Die Eisheiligen werden auffallend kälter in Deutsch­land

Foto Kowatsch, 15.Mai 2019: Zum Bild: So kennt man sie die Eisheiligen, kalte Tage Mitte Mai mit einem eisigen Wind aus nördlichen Richtungen. In diesem Jahr waren sie von Anfang an präsent. Die Aufnahme entstand auf knapp 400 m Höhe in einem Tal, 500 m außerhalb einer geschlossenen Klein-Ortschaft. Die Bäume am Bach sind erst teilweise belaubt. Es handelt sich um Apfelbäume, Erlen, Eichen und Eschen.

Josef Kowatsch
Die Eisheiligen sind die Tage vom 11.Mai bis 15.Mai. Ähnlich wie an Weihnachten immer ein Warmluftvorstoß mit schöner Regelmäßigkeit erfolgt, so trifft sehr oft um die Monatsmitte des Wonnemonates ein Kaltluftstrom polaren Ursprungs bei uns ein. Dieser Mai 2019 war insofern eine Ausnahme, da die Eisheiligen von Anbeginn den Mai bestimmten. Die Temperaturen der ersten Maihälfte lagen im DWD-Deutschland ein Grad Celsius unter dem Aprilschnitt 2019.

Damit ist auch nicht verwunderlich, dass die Klimaerwärmungsglaubenskirche sich vornehm zurückhielt. „Eisheiligen werden zu Heißheiligen“ und dergleichen Schreckensmeldungen als Beweis des Klimawandels suchte man vergebens in der deutschen Medienlandschaft. Und auch das PIK Potsdam, das deutsche Glaubenszentrum einer menschengemachten CO2-Erwärmung lässt schon per Satzung alle Fakten außer Acht, die nicht in ihr Glaubensbild der Satzung passen.

Deshalb ziehen wir für diesen Artikel just jene Potsdamer DWD-Klimastation heran und fragen uns, wie entwickelten sich die fünf Eisheiligentage dort a) seit Bestehen der Station und b) seit Bestehen des PIK?

PIK-Potsdam: Station des Potsdamer Institutes für Klimafolgenforschung, dem Zentrum sehr gut bezahlter Erwärmungswissenschaftler Der Schnitt der fünf Tage betrug dort 2019: recht kühle 9,9 C, und damit identisch mit dem Maimittel der ersten Hälfte 2019

Eisheiligen in Potsdam seit Bestehen der Klima-Station

Grafik 1: In dieser Grafik sind nicht die Schnitte der fünf Tage aufgelistet, sondern jeder einzelne Tag, für jedes Jahr also fünf Eintragungen. Wir sehen über die 126 Jahre keine Spur irgendeiner Tendenz. Der Schnitt liegt bei 13 C. Die Eisheiligentagesrekorde, sowohl Minimum als auch Maximum liegen weit zurück.

Erg: Obwohl Potsdam seit 1893 stark in die Fläche gewachsen ist und der städtische Wärmeinseleffekt sich damit vergrößert hat, und vor allem auch der CO2-Ausstoß der brandenburgischen Landeshauptstadt stark angestiegen ist, konnte Kohlendioxid keine Erwärmung der Eisheiligen bewirken. Das PIK Potsdam müsste verkünden: Die Eisheiligen sind CO2-resistent. Die fünf Eisheiligentage 2019 reihen sich deutlich unter dem Schnitt ein, zeigen jedoch in dieser Stadt auch keine Tendenz einer nahenden Abkühlung.

Ein längerer Nachkriegszeitraum:

Die Klimaerwärmungsgläubigen behaupten jedoch, dass insbesondere in den letzten Jahrzehnten die Temperaturen grundsätzlich gestiegen wären, da nach dem Kriege der CO2-Ausstoß schon aufgrund des globalen Bevölkerungswachstums besonders zugenommen hat Deshalb stellen wir uns die Frage: Wie verhalten sich dabei die Eisheiligen? Die Daten der PIK Station Potsdam widersprechen erneut den eigenen, teuer bezahlten Erwärmungswissenschaftlern:

