Der Februar zeigt seit über 100 Jahren keine Erwärmung, seit gut 30 Jahren wird er kälter.

Foto Kowatsch: Die ersten Krokusse zeigten 2019 bereits Ende Februar das Ende des Winters an.

Der Februar ist der letzte der drei Wintermonate und zugleich der Übergang zum Vorfrühling. Das war 2019 in den letzten 10 Tagen des Monates deutlich zu spüren. Der DWD gibt den Monat mit 3,9 bis 4°C im Schnitt an, also deutlich milder als letztes Jahr.

Im Folgenden wollen wir uns wieder fragen, wo ist die diesjährige Februartemperatur von etwa 4°C einzuordnen: a) Innerhalb eines langen Zeitraumes? b) innerhalb der letzten 100 Jahre und c) wie verhielten sich die letzten 30 Februarmonate und schließlich der Monat Februar in der Gegenwart

Die Ausgangslage der CO2-Erwärmungskirche: Es sollte immer wärmer geworden sein aufgrund der Zunahme der Treibhausgase, insbesondere von Kohlendioxid, und in den letzten beiden Jahrzehnten sollte der Erwärmungstrend besonders stark sein. Und vor allem die Wintermonate wären die ersten Opfer der Erwärmung, orakelte die gesamte Klimakirche vor 20 Jahren. Deutschland wird keine Winter mehr erleben, verkündete schließlich in messianischem Eifer M. Latif und dieser Klimaclown wird immer noch gut bezahlt und von den Medien hofiert. Im Artikel soll gezeigt werden, dass nichts von all den Behauptungen auf den Monat Februar zutrifft.

Beginnen wir mit einer Wetterstation, die schon zu Mozarts Zeiten die Temperaturen erfasste, genauer die Messungen erfolgten durch Mönche auf dem Hohenpeißenberg in Oberbayern an einem Turmzimmeranbau an der Nordwand der damals noch unbeheizten Klosterkirche. Kein Februarsonnenstrahl erwärmte die Wand. Der Berg ist heute besiedelt, u.a. mit einem nach dem Kriege erbauten DWD-Klimazentrum. Die Wetterstation liegt heute in freier Natur und etwas tiefer gelegen, d.h. die Sonnenstrahlung wird seit 50 Jahren in der Wetterhüte miterfasst, und zwar so wie es den DWD-Richtlinien entspricht. Da die Sonne in den Wintermonaten jedoch weniger Wirkung hat, lassen sich die Temperaturen gut mit den früheren Zeiten des alten Standortes vergleichen. Der Hohenpeißenberg gehört im Winterhalbjahr zu den wärmeinselarmen Orten, im Gegensatz zu den Wetterstationen in Städten, wo allein schon durch die Heizungszunahme und mit dem KFZ-Verkehr mehr an Wärme eingetragen wird.

a) Februarentwicklung innerhalb eines langen Zeitraumes auf dem Hohenpeißenberg

Grafik 1: Seit 1787, also seit Mozarts Zeiten haben sich die Februartemperaturen auf dem Hohenpeißenberg kaum verändert. Das Startjahr der Betrachtung lag auf dem Höhepunkt einer Warmphase, wie die letzten 30 Jahre, also das rechte Ende der Grafik. Der Monat hat eine große Streuung und alle Temperaturen zwischen +5C und -10C muss man als normal bezeichnen. Damit sind die Temperaturen des diesjährigen Februars auch im normalen Bereich, allerdings deutlich über dem Schnitt der letzten 223 Jahre
  1. Die Februartemperaturen Deutschlands seit 1918 = 102 Februarmonate

Obwohl wir vor über 100 Jahren ein ganz anderes Deutschland mit anderen Grenzen und Messstationen an anderen Plätzen hatten, meint der DWD, dass die Temperaturvergleiche mit früher trotzdem möglich wären, weil die Meteorologen in Offenbach die ständigenm Ortsveränderungen der Thermometer weitgehend durch die richtige Auswahl neuer Stationen neutralisiert hätten. Das könnte eventuell sogar gelungen sein. Allerdings konnten sie die wachsende Verstädterung Deutschlands und damit verbundene Zusatzerwärmung nicht aus den Daten herausrechnen. Diese Zusatzwärme ist in die monatliche Temperaturerfassung integriert. Es handelt sich um eine menschengemachte Zusatzwärme, die nicht durch CO2 hervorgerufen wird, sondern vom zunehmenden Wärmeinseleffekt um die Stationen des DWD herum herrührt. Auch die kleinen Dörfer haben ihre Einwohnerzahl seit 100 Jahren meist verdoppelt bis verfünffacht. Dazu wurden früher in den Häusern nur ein Raum, die Küche ständig beheizt. Der Energieverbrauch und damit auch die Aufwärmung auch der kleinen ländlichen Ortschaften können bisweilen doch erheblich sein. Ländliche DWD-Wetterstationen sind also nur dann wärmeinselarm, wenn sich der Ort und die unmittelbare Umgebung der Wetterstation innerhalb des Grafikzeitraumes nicht verändert haben. Und solche Bedingungen erfüllt fast keine DWD-Station.

