Es war erst gestern – das schwere Leben ohne Smartphone, Weltreisen und „Fridays for future“-Spaß

Eigenes Werk aus Wikipedia-Dateien (By Takver from Australia - Coral not coal protest at India Finance Minister Arun Jaitley Visit to Australia, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48861264// Von Klaus Leyhe - erstellt und zur Verfügung gestellt von Herrn Klaus Leyhe, SprockhövelKontakt: http://www.hgv-sprockhoevel.de/kontakt/kontakt.html, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1073183 )

Bild oben: Links, Kohlekumpel in den 60ern, Ruhrgebiet. Rechts, Anti-Kohle-Demostranten*innen in Australien, vergleichbar mit FFF bei uns („Korallen, nicht Kohle!“).

Unser historisches Gedächtnis ist kurz – eine Tatsache, die politische Manipulierer gern benutzen. Unsere heutigen Klima-Greta-Demonstrierer sind bekanntlich hauptsächlich Teenie-Mädchen aus gutem Hause und schwänzen freitags das Gymnasium, wo ihnen die Klima-Angst, wie Robert Habeck ganz zu Recht erwähnte (natürlich anders formuliert), eingeimpft wurde.
Die höheren Töchter und Söhne haben Angst vor etwas Abstraktem und einem Wandel statistischer Größen, genießen nach aller Erfahrung aber das „klimazerstörerische“ Leben mit Vielfliegerei (Luisa Neubauer), wechselnden Daddel-Handis („Smartphone“ – das klug-doofe Telefon) und Wohnen in Einfamilienhäusern oder schlecht gedämmten, schönen Altbauten in gediegener Wohnlage – weit weg von der multikulturellen oder windkraftgestörten Realität.

Dabei ist das schwere Leben ohne Handi, Weltreisen und Weltrettungs-Ideologien noch gar nicht lange her – historisch ein Wimpernschlag.
Karsten Leibner analysiert.

von Karsten Leibner

Es war 1.April, als der Sonnenaufgang einen strahlenden Ostertag ankündigte. Doch es sollte anders kommen!

Geschützdonner brach los, die ersten Häuser brannten. Der Artilleriebeschuss leitete den Vorstoß der Amerikaner an. „Wo ist Ursel?“ Dann sahen sie sie. Ursel war noch mal ins Haus gerannt. Das Nachbarhaus stand schon in Flammen. Vom Fenster des 2. Stockwerkes warf sie das Bettzeug auf das darunter stehende Fuhrwerk, unbemerkt von seinem Besitzer, der sich geweigert hatte, Sachen von ihnen mitzunehmen. Es sollte später ihr einziger Besitz sein außer dem, was sie am Leibe trugen.

Kleine, nackte Beine rennen hinter der Mutter her, sie hat das kleinste Familienmitglied auf dem Arm und eilt voraus. Über ihnen pfeifen die Granaten. Ihr Ziel ist der Wald. Hinter ihnen geht Creuzburg in Flammen auf und wird fast vollständig niederbrennen.

Pattons Armee startete einen Vorstoß in Richtung des thüringischen Ohrdruf, weil er dort „Wunderwaffen“ vermutete. Gefunden hat man diese dann in der Nähe von Nordhausen. Im sogenannten „Mittelbau Dora“ bauten KZ-Häftlinge Untertage die V-Waffen Hitlers.

Noch einmal entbrennt an der Werra ein heftiger Kampf. Gauleiter Sauckel (im Volksmund „Sauleiter Gauckel“ genannt)  hatte den Ausbau der Werralinie zur Chefsache erklärt. Nun schießen die Amis aus den Bordwaffen ihrer Mustang-Jäger auf alles, was sich bewegt.

„Und dann haben wir ein halbes Jahr im Wald gelebt! Ursel und ich sind noch mal zurück geschlichen, da hat alles gebrannt.“ Sagt Melannie.

