Vor den Europa­wahlen: DIE GRÜNEN – kritisch betrachtet – Teil 2

Nichts Halbes und nichts Ganzes – die „grüne“ Verkehrswende. Foto: Stefan Kämpfe

Stefan Kämpfe
Im Teil 1 hatten wir gesehen, was die von den GRÜNEN ganz wesentlich mit angeschobene und vorangetriebene Energiewende für Verbraucher, Arbeitnehmer, die Verlässlichkeit unserer Energieversorgung und die Umwelt wirklich bedeutet – nicht Gutes. Wir alle müssen aber auch, ob wir wollen oder nicht, fast tagtäglich am Verkehrswesen teilnehmen. Auch hier ist Vieles, was uns da von den grünen Kanzeln des Ökologismus gepredigt wird, wenig bürger- und umweltfreundlich.

Teil 2: Bürger und Umwelt bleiben bei der grünen Verkehrswende auf der Strecke

Wasser predigen, Wein trinken: DIE GRÜNEN als Vielflieger

Ein einziger Hin- und Rückflug nach New York setzt pro Passagier etwa 4 Tonnen CO2 frei – mehr als ein Drittel der jährlichen Emissionen eines Durchschnitts-Deutschen. Weil Bilder mehr als Worte sagen, reicht ein Blick auf folgende Grafik:

Abbildung 1: Grünen-Wähler fliegen nach einer aktuellen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen mit 49% der Befragten am häufigsten; die Wähler der Linken und der CDU folgen mit deutlichem Abstand. Quelle: spiegel.online

Jürgen Trittin, der Energiewende-Eiskugel-Mann und Acker-Ölbaron der GRÜNEN, rechtfertigte sich so: „Auch als Umweltminister müssen Sie dauernd fliegen, Konferenz hier, Konferenz da, für drei Tage müssen Sie nach Peking, mit einem Abstecher nach Delhi. Ihre persönliche Ökobilanz ist grauenvoll. Aber sie können deswegen nicht darauf verzichten, mit den Schwellenländern über den Klimaschutz zu verhandeln.“ (Quelle: Stern Nr. 5/2011, 27. Januar 2011, Seite 50). Vielleicht sollte er mit den Schwellenländern lieber mal über einen Vielflieger-Rabatt für grüne Oberlehrer, Missionare und Besserwisser verhandeln? Von Video-Konferenzen hat er wohl auch noch nie etwas gehört. Noch dreister war der aktuelle Fall der Grünen-Politikerin Katharina Schulze, Fraktions-Chefin der GRÜNEN im bayerischen Landtag. Diese gönnte sich zum Jahresauftakt 2019 einen Urlaubs-Trip nach Kalifornien; CO2-Bilanz: 6 Tonnen. Merke: Wer „grün“ wählt, der wählt düsende Luftverpester; da bleibt die Umwelt auf der Strecke.

Ein kleiner, grün-affiner Verein terrorisiert und verunsichert ganz Deutschland – mit Kanonenschüssen auf Spatzen

Dem Diesel-Skandal verdankt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Spitzenplätze in den Nachrichtensendungen. Die DUH hat rund 6.100 Fördermitglieder und nur 390 stimmberechtigte Mitglieder (Stand: März 2019). Sie behauptet, politisch unabhängig zu sein, aber schaut man sich ihre Vorgehensweise und ihre Spenderliste an, so wird eine große Nähe zur Partei DIE GRÜNEN deutlich. Spender sind unter anderem Rapunzel Naturkost, eine teure Bio-Schicki-Micki-Lifestyle-Lebensmittelmarke, und mit Toyota ein Konkurrent der Deutschen Autoindustrie; in zahlreichen Innenstädten erwirkte sie gerichtlich Diesel-Fahrverbote, weil zulässige EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe überschritten wurden. Nun ist das Einklagen gesetzlich festgesetzter Grenzwerte nichts Falsches; die grün-religiöse Vehemenz, die geringe Umweltrelevanz und die Verhältnismäßigkeit lassen aber wesentliche Fragen offen. Denn die Dieselmotoren sind nur eine mäßig bedeutsame Feinstaub-Quelle. Außerdem führen zwar Fahrverbote meist zu leicht sinkender Luftbelastung am Ort der Messung; aber es entsteht mehr Ausweichverkehr auf längeren Umwegen um die Verbotszonen – insgesamt steigen die Emissionen dadurch sogar an. Staubmessungen sind zudem oft fehlerhaft. Eine geschickte Wahl der Mess-Stelle kann das Ergebnis in die politisch gewünschte Richtung lenken. Folgende Zahlen aus Bayern bieten daher nur grobe Richtwerte: „Die Verursacher bei Feinstaub (PM10) sind der Verkehr mit 57 %, die Kleinfeuerungen mit 16 %, die Industrieanlagen mit 12 %, die landwirtschaftliche Viehhaltung mit 12 %, der Umschlag staubender Güter mit 2 % und die Ackerlandbewirtschaftung mit 1 %. Der hohe Beitrag des gesamten Verkehrs von 57 % ist die Summe von rund einem Viertel (24 %) direkter Auspuffemissionen des Straßenverkehrs, knapp einem Fünftel (19 %) vom Straßenverkehr resultierender Aufwirbelungen und aus weiteren 14 % von dieselbetriebenen Offroad-Fahrzeugen sowie dem Schienen-, Flug- und Schiffsverkehr.“ (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz). Selbiges Ministerium listet nun sehr umständlich die Gesamtemissionen des Verkehrs noch genauer auf. Nach etwas Rechnerei zeigt sich folgendes Ergebnis (Grafik):

Abbildung 2: Etwa 12% aller Feinstaub-Emissionen des Verkehrs ließen sich mit einem Verbot aller Diesel-PKW einsparen. Weil nur bestimmte, meist ältere Modelle, verboten werden sollen, reduziert sich der Einsparung auf deutlich unter 10% – ein juristischer Kanonenschuss auf Spatzen ohne wesentliche Umwelt-Entlastung.

