Klimagate Fortsetzung: Die E-Mails der Mann’schen Hockey­schläger-University of Arizona sind jetzt öffent­lich

Offizielle Klima-„Wissenschaft“ besteht darin, eine Nebelkerze nach der anderen zu werfen! Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Anthony Watts
[Vorbemerkung des Übersetzers: Das Folgende ist im Grunde wieder ziemlich brisant. Aber welches öffentliche Medium nimmt davon Kenntnis? – Die Inhalte der Dokumente werden ggf. unter der jeweiligen Abbildung kursiv gesetzt übersetzt]
Nach Jahren der Versuche, ihre Veröffentlichung zu verhindern, sind die E-Mails jetzt nach der Anordnung seitens eines Richters (hier) veröffentlicht, und wir haben sie hier.

Es ist eine prall gefüllte Fundgrube und enthält auch einige Duplikationen früherer Veröffentlichungen.

Betrachten wir zunächst den Veröffentlichungsbrief der University of Arizona, in welchem die näheren Verfahren zum Herunterladen beschrieben werden:

Die veröffentlichten Files enthalten E-Mails von Michael Mann bis zu Malcol Hughes, Eugene Wahl, Caspar Amman, Ray Bradley und Jonathan Overpeck. Außerdem gab es zusätzliche Anforderungen für den gesamten Schriftverkehr der UEA (Phil Jones an der CRU).

Die Anforderung im Rahmen des Informationsfreiheits-Gesetzes datiert bis zurück zum Dezember 2011 – so lange hat es gedauert, bis alles veröffentlicht war. Mann hat die ganze Zeit über gegen die Veröffentlichung gekämpft.

Hier folgt ein Beispiel, in welchem Keith Briffa von der CRU sagt, dass die Mann’schen Daten (und andere) tatsächlich eine Mittelalterliche Warmzeit zeigen:

(Gekürzte) Übersetzung: Hallo zusammen,

Dass ich bisher so ruhig geblieben bin, sollte man nicht als mangelndes Interesse auslegen. Ich mag Broeckers Brief nicht, aber ich habe mir den Kopf zerbrochen, wie man jetzt am besten vorgeht. Der beste Weg ist wohl, ihm keinen Raum für melodramatische Antworten zu geben. Sein Brief ist konfus und sorgt für mehr Verwirrung als Klarheit, geschweige denn dass er Beweise bringt. … Man braucht eine längere und detailliertere Entwirrung und Diskussion. Eine würdige Antwort sollte eine sein, bei der man den Leuten einhämmern muss, dass die Mann’sche Rekonstruktion TATSÄCHLICH Hinweise auf die Mittelalterliche Warmzeit zeigt. Das Problem ist, dass diese besser aufgelöst sein sollte hinsichtlich Timing und Größenordnung und einfache, schlecht aufgelöst und subjektiv gewichtete Daten enthält. …

[Hervorhebung im Original]

Es gibt noch weitere Argumente von Keith Briffa hinsichtlich der Mann’schen Daten und auch von der Mann’schen Behauptung, dass der „Screening“-Prozess zu entscheiden, ob man gewisse Proxydaten aufnehmen sollte, tatsächlich eine gute Sache ist. Es gab vor ein paar Jahren einen Rückschlag, als man entdeckte, dass Mann bereits in der Voruntersuchung die Daten so verzerrt hat, dass ihm die Ergebnisse passten … und doch beschreibt er in diesem E-Mail-Austausch, dass das Verfahren „objektiv“ ist:

[Übersetzung: Zitat von „Michael Mann“:

Hallo Ray,

Nun, anders ist hier, dass wir tatsächlich alle Proxies prüfen um zu erkennen, ob sie ein verifizierbares Signal aufweisen (Temperatur oder Niederschlag) im Vergleich zur instrumentellen Aufzeichnung. Wir versuchen also, ein objektives Verfahren anzuwenden anstatt einfach nur zu entscheiden, was wir für gut halten oder nicht.

Ich stimme zu, wir müssen überflüssige Proxies eliminieren, aber für die nicht überflüssigen Proxies spreche ich mich dafür aus, mittels desPrüfverfahrens zu entscheiden, ob wir die Daten nutzen oder nicht.

Hervorhebung im Original].

Die Antwort von Mann auf die Veröffentlichung von McIntyre und McKitrick in E&E lautet:

[Übersetzung: Hallo zusammen,

dies flatterte von jemandem auf meinen Schreibtisch, dessen Namen ich vertraulich halten will.

Wer weiß, welche Trickserei angewendet und wurde und welcher selektive Gebrauch von Daten erfolgte. Es ist klar, dass „Energy & Environment“ von den Schlechten betrieben wird – nur ein Anreißer für die Industrie, welche die Originalstudie von Soon und Balunias noch einmal veröffentlicht sehen möchte, wie sie eingereicht wurde bei „Climate Research“ ohne sie zu überarbeiten. Offenbar tun sie es jetzt wieder…

Ich schlage vor, darauf folgendermaßen zu reagieren:

1) Die Studie sollte als Trick propagiert werden, wenn sie in einem so genannten „Journal“ erscheint, von dem man schon weiß, dass es sich Standardverfahren der Begutachtung widersetzt hatte. Zum Beispiel ist klar, dass niemand, den wir kennen, um eine „Begutachtung“ dieser so genannten Studie gebeten worden ist.

2) Wir müssen betonen, dass die Behauptung Unsinn ist, sind doch zahlreiche andere Forscher schon zum gleichen grundlegenden Ergebnis gekommen – mit unterschiedlichen Daten und elementaren Verfahren der Zusammenstellung derselben.

