Strom aus der Energie der Wellen – keine Garantie auf Erfolg

oceanpowertechnologies.com - Firmenwebseite

Dr. Klaus L.E. Kaiser
Die Zahl der Unternehmen, die vergeblich hofften (einige tun es noch immer), die Kraft des Ozeans für „freie Energie“ zu nutzen, steigt stetig.

Eines der neueren Unternehmen, bei dem es nicht so gut läuft, ist Ocean Power Technologies, Inc. (OPT) aus Monroe Township, New Jersey, USA. Laut seiner Website (https://oceanpowertechnologies.gcs-web.com/ ) ist es „ein Pionier der erneuerbaren Wellenenergietechnologie, die Energie der Meereswellen in Elektrizität umwandelt „, und sie halten mehrere Patente, um dies nachzuweisen.

OPT wurde vor mehr als zwanzig Jahren gegründet. Im Jahr 2007 wurden seine Aktien an der NASDAQ-Börse gehandelt, bereinigt nach mehreren Aktienkonsolidierungen (1 neue gegen 10 alte Aktien) in der Nähe von 4.000 USD je Aktie. Im Moment erhalten Sie diese für weniger 3 Dollar pro Stück, eine heißer Investitionstipp? – siehe Firmenseite (Link oben)

Schauen wir uns die verschiedenen Grundideen an, um die Kraft des Ozeans zu nutzen

Energie aus Ozeanwellen

Dies ist wahrscheinlich der häufigste Versuch zur Energiegewinnung aus den Ozeanen. Schließlich kommen fast immer und überall kleine Wellen (0,5 m) an jedem Ufer an. Es wurden verschiedene stationäre (fest auf dem Boden platzierte) und schwimmende Konstruktionen vorgeschlagen. Zum Beispiel Pelamis Wave Power- die Idee von großen, teilweise wassergefüllten, länglichen Tanks, bei der das interne Hin- und Herschwappen des Wassers (wie Ihr Kind Wellen in der Badewanne macht) eine interne Turbine antreiben würde. Es hat nicht geklappt und die Firma hat dicht gemacht.

Zu den OPT-Ideen gehören auch schwimmende Vorrichtungen in Form von unten verankerten Bojen. Ihre technischen Spezifikationen geben eigentlich keine Details darüber an, wie die Wellenenergie in Elektrizität umgewandelt werden soll.

Ein anderes, stationäres Konzept wurde vom Projekt SeWave Wave Farm in Nípanin, Färöer, ins Auge gefasst. Das (steigende) Wasser sollte einen festen Luftraum im Gestein an Land komprimieren, der eine Luftturbine antreiben würde. Es sollte bis 2010 eingerichtet sein. Seitdem ist nichts mehr davon gehört worden.

Die gleiche Idee wurde im Jahr 2000 gebaut, war das Islay LIMPET , das damals das erste kommerzielle Wellenkraftgerät der Welt war, 2002 wurde über die ersten Ergebnisse berichtet. 2012 wurde die Anlage stillgesetzt und bis 2018 ist fast alles abgebaut worden.

Leistung aus dem Salzgehalt des Wassers (Osmose)

Diese Idee stützt sich auf das seit langem anerkannte Konzept der Osmose, bei dem es sich um den natürlichen Prozess der Gleichgewichtseinstellung des Salzgehalts zwischen Wasser mit niedrigem Salzgehalt (Süßwasser) und hohem Salzgehalt (Salzwasser) handelt. Es erfordert beide Wasserqualitäten in ähnlichen Mengen als auch eine semipermeable Membran, durch die Wassermoleküle hindurchtreten können, nicht jedoch die Salzionen. Es wurde vor einigen Jahren in einer Pilotanlage in Norwegen getestet. In einer Laborumgebung mit sauberem Wasser kann dies gut funktionieren, mit echtem Meerwasser jedoch nicht. Die winzigen Membranporen verstopfen sich leicht mit anderen Materialien, und das System erwies sich als nicht wirtschaftlich.