Bei Betrachtung aller menschlichen Feinstaub-Quellen (über den Verkehr hinaus) sinkt der Diesel-PKW-Motoren-Anteil auf deutlich unter 10%, bei Einbeziehung aller natürlichen Quellen auf etwa 1%. Warum verklagt die DUH eigentlich nicht die Sahara für deren gigantische Feinstaub-Freisetzung, verbietet blühende Haselsträucher und Birken oder die enorm umweltschädlichen Großschiffe (Schwerölverbrennung), und holt die Flugzeuge vom Himmel? Aber da würde sie die grüne Vielflieger-Klientel verärgern. Auch Motorräder und alte DDR-Autos müssten verbannt werden. Der wesentlich höhere Anteil der Diesel-PKW am Stickoxid-Ausstoß des Verkehrs von gut 70% laut Umwelt-Bundesamt soll der Korrektheit halber nicht verschwiegen werden; allerdings ist, anders als beim äußerst schädlichen Feinstaub, strittig, ob diese überhaupt Gesundheitsschäden in verkehrsüblicher Dosis auslösen können. Denn während der EU-Grenzwert (Jahresmittelwert) für die Stickstoffdioxidkonzentration (NO2) in der Außenluft 40 Mikrogramm pro m³ Luft beträgt, ist der Arbeitsplatzgrenzwert mit 950 Mikrogramm je m³ Luft um mehr als dreiundzwanzig mal (!) höher.

Eine gute Nachricht – schlecht für die grüne Propaganda

Die ständigen Horror-Meldungen zu hoher Feinstaub- und Stickoxid-Werte vermitteln den Eindruck einer extremen Luftverschmutzung, welche das Betreten unserer Innenstädte gefährlich macht. Doch ein Blick auf offizielle Statistiken zeigt seit Jahrzehnten sinkende Luftschadstoff-Werte. Sie betragen heuer nur noch 60 bis 30% der frühen 1990er Jahre. Am Beispiel der Feinstaub-Werte sei das gezeigt; aber bei den Stickoxiden herrschen ähnliche Verhältnisse:

Abbildung 3: Deutlich abnehmende Feinstaub-Konzentrationen seit Mitte der 1990er Jahre sowohl im ländlichen Raum (grün), in den Städten (ocker), und verkehrsnah (blau). Quelle: Umweltbundesamt (UBA) 2018.

Beim Schadstoff Schwefeldioxid (SO2) sind die Rückgänge der Belastung gar noch viel größer; nämlich über 90% seit den späten 1980er Jahren; hier ein Beispiel aus Berlin:

Abbildung 4: Die noch in den späten 1980er Jahren ätzende, saure Berliner Luft ist heuer fast frei von Schwefeldioxid. In der Überschrift muss es korrekt „Schwefeldioxid“ heißen – das haben die links-grünen Berliner Bürokraten glatt übersehen. Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz berlin.de

Doch wie ist die heutige Luftqualität langfristig einzuordnen? Messwerte reichen selten bis weit vor 1990 zurück. Ein anderes Indiz hilft da aus – die Anzahl der Nebeltage. Denn Luftschadstoffe trüben die Atmosphäre und begünstigen als so genannte „Kondensationskeime“ die Nebelbildung:

Abbildung 5: Seit mindestens gut 120 Jahren war die Luft nie nebelärmer und sauberer als in den 2010er Jahren. Heuer hat Nebel fast schon Seltenheitswert – mehr als 40 Tage pro Jahr kommen an der Station Potsdam kaum noch vor – weniger als in den 1890er Jahren und viel weniger als zum Höhepunkt der Luftverschmutzung nach der Mitte des 20. Jahrhunderts.

Wir atmen also nun sauberere Luft, als zu Kaisers Zeiten – trotz des viel häufigeren PKW-Verkehrs. Eine unangenehme Begleiterscheinung dieser sauberen Luft ist die merklich zunehmende Sonnenscheindauer. Diese wirkt besonders im Sommer stark erwärmend und ist einer der Hauptschuldigen der aktuellen „Klimaerwärmung“ – keine gute Nachricht für DIE GRÜNEN, welche mit CO2 den falschen Bösewicht jagen:

Abbildung 6: Seit 1951 nahmen die sommerliche Sonnenscheindauer und die sommerliche Erwärmung fast im Gleichklang zu, der Zusammenhang ist signifikant. Man achte auf die gehäuft sehr sonnigen Sommer nach 1990 und auf die enge Verzahnung beider Messgrößen; der bislang sonnigste (2003) war auch der heißeste. Wegen der sehr unterschiedlichen Größe der beiden Messwerte mussten sie in Indexwerte umgerechnet werden, um in einer Grafik anschaulich Platz zu finden.

