Beschwerde an das Bundes-Umweltministerium wegen Heizkostenverteuerung ab Juli

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) bei ihrer Rede am 23.3.18 im Deutschen Bundestag. Bild PHOENX/Parlamentsfernsehen

von EIKE Redaktion
immer wieder bekommen wir Leserbriefe, manchmal in Kopie von Mails an öffentliche Personen. Wie in diesem Fall an Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) für ihren ausgefeilten Plan, um das Klima zu retten eine Million bisher als besonders klimafreundliche Kamine für zigtausende € umrüsten zu lassen. Wer denkt bei diesem neuen Schildbürgerstreich nicht an die Dieselkampagne. EIKE Gründungsmitglied Werner Eisenkopf SPD Mitglied wie Frau Schulze hat sich deshalb an Frau Schulze gewandt. Lesen Sie selbst.

Betreff: Beschwerde an das Bundes-Umweltministerium wegen Heizkostenverteuerung ab Juli

Betrifft: Neue vorgesehene Verordnung von Bundes-Umweltministerin Schulze für Schornsteine und Kamine für Holz-, Kohle- und Holzpellets-Heizungen ab 1. Juli 2019. mit Verteuerung für ca. 1 Million Haushalte.

Sehr geehrte Frau Ministerin Schulze,

wenn Sie diese Verordnung wie geplant durchziehen, können Sie sich auf massive Beschwerden und Aktionen gegen Sie und auch die SPD, bei den kommenden Europawahlen und auch den 3 Ost-Landtagswahlen einstellen. Wenn die CDU das mitträgt, dann auch gegen diese Partei.

Nur für Ihre persönlichen Imagewünsche, sollen bis zu 1 Million deutsche Haushalte jeweils Aufwendungen und Mehrkosten für Umbauten von bis zu 5000,- Euro Zusatzkosten auf sich nehmen müssen. Dies auch noch völlig egal ob sie in einem städtischen Talkessel wie Stuttgart wohnen oder als einsames Einzelhaus in freier Natur. Das ist pure Willkür und typisch politischer Aktionismus ohne Maß, ohne Sinn und ohne Verstand!

Eine wirkliche Luftverbesserung findet damit nicht statt aber gerade die Menschen auf dem Land, mit wenig Einkommen und solchen Heizungsverteuerungen, werden damit massiv getroffen. Dazu erhöht das auch die Bau- und Wohnkosten in den Ballungsgebieten.

Auch in den Städten, wo man beklagt, daß die Wohnungsmieten mit den Nebenkosten immer teurer werden, was auch großteils die immer schärferen und ausbordenden Bauvorschriften mitverursacht haben, darf man dann offen sagen: „Die Umweltministerin hat das Bauen und Wohnen nochmals sinnlos und willkürlich verteuert“ dazu das auch der SPD deutlich als „Nicht-Gerechtigkeit“ auf den Tisch hauen. Gerade im Osten sind ländlich dann sehr viele Wähler von dieser Heiz-Verteuerung betroffen. Offenbar will die SPD noch mit aller Gewalt, ihre schon niedrigen Wählerstimmenerwartungen, extra mit Frau Schulzes Verordnung, noch weiter runterdrücken.

„Für viele Haushalte sind diese Vorgaben technisch nicht umsetzbar“, sagt der Bundesverband der deutschen Heizindustrie. Frau Schulze ist das offenbar egal. Auch die Schornsteinfeger und der Zentralverband „Sanitär-Heizung-Klima“  haben massiv interveniert. Ebenso die FDP-Bundestagsfraktion. Frau Schulze juckt das offenbar nicht und der Herr Bundes-Wirtschaftsminister Altmaier scheint es so laufenlassen zu wollen. 

Jetzt hilft nur noch massiver Protest, gerade bei den Europa- und Landtagswahlen.So eine Politik, die den Bürger stranguliert und künstlich ärmer macht, gehört bloßgestellt und abgeschafft. 

Mit freundlichen Grüßen

Werner Eisenkopf

Schulstr. 53

65594 Runkel

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13 Kommentare

  1. Aus dem Focus-Artikel geht nichts hervor, was in irgendeiner Weise Substanz hat.

    „Demnach müssen Schornsteine auf Dächern künftig „firstnah angeordnet sein und den First um mindestens 40 Zentimeter überragen“. Dies gilt für alle Eigenheime, deren Besitzer ab dem 1. Juli 2019 einen Kamin, einen Ofen, eine Holzpellet- oder Kohleheizung einbauen oder ersetzen lassen.“

    Ich zitiere mal aus §9 der Sächsische Feuerungsverordnung (SächsFeuVO):

    (1) Die Mündungen von Schornsteinen und Abgasleitungen müssen
    1. den First um mindestens 40 cm überragen . . .

    2. Dachaufbauten und Öffnungen zu Räumen um mindestens 1 m überragen, soweit deren Abstand zu den
    Schornsteinen und Abgasleitungen weniger als 1,5 m beträgt, . . .“

    Das ist nicht neu.
    Das ist Gesetz seit Jahrzehnten und es käme wohl kein Planer auf die Idee, hier abweichend zu planen, sofern er die Bewohner nicht umbringen will.

  2. Eine Ministerin kann nur so dumm bleiben, wie es die Koalitionsparteien erlauben. Hört man aus der CDU und CSU irgendeine Kritik dagegen? Die CSU ist dank den zu Obergrünen mutierten Freien Wählern inzwischen auf dem Weg, den Wahnsinn zu toppen.

  3. Ein beredtes Beispiel für eine erfolgreiche politische Karriere: Unbeschwertes und faktenfreies Gelaber über Sachstände, von denen man keine Ahnung hat.

    Ein Studium der Politik-„Wissenschaft“ genügt eben nicht, um unser Dasein sinnvoll umgestalten und in diesem Fall gleich auch noch unser Klima „retten“ zu können.

    Solange die Parteiführung der SPD mit solchen „Fachkräften“ die Grünen noch überholen will, kann man sich getrost den wirklich wichtigen Problemen unserer zukünftigen Energie-Politik zuwenden. Möge ein gütiges Schicksal uns ersparen, dass noch mehr solcher fachfremden Leute an Einfluss gewinnen.

  4. Nur am Rande, die Frau heist Svenja Schulze und nicht Schukze wie unter dem Bild geschrieben.

    Gibt es evtl. mehr Informationen über diese neue Verordnung? Heize selbst mit Holz und würde gerne wissen was was da auf mich zu kommt! Danke

    Grüße aus dem Allgäu

  5. Meine Prognose: das interessiert niemanden.

    In Deutschland werden bei gut 41 Millionen Haushalten jährlich über 6 Millionen Sperrandrohungen für Strom verschickt. Hat sich da bisher jemand ernsthaft drüber aufgeregt? Nein. Solange die Leute nicht massenhaft auf die Straße gehen, sich gelbe Westen anziehen und mal freundlich bei der Bundesregierung anklopfen, interessiert das weniger als der Wetterbericht von letzter Woche.

    • „Meine Prognose: das interessiert niemanden.“

      Jo!

      Und die Ministerdarstellerin am wenigsten!

      Sie ist ja bei der SPD, der erfolgreichsten Partei der letzten 20 Jahre…

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