Die mir das erzählen, sind fünf betagte Ladies alle ca. 1 Jahr auseinander um die 80 Jahre alt. Die älteste der Schwestern Ursel ist vor zwei Jahren verstorben. Eine der Damen ist die Mutter meiner Frau. Sie sitzen im Garten um einen Tisch herum und erzählen, lachen und übertönen sich gegenseitig. Es sind starke Frauen und auch jetzt können sie noch kräftig über ihre Erinnerungen streiten. In der Mitte steht mein kleines Aufnahmeteil. Habe sie eingeladen, möchte, dass ihr bewegtes Leben nicht in Vergessenheit gerät und es irgendwann mal aufschreiben.

Ihr Vater ist gefallen und keiner weiß wo.

Immer wieder: „Weißt Du noch?“

Und es war ein hartes Leben! Das sie alle noch hier am Tisch sitzen, ist einfach nur Glück, so scheint es mir. Das Haus der Großmutter war noch intakt, doch dahin konnten sie nicht zurück. Es wurde von den Amis requiriert.

„Die haben das ganze Eingeweckte gegessen und dann in die Gläser geschissen!“ Regt sich Marga heute noch darüber auf. Die Amerikaner haben die Bevölkerung spüren lassen, dass sie hier Kameraden verloren haben.

„Brot und Suppe haben uns erst die Russen gegeben!“ Höre ich Melannie sagen.

„Und die hatten selber nüscht!“ Pflichtet Irmchen (meine Schwiegermutter) ihr bei.

Irgendwie erzählt man heute in der Schule genau das Gegenteil, geht es mir durch den Kopf und ich höre weiter gebannt zu.

Höre, wie die Mädchen um die zehnJahre alt ihr Essen überall selbst „organisieren“ mussten. Klauen oder hungern und sterben. Kamen sie an einem Feld vorbei, wurden flugs ein paar Ähren abgerissen. Legte der Bauer Kartoffeln, lagen sie in den Büschen. War er über die Kuppe drüber weg, krochen sie heraus und gruben sie wieder aus. Abends gab es dann Bratkartoffeln. Aus den Schalen und Bucheckern wurden Plätzchen gebacken. Immer hungrig, frierend im Winter, nur ein Paar Schuhe. Kohle zum Heizen war Luxus! Meine Schwiegermutter hat bei einem Bauern Kühe gehütet für eine Scheibe Brot. Da kam ein Karussell in den Ort, hatte sie noch nicht gesehen und wollte unbedingt hin. Danach ging sie nie mehr zu dem Bauern. Als das ihre Mutter erfuhr, wurde sie verdroschen. Und gedroschen wurde viel. Mit allem, was gerade zur Hand war. Dennoch gehen sie jedes Jahr auf den Friedhof und ehren ihre Mutter zu deren Todestag. Sie hat sie durch die schwere Zeit gebracht. „Es war eben so.“ Später wohnten sie in einer Baracke mit mehreren Familien zusammen. Sahen wie Spielkameraden an banalen oder heute ausgemerzten Krankheiten starben.

Warum schreibe ich das hier?

Wenn ich die heutige Jugend von den „alten weißen Männern“ reden höre …, muß ich unwillkürlich an unsere Vorfahren denken, in diesem Fall: „alten weißen Frauen“. Mit denen sollten sie mal reden. Wenn ich Worte höre wie: „Wohlstandsverwahrlosung“ und Dinge, die man nicht machen sollte, wie Fleisch essen, Milch trinken oder Getreide wäre ganz schlimm wegen des Glutens. Heilfasten ist toll zur Darmentschlackung, Vegan würde Krebs heilen und man gehört dann irgendwie zu den Guten. Impfen verursacht Schäden, Babys bekommen eine Saugverwirrung, wenn man ihnen den Schnuller gibt. Dann lege ich den Damen, die von nagendem Hunger erzählen wie nur Menschen es können, die ihn selbst erlebt haben, noch eine Thüringer Bratwurst auf ihre Teller.

Ob sie das Anliegen der Jugend verstehen? Ich glaube nicht! In ihrem vom harten Leben geprägten rauhen Umgangston sagen sie: „… die sollen froh sein, daß sie in die Schule gehen dürfen…“ Dann folgt natürlich eine Geschichte von ihrem Schulalltag und „… denen geht’s heut´ viel zu gut…“ Ja, hat man ihnen gesagt! Jetzt wollen sie staatlich verordnet verzichten, um die Welt zu retten!