Aber vielleicht kann Vielflieger Trittin ja mal zur Sonne düsen und diese gleich abschalten – weil sie sowieso ein „böser“ Atomreaktor ist. Fazit: Wer DIE GRÜNEN wählt, der wählt Populisten, welche uns die enormen Erfolge im Umweltschutz bewusst verschweigen, um zum Eigennutz Panik und Unsicherheit zu schüren.

Nach unten treten, nach oben buckeln – der „grüne“ Radverkehr und seine Folgen

Das Fahrrad ist ein umweltfreundliches und kostengünstiges Verkehrsmittel im Nahbereich. Aber es kann nicht alle Verkehrsprobleme lösen und hat auch seine Grenzen; schon zeigen sich erste, tiefe Kratzer am grünen Fahrrad-Lack. Weil es immer mehr Radler gibt, nahm die Anzahl der im Straßenverkehr verletzten Radfahrer von 2010 bis 2017 in Deutschland um mehr als 14.000 Personen zu (Quelle: Statistisches Bundesamt). Aber Radler sind keinesfalls immer nur die Opfer. In letzter Zeit häufen sich die Beschwerden und Fälle über rüpelhaftes Verhalten der Radler auf Gehwegen, in Fußgängerzonen und bei der Verletzung von Verkehrsregeln. Die wachsende Radler-Schar benötigt Platz, welcher in den engen Innenstädten trotz Verbannung der Autos oft fehlt. Auch das Abstellen der Räder an Straßenbäumen, Hauswänden, Schaufenstern oder Zäunen verursacht wachsenden Ärger. In der freien Landschaft begnügt man sich nicht mit unbefestigten Wegen – es muss schon die asphaltierte Luxuspiste sein. So werden nun auch bislang naturbelassene Landschaftsteile und Waldwege versiegelt. Der grün-religiöse Fahrradwahn nimmt mitunter skurrile Formen an. In Weimar gibt es seit über 20 Jahren einen asphaltierten Radweg, der als Teil des überregionalen Ilmtal-Radweges die Ortsteile Taubach und Oberweimar/Ehringsdorf verbindet und westlich des Flüsschens Ilm verläuft. Nun wurde, parallel und kaum 300 Meter Luftlinie vom bestehenden Weg entfernt, noch einer neben der Landstraße östlich der Ilm gebaut. Begründung: Der Schulweg von Taubach her sei zu lang – der neue Weg verkürzt ihn nun nur für die westliche Ortshälfte um lächerliche etwa 500 Meter. Dafür wurden mehr als 4.000 m² Fläche versiegelt und zahlreiche Bäume gefällt. Auch hier endet die grüne Liebe für Natur und Umwelt dort, wo die eigenen Interessen und Ideologien anfangen.

Abbildungen 7a und 7b: Fahr’n wie auf der Autobahn – und das gleich doppelt. Links der „alte“ Radweg westlich der Ilm, hinter dem Haus (Bildhintergrund) verläuft der zweite, neue östlich der Ilm, der im rechten Foto zu sehen ist. Nutzen gleich Null, Kosten für die klamme Weimarer Stadtkasse enorm, Schaden für die Umwelt groß. Fotos: Stefan Kämpfe

Bislang wurde übrigens noch keine einzige Straße als Ausgleich für die wachsende Zahl an Radwegen zurückgebaut – es kommt also nur zu weiterem Flächenverbrauch. Aber mit der Auto-Lobby legt man sich als Grüner schon aus Gründen des Machterhalts lieber nicht an; das zeigte sich auch in der Rot-Grünen Koalition unter Kanzler Schröder. Zunehmend tauchen nun immer mehr Elektro-Fahrräder im Straßenverkehr auf. Auch weniger fitte und geübte Menschen trauen sich nun auf’s Rad, was die Unfallzahlen weiter steigern und die Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern vergrößern wird.

Deutsche Bahn und Nahverkehr – teure, unzuverlässige Geh-Hilfen

Der alte DDR-Witz von den vier Feinden der Deutschen Reichsbahn (Frühling, Sommer, Herbst und Winter) ist aktuell wie nie; erst im März 2019 stellte die Deutsche Bahn (DB) ihren Betrieb bei Sturm mehrfach ganz oder teilweise ein. Hinzu kommen ständige, nervige Lokführer- und Personalstreiks. Allgemein lassen Pünktlichkeit, Service, Sauberkeit und Wartungszustand der Züge stark zu wünschen übrig. In der Fläche ist die DB immer weniger präsent; viele Strecken wurden stillgelegt; die verbleibenden nur unzureichend modernisiert. Manche Signalanlagen stammen noch aus der Kaiserzeit. Aufwärts ging es bei der DB nur mit den Fahrpreisen; sie stiegen von 2000 bis 2018 um etwa 57% (die allgemeine Inflationsrate betrug im selben Zeitraum nur 30%). Im Nahverkehr verteuerten sich die Tickets seit 2000 bundesweit um etwa 79% (Quelle: Frankfurter Allgemeine vom 18.09.2018). Über längere Zeiträume war die Teuerungsrate gebietsweise noch viel drastischer; wie ein Beispiel aus Weimar zeigt:

Abbildung 8: In Weimar, einer Kleinstadt zwischen Erfurt und Jena, verteuerte sich die Einzelfahrt mit dem Stadtbus von 25 Cent (1992) auf 2,10 Euro (April 2019). Eine einfache Hin- und Rückfahrt in die Landeshauptstadt Erfurt (je etwa 22 Km) legte im selben Zeitraum von 3,80 auf stolze 11,80 Euro zu; das später eingeführte, aber nur zu bestimmten Uhrzeiten geltende „Hopper-Ticket“ verteuerte sich seit den späten 1990er Jahren von 2,50 auf 9,50 Euro.

