Das Training ist nützlich für die Gesundheit und ein weiteres Beispiel für das Schutzsystem des Körpers.

Beispiel 3, Strahlung von radioaktiven Substanzen, logarithmische Abszisse:

Die letale Ganzkörperdosis liegt bei etwa 4 Sievert und ist als Dosis in kurzer Zeit zu verstehen, so wie es bei Alkohol und allen anderen Substanzen bei der Giftwirkung verstanden wird.

Im Gegensatz zu den ersten zwei Beispielen NO2 und Alkohol macht man bei Strahlung die Annahme, daß die Wirkung unabhängig von der Zeitdauer ihres Einwirkens ist und sich die Dosis und damit auch das Risiko mit der Zeit summiert (LNT-Hypothese). Das ist in der obigen Darstellung beachtet: Die Grenzwerte sind summierte Dosen über ein ganzes Jahr, dsgl. die als nützlich angegebenen Empfehlungen. Nach Krebs-OP wird täglich mit einer Organdosis von 2 Sv bestrahlt, in der Summe werden ca. 60 Sv gegeben [5].

Die Strahlenschutzgesetze gelten nur für den Umgang mit Kernbrennstoffen, nicht für Höhenstrahlung, Bodenstrahlung und nicht in der Medizin. Daraus ergeben sich Widersprüche [6]. Was in der Kerntechnik verboten ist, wird in den anderen Bereichen toleriert.

Die Existenz der nützlichen Wirkung ist bei Strahlung vielfach bewiesen. Es gibt mehrere tausend Veröffentlichungen und gute Bücher dazu: Henriksen [7], Allison [8], Sanders [9], Hiserodt [10]. In Deutschland folgt man der LNT-Hypothese, man findet nur wenig zur nützlichen Strahlenwirkung. Die deutschen Professoren Klaus Becker und Ludwig Feinendegen haben sich oft darüber beklagt, wenn Forschungsergebnisse unterdrückt wurden, die der LNT-Hypothese widersprachen.

Um von der nützlichen Wirkung von Strahlung zu profitieren, sollte die Dosisleistung im Bereich von 15µSv/h bis 800µSv/h liegen [7, 8, 9, 10]. In der Internationalen Raumstation ist das der Fall, der Strahlenpegel – also die Dosisleistung – ist rund 1000-fach höher als unten auf der Erde, und das ist keinesfalls schädlich [11].

Was sollen solche Vergleiche bewirken?

Es läuft einiges falsch in der Beurteilung von körperfremden Substanzen / Strahlung. Um das zu erkennen, sind Vergleiche ein nützliches Instrument.

  • Bei Strahlung ist die schädliche Wirkung von hoher Kurzzeitdosis bewiesen, dazu gibt es einige wenige Beispiele. Dennoch wird dort gemäß dem Vorsorgeprinzip JEDE noch so kleine Dosis verboten. Wenn es tatsächlich um die Gesundheit der Menschen gehen würde, sollte dieses Vorgehen auch dort praktiziert werden, wo es sehr viele Beispiele für einen Schaden gibt, und das ist und bleibt der Alkohol. Also sollten zur Vorsorge für die Gesundheit auch bei Alkohol JEDE noch so kleine Dosis minimiert werden und infolgedessen verboten werden — das macht man aber nicht, denn man weiß um die Unsinnigkeit dieses Vorgehens.
  • So wie man bei Strahlung aus der Dosis-Wirkungsbeziehung virtuelle Opfer nach der LNT-Formel berechnet, so sollte man aus der bekannten Dosis-Wirkungsbeziehung bei Alkohol ebenso eine LNT-Formel ableiten und daraus die virtuellen Opfer des Alkohols berechnen. Das Ergebnis wären einige Millionen Todesopfer durch Alkohol jedes Jahr in Deutschland, und die gibt es nicht.
    Die Berechnung virtueller Todesopfer ist unsinnig, bei Strahlung, und bei Alkohol. Und auch bei NO2 und Feinstaub, wie es zur Zeit in der aktuellen Diskussion geschieht.