Grafik 2: Seit 1945, also seit 75 Jahren zeigen die Eisheiligen bei der DWD-Station Potsdam eher eine leichte Tendenz zur Abkühlung, die aber nicht signifikant ist. Und just in diesem Zeitraum sind die CO2-Konzentrationen weltweit stark angestiegen. Die Eisheiligen sind somit CO2-resistent.
Grafik 3: Die Keeling-Kurve mit den Messwerten des atmosphärischen Gehalts an Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre, gemessen am Mauna Loa. Quelle Wikipedia

Eisheiligen seit 1981 in Potsdam

Grafik 4: Trotz der milden Eisheiligentage letztes Jahr wurden die fünf Tage in der Landeshauptstadt seit fast 40 Jahren eindeutig kälter. So kalt wie zur Kleinen Eiszeit sind sie allerdings in den Städten noch nicht, 2019 haben sie in Städten nur die Vegetationsentwicklung gestoppt.

Die Flora und Fauna außerhalb der Ortschaften, die noch kein Frühlingserwachen zeigte, wie im Ostalbkreis die Apfelbäume, die Erlen, die Eschen und die Eichen, sie warteten einfach die 2. Maihälfte ab. (siehe Grafik 6)

Ergebnis: Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün. Diese Aussage galt schon zu Mozarts Zeiten. Und sie gilt uneingeschränkt für diesen Mai 2019, außerhalb der Städte waren sie so kalt wie zur kleinen Eiszeit, weil der kalte Nordwind uneingeschränkt Zugang hatte.

Die Eisheiligen in der Gegenwart

Eine Klimaeinheit umfasst die letzten 30 Jahre. Als Gegenwart bezeichnen wir den Zeitraum der letzten 20 Jahre innerhalb der letzten Klimaeinheit. Die Gegenwart zeigt entgegen der CO2-Zunahme in Deutschland, wo doch Deutschland seine verkündeten Klimaziele total verfehlt hat, einen erstaunlichen gegenläufigen Zusammenhang zwischen Temperaturen und CO2-Anstieg:

Die Statistik zeigt: Die Kohlenstoffdioxidkonzentrationen sind in Deutschland in der Gegenwart stark gestiegen, die Eisheiligen wurden deutlich kälter.

Grafik 5: In der Gegenwart werden die Eisheiligen bei der PIK-Station Potsdam deutlich kälter.

Frage an denkende Mitleser: Hat der starke CO2-Anstieg in Deutschland gerade in der Gegenwart – in welcher unser Land die „Klimaziele deutlich verfehlt hat – die starke Abkühlung der Eisheiligen bewirkt?

Nun ist Potsdam nur eine singuläre Klimastation im DWD-Deutschland, zur Bestätigung greifen wir auf eine weitere, sehr ländliche Wetterstation zurück, wo die Kälte der Eisheiligennächte weniger aus der Ortschaft rausgeheizt wird wie in einer Landeshauptstadt.

Goldbach: Goldbach ist ein kleiner ländlicher Vorort von Bischofswerda im Osten Sachsens. Die Wetterstation gibt es erst seit knapp 25 Jahren, und der Wetteramtsleiter hat uns die Eisheiligenwerte freundlicherweise bereitgestellt. Im Gegensatz zur Stadt dringt der kalte Nordwind in die kleinen Orte ein und wird vom Thermometer miterfasst.. Und auf dem Lande wurden die Eisheiligen keinesfalls zu Heißheiligen. Je kürzer der Betrachtungszeitraum, desto fallender die Trendlinien. Fallende Temperaturtrendlinien sind das genaue Gegenteil von Erwärmung. Der Eisheiligenschnitt 2019 betrug auf dem Lande in Goldbach nur 8 C, wie erwartet kälter als in den Städten und auch auch viel kälter als die anderen kalten Eisheiligenjahre auf dem Lande.

Deutschland hat seine Klimaziele verfehlt, das ist ein Hohn an Behauptungen angesichts der Realität.

Grafik 6: Auch in dem kleinen Ort Goldbach bei Bischofswerda wurden die Eisheiligen in der Gegenwart fast schon bedenklich kälter.

Was könnten die Gründe sein für das Kälterwerden der fünf Eisheiligentage in der Gegenwart?