Auch im Nahverkehr treibt die grüne Ideologie manch seltsame Blüte. So in Weimar, wo auf Wunsch der Öko-Partei ein „City-Bus“ die im Durchmesser nur wenige hundert Meter große Altstadt halbstündlich befahren sollte. Verkehrsexperten und der Betreiber, die Stadtwirtschaft Weimar, warnten vergeblich vor hohen Kosten und geringen Fahrgastzahlen. Doch koste es, was es wolle – DIE GRÜNEN setzten sich durch, und 2015 nahm die Linie ihren Betrieb auf, um nur zwei Jahre später sang- und klanglos eingestellt zu werden. Für den mangelhaften Busverkehr im ländlichen Raum interessieren sich DIE GRÜNEN kaum – wozu auch, ihre Klientel sind die gut betuchten Bildungsbürger der Städte. Man ahnt es: Trotz aller politischer Beteuerungen für Bahn und Nahverkehr – das verteufelte Auto ist und bleibt das unkomplizierteste und praktischste Verkehrsmittel.

Verlotterte Straßen und Gehwege – Deutschlands Verkehrsnetz zerbröselt

Was haben eine deutsche Straße und das deutsche Bildungswesen gemeinsam? „Loch an Loch, und hält doch!“ Das angeblich so hoch entwickelte Deutschland hat den Straßenzustand eines Entwicklungslandes und belegt hinsichtlich der Straßenqualität nur Platz 16 im internationalen Ranking – noch hinter Katar (Quelle: statista.com 2018). Viele Straßen wurden seit der Kaiserzeit nicht modernisiert und immer nur notdürftig geflickt; viele Gehwege zerfallen zu gefährlichen Buckelpisten:

Abbildung 9a und 9b (kein Einzelfall): Beide Aufnahmen entstanden nur wenige hundert Meter vom Wohnort des Verfassers; sie zeigen die Weimarer Schlachthofstraße. Diese entstammt der Epoche um 1900. Oben das bucklige, von bröselnden Flicken und Löchern „verzierte“ Kopfstein-Pflaster der Fahrbahn, unten der Gehweg, bei welchem nur der erneuerte Kabelschacht (Hintergrund) den Anforderungen eines verkehrssicheren Gehweges genügt. Kein gutes Aushängeschild für die Möchtegern-Kulturstadt Weimar, welche sich gerade für stolze 22 Millionen Euro ein neues Bauhaus-Museum geleistet hat.

Ähnlich bedenklich ist der Zustand vieler Brücken. DIE GRÜNEN sind nicht alleine für diesen Notstand verantwortlich – aber sie verschlimmern mit der Umleitung von Staatsgeldern in grün-ideologische Projekte wie Radwege, Gender-Toiletten, Minderheitenschutz oder die besonders teure Energiewende diese Misere. Überhaupt sind – leider bei allen Altparteien, prestige- und medienträchtige, teure Neubauprojekte viel beliebter als die oft sinnvollere Sanierung von Straßen oder Anlagen; denn man will ja, schön kameragerecht, das Bändchen zur Einweihung durchschneiden. Wenn sich dieser Zustand nicht bald verbessert, werden wir unsere täglichen Wege bald nur noch in Bergschuhen, mit dem Geländewagen oder dem Mountain-Bike erledigen können.

Helfen verhinderte Verkehrsprojekte der Umwelt?

Ohne akribische Umweltprüfung lässt sich heuer kein Großbauprojekt mehr verwirklichen. Ergibt diese seine Machbarkeit, so werden umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen für Natur und Umwelt je nach Schwere des Eingriffs bilanziert und festgelegt. So war es auch bei der dringend benötigten Weimarer Ostumfahrung, welche in den 1990er Jahren in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen und planfestgestellt wurde. Diese sollte das Stadtgebiet von den enormen Belastungen des Verkehrs zwischen Weimar und Jena entlasten – bessere Luft und weniger Verkehrslärm für tausende Anwohner sowie zeitliche Entlastung für zahlreiche Berufspendler wurden sachgerecht gegen die Eingriffe in Natur und Landschaft durch den Straßenneubau abgewogen. Zunächst hatte sich der Weimarer Stadtrat am 28. Juni 2000 mit knapper Mehrheit für die stadtnahe Ostumfahrungs-Variante ausgesprochen. Doch am 15. November widerrief er seinen ursprünglichen Beschluss. Neben SPD und BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN hatte auch der Ortsteil Tiefurt mit seinen nur 220 Einwohnern gegen die Ostumfahrung insistiert, weil er in Trassennähe liegt. Einige tausend Einwohner und zahllose Verkehrsteilnehmer (mehr als 15.000 bis 20.000 Fahrzeuge quälen sich tagtäglich durch dieses Nadelöhr der Stadt) sind also weiterhin Lärm und Stress ausgesetzt. Der Gesamtschaden für die Umwelt ist höher als der Nutzen der Verhinderung, denn durch die täglichen Staus entstehen enorme Abgas-Mengen:

