Was die amerikanische Linke anstellt, um kanadisches Öl zu behindern

David Krayden, Ottawa
Der kanadische Forscher Vivian Krause weist darauf hin, dass amerikanische (vermeintlich) Progressive daran arbeiten, die Entwicklung der Ölsande sowie aller Pipelines, die ihr Erdöl zu Raffinerien befördern könnten, zu stoppen.

[Für mich ist das noch interessanter, da ich in jüngeren Berufsjahren dort selbst einige Zeit verbracht habe und noch immer Kontakt zu einem dortigen Freund habe. Mein Freund, ein Ingenieur, war bis zu seiner Rente, viele Jahre in einer sehr hohen Position der Verwaltung in Alberta tätig. – Seine Meinung zum Thema, siehe unten, der Übersetzer]

Die Ölsandregion in Alberta enthält möglicherweise mehr Erdöl als Saudi-Arabien und ist seit mehr als einem Jahrzehnt Ziel von Umweltgruppen in Kanada und den USA. Die Schauspielerin und Greenpeace Aktivistin Jane Fonda reiste im Jahr 2017 nach Fort McMurray, Alberta und protestierte dort gegen den Abbau der (natürlichen) Öl-Sande was nicht nur den Klimaschutz behindert, sondern auch das Land der First Nations [Ureinwohner] missachtet.

Alberta Energy, Öl Sand

Ironischerweise ist es die First Nations-Dachgruppe in Alberta, die den Kauf der Trans Mountain-Pipeline erwägt, die nach der Verstaatlichung des Projekts durch den kanadischen Premierminister Justin Trudeau von Kinder Morgan aus Texas gekauft wurde. Der Bau wird eingestellt, weil ein kanadisches Gericht entschieden hat, dass die Konsultation der Bundesregierung mit den betroffenen Einheimischen unzureichend war. (Zum Thema: Trudeau Regierung verstaatlicht Kinder Morgan Pipeline für 4,5 Mrd. USD)

Wie der Calgary Herald berichtete, war Frau Vivian Krause am 13. Januar 2019 in Calgary , sprach mit dem Indigenous Energy Summit und erklärte der überwiegend indigenen des Indian Resource Council (IRC), warum es so viel Widerstand gegen die Ölsande und Pipelines von Umweltgruppen gibt, scheinbar immer mit Geldströmen einhergehend. Diese Kampagnen gegen Erdöl und Ölsand werden von amerikanischen progressiven Gruppen unterstützt, die ihrerseits vom Rockefeller Brothers Fund finanziert werden.

screenshot Vivian Krause

Frau Krause machte in ihrem Vortrag keinen Hehl daraus, dass die gefundenen finanziellen Beziehungen bizarr erscheinen: „Ehrlich gesagt, wenn ich Ihnen nur aufzähle, wer wen bezahlt hat und wie viel, ist es schwer zu glauben. Es kommt mir wie eine Alptraum-Verschwörungstheorie vor. „Aber“, sagt sie, „die Beweise stecken in den Steuerdaten der Stiftung, und das Ergebnis war, dass der Ölsand in Alberta jetzt ‚das Aushängeschild für schmutzigen Treibstoff‘ wäre. Und ich weiß, dass ist nicht die Wahrheit.“

Sie warnte die (IRC) Bevölkerung, dass sie, falls sie die Pipeline von der Trudeau-Regierung kaufen würden, “ zusammen mit der Pipeline eine Schmutzkampagne mit ausländischer Finanzierung bekommen“ werden, d.h. amerikanische Umweltaktive stehen in direkten Widerstand gegen Ölfeldarbeiter und First Nations-Bands […~ den Ureinwohnern].