Die wahren Gründe für das Kälter werden haben wir schon vor 2 Jahren ausführlich bei EIKE hier beschrieben. Wie man an den Grafiken des Artikels erneut erkennt, hatte die Zunahme von Kohlendioxid in der Atmosphäre keinerlei wärmenden Einfluss auf den Schnitt der fünf Eisheiligentage. Im Gegenteil, die Eisheiligen werden kälter.

Den deutschen Medien stünde es nicht schlecht an, ihre Artikel irgendwann einmal mit Grafiken zu belegen, und zwar mit Grafiken von wärmeinselarmen Stationen, und die kriegt man bei EIKE kostenlos. Auffallend: Selbst in Städten wie Potsdam und Dresden zeigen die Eisheiligen eine fallende Tendenz seit 40 Jahren.

Es wird Zeit, dass mit dem Irrglauben einer permanenten Erwärmung mittels CO2 endlich Schluss gemacht wird. Es gibt viele Faktoren, die das tägliche Wetter und damit das Klima bestimmen. Klima sind 30 vergangene Wetterjahre, so die Definition. Falls wie behauptet, Kohlendioxid der Hauptfaktor bzw. der alleinige Faktor des Wettereinflusses sein sollte, dann hätte CO2 bei den Eisheiligen eindeutig eine kühlende Wirkung. In Wirklichkeit zeigen auch die Grafiken des Artikels wiederum, dass CO2, wenn überhaupt, eine unbedeutende Rolle spielt. Es kommt auf die Gesamtwirkung der vielen klimabestimmenden Faktoren in Deutschland an. Und bei den fünf Eisheiligentagen heißt die Gesamtwirkung momentan eindeutig Abkühlung. Das kann sich auch wieder ändern.

Anzumerken bei Grafik 1 – keine Änderung seit 1893 ist aber, dass nur der steigende Wärmeinseleffekt der Stadt die ebene Trendlinie hält. Wäre Potsdam so klein und kalt geblieben wie 1893, dann würde die Trendlinie bereits seit 1893 nach unten gehen.

Ergebnisse: Wärmende Treibhausgase gibt es überhaupt nicht. Es handelt sich um eine geistreiche Worterfindung, ähnlich dem Begriff „Erbsünde“, der von der Kirche zum Ängstigen der Bevölkerung und zu Geldbeschaffung eingeführt wurde.

Es gibt keinen wissenschaftlichen Versuch, welcher die angeblich wärmende Wirkung von Kohlendioxid zeigen würde.

Es gibt keinerlei technische Anwendung bei welcher wir Menschen uns eine angeblich wärmende Wirkung des Kohlenstoffdioxids zunutze gemacht hätten.

Naturschutz ist wichtig: Es wird Zeit, dass wieder Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht der Irrglaube mit den CO2-Klimazielen. Saubere Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und gesunde Nahrungsmittel, sowie der Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft als Ganzes sollten ein vordergründiges Ziel bleiben.

Josef Kowatsch, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

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31 Kommentare

  1. Die Klimahysteriker haben Schaum vor den Mund. Sie zittern vor Kälte
    und vor Angst,Umhüllt von Ihrer herbei geredeten CO2 Wolke, geraten Sie in Panik vor der Erwarteten Kältewelle, in stiller Sehnsucht versunken gedenken
    Sie einer Erderwärmung, die scheinbar in weite Ferne gerückt zu sein scheint
    Dabei müßten Sie doch wissen, das es Nachts immer Kälter ist als Draussen!!

  2. Gestern (20.05.2019) waren die Parteioberen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu bestaunen – einschließlich ihrer „Glaubensbekenntnisse“. Bis auf Herrn Meuthen wurde von allen Damen (Frau Annalena Baerbock mit ihren fundamentalen Physikkenntnissen war auch dabei!) und Herren das Übliche abgesondert. Die bestimmen jedoch die Politik der nächsten Jahre und werden – das ist so sicher, wie das Amen in der (Klima-) Kirche – das Land gnadenlos vor die Wand fahren, wie von den Vordenkern aus den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts präzise vorhergeplant. Dabei ist es völlig egal, wen wir wählen (außer AfD). Ob es kalt wird, oder warm oder ganz und gar so bleibt, wie es ist, Schuld ist die „Klimaerwärmung“! Basta! bzw. Amen!

