VERKOHLUNGSKOMMISSION! Wie die Kohlekommission Arbeitsplätze vernichtet

Mitglieder "Kohlekommission", Bild Screenshot ARD

von Frank Hennig
Wenn die Realitäten nicht den Vorstellungen entsprechen, soll es eine Kommission richten. Diese ist nicht einmal nach Quote besetzt worden, zehn Frauen müssen sich von 21 Männern dominieren lassen. Das ist nicht der einzige Grund für ihr absehbares Scheitern.

Zweihundertdreiunddreißig Tage nach Gründung der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung soll es nun konkret werden. Ob man die Kommission nun Kohlekommission, Strukturwandelkommission oder als Merkels Marionettentheater bezeichnet, ist unerheblich. Sie soll schlicht die Quadratur des Kreises liefern. Wirtschaftsminister Peter Altmaier stellt Ersatzarbeitsplätze in Aussicht (mehr als es vorher gab!), der Strompreis soll nicht steigen, die Versorgung sicher bleiben und die „Klimaziele“ sollen erreicht werden. Ein Mehr an „Wasch mich, ohne mich nass zu machen“, ist schwer denkbar. Es kann nicht klappen, klappt aber. In den Papieren der Kohlekommission und in den Medien, die allerdings alle zusammen keinen Strom produzieren, sondern nur verbrauchen.

Auffällig ist, dass offenbar nicht alle der Beteiligten, vor allem auch die Medien, begriffen haben, worum es eigentlich geht. Unsere Qualitätsmedien sitzen gebannt wie vor der Ziehung der Lottozahlen in Bereitschaft, um – endlich – eine Jahreszahl zum Kohle-Aus als feste Konstante unserer Zukunft in die Gazetten und elektronischen Speicher zu drucken. Als offenbar einziges offenes Problem wird die soziale Abfederung betroffener Arbeitnehmer angeführt. Das Problem sind aber nicht die Beschäftigten von heute, sondern die nicht mehr gebrauchten von morgen und jene, für die der Strom zu teuer wird und deren Jobs es deshalb gar nicht erst gibt. Zunehmend wird parallel das Ende des deutschen Wirtschaftsbooms deutlich. 2.600 Kaufhof-Mitarbeiter sollen gehen, Osram baut in Regensburg 300 ab, Enercon 800, Opel arbeitet noch an Zahlen, Ford kürzt, VW ebenfalls. Die Jahreszahl hat nur eine wichtige Funktion: Sie ist das Datum, bis zu dem energieintensive Industrien dieses Land verlassen müssen. Bis dahin kann man die alten Anlagen noch laufen lassen.

Schaffen Behörden Arbeitsplätze?

Behörden sollen Ersatzarbeitsplätze in die Lausitz bringen. Mehr Unverstand ist kaum möglich – sicherlich braucht jedes Land auch Behörden. Aber finanziert werden diese von Industriearbeitsplätzen, Handwerk, Selbständigen. Jetzt werden 60.000  Industriearbeitsplätze in den Revieren vernichtet – 5.000 Ersatzarbeitsplätze in Behörden sollen geschaffen werden. Das ist sozialistische Planwirtschaft reinsten Wassers. Werden neue gegründet oder warum soll ein Umzug sinnvoll sein? Staatliche Stellenpläne kann man allerdings großzügig handhaben, an „Personalveränderungen im Regierungsentwurf 2019“ steht ein Zuwachs an 1.013 Stellen für das Innenministerium, 107 Stellen für das Familienministerium, 89 Stellen für das Außenministerium, 188 Stellen für das Justizministerium,  41 Stellen für das Kanzleramt. Da sollten ein paar tausend Planstellen für ein Klimakompetenzzentrum in der Lausitz schon drin sein. Eine tragfähige Idee, wie marktwirtschaftlich konkurrenzfähige Industriearbeitsplätze in die Regionen kommen könnten, hat niemand. Der große Bruch 1990 war Ergebnis jahrzehntelanger Planwirtschaft. Genau mit solchem verfehlten Instrument soll jetzt „Strukturwandel“ gelingen. Die Befürchtungen der noch hier Lebenden und Arbeitenden sind auf Grund gemachter Erfahrungen mehr als berechtigt.

Unterdessen greifen Medien gierig eine Meldung auf, wonach Vattenfall und Baywa in den Tagebaufolgelandschaften bis zu 40 Gigawatt Solar- und Windkapazität bauen wollen. Das entspräche 40 Kernkraftwerken. Unsere offenbar komplett bildungsunfähigen Journalisten begreifen einfach nicht, was installierte Leistung an Gigawatt und Ertrag in Gigawattstunden bedeuten.