Wir haben die Daten der knapp 2000 DWD-Wetterstationen für den Monat Februar nicht wärmeinselbereinigt, was man eigentlich bei Vergleichen über die letzten 100 Jahre tun müsste, um nachzuprüfen, wie sich die Temperaturen des Monates ohne die menschengemachte Zusatzwärme entwickelt hätte. Trotzdem ist das Ergebnis erstaunlich.

Grafik 2: Der Monat Februar zeigt das gewohnte Bild aller deutschen Monate. Im letzten Jahrhundert wurde der Monat zunächst kälter bis über die Jahrhundertmitte hinaus. Vor der Jahrtausendwende wurde der Monat durch einen Temperatursprung in den 80-er Jahren wieder wärmer und erreichte ein neues Plateau, auf dem wir uns derzeit befinden.

Das derzeitige Plateau liegt nach dieser DWD-Grafik etwas höher als das vor über 100 Jahren. Wärmeinselbereinigt wären beide Plateaus, also das um 1920 und heute gleich hoch, bzw. der Februar wäre derzeit leicht kälter wie vor 100 Jahren.

Leider gibt es keine einzige deutsche Wetterstation, deren Umgebung ganz unverändert geblieben ist und noch so dasteht wie vor 100 Jahren. Wir wollen als Beispiel aber doch die Zugspitze betrachten, deren Besucherströme und der damit verbundene wärmende Ausbau erst nach der Einheit so richtig zugenommen haben und derzeit verstärkt anhält und Deutschlands höchster Berg mit 2962 m Höhe noch bis vor der Wende mit weniger Touristen und mit weniger Zusatzwärme beeinflusst war.

Grafik 3: Die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg zeigt einen ähnlichen Temperaturverlauf wie die Deutschlandtemperaturen. Allerdings ist das momentane Temperaturplateau nicht so ausgeprägt wie beim DWD-Februarverlauf der letzten 102 Jahre.

Ergebnis 1: Die Zugspitze, momentan im Winter noch mit weniger Zusatzwärme aus den Wärmeinseln beeinflusste Wetterstation zeigt über die letzten 102 Jahre gar keine Erwärmung.

Die drei Grafiken beweisen erneut, dass die behauptete CO2 induzierte Erwärmung im Monat Februar wirkungslos ist, falls es sie überhaupt geben sollte. Denn kein einziger Nachweisversuch konnte die behauptete Klimasensitivität von CO2 bislang bestimmen. Entweder ist der Wert zu klein und deshalb unbedeutend für das Klima oder es gibt überhaupt keine CO2-Treibhauswirkung.

Die letzten 32 Jahre des Monates Februar in Deutschland

30 Jahre sind laut WMO- Definition ein klimatisch relevanter Zeitraum, deshalb ist es interessant, diesen Zeitraum anhand der Daten des DWD näher zu untersuchen. Die einzelnen deutschen Stationsleiter erheben ihre Daten gewissenhaft, und auch die wissenschaftlich ausgebildeten Mitarbeiter in der 2.ten Reihe des DWD werten die Einzelergebnisse sorgfältig aus. Nur eben, dass die einzelnen Jahreswerte nicht wärmeinselbereinigt sind. Allerdings ist anzumerken, dass innerhalb der letzten 30 Jahre die wärmende Umgebungsveränderung bei den DWD-Stationen weniger gravierend ist als bei einer Betrachtung über einen längeren Zeitraum.

  1. Betrachtung seit dem letzten Temperaturplateau.

Das Ergebnis ist überraschend, weil es den ständigen Medienerwärmungsmeldungen, die auf uns Deutsche hereinprasseln, widerspricht. Diese nun folgenden Grafiken werden natürlich in den Medien nicht abgebildet, sondern immer nur behauptet, dass es wärmer würde und dann orakelt, dass die Folgen der katastrophalen Erwärmung (welche Erwärmung?) immer deutlicher spürbar wären.