Abbildungen 10a und 10b: Protest-Banner genervter Anlieger für die verhinderte Ost-Umfahrung. Täglicher Stau auf der am stärksten betroffenen Friedrich-Ebert-Straße. Fotos: Stefan Kämpfe

Alle Verkehrsexperten betonen die Wichtigkeit eines möglichst flüssigen Verkehrs zur Senkung der Lärm- und Schadstoffemissionen. Aber die Partei DIE GRÜNEN sieht das anders. Ihre Klientel wohnt ja weit entfernt von den Staus in den „besseren“ Stadtvierteln. Man hätte sich die gleiche Vorgehensweise der GRÜNEN bei den Projekten der „Energiewende“ gewünscht, wo ja auch Natur- und Landschaftsverbrauch sowie weitere Umweltschäden zu beklagen sind (Teil 1).

Grüner Fetisch E-Auto: Tausche alte gegen neue Umweltprobleme

Auch das E-Auto wird im Stau stehen; die Platzprobleme des Auto-Verkehrs werden sich gar noch verschlimmern, wenn überall Ladesäulen wie Pilze aus dem Boden schießen. Zwar verschwinden die Emissionen der Motoren, aber Aufwirbelungen, Bremsen- und Reifenabrieb, welche zusammen über 50% der Feinstaub-Emissionen des Straßenverkehrs ausmachen, bleiben. Den enorm steigenden Anforderungen des Strombedarfs sind viele kommunale Netze nicht gewachsen. Folglich müssen die Gehwege aufgerissen und neue Leitungen verlegt werden – zum Leidwesen der von der Verkehrspolitik vergessenen Fußgänger und der Straßenbäume, deren Wurzeln dadurch beschädigt werden. Die Gewinnung der seltenen Erden und des Lithiums für die Batterien und Motoren erzeugt enorme Umweltschäden in Südamerika, Zentralafrika und Asien – kurzum, Elektromobilität ist nicht umweltfreundlich.

GRÜNE abschalten – Diesel erhalten!

Den Diesel-Antrieb wird es noch sehr lange geben. Wo hohe Leistung benötigt wird (Land- oder Baumaschinen, Schwerlast- und Schiffsverkehr, Fernbusse, Bahn im nicht elektrifizierten Streckennetz) ist er unverzichtbar. Aber auch den Diesel-PKW sollte man nicht voreilig beerdigen; denn mit Harnstoff-Technologie und Rußfiltern lassen sich seine Emissionen enorm senken, und auch der gegenüber Benzinern geringere Verbrauch und die gegenüber E-Autos viel höhere Leistungsdichte und Reichweite sprechen für den Diesel.

Grüne Versäumnisse im Verkehrswesen

Obwohl DIE GRÜNEN von 1998 bis 2005 im Bund und seit Jahrzehnten in vielen Bundesländern regierten, schafften sie es nicht, ein Drei-Liter-Auto, welches seit den frühen 1990er Jahren technisch machbar ist, einzuführen. Den Rückbau der Bahn und die enormen Preissteigerungen bei Bahn und Nahverkehr verhinderten sie nicht; ebenso wenig den immer mehr ausufernden Schwerlastverkehr auf unseren Straßen. Während in der Schweiz immerhin 42% der Güter per Bahn transportiert werden; in Österreich wenigstens 30%, sind es in Deutschland nur etwa 18% (Quelle: allianz-pro-schiene.de).

Realistische Energiepolitik – einige Vorschläge zum Schluss

Wegen der Unkalkulierbarkeit des technischen Fortschritts kann sich eine realitätsnahe Energie- und Verkehrspolitik stets nur an den momentanen Gegebenheiten und Erkenntnissen orientieren. Der WIRKLICH umweltfreundliche, preiswerte und ständig verfügbare Energieträger wurde bis heute nicht gefunden. Eine realitätsnahe Politik für die kommenden Jahre sähe daher so aus:

  1. Sofortiger Ausbau-Stopp für Wind-, Solar- und Biomasse-Energie. Agrarprodukte gehören auf den Teller oder in die stoffliche Produktion, nicht in den Tank oder ins Stromnetz.
  2. Verstärkte Erdgas-Nutzung zur Strom- und Wärmegewinnung (auch mit Kraft-/Wärme-Kopplung) und für gasbetriebene Fahrzeuge. Erdgasgewinnung aus Fracking in Deutschland darf kein Tabu sein!
  3. Bau und steuerliche Förderung wirklicher „Drei-Liter-Autos“, welche dieses Verbrauchslimit unter realistischen Verkehrsbedingungen einhalten.
  4. Begrenzte Laufzeit-Verlängerung der noch verbliebenen Kernkraftwerke, um Zeit zu gewinnen; und/oder Stromzukauf aus Frankreich.
  5. Den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und die Fahrpreise merklich senken.
  6. Progressive Energiebesteuerung. Ähnlich, wie bei der Einkommenssteuer, könnte eine bestimmte Strom- und Wärmemenge pro Haushalt frei von Verbrauchs- und Ökosteuer sein; wer dieses Limit überschreitet, zahlt progressiv wachsende Verbrauchssteuern.
  7. Mehr Gütertransporte auf Schienen und Wasserwege verlagern.
  8. Flugreisen sollten progressiv besteuert werden – je weiter, desto teurer.
  9. Verstärkte Forschung und Entwicklung in Energiegewinnungs- und Speichertechnologien einschließlich der Weiterentwicklung der Kernenergie-Nutzung.

