Ein brutales Beispiel, warum 100% Erneuer­bare nicht funktio­nieren können

Erneuerbare: Bei Kälte friert man trotzdem! Bild (Ausschnitt): Gerhard Giebener / pixelio.de

David Wojick
Die brutale Kältewelle, welche jüngst Teile der USA heimgesucht hatte, bietet ein schonungsloses Beispiel, warum 100% Erneuerbare unmöglich funktionieren können. Als sich das massive Hochdrucksystem erst einmal gebildet hatte, herrschte nahezu Windstille. Damit konnte kein Windstrom erzeugt werden. Und die mit Abstand tiefsten Temperaturen jemals waren nachts oder am Morgen aufgetreten, als es auch keine Solarenergie gab.

Man betrachte beispielsweise die mittelatlantische Region im Zuständigkeitsbereich des lokalen PJMNetzbetreibers. PJM (Pennsylvania-New Jersey-Maryland) koordiniert den Stromtransport in allen Gebieten von Delaware, Illinois, Indiana, Kentucky, Maryland, Michigan, New Jersey, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Tennessee, Virginia, West Virginia und dem District of Columbia [= Washington DC]. Man überwacht dort auch die Zuverlässigkeit des Systems.

Am 31. Januar befand sich PJM in der Tiefkühlung. Der Gesamt-Stromverbrauch belief sich dem Vernehmen nach auf atemberaubende 140.000 MW (hier). Davon hatte Wind einen Anteil von etwas über 1000 MW (also fast gar keinen) und Solar überhaupt keinen Anteil. Es gab praktisch keinerlei Wind- oder Solarenergie. Dabei hätte es überhaupt keine Rolle gespielt, wie viel Wind- und Solar-Kapazität man errichtet hätte, denn Null mal sehr viel bleibt immer noch Null. Erfrieren in der Dunkelheit kommt einem da sofort in den Sinn. Glücklicherweise standen zuverlässig Kohle, Gas und Kernkraft in ausreichender Menge zur Verfügung.

Es ist offensichtlich, dass unter diesen extremen Bedingungen, die keineswegs selten sind [und zu denen es auch bei uns mit Sicherheit wieder kommen wird, Anm. d. Übers.], Erneuerbare nutzlos sind . Ausgedehnte Kälte- oder Hitzewellen im Bereich stabiler Hochdruckgebiete treten alle paar Jahre in praktisch allen Gebieten Amerikas auf.

Die 100%-Erneuerbare-Leute (einschließlich der New Green Dealers) behaupten, zwei Lösungen zu haben für dieses Problem fehlender Energieerzeugung, aber beide Lösungen sind reine Phantasie.

Die erste Lösung besteht in etwas, das ich das Super-Netz nenne. Der dahinter stehende Gedanke ist, dass Wind irgendwo wehen muss, weshalb wir einfach die Energie dort erzeugen und dann überleiten müssen. Das Killer-Problem hierbei ist jedoch, dass diese Hochdruckgebiete wahrhaft monströse Ausmaße annehmen. Im vorliegenden Fall könnte PJM in der Lage gewesen sein, eine gewisse Menge Windstrom aus den Rocky Mountains zu bekommen, aber über die Hälfte des Landes liegt dazwischen (abgesehen davon, dass es nachts nirgendwo Solarenergie gibt).

Nun sind aber die im Westen liegenden US-Staaten ebenfalls Schauplatz von Monster-Hochdruckzonen mit Hitze- und Kältewellen plus dem daraus folgenden Spitzenbedarf an Energie. Um also das Super-Netz brauchbar zu machen, bräuchten wir genug Windkapazität, um das gesamte Land immer wieder zu versorgen, vielleicht in allen vier Ecken der 48 Staaten. Wir bräuchten außerdem ein Übertragungssystem, welches die Energie aus jeder Ecke ins ganze Land leitet. Das ist das Super-Netz.

Ich bezweifle, dass es dieses sehr zuverlässige Windpotential überhaupt gibt. Das spielt aber keine Rolle, weil die Kosten einer solchen Monstrosität im Phantastilliarden-Bereich liegen würden. Die Energieversorgung von Denver und dann von Denver nach New York sowie bzgl. aller anderen Kombinationen über das Land ist absurd.