  3. Die „Klima- Religion“ braucht keine Eisheiligen mehr, die haben doch jetzt die heilige „Grätel vom Thunfisch“ aus Lummerland !! Aber im Ernst, hatten die Klima- Faschisten unter Führung von Al Gore nicht erst angekündigt, daß wir auf eine neue EISZEIT zugehen und erst, als die gemessenen Werte nichts anderes mehr hergaben, sind sie dann auf Hitze, Dürre und Unwetter umgeschwenkt (erklär mal nem Europäer, daß wir auf ne Eiszeit zugehen, wenn Du in Deutschland 4 – 5 Monate fast ununterbrochen über 30 ° C Höchsttemperatur hast!). Mal sehen, ob die Klima- Eiferer bald wieder auf Eiszeit umschwenken !?

    • Zur Not ist der Klimawandel dann rächts und was rächts ist muss sowieso bekämpft werden.
      In Aalen haben letzten Freitag die „Omas gegen Rechts“ die „Freitags für Zukunft“ – Demo unterstützt. Es wird egal sein, wie das Wetter sich ändert!

      • Lieber Herr Eck
        Wenn Sie in der großen Kreisstadt Aalen die Bäume entlang des Kochers betrachten, dann sind die bereits im vollen grünen Kleid, kommen sie aber kocherabwärts zu uns und betrachten die Uferbäume hinter Hüttlingen bis Niedealfingen, dann werden Sie erhebliche Unterschiede in der Vegetation feststellen, obwohl wir hier über 20m tiefer sind. Das obige Foto entstand im Schlierbachtal, das bei meinem neuen Artikel im Frankenbachtal. Nur aktive Naturbeobachter sehen die enormen Vegetationsunterschiede zwischen Stadt und Land, nicht aber die Anhänger der Grünen und deren Wähler.

        • Sie unterstellen einen utopisch großen Wärmeinseleffekt. Wie weit soll denn die Wärme einer Stadt Ihrer Meinung nach reichen?
          Und wenn Sie Naturbeobachter sind, und vielleicht auch schon älter, dann ist Ihnen auch sicherlich schon aufgefallen, dass sich die Vegetationszonen weiter nach Norden verschoben und die Vegetationszeit um über 10 Tage verlängert hat. Dazu kommt, dass viele Zugvögel schon gar nicht mehr gen Süden zum Überwintern fliegen, weil die Winter kürzer und milder werden. Das wird überall auf der Welt beobachtet, auch in Nicht-Wärmeinseln.

  4. Dieses Jahr habe ich erst am 18. Mai die ersten Mauersegler im Umland von Aachen gesehen. Es war vorher zu kalt. Aber wer an die „Schellnhubertsche Heißzeit“ glaubt der ist keinem rationalen Argument mehr zugänglich. Wir schaffen das.

  5. Ja die Eisheiligen werden kälter und nicht wärmer, das wird wohl jedermann hiermit einsehen. Das steht auch im Einklang mit dem Büchlein: „Das Ende der globalen Erwärmung, Berechnung des Klimawandels“. Darin wird vorgestellt, dass die globale Erwärmung nun zu Ende gekommen ist und dass die Temperaturen sogar fallen müssen, was der Artikel hier nachweist, mit belastbaren Fakten.

    • Interessant wäre zu wissen, ob es sich bei den Eisheiligen um einen rein zufälligen variablen herausgegriffenen Zeitabschnitt 11-15. Mai handelt, oder ob hier tiefere „Eis“-antriebe vorliegen.
      Es bräuchte einen Vergleich zwischen 3 Zeitabschnitten: 5-10 Mai, 11-15. Mai, 16-20 Mai und man könnte dann ersehen, ob 11-15 Mai in den Temperaturen tiefer liegt als im normalen Jahreserwärmungszyklus.

      • Laut einer Messreihe aus der Schweiz gibt es keine Auffälligkeiten. Allerdings wurde die Bauernregel vor etlichen hundert Jahren aufgestellt, daher könnte eine Verschiebung des Klimas den Effekt zunichte gemacht haben.