Wer weiß, welchen Taschenspielertricks sich die Autoren dieses Machwerks bedient haben. Natürlich werden die üblichen Verdächtigen sich daran machen, diesen Mist zu verbreiten. Wichtig ist es hier zu leugnen, dass diese Studie irgendeine intellektuelle Glaubwürdigkeit besitzt und – falls die Medien vorstellig werden – sie zu verwerfen, weil sie so unsinnig ist.

Danke für eure Hilfe Mike

—————

Zwei Menschen haben eine Studie bei ,Energy and Environment‘ eingereicht, welche den Worten von Cato/Marshall und einem Typen von CEI [= Competitive Enterprise Institute] zufolge „…behaupten wird, dass Mann willkürlich Paläodaten ignoriert hat in seiner eigenen Aufzeichnung und dass er andere Daten eingesetzt hatte, welche seine Ergebnisse dramatisch beeinflussten.]

Da gibt es noch Einiges, was durchforstet werden muss, und einige E-Mails stammen noch aus der Original-Klimagate-Veröffentlichung.

Ich lade alle ein, diese Dokumente zu lesen und zu bewerten sowie auf jeden interessierenden Punkt in Kommentaren hinzuweisen.

Hier sind die Dokumente zum Herunterladen:

 Chris Horner, Government Accountability Oversight – Response Close 2-27-19 (00115527xC3E11)

  00249611

  00249725

  E E matter. Exemplar Records Release Privilege Log (00115528xC3E11)

00249611

  00249725

  ATI-U-of-A-Hughes-Overpeck-FOI-Request

  E E – Overpeck. Log of Responsive Nonresponsive Records (00114879xC3E11)

  E E. Overpeck email records released to E E 2-5-19 per court order (00114885xC3E11)

  Malcolm Hughes – Log of Redactions Peer Review Withholding (00115522xC3E11)

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/03/04/climategate-continues-the-mann-hockeystick-university-of-arizona-emails-are-now-public/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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10 Kommentare

  1. Aus den Emails:
    „Jan than> >>averaged the 2 RCS chronologies together to produce a single chronology> >>extending back to AD 800. It has a very well defined Medieval Warm Period -> >>Little Ice Age – 20th Century Warming pattern, punctuated by strong decadal> >>fluctuations of inferred cold that correspond well with known histories of> >>neo-glacial advance in some parts of the NH. The punctuations also appear,> >>in some cases, to be related to known major volcanic eruptions.“ (Seite 5)
    http://climatelitigationwatch.org/…/up…/2019/02/00249611.pdf

  2. Ich zitiere aus MBH 99:

    „Our reconstruction thus supports the notion of relatively warm hemispheric conditions earlier in the millennium, while cooling following the 14th century could be viewed as the initial onset of the Little Ice Age sensu lato.“

    Da ist es ja wirklich toll, dass man das jetzt nicht nur im Paper von Mann et al,, sondern auch in einer bisher unveröffentlichten Email von Briffa lesen konnte. Bleiben Sie am Ball!

    • Briffa hat seinen Hockeystick gar ab 1960 abgeschnitten und durch Wetterstationsdaten ersetzt. Man erst ab 1980. Weil die Proxydaten am Ende einen Temperaturabfall zeigten und keinen Anstieg. Hide the decline.

      Was soll man von solchen Leuten halten, die dann auch noch fürs IPCC arbeiten dürfen. Vermutlich weil sie genau das liefern, was erwünscht ist und dabei keine Skrupel haben.

      • Lieber Herr Krüger,

        wollen Sie wirklich die Debatte von vor 10 Jahren wiederholen? Die Frage ist doch eher, was die Emails an Neuigkeiten enthalten, und da bin ich sehr enttäuscht:

        Die erste Mail enthält gelb markiert eine Passage, die man schon im Originalpaper MBH 99 nachlesen konnte.

        Dann kommt eine Mail, in der gelb markiert wird, dass Mann die Robustheit seiner Auswertung prüft. Da hätte ich es eher merkwürdig gefunden, wenn ein Wissenschaftler nicht selbstkritisch seine Ergebnisse prüft.

        Und dann noch eine Mail zum Paper von Soon&Balieras, das für Hans von Storch Anlass gab, von seinem Posten als Chefredakteur zurückzutreten.

        Kurz: Ein Artikel darüber, dass man nichts von Interesse in den Mails gefunden hatte.

  3. Wen wunderts. M. Mann hat sogar ein Comic-Buch veröffentlicht The Madhouse Effect. Der Tollhauseffekt mit Stefan Rahmstorfs Vorwort.

    Dort zieht er so richtig vom Leder. Gegen Trump, Fred Singer, etc..

    Alle gekauft und böse Rechte. Die Ausgeburt des Bösen.

    Bei dieser Weltanschauung ist es nicht weiter verwunderlich, dass man die mittelalterliche Warmzeit verschwinden lässt und den Abfall der Proxydaten am Ende durch Wetterstationsdaten ersetzt. Hide the decline. Und fertig ist der Hockeystick im Kampf gegen des Klimaböse.

    Mann hat auch mal angeblich einen Brief mit weißen Pulver als Inhalt zugeschickt bekommen, daraufhin löste er Antraxalarm aus. Wer kommt denn an Antrax? Eher doch wohl Leute aus dem nahen Osten und deren Linke Freunde.

    • Das Anthrax das nach den 9/11 Anschlägen verschickt wurde kam aus Fort Detrick, Maryland. 6 1/2 Jahre dauerten die Untersuchungen, nachdem man natürlich zuerst einen Araber eingebuchtet hatte. Ein dortiger Mikrobiologe, Bruce Irvins, soll es verschickt haben. Er verübte Selbstmord durch Gift.
      Russland kann auch noch waffenfähiges Anthrax herstellen.
      Araber denk ich mal nicht.

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