Von einem EU-Gipfel durchgesickert: Tiefer Graben in der EU bzgl. Klimawandel…

Platzt der Knoten in der EU? Bild: Lupo / pixelio.de

…wobei Deutschland sich dem Ostblock anschließt
EurActiv
Vertrauliche Dokumente zur Vorbereitung eines zweitägigen EU-Gipfels in Brüssel haben eine Ost-West-Teilung in Europa bzgl. Klimawandel an den Tag gebracht, wobei Deutschland, Polen, Ungarn und die Tschechische Republik sich in ihrer Ablehnung einig sind, sich zur Klima-Neutralität bis zum Jahr 2050 zu verpflichten.

Die durchgesickerten und EurActiv vorliegenden Dokumente zeigen die von jedem Land vorgeschlagenen Änderungen als Vorbereitung auf die Schlusserklärung des Gipfels vom 21. März. Und wo es um Klima-Maßnahmen geht, enthüllen die Dokumente einen wachsenden Graben zwischen zwei ausgeprägt unterschiedlichen Gruppen von Ländern.

Auf der einen Seite stehen Frankreich, die Niederlande, Luxemburg, Spanien, Portugal, Finnland, Schweden und Dänemark. Sie alle haben sich hinter einen Plan der Europäischen Kommission gestellt, die EU bis zum Jahr 2050 zu dekarbonisieren, wobei besonders auf das Paris-Abkommen verwiesen wird, dem zufolge die globale Erwärmung auf höchstens 1,5°C begrenzt werden soll. Dann werden die EU-Länder aufgefordert, „im Juni im Europäischen Rat eine Diskussion abzuhalten, auf der die Ankündigungen der EU ausgearbeitet werden sollen, um sie auf dem Weltklimagipfel im September in New York vorzustellen“. Beide Änderungen wurden für die Schlusserklärung zurückgewiesen.

Auf der anderen Seite stehen Deutschland, Polen, Ungarn und die Tschechische Republik, die es abgelehnt haben, Klima-Maßnahmen der EU speziell mit dem 1,5°C-Ziel zu verbinden. Sie sind auch gegen jedwedes zeitliche Limit hinsichtlich der Klima-Neutralität der EU und strichen jeden Hinweis auf das Datum 2050 zur Erreichung jenes Zieles.

Wenn es um Klimawandel geht, gibt es eindeutig eine wachsende Kluft zwischen Deutschland und Polen einerseits sowie Frankreich und anderen Ländern andererseits“, sagte Sebastian Mang, EU-Klimaberater bei Greenpeace. „Deutschland versucht, Bemühungen Frankreichs und vieler anderer europäischer Länder aufzuhalten, den Treibhausgas-Ausstoß bis 2050 auf Null zu bringen“.

Die Europäische Kommission entwickelte Szenarien, wie man das Ziel bis 2050 erreichen könnte, und drängte die EU-Mitgliedsstaaten, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. „Ich werde mit all meiner Kraft sicherstellen, dass die EU bis 2050 klimaneutral wird. Es gibt keinen Weg darum herum“, sagte Miguel Arias Cañete, der EU-Kommissar für Klima-Maßnahmen und Energie.

Der ganze Beitrag steht hier.

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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17 Kommentare

  1. Hm…Virginia Klasse. …2,3 mrd. Pro Boot. ..sg9g Reaktor mit 30000kw leistung. neueste generation. Stichwort: modulare kkw- blöcke mit kleineren einzelleistungen, geringere energiedichte….Kein brennstabwechsel vorgesehen…hält für 33 Jahre.
    Das ganze Boot mit einer weit höheren technologiedichte als ein a 380 kostet „nur“ erwähnte us- Dollar. Warum soll Kernkraft soooo teuer sein?!
    Mein lieblingsökonom Hans Werner Sinn schätzt (niedrig angesetzt) die Kosten unserer Energiewende auf 1000 milliarden Euro. ..bis jetzt. Was hätte man dafür für kkw mit gesicherter Leistung bauen können?! Inklusive Rückbau plus Endlagerung? ! In Schweden bewerben sich Gemeinden für den Standort zur Endlagerung. Ob die Technologie tatsächlich schon soweit ist?! Oder sind die Schweden einfach nur wahnsinnig? !