Was sollte getan werden?

Das Prinzip der „adaptive Antwort“ bzw. der „Hormesis“ ist ein universelles Prinzip in der belebten Natur. Lebewesen müssen trainieren um fit zu werden, wir wissen das vom Lernen der Vokabeln aus der Schulzeit und vom Sport. Dasselbe gilt auch für die Abwehr von körperfremden Substanzen und Strahlung, diese Abwehr macht den Körper fit und das dient der Gesundheit. Strahlenbiologen erklären den Mechanismus, wie die biopositive Wirkung der Strahlung funktioniert [12]. Die öffentliche Meinung zu Strahlung wurde seit nahezu einem ganzen Jahrhundert fehlgeleitet mit katastrophalen Folgen für die Menschheit.

Es gibt heutzutage keine Möglichkeit, in den Genuß der nützlichen Strahlenwirkung zu gelangen, wie es oben in Beispiel 3 von Luckey, Doss, Allison, Sanders angedeutet wird. Nur Einzelpersonen wie Alexander Gerst hatten in der ISS die Möglichkeit. Man weiß aber nicht, wie lange diese Positivwirkung für Herrn Gerst anhält. Um für die Erdenbürger hier unten eine Dauerbestrahlung wie in der ISS zu erreichen, braucht man künstliche Gamma-Quellen, wie es sich beim Co-60-Ereignis von Taiwan zum Glück ergeben hatte [13]. Mit Hilfe einer Co-60-Punktquelle der Aktivität im Bereich von 107 bis 108 Bq und Abstand kleiner als einem Meter ist der erforderliche Strahlenpegel zu erreichen – die Strahlen-„Schutz“-Gesetze verbieten das.

Die Strahlenschutzregeln gemäß der LNT-Hypothese und dem ALARA-Prinzip sind der folgenreichste wissenschaftliche Irrtum der Neuzeit (Prof. Walinder). Sie verhindern nicht nur die Versorgung der Menschheit mit billiger und unerschöpflicher Kernspaltungsenergie, sondern sie verhindern auch die Nutzung von ionisierender Strahlung um beste Gesundheit für die Menschen zu erreichen. Was heute an Arbeit zur Minimierung von Strahlendosen aufgewendet wird, sollte in Forschungsarbeiten zur nützlichen Strahlenwirkungen am Menschen investiert werden. Dazu sind zunächst die Strahlenschutzregeln ein Hindernis, eine 180-Grad-Wende ist erforderlich. Zuerst beim Gesetzgeber, dann bei der öffentlichen Meinung.

Die Obrigkeit hat kein Recht, den Menschen die für eine optimale Gesundheit erforderliche Strahlendosis zu verweigern. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, in freier Entscheidung selber zu bestimmen, um sein Strahlendefizit durch eine Zusatzdosis auszugleichen. Es ergibt sich die Frage, ob die heutigen Strahlenschutzgrundsätze nicht gegen die in Art. 1 und 2 GG garantierten Grundrechte „Würde des Menschen“ und „körperliche Unversehrtheit“ verstoßen.

Literatur

[1] Richard Friebe, „Hormesis, Wie Stress und Gift uns stärker machen“, ISBN 978-3-446-44311-2, 21,50 EURO

[2] Römpp-Chemielexikon, Wikipedia

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12195028 Calabrese et.al. “Hormesis The Dose-Response Revolution”

[4] Mitteilung von Prof. Dr. Hans-Günter Appel, naeb

[5] Deutsches Ärzteblatt Heft 17, 26.4.2013 auf Seite 720

[6] https://www.eike-klima-energie.eu/2018/06/24/die-widerspruechlichkeiten-beim-strahlenschutz/

[7] T. Henriksen et.al., „Radiation and Health“, 2012, kostenlos unter http://tinyurl.com/nlsm4wm

