Der ausgeblieben Weltuntergang – was ist eigentlich in Fukushima los?

Kernenergie trotz Tschernobyl und Fukushima?

von Manfred Haferburg
Vor acht Jahren erlebte ich meine größte berufliche Katastrophe. Am 11. März 2011 arbeitete ich für die World Association of Nuclear Operators WANO in Paris. Die WANO ist eine Sicherheitsorganisation, deren Motto lautet: „Nie wieder Tschernobyl“. Unter deren Flagge bereiste ich die Kernkraftwerke der Welt, um Führungskräften zu helfen, die Sicherheitskultur in ihren Kraftwerken besser zu gestalten.

Fast 100 Kernkraftwerke auf der ganzen Welt hatte ich schon gesehen. Ich war auch in Japan – allerdings war Fukushima noch nicht dabei. Meine Organisation hatte sich als zahnloser Tiger entpuppt und auf der ganzen Linie versagt. Ich wäre am liebsten vor Scham in den Boden versunken. Noch am gleichen Abend meldete ich mich freiwillig, um in Fukushima den Kollegen zu helfen. Ich war nicht der Einzige – hunderte Ingenieure der Nuklearindustrie taten das.

Die Erdachse wurde verschoben

Am 11. März 2011 um 14:46 Uhr Ortszeit traf Japan ein schweres Erdbeben. Die Pazifische Platte schob sich ruckartig fünf Meter auf die Nordamerikanische Platte. Die Erdkruste riss auf einer Länge von 400 Km bis in eine Tiefe von 60 km auf. Das Tohoku-Erdbeben vor der Küste von Fukushima wurde mit 9,1 auf der Richterskala bewertet. Die freigesetzte Energie des Bebens war äquivalent der Energie von 780 Millionen Hiroshima-Bomben. Das Erdbeben war so schwer, dass sich die Erdachse um 16 cm verschob – seither dreht sich die Erde etwas schneller, die Tageslänge verkürzte sich um 1,8 Mikrosekunden. 400.000 Gebäude stürzten ein. Alle Kernkraftwerke Japans schalteten sich bei dem Beben automatisch ab und gingen in den Notkühlbetrieb über. Das Stromnetz in großen Landesteilen wurde erheblich beschädigt.

Als Folge des Bebens verwüstete ein gigantischer Tsunami die Küstenregion von Fukushima. 22.000 Opfer waren zu beklagen. Das Kernkraftwerk Fukushima mit seinen sechs Reaktor-Blöcken wurde von einer Wasserwelle von 14 Metern Höhe getroffen und vier tiefer gelegenen Reaktorblöcke wurden überschwemmt und völlig verwüstet. Mit dem kleinen Finger ihrer linken Hand drückte die Flutwelle die eisernen Maschinenhaustore der Reaktorblöcke auf und verwandelte die Turbinen-Gebäude in U-Boote, in denen das Wasser fünf Meter hochstand. Dort befanden sich aber auch die Notstromdiese, deren Funktion für diese Anlagen jetzt überlebenswichtig war. Die umfangreichen Sicherheitseinrichtungen des Kraftwerkes mussten ohne Notstromversorgung versagen und die Reaktorkerne überhitzten sich bis zur Teilschmelze. Das nennt der Fachmann GAU – Größter Anzunehmender Unfall. Durch eine Hitze-Reaktion des Zirkoniums der Brennelemente mit dem Wasserdampf entstanden große Mengen an Wasserstoff, der in Verbindung mit Luftsauerstoff als Knallgas gerne explodiert.

Japans Sicherheitskultur versagte

Zweifelsfrei hatte hier die Unfallvorsorge des Energieversorgers TEPCO (Tokyo Electric Power Company) versagt. Die Welt verstand Japan stets als ein Hochtechnologie-Land und lernte nun: „Hochtechnologieland“ bedeutet nicht unbedingt „Hochsicherheitsland“. Es war Japans Sicherheitskultur,die versagt hatte.

Die Bilder der Wasserstoffexplosionen in Fukushimawurden weltweit als explodierende Reaktoren wahrgenommen. Als wäre eine solche Katastrophe nicht genug, wurde der GAU in Fukushima mittels dieser Bilder von den deutschen Medien im Einklang mit der Politik regelrecht orchestriert und in einen Super-GAU erhöht. Einen Supergau gibt es sprachlich gar nicht, da GAU schon „Größter Anzunehmender Unfall“ heißt. Eine ungeheuerliche Medienkampagne brach in Deutschland los und spülte ganz nebenbei in Baden-Württemberg einen grünen Ministerpräsidenten an die Macht. Der ARD-Korrespondent Robert Hetkämper relotierte damals darüber, dass in Fukushima Obdachlose und Jugendliche in einem Kamikaze-Einsatz verheiztwürden. Eine heute amtierende Bundestagspräsidentin widmete kurzerhand die Tsunamiopfer zu Strahlenopfernum. Nichts davon stimmte. Es gab keine Strahlenopfer in Fukushima. Die sieben Todesopfer im Werk fielen dem Erdbeben – ein Kranführer stürzte von seinem Kran ab – oder dem Tsunami zum Opfer – sie ertranken in den Fluten.