Ich denke an meine Großväter. Der eine aus Breslau vor den Russen geflohen, hat zum Teil mit bloßen Händen Uran in Munitionskisten im „Schacht“ bei Johanngeorgenstadt gefördert. Wollte seinen vier Kindern ein gutes Leben ermöglichen. Er starb später mit nur 60 an Staublunge vom Trockenbohren. Glaubte an eine bessere Welt ohne Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. War glühender Parteigenosse. Halte sein Exemplar vom Kapital in den Händen mit umfangreichen Bleistiftanmerkungen von ihm. Vieles davon gilt heute noch. Er bekam noch mit, wie seine „bessere Welt“ in einem Lügenhaufen endete.

Der andere hatte versucht eine zugige Bruchbude im Winter warm zu bekommen, als die Fenster von innen zufroren und Eisblumen trugen. Da war ich schon mit dabei und habe mit Opa morgens alle Öfen angeheizt. Wenn er mal von der Reichsbahn ein Stück Steinkohle „abgezweigt“ hatte, glühte das Ofenrohr. „Wer nicht hüpft, der ist für Kohle!“ Damals hüpfte keiner! Er hatte geglaubt, mit der Machtergreifung Hitlers würde alles besser, was sich ganz schnell als Trugschluß herausstellte. Danach glaubte er an nichts mehr!

Und ich selbst?

Nein, ich musste keinen Hunger leiden! Bin als Baby mit Mütze und Handschuhen ins Bett gelegt worden und später mit Wärmflasche. Wurde am Samstag in einer Zinkbadewanne gebadet. Habe zusammen mit meinem Vater (auch Bergmann im Uranbergbau) an diese bessere Welt geglaubt, die den bösen Kapitalismus überholen wollte, ohne ihn einzuholen.  Nein, ich wurde nicht unterdrückt, war kein Genosse und auch kein „Freiheitskämpfer“, eher ein Mitläufer. Durfte studieren, aber nicht das, was ich wollte. Wie viele von EUCH laufen heute bloß mit? Und ich habe zentnerweise Kohle geschaufelt. In der DDR lief alles mit Braunkohle, von uns „Cottbusser Blumenerde“ genannt. Mein Schwiegervater musste als NVA-Soldat im Tagebau die vom Frost still liegenden Förderbänder frei brechen, damit in der Republik nicht das Licht ausging. Jeder musste damit heizen. Meine Aufgabe nach der Schule: Ofen in Gang setzen. Für Gas und Öl wollte der große „Sowjetbruder“ richtiges Geld und keine Alu-Chips. Die größten Feinde waren nicht die Imperialisten, sondern Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Wie sich doch Geschichte wiederholt!

Gab es eine Inversionswetterlage, hatten wir Smog. Für unsere Kinder lag ein Zäpfchen gegen Pseudokrupp im Kühlschrank. Honeckers Enkelin starb daran, weil er unbedingt ins Uni-Krankenhaus wollte. Die Flüsse waren Abwasserkanäle. Unser Flüsschen hatte fast täglich eine andere Farbe, weil die Uhrenwerke ihre Galvanik direkt dort hinein entließen. Alter Wohnraum verfiel, weil die Baustoffe in das Neubauprogramm flossen. Wir kannten noch Plumpsklos! Und Impfpflicht! Das Impfen gab es oft in der Schule. Antreten und warten auf den Pieks. Wer heulte, war ein Weichei, aber ein immunisiertes. Obst und Gemüse gab es wenn überhaupt nur gemäß den Jahreszeiten. Gab es mal Südfrüchte, rannten die Frauen von der Arbeit weg und versuchten, für die Kinder mal eine Banane zu bekommen. Meist wurden diese schon hinten an der Rampe verhökert und gelangten nicht bis in den Laden. So wurden die Bananen krumm, weil sie einen Bogen um die DDR machten!