Die letzten 32 Februarmonate in Deutschland

Grafik 4: Der Monat Februar wurde in den letzten 32 Jahren deutlich kälter in Deutschland, das zeigen die vom Deutschen Wetterdienst bzw. von den einzelnen Stationsleitern sorgfältigst erhobenen Temperaturdaten. Die Februarabkühlung beträgt bei den DWD-Stationen etwa 1 Grad. Allerdings sind die Daten nicht wärmeinselbereinigt, sonst wäre die Trendlinie noch fallender.

Wärmeinselarme Stationen:

Nun gibt es in Deutschland auch Wetterstationen, deren Umgebung sich in den letzten 30 Jahren weniger durch menschliche Zusatzwärme verändert hat. Wie oben erwähnt, scheidet die Zugspitze wegen der umfangreichen Baumaßnahmen, die seit 10 Jahren verstärkt anhalten, als wärmeinselarme Station für die letzten 30 Jahre und erst recht für die letzten 20 Jahre aus.

Amtsberg im Erzgebirge im Vergleich mit den fast 2000 DWD-Stationen

Die Wetterstation Amtsberg steht im kleinen Teilort Dittersdorf und der Stationsleiter hat uns versichert, dass seine Station seit 1982 keinerlei Veränderungen erfahren hat. Auch die Umgebung seines kleinen Wohnortes habe sich baulich kaum verändert. Somit zeigt die Wetterstation die tatsächliche Februar-Klimaentwicklung in der freien Fläche des Erzgebirges.

Grafik 5: Wärmeinselarme Wetterstationen – hier das Beispiel Amtsberg – zeigen im Vergleich zum Gesamtschnitt der DWD-Wetterstationen eine stärkere Abkühlung des Monats seit Erreichen des letzten Temperaturplateaus, was auch zu erwarten war.

Die ländliche und wärmeinselarme Station Amtsberg/Dittersdorf zeigt zweierlei: Einmal ist sie kälter als die Summe der DWD-Stationen, weil der Großteil der DWD-Messungen in den Städten und Flughäfen ermittelt wird. Und der Flugverkehr hat bekanntlich in den letzten 30 Jahren beträchtlich zugenommen. Zum anderen geht die Trendlinienschere immer mehr auseinander. Die freie Fläche in Deutschland – das sind 85%- kühlt viel stärker in den letzten 30 Jahren ab als der Gesamtschnitt

Eine weitere WI-arme DWD-Wetterstation ist Rosenheim. Die Wetterstation steht seit 2006 am heutigen WI-armen Standort in den Innwiesen nördlich und außerhalb des Stadtgebietes. Wenn das so weitergeht, dann wird es noch häufiger Wintereinbrüche im Voralpenland mitten im Winter geben.

Grafik 6: Die ländlich geprägte und deshalb eher wärmeinselarme DWD-Wetterstation der Stadt Rosenheim im bayrischen Voralpenland zeigt eine deutlichere Februarabkühlung als der Schnitt der restlichen DWD-Stationen. Beachtenswert ist der eher kühlere Februar 2019 im Vergleich zum DWD-Schnitt.

Ergebnis 2: Bei den wärmeinselarmen, ländlich geprägten Stationen Rosenheim im Voralpenland und Amstberg/Dittersdorf im Erzgebirge ist die Februarabkühlung wie erwartet stärker als beim Schnitt der DWD-Stationen. Somit zeigt auf dem Lande der Monat Februar genauso wie der Monat Januar eine beachtliche Winterabkühlung seit dem Erreichen des letzten Temperaturplateaus. Dabei haben die CO2-Konzentrationen, die laut Erwärmungsglauben in allen Monaten erwärmend wirken sollten, überall auf der Welt letzten 30 Jahren gleichmäßig zugenommen.

Eine CO2-Treibhauserwärmung ist ein Irrglaube, weil

  1. Der Februar in Deutschland seit 30 Jahren wieder kälter wird.
  2. Bei ländlichen Stationen mit weniger menschenerzeugter Zusatzwärme ist die Abkühlung noch deutlicher.

Februar in der Gegenwart – seit dem neuen Jahrtausend.

Als Gegenwart definieren wir das neue Jahrtausend. Gerade in diesem Zeitraum wurden wir Deutsche besonders geängstigt über die Gefahr einer zunehmenden menschenverursachten Klimaerwärmung. Angeblich wären wir mittendrin und besonders die Wintermonate und die Gegenwart sollten abrupt wärmer werden, so die Prognosen der gläubigen CO2-Erwärmungswissenschaft.