Kraus entdeckte die komplizierten Finanzierungsmodelle, als sie der Opposition gegen die kanadischen Lachsfarmen nachforschte. Sie entdeckte, dass und wie er Rockefeller Brothers Fund Millionen an die US-amerikanische Unternehmensgruppe Corporate Ethics und bis 2012 den New Venture Fund aus Washington, DC, spendete. (VERBINDUNG: Millionen von Tides Foundation, um Konservative zu besiegen)

Vivian Krause-Vortrag screenshot

Corporate Ethics nennt sich selbst „strategische Berater für Umweltkampagnen“ und erläutert auf seiner Website, wie sie „die Gruppen rekrutieren, die Strategie entwickeln, eine koordinierte Kampagne erstellen und als Wiedergutmachungsagentur für die nordamerikanische Ölsand-Kampagne fungiert. ”

Cor. Ethics Geschäftsführer Michael Marx sagt wörtlich: „Die Kampagnenstrategie bestand von Anfang an darin, die Teersande so zu blockieren, dass ihr Rohöl nicht den internationalen Markt erreichen konnte, auf dem es einen hohen Preis pro Barrel hätte erzielen können. …Diese Strategie ist bis heute erfolgreich. Alle vorgeschlagenen Pipelines in Kanada wurden effektiv blockiert. “

[Weiterer Inhalt der Seite des Calgary Herald]

Laut Krause haben die Rockefeller Brothers Ende 2012  angegeben, dass ihr Geld dazu verwendet werden sollte, „um die Ölförderung aus Alberta zu begrenzen.“

Klingt bekannt?

Ihre Ministerpräsidentin hat den [Abbau von] Ölsand mit einer Obergrenze versehen „, erinnerte Krause die aufmerksame Menge. Genau deshalb hat der Rockefeller Fund die Aktivisten finanziert, damit diese die Regierung unter Druck setzten, diese Obergrenze zu setzen.“

Krause sagte, sie sei tatsächlich optimistisch, dass die Ölsand Kampage die Sache beenden lassen könnte, nachdem sie alle diese Forderungen erreicht haben, aber nein, der Druck geht weiter. Die Ministerpräsidentin von Alberta, Rachel Notley, Demokratische Partei,  schuf daraufhin das weltweit größte boreale Waldreservat , was die US-Stiftungen durch Gruppen wie Tides forciert haben, da es schwieriger ist, Ressourcen in geschützten Gebieten zu erschließen.

„Frau Notley hat alles getan, wonach sie gefragt haben, hat die Obergrenze gesetzt, einen Windpark angelegt, die Kohlendioxidsteuer erhöht. War dies nicht der Zweck des Aktivismus? Warum wird diese Kampagne also immer noch finanziert?“, Fragt Krause, und wies auf die jüngste große Spende für Corporate Ethics im Mai 2018 hin.

Das ist eine gute Frage. Könnte es sein, dass sich der Rockefeller Fund weniger um die Umwelt kümmert als vielmehr darum, sicherzustellen, dass die USA weiterhin preisgünstiges Öl aus Alberta kaufen können? Wenn sich diese Gruppen wirklich für die CO2-Emissionen interessieren, könnten sie Kanada nicht dabei helfen, verflüssigtes Erdgas von der Westküste British Columbias nach China zu transportieren, um den enormen Einsatz von Kohle dort auszugleichen – Kohle ist 60 Prozent kohlenstoffintensiver als Erdgas?

… Kein anderes Ölproduktionsland steht vor der gleichen Prüfung, die Albertas Öl mit dieser betrügerischen „gefälschten Graswurzel“ -Kampagne erlebt. Kanadische Umweltaktivisten haben die geschäftlichen Interessen der US-Milliardäre mitgeprägt, indem sie zu ihren nützlichen Idioten wurden.

Krause beendete ihr Gespräch mit dieser Frage: „Wir müssen uns fragen, was würde Texas tun, wenn eine Gruppe gemeinnütziger Stiftungen aus Kanada eine Multimillionen-Dollar-Kampagne gegen das texanische Rohöl finanzieren würde? Würden sie es 10 Jahre lang laufen lassen? Ich glaube nicht Vielleicht brauchen wir das auch. Wir müssen wie Texas denken.“

Gefunden auf The Daily Caller News Foundation vom 18.01.2019

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://dailycaller.com/2019/01/18/progressives-spend-stop-canadian-oil/

 

***

Nachtrag des Übersetzers:

Mein o.g. Freund aus Alberta schrieb mir zu obigen Thema folgende Zeilen:

Hallo Andy, … Wir haben in Kanada einige Ökospinner, die ein ähnliches Manifest vorbereitet haben und es ist absurd das umzusetzen. Es sind Dinge im Gange, um die Treibhausgasemissionen im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu reduzieren.