Es gab einen schönen DDR-Witz:

Kunde zur Verkäuferin: „Sagen sie mal, gibt’s hier keine Hemden?“ Darauf die Verkäuferin: „Nein, hier gibt’s nur keine Schuhe, keine Hemden gibt’s da drüben.“

Nein, es war früher bestimmt nicht alles besser und keiner möchte diese Zeiten zurück haben.

Aber ich sehe, daß es bei uns kaum noch Smog gibt. Kinder müssen keine Kohlen schaufeln und keine Angst vor Atemnot haben, dafür wieder vor Masern, eingebildeter Laktoseintoleranz und ADHS. Sie leiden keinen Hunger, können frei ihre Meinung äußern und dürfen (sollten) sich frei informieren, noch. Krankheiten werden erforscht und es gibt wirksame Medikamente. Auch damals gab es schon Antibiotika, die blieben aber in den Taschen der Soldaten. Unsere Lebensmittel sind so kontrolliert wie nie vorher. In dem Bach, der früher farbig war, schwimmen jetzt Forellen. Meine Enkel können Gemüse und Obst essen, soviel sie wollen und das meiste mögen sie nicht mal! Sie haben gute Chancen friedlich alt zu werden. Wir hatten noch nie so viel gesunden Wald… So stelle ich mir Wohlstand vor.

Ist deswegen heute alles toll?

Nein, bei weitem nicht! Aber die Vorzeichen, dass EURE Zukunft wieder mit einer Lüge beginnt, sind deutlich. Auch ihr werdet im Alter die „weißen Männer“ sein, die sich haben vereinnahmen lassen. Wenn du demonstrierst und die Politiker klopfen dir auf die Schulter, stimmt etwas nicht!

Ich sehe, dass man wieder Argumente erfindet, um alles zu verändern. Machtgefüge, Geldströme, Freiheitsgedanken, Zukunftsängste sollen umgeleitet werden. Die Demokratie gerät ins Wanken, die Medien ordnen sich wieder ein. Menschen werden wieder verunglimpft, wenn sie nicht uniform denken und das auch noch äußern. Fortschritt bedarf des dauernden Widerspruchs! Es wird wieder von Verzicht im Hinblick auf eine bessere Zukunft gesprochen. Auch diese ist völlig alternativlos. Und wieder wird eine Generation „belehrt“. Die Parolen ähneln sich:

„So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben!“

„Wer auf Erden der Knecht, ist im Himmel der König!“

„Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben, braucht´s Klimaschutz!“

Die braunen Slogans möchte ich hier nicht aufschreiben.

Geht auf die Straße für den Schutz der Umwelt, gegen Hunger, Krieg und Überbevölkerung auf der Welt, für den Schutz unserer Ressourcen, gegen Plastikmüll und Massentierhaltung, bitte auch gegen Überregulierung und Staatswillkür … Von mir aus montags oder freitags, forscht und erfindet neue Energiequellen. Lasst Euch nicht erzählen, man müsse nun alles transformieren, regulieren, besteuern und dann staatlich umverteilen, ansonsten drohe die Katastrophe. Das ist noch nie gut gegangen und es wird diesmal Euch treffen. Den Beweis haben unsere Vorfahren und auch meine Generation erbracht. Es geht immer genauso los! Da solltet ihr den alten, weißen Männern und Frauen genau zuhören und die Lehren für euer Morgen daraus ziehen. Macht es anders als diese!

Das war alles erst gestern und es waren auch nur Menschen mit Sehnsüchten, Zielen und Fehlern, aus denen dann oft Gier und Haß wurden!

 

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14 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Leibner,
    Das was sie vorzüglich beschreiben, kann ich aus eigenem Erleben hundertprozentig bestätigen. Ich hatte bereits gesagt, dass wir alten, weis(s)en Männer auch auf die Strasse gehen und dagegen protestieren sollten, welche Welt uns unsere Vorfahren übergeben haben. Nein wir haben es anders gemacht, wir haben zugegriffen und ich glaube die Welt ein riesen Schritt weiter gebracht. Lassen wir sie uns, mit unserer letzten noch verbliebenen Kraft, nicht von den schreienden, ungebildeten (Volltrottel) zerstören lassen.
    Leider wird dieser Aufsatz nicht von denen gelesen werden, die es eigentlich angeht. Deswegen kam mir der Gedanke, ob man diesen als Handzettel nicht an Schulen oder bei Demos verteilen könnte?
    Ich danke Ihnen für diesen Beitrag, der mich ihn ähnlicher Form auch schon länger bewegt.