Die Realität der deutschen DWD- Wetterstationen zeigt das genaue Gegenteil:

Grafik 7: In der Gegenwart, also seit der Jahrtausendwende ist die Trendlinie des Monates Februar stärker negativ als über 30 Jahre. Der Hauptteil der Abkühlung des Monates Februar passierte also in den letzten 20 Jahren in diesem Jahrtausend.

Ergebnis 3: Besonders in den letzten 20 Jahren wurden wir Deutsche durch falsche Medienberichte geängstigt: Eine katastrophale Erwärmung wurde uns prophezeit und die drei Wintermonate sollten doch die Vorreiter der Erwärmung sein. Insbesondere die behördlich anerkannten und ideologisierten deutschen Umweltverbände wie BUND, NABU, WWF und Greenpeace malten ihren Mitgliedern wahre Katastrophenszenarien in ihren Mitgliederzeitschriften der letzten beiden Jahrzehnte vor.

Klima ändert sich immer und wir sind immer mittendrin. Die wirkliche Klimaänderung des Monates Februar seit 30 Jahren heißt Klimaabkühlung. Wie es weitergeht weiß niemand, denn das Klima der nächsten 30 Jahre ist nicht vorhersagbar. CO2 konnte beim Monat Februar keinerlei Erwärmung bewirken. Nur der menschenverursachte Wärmeinseleffekt bremste je nach Standortumgebung die Februarabkühlung.

Ein Blick in die USA:

Die Dale-Enterprise Wetterstation liegt in Virginia bei einer isoliert stehenden Farm in der freien Landschaft. Allerdings breitet sich die nächste Stadt Harrisonburg immer mehr in Richtung der Wetterstation aus. Trotzdem handelt es sich ähnlich wie auf dem Hohenpeißenberg in Grafik 1 um eine wärmeinselarme Wetterstation

Grafik 8: Die sehr ländliche Virginia Wetterstation zeigt keinerlei Februarerwärmung seit ihrem Bestehen. Es handelt sich um die älteste Wetterstation in Virginia und die drittälteste in den USA. Beachtenswert sind aber die letzten 3 Februarmonate, die deutlich über dem Schnitt der letzten 140 Jahre liegen.

Und die letzten 30 Jahre in Virginia/USA

Grafik 9: Die ländliche wärmeinselarme Station in Virginia zeigt die gleichen deutlichen Februarabkühlungen wie ländlichen Wetterstationen bei uns.

Zusammenfassung:

Der angebliche wärmende CO2-Treibhauseffekt hatte keine erwärmende Wirkung beim Monat Februar. Hätte sich Deutschland in den letzten 100 Jahren nicht verändert, dann wären die Februartemperaturen der Gegenwart sogar etwas unter dem Temperatur-Wellenberg vor über 100 Jahren. Einzig in den Städten und in den anderen Wärmeinseln wurde der Februar in den letzten 100 Jahren wärmer.

Und die letzten 30 Jahre? Es bleibt fraglich, ob es überhaupt eine deutsche Wetterstation gibt, in welcher der Monat Februar in den letzten 30 Jahren wärmer wurde. Denn auch Berlin, München und Düsseldorf wurden trotz starkem WI-effekt und der menschenerzeugten Zusatzwärme leicht kälter.

Es wird Zeit, dass dem CO2-behaupteten Erwärmungs- und Geschäftsmodell der Klimakirche endlich der Todesstoß versetzt wird und mehr Ehrlichkeit in die Diskussion eingebracht wird. Außer durch den wachsenden Wärmeinseleffekt trägt der Mensch keine weitere Erwärmung in die Erdatmosphäre ein. Der CO2-Klimaschutz ist ein Geschäftsmodell. Gegen eine CO2-Einsparung aufgrund verbesserter Technik ist grundsätzlich nichts einzuwenden, nur: wir schützen damit kein Klima.

Wichtig bleiben Natur- und Umweltschutz, dazu bekennen wir uns ausdrücklich.

Josef Kowatsch,

Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimawissenschaftler.