  2. Heißt das nicht in Deutschland sitzen die Verrückten die unbedingt eine Karbonisierung wollen, sondern in West und Südeuropa ? Die sogar Deutschland überholen wollen ?
    das wäre mir neu.
    Wie wollen die dekarbonisieren ? geht doch konsequent nur mit Kernkraft.
    Allerdings haben Polen, Tschechien und Ungarn auch nichts gegen Kernkraft, aber wahrscheinlich zu viel Realitätssinn, dass auch Null CO2 auch mit NUR Kernkraft – und einigen Wind- und Solarfarmen – nicht zu erreichen ist. Und Polen wird seine Kohle bestimmt nicht aufgeben.

    Über die deutsche Energiepolitik braucht man nicht reden, die ist nicht nachvollziehbar. Konzeptlosigkeit kann man nicht erklären oder diskutieren.

    • Sehr geehrter Herr Frank Grabitz,
      für alle Fragen nach der Rationalität von volkswirtschaftlichen Entscheidungen,finden Sie die Antworten unter dem Stichwort: Deutscher Ausschusses für das Erziehungs- und Bildungswesen
      Das war der letzte Versuch,die Bildung der heranwachsenden Bevölkerung wertneutral zu entwickeln.
      Dieser Zug ist mittler Weile für ganz Europa abgefahren.
      Es würde mindestens 100 Jahre dauern,diesen Fehler zu korrigieren. Erschwerend dazu kommt die Tatsache,daß es dafür keine Mehrheit mehr in der Bevölkerung gibt.
      Andere Nationen haben seltsamer Weise daraus etwas gelernt.Und wir bekommen diese Wirkung jeder Tag deutlicher zu spüren.Was wollen Sie von einem jungen Pädagogen erwarten,der mit einem befristeten Arbeitsvertrag unterrichtet ???

    • „Über die deutsche Energiepolitik braucht man nicht reden, die ist nicht nachvollziehbar. Konzeptlosigkeit …..“
      Leider wird dieser Fehler immer wieder und überall gemacht.Auch die Behauptung Merkel wäre dumm ist falsch.Die deutsche Energiepolitik und nicht nur diese sondern die gesamte Politik ist NICHT konzeptlos und auch nachvollziehbar.Allerdings müssen wir akzeptieren ,daß das Konzept konträr zu den Behauptungen der Politiker das Gegenteil dessen erreichen will was uns vorgegauckelt wird.Dumm sind lediglich die Bürger,die das kritiklos glauben.
      Das Konzept lautet Deindustrialisierung und Zerstörung nicht nur unseres Wohlstandes sondern sogar unserer Existenz.Kurz : Morgenthauplan 2.0.

  3. Ein „EU-Kommissar für Klima-Maßnahmen und Energie“ ist ein Schildbürger, ein Schlangenölverkäufer, wer solche Funktionäre hat braucht keine Feinde. Das Leben an sich ist kohlenstoffbasiert, wer Europa „dekarbonisieren“ will macht es zur Wüste. Wir schaffen das….

    • Wenn nach Ihrer Rechnung in den letzten 10 Jahren 20 KKW gebaut worden wären, dann wären sie erstens noch nicht fertig und zweitens würde der produzierte Strom dann genauso viel kosten wie die eben sehr teure Anschub Finanzierung der Erneuerbaren. Und wiederum vergessen Sie, dass neue Wind und Solarkraftwerke nur noch ein Drittel der Kosten verursachen wie die genannten Alten EE Anlagen im Durchschnitt. Bitte, bitte immer neue Kraftwerken mit neu gebauten EE vergleichen. Das würde aber bedeuten, dass neue KKW die KWh unter 3 Ct liefern müssten. Das tut sie aber weder heute, noch in absehbarer Zukunft. Hinkley Point liegt bei 11 – 24 Ct/KWh mit Inflationsausgleich.