Die zweite Phantasie-Lösung für das Problem der Nichtverfügbarkeit wird Speicherung genannt, womit zumeist Batterien gemeint sind. Die Kosten dafür wären aber sogar noch weit höher als die für das Super-Netz. Außerdem hätten wir es dann mit gewaltigen Mengen giftiger Chemikalien zu tun.

Nun installieren wir tatsächlich Batterie-Systeme zusammen mit großen Solarparks, doch könnte das die Leute zum Narren halten mit dem Gedanken, dass Batterien das Problem der Nichtverfügbarkeit überwinden können. Aber diese Batterie-Systeme sollen kurzfristige Fluktuationen zur Wahrung der Netzstabilität ausgleichen. Trotz der Kosten in Höhe von vielen hundert Millionen Dollar speichern sie weniger als 1 Stunde Generatorleistung, und 200 MW sind ein großes System.

Genug Batterien zu haben, um auch nur PJM mit Wind- und Solarenergie zu versorgen, würde vermutlich viele Billionen Dollar kosten, falls ein solches System überhaupt zum Laufen gebracht werden kann. Auch hier wären die Kosten, Amerika zu 100% mit Erneuerbaren zu versorgen, astronomisch.

Falls für diese fantastischen, so genannten Lösungen des Problems der Nichtverfügbarkeit die Stromverbraucher aufkommen müssten, könnten sich nur die Reichen diesen Strom leisten. Sie über Kohlenstoff-Steuern zu finanzieren wäre sogar noch regressiver. Außerdem sind diese Monster-Lösungen möglicherweise aus Ingenieur-technischer Sicht undurchführbar, um die Unmöglichkeit, so etwas zu installieren, nicht zu erwähnen.

Nichts dieser Unmöglichkeiten kümmert die Politiker einschließlich der New Green Dealers. Den Leuten, oder zumindest den Demokraten unter ihnen, wurde eine Packung grüner Phantastereien angedreht, und jetzt wollen sie beliefert werden. Dranbleiben!

Link: http://www.cfact.org/2019/02/04/a-brutal-example-of-why-100-renewables-cant-work/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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37 Kommentare

  1. Warum werden bei solchen Vergleichen nur immer Extreme untersucht? Warum immer ein ENTWEDER ODER?

    Wenn ich ein Problem habe, das auf mehre Arten gelöst werden kann, dann löse ich es auch auf mehrere Arten, weil oft mehrere kleine Ansätze mehr bringen als alles auf eine Karte zu setzen. Es wird auch in mittlerer Zukunft noch fossile Kraftwerke geben, die Grundlast liefern werden, nur eben vorrangig Gas. Biomasse und Wasserkraft sind ebenfalls Grundlastfähig. Und der Rest muss eben aus einer Kombination von EE und Speichertechnologien erbracht werden. Aber bestimmt nich NUR von EE oder NUR von Speichertechnologie.

    • Was bleibt denn wenn Kohle und Kernenergie abgeschaltet sind, Die GasUndDampfkraftwerke als Grundlast und Gasturbinen zur Spitzenlast Versorgung, womit ja alles auf eine Karte gesetzt wird —auf die Versorgung mit Gas. Und man hat nuneinmal nur Extreme bei Versorgung mit Wind und Sonne. Extrem zum Sammeln und Extrem dann aus dem Speicher, denn wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht muss ja diese Leistung aus ebendiesen kommen. Und das halt über mehrere Tage.

      Das EEG gestaltet diese Extreme über die Sie sich beschweren Herr Schrage!

      • Neben Gaskraftwerken laufen auch noch Biomasse und Wasserkraftwerke. In Australien laufen zudem gerade große Speicherbatterieprojekte, die vielversprechend sind. Bis zum Ende der Kohlekraftwerke bleiben noch 20 Jahre. Genug Zeit. Vor 20 Jahren war der Anteil der Erneuerbaren Energien nur 6.5%, jetzt 40%.

        • Ihre physikalisch-technisch-meteorologische Unkenntnis ist grenzenlos = Dummheit pur. Erneuerbare Energie gibt es physikalisch nicht. Das was Sie dummerhaftig „Erneuerbare Energie“ nennen ist sekundäre und primäre Solarenergie die in der Regel nur in geringem Maße (gespeichert) in Form von Wassermassen auf Höhenrücken, in Form von Biomasse und in Form von bewegten Luftmassen und direkter Einstrahlung zur Verfügung steht. Da die Variabilität der Geschwindigkeit der Luftmassen extrem hoch ist und zwischen Null (überwiegende Zeit) und > 10 (selten) bis 50 m/s (extrem selten) schwankt und zudem die kinetische Energie mit der 3. Potenz steigt, kann Windenergie auf den Kontinenten nur mit Speicherkapazität kontinuierlich nach Bedarf bereitgestellt werden. Die Speicherkapazität muß mindestens 50% des Jahresbedarfs erreichen, ansonsten gibt es Blackouts. Das größte Speichekraftwerk inDeutschland kann gerade mal für 8 Stunden ca. 1000 MW Leistung abgeben.

          Wieviele von diesen Dingern bräuchte man denn? Wie wäre es mit sechsmal Bodensee oben und sechsmal unten mit 400m Höhenunterschied? Ich wünsche fröhliches Buddeln der Löcher und Bau der Deiche für die Oberseen.

          Und für ganz Europa könnte man ja die Nordsee eindeichen und als Energiespeicher nutzen. Natürlich für ganz Europa.

          •  

            T.Heinzow schreibt am 11. Februar 2019 um 14:59
            Die Speicherkapazität muß mindestens 50% des Jahresbedarfs erreichen, ansonsten gibt es Blackouts.

            Na Herr T.Heinzow,
            da hat aber einer überhaupt keine Ahnung vom Stromsektor.

            Die erneuerbaren stellen auch in der Dunkelflaute immer über 30% bereit, bereits vergessen ?
            Sind nicht die Strommengen die von den Erneuerbaren gekommen in jeden Monat über 32% gewesen bis ca. 48% in 2018.

            Sind nicht in der Dunkelflaute Januar 2019 auch bereits über 40% von den erneuerbaren gekommen ?

            Nun schreibt da ein schlauer Mensch was, dass man mindestens 50% des Jahresbedarfs an Strom in Speicher einlagern muss, soll.

            Das einzige was Sinn macht wenn man Richtung 80% bis 95% kommen möchte ist die installierte Leistung der erneuerbaren zu erhöhen.

            Man braucht erst mal Überschüsse das es Sinn macht über das einlagern von Strom nachzudenken.

             

  2. Rainer Küper meint, wenn das EEG und (vor allem) die Vorrangeinspeisung weg sind, bleiben 2 % Wind- und Photovoltaik-strom. Selbst das ist zu optimistisch. Im Januar  2019 produzierten Wind und Photovoltaik in der schwächsten Phase nur 0,69 % (Rolf Schuster).
    Das Kernproblem ist: Die Bevölkerung erfährt so gut wie nichts davon, wenn hier bei EIKE vernünftige Gedanken geäußert werden. Die Medien sind nicht geeignet zur sinnvollen Information der Bevölkerung. In Deutschland sind sie einheitlich grün/links ideologisch ausgerichtet. Dieser Art Demokratie ist ein großer Unsinn. Beste Grüsse Detlef Rostock

     

  3. Was machen eigentlich die Windräder bei tiefen Temperaturen? Eiswurf, Unwucht. Oder die Solarzellen: vereist und beschneit. E-Mobile kann man vergessen. Mancher Verbrenner hat zwar Probleme, aber den Starterakku kann man vorheizen und Feuer unter der Ölwanne- so machen es die Russen. Wir werden mit Sicherheit wieder eine Eiszeit haben, irgendwann in den nächsten 1000 Jahren, oder jederzeit ein Meteoreinschlag, oder ein kräftiger Vulkanausbruch. Die Menschheit sollte sich auf diese Probleme konzentrieren, Wärme war noch nie ein Problem. Nur Kernkraftwerke sind brauchbar, aber die Kohle fällt aus, wie man es vor 40 Jahren in der DDR gelernt hat.

    • Viel näher liegt der Kollaps der Währung und die dadurch auftretenden „Diskontinuitäten“, wie Markus Krall sie in dem Buch „Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“ beruhigend voraussagt.

      Der nukleare Abfall von AKWs ist längst schon eine strategische Waffe für die betreibenden Staaten. Sonst wäre er  schon tief vergraben, denn das Bewachen und Hätscheln des äußerst gefährlichen Zeugs kostet sie laufend immer mehr.

  4. An 100% kann man sich natürlich köstlich abarbeiten, aber 40 % EE-Anteil sind nun mal aktuell gelebte Wirklichkeit. Und a bissl was geht immer.