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16 Kommentare

  1. Ich halte lange Zeitreihen (siehe Grafik 1) sehr aufschlussreich. Ich habe für einige Mess-Stationen aus dem GHCN-Netzwerk mit langen Zeitreihen die Ausgleichsgerade für die Februar-Temperaturen im Zeitbereich 1787-2019 berechnet:

    CET (E); 1787; 4,0 °C; 2019; 4,2 °C; StAbw; 1,8 °C
    Berlin(GM); 1787; -0,7 °C; 2018; 1,1 °C; StAbw; 3,0 °C
    Hohen-Peißenberg (GM); 1787; -1,1 °C; 2019; -1,0 °C; StAbw; 2,9 °C
    Padua (IT); 1787 4,1 °C 2010; 4,5 °C; StAbw; 1,8 °C
    De Bilt (NL); 1787; 1,8 °C; 2018; 3,0 °C; StAbw; 2,5 °C

    Die Temperatur-Änderung schwankt stark. In den meisten Fällen ist sie kleiner als die Standard-Abweichung der Einzel-Messungen. Es ist schwierig aus den Februar-Daten mitteleuropäischer Stationen ein eindeutiges CO2-Signal abzuleiten.

    • „Wenn der Februar und der Januar und und …. auf dem Hohenpeißenberg kälter werden, woher kommt dann die markante Erwärmung im gesamten Jahresgang?“

      Um diese Frage zu beantworten, kann man die Korrelation zwischen der monatlichen atmosphärischen CO2-Konzentration (Zugspitze) und der Monats-Mittel-Temperatur im Zeit-Intervall 1958-2018 analysieren. Hierzu vergleiche ich die Station Hohen-Peißenberg (HoPB) mit der Station Potsdam;
      MM;HoPB;Potsdam
      01;0,23;0,23
      02;0,02;0,19
      03;0,29;0,25
      04;0,43;0,53
      05;0,40;0,43
      06;0,52;0,22
      07;0,45;0,39
      08;0,52;0,48
      09;0,04;0,26
      10;0,18;0,12
      11;0,27;0,24
      12;0,35;0,30
      ;0,69;0,64
      Im Sommer ist die Korrelation höher als im Winter. Der HoPB hat jedoch zwei Ausreißer im Februar und im September. Die niedrige Korrelation im Februar kann man vielleicht mit der Schneebedeckung in den Alpen erklären. Für den September habe ich keine Erklärung.

    • Herr Heinecke
      zu Ihrer Frage: In der Tat ist es so, dass die Sommer auf dem HPB wärmer wurden, was die Jahrestrendlinie wie in ihrem DWD-link angegeben, nach oben zieht. Für die CO2-Gläubigen müßte das heißen, dass CO2 im Sommer stärker wirkt als im Winter, was nicht der Fall sein kann. Wohl aber können Sie sich dieses Verhalten teilweise mit dem WI-effekt erklären, der im Sommer immer höher ist als im Winter. Sicher gibt es noch andere Erklärungen und eine weitere will ich gleich nennen: Der DWD hat die Reihen des HPB in die falsche Richtung korrigiert. Den Beginn nach unten, die Neuzeit nach oben. Wenn Sie mit den Originaldaten arbeiten, dann ergeben sich bei den Sommertemperaturen allerdings auch seltsame Grafiken: 200 Jahre lang, also 1781 bis 1980 zeigen die drei Sommermonate auf dem HPB gar keine Erwärmung, sogar eine minimal fallende Trendlinie. Ab 1981 zeigt die Grafik dann einen plötzlichen enormen Sommer-Anstieg mit y = 0,052x. WI-effekt?, Thermometertausch? Standortveränderung? Oder trocknet der Berg aus, weil die umliegenden Ortschaften unterhalb des Bergers das Land trockenlegen? Das Peitinger Moor gibts nicht mehr. Keine Ahnung, was die Gründe dieser plötzlichen Sommererwärmung sind. Bitte nennen Sie mir ihre Vermutungen, da wir über dieses Phänomen einen Sommerartikel vorbereiten.

    • Auf unten stehender Seite erklärt Günther Aigner, die Zukunft für den Skisport in Österreich. Er ist recht optimistisch. Man muss sich ein wenig hineinwühlen in die Videos und Studien über die einzelnen Skigebiete. Jedenfalls kommt er hier zu der Aussage, dass die Temperatur in den Skigebieten i.d.R. in den letzten 30 Jahren um 1,3°C gefallen sind. In einem mit 0,9°. Das im Jahresmittel die Temperatur gestiegen ist liegt an den höheren Sommertemperaturen von +2, +2,5° auf Grund der vermehrten Sonnentage und der höheren Sonneneinstrahlung.

      https://www.zukunft-skisport.at/

      Vielleicht könnte auch ein Klimaforscher zu Erklärung nachweisen, dass im Winter weniger CO2 (wie früher) und im Sommer mehr CO2 (wie früher) vorhanden ist.