Die Angst der deutschen Politik vor dem Zeitgeist

Was ist aus den Weltuntergangs-Szenariengeworden, die von den Medien angeheizt, Panik über den Erdball verbreiteten? Nichts, rein gar nichts – außer, dass der Tsunami in Fukushima in Deutschland mehr Kernreaktoren zerstört hat, als im fernen Japan. Ließ doch die deutsche Kanzlerin auf der Tsunamiwelle reitend für ein paar Wählerstimmen einen ganzen Industriezweig gesetzwidrig enteignen, indem die gültigen Betriebsgenehmigungen deutscher Kernkraftwerke eingezogen wurden. Acht Blöcke wurden sofort abgeschaltet, die restlichen werden bis 2022 außer Betrieb genommen – aus Angst vor einem Tsunami in der deutschen Tiefebene?

Nein, aus Angst vor dem Zeitgeist. Genützt hat es der CDU nichts. Die Wahl in Baden-Württemberg hat sie damals trotzdem nicht gewonnen. Und den deutschen Steuerzahler hat die Kanzlerinnenpanik viele Milliarden gekostet, Milliarden, die anderswo dringend gebraucht wurden. Deutschland hat sich durch den Abschied von der Kernenergie meilenweit vom Erreichen seiner selbstgesetzten Klimaziele entfernt. Lernen aus Fehlern? Das muss in Deutschland nicht sein. Jetzt wird – genau mit der gleichen Panikmache – ein weiterer Ast abgesägt, auf dem der deutsche Wohlstand sitzt. Die Gretaisierung der deutschen Politikschreitet auch heute noch unaufhaltsam und majestätisch wie eine Tsunamiwelle voran. Und genau so verheerend wie ein Tsunami wird auch die Wirkung sein. Aber ach – das sagend fühle ich mich wie Kassandra– die der Legende nach begabt war, die Zukunft vorherzusagen und dazu verdammt war, dass ihr niemand Glauben schenkte.

Was wurde aus der Zone der Evakuierung?

Unmittelbar nach dem GAU wurde eine 20km-Zone um das havarierte Kraftwerk von der japanischen Regierung evakuiert. Ob dies notwendig und besser für die Betroffenen war, darüber lässt sich unter Strahlenschutzgesichtspunkten trefflich streiten. Ich glaube, es war eher kontraproduktiv. In den letzten Jahren wurde die Evakuierungszone aufwendig dekontaminiert, ein Vorgang, den man sich in Deutschland nicht vorstellen mag. 15,2 Millionen Kubikmeter „kontaminiertes Erdreich“ wurden in der Präfektur Fukushima abgetragen und in 150.000 speziellen Lagerstättenverstaut. Die Strahlenbelastung in Fukushima Stadt ging von 2,74 Mikrosievert nach dem Unfall auf heute normale Werte von 0,14 Mikrosievert zurück. Ich bin kein Strahlenschutzexperte. Deshalb ein paar etwas laienhafte Erklärungen dazu. (Zum einfacheren Vergleichen gebe ich die Werte in Mikrosievert pro Stunde (μSv/h) und gerundete Zahlen an. In einigen gesperrten Teilen der Evakuierungszone sind die Werte deutlich höher).

Die Luftstrahlung an der Messtation Odaka – 15 km vom Kernkraftwerk Fukushima Daiichi entfernt und typisch für die wieder zum Heimkehren freigegebenen Bereiche – beträgt 0,14 μSv/h. Das liegt leicht über dem normalen Strahlungsniveau von z.B. New York, ist aber etwas niedriger als in Rom und deutlich niedriger, als in einigen Gebirgsregionen Deutschlands. Eine der höchsten natürlichen Strahlenbelastungen weltweit findet sich im iranischen Ramsar mit Spitzenwerten der effektiven Dosis von 14μSv/h. Zum weiteren Verständnis: 5-10μSv werden für einmaliges Zahnröntgen appliziert und mehr als 50μSv für einen einfachen Flug von Tokio nach New York.  Noch ein Beispiel: 12.000 Computertomografien werden in Deutschland pro Jahr durchgeführt.  Bei einer Ganzkörper-CT werden zwischen 1000μSv und 10.000μSv verabreicht.

Mehr als die Hälfte der Evakuierungszone von 371 Quadratkilometer wurde inzwischen wieder für die Bevölkerung zum Wiederbezug freigegeben. Insgesamt kehrten etwa 50.000 Einwohner (2,6% der Bevölkerung der Präfektur) nicht in ihre angestammte Heimat zurück. Selbst in die Dörfer nahe des Kraftwerkes Fukushima kehrt das Leben langsam zurück. Es wird aber noch Jahre dauern, bis die Narben des Unglücks verheilt sind. Zum Beispiel sind in Odaka Town, etwa 15 km vom Kraftwerk entfernt, erst ein Drittel (2.832 von einst 8.313) der Einwohner zurückgekehrt. Oder in Nami-Town – das erst 2017 freigegeben wurde – sind von den einst 20.000 Einwohnern erst 500 zurück.

Viele der hastig Evakuierten haben in den letzten sieben Jahren eine neue Heimat gefunden und wollen gar nicht zurückkehren. Einige haben auch Angst vor Strahlung und bleiben lieber woanders. Es kommen aber auch Menschen von anderswo nach Fukushima, um sich mit den Unterstützungsprogrammen der Regierung hier eine Existenz aufzubauen. Die „Todeszone“ ist längst wieder zum Leben erwacht.