[8] W. Allison, “Nuclear is for Life, A Cultural Revolution”, 280 Seiten, 25,50 EURO

[9] Charles L. Sanders „Radiation Hormesis and the Linear-No-Threshold Assumption“, 210 Seiten, 171,- EURO

[10] Hiserodt, “Underexposed, What if Radiation is actually GOOD for You?” ISBN 0-930073-35-5, 249 Seiten

[11] DIE WELT vom 2.2.2017 „Nasa entdeckt Jungbrunnen-Effekt bei Weltraumreisen“ auf Seite 1

[12] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15673519

[13] http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2477708/

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17 Kommentare

  1. Herr Hübner,ich gönne jeden „seinen “ Gott. Wer ohne Gott nicht leben kann ,muß eben GLAUBEN. So lange die Menschen die Natur beobachten und nicht alles begreifen konnten,mußten Götter her.Dagegen gibt es nichts zu sagen.Sich, heute mit dem Wissen sich über diese Zeitgenossen zu stellen ,ist überheblich.Der Begriff -GLAUBEN- sagt “ nicht wissen“!Es waren und sind viele Götter
    unterwegs.Welcher Gott ist der richtige? Sie sagen:Atheisten glauben an keinen Gott.Ich gehe davon aus,das tatsächliche Atheisten es WISSEN,das es keine Götter gibt!Die Naturgesetze (vom
    Mensch erkannt)wirken für alle und jeden.Natürlich müssen die Menschen noch viel lernen um natürliche Vorgänge richtig zu verstehen.Auch heute missbrauchen „Wissenschaftler“ wie „Geistliche“ unwissende Menschen um ihre Machtinteressen durchzusetzen.Die Klimakirche macht da keine Ausnahme.Auch hier verweigert man Wissen und nutz Unwissenheit (Kampf gegen Ketzer)
    Das Ziel ,Unwissenheiten zu beseitigen,sollte ins alle einen!!

    • Werter Herr Zippan,

      „…Ich gehe davon aus,das tatsächliche Atheisten es WISSEN,das es keine Götter gibt!…“
      Um das zu wissen, müsste es bewiesen werden.
      Das Problem ist nur, dass Nichtexistenz grundsätzlich nicht beweisbar ist.

  2. Danke für die sehr informativen Beiträge von Dr.Niemann und Dr. G.Wedekind. Man bekommt auf EIKE zu diesem Thema bessere Informationen als bei den „Qualitätsmedien“ ARD, ZDF, SPON SZ, ZON usw.

  3. „…NEIN, Herr Pelowski, der Atheismus, wie Sie ihn auch vertreten, will dass es keinen Gott geben DARF…“
    Lieber Herr Hübner,
    ich lasse Ihren übrigen Sermon mal unkommentiert, weil es zu nichts führt.
    Wie Sie zu obigem Urteil kommen, weiß ich nicht, denn ich bin kein Atheist. Allerdings ist für mich JEDE Ideologie – auch die christliche – unakzeptabel.