Fazit: Der grüne Bio-Filz erstickt jegliches rationale Denken und Handeln. DIE GRÜNEN schüren bewusst diffuse Ängste vor „dem Klimawandel“ oder „dreckiger Luft“ und schaffen sich und ihrer Klientel teure Wohlfühl-Oasen mit Radwegen, Bio-Läden und Multi-Kulti-Zirkus. Die Probleme breiter Bevölkerungskreise werden von den GRÜNEN ignoriert; und wirkliche Lösungen unserer Umwelt- und Verkehrsprobleme haben sie nicht. Es bleibt dabei: „GRÜNE – Nein, danke!

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

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9 Kommentare

  1. Grüne Umweltgags in Stuttgart, nachdem die Grünen ca. 1500 gesunde feinstaubschluckende Bäume in der Stadt beseitigten, haben sie Mooswände als Geheimwaffe gegen Feinstaub enddeckt, hämische Bemerkungen wurden beiseite gewischt, bis dann das Experiment im Juli 2018 erwartungsgemäß scheiterte.

    Dennoch starten die Grünen unbeirrt neue Mooswandexperimente in Form von Citytrees, die ihrer absurder Meinung nach so viel Luft wie 275 Bäume filtern sollen.

    Da insgesamt nicht genug Platz für Bäume da sei, haben die Grünen eine weitere fantastische Idee in die Tat umgesetzt, waagrecht eingelassenen Bäumchen, die sich langsam drehen und künstlich bewässert werden.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/umwelt-mooswaende-helfen-nicht-gegen-feinstaub/22779056.html

    Pilotprojekt gescheitert
    Zur Frage nach möglichen Kosten schreibt Kirchner, eine drei Meter breite, vier Meter hohe und 2,2 Meter tiefe Wand – die Konstruktion besteht aus gewölbten Elementen – koste laut einem Hersteller rund 25.000 Euro. Stuttgart habe für einen 100 Meter langen und drei Meter hohen Abschnitt inklusive wissenschaftlicher Begleitung 560.000 Euro investiert. Und schlechte Erfahrungen gemacht: trotz Beschattung und Bewässerung sei das Moos im Sommer 2017 ausgetrocknet und abgefallen.

    https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.natuerliche-luftfilter-in-stuttgart-ruhepause-unter-der-mooswand.f72759aa-e026-4d8c-913e-c08044d9262b.html

    Technisches Wunderwerk
    Und mit ihren vertikalen Mooswänden, hinter denen sich komplexe Installationen verbergen, obendrein ein technisches Wunderwerk an luftfilternder Leistung, wie sie sonst nur 275 Stadtbäume erbringen würden. „Sie sind Teil der grünen Infrastruktur, in die wir jetzt zusätzlich elf Millionen Euro investieren wollen“, betont Kuhn.

    https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/pflanzenfassade-sorgt-fuer-bessere-luft-in-der-grossstadt-7004.html

    Das Startup hat sich die innovative Begrünung von Städten und Mega-Citys zum Ziel gesetzt. Wo der Platz für Parks fehlt, können Gebäudefassaden als Gärten etabliert werden.

    Rotierende Ligusterbäumchen
    Das Besondere des Fassadengartens ist, dass die Ligusterbäumchen rotieren: Durch die Rotation verändert sich für die Pflanzen die Schwerkraft- und Lichtwahrnehmung, sodass diese stets horizontal wachsen. Pro Minute sind es zwischen 0,1 und 1,6 Umdrehungen. Zudem bleiben die Bäume klein, es wachsen dafür mehr grüne Blätter als bei der herkömmlichen Pflanzung.

  2. „Vor den Europawahlen: DIE GRÜNEN – kritisch betrachtet – Teil 2“

    Nach der Europawahl: DIE GRÜNEN – realistisch betrachtet.

    Platz 2 mit über 20% nur die CDU/CSU ist mit 28% besser.

    Auch ist der Zugewinn der GRÜNEN erstaunlich mit ca. +10%

  3. Sehr geehrter Herr Kämpfe,
    zu Ihren 9 Empfehlungen folgend meine Korrektur:

    1.) Stop jeglicher Subventionierung für Wind-, Solar- und Biomasse-Energie. Der Markt entscheidet über den weiteren Betrieb der existierenden sinnlos subventionierten Anlagen.
    2.) Erdgas Nutzung ist Sache des Marktes. (Die CO2 Freisetzung ist davon ohnehin nicht betroffen!)
    3.) Kein staatlicher Eingriff in die KfZ Technik. Den gewünschten spezifischen Verbrauch regelt der Markt des mündigen Bürgers.
    4.) Entfall des deutschen Verbotes zur Nutzung der Kernenergie. Laufzeiten regeln inhärent die Erfüllung der Anforderungen an die Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit.
    5.) Den öffentlichen Nahverkehr regeln grundsätzlich Bedarf und Wirtschaftlichkeit. Wenn nötig hilft – wie auch sonst festgelegt – individuell die Sozialhilfe aus der Staatskasse.
    6.) Einkommensteuer und Mehrwertsteuer sind ausreichend. Den Energieeinsatz regelt der mündige Bürger selbst auf dem Energie Markt.
    7.) Den wirtschaftlichen Einsatz von Gütertransporten auf Schienen und Wasserwege regelt der Markt des mündigen Bürgers. .
    8.) Das Reisen ist in einem freien Land allein Sache des mündigen Bürgers.
    9.) Exploration und Entwicklung des Energieangebotes ist Sache der Anbieter und Nutzer. – Strom lässt sich nicht speichern, die Invention in einer Erforschung unsinniger Ketten der Energie Wandlung ist Irrsinn