Energie aus Gezeitenströmungen

Das Cape Sharp Tidal (CST) -Unternehmen hat im Jahr 2016 mit großem Fleiß seine „lang erwartete“ Unterwasser-Testturbine in der Bay of Fundy lanciert. Die Bucht  von Fundy im kanadischen Neuschottland (Nova Scotia) gehört zu den Stränden mit den höchsten Veränderungen des Gezeitenniveaus der Welt und hat daher auch starke Gezeitenströmungen. [15 m werden hier angegeben!] Das Projekt baute eine große Unterwasserturbine, die die Gezeitenströmungen in elektrische Energie umwandeln sollte.

Die Euphorie hielt nicht lange an. Ende 2018 hat CST das Ende der „Fahnenstange“ erreicht (CST im Miteigentum von Nova Scotias Emera Inc. (EI), und der irischen Firma OpenHydro Ltd. (OH), einer Tochtergesellschaft der französischen Co. Naval Energies (NE)). Sowohl CST als auch OH haben Insolvenz angemeldet.

Es hat mich nicht überrascht. Die große Unterwasserturbine, die etwas vor der Küste liegt, wo die Bucht etwa 500 m oder mehr breit ist, konnte unmöglich die erwartete Leistung liefern. Die Wellen hatten viel Platz, um „um das Hindernis“ der Turbine zu fließen, ohne viel Kraft zu erzeugen.

Kraft aus den Gezeiten

Es gibt einige bekannte Gezeitenkraftwerke, die tatsächlich funktionieren. Sie befinden sich in Kanada , Frankreich, Südkorea und Großbritannien . Alle haben große Barrieren, durch die die ankommende Flut den Wasserstand hinter der Barriere anheben kann und bei Ebbe treibt das rückfließende Wasser normale Turbinen an. Sie arbeiten im Wesentlichen auf dieselbe Weise wie jedes Speicherwerk, das die Energie der verschiedenen Wasserspiegel im Aufwärtsbecken und den unteren Abgabepunkt verwendet.

Trotzdem haben solche Systeme auch ihre Einschränkungen und andere Probleme. Eine Einschränkung ist die nahezu konstante Änderung der Gezeiten. Die Zeitfenster um das „Hoch“ (um das Reservoir zu füllen) und um die „Ebbe“ (um Energie durch Entleeren zu erzeugen), in denen die meiste Energie vorhanden ist, ist recht kurz. Dann beeinträchtigen solche Strukturen andere Aktivitäten, wie den Seeverkehr in einen Hafen und einen gesunden Bereich, in dem Fische nach Futter oder Laich suchen. Darüber hinaus können gelegentlich Buckelwale und möglicherweise “ Treibgut und Jetsam “ Probleme verursachen. [Jetsam, absichtlich abgeworfener Ballast]

Zusammenfassung

Die Kraft des Ozeans ist nicht leicht zu nutzen. Bisher gibt es nur wenige Gezeitenkraftwerke, die tatsächlich eine vernünftige Menge an elektrischer Energie erzeugen – in vorhersagbaren Intervallen. Alle Versuche, aus Wellen und Strömungen eine konstante Stromerzeugung zu erhalten, haben die Versprechungen nicht halten können. Natürlich sind Windkraftanlagen nicht viel anders.

Die Gründe sind seit langem bekannt.

Wie bereits 2006 auf einer britischen Regierungsseite zu lesen ist:

Das Hauptproblem der Wellenkraft ist, dass das Meer eine sehr raue, unnachgiebige Umgebung ist. Eine wirtschaftlich rentable Wellenkraftmaschine muss Strom über einen breiten Wellenlängenbereich erzeugen und den größten und schwersten Stürmen sowie anderen potenziellen Problemen wie Algen, Seepocken und Korrosion standhalten können.