  4. Aber etwas korrektiv muss ich in den Artikel doch eingreifen:
    Kapitel: Grundsätzliches: Was ist ein Gift?
    Das mit der adaptiven Antwort stimmt so nicht! Dies kommt nur für immunologische Fragen in Betracht und für Gifte bei denen Enzyme z.B. in der Leber aktiviert werden (dann haben sie aber einen NOAEL!). Und mit Strahlung das Immunsystem zu Stärken geht auch nicht. Es ist mir kein Parameter bekannt, mit dem man messen kann, das ein Immunsystem gestärkt wurde. Sie können nur eine Aktivierung messen und die sagt nichts über die Abwehrstärke aus. Und auch die Impfung passt da nicht rein, da wird ein Immunsystem aktiviert und da sind sie weit über der NOAEL (sonst gäbe es keine Nebenwirkung bei Impfungen). Und an Aspirin gewöhnt sich der Körper zum Glück nicht sonst wäre es schnell wirkungslos. Man kann in der Biologie nicht einfach aus einem nicht Schaden einen Nutzen ableiten! Man sieht einfach keinen Effekt! Nicht mehr nicht weniger. Sonst sind die bei Samuel Hahnemann. Da bitte korrekt bleiben (v.a. in den Abbildungen)
    Beim zweiten Beispiel: Also bitte, bei 0,5 Promille die NOAEL zu setzten, ist schlichtweg falsch. Ich sehe jeden Tag Menschen, die zu oft 0,5 Promille hatten und deswegen krank geworden sind.
    Im Beispiel Strahlung: werfen sie da bitte in ihrer Abbildung nicht Körperdosis Organdosis etc. durcheinander. Und Quelle [11] auch die ist nicht brauchbar. Auf die ISS fliegt ein selektiertes überdurchschnittlich gesundes „Patientenkollektiv“ das viel zu klein ist, um Schlüsse zu ziehen.
    Mit ihrer empfohlenen Strahlendosis von 800µS/h lägen sie bei einer Jahresdosis von 7Sv !!! Meinten sie vielleicht Nanosievert/h ?
    Abschnitt „Was sollte getan werden?“
    Das Prinzip der „Adaptiven Antwort“ ist leider nicht universell. Es stimmt nur in sehr spezielle Fällen.
    Es gibt übrigens eine große Gruppe von Menschen die in den „Genuss“ einer erhöhten Strahlendosis kommen und das sind Röntgenärzte und Herzärzte. Erstere haben keine erhöhte Krebsrate mehr, da mittlerweile Strahlenschutzbestimmungen gelten. Und zweitere haben leider immer noch erhöhte eine Krebs- und Katarakt Rate (grauer Star) da es aktuell finanziell nicht möglich ist den Schutz zu verbessern.
    Diesmal leider kein guter Artikel bei EIKE, auch wenn der Titel besseres erhoffen ließ, ….

    • Es ist nicht so einfach, Herr Wedekind. Dieser Bericht von mir hat als Grundlage die 4 oben zitierten Bücher, auf diese berufe ich mich.
      Es gibt da weiter noch die Petition der Profs. Miller, Doss, Marcus aus 2015 an den NRC mit dern Begründungen dazu. Diesen kann ich folgen. Und der NRC hat in seiner Antwort ebenfalls verstanden, um was es geht. Nur beruft er sich dann auf den ICRP, dieser Kreis sollte sich äußern, tut er aber nicht. Die Antwort des NRC ist ein Weiterschieben des Scharzen Peter an den ICRP.
      In meinem Bericht zum Co-60-Ereignis von Taiwan (hier in EIKE zu finden, Juni 2017) wurde der Abschnitt „Wie ist die Beobachtung der nützlichen Strahlenwirkung zu verstehen?“ von Herrn Prof. Feinendegen (90+) in ganz wesentlichen Teilen korrigiert, wofür ich sehr dankbar bin. Und dort in Taiwan hat es bei den 1100 am stärksten „verstrahlten Opfern“ eine kumulierte mittlere Dosis von 4 Sv, max bei 6 Sv, und nix ist passiert.
      Einge meiner Berichte sind in der SSP abgedruckt, und das sind Fachleute, aber z.T. Schüler vom Prof. Feinendegen, aber sie leben von Strahlenschutz, sind abhängig.