Das Soma NomaoiSamurai-Festival zog jedenfalls im Jahr 2018 über 40.000 Besucher nach Fukushima an. Und landwirtschaftliche Produkte, wie die berühmten Fukushima Pfirsiche, sind wieder gefragt. Doch das ist hierzulande keine Nachrichten wert, da schüttelt sich der deutsche Haltungsjournalistvor Abscheu.

Wie sieht es heute auf dem Kraftwerksgelände aus?

Eines Vorab: Das Kraftwerk Fukushima ist heute eine Touristen-Attraktion.  Tausende Nuklearexperten besuchen jährlich das Gelände. Welcher Nuklearexperte möchte sich nicht adeln, indem er sagt: „Ich war in Fukushima“. Es bestehen lange Wartelisten für den Fukushima-Entgruselungsbesuch. Aber es gibt auch genügend normale „23.000 Yen-Sensationstouristen“, die das Kraftwerksgelände wenigstens von Weitem sehen wollen. Ich kann mir schönere Orte für meinen Japanbesuchvorstellen.

Die Aufräumarbeiten haben von den hiesigen Medien völlig ignoriert gute Fortschritte gemacht. TEPCO veröffentlicht in regelmäßigen Abständen ein Vorher-Nachher-Videomit der gegenwärtigen Situation auf dem Gelände des havarierten Kraftwerkes – sehenswerte acht Minuten.

Mehr als 6.000 Menschen arbeiten an dem Rückbau des havarierten Kraftwerks und vollbringen Leistungen, die den hiesigen Medien höchstens negative Erwähnungwert sind. Was die linken Journalisten am meisten ärgern dürfte und nicht ins Weltbild passt: auf dem riesigen Gelände des havarierten Kraftwerks verkehrt ein fahrerloses vollelektrisches Bussystem. Gäbe es das woanders, wären die Jubelmeldungen endlos. Aber – das Kraftwerksgelände ist dekontaminiert und neue Sozialgebäude sowie eine komplett neue Infrastruktur für den Rückbau wurden errichtet.

Im Block 1 wird das zerstörte Gebäude repariert und der Kernbrennstoff aus den Abklingbecken entfernt. Auch das Gebäude des Blockes 2 wurde abgedichtet und die Entfernung des Brennstoffes aus den Becken wird vorbereitet. Am Block 3 wurde ein neues Dach installiert und der Abtransport des Brennstoffes aus den Becken wird vorbereitet. Block 4 ist vollkommen brennstofffrei. In den Reaktoren eins bis drei untersuchen Roboter den Zustand der teilweise geschmolzenen Reaktorkerne, um auch hier den Brennstoff zu entfernen. Dies wird aber noch ein paar Jahre dauern.

Um das Grundwasser am Eindringen und Ausfließen zu hindern, wurde um das gesamte Kraftwerk eine 1500 Meter lange und 30 Meter tiefe Eis-Mauerin den Boden gefroren. Sie funktioniert wie ein Kühlschrank. Durch tausende von in die Erde getriebene Rohre fließt Kühlflüssigkeit, die das Erdreich wie eine Mauer gefrieren lässt – eine technische Meisterleistung, von der Sie, lieber Leser wohl kaum je etwas gehört haben. Der verlinkte Artikel ist in Englisch, da ich keinen deutschsprachigen Beitrag finden konnte. Daher gilt hier ironisch der erste Haferburgsche Medien-Lehrsatz: „Die deutschen Medien informieren mich umfassend und wahrheitsgemäß – außer auf dem Gebiet, von dem ich etwas verstehe“.

Nach dem Unfall mussten die Aufräumarbeiter anfangs unter Vollschutzkleidung und Atemmasken arbeiten. Heute, dank Dekontamination, können sich die Arbeiter auf 96% des gesamten Geländes in normaler Kleidung ohne Masken bewegen. Mehrere neue Wasseraufbereitungsfabriken dekontaminieren das in den Tanklagern aufgefangene radioaktive Wasser. Diese Wässer werden noch in großen neuen Tanklagern zwischengelagert, in denen die provisorischen Tanks durch neue, geschweißte Tanks ersetzt wurden. Die Küstenmauer des Kraftwerkeswurde komplett neu wasserdicht erbaut. Große Lager für niedrigradioaktiven Bauschutt wurden eingerichtet.

Japan wird Vorreiter

Wer sehen will, was am 11. März 2011 wirklich in den Reaktoren von Fukushima passierte, sehe sich dieses Videoan. Roboter dringen in das Innerste der kaputten Reaktoren ein und zeigen die teilweise geschmolzenen Reaktor-Bauteile. So schlimm der Gau auch war – Japan erarbeitet sich gerade eine echte Vorreiterrolle im Bauen von Robotern, die schier Unmögliches vollbringen. Und man sieht den Ingenieuren den Stolz auf ihre Geräte an, auch wenn man kein Japanisch kann.