Aber geben Sie Ihre „Free Ocean Energy“ -Träume noch nicht auf – es gibt noch viel Steuergeld, um sie zu fördern.

Gefunden auf Canada Free Press vom 13.04.2019

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://canadafreepress.com/print_friendly/ocean-power-generating-systems-going-nowhere-fast

Dr. Klaus LE Kaiser ist Autor von CONVENIENT MYTHS, der Grünen Revolution – Wahrnehmungen, Politik und Fakten Komfortable Mythen

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36 Kommentare

  1. Hallo Herr Tarantik,

    für die 500 bis 1.000 Milliarden Euro, die Ihre Angebeteten Erneuerbaren bisher eingestrichen haben, sind die aber reichlich faul, wie immer wieder auf den Webseiten des Energiewende-Lobbyinstitutes Agora Energiewende zu bestaunen ist.

    https://tinyurl.com/y6swbz4e

    Über 100.000 MW an Wind- und Solarkraftwerken sind installiert. Lasche Nichts produzieren sie.

    Offenbar sind Sie es, der Einiges nicht auf die Reihe kriegt. Ihre elektrizitätswirtschaftlichen Kenntnisse schrumpfen mit jedem Ihrer Beiträge. Ihre phantasievollen Kommentare beweisen es.

    Melden Sie sich bei einem Elektromeister zu einem Grundlehrgang Elektrotechnik an. Ich hoffe, dass Sie eine Prüfung bestehen. Kirchhoff, Ohm, Gauß, Tesla (nicht die Pleitefirma), Maxwell, Siemens, Fourier, Laplace – alles Leute, deren Gesetze Sie lernen müssten.

    An die Arbeit, Herr Tarantik.

    • Her Küper, Sie machen sich lächerlich, wenn Sie behaupten, dass 40% Erneuerbare „nichts“ sei. Jedes Kleinkind weiß mittlerweile, dass bei 40% Erneuerbare kein Blackout entsteht. Aber schüren Sie weiterhin alle möglichen Ängste wie die Religionsfanatiker, wenn Ihnen keine rein sachlichen Argumemte mehr einfallen. Es gibt genügend junge, intelligente Ingenieure, die wissen, wie man mit 65% EE umgeht.

      • Mit massivem Zubau können die „Erneuerbaren“ bedeutend mehr einspeisen, wenn die Vorrang‑Regel penibel eingehalten wird.

        Es leben die Backup‑Kraftwerke!

        Oder, sollte mal kein Wind zur Verfügung stehen – alles abschalten.

        Eine Regelung zum Zwangs‑pusten wäre da noch eine Option für den Gesetzgeber.

      • Von den „Erneuerbaren“ sind die Laufwasserkraftwerke seit 100 Jahren Bestandteil der von Ihnen bekämpften Energieriesen. Die Energiepflanzenkraftwerke werden üppig subventioniert und liefern Grundlast, wie die uralten Laufwasserkraftwerke. Zusammen rd. 10.000 MW. Durchgehend.

        Ihre Angebeteten liefern wertlose Zufallselektrizität. Installiert sind von Ihren Angebeteten über 100.000 MW. Die Bilanz? Jämmerlich. Da werden auch Ihre gepriesenen Jungingenieure nichts erreichen können. Sie sowieso nicht. Woher auch? Denn wo nichts ist, kann keiner zaubern.

        Und, sehr geehrter Herr Tarantik, mit Ihrem Kommentar haben Sie dem Forum wieder einmal bewiesen, dass Sie nicht einmal ein Heißluftplauderer sind. Q. e. d..

      • „Es gibt genügend junge, intelligente Ingenieure, die wissen, wie man mit 65% EE umgeht.“

        Stimmt, denn die wissen, daß man den meisten Teil gratis oder mit Zubrot ins Ausland abschieben muß.
        Außerdem: Es gibt keine „erneuerbare Energie“. Dessen Schaffung und Verwendung zeigt die Lügeninteressen der Windmühlen- und Solarpanelgeldabzocker.
        Unsereins weiß jedenfalls warum es Hitler und Moussolini gelang zwei Völker ins Unglück zu stürzen. Und jetzt gelingt es wieder einer gerissenen Bande von Demokratiefeinden.