      • Herr Niemann, ich gehe mit ihnen mit das wir in Deutschland eine Strahlenangst haben und Grenzwerte rational diskutiert werden müssen. Wir haben v.a. bei Tschernobyl gesehen, dass das Wissen, das man verstrahlt wurde mehr Krankheit verursacht hat wie die Strahlung selber (von Einzelfällen natürlich abgesehen).
        Bei dem Kobalt-60 Ereignis in Taiwan muss ich ihnen widersprechen. Nach ihrer Hypothese müssten die strahlenexponierten Leute gesünder als die nicht exponierten. Das Schwierige an diesem Ereignis ist die richtige Wahl des Vergleichskollektives. Man kann hier nicht die Normalbevölkerung als Vergleich hernehmen da die Sozioökonomischen Unterschiede zu hoch sind. Es gibt allerdings bei den Gebäudebewohnern eine „interne“ Kontrollgruppe. Und zwar die, die kaum Strahlung abbekommen haben (kumulativ ca gleich oder weniger als eine normale Jahresdosis). Und die ist aber die Gesündeste. Man hat im 30 Jahres follow up (Publiziert im British journal of cancer 2017)feststellen müssen das mit steigender kumulativer Strahlendosis auch die Anzahl der neoplastischen Erkrankungen (Krebs und Leukämie)steigt. Das steht ihrer Hypothese komplett entgegen.

        • Lesen Sie doch das Buch von Sanders: Es gibt immer viele Studien die belegen das Eine, und es gibt ebenso viele Studien, die belegen das Andere. Auch das frei verfügbare Buch von Thormod Henriksen zeigt solch ein Beispiel.
          Es geht darum, die Strahlen-Hormesis zunächst einmal wissenschaftlich zu untersuchen, und das geht nicht, weil verboten.
          Und die hauptamtlichen Strahlenschützer – die genau Bescheid wissen – argumentieren dagegen.
          Derzeit läuft ein Versuch, LNT zu beweisen: Man macht eine Studie mit Hilfe des fliegenden Personals. Erste Ergebnisse wurde in der SSP gebracht. Nun muß diese Studie noch so viele Jahre laufen, daß ich mit meinen 79 Jahren keine Chance habe, das Ende zu erleben. Man stellt heute schon fest, daß bei dem Kollektiv des fliegenden Personales die Herz-Kreislauf-Krankheiten sehr viel seltener sind, etwa 50% weniger. Ist klar, das ist ein ausgesuchtes Kollektiv, es sind Leute mit viel Verstand, die durch eigenes Verhalten ihr persönliches Risiko zu HKK reduzieren. Damit ist zu schließen, daß die nächst häufigere Todesursache – Krebs – ansteigen wird, das muß so sein. Und dann wird eines schönen Tages in der Zeitung stehen: „Mehr Krebs beim fliegenden Personal durch Strahlung aus dem Weltall“.
          Prof. Becker hat vor vilen Jahren schon darauf hingewiesen, daß eine solche Studie mit dem fliegenden Personal unsinnig ist, gerade weil es ein vergleichbares ausgesuchtes Kollektiv nicht gibt. Also steckt als Absicht hinter dieser Studie schon der Versuch, LNT zu beweisen, denn die beteiligten Personen wissen ja Bescheid.
          Ich erwähnte die Petition der Profs Miller, Doss, Marcus an den NRC zur Abschaffung von LNT und ALARA und Ersatz durch die Hormesis-Hypothese (ich schreibe Hypothese!!!), diese Profs sind unabhängig. Es gibt auch noch ein Buch von Luckey, dem viel Verdienst gebührt, gegen den folgenreichsten wissenschaftlichen Irrtum der Menschheit – also LNT und ALARA – anzugehen, habe ich noch nicht gelesen.

  5. Der Artikel erinnert mich an mein Studium. In einer Vorlesung (es war ca. 2010) über Feinstaub und Herzkreislauferkrankungen waren sämtlich statisische Marker (SD, P-Werte, Konfidenzintervalle, …) entfernt worden. Zum Glück bin ich an die Vorjahresskripte mit den Kennwerten gekommen. Ergebnis: die gezeigten Daten waren allesamt nicht signifikant. Ich hab dann den Dozenten mit dem alte Skript zur Rede gestellt. Er hat relativ schnell zugegeben das eigentlich keine belastbaren Ergebnisse erhoben werden konnten. „Aber man sehe ja einen Trend“. Ich habe ihm damals vorgehalten das die Wissenschaft als alleinige Existenzberechtigung ihre saubere Arbeitsweise habe und das eine derartige Datenpräsentation manipulativ sei. Zudem hab ich angemahnt das wenn man sich verkauft eines Tages aufgrund derartiger Studien Grenzwerte, Gesetzte und Verbote erlassen werden. Mir war damals nicht klar wie prophetisch meine Worte waren 🙁