    An der Umsetzung meiner vorgenannten Empfehlungen hindern uns nicht nur die Grünen und „Merkel“, sondern eine breite Mischpoke von Nutzern des gegenwärtigen Betruges, der insbesondere die weniger zahlungskräftigen Mitbürger trifft!
    MfG

  4. Etwas arg Wichtiges haben Sie noch vergessen:
    sofortiger Stop von Geoengineering nebst dem Weh-Verbot von Windturbinen und das Feinstaub-Gedöns ist vom Tisch – wir werden umgehend wieder saubere Luft haben und zwar ganz ohne jegliche Veränderung in unserem deutschen Verbraucher-Verhalten: es gibt kein Volk, was so sehr umweltbewußt und sorgsam mit der Natur umgeht wie die Deutschen. Die Umwelt-, Tier- und Menschenzerstörer mit ihren geisteskranken Ideen sitzen in der Politik! Alles, was hier durch „Energiewende“ stattfindet, ist eine massive Vergewaltigung und Schändung der Natur, der Tiere und der Menschen!

    Die Energiewende dürfte bisher wahrscheinlich schon irgendwas zwischen 1.000.000 Million und 4.000.000 Millionen Tote (nicht Insekten, nicht Vögel, sondern Menschen!) gefordert haben, die Sterbezahlen sind nicht rauszukriegen und die Leute, die darauf Zugriff haben, dürfen nichts sagen!

    Innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (wenige Wochen bei herzkranken Diabetikern, ein paar Monate bis Jahre bei nicht Vorerkrankten) von Zwangs- und Dauerbeschallung sterben die Leute wie Fliegen im Umkreis von 15 Kilometern um Windturbinen herum und wenn das bald rauskommt, wofür „Energiewende“ wirklich missbraucht wurde – also Baum-, Tier- und Menschenvernichtung, sollten sich grüne Politiker warm anziehen…..

  5. Sehr geehrter Herr Kämpfe,
    Ihre „realitätsnahe“ Politik kann ich nicht unkommentiert lassen.
    „Sofortiger Ausbau-Stopp für Wind-, Solar- und Biomasse-Energie. Agrarprodukte gehören auf den Teller oder in die stoffliche Produktion, nicht in den Tank oder ins Stromnetz.
    EINVERSTANDEN!

    Verstärkte Erdgas-Nutzung zur Strom- und Wärmegewinnung (auch mit Kraft-/Wärme-Kopplung) und für gasbetriebene Fahrzeuge. Erdgasgewinnung aus Fracking in Deutschland darf kein Tabu sein!
    UND WAS WOLLEN SIE DAMIT ERREICHEN? DIE TOTALE CO2-BILANZ VON ERDGAS, ALSO EINSCHLIEßLICH FÖRDERUNG, LECKAGEN UND TRANSPORT, IST AUCH NICHT BESSER ALS DIE VON ERDÖL. AUSSERDEM IST DIE CO2-BILANZ FÜER DAS KLIMA VÖLLIG GLEICHGÜLTIG.

    Bau und steuerliche Förderung wirklicher „Drei-Liter-Autos“, welche dieses Verbrauchslimit unter realistischen Verkehrsbedingungen einhalten.
    MAN KANN EIN DREI-LITER-AUTO AUCH HEUTE SCHON BAUEN, ABER ES IST NICHT WIRKLICH BRAUCHBAR, UND DAS WIRD AUCH SO BLEIBEN.

    Begrenzte Laufzeit-Verlängerung der noch verbliebenen Kernkraftwerke, um Zeit zu gewinnen; und/oder Stromzukauf aus Frankreich.
    UNBEGRENZTE LAUFZEITVERLÄNGERUNG WÄRE NOCH VIEL BESSER.

    Den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und die Fahrpreise merklich senken.
    DANN MÜSSEN DIE LEUTE IHN MITBEZAHLEN, DIE IHN GAR NICHT NUTZEN.

    Progressive Energiebesteuerung. Ähnlich, wie bei der Einkommenssteuer, könnte eine bestimmte Strom- und Wärmemenge pro Haushalt frei von Verbrauchs- und Ökosteuer sein; wer dieses Limit überschreitet, zahlt progressiv wachsende Verbrauchssteuern.
    JETZT VERFALLEN SIE ABER IN DEN SOZIALISMUS! ENERGIE IST DIE GRUNDVORAUSSETZUNG UNSERES WOHLSTANDES, SIE KANN GAR NICHT BILLIG GENUG SEIN! STEUERN AUF ENERGIE SIND ABZUSCHAFFEN.

    Mehr Gütertransporte auf Schienen und Wasserwege verlagern.
    ZWANGSWEISE, ODER WIE? WÄRE DER GÜTERTRANSPORT DER BAHN ATTRAKTIV, SO WÜRDE ER AUCH MEHR GENUTZT. WENN ICH ABER MEINE GÜTER PER LKW ZU EINEM ENTFERNT GELEGENEN GÜTERZENTRUM DER BAHN BRINGEN MUSS, UM SIE DANN VON EINEM ENTFERNT VON ZIEL LIEGENDEN GÜTERZENTRUM PER LKW ABZUHOLEN, DANN KANN ICH SIE BESSER, BILLIGER UND SCHNELLER NUR MIT DEM LKW BEFÖRDERN.