    • Auch nichts für ungut, aber ich sehe bei Betrachtung der letzten 100 Jahre dzt. den Höhepunkt einer Schwingung. Bei Betrachtung der letzten 30 Jahre (man muss sich halt den gleitenden Durchschnitt der 100 Jahre wegdenken und dafür eine Regressionsgerade hinzudenken – auch ein Lineal hilft) kommt man auf einen Rückgang von knapp 1 K.
      Sagt natürlich nichts über die restliche Welt aus.

        • Vielleicht habe ich mich auch nur schlecht ausgedrückt. Schneiden sie die Grafik bei 1990 ab und werfen sie den linken Teil weg. Was übrig bleibt, ist eine leichte Abkühlung. Herr Kowatsch hätte wahrscheinlich keine Freude, wenn man das als Rosinenpickerei bezeichnen würde, aber immerhin hätten wir schon 30 Jahre für die Klimadefinition.
          Wobei sie natürlich Recht haben, dass die letzten 100 Jahre eine minimale Erwärmung zeigen. Stärker wäre sie, wenn sie die letzten 70 Jahre betrachten.
          Vorsicht! Wenn man nur einen Teil der Grafik betrachten will, ist sowohl der gleitende Durchschnitt als auch die Regressionsgerade neu zu berechnen!

          • Abgesehen davon, dass es um eigentlich um die letzten 100 Jahre ging, habe ich in der Grafik das gleitende Mittel der letzten ca. 30 Jahre noch mal extra markiert, um zu verdeutlichen, dass da keine Abkühlung ist.

          • Herr Pecka, Herr Guthmann
            zu: „Wobei sie natürlich Recht haben, dass die letzten 100 Jahre eine minimale Erwärmung zeigen“
            Das ist richtig ausgedrückt, die Frage ist nun aber, ob der Februar seit 100 Jahren auch minimal wärmer wurde. Die Reichswetterstationen damals standen bei ganz anderen, viel kälteren Plätzen als heute. Wohl keine einzige DWD-Station steht noch so wie vor 100 Jahren. Das ist alles im Artikel ausführlich beschrieben. Versuchen Sie mal nur eine einfache Korrektur zum realen Vergleich. Geben sie den ersten 50 Jahren einen Korrekturfaktor von 0,5 K dazu. Extrem kalte Februarmonate gibt es seit 25 Jahren nicht mehr, die werden einfach aus unseren Siedlungen rausgeheizt. Wir sind uns einig: Mit Kohlendioxid ist das alles nicht erklärbar. Außer meiner Erklärung gibt es noch sicherlich weitere richtige, aber eben nicht CO2-THE

          • Herr Guthmann, ich habe mir jetzt nochmal ihre bearbeitete Grafik angesehen. Ein nachziehen von 30 Jahren eines gleitenden Durchschnitts über 100 Jahre ergibt keine Regressionsgerade über 30 Jahre.
            Herr Kowatsch, wir sind uns da eigentlich einig.

          • @Martin Pecka Habe ich auch nicht behauptet. Aber wie auch immer, ich sehe aber weder in den letzten 100 Jahren, noch in den letzten 30 Jahren einen Abkühlungstrend.

      • Herr Pecka am 13. März um 0:03

        „Schneiden sie die Grafik bei 1990 ab und werfen sie den linken Teil weg. Was übrig bleibt, ist eine leichte Abkühlung […], aber immerhin hätten wir schon 30 Jahre für die Klimadefinition.“

        Immer wieder das Gleiche:
        Klima ist der statistische Durchschnitt atmosphärischer Zustände (i.d.R. min. 30 Jahre).
        Wenn Sie also 30 Jahre betrachten haben sie im Sinne der Klimatologie _einen_ Wert. Aus _einem_ Punkt kann man _keinen_Trend_ ableiten.

        • Niemand hat behauptet (auch Herr Guthmann nicht), aus diesem Diagramm eine Klimaänderung herauszulesen!
          Vielmehr geht es 1. um einen Trend der Februartemperaturen und 2. was man mit rosinenpicken herauslesen kann.
          Die Skepsis bzgl. Rosinenpickerei gilt für mich sowohl gegenüber Klimalalarmisten als auch -realisten.

  2. Da zeigt sich mal wieder, dass sich mit Datenbergen ganze Kontextgebirge versetzen lassen – wenn wesentliche Informationen, die über lange Zeiträume miteinander verwoben wurden, ignoriert werden.

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