Bis 2011 erzeugte Japan ein Drittel seines Stroms aus Kernenergie. Da Japan kaum über eigene Energieressourcen verfügt, belastet der Import von Energieträgern die Japanische Industrie sehr hoch und gefährdet ihre Wettbewerbsfähigkeit. Anders als in Deutschland neigen die Japaner nicht zur Klima- und Atomhysterie. Deshalb wurde ein Atomausstieg nach Fukushima nicht in Betracht gezogen. Im Gegenteil, die Japaner lernen aus ihren Fehlern. Japan rüstet seine 37 Reaktoren sicherheitstechnisch nach und nimmt sie sukzessive wieder in Betrieb. Die ersten zwei Einheiten wurden bereits 2015 wieder angefahren. Sieben weitere Reaktoren laufen heute wieder. 17 weitere Reaktoren befinden sich gegenwärtig im Prozesse der Wiedererteilung der Betriebsgenehmigung.

Ich habe mir die neuen Sicherheitsmaßnahmen vor Ort in Kashiwazaki Kariwapersönlich angesehen, sie sind durchaus beeindruckend. Gigantische Flutwälle, zusätzliche flutsichere Notstromaggregate, unabhängige Notkühlaggregate, erdbebensichere Notfallgebäude, Vorräte für autarke Langzeitversorgung der Mannschaft, strukturunabhängige Notfallkommunikationsmittel…  Getan wird, was menschenmöglich ist, um ein zweites Fukushima zu verhindern. Getan wird alles, damit die Kernkraftwerke wieder angefahren werden können. Weil sie, so seltsam das klingt, von der Regierung für eine sichere Energieversorgung als notwendig erachtet und von der Bevölkerung akzeptiert werden.

Die deutsche Energiewende scheitert am Atomausstieg

Trotz der gigantischen Geldausgaben von über 500 Milliarden Euro wird Deutschland seine selbstgesteckten Ziele der CO2 Einsparung für das Jahr 2020 völlig verfehlen. Die Energiewende ist gescheitert. Die Hauptursache für dieses Totalversagen ist der überstürzte Atomausstieg. Kernkraftwerke sind nun mal die einzige CO2-freie wetterunabhängige Grundlastquelle. Gerichtet werden soll es jetzt mit einem genauso überstürzten Kohleausstieg. „Aussteigen ohne Einzusteigen“ ist das Motto, oder „Mehr vom Selben“. Wahnsinn ist, wenn man versucht, mit mehr von denselben Mitteln, die vorher schon nichts brachten, ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Um das eigene Komplettversagen in der Energiepolitik zu vernebeln, verweist die Politik jetzt auf Zeiträume weit außerhalb ihrer Legislaturperioden-Kompetenz. So werden halt andere Politiker für das Nichterreichen der nächsten Ziele und die Damit verbundene Geldverschwendung verantwortlich sein. Beim Pro-Kopf Ausstoß von CO2rangiert Deutschland derzeit mit ca. 9 Tonnen pro Jahr auf Platz 24. Die Sieger der „Dekarbonisierung“ auf Platz 1 bis 5 heißen Kongo, Niger, Äthiopien, Südsudan und Eritrea mit je weniger als 0,5 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr.

Liebe deutsche Landsleute, sollten Gretasund der GrünenForderungen nach „der Änderung von Allem“ umgesetzt werden, dann wisst Ihr jetzt, wo es hingeht. Und vielleicht meinte ja Angela Merkel genau das, als sie davon sprach, dass die deutsche Politik „Fluchtursachen beseitigen“ muss. Nämlich dann, wenn Deutschland es schaffen würde, einen CO2-Ausstoß von kleiner als einer Tonne pro Kopf zu erreichen. Dann bestünden absolut keine Fluchtursachen nach Deutschlandmehr. Die Politik ist auf einem guten Weg dazu.

 

Manfred Haferburg ist Autor des Romans „Wohn-Haft“. Der Roman beschreibt auf spannende Weiseden aussichtslosen Kampf eines Einzelnen gegen ein übermächtiges System. Ein Kampf, der in den Schreckensgefängnissen des sozialistischen Lagers endet. Ein Kampf, in dem am Ende die Liebe siegt. Wolf Biermann schrieb dazu ein ergreifendes Vorwort. Der 524 Seiten Roman ist als Hardcover zum Verschenken für 32€, als E-Book für 23,99€ und als Taschenbuch für 20€ erhältlich. (Amazon 36 Kundenbewertung 4,5 von 5 Sternen)

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT

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37 Kommentare

  1. Es gibt weltweit hunderte kleine Atomkraftwerke, die in U-Booten, Flugzeugträgern und Eisbrechern arbeiten, – ohne grössere Probleme.
    Es gibt Pläne, solche Klein-AKWs fliessbandmässig zu produzieren und dezentral zur Stromversorgung einzusetzen.
    Mit Komplettaustausch nach vielen Betriebsjahren und entsprechendem Recycling.
    Leider sind wir hier in Deutschland bei solchen Entwicklungen Lichtjahre entfernt und müssen zusehen, wie sich andere Länder darum kümmern.

  2. „Nie wieder Tschernobyl“

    Ich möchte mal alle Atom-Physiker und Kernkraftwerk-Experten hier belehren, dass die Katastrophe von Tschernobyl ein Ergebnis von 70 Jahre Kommunismus war und kaum etwas mit der Kernkraft an sich oder mit der besonderen Typ des Reaktors zu tun hat.