      • Ach Herr Tarantik, Sie drehen sich doch im Kreis. Ich habe Ihnen schon einmal erklärt dass die aktuellen Auschreibungspreise für Wind- und Sonnenstrom eine Wette auf die Zukunft sind. Wenn die BKKW aus der Meritorder sind (Kohleausstieg), die KKW gibt es dann auch nicht mehr, setzt der Gasstrompreis den Börsenpreis. Den streichen auch die WKA und PV Anbieter ein, völlig ungeachtet der in der Ausschreibung gesetzten Preise. Auch NEUE KKW oder BKKW sind in der Meritorder bei den Grenzkosten noch immer der Billigmacher der die „Energiewende“ gefährdet! Ich weiß nicht ob Sie das nicht verstehen wollen oder können, aber es bleibt dabei, nicht der Atomstrom ist teuer, die Energiewende ist teuer – siehe Deutsche Stromrechnung….

        • Ein kleiner Denkfehler: Bei einer festen Einspeisevergütung für Wind und Solar gibt es keinen Merit Order Preis, es gelten die fixen ca. 5 Ct/KWh Ausschreibungspreis. Neue KKW und Kohlekraftwerke müßten diesen Preis dauerhaft unterbieten, was sie aber nicht können. Darüberhinaus sind sie im Vergleich zu flexiblen Gaskraftwerken nicht in der Lage, in Zukunft, die deutlich stärker schwankende Residualleistung zu liefern. Gaskraftwerke werden also bei geringem EE Angebot den Börsenstrompreis festsetzen und dann auch entsprechend flexibel verdienen. Sind bestehende Kohlekraftwerke flexibel genug, dann werden sie sich auch noch einige Zeit halten können. Wenn nicht, dann eben nicht, die Betreiber werden sich da nicht von Ihnen oder irgend jemandem dreinreden lassen.

      • Bitte bitte immer nur neue Kraftwerke vergleichen, die nicht nur zuverlässig Strom liefern, wenn er gebraucht wird, sondern auch die, die stillgelegt werden müssen, wenn der Wind kräftig bläst und die Sonne gerade mal scheint, weil sie schlicht und ergreifend zuviel Strom liefern, der nicht gebraucht wird. Oder eben zuwenig Strom abgeben, der als Backup für teures Geld bereitstehen muss.
        Dieses Spässken mit dem Abregeln kostet heute schon über eine Mia Euro im Jahr bei einem EE-Ausbau, der für die angestrebten Ziele noch um mindestens das Vierfache vergrössert werden müsste.

  4. Guten Morgen,

    Zur Abwicklung Ostdeutscher Errungenschaften bedurfte es noch einer externen Behörde und reichlich lobbyistischem Antriebes vom Kapital. (Nicht alles war es wert zu zerschlagen)
    Zur Abwicklung der EU bedarf es nun keiner externen Behörde, da die lobbyistische Untergrabung schon weit genug fortgeschritten ist. Ich hoffe für die Britten, daß sie Ihr Schiff aus der Seenot der fehlgeleiteten alten Welt retten können. Auch wenn dies von Ihr als ein Leck schlagen gewertet wird, trägt doch dieses kleine Loch nicht allzusehr dazu bei den mit Blei beladenen Frachter sinken zu lassen. Meiner Meinung nach diskutiert man über Ziele in einer Zukunft, welche man als solches (Konstrukt EU) sowieso nicht mehr mehr erreicht.

    Mit freundlichen Grüßen!
    Christian Möser
    Zimmerer

  5. Da braucht man sich über Frankreich nicht wundern. Die haben innerhalb 10 Jahren 50 Kernkraftwerke gebaut, nach einer Blaupause, und trauen sich das auch wieder zu.
    Ganz egal, was man von CO2 hält, es geht auch ohne Kohle. Eben mit Kernkraft.
    Aber was „ohne Kohle“ uns an Kohle kostet (die finanzielle Kohle), da kann man nur mit Siggi Gabriel sagen, – die anderen in Europa halten uns für Bekloppte…
    Ganz sicher, die Franzosen denken so und freuen sich schon, in Europa wirtschaftlich die Nummer Eins zu werden.