        Ich könnte mir vorstellen, dass es zu der Jahreszeit vielleicht eine kurzzeitige Abschwächung des Jetstream gibt, die kalte Polarluft nach Süden dringen lässt. Eine Verringerung der Temperaturdifferenz durch die Erwärmung der Erde könnte diesen Effekt verstärken. Wäre eine rein spekulative Möglichkeit.

  6. Die Klimakirche glaubt den Eisheiligen nicht.Was machen sie jetzt mit den Heiligen?
    Man wird sie aus der Kirche ausschließen (Bannstrahl).Ob die Eisheiligen da mitmachen?

  7. „Ergebnisse: Wärmende Treibhausgase gibt es überhaupt nicht. Es handelt sich um eine geistreiche Worterfindung, ähnlich dem Begriff „Erbsünde“, der von der Kirche zum Ängstigen der Bevölkerung und zu Geldbeschaffung eingeführt wurde.

    Es gibt keinen wissenschaftlichen Versuch, welcher die angeblich wärmende Wirkung von Kohlendioxid zeigen würde.

    Es gibt keinerlei technische Anwendung bei welcher wir Menschen uns eine angeblich wärmende Wirkung des Kohlenstoffdioxids zunutze gemacht hätten.“

    So was zitiert man gerne!
    Man kann es nicht oft genug sagen!

    Übrigens: weg mit den verlogenen Blockparteien – (zensiert) wählen!

  8. Ich weiß ja nicht, ob es noch jemand aufgefallen ist, aber Grafik 1 belegt eindeutig die These der globalen Erwärmung.
    Vergrößere ich die Grafik, entsprechen 4°C bei mir 2,2cm. Die Trendkurve startet 0,15 cm unterhalb von 13°C und endet 0,4 cm oberhalb von 13 Grad. Die 0,55 cm Anstieg auf meinem Bildschirm entsprechen exakt 1°C Temperaturdifferenz, etwa dem Wert, der vom IPCC genannt wird.

    Und drunter steht, es konnte keine Erwärmung festgestellt werden, obwohl sie genau den Aussagen des IPCC entspricht. Schon dreist.

    • Lieber Herr Schrage
      Was Sie bei der Vergrößerung der Grafik 1 feststellen ist nur ein Teil der Wärmeinselerwärmung, die Potsdam seit 1893 erfahren hat. Genau das beschreiben wir (Kowatsch/Kämpfe) hier seit Jahren und auch ausführlich wieder in diesem Artikel. Natürlich ist der WI eine reale Erwärmung bei der Messstation und in deren Umgebung. Wissenschaftlich richtig ist somit: Bei der menschenverursachten wärmeren Wetterstationsstandortumgebung Potsdams von heute sind die Eisheiligen geringfügig wärmer als am kälteren Standort von 1893. Es handelt sich jedoch um keine CO2-Erwärmung, das ist ein völliger Irrglaube, siehe Grafik 3. Deshalb nützen CO2-Einsparungen auch nichts. Trotzdem dürfen sie gerne CO2-einsparen und mich als Vorbild nehmen. Als aktiver Naturschützer verbringe ich meine Freizeit fast ausschließlich in der freien Natur des Ostalbkreises,auch heute bei Regenwetter, ebenso meinen Urlaub. Deswegen bin ich auch ein guter Naturbeobachter geworden und erkenne die Auswirkungen des Wärmeinseleffektes an der Flora und Fauna täglich. Wer hingegen viel in der Welt rumkurvt, der nimmt den Wärmeinseleffekt gar nicht wahr und erzählt den Irrglauben vom bösen CO2 als Verursacher.
      Falls Sie weiterhin die gemessene Erwärmung der Wärmeinselflächen bekämpfen wollen, dann müssen sie Deutschland und die Welt zurückbomben auf die Einwohnerzahl und den primitiven Wohlstand von 1893. Ich will das nicht. Aber bitte Hände weg von CO2, die derzeitige Konzentration der Atmosphäre ist eher zu wenig und nicht zuviel.