    Flugreisen sollten progressiv besteuert werden – je weiter, desto teurer.
    SCHON WIEDER SOZIALISMUS!

    Verstärkte Forschung und Entwicklung in Energiegewinnungs- und Speichertechnologien einschließlich der Weiterentwicklung der Kernenergie-Nutzung.
    ES GIBT ZWEI SPEICHERTECHNIKEN FÜR STROM: PUMSPEICHERKRAFTWERKE UND AKKUS. DER SPEICHERBEDARF LIEGT BEI MINDESTENS 30 TWh. SPEICHER DIESER GRÖSSE SIND WEDER TECHNISCH DARSTELLBAR NOCH BEZAHLBAR. ANDERE SPEICHERTECHNIKEN SIND NICHT ZU ERWARTEN. IN DER KERNENERGIE HAT DEUTSCHLAND DEN ANSCHLUSS VERLOREN, DA BRAUCHEN WIR GAR ERST WIEDER ANZUFANGEN, NEUE KERNKRAFTWERKE, SO SIE WIEDER ERLAUBT WERDEN, KAUFEN WIR DANN IN RUSSLAND, CHINA ODER DEN USA.

    Mit freundlichen Grüßen
    Elmar Oberdörffer

    • Hinzu kommt, dass das vorhandene Schienennetz bereits gut ausgelastet ist. Simsalabim geht eben nicht. Die Milchmädchenrechnungen und Nullsummenspielereien kann man getrost den GRÜNEN überlassen.

  6. Zwei Punkte: Absolutanteile an Feinstaub und die „Verkehrswende“ zugunsten der Bahn.

    Die Betrachtung, daß etwa ein Viertel des Feinstaubes aus dem Straßenverkehr stammt, mag so richtig sein. Ein richtiges Bild im Vergleich zu anderen Verkehrträgern entsteht jedoch erst, wenn man die Verkehrsleistung berücksichtigt. Also Feinstaubtonnen pro Milliarde Personen- oder Tonnenkilometer. Und da dürfte der Straßenverkehr bedeutend besser abschneiden.

    Mit der Verkehrswende und ihren Protagonisten habe ich mich beruflich schon vor 25 Jahren auseinander setzen dürfen. Es ist wie mit der Energiewende. Die LinksGrünen können oder wollen oder vielleicht auch beides: nicht rechnen! Schon Mitte der Neunziger war eine Situation gegeben, daß eine „Wende“ schlicht und einfach unmöglich war. Hätte man nur 10% Verkehraufkommen Straße auf die Schiene bringen wollen, hätte das die Verdoppelung des Schienennetzes bedeutet. Vollkommen unrealistisch schon damals, heute dürfte es noch unrealistischer sein (wenn man einen Komparativ zu einem „Absolutum“ erlaubt), da das Aufkommen stark gestiegen, das Bahnnetz aber nicht im gleichen Maß gewachsen ist.

  7. Bei der Dieseldiskussion gerät auch immer mehr durcheinander, was entweder auf die Dummheit (Entschuldigung: Bildungsdefizite) der Autoren oder Reporter zurückzuführen ist, oder von den jeweiligen Medien bewusst durcheinandergebracht wird, um den Zorn der Allgemeinheit auf Dieselfahrer zu erhöhen: Feinstaub hat nichts mit der Dieselbeschimpfung zu tun, sondern ist ein Problem aller gummibereiften Fahrzeugen, auch von Elektroautos und Fahrrädern. Dies passt natürlich nicht in die grüne Glaubenswelt. Auch Stickoxid, Stickstoffdioxid und Stickstoff wird von den grünen Experten meist durcheinandergebracht. Bestes Beispiel für die Unbedarftheit grüner Autoren war ein Artikel im letzten Jahr in der Passauer neuen Presse, wo sich der Autor zu folgender Behauptung verstiegen hat: “ Dieselfahrverbote in München sind absolut notwendig, um die Stickstoffkonzentration (!???) in München zu senken“
    In die gleiche Kategorie gehört ein gewisse Adrian Arab, der im Internet einen Artikel zur „Senkung des CO2-Verbrauchs(???) veröffentlichte.

  8. Anmerkung zum Feinstaub: Es gibt nicht DEN Feinstaub. Wenn man irgendetwas beurteilen will, muss man eine chemische Analyse machen, weil sich Feinstaub vom Acker chemisch vom Feinstaub von der Bremse unterscheidet. Beispielsweise werden nach wie vor Leute mit Leiden der Atemwege an die See oder in Salinenbäder geschickt – wegen des heilsamen Feinstaubs, hier Salze. Beim Einatmen von Asbeststaub genügt hingegen einmaliger Kontakt, um irgendwann während des restlichen Lebens mit einiger Wahrscheinlichkeit Probleme zu bekommen, ggf. selbst 40 Jahre später (glücklicherweise bildet sich der Asbeststaub wesentlich weniger leicht, als das immer behauptet wird, weshalb die meiste Panik in der Vergangenheit ebenfalls unangebracht war).

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