    • Das Problem in Frankreich ist, dass auch dort neue Kernkraft praktisch unbezahlbar teuer geworden ist und mehr als 10 Jahre zur Fertigstellung (Flamanville) benötigt.

      • Après les premiers travaux de préparation du site en 2006, la construction de l’EPR a débuté en décembre 2007. Le chargement du combustible et le démarrage du réacteur sont prévus à la fin du quatrième trimestre 2019, pour un coût estimé 10,9 milliards d’euros.
        Il constitue le premier exemplaire d’une nouvelle génération de réacteurs nucléaires.
        https://www.edf.fr/groupe-edf/producteur-industriel/carte-des-implantations/centrale-nucleaire-de-flamanville-3/presentation
        /////
        10 Mrd. Euro, das ist die Hälfte dessen was Deutschland die „Energiewende“ jährlich kostet. Nicht die Atomkraft ist unbezahlbar, die Deutsche „Energiewende“ ist es!

        • Das Kraftwerk Flamanville wird garantiert nur einen Bruchteil des Stromes produzieren, den die 40% EE-Anteil (ca. 220 TWh in 2018) produziert haben. Selbst wenn der Steuerzahler die Forschungsaufwendungen, sonstige Subventionen, Rückbau und Endlagerkosten übernimmt, ist der Strom aus diesem Kernkraftwerk immer noch deutlich teurer als Solarstrom aus Spanien oder Südfrankreich, gebaut in 2019.
          Bitte nicht immer den Fehler machen und alte abgeschriebene Kraftwerke mit neuen Kraftwerken vergleichen.

          • Die Franzosen brauchen in den nächsten 20 Jahren kein Kernkraftwerk bauen, die Bestehenden werden noch so lange weiterlaufen.
            Flamanville ist Forschung und Entwicklung und dafür für 10 Mia Euro noch relativ billig.
            Wenn es dann soweit ist, – warum sollte Frankreich dann nicht wieder machen, was es schon einmal gemacht hat? Nach einer Blaupause 50 AKWs bauen? Dafür gibts dann einen gewaltigen Mengenrabatt.
            Wenn Sie uns jetzt noch verraten, was ZUVERLÄSSIGER Solarstrom kostet…
            Wir wollen doch bitte neue Kraftwerke vergleichen, die 24 Stunden/365 Tage den Strom zuverlässig erzeugen, der gebraucht wird.

          • Ach Herr Tarantik, man muss nur rechnen…
            1 KKW = 10 TWh/anno versorgungssicher. Mit den EEG Umlagekosten kann man 2 davon bauen, pro Jahr! Mit dem Geld der „Energiewende“ der letzten 10 Jahre könnte man 20 davon bauen ==> 200 TWh/anno zuverlässig, witterungsunabhängig. Wie gesagt, nicht die Atomkraft ist teuer, die Deutsche „Energiewende“ ist es. Ach ja, bevor Sie jetzt mit den (politisch hochgetriebenen) Endlagerkosten kommen, in den 24 Mrd. Euro/anno der „Energiewende“ sind weder die zukünftigen Back-up Kosten (Kapazitätsmarkt) noch der Leitungsausbau enthalten.Kommt alles noch „on top“. Wie gesagt, teuerer als „Energiewende“ geht nicht, man sieht es ja am Deutschen Strompreis…..

          • Ach ja, China, ist ja dabei Europa wirtschaftlich zu kolonisieren. ich habe gerade die Ausschreibungsunterlagen für TinWan 7/8 von, jetzt halten Sie sich fest, Siemens, auf dem Schreibtisch. Ja, Siemens baut in China weiter KKW während wir die gute alte Windmühle wieder reaktivieren. Wer wird wohl in Zukunft das Rennen machen, die mit den Windmühlen oder die mit der Kernkraft? Was glauben Sie….?

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