      • Lieber Herr Schrage
        Jetzt erst habe ich ihre Erwärmungsangaben von Grafik 1 aufgrund Ihrer Diagrammvergrößerungsmethode geprüft. Es sind keine 1 C Erwärmung wie Sie schreiben, die rechnersiche Überprüfung ergibt 0,18, aufgerundet 0,2C in diesen 127 Jahren bei der PIK Station Potsdam.
        Bitte beachten Sie, dass hier im Artikel manche Diagramme gegenüber den Originalen leicht verändert sind.

        • „Bitte beachten Sie, dass hier im Artikel manche Diagramme gegenüber den Originalen leicht verändert sind.“
          Sie meinen manipuliert? 😉

          • Was soll dieser Fragenquatsch? Sie haben sich schlichtweg vertan. Nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Trendlinie bei Grafik 1 nicht um 1 Grad fällt, sondern um 0,2 Grad in 127 Jahren. Sie sind doch derjenige, der manipuliert hat. Ich wollte Ihnen eigentlich eine Brücke bauen durch meine Aussage, da ich mitunter bei mir auch schon feststellte, dass Grafiken leicht verzerrt waren, wenn man unterschiedliche Betriebsysteme benutzte.
            Äußern Sie sich doch bitte zum Thema, also zu den steiler fallenden Trendlinien der Eisheiligen – Kälter werden- je näher man der Gegenwart kommt. Ich finde dafür keine schlüssigen Erklärungen. CO2 kann es doch wohl nicht sein, und dass die Wirkung dieser Droge wohl ausgerechnet zwischen dem 11. bis 15. Mai ausseitzt, ist wohl auch nicht möglich. Übrigens kühlt auch der Mai seit 30 Jahren ganz leicht ab, aber nicht so auffallend wie die Eisheiligen.

          • Ich stelle mal Ihre Qualifikation als Naturbeobachter nicht in Frage. Doch Ihre Kentnisse über Geometrie oder Computertechnik sehr wohl. Die Linie, die die Steigung repräsentiert, verändert sich nicht, es ist eine Grafik. Die Auflösung auf den Bildschirmen mag variieren, und dadurch das Diagramm vielleicht verzerren, doch jede Verzerrung betrifft Steigungslinie UND die Achsenbeschriftung. Egal welche Verzerrung ich auf meinem Monitor habe, auch egal welches Betriebssystem ich auf meinem Rechner habe, das Resultat bleibt das gleiche, da ich immer in Relationen mit einem Dreisatz rechnen kann. Das ist simple Mathematik.
            Und mir scheint, sie haben eventuell vergessen, dass sie pro Jahr 5 Datensätze (11.5-15.5) in der Grafik verwenden und somit nicht 127, sondern 635 Datenpunkte haben. 0,2*5=1

    • Die Eisheiligen treten eher unregelmäßig auf, regional unterschiedlich ausgeprägt und auch nicht immer nur an den überlieferten Tagen (und die haben sich durch die Kalenderreform julianisch/gregorianisch auch noch verschoben). Es ist an sich schon fragwürdig, aus ein paar mehr oder weniger willkürlich gewählten Tagen eine Tendenz ableiten zu wollen, zumal das Spektrum der Temperaturen im Mai mal eben locker von -10 bis +30 Grad reicht – eine Spanne von 40 Grad, die natürlich nicht allein vom Klimawandel/C02 beeinflusst wird, was auch kein Wissenschaftler behaupten würde. Unser Wettergeschehen wird von ganz anderen Faktoren maßgeblich geprägt. Was an der Kowatsch-Grafik Nummer 1 in der Tat auffällt, ist der steigende Trend der Temperaturen um etwa ein Grad seit 1893. Und die Tatsache, dass die kältesten Tage in den letzten Jahren unübersehbar weniger kalt waren. Daraus abzuleiten, dass die Eisheiligen kälter werden, ist schon sportlich. Interessant wäre die gleiche Grafik nicht mit den Tages-Durchschnittswerten, sondern mit den Tages-Minima und Tages-Maxima. Da wäre der Trend zweifellos eindeutig.
      Ein interessanter Link mit Werten nicht nur der Eisheiligen, sondern übers Jahr aus ganz Hessen mit und ohne Wärmeinseln: https://www.hlnug.de/messwerte/witterungs-und-klimadaten/wetterextreme.html