  2. „Wenn du demonstrierst und die Politiker klopfen dir auf die Schulter, stimmt etwas nicht!“ Das sollte den Kids zu denken geben.

  3. Sehr geehrter Herr Leibner,
    Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Sehr gut beschrieben und formuliert.
    Bin auch Einer von denjenigen, der in den Fünfzigern mit Lebensmittelmarken ganz gut hochgepäppelt wurde und bereits als Kind täglich zusätzliche Aufgaben zu erfüllen hatte. Neben Schule und Jugendklub warteten noch 20 Kaninchen auf ihr Futter und die eigene Mitarbeit im Garten war für die Ernährung einer mehrköpfigen Familie lebensnotwendig. Und hatte man mal überhaupt keine Lust mitzuhelfen, dann zwirbelte Vater den Riemen über den Rücken. Der hing immer griffbereit neben der Tür. Doch blicke ich heute auf eine insgesamt schöne Kindheit zurück. Trotz Smog, der die Sonnenstrahlen bremste und den Asphalt der Stadt nicht so schnell aufheizen konnte wie es heutzutage in der sauberen Luft geschieht. Von Bequemlichkeiten, wie sie heute vorherrschen, konnten wir nur träumen.Aber diese Gegebenheiten scheinen dem Körper und dem Geist nicht geschadet zu haben. Es hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Es braucht halt alles Zeit bis dahin, denn nur die Zeit schafft Wissen und Erfahrungswerte.
    Nunmehr sind wir nicht nur weiße, sondern vielleicht sogar weise Männer.
    Auch die heutige Jugend muss ihren Weg finden und sie wird genauso bergauf und bergab marschieren wie wir.Allerdings leben wir jetzt alle gemeinsam in einer Epoche mit völlig anderen Grundwerten.
    Ich zweifle manchmal daran, dass Jedem bewusst ist, ohne Strom weder ein elektrisches, noch ein elektronische Bauteil betreiben zu können. Vor allem für das unentbehrliche Handy eines Teenie wäre ein längerer Ausfall zugleich das glatte Aus im Alltag. Wenn Elektrizität nicht jedem Verbraucher zuverlässig zur Verfügung steht ist nämlich schnell Schluss mit Lustig. Und hier kommt schon das Defizit zwischen Wollen und Wissen in den jetzigen Debatten der heranwachsenden Generation – präsentiert unter der „Führung junger Damen“, die allerdings durch eine Armada aus dem Hintergrund gesteuert werden – zum Tragen.Schlimmer jedoch ist: Die „Alten“ werden von den „Neun mal Klugen“ unaufhörlich belehrt und gleichzeitig beschimpft. Öffentlich! Da wird auf Jenen herum gehackt, die ihnen erst ihr schönes Leben ermöglichten, von dem unsere Generation wiederum damals nur träumen konnte. Auf der anderen Seite wird das meist widerspruchslos hingenommen! Noch! Und wie Sie bereits anmerkten – die Politik klopft den Kids dafür dankbar auf die Schultern. Das ist pure Schizophrenie.
    Wie kann ich nun selbst versuchen, Kinder und Jugendliche vor dem Missbrauch von „Weltuntergangspropheten“ zu bewahren. Offensichtlich spitzt sich sogar die Lage weiter zu, wenn nunmehr aus Gründen der „Erdverbrennung“ (der nächste und nicht mehr steigerungsfähige Aggregatzustand nach der Erderhitzung) bereits der Sinn für die weitere Fortpflanzung des Menschen angezweifelt wird. Ein ganz schrecklicher Gedanke, der nicht nur mich in Rage bringt.
    Also. Ich erkläre meinen Enkeln, dass Klimaveränderungen so alt sind wie die Erde. Menschen, Tiere, Pflanzen haben sich schon immer angepasst und ein Industriestaat wie Deutschland kann die Versorgung allein mit der Energiegewinnung aus Sonne und Wind aus meinem technischen Verständnis nicht gewährleisten. Oder die Wirtschaft versinkt in der Bedeutungslosigkeit.In der Schule sollen sie hinterfragen und sich erklären lassen, wie es funktionieren soll, allein aus den momentan zur Verfügung stehenden „Erneuerbaren“ eine Volkswirtschaft wie diese täglich am Laufen zu halten. Auch unter dem Aspekt der angedachten, stromfressenden E-Mobilität.Über das Ergebnis kann man dann gemeinsam diskutieren und auch über die Pionierleistungen, die hier zukünftig durch Forschung noch zu erbringen sind. Das Ziel deutscher Politik besteht immerhin darin, den menschengemachten CO²- Ausstoß in 30 Jahren auf Null zu reduzieren, um damit die „Klimaerwärmung“ zu stoppen und ganz nebenbei die Welt zu retten. Mit derartig sinnlosen, nur Steuergeld fressenden Plänen befinden wir uns schon unter dem Niveau von Märchenbüchern.(Oder bin ich doch nur zu gut ausgebildet worden??)
    Trotzdem gebe ich gern zu.Auch ich war nun mal bis zu einem bestimmten Alter noch stark beeinflussbar und habe die erfahrenere Umwelt oft nachgeahmt, bis zu dem Zeitpunkt, als mich die Praxis unwiderruflich belehrte.
    So hoffe ich – so wie Sie – dass das jetzige Klimahysterie – Ruder noch rechtzeitig umgerissen wird und vor einem möglichen Schiffbruch die wahren Probleme der Welt in den Vordergrund geraten.
    Vielleicht helfen aber auch schon 3 kühle Sommer und 2 kalte Winter ein wenig weiter, die derzeitig hohen Wellen flacher zu halten und dem Klimaalarm gehörig Wind aus den Segeln zu nehmen.Regnen oder schneien sollte es natürlich auch dabei.Selbst wenn dann wieder von den Alarmisten behauptet wird, dass der Golfstrom oder Polarwirbelsplit die Hauptschuld für derartige Wetterlagen trägt. Und keinesfalls die Sonne!
    Und wir sollten immer daran denken. Die verflossenen Jahre seit „Gestern“ benötigten bei Weitem nicht die Zeit eines Wimpernschlages im Vergleich zum Erdalter.