Zukünftig Braunkohlestrom aus Polen

Rechnerisch stellt sich die Situation wie folgt dar: Allein die jetzt noch betriebenen sieben Kernkraftwerke erzeugten 2018 ungefähr 76,1 Terawattstunden (TWh) Strom, die etwa 30.000 Windkraftanlagen im gleichen Jahr zirka 113,3,TWh (Quelle). Ungeachtet der Tatsache, dass fluktuierender Windstrom den stabilen Atomstrom ohnehin nur zeitweise ersetzen kann, bräuchte es bis zur Abschaltung der letzten Kernkraftwerke (Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2) bis 2022 weitere 20.150 Windkraftanlagen, um theoretisch rechnerisch diese zu ersetzen. Damit wäre noch keine einzige Kilowattstunde Kohlestrom ersetzt. Kopfrechnen und die Anwendung des Dreisatzes treten bei Politikern und NGO`s weit hinter Ideologie zurück. Das Ifo-Institut in München hat errechnet, dass  „der Kohleausstieg zumindest teilweise   durch Importe von Atom- und Kohlestrom aus Polen und Tschechien“ ausgeglichen wird, so ifo-Forscherin Karen Pittel. „Die Entschädigungen für Kraftwerksbetreiber und die geplante Entlastung der Strompreise werden die Kosten des Kohleausstiegs zudem weiter ansteigen lassen.  Die Abschaltung der Kohle-Kraftwerke nach einem Fahrplan werde Zusatzkosten für die Energiewende verursachen, die nach aktuellen Schätzungen ohnehin weit über 1000 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen bis 2050 erfordern werde.

Wann wird ENDLICH ausgestiegen?

Auch die hartnäckig gestellte Journalistenfrage, wann denn nun „endlich“ ausgestiegen wird, sollte sich erübrigen. Es gibt den Einspeisevorrang im EEG, demzufolge könnte der Kohlestrom nach und nach verdrängt werden, bis kein Kohlekraftwerk mehr läuft. Das Problem ist, dass die „Erneuerbaren“ das nicht schaffen, weil sie meist wetterbedingt keine Lust haben. Würden sie Energie liefern, wäre die Abschaltung längst erledigt. Auf die Frage, wer künftig die Schwankungen von Wind- und Sonnenstrom ausregeln soll, antwortet Frau Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung  im Deutschlandfunk, dass dies Wasserkraft und Biomasse tun würden. Wie man mit zehn Gigawatt Biomassestrom und Wasserkraft etwa 105 Gigawatt schwankenden Sonnen- und Windstrom ausregeln will, bleibt ihr Geheimnis. Und der Interviewer kommt natürlich nicht auf die Idee, nachzuhaken. Man hört förmlich durch den Äther, wie er bewundernd an den Lippen der Großen Professorin hängt. Waren unsere Medien früher die kritische vierte Gewalt, sind sie heute mit ihrem Haltungsjournalismus und der damit verbundenen Parteilichkeit der Exekutive zuzurechnen. Vierte Gewalt bilden inzwischen die NGO`s, hinter denen die Ökolobby und die Bionade-Bourgeoisie stehen. Sie treiben die Regierung vor sich her.

Schuleschwänzen für das Klima

Während im Wirtschaftsministerium die Kohlekommission tagt, demonstrieren einige tausend Schüler schulschwänzend für das Klima. Sie wurden von frühester Kindheit an dahingehend indoktriniert, dass nach dem Abschalten deutscher Kohlekraftwerke kein Klimawandel mehr stattfinden wird. Fähnchen schwenken während der Unterrichtszeit  führt zu grünem Glauben statt solidem Wissen. In Berlin bricht jeder zehnte Schüler ab. Schulstreik schadet denen am meisten, die es am nötigsten haben. Viele Lehrer stärken ihren Schulschwänzern den Rücken, haben sie doch dann selbst ein paar Stunden weniger Stress.

Nichtwissen verhindert Erkenntnis. Die wenigsten der Protestierer könnten mit diesem Bild etwas anfangen: Es zeigt die Stromnachfrage (braun) und die Herkunft der Energie – blau ist der Wind und die gelegentlichen gelben Spitzen die Leistung der Solaranlagen.

Es zeigt, dass am 24. Januar wie schon in den Tagen vorher die Windkraftanlagen ihre Tätigkeit im Wesentlichen einstellten und schon heute Stromimporte nötig werden, um die Stabilität zu sichern. Gleichzeitig kommt es zu einem Hochschnellen des Strompreises auf bis zu 120 Euro pro Megawattstunde. Das bezahlen im wesentlichen die Stromverbraucher. Und jetzt also der Kohleausstieg, angewandt auf diesen einen Tag:

Leistungsabruf Januar 2019 nach Erzeugern.

Der gesamte Strommix am 24. Januar 18 Uhr:

Steinkohle: 16,52 GW
Braunkohle: 16,39 GW
Gas: 14,38 GW
Atom:  9,47 GW
Sonstige: 10,93 GW
Wind:  1,58 GW installierte Leistung:  58,7 GW (Dez. 18)
Solar:  0 GW installierte Leistung:  45,7 GW (Dez. 18)

Auf zum fröhlichen Abschalten.

Der Beitrag erschien zuerst bei TICHYS Einblick hier

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20 Kommentare

  1. H.-J. Böhme

    Wer hat was vom Kohleausstieg?