    • Hallo Herr Tarantik,

      Ihre 40% sind sofort nach Abschaffung des EEG auf 4% geschrumpft. Denn ohne EEG gibt es keine garantierte Vorrangeinspeisung für Ihre Lieblinge mehr. Wer würde denn, außer Ihnen, freiwillig Schrottelektrizität kaufen, deren Produktion von den Launen der Götter des Windes und der Sonne abhängt?

      Wären Sie ehrlich, würden Sie keine Werbung für Erneuerbare machen.

      • „Ihre 40% sind sofort nach Abschaffung des EEG auf 4% geschrumpft.“

         

        Ne!

        Bei den 40% sind Wasserkraft und Müllverbrennung mit bei…

          • Richtig.

            Plus Geothermie und Maisverstromung…

            Das alles in der Summe irrelevant, aber irre teuer und umweltfeindlich.

            Das macht aber nix, da unserem Politgesindel nur das Wohl von Banken und Kapitalgebern am Herzen liegt. Das blöde Volk wirds schon glauben und dementsprechend zahlen…

      • Dann fragt sich nur, warum Offshore-Windparks gebaut werden („He Dreiht“ sowie „OWP West“ und „Borkum Riffgrund West 2“), die keinerlei Förderung erhalten. Das widerspricht doch Ihrer Aussage. 😉

        • Windparks und Photovoltaikanlagen werden nur deshalb gebaut, weil das Produkt „Elektrizität“ wegen der Vorrang-Einspeisegarantie garantiert abgekauft und bezahlt wird und selbst dann, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt und die Leistung von Anlagen auf Anweisung des Netzbetreibers reduziert werden muss, die nicht produzierte Arbeit mit leckeren Euro vergütet wird – der Haushaltskunde muss per Gesetz auch für Arbeit bezahlen, die nicht geleistet wird. Dasselbe gilt während der Unverfügbarkeit von Netzanbindungen. Auch dann wird Nichtproduziertes finanziell kompensiert.

          Wegen dieser markt- und bürgerfeindlichen Gesetzgebung des EEG unserer quasikommunistischen Merkelregierungen und Merkelparlamente können die Betreiber sehr gut kalkulieren. Sie wissen, egal was passiert, der Euro rollt.

      • In Brandenburg wird demnächst der erste Solarpark ohne Einspeisevergütung gebaut, von EnBW. Und das machen die wirklich nicht um Geld zu verbrennen, sondern weil sie damit billigeren Strom produzieren können. Bis diese Info allerdings in konservativen Köpfen ankommt, wird es wohl noch Jahrzehnte dauern.

        https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energiewende-enbw-will-groessten-deutschen-solarpark-bauen-und-plant-ohne-staatliche-foerdergelder/23950120.html?share=twitter

        • @Herr Tarantik

          Es lohnt immer, Originalnachrichten zu lesen.

          Hier das Original: EnBW, 06.02.2019: „EnBW plant in Brandenburg aktuell größtes Solarprojekt in Deutschland/Finale Investitionsentscheidung noch in diesem Jahr“

          EnBW plant die Investitionsentscheidung noch in diesem Jahr.

          Und weiter: „[…] Wir gehen davon aus, dass zumindest erste große Solarprojekte in absehbarer Zeit ohne EEG-Förderung auskommen werden. […]“.

          Und natürlich geht EnBW weiterhin davon aus, den lukrativen Einspeisevorrang nach EEG garantiert zu bekommen.

          Ohne die Einspeisegarantie hätte EnBW keine Kalkulationsgrundlage, da der Anbieter seine Kunden im freien Markt suchen müsste.

          Welcher Kunde will schon Elektrizität kaufen, deren Verfügbarkeit von Aiolos und von Helios Launen abhängen?

          • Ihre Wut über die immer billiger werdende Solarenergie ist verständlich, aber unnötig, ebenso wie die verzweifelte Suche nach Argumenten im Nanobereich, wenn heute schon Offshore Wind und Solarstrom in Spanien ohne Einspeisevergütung auskommt, Solarkraftwerke in Brandenburg in absehbarer Zukunft keine Förderung mehr benötigen. Im Vergleich zu der fast dreimal so teuren Biomasse und Kernkraft, die systembedingt immer teurer werden muß, kann man ganz beruhigt der weiteren preislichen Trendentwicklung entgegensehen.