      • Lieber Herr Heinecke.
        Die Trendlinie der Grafik 1 steigt um 0,18 Grad in 127 Jahren und nicht um 1 Grad. Wie im Artikel ausführlich geschrieben, ist die Grafik nicht wärmeinselbereinigt. Bsp. Am 13.Mai 1927 lag der Tagesschnitt bei 2,5 C. Frage: Was würden Sie heute tun, wenn es 2019 so kalt geworden wäre und sie wohnen in Potsdam/Berlin? Richtig die Heizung im gesamten Haus aufdrehen und die Kälte aus der Stadt rausheizen. Das Thermometer der Wetterstation zeigt dann 8 Grad für den 14. Mai 2019 als Tagesschnitt an.
        Was Sie sonst im oberen Teil Ihres Kommentares schreiben ist alles richtig, deswegen stellst sich genau die Frage, weshalb die jetzigen kalendarischen Eisheiligen deutlich kälter sind als der restliche Mai.

        • Sehr geehrter Herr Kowatsch, ich stimme mit Ihnen völlig überein, dass der Mensch durch seine Aktivitäten auch das Wettergeschehen beeinflusst und dass ein Thermometer in der freien Flur natürlich unter ganz anderen Bedingungen misst wie das Gerät in einer Häuserschlucht. Allerdings ist dieser sogenannte Wärmeinseleffekt nur einer von sehr vielen Faktoren. Ich denke zum Beispiel an die hier gerne und oft zitierten Warmphasen der Römerzeit und des Mittelalters. Die Römer haben am Mittelmeer und die Franken in Mitteleuropa großflächig Wälder abgeholzt. Waldanteil Germanien: rund 90 Prozent. Waldanteil im 17. Jahrhundert in Deutschland: nicht mal mehr 20 Prozent. Das MUSS das Wetter/Klima großräumig verändert haben. Eher wärmer oder eher kälter? Was sagt der Naturbeobachter? Ich denke, ein prächtiger Mischwald ist in einem heißen Sommer sehr viel kühler als die freie Flur (sagt der Jogger in mir).
          Der WI-Effekt, wie Sie ihn stets schildern, hat m.E. einen schwerwiegenden Schwachpunkt: Sie können ihn nicht quantifizieren, sondern allenfalls abschätzen. Um in einer langen Zeitreihe tatsächlich benennen zu können, wie ein WI-Effekt die Temperatur beeinflusst, müssten Sie ja ortsspezifisch im Detail recherchieren, wie sich im Lauf der Jahre die Bebauung um eine Wetterstation herum geändert hat, wie viel Wärme von Heizungen und Wärme-Kraft-Maschinen in die Umgebung abgegeben wird und wie sich dies auf die Messwerte auswirkt. Ich denke als Laie, dass wir uns da nicht mal im Bereich von Zehntel Grad bewegen.
          Der Deutsche Wetterdienst macht das an mehreren Stationen, unter anderem Frankfurt, München und Berlin, und vergleicht auf wissenschaftlicher Grundlage die Messwerte in der städtischen Wärmeinsel und außerhalb. Sie können sich die Daten anschauen und werden Erstaunliches feststellen. Messreihe München zum Beispiel ganz aktuell, beginnend am 23. April, Unterschiede zwischen Stadt und Land von bis zu 7,3 Kelvin! Das ist aber die Ausnahmen. Oft gibt es gar keinen Unterschied, und die Wärmeinsel ist mitnichten immer wärmer als das Umland, es ist öfters auch umgekehrt, spricht die Wärmeinsel wird zum Kälteeiland … Es gibt beim Wetter und beim Klima keine einfachen Rechnungen (auch im Falle CO2 nicht).