  4. Es ist sinnlos….. für alles werden die alten weissen Männer, kurz AWM ,verantwortlich gemacht werden. Für den Blackout, weil die AWM ihre Kohle in die Kohle investiert haben, für den Diesel, weil die AWM…..usw. usw
    Wir sind ein reiches Land. Wer das behauptet, vergisst die 2 Billionen Staatsschulden. Bezeichne ich mich mit 23.000 € Schulden (pro Kopf Staatsschulden) als reich, sagt mir meine Hausbank etwas anderes.
    Da kommt ein Kevin Kühnert daher und will BMW in Volkseigentum bringen. Natürlich auch das Vermögen der Fam. Quandt. Gedanken üder den Fortgang äußert er nicht. Er will den Menschen weißmachen, das BMW jetzt dem Volk gehört und alles gut wird. Der gesamte Ertrag fließt jetzt dem Allgemeinwohl zu. Wie damals mit dem Trabbi. Was für ein Idiot!
    Das glauben Menschen, die es sich in ihrer links-liberalen Kuschelkoje bequem gemacht haben und nun generös rufen: Gebt den Armen…. aber belästigt mich nicht mit dem Gesocks in meinem Umfeld.
    Von Krieg und Vertreibung haben die „Fridays“ keinen Schimmer, aber von Nazi`s, die hinter allem stecken. Auch nicht von Wählscheibentelefonen und Brettspielen. Zur Schule gefahren werden, Mails gecheckt und über WhatsApp gechattet, wie Friday der nächste „Dizz against Coal“ läuft. Iphone, Carbon Fahrrad, WLAN, Netflix, Spotify, Papa`s SUV, Abiturauszeit im Allgäu ähh.. Neuseeland.
    Wie sagte mein Opa: Wir waren so arm, wir hatten nicht mal Hunger……
    Der gutmenschliche vegane E-Auto Besitzer, der über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in Bangladesh wettert, sich aber einen Dreck um das 10 jährige Kind im Kongo kümmert, welches seine seltenen Erden für den Akku unter Lebensgefahr aus dem Gestein kratzt.
    Die EU schreibt uns akribisch unser Leben vor; alles zu unserem Schutz. Trotzdem kommt der chinesische Konsummüll ohne Probleme ins Land. Was ich auch noch nicht gelesen habe ist, wie die EU den Menschen vor Stromausfall durch die Abschaltung von sicheren Energiequellen schützt. Der giftfreie Schnuller ist witzlos, wenn die Eltern nichts ……. ach lassen wir das.
    Ich kann nur noch kotzen.