      • Merken Sie nicht Herr Tarantik, dass Sie hier das Wissen von Ingenieuren auf das Wissen von Kleinkindern reduzieren!
        Und die würden sich nicht darauf verlassen, wenn es nicht die BackUp Kraftwerke gäbe. Aber die fallen ja bald weg – und dann schepperts.

        • Genau diese Backup Kraftwerke werden eben nicht entfallen. Diese Argumentation dient nur der reinen Angstmache von bestimmten Religionsfanatikern.

          • Also doppelte Installation. Phantastisch. Das ist eine wahrlich ökologische und wirtschaftliche Lösung. Auf solche Ideen kann nur kommen, wer die Hose mit der Kneifzange zumacht.

  2. Was wurde (und wird) nicht alles an Fördergelder im Windschatten der bekloppten „Energiewende“ abgegriffen. „Power to gas“, „Wellenkraftwerke“, „Osmosekraftwerke“, „second life batterien“… die Fantasie der Protagonisten ist grenzenlos, man muss nur „Energiewende“ drauf schreiben und schon wird der grösste Blödsinn mit Steuergeld gepampert. Mutti macht’s möglich, wir schaffen das…..

  3. Ein Hauptgrund gegen Gezeiten- und Wellenenergie ist dass diese entsprechend den Gezeiten, bzw. den Launen des Wetters analog der umweltschädlichen Windmühlen und Solaranlagen anfällt und nicht entsprechend des Bedarfs.

    Solcher Strom ist dann so wertvoll wie ein Weihnachtsbaum am 29.12.

    Holger Narrog

    • Danke, für mich fehlt nur noch die Info, ob du zu den Alternativen gehöerst!!!
      Leider habe ich Deutschland weggelassen, vielleicht sind sie auch nur lediglich ein Bedenkenträger/in???!!!!
      Anne Sophie Held-Kaplan/selbsternannte Aktivistin für Robin Wood bzw Waldschütz…..danke….

  4. Eine Schwierigkeit wird meines Erachtens häufig übersehen:

    Wenn man durch irgendwelche Kraftewerke dem Wasser Bewegungsenergie entnimmt, geht die Transportfähigkeit für bestimmte Körnungen von den im bewegten Wasser vorhandenen Schwebstoffen verloren. Kann einfach am Hjulström-Diagramm abgelesen werden und ist Geologie 1. Semester. Kennt man zum Beispiel auch aus den Zuläufen von alten Wassermühlen, die regelmäßig ausgebaggert und von feinkörnigem Sediment befreit werden müssen.
    Folglich treten an allen oben beschriebenen Anlagen verstärkt Ablagerungen auf, die – wenn sie nicht regelmäßig entfernt werden – letztendlich für den Ausfall der Anlage sorgen werden.
    Und dies gilt sowohl für Turbinen die die Strömung nutzen wollen, Becken in denen das Wasser steht um dann den Höhenunterschied auszunutzen usw.

    Andreas Hoemann, Dipl.-Geol.