      • Lieber Herr Kowatsch,
        mich interessiert, wie Sie die verlinkten Jahresmitteltemperaturen der verschiedenen Wetterstationen in Hessen bewerten. Ich glaube zwar nicht an den durch Menschen verursachten Klimawandel, auffallend ist aber, dass ALLE Wetterstationen einen steigenden Temperaturtrend zeigen und nicht alle (z.B. Wasserkuppe) in einer Wärmeinsel stehen.
        Danke schonmal – M.Pelowski

        • Sehr geehrter Herr Pelowski, der Link nach Hessen ist auch deshalb interessant, weil hier für jede Station auch deren Geschichte aufgeführt und bewertet wird. Fast alle Stationen wurden im Lauf der Zeit verlegt, meist sogar mehrfach, was die Nutzbarkeit der Daten natürlich einschränkt. Über alle Stationen hinweg ist der Trend der Durchschnittstemperatur steigend, um 1 Grad oder mehr seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, wo manche Messreihe beginnt. Man kann über das Menü noch weitere Details abrufen. Dann sieht man zum beispiel, dass es bei den winterlichen Minima keine signifikanten Veränderungen gibt, dass aber die sommerlichen Maxima in der Gegenwart deutlich höher sind als in der Vergangenheit. Mit und ohne WI-Effekt – wobei es ja nach der WI-These im Winter milder werden müsste durch die Abwärme der Heizungen.

    • Es müsste Ihnen aufgefallen sein , dass die Messreihe in Potsdam erfasst
      wurde und hier nicht „Wärmeinsel“ bereinigt wurde. Das steht im Text.
      Der Wärmeinseleffekt wird immer gern ausgeblendet .

  9. „Josef Kowatsch, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher“
    Sehr geehrter Herr Kowatsch, wie kann man nur so dumm sein, sich soviel
    unbezahlte Mühe zu machen.
    Passen Sie Ihre Daten ein wenig an und schon werden Sie die Möglichkeit finden, das „un“ aus unbezahlt streichen zu können.
    – Vielen Dank für Ihre Arbeit!

      • Natürlich Herr Schulz, Sie brauchen nur die Presseveröffentlichungen Eisheiligen des DWD für die letzten Jahre ansehen, keine Grafik, aber die stetige Behauptung, dass die Eisheiligen in der Gegenwart ganz verschwunden wären. Und dabei auch noch der Verweis auf das umfangreiche DWD-Archiv. Ich scheine einer der wenigen zu sein, der dies zeitaufwändig überprüft hat. Wie sagt Klaus Puls, der ehemalige Leiter der Wetterwarte Leipzig immer, der DWD argumentiert gegen seine eigene Daten. Kein Wunder, dafür werden sie bezahlt. Eine Lüge und die weitere Anstellung, das Wohlwollen und die Aufstiegsmöglichkeiten sind weiter gesichert. Rattenfängern hinterherzulaufen war wohl schon immer ein deutsches Problem.

        • Lieber Herr Kowatsch,
          ich komme nochmal auf meine Frage an Sie zuück:
          22. Mai 2019 um 12:29
          Ich frage, weil ich sich widersprechende Informationenich verstehen will!
          Danke schonmal – M.Pelowski

        • Sehr geehrter Herr Kowatsch, Sie sollten den DWD schon richtig zitieren:
          „Wahrscheinlichkeit des Auftretens nimmt weiter ab – In den letzten Jahren sind die Eisheiligen oft ganz ausgeblieben. Manchmal kam es zu Kaltlufteinbrüchen bereits Anfang Mai oder Ende Mai. Fröste traten jedoch auch dann immer seltener auf. Gelegentlich wurden die Eisheiligen bei Tageshöchstwerten von über 25 Grad Celsius sogar zu „Schweißheiligen“. Neuere Untersuchungen des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass die Häufigkeit von Kaltlufteinbrüchen Mitte Mai vor allem im süddeutschen Raum deutlich unter 50 Prozent liegt. Insofern ist die Frage berechtigt, ob man eigentlich noch von einer echten Singularität sprechen kann. Viele Experten führen die Veränderungen u. a. auch auf den Klimawandel zurück, denn mit der stetigen Erwärmung der globalen Atmosphäre fallen auch Kaltlufteinbrüche im Mai immer weniger frostig aus.“
          Und die Daten dazu liefert der DWD auch, im Klimaatlas. Mit Worten wie Lüge und Rattenfänger fahren Sie schon schwere Geschütze auf – haben Sie das nötig, wenn Sie im Besitz der einzig wahren Wahrheit sind?

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