    Hinlänglich bekannt und in allen Beurteilungen der Katastrophe völlig missachtet ist die Tatsache, dass die Besatzung beim heiklen Experiment das Not-Aus-System des Reaktors abgeschaltet hat, „da bei einem zu erwartenden Erreichen von einem Niveau der Kettenreaktion, die praktisch als gefährlich einzustufen ist der Reaktor sich automatisch abgeschaltet hätte und die Mannschaft das 2-Tage lange Anfahren des Reaktors vermeiden wollte.“ So einen verantwortungslosen Umgang mit Technik hat man nur nach 60-70 Jahre Kommunismus. Ein Reaktor mit abgeschalteten „Not-Aus“ überhaupt fahren zu können wau nur in der UdSSR damals möglich. Der ständige zwang zu Improvisation bei den irreelen Vorgaben der Führung und ständigen Mangel hat eben dazu geführt, dass man das ganze Sicherheitssystem von Reaktoren willentlich austricksen kann. Ginge es nicht, wäre der Reaktor lange vor Erreichen des kritischen Zustands automatisch runtergefahren. Es ist wie eine Feuerwaffe ohne Sicherung zu konstruieren und zuzulassen, nur eben solche, die nicht die Wirkung einer Patrone, sondern gleich einer Atombombe hat. Völlig irre und nirgendwo mehr möglich.

    Es war wie mit 4 Promille, verbundenen Augen und ausgebaute Bremsanlage sich Tot zu fahren und danach die Schuld bei Karl Benz als Erfinder des Autos oder an Konstruktionsmerkmale des Modells die schuld zu suchen.

    In Fukuschima hätte man sich natürlich Gedanken über eine tsunamisichere Notstromversorgung machen sollen…

    • „Es war wie mit 4 Promille, verbundenen Augen und ausgebaute Bremsanlage sich Tot zu fahren und danach die Schuld bei Karl Benz als Erfinder des Autos oder an Konstruktionsmerkmale des Modells die schuld zu suchen.“

      Schöner Vergleich!

  3. Machen wir uns doch nichts vor: Die Uran238/235-Technologie zur Stromerzeugung ist physikalisch-technischer Unfug mit extremer systembedingter Unsicherheit.
    Aber so sind nun einmal unsere Ingenieure und Politbonzen. Wie „moderne“ Technik versagen kann, kann man jetzt am Absturz zweier funkelnagelneuer B737-800 berichtet bekommen. Da wird aus Kostengründen – weshalb ja auch schon zwei A320 gecrasht sind – auf die sichere mechanische Steuerung verzichtet. Und wenn Elektrik und Computerprogramme Fehler aufweisen, kommt es nun einmal irgendwann zum „Unfall“.
    Uran 238/235 Reaktoren sind zur Stromerzeugung Quatsch. Sie sind nicht inhärent sicher.

    • Auch konventionelle Leichtwasser-Reaktoren lassen sich hinreichend sicher und kostengünstig betreiben. Ein Großteil der neuen Anlagen in China arbeitet nach diesem Prinzip. Risiken entstehen genau dann, wenn man nicht durchdacht oder schlampig mit Sicherheitsvorkehrungen umgeht. Egal ob im KKW, beim Staudammbau, oder der chemischen Industrie. Mir wäre es aber auch lieber, moderner Flüssigsalz-Kraftwerke zu sehen. Aber dazu muss ich bewährte Technik nicht verteufeln.

  4. Bitte sehen Sie es mir nach, dass ich zum Thema Uran ein ambivalentes Verhältnis habe.
    Nein, ich habe auch keine Lösung der Energiefrage u. gehe davon aus, dass sich die Menschen früher o. später der Kraft der Atome bedienen (müssen?). Ob sie diese nun spalten o. fusionieren. Diese beschlossene Energiewende funktioniert jedenfalls so nicht u. schafft ebenfalls Leid!
    Aber ich habe tatsächlich Opfer der Kernenergie in meiner Familie. Mein Vater u. dessen Vater sind an den Folgen des Uranbergbaus gestorben. Die DDR war mal der 3. größte Uranproduzent der Welt unter russischer Führung. Die Kollegen meines Vaters sind zum Großteil vorzeitig u. kaum einer friedlich in seinem Bett gestorben. Während es bei meinem Großvater eindeutig war, bekommen die Meisten keine Anerkennung, da sie oft erst Jahrzehnte später an diversen cancerogenen Erkrankungen leiden. Das wird also auf Fukushima noch zukommen, wenn wir es schon wieder fast vergessen haben.
    Sicherheit muss oberste Prio haben.