          • Stimmen Sie doch endlich der Abschaffung der Vorrangeinspeisung zu! Dann könnten endlich alle die das wollen, den billigen Solarstrom beziehen und alle die das nicht wollen, eben nicht. Doch stattdessen eiern Sie immer wieder herum und verschieben das Paradies in die Zukunft

            ebenso wie die verzweifelte Suche nach Argumenten im Nanobereich, wenn heute schon Offshore Wind und Solarstrom in Spanien ohne Einspeisevergütung auskommt, Solarkraftwerke in Brandenburg in absehbarer Zukunft keine Förderung mehr benötigen.

        • Und wenn die Sonne nicht scheint und es dunkel wird, oder die Module von Schnee bedeckt sind, gibt es umsonst keinen Strom!

          • „Und wenn die Sonne nicht scheint und es dunkel wird, oder die Module von Schnee bedeckt sind, gibt es umsonst keinen Strom!“

            Hm.

            Wenn die Sonne nicht scheint, kann der arme Solarstromanbieter ja nichts dafür.

            Ist nur eine Frage der Zeit, bis es eine Entschädigung wegen Wolken oder nächtlicher Finsternis gibt. Dann ist „kein“ Strom auch nicht mehr umsonst.

            Merke:

            Wer Deppen ins Parlament wählt, muß mit Deppengesetzen und -verordnungen rechnen.

          • Schneebedeckte und vereiste Solarzellen? Ob die Photostromer so etwas haben?

            Die lassen doch sicherlich die Photoplatten mit Elektrizität aus Großkraftwerken abtauen, wegen Versorgungssicherheit und so.

            Also wird die Bundesregierung mit der Frostfreie-Photoplatten-Verordnung FroPhoVo flugs eine neue Umlage erfinden, die die Netzbetreiber dann kilowattstundenweise den Haushaltskunden aufzubrummen haben.

            Zur Photoplattenreinigung wird die PhoReVo mit der 103. Energiewendeumlage folgen. Der nächtliche Sonnenersatz wird mit der NäSoBelVo gewährleistet werden. Altmaier weiß, was Photoplatten wünschen.

            Damit dürfte dem 365-Tage-rund-um-die-Uhr-Photovoltaik-Dauerbetrieb mit voller Leistung nichts mehr im Wege stehen. Und alles nur mit Umlagen finanziert, ohne jegliche Einspeisevergütung. Phantastisch, oder?

            Um Mißverständnisse zu vermeiden. Es handelt sich um einen Blick in die Zukunft, wie beim IPCC.

        • Was halten Sie davon, Herr Tarantik, im EEG den garantierten Einspeisevorrang für die Erneuerbaren ab sofort ersatzlos zu löschen und damit den Erzeugungsmix dem Markt, den Kunden zu überlassen, anstatt ihn mit Hilfe kommunistisch-staatswirtschaftlicher Direktiven zu verzerren?

          Sind Sie Marktwirtschaftler oder Staatswirtschaftler, sehr geehrter Herr Tarantik?

           

        • Möglich wird das durch die Marktentwicklung: Zum einen sind die Preise für Solarmodule drastisch gesunken. In den vergangenen zehn Jahren fielen sie um mehr als 75 Prozent. „In den vergangenen Jahren sind die Produktionskosten für große Solarparks von zehn auf unter fünf Cent je Kilowattstunde gefallen“, erläutert Zimmer. Zugleich haben die Strompreise im Großhandel angezogen. Innerhalb von zwei Jahren haben sie sich mehr als verdoppelt.

          Ach Herr Tatantik, leider sind die grünen Schlümpfe genau so dumm wie Sie sie gerne hätten! Solche Projekte sind eine Wette auf die Zukunft in der, nach Atom- und Kohleausstieg, der Börsenstrompreis so hoch ansteigt dass sich WKA und PV Strom wirtschaftlich selbst trägt. Grosser Jubel, nur leider verstehen die grünen Schlümpfe nicht dass sie selbst mit einem Strompreis von 50 ct/kWh den Öko-Wahnsinn zahlen. Korrekt ausgedrückt wird der EE-Strom nicht so billig wie der Atom- und Kohlestrom war, sondern der Börsenstrompreis steigt auf EE Niveau. Aber das verstehen die grünen Schlümpfe ja nicht. Wir schaffen das….