  5. https://science.sciencemag.org/content/363/6422/70?fbclid=IwAR198XrvSOFkPU1f2gVZuaseILtwVKvasRZB0beWEBlNpCFVuYk4R8z0YnQ
    Passt nicht ganz. Sagt aber etwas über die Kraft der Ozeane aus. Gefunden von einem Mitglied aus der Facebook Gruppe: „Was in der Arbeit gefunden wird: der Pazifik hat sich in der Tiefe abgekühlt von 1870 bis heute, der Atlantik nicht. Mit einem Strömungsmodell der globalen Wässer bis in solche Tiefen gingen die Autoren der Ursache auf den Grund und folgerten: Die Zirkulation der Tiefsee bringt es mit sich, dass die pazifischen Tiefen noch heute von der mittelalterlichen Warmperiode (MWP, etwa 950-1250) und dem Übergang zur kleinen Eiszeit (ca. 1500-1800) beeinflusst werden. Das erwärmte Wasser von vor 1000 Jahren braucht so lange, bis es im Pazifik in Tiefen um 3000 m ankommt! Das impliziert zweierlei: Die MWP war ein global großskaliges Ereignis, wie wir es auch im Projekt MWP nachweisen. Sie wird so in Klimamodellen nicht abgebildet, daher ist es ein dem IPCC „unbekanntes Wesen“. Sie wirkt jedoch noch heute, die Arbeit der Autoren ist ein Beleg.“

    Vielleicht eine interessante Arbeit zur näheren Bearbeitung für EIKE.

  6. Warum wird bei Gezeitenkraftwerken nur die Energie des abfließenden Wassers genutzt? Entsteht nicht dieselbe Energie beim Füllen des oberen Beckens? Oder habe ich das falsch verstanden?

  7. „Effizient, zuverlässig, günstig!“
    Dass Atomkraft günstig ist, ist ein Mythos.
    Laut einer amerikanischen Studie aus dem Jahre 2014, lagen die Gestehnungskosten für photovoltaische Großkraftwerke bei durchschnittlich 72 USD pro MWh, Kohle reicht von 66 bis 151 USD pro MWh und Atomkraft 124 USD pro MWh. Onshore WKA liegen sogar bei nur 60 USD pro MWh und damit gerade einmal die Hälfte von Atomkraft.
    In Deutschland hat sich die Atomlobby im Jahre 2016 freigekauft, indem die Problematik der Endlagerung vom Staat übernommen wurde, für die läppische Summe von 24 Mrd. €. Ein Ende der Endlagerung wird erst im Jahre 2100 oder sogar später erwartet, mit zu erwartenden Kosten von 50 bis 170 Mrd. €, die Kosten der Endlagung wurden größtenteils externalisiert und wird der Steuerzahler tragen. Da die Betreiber nur dazu gezwungen wurden Rückstellungen aber nicht Rücklagen für den Rückbau anzulegen, werden die Betreiber die in den nächsten Jahrzehnten anfallenden Kosten dafür den Stromkunden auferlegen, selbst wenn kein einziges AKW in Deutschland mehr eine einzige kWh erzeugt. Die Sanierung der ASSE, die als Endlager gedacht war, kostete dem Steuerzahler bereits 10 Mrd. €, wieder Kosten, die erfolgreich externalisiert wurden und nicht in den Gestehungskosten auftauchen.

    Günstiger Atomstrom ist ein Mythos.

    • Lieber Hr. Schrage,
      mit Zahlen sollte man umgehen können. Eine WEA liefert pro theoretisch intallierter MW viel weniger Energie zurück als ein Kernkraftwerke.
      Eine terrestrische WEA hat in Deutschland eine Volllaststundenzahl von ca. 1575 h/ a, sie steht demnach zu 82 % der Zeit nutzlos herum. Ein KKW liefert pro Jahr an bis zu 7884 Stunden Strom.
      Ausserdem ist eine WEA nach 20 Jahren hinüber und muss ersetzt werden. Ein KKW hat dagegen eine Lebensdauer von bis zu 60 Jahren.
      Die Investition in 1 MW Wind ergibt demnach eine Lebensdauer- Stromlieferung von 31.500 MWh, bzw. 525 MWh/ investiertem Dollar
      Beim KKW ergibt sich dagegen eine Lebensdauer-Stromlieferung von 473.040 MWh/ MW bzw. 3815 MWh/ investiertem Dollar.
      Zudem liefert das KKW zuverlässig Strom, die WEA dagegen nicht. So, lieber Hr. Schrage, geht eine ehrliche Kosten-Nutzen-Analyse.
      Und was Sie hier von „freikaufen der Atomlobby“ daherschwafeln, ist im Prinzip eine bodenlose Frechheit. Grüne Politiker haben über Jahrzehnte alles blockiert, was an Endlagerungsprojekten vorgebracht wurde, und die Kosten immer weiter in die Höhe getrieben. Wir hätten längst ein Endlager, wenn es nicht diese Blockadehaltung gegeben hätte. Dass die Industrie schliesslich nicht mehr bereit war, sich immer weiter so ausbluten zu lassen, ist verständlich.
      Mfg