  5. Ein sehr informativer Beitrag gegen den von der Politik verbreiteten Irrglauben. Wozu um alles in der Welt noch der unsägliche Hinweis auf „verfehlte Klimaschutzziele“. Die sind doch längst entlarvter Blödsinn zum Schaden der Bevölkerung. Mit der Vernichtung allein der deutschen Atomenergieerzeugung wurde fast die deutsche Forschung -ich meine echte Forschung, nicht das Geplapper von Pseudoforschern- vernichtet. Die einst führende Forschungs- und Industrienation Deutschland wird von unfähigen Politikern zerstört. Mit welchem Ziel? Ich befürchte Tausende Tote in Deutschland, tritt hier ein Blackout durch die verfehlte „Energiewende“ auf. Ich habe Jahrzehnte in der Bau- und Betriebsberatung für Pflegeheime gearbeitet und kenne deren Probleme mit der Notstromversorgung. In Krankenhäusern sieht es bei einem längeren Stromausfall nicht viel besser aus. Also liebe Politiker und „Medienschaffenden“: Wie steht es mit Eurer Verantwortung, tritt HIER ein Energieproblem auf?

  6. Durch Fukushima entstand eine Katastrophe, aber nur durch Katastrophenmeldungen in der Öffentlichkeit. Venezuele hatte mal ein Kernkraftwerk geplant, den Aufbau aber wegen Fukushima nicht mehr zugelassen. Strom aus Sonne und Wind gibt es dort kaum. Es gibt auch keine Kohle- oder Erdölkraftwerke, obwohl die Erdöl haben. Der in Venezuela in den vergangenen Jahre gestiegene Stromverbrauch kommt nur aus Wasserkraftwerken. Das zählt zu den „erneuerbaren Energien“. In den vergangenen Jahren gab es schon mehrere massive Stromausfälle, nur nicht so stark wie dieses mal. 2010 wurde auch täglich über mehrere Stunden der Strom abgeschaltet. Als Ursachen wurden unzureichende Planung und mangelhafte Wartung genannt. Es hat also nichts mit Hackerangriffen zu tun, wie in der Presse stand und Politiker aus Venzuela es behauptet hatten.

    Würde es in Venzuela Kohlekraftwerke geben und hätten die Kernkraftwerke aufgebaut, wäre es nicht zu dem Problem gekommen.

  7. Bei aller Begeisterung für die Atomkraft:
    Was aber ist mit den mehr oder weniger (un)sicher eingelagerten alten Brennstäben?
    Nix gefährliche Radioaktivität?
    Gut, ich bin selbst in einem Urangebiet aufgewachsen, strahle also selbst etwas mehr als andere.
    Interssieren würde es mich aber schon mal, das mit den eingelagerten Brennstaäben…

    • Lieber Hr. Reißmann,
      das angebliche „Lagerproblem“ ist längst geklärt. Sowohl in Schweden als auch in Finnland gibt es gut durchdachte Konzepte, wie abgebrannte Brennelemente für Zeiträume von weit mehr als 100.000 Jahren sicher gelagert werden können. Beide Länder werden die Brennelemente einige 100 m tief in uraltem Granitgestein unterbringen. Ein massiver Kupfermantel sowie eine Umhüllung mit wasserfestem Bentonitlehm schützen vor Auslaugung durch Grundwasser. Die Arbeiten sind weit fortgeschritten, die endgültigen Betriebsgenehmigungen dürften in wenigen Jahren erteilt werden. Noch besser wären Brüterreaktoren wie der BN 800/1200 in Russland. Dort werden nahezu alle Reststoffe energetisch verwertet. Aber das Konzept ist hier im Westen dank der grünen Ideologen mit der Schließung von Kalkar noch auf Jahrzehnte hinaus unmöglich gemacht worden.
      Quellen:
      http://www.science-skeptical.de/page/2/?s=brennelemente
      http://www.world-nuclear-news.org/WR-Full-scale-tests-to-start-soon-at-Finnish-repository-2006185.html
      http://www.skb.com/
      MFG

      • Fred F. Mueller 14. März 2019 um 7:46
        >>das angebliche „Lagerproblem“ ist längst geklärt. Sowohl in Schweden als auch in Finnland gibt es gut durchdachte Konzepte, wie abgebrannte Brennelemente für Zeiträume von weit mehr als 100.000 Jahren sicher gelagert werden können.<>von weit mehr als 100.000 Jahren sicher gelagert werden können<>Noch besser wären Brüterreaktoren wie der BN 800/1200 in Russland. Dort werden nahezu alle Reststoffe energetisch verwertet.<<

        Na wie soll das gehen ?
        Denke nicht das man im BN 800 auch kontaminiertes Wasser, den konterminierten Schutzanzug, kontaminierten Beton usw. energetisch verwerten kann.
        Das Zeug muss eingelagert werden.

        Noch eine Rückfrage Herr Fred F. Mueller,
        wo steht der BN 1200 in Russland der dort nahezu alle Reststoffe energetisch verwertet ?

        Der steht doch nur auf dem Papier oder nicht ?

        Nur mal nebenbei, die Japaner haben ihren Brutreaktor Monju zum Abbruch freigegeben und bezahlen muss das der Steuerzahler.
        .

        • Der gesamte deutsche strahlende „Abfall“ passt in einen Würfel von 27 m Kantenlänge. Der „heiße“ Teil – also stark strahlende Anteil- davon braucht sogar nur 6 m Kantenlänge. Das sollte zu beherrschen sein, egal ob zwischen gelagert, end gelagert oder wieder verwertet., Man muss es nur wollen. Und daran hapert es. Es ist politisch zu schön, diese vermeintliche Wunde dauerhaft offen zu halten.