Trudeau hat dem Land eine CO2-Steuer von 20 USD pro Tonne auferlegt. Er versucht auch, ein neues Gesetz durch das Parlament zu drängen, um alle wichtigen Projekte wie Pipelines, Minen, Ölsandprojekte nochmal zu überprüfen, ihre vor- und nachgelagerte Umweltauswirkungen zu bewerten sowie angemessene Konsultationen mit indigenen Volksgruppen zu prüfen und was die Gleichstellung der Geschlechter fördert. Es handelt sich hierbei um ein fehlerhaftes Gesetz und sollte gestoppt oder ernsthaft geändert werden. Es ist absurd, spiegelt jedoch das neue Jahrtausend und das idealistische Denken der Generation Z wider.

Was die anderen Sachen angeht, gibt es heute eine Vielzahl von Umwelt- und indigenen Völkern, die sich mit dem Bau von Pipelines und Projekten auseinandersetzen. Viele von ihnen erhalten Finanzmittel von US-Organisationen. Es schadet unserer Fähigkeit, jede Weiterentwicklung durchzuführen. Unternehmen geben Milliarden Dollar aus, um Genehmigungen zu erhalten. Die Ökospinner fesseln alles mit gerichtlichen Anklagen. Es ist eine Travestie. Unsere Entwicklung von Öl Sand und Energie gehört zu den umweltfreundlichsten und saubersten der Welt. Saudi-Arabien und die Länder des Nahen Ostens geben einen „Sch…“  auf die Umwelt, die Menschenrechte oder der Gleichstellung der Geschlechter.

Doch dort passiert nichts. Aber wir importieren immer noch jedes Jahr Millionen Barrel Öl in den Osten Kanadas. Es ist sehr frustrierend für einen alten Dinosaurier wie mich, sich in diesen Tagen mit der Politik auseinanderzusetzen. Wir müssen die Dinge verantwortungsbewusst tun, aber was diese Blödmänner unserer Wirtschaft und den Steuerzahlern vorschlagen und kosten, ist absolut kriminell.

Ist das jetzt schon eine Hasstirade? Ha,ha ..

… Ich hoffe, bei Euch ist alles in Ordnung. Wir erleben einen kälteren Februar als seit Jahren. Auch haben wir viel Schnee.

***

 

Alberta Energy schreibt:

Die verantwortungsbewusste Erschließung von Öl Sanden ist ein wichtiger Motor für Albertas und Kanadas Wirtschaft. Es schafft Arbeitsplätze und Steuereinnahmen für die Regierung, die die Sozialprogramme und Kapitalinfrastrukturprojekte unterstützen, auf die wir uns verlassen.

Alberta Energy

  • Albertas Ölsand besitzt nach Venezuela und Saudi-Arabien die drittgrößten Ölreserven der Welt.
  • Der Ölsand von Alberta hat nachgewiesene Reserven in Höhe von 165,4 Milliarden Barrels (bbl).

 

Grist – eine Umweltbesorgte Webseite schreibt

Die kanadischen Ölsande sind eine der weltweit größten Quellen für Klimaverschmutzung und Amerikas größte Quelle für importiertes Öl. Und sie könnten kurz vor dem Ausscheiden stehen.

Kanadas Ölsande, auch Teersande genannt, sind die viertgrößte Erdölreserve der Welt. Wenn sie abgebaut werden, werden riesige Mengen Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt, wodurch die Erderwärmung über 2 Grad Celsius (3,6 Grad Fahrenheit) strömen kann – Werte, die im Pariser Klimaabkommen als „gefährlich“ eingestuft werden.

The Guardian haut in die gleiche Kerbe:

Teersande wurden als das größte – und zerstörerischste – Industrieprojekt der Menschheitsgeschichte bezeichnet. Und Kanada steht an der Spitze ihrer Ausbeutung