      • „Ausserdem ist eine WEA nach 20 Jahren hinüber und muss ersetzt werden. Ein KKW hat dagegen eine Lebensdauer von bis zu 60 Jahren.“
        Man kann es sich auch schönrechnen, indem man von WKA die Auslegungsdauer und von AKW die maximal vertretbare Lebensdauer als Rechengrundlage nimmt. WKA werden für 20 Jahre ausgelegt, aber Studien sagen, dass eine allgemeine Lebensdauer von 30 Jahren realistisch ist, bzw. man WKA auch so auslegen kann, dass diese 25 oder mehr Jahre halten. Im Gegenzug kennt man von AKW die durchschnittliche Lebensdauer, und die beträgt gerade einmal 29 Jahre, und nicht 60.
        Die genannten Volllaststunden für WKA sind auch eher das unterste Ende, in den USA erreichen Onshore-Anlagen (im Schnitt) 2500 und seit etwa 2014 sogar 3500 Stunden.

        Zudem ist mir ein Rätsel, was Sie da gerechnet haben, aber anscheinend kostet eine 1MW-WKA-Anlage bei Ihnen nur 60 Dollar (31.500 MWh / 525 MWh/$ = 60 $) und ein 1MW-AKW 124 Dollar.

    • Solange die Akw’s nicht drangsaliert wurden und zwangsstillgelegt werden war der Strom auch für den schmalen Gelbeutel erschwinglich. Die Laufzeiten wurden teilweise halbiert, wie sollen da Rücklagen gebildet werden. Die Asse war nur als Endlager für schwachradioaktives Material gedacht. Und nur mit Demagogie wurde die Asse zum Problem gemacht. Es ist nicht nachvollziehbar, dass deutsche abgebrannte Brennstäbe nicht aufbereitet werden, aber Uran weiterhin verkauft wird.

    • Ihre Kommentare, sehr geehrter Herr Schrage, sind jeder einzelne ein Mythos.

      Ohne die friedliche Nutzung der Kernenergie wird die jährlich um über 80 Millionen Einwohner wachsende Menschheit neben den Religionskriegen auch noch Energiekriege bekommen – und untergehen.

      Vor 70 Jahren gab es 2,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Heute sind es 7,5 Milliarden. 2030 werden es 8,5 Milliarden Menschen sein. Und diesen Menschenmassen wollen Sie mit wetter- und tageszeitabhängig produzierenden Solarplatten und Vogel- und Insektenschredderanlagen die zum halbwegs komfortablen Leben erforderliiche Elektrizität beschaffen?

      Wenn das kein Mythos ist.

      • „Ohne die friedliche Nutzung der Kernenergie wird die jährlich um über 80 Millionen Einwohner wachsende Menschheit neben den Religionskriegen auch noch Energiekriege bekommen – und untergehen.“
        Konflikte und Kriege für Energie und Wasser gibt es bereits jetzt, auch mit Atomkraft. Also eine haltlose Behauptung.

        Sie fragen, wie mit EE der steigende Bedarf der Welt gedeckt werden soll und ich antworte, dass man global noch viel mehr hätte tun müssen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Dies hat man verschlafen, da es unglücklicherweise genügend Leute wie Sie gibt, die den Fortschritt aufhalten.