        • Lieber Herr Werner Müller (diesmal getarnt als Max Tanner)
          warum treten Sie hier inzwischen immer mal wieder mit unterschiedlichen Aliassen auf? Ein klarer Hinweis auf Ihre wahren Absichten, der Ihnen jedoch nicht nützt. Sie haben einen derart charakteristischen Stil, dass man Sie sofort identifizieren kann.
          Nachdem Sie jahrlang Unwahrheiten über den BN800 verbreitet haben, versuchen Sie es jetzt mit dem billigen Trick, den BN 1200 als Humbug zu diskreditieren. Was soll das? Der BN800 funktioniert nach Überwindung von Anfangsproblemen und kann im Leistungsbetrieb radioaktive Abfälle aus ausgedienten Brennelementen energetisch verwerten und so diese Abfallmengen effektiv zum Nicht-Problem reduzieren. Dass sich die Russen mit der Entwicklung des BN800 und des jetzt in Planung befindlichen BN1200 Zeit gelassen haben, um keine Risiken einzugehen, ist kein Manko, sondern ein Beweis dafür, dass man gründlich und gewissenhaft vorgeht. Man hat also aus Fehlern der Vergangenheit gelernt.
          Ihr Gerede über kontaminiertes Wasser, Schutzkleidung sowie Beton ist nichts als das, nämlich Gerede. Sie vergleichen hierbei Äpfel mit Birnen. Wasserprobleme gibt es in Fukushima, weil Grundwasser in die Reaktoren eingedrungen ist. Woanders gibt es das nicht, zumindest nicht in erwähnenswertem Umfang. Für die Entseuchung braucht man keinen BN800, sondern Filter. Schutzkleidung und Beton sind nur schwach strahlend (falls überhaupt, soweit es den Beton betrifft) und stellen kein wirkliches Problem dar. Dafür gibt es seit langem praktikable Entsorgungspfade.
          Im Unterschied zu Ihnen konzentrieren sich die Grünen, die wenigstens ein paar Leute mit einem Funken Ahnung vom Thema haben, in ihrem Hass auf die stark und lange strahlenden Kernbrennelemente, weil es dafür in den meisten westlichen Ländern noch keine fertigen und zugelassenen Endlager gibt (woran sie selbst Schuld tragen, weil sie alles, was in dieser Richtung unternommen wurde und wird, sabotieren). Dass es dennoch bereits fertige und praktikable Lösungen gibt, wird von den Medien totgeschwiegen. Die Medienabteilungen von KSB in Schweden und Posiva in Finnland wären gerne bereit, Journalisten Auskunft zu geben und sie herumzuführen: Warum geht denn keiner von ARD, ZDF und Co. dorthin? Weil es ihnen nicht in den Kram passt. Lückenmedien halt.
          Sie, Herr Müller, sind nach eigenem Bekunden Solarunternehmer. Ihnen geht es um nichts anderes als um die Maximierung Ihres ganz persönlichen Profits auf Kosten der Allgemeinheit. Dazu verbreiten Sie hier Lügen und Halbwahrheiten. Ich sage Ihnen mal nicht, was ich von Ihnen halte, die Leser hier werden schon wissen, wie sie Ihren Auftritt zu werten haben.
          Mfg

  8. Es gab in Fukushima keine Opfer durch Strahlung, es gab aber sehr viele Opfer durch die Strahlenschutzmaßnahmen der Evakuierung. Man hatte sogar die Intensivpatienten aus den Krankenhäusern abtransportiert, mit der Folge, daß ca. 50 Patienten sofort starben. DER SPIEGEL berichtete von 150 bis 600 Evakuierungsopfern (17/2016 S. 106 „Schön verstrahlt“). In diesem Falle war kein anderes Medium in D geneigt, dem „Leitmedium“ aus Hamburg zu folgen.
    Vieles kann man in den schon erwähnten Berichten der GRS nachlesen, auch die StrahlenschutzPRAXIS brachte dazu ein Themenheft heraus.

    Die Strahlenschutzgrundsätze nach LNT und ALARA sind der folgenreichste wissenschaftliche Irrtum der Menschheit, das ist einsichtig. In Deutschland wird darüber nichts geschrieben, eine Ausnahme ist EIKE.

    • Indem man eine „Rationierung“ einführte. Abschalten von Klimaanlagen, Stromkontingente an Universitäten usw..

      Tja, Pech gehabt, Ihr Argument „Man braucht keine Kernenergie“ zieht leider nur für Un-Informierte, zugegeben, das ist die überwältigende Mehrheit der Michels und Michelinen ….

  9. Solange die Kernenergiebefürworter nicht einmal in der Lage sind, diesen „Kernkraft – ja bitte“ Aufkleber unter die Leute zu bringen, wird sich an der Lage nichts ändern.