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4 Kommentare

  1. Betrachtet man die Rockefeller-Interessen, kann dieses, der Einfachheit halber, für das gesamte System stehen. Diese Manipulierer des Weltgeschehens, mit dem Papst und der Religion auf ihrer Seite, haben alles im Sinn, aber nicht das Wetter, Klima und die Umwelt. Die wollen Macht, das alleinige Sagen und eine Welt nach ihren Wünschen. So leicht wie heute hatte es diese Inzucht noch nie. Nach durchgeführter Dressur an den Generationen können die, allein mit der CO2‑Gläubigkeit der Menschen, Weltweit, ihre Machenschaften begründen. Sogar die aktive Unterstützung von diesen wohlerzogenen Gläubigen ist ihnen sicher. Wer heute noch denkt und seine Meinung sagt wird, überzogen dargestellt, von Familienmitgliedern und Nachbarn denunziert, zur Hinrichtung geführt. Die links-grüne Bewegung ist da dienlich und ohne es zu merken, ein willkommenes Werkzeug der Manipulateure. Das eigenständige Denken konnte weitgehend, innerhalb unserer Versorgungsgesellschaft, abgeschafft werden. Mit den Werkzeugen Neid und Bequemlichkeit wurde das exzellent betrieben und durchgesetzt und alle gingen in die Falle.

    Die Ölsände?
    Wenn es ins Geschäft passt, werden die abgebaut. Bis dahin können sich die „Machthaber“, das ist das Ziel, auch Eigentümer nennen.

    Für den Umweltschutz können vernünftige Gesetze gemacht werden.
    Dem Klima ist es egal.
    Die Tatsache, dass heute Ölsand abgebaut wird, zeigt, dass andere in unverschämter Weise zu viel verdienen.
    Bei einem korrekten, niedrigerem Weltmarktpreis, würde sich der Abbau noch nicht lohnen.

  2. Die Gebiete, in denen die bitumenhaltigen Sande (Ölsand ist eher ein Euphemismus) im Tagebau oder durch Injektionen in den Untergrund abgebaut werden, sehen ja schrecklich aus, siehe hier. Leider werden dort tatsächlich Urwälder vernichtet. Offenbar gibt man sich aber große Mühe, die betroffenen Gebiete wieder in einen Zustand nahe dem ursprünglichen zu versetzen. Man vermeidet Monokulturen, indem man in den Pflanzungen die Baumarten mischt. Die Bezahlung der Pflanzer ist gut. Doch obwohl alles gut organisiert ist und ausreichende Mittel zur Rekultivierung zur Verfügung stehen, bleibt bei den Pflanzern das schale Gefühl, „dass das was in den Teersandgebieten geschieht, einzig und allein destruktiv ist“. Hier der sehr plastische Bericht eines Pflanzers.

  3. Die Förderung von Ölsande als sauber zu bezeichnen ist ein Witz.

    Ein Viertel bis Fünftel der Energie, die mit dem Öl gefördert wird, muss gleich wieder in das Verfahren gesteckt werden. Zum Aufschluss des Öls braucht man Unmengen Chemikalien, die bereits in Flüssen in Alberta nachgewiesen wurden und unter Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Weiterhin braucht man Unmengen an Wasser, was dann größtenteils verseucht und unbrauchbar Jahre gespeichert werden muss. Riesige Flächen von natürlichen Wald müssen weichen und was danach übrig bleibt ist eine Mondlandschaft.

    Schon mal drüber nachgedacht, dass die Leute deswegen klagen? Sollten die Aktivisten Unrecht haben, wird das Gericht so entscheiden. Dagegen zu klagen haben Sie auch das Recht. Das ist nun mal so in einem Rechtsstaat.

  4. Also zugegeben, die Rodung von Wäldern und anschliessende Umwälzung von Erdmaterial für Ölschiefer in Alberta ist ja nicht gerade umweltschonend, da sind die einfachen flächendeckenden Rodungen  (Kahlschläge) von Wäldern der Holzindustrie ein Klacks gegen.

    Aber ich möchte hiermit auf eine doppelte Moral der öko-Marxisten in ihren Plänen hinweisen. Einerseits protestieren die gegen die Rodung von nordischen Urwäldern durch Holz- und nun auch Öl-Industrie in Nordamerika, aber wenn in Lateinamerika von Costa Rica bis Brasilien für neue Staudämme der Regenwald geflutet wird, auch ohne Rücksicht auf die indigene Bevölkerung, wird pausenlos applaudiert, weil grüner Strom gegen den Klimawandel prodiziert wird.

    Hinweg mit diesen grünen Heuchlern, denn sie messen mit unterschiedlichem Maß.

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