  5. Danke ,Sie haben mir aus der Seele gesprochen. Aber die die das heutige Deutschland
    wieder aufgebaut haben ( im Osten sehr viel schwerer,da alles demontiert wurde! ) werden
    bald nicht mehr sein. Ohne Zeugen werden die Siegermächte alle ihre Lügen über das Leben
    in den beiden Deutschen Staaten ungehindert durchsetzen.Schon jetzt wird Hitler-Deutschland mit der DDR gleichgesetzt (ohne es je erlebt zu haben) Die Wendehälse und „Verfolgten des Sozialismus“ bestimmen die Geschichtsschreibung.( IM Merkel/Erika und Gauk/Larve ) in den Terpe -Papieren ist alles genau beschrieben. Viele diesen Leute haben hohe Stellungen ,da sie durch die CAI gut erpressbar sind.Mit Hilfe der CAI und BND konnten sich diese Leute mit den gestohlenen Volksvermögen in die „freie Marktwirtschaft“einkaufen.Was daraus geworden ist,sollte jeder selbst sehen.
    Ich hoffe trotzdem,das meine (unsere)Enkel die Kurve noch kriegen!!

  6. Vielen Dank für den ausgezeichneten, erschütternden Artikel. Meine Großeltern wurden 1945 mit 4 kleinen Kindern aus dem Sudetenland vertrieben, nur mir einem Bündel persönlicher Sachen auf dem Rücken. Alle sechs waren vor Hunger fast gestorben, als ihr Viehwaggon plötzlich kurz vor der späteren Westgrenze in Mecklenburg stehen blieb. Baracken, Kälte und Entbehrungen prägten die ersten Jahre.Heimatlos, ungeliebt. Und mir der Gewißheit, die eigene Heimat nie wieder zu erlangen. Und die Jugend von heute will uns etwas von elementarem Konsumverzicht predigen. Was haben deren Eltern falsch gemacht? Wo waren deren Erziehungsprinzipien? Ich bin nur noch sprachlos und voller kalter Wut.

    • Von den oben beschriebenen Damen ist eine mit einem Sudetendeutschen verheiratet. Er hat letztes Jahr sein Elternhaus besucht. Ohne Frage, wurden diese Dramen damals von deren Vorfahren hervorgerufen. Ein Beweis dafür, wie leicht eine Generation mit einfachen Slogans zu verführen ist. Ich habe bis vor ein paar Jahren ähnlich wie die hessische Umweltministerin argumentiert. Das Windrad im Wald? Na und, wenn die Klimakatastrophe kommt, gibt es diesen Wald nicht mehr! Viel einfacher und dümmer geht es nicht mehr. Aber es verfängt. In einer Facebook Diskussion zu WKA schrieb ein User, nur wer vegan lebt, Fahrrad fährt, wenig fliegt, plastikarm lebt … dürfe sich hier äußern. Ich würde ihn gerne mal in einen DDR Konsum Laden entführen u. mit den Tanten bekannt machen.

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