  6. „Jesus Christus ist der RETTER von der Hölle und man muss dafür nur nicht Lügen, nicht Stehlen, nicht Morden. Das ist relativ einfach.“
    Wie jetzt?
    Jesus Christus hat uns damals schon vor den Ökos gerettet?

  7. nachdem Anfang dieses Jahres der Feinstaub als GAU ausgerufen wurde,nachdem er überall sämtliche Grenzwerte angeblich überschritten hatte,stellte man fest,daß ein Großteil davon Pollen von den im Frühjahr leider blühenden Birken und Hasel waren.-Also Biofeinstaub.Nach dem Verursacherprinzip müßten wir eigentlich alle Birken und Hasel absägen und kompostieren.Warum setzt man uns aber weiterhin dieser totbringenden Gefahr-dem Biofeinstaub aus ?

  8. Das Geschäftsmodell der Ökos – die Angst – darf aber nicht in Frage gestellt werden. Nur ängstliche Menschen sind kontrollier- und manipulierbar, das wussten schon alle Religionsstifter in der Menschheitsgeschichte. Die neue Öko-Religion macht da keine Ausnahme, die Angst ist als Fundament der Energie-, Verkehrs- und aller sonstigen „Wenden“ unverzichtbar. Das kann man mit rationalen Argumenten nicht aus den Köpfen hauen, am Ende glauben die grünen Schlümpfe der Annalena, der Greta und dem Robert – und natürlich ihrer Mutti, die ihre Kinder in das Paradies der „Dekarbonisation“ führt. Wir schaffen das…

    • Das Christentum hat keine Angst verbreitet, sondern die erlösung von Angst. Jesus hat den Preis der Sünde bezahlt. Mit seinem Blut.

      Sünde und Tod war immer schon ein Teil der paganen Kulturen, die Menschen wussten immer das sie sterben werden und konnten damit nicht gut umgehen.

      Das hat nichts mit Religionsstiftern zu tun, auch Atheisten Heutzutage haben Ängste und wollen nicht sterben.

      Sie, Herr Pesch, sind so was von Indoktriniert dass Sie sich nicht vorstellen können das es anders war.

      Jesus Christus ist der RETTER von der Hölle und man muss dafür nur nicht Lügen, nicht Stehlen, nicht Morden. Das ist relativ einfach.

      Micha

      • Ach Herr Becker, die Klimareligion ist schon schlimm genug, nun machen Sier doch hier nicht auch noch Propaganda für christliche Religion.
        Und bitte benutzen Sie ein Programm zur Rechtschreibeprüfung; wenn schon der Inhalt Ihres Beitrages absolut persönlich ist – Rechtschreibung ist nicht persönlich!

        • Ach Herr Pelowski, jetzt werden Sie nicht persönlich. Das ist unwissenschaftlich und sehr unprofessionell.

          Micha Becker macht hier keine Propaganda für die christliche Ideologie, die keine Religion ist. Wenn schon exakt, dann korrekt exakt, nicht wahr? Wieso wissen Sie das nicht?

          Wahr, exakt wahr, wissenschaftlich wahr, ist, dass Herr Pesch einmal mehr glühenden unwissenschaftlichen Unsinn redet und seit Jahren, seinen Unsinn hier preisgeben darf. Wollen Sie oder Pesch es darauf ankommen lassen? Und Ihr Haus darauf verwetten?