  10. …und vorgestern twitterte die sogenannte ‚Landeszentrale für politische Bildung‘ Baden Württemberg

    „Heute gedenken wir der vielen tausend Opfer der #Atomkatastrophe von #Fukushima. Am 11. März 2011 kollabierten mehrere Kühlsysteme im japanischen Atomkraftwerk Fukushima, Viele Hintergründe zu dem Unglück vor acht Jahren findet ihr in unserem #Dossier: https://www.lpb-bw.de/atomkatastrophe.html …“

    Was für ein Elend hierzulande…

    • Danke für den Link zur „Landeszentrale …“
      Ich habe denen geschrieben, was ich von der falschen Darstellung und Propaganda halte.
      Mal sehen, ob Antwort kommt

  11. Die GRS hat recht ordentlich von Fukushima Daiichi berichtet, den Unfallbericht erarbeitet und ist an der Aufarbeitung des GAU’s intensiv beteiligt. Über die Arbeiten berichtet die deutsche Presse nichts. Nach wie vor erscheinen von TEPCO regelmäßig Berichte zur Strahlenexposition vor. Kurzzeitig kann bei Vorliegen von berechtigtem Interesse das Sperrgebiet ohne Schutzkleidung betreten werden. Das gesamte Gebiet, soll bis 2022 komplett dekontaminiert sein.
    Auszug aus Monatsbericht 11.06.2018
    Personal auf dem Anlagengelände
    Strahlenexposition des Personals (MHLW): Es liegen Daten zur Strahlenexposition der Arbeiter bis zum 30.04.2018 vor. Im April 2018 waren insgesamt 7.304 Arbeiter auf der Anlage tätig, wobei eine mittlere externe Strahlenexposition von 0,28 mSv gemeldet wurde. Als Maximalwert wird 8,34 mSv bei einem Fremdarbeiter angegeben. Eine Überschreitung von Grenzwerten wurde nicht gemeldet.
    Strahlenexposition des Personals (TEPCO): TEPCO hat Strahlenexpositionswerte der Arbeiter bis zum 31.05.2018 im Rahmen einer Pressemitteilung am 30.03.2018 bekannt gegeben. Im Mai 2018 waren demnach insgesamt 7.210 Arbeiter auf der Anlage tätig, wobei eine mittlere externe Strahlenexposition von 0,25 mSv gemeldet wurde. Als Maximalwert wird 8,47 mSv bei einem Fremdarbeiter angegeben. Eine Überschreitung von Grenzwerten wurde nicht gemeldet.
    Es ist bemerkenswert, dass trotz erheblicher Fehler bei Bau, Betrieb und Unfallmanagement, kein Strahlenkranker zu verzeichnen ist. M.W. ist ein Fall von Lungenkrebs als Unfallfolge Daiichi anerkannt worden.

    • Zum Vergleich: Das fliegende Personal in Deutschland erhält am Arbeitsplatz hoch droben in >10 km Höhe im Mittel 2 mSv im Jahr zusätzlich, das Maximum liegt bei 10 mSv im Jahr. Diese Zahlen werden jedes Jahr in der Fachzeitschrift StrahlenschutzPRAXIS veröffentlicht. Von einem Jahr zum nächsten gibt es wenig Veränderung.
      Das Atomgestz gilt nur für den Umgang mit Kernbrennstoffen, aber nicht bei Höhenstrahlung und nicht im medizinischen Bereich. Die Strahlenschutzgesetzgebung ist grob falsch, es ist dringende Korrektur erforderlich. Aber Deutschland hat gerade neue noch strengere Strahlenschutzgesetze gemacht — Gute Nacht, Deutschland.

      • Für unsere Leser zum Vergleich zu obigem Bericht:
        Herr Lutz Niemann gab an, dass „das fliegende Personal im Mittel 2mSv im Jahr ..“
        2mSv sind 2.000 mikro Sv
        Überlegen Sie mal, was Sie im Flieger und beim Arzt ohne Probleme akzeptieren.

  12. naja Tschernobyl ist ja passiert weil die Sozialisten dort gegen die Sicherheitsbedenken einfach einen Shcmarrn gemacht haben. Nachdem der Sicherheitsverantwortliche zurückgetreten ist.

    Ausserdem war das alles halb so schlimm, die meisten erkrankten traten auf, weil es kein Jod gab für die Kinder. Sonst sind da SEHR WENIGE (100 Personen) gestorben.

    Die Gruselpropaganda vonwegen 10.000 und co sind einfach Lügen.

    Fritz

    • Neben Unfalltoten gab es immerhin 41 Strahlentote in Tschernobyl. Im Gebiet Fukushima trotz gleicher Einstufung keine. Alles andere ist Spekulation und passt zu ANGSTMACHE.

  13. Nach Frau Roth und natürlich wortgleich in der Tagesschau, kein Zitat sondern Meldung, sind damals die vielen Leute wegen des Tsunamis UND des Reaktorunfalls umgekommen!

  14. Ich verstehe nicht, wieso Sie sich in Grund und Boden schämten. Hätte IRGENDJEMAND diese Katastrophe verhindern können? Und sie ist mit Tschernobyl ja auch nicht vergleichbar, wie sie verdienstvoller Weise in Erinnerung rufen. Was wohl auf Istanbul zukommt, wenn das lange angekündigte Erdbeben dann doch mal eintritt – vergleichbare, wenn auch noch verschärfte Situation? Oder war man so klug, AKWs in gefahrloseren Regionen zu bauen? Wie steht es mit den Sicherungen gegen BLACKOUT der verschiedensten Art in Europa?
    Es gebührt Ihnen das Verdienst, auf die Probleme hingewiesen zu haben und für rationale Lösungen einzutreten.

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