        • Ihr Kommentar vom 09.02.2018, 15:15 Uhr ist manipulativ, sehr geehrter Herr Tarantik. Er verfälscht, da Wesentliches verschwiegen wird.

    •  
      100% EE-Strom wird es ohnehin nicht beim deutschlandweiten Stromverbrauch geben und bei den ca. 40% bleibt es ja auch nicht.

      Ob es 95% oder 80% der deutschlandweiten Strommenge sind die in 10 oder 20 oder 30 Jahren von den erneuerbaren kommen ist eigentlich Nebensache.

      Bei den Neubauten können weder die Kennkraftwerke noch die Kohlehaftwerke beim kWh Preis mit neuen Windkraftanlagen und PV-Anlagen mithalten.

      Keiner beginnt mit dem Bau von einem Kohlekraftwerk wenn klar ist, sobald der Wind weht oder die Sonne auf geht der kWh-Preis zu hoch ist.
       

  5. Solche Ideen sind nicht neu. Gregor Czisch hatte bereits 2005 mit der Idee eines Super-Gleichstrom-Netzes, das ganz Europa bis Nordafrika und sogar bis Westasien überspannen sollte, promoviert und tingelte dann mit dieser Idee durch die Lande. Irgendwann hatte sich aber wohl herumgesprochen, dass z.B. große Hochdruckgebiete dafür sorgen können, dass überall im „Netzgebiet“ nur laue Lüftchchen wehen und es auch überall gleichzeitig Nacht sein kann. Czisch hatte auch dafür eine Idee: „Sollte trotz aller erneuerbaren Energiequellen in Europa einmal zu wenig Strom produziert werden, fließt einfach Strom aus Wasserkraft in das Supernetz. Dabei spielen in Czischs Berechnungen die Speicherwasserkraftwerke in der EU und speziell in Norwegen eine wichtige Rolle.“ (Man beachte das Wort „einfach“ im zitierten Artikel.) Nur sind u.a. die Norweger alles andere als begeistert von der Idee, Ihre Natur großräumig zu zerstören, um den Akku für die Umsetzung derartiger Visionen bereitstellen zu können.

    Inzwischen scheint es ruhig geworden zu sein um Gregor Czisch.

     

    • es drehen sich alle Argumentationen im Kreis, verteufeln Erneuerbare Energien, vergessen bzw. unterschagen dabei andere Ansätze, wie die Umwandlung von Wasser zu Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O), wobei Wasserstoff ins Erdgasnetz eingespeist werden kann. Neue Speichertechniken von Wasserstoff in flüssiger Form, nicht flüssiger Wasserstoff durch extreme Kühlung, sind entwickelt und wurden z.B. im Rahmen der Forschungsergebnisse der FAU, Universität Nürnberg-Erlangen zum Forschungspreis 2018 vorgestellt:https://www.fau.de/2018/09/header/gezaehmter-wasserstoff/

      • Wertes Lang! Könnten Sie vielleicht einem Laien erklären, wieviel Energie zur Wasserstoffabspaltung aus H2O erforderlich ist und wo diese Energie herkommen soll?

        Ich will gar nicht vom Energiebedarf zur Kühlung reden.

        H2 wäre nur dann sinnvoll, wenn Strom dafür durch nicht-fossile Methoden erzeugt wird. Und diese gewaltigen Strommengen erzeugt kein Land der Welt. Und aus „EE“-Quellen schon gar nicht!

      • Ja schön und gut, aber bei welchem Wirkungsgrad? Extreme Kühlung kostet auch extrem viel Energie, also um es besser zu benennen: Es braucht Leistung und die auch kontinuierlich, also nix für Wind und Sonne. Und bekannt ist das Ganze bereits lange als PowerToGas. Da wird nix unterschlagen.

      • „verteufeln Erneuerbare Energien“

        Was es nicht gibt, kann man nicht verteufeln. „Erneuerbare Energien“ gibt es nicht. Man kann Energie umwandeln aber nicht erneuern.

        Und was Wasserstoff als Speichermedium betrifft, so gehen bei der Verbrennung zunächst einmal locker 50% verloren. Das ist natürlich eine extrem sinnvolle Speicherung.Die Verlustmenge ist aber noch größer, nur wozu soll unsereins einem H2-Ökodeppen gratis Chemie-, Physik- und Ökonomieunterricht erteilen?

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