        Im Gegenzug möchte ich Sie fragen, wie Atomkraft den steigenden Energiebedarf decken will, wenn die Förderung von Uran gerade einmal die Hälfte des Bedarfs deckt und aktuell auf Reserve gefahren wird und 2023 diese aufgebraucht sind. Schnelle Brüter sind nicht die Lösung, es gibt schließlich gute Gründe, warum fast alle Projekte in diese Richtung aufgegeben wurden.

        • Ihren einleuchtenden Kommentaren, sehr geehrter Herr Schrage,wird niemand mehr ernsthaft etwas entgegensetzen können, schon gar nicht unglückliche Leute, die den Fortschritt aufhalten.

          Die Welt kann froh sein, dass Leute wie Sie nicht um Rat gebeten werden, wenn es darum geht jedes Jahr über 80 Mio. Menschen mehr mit jederzeit verfügbarer Energie zu einem komfortablen Leben zu verhelfen. Dazu muss man mehr wissen und können, als Sie es jemals ahnen werden.

          • Ich höre nur leere Phrasen, aber keine Argumente. Wie wollen Sie mit Atomkraft mehr Menschen mit Energie versorgen, wenn die Förderung bei weitem nicht ausreicht? Wenn es schon 2023 knapp wird mit Uran aber der Bau von neuen AKW, selbst schnellen Brütern, 15 Jahre dauert, wie man in England oder Finnland sieht?
            Wollen Sie auch Tyrannen wie Assad oder Kim Jong Un Zugang zu schnellen Brütern und damit Waffenfähiges Material geben, weil man deren Völkern den Zugang zu Energie ja nicht abschlagen kann?
            Wollen Sie weiterhin abhängig sein von saudischen Öl, nigerianischen oder russischen Uran?

          • Dummes Zeug, Herr Tarantik. Die Regierung verbietet mit ihrer Verarmungskampagne den Betrieb und den Bau zuverlässig und wirtschaftlich arbeitender Kraftwerke. Das ist der einzige Grund für RWE, alle Planungen zu beenden.

            Nach Ihrer Hypothese, Herr Tarantik, müsste Elektrizität aus Sonne und Wind praktisch kostenlos sein. Warum bezahlt das geplagte Volk dennoch von Jahr zu Jahr mehr für die Kilowattstunde? Deutschland hat mit 30 Cent/kWh die höchsten Preise in der EU. Warum, wenn Ihre Angebeteten angeblich so billig sind?

          • Herr Küper, das mit den Kosten neuer Kohlekraftwerke und den Entwicklungskosten alter Solarkraftwerke bekommen Sie nicht wirklich auf die Reihe, auch wenn ich tausendmal erkläre, dass grundsätzlich nur die Kosten neuer Kraftwerke logischerweise miteinander verglichen werden dürfen.

    • Komisch, die kWh Windmühlenstrom kostet immer noch 9 Ct/kWh und die kWh Kernenergiestrom ca. 2 Ct/kWh. Immerhin Faktor 4,5 für den Unfug Windmühlenstrom, dem aber noch die Kosten für die bereitstehenden Reservekraftwerke aufzurechnen sind. Und dann kommt man locker auf den Faktor 10 gegenüber der Kernenergie.
      Kostenrechnung ist wohl nicht das Ding von Herrn Rudi Tarantik, oder?

      • Die Kosten für Bau und Instandhaltung der Netzanbindungen und der noch mindestens 20 zusätzlichen Süd-, Ost-, Nord- und Sonstwas-Link-Höchstspannungs-Kabel-Verbindungen nicht vergessen, die ausschließlich für die Zufallsprodukte Wind- und Sonnenelektrizität errichtet und betrieben werden müssen. „Wollt Ihr Elektrizität oder keine?“ „Keine, keine, keine ….“

  8. Da darf nicht vergessen werden:
    „Der Regentropfen!“
    Die Energie, die genutzt werden kann, beim Aufschlag und dann noch alle Regentropfen der Welt.
    Wenn das nicht öko ist!