          Was betreiben sie hier eigentlich, Herr Pelowski? Reinste Propaganda, wie Herr Pesch, der nicht fein zu unterscheiden wissen will.

          Micha Becker hat das korrekt gesagt. Ein jeder Mensch ist verschieden. Mit der Rechtschreibung hat das nichts zu tun.

          Die einzigen, die Propaganda machen, und anderen auf den Senkel gehen, und ständig missionieren, sind die arroganten und wenig wissenden Atheisten. Denn, behaupten, sicher auszuschließen, dass es einen Gott geben kann, ist sehr arrogant, Herr Pelowski.

          Und falls es einen Gott gibt, dann ist es eine Varialbe, die alles ändern würde. Nicht wahr?

          Und wasa ist ein Atheist? Ein Atheist und dem Atheismus geht es ja überhaupt nicht darum ob es einen Gott geben kann, NEIN, Herr Pelowski, der Atheismus, wie Sie ihn auch vertreten, will dass es keinen Gott geben DARF. Das ist etwas völlig anderes.

          Also, labern Sie hier bitte nicht von Propaganda oder von Wissenschaft, denn auf beiden Gebieten bin ich ein Ihnen überlegener Fachmann.

          Es ist immer wieder Herr Pesch, der seinen Zorn an den falschen Menschen auslässt. Denn, dieser Betrug ist eindeutig den atheistischen Wissenschaften entsprungen. Oder haben Sie daran einen Zweifel? Pesch versteht das nicht. Klar, er hat auch nicht die entsprechende Ausbildung dazu.

          Die Aussagen von Micha Becker sind wissenschaftlich, ja Sie lesen völlig richtig, wissenschaftlich völlig korrekt. Ob die Ihnen gefallen, interessiert die Wissenschaft nicht. Und noch etwas. Die Wissenschaft ist nicht atheistisch, sondern objektiv. Viele Physiker sind dermaßen ungebildet, und haben das nie lernen wollen. Selber schuld.

          Echte Christen kennen keine Angst. Und nicht verstanden zu haben, dass dieser Klimaschwindel nur in einer atheistischen Kirche entstehen konnte, ist ein Armutszeugnis. An Argumenten fehlt es Herrn Pesch nicht. Es liegt auch nicht an den fehlenden Argumenten, sondern an der Person Pesch selbst, und seinen Stolz. Er weiß nun einmal alles, alles besser als die anderen. Und wenn Herr Pesch sagt, der Mond ist quadratisch, dann muss der Mond quadratisch sein. Dann hat Herr Pesch auch einen Haß auf bestimmte Menschen. Etc..

          Micha Becker tat alles richtig.

          Lesen Sie doch mal die Aufsätze von Max Planck oder Max Thürkauf. Bilden Sie sich weiter. Sie wissen sehr sehr wenig von der echten Wissenschaft und haben keinen Grund andere zu maßregeln oder sich höher zu stellen.

          • Sehr geehrter Herr Hübner,
            Sie zeigen sehr schön, wohin ein fundamentalistischer Glaube führt. Nur mal so als Beispiel sei Ihr Argument „Echte Christen kennen keine Angst.“ genannt. Das lässt sich ja auch leicht beweisen: Die Frauen, die extreme Angst hatten, wenn ihnen die Foltergeräte gezeigt wurden, waren halt keine echten Christen sondern Hexen – weiß man ja!
            Mit Ihrer Art der Argumentation, die mit der wissenschaftlichen Methode absolut nichts zu tun hat, kann man dann auch sehr schön die Terrorakte des IS relativieren – sind halt keine echten Muslime – fertig!
            Ich kann keinen grundlegenden Unterschied zwischen Ihrer Weltanschauung und der des Grünen Gutmenschentums (incl. Klimaarlarmismus) erkennen. Sie glauben an irgendwelchen Unsinn und begründen dies mit pseudowissenschaftlichem Geschwurbel.
            MfG

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