GWPF findet grundle­genden Fehler in Energie-Studie der EU

Centweise abwärts mit der EU wg. Erneuerbaren-Subventionen? Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Presseerklärung, Global Warming Policy Forum
Autoren eines Reports der EU-Kommission bestätigen den Fehler.

In seinem Artikel von vor ein paar Tagen wies Dr. John Constable, im GWPF zuständig für Energie, darauf hin, dass die jüngste Studie der EU-Kommission über die Auswirkungen von Klima- und anderen Maßnahmen auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit einen substantiellen Fehler enthält. Im Report wird behauptet, dass die jährlichen Abgaben für Verbraucher in UK für Subventionen von Strom aus Erneuerbaren 1,57 Milliarden Euro ausmachen. Die korrekte Zahl wäre aber 7 Milliarden Euro gewesen.

Die Berater der EU-Kommission haben den Fehler in einem Schreiben an Dr. Constable eingeräumt:

Sie haben recht, dass der größte Teil der anderen Subventionen aus der Renewables Obligation [etwa: Vorschriften bzgl. Erneuerbarer] stammte und nicht der Rubrik ,finanziert vom Endverbraucher‘ zugeordnet worden ist, wie es der Fall hätte sein sollen. Wir danken Ihnen für die Erkennung dieses Fehlers, wir werden die Zahlen korrigieren und erwarten, dass demnächst ein neuer Report online steht.

Die Korrektur dieses Fehlers wird mit Sicherheit erhebliche Konsequenzen für alle Abschnitte des Reports haben, welche sich auf Berechnungen der von den Endverbrauchern aufzubringenden Unterstützungskosten für Erneuerbare Energie im Jahre 2016 stützen. Wegen der Größenordnung ist es wahrscheinlich, dass es auch Konsequenzen hinsichtlich der Schätzungen der Studie bzgl. der Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU28 als Ganzes haben wird im Vergleich zu den G20.

Diese Auswirkungen werden schon jetzt als sehr bedeutend eingestuft, werden doch die Strompreise sowohl für den Privatsektor als auch für Firmen sehr substantiell über den Preisen in den G20 liegen, wobei die inländischen EU-Preise mehr als doppelt so hoch sind als in den G20 und die Preise für Firmen etwa 50% darüber liegen.

Dr. Constable sagte:

Die Studie ist ein bedeutendes und grundlegendes Statement der ökonomischen Konsequenzen der Klima- und Energiepolitik der EU, und es ist von entscheidender Bedeutung, dass derartige Studien so akkurat wie möglich sind.

Hinweise für Editoren:

1. Der Beitrag von Dr. Constable steht hier: https://www.thegwpf.com/eu-commission-study-reveals-international-competitive-disadvantage-of-climate-policies/

2. Die Studie der EU-Kommission steht hier: https://publications.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/d7c9d93b-1879-11e9-8d04-01aa75ed71a1/language-en

Link: https://www.thegwpf.com/gwpf-finds-major-error-in-eu-commission-analysis-understating-uk-renewables-subsidy-costs/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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2 Kommentare

  1. Mir für mein Teil reichen schon die katastrophalen Auswirkungen der deutschen sogenannten „Energiewende“, die auch und vor allem im Dienste der physikalischen Absurdität namens „Klimaschutz“ erfolgt und elektrischen Strom allmählich in ein unbezahlbares Luxusgut verwandelt.
    Und während ein einstmals hervorragendes Stromnetz durch die vorrangige Einspeisung volatilen Flatterstroms aus Wind und Sonne systematisch ruiniert wird, will man in Zukunft via Akku-Aufladung auch noch die Autos an die Steckdose hängen.
    Für mich gleicht diese „Energiewende“, die den Industriestandort Deutschland schon heute zusehends gefährdet, mehr und mehr einem Wendemanöver auf der Autobahn und einer Geisterfahrt mit vollem Tempo, durch die das linksgrüne Deutschland sich und andere in Europa gefährdet.
    Dabei geht es längst nicht mehr nur um explodierende Kosten, sondern die Gefahr eines gigantischen Blackouts in weiten Teilen unseres Kontinents.
    Die für dieses Desaster Verantwortlichen, auch die „Heuschrecken“ in den Reihen der vom sog. „Klimaschutz“ profitierenden Hochfinanz, sollten sich einmal vor Augen führen, daß sie ihr Geld kaum werden essen können, wenn sie die von einer funktionierenden Stromversorgung abhängigen Zivilisations- und Wirtschaftsstrukturen plattgemacht haben, auf die letztendlich auch sie angewiesen sind!

  2. Ich kann mir nicht vorstellen das da ein Fehler sich eingeschlichen hat.
    Man hat alle Zahlen auf dem Tisch und es schleicht sich ein Fehler von 5,430 Milliarden ein?? Nein das ist bewusst so geschrieben worden. Warum sind die Fehler die auftreten bei der EU immer Positiv für den Verbraucher? Warum standen da nicht 13,43 Milliarden?
    Wäre sofort aufgefallen da zu Negativ für den Verbraucher.

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