    • Gute Idee! Auch könnte man doch die Drehung der Erde zur Energiegewinnung nutzen. Einfach einen Generator an Nord- und Südpol anschließen und schon haben wir das Energieproblem gelöst. Dass da noch keiner drauf gekommen ist?

    • Die Energie der von der Erde zurückprallenden Tropfen kann nach dem Anton-Hofreiter-Ping-Pong-Effekt auch noch genutzt werden.

  9. Frankreich hat bereits Mitte der 60er Jahre ein Gezeitenkraftwerk (Usine maremotrice de la Rance) gebaut. Die 24 Turbinen mit einer Leistung von zusammen 240 MW (etwa 80 WEA) produzieren jährlich (ganze) 600 MWh Strom. Dafür sind 40 Mitarbeiter erforderlich. Seit der Inbetriebnahem hat Frankreich keine neuen Projekte dieser Art mehr aufgelegt. Mehr muss man dazu nicht sagen.
    Auch die anderen Blütenträume werden zerplatzen. Der Ozean ist ein rauer Lehrmeister und hat eine fatale Neigung, menschliche Technik genüsslich kaputtzumachen.
    Mfg

  10. Ich hätte da mal einen vollkommen verrückten Vorschlag zur Stromerzeugung:
    Man erhitzt Wasser z.B. über Kohleverbrennung oder Kernspaltung und leitet den Hochdruckdampf über einen Generator.
    Effizient, zuverlässig, günstig!
    Ist da eigentlich noch niemand draufgekommen?
    Im Ernst, wie unsäglich müssen eigentlich die Bemühungen der Ökoterroristen noch sein, bis der sedierten Bevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht aufgeht?

    • Und wissen Sie auch, warum diese öko-Terroristen nicht auf die Idee kommen, erhitztes Wasser mit Hochdruck durch eine Turbine mit angeschlossenem Generator zu jagen?
      Weil die nicht wissen (wollen), dass dies eine funktionierende Technik ist, wie man zuverlässig eine GRUNDLASTFÄHIGKEIT für ein öffentliches Stromnetz bereit stellen kann.
      Deshalb kommen Alternativdenker auch auf alternative Ideen für alternative Energien.
      Fantasten hatten noch nie Fantasie zuviel, aber stets Realitätssinn zu wenig.

      Man lese sich diesen Quatsch durch. Eigentlich ist da jeder Kommentar überflüssig:

      http://phasenpruefer.info/ende-grundlast/

    • Auf diese Idee mit dem Dampf ist man auch schon vor vielen Jahren gekommen.
      Aber dann flogen den Betreibern die Dampfkessel um die Ohren und es gab viele Tote. Daraufhin vermehrten sich die Stimmen, diese Technik zu verbieten.
      Es gab aber noch vernünftige Leute, die den Dampfkessel-Überwachungsverein gründeten. Die Dampfenergietechnik begann ihren großen Erfolgslauf und hat bis heute keinen Ersatz gefunden.
      Dieser Verein heisst heute TÜV und sieht nach unseren Autos.
      Und dieser Verein wurde damals nicht vom Staat angeordnet sondern von den Betreibern der Kessel selbst verwaltet.
      Andere Zeiten, andere Sitten…

    • Das ist ja eine tolle Idee, und wenn man dann die Abwärme noch in ein Rohrleitungssystem einspeisen würde, könnte man damit auch noch Wohnraum aufheizen. Da sehe ich sogar noch ein Vorteil, da braucht man ja nur 1 Kraftwerk bauen und man würde sich so rund 250 Windkrafträder sparen, die Verschandelung der Natur würde gestoppt werden und die Leute bräuchten nicht mehr die ganzen toten Tiere beseitigen ( Schredder Abfall). Ich bin der Meinung ihre Idee sollte aufgegriffen werden.

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