    Die alles entscheidende Frage wurde von den Kommisssions-Teilnehmern wohl nicht gestellt: Ist der Mensch überhaupt in der Lage, den Klimawandel zu stoppen? Diese unangenehme Frage darf heute aber gar nicht mehr gestellt werden. Niemand würde dafür seine Hand ins Feuer legen. Die Natur folgt  beim Klimawandel anderen Gesetzen, die dem Menschen unbekannt sind. Nur eins ist sicher: Mit dem Ausstiegs-Aktionismus wird unserem Gemeinwesen großer finanzieller Schaden zugefügt – solange es sich nicht dagegen wehrt.

  2. Der Stromverbrauch und damit auch die Stromerzeugung in den nächsten 10 Jahren lässt sich überhaupt nicht voraussagen.

    Beispiel: Wieviel Großverbraucher der Industrie werden Deutschland den Rücken kehren? Wie wird die politisch gewollte Durchsetzung von Elektroautos aussehen?

    Selbst wenn der zukünftige Strompreis durch Zuschüsse gestützt würden, zahlt es natürlich die ganze Nation. Geld kann schließlich nur einmal ausgegeben werden und fehlt dann an anderer Stelle.

    Am meisten ärgert mich, daß der gesamte Aufwand der Energiewende ohne Notwendigkeit  ist. Dem Klima ist es jedenfalls sch…egal.

  3. Ein – wie üblich – kluger Beitrag von Frank Hennig.

    Hinsichtlich der Aussagen von Frau Kemfert bezieht er sich offenbar auf dieses DLF-Interview, in dem sie sagt: „Es geht ja hier um die Versorgungssicherheit durch die erneuerbaren Energien, und gerade Windenergie oder Solarenergie, die weisen Schwankungen auf. Das tut die Biomassetechnologie oder die Wasserkraft eben nicht. Wenn man jetzt die erneuerbaren Energien klug miteinander kombiniert als Teamplayer, sie nicht gegeneinander ausspielt, sondern überall auch lastnah dezentral ausbaut, dann auch noch mittels Digitalisierungen intelligenter Steuerung eben diese Schwankungen ausgleicht – das ist technisch heute möglich, wird an vielen Stellen auch schon gemacht –, dann hat man kein Problem mit der Versorgungssicherheit.“

    Sie fügt dann noch hinzu: „Der Strom wird auf Dauer nicht noch teurer, er wird immer billiger. Weil die erneuerbaren Energien, wenn sie denn mal installiert sind, zu sehr, sehr niedrigen Kosten Strom produzieren, und das bedeutet eben sehr, sehr niedrige Strompreise.“

    Frau Kemfert sagte das am vergangenen Freitag. An diesem Tag hatte sich der Brandenburgische Ministerpräsident Woidke vor der abschließenden Sitzung der Kohlekommission zum Strompreis folgendermaßen geäußert: „“Und wir müssen dann die Ehrlichkeit haben zu sagen, er wird auf 35, 40 oder sogar 50 Cent steigen.”

    • „Es geht ja hier um die Versorgungssicherheit durch die erneuerbaren Energien, und gerade Windenergie oder Solarenergie, die weisen Schwankungen auf. Das tut die Biomassetechnologie oder die Wasserkraft eben nicht“

      Frau Professorin macht auch noch den folgenden Fehler:

      Der allgemein angenommene fortschreitende „Klimawandel“ führt mit trockenen Sommern, niedrigen Fluß- und Talsperrenwasserständen und Ernteverlusten bei den pflanzlichen Einsatzstoffen der Biogasanlagen zu Leistungseiunbußen der beider Enregieträger.

      Zusätzlich würde bei den von den Klimajüngern befürchteten sommerlichen Apokalypse auch zumindest die Onshore-Windkraft noch weniger bringen.

      Tja, Frau Professorin, aus der Klimafalle kommt niemand raus – es sei denn, man flüchtet aus der Energiewendefalle.

       

      MfG

    • Frau Kemfert ist die Quotenfrau der Deutschen Energiewende. Damit hat diese ein Gesicht welches den weiblichen Teil der Bevölkerung anspricht und ihnen eine Gestaltungsmacht suggeriert. Was Frau Kemfert sagt ist egal, es interessiert nicht, Sie könnte genau so gut Märchen vorlesen. Sie ist nur eine Fassade um politisch mehrheitsfähig zu machen was technisch-ökonomisch nicht plausibel begründbar ist.

  4. Die Klimadiskussion ist ein Beleg, wie effizient mediale Gehirnwäsche wirkt. Die wenigsten haben sich selbst schon analytisch mit der Frage beschäftigt, wie CO₂ in der Atmosphäre wirkt. Fast alle plappern nach, was ihnen medial tagtäglich eingetrichtert wird, zuletzt besonders auch Kinder!

    Aber auch die Medien erfinden diese „Weisheiten“ nicht selbst, sie übernehmen sie von einer Handvoll „Experten“, denen man alles ohne jeglichen Nachweis und ohne die geringste Skepsis einfach glaubt, so wie die Kirche an die Hölle glaubt.

    Diese „Experten“ geben sich als 97% der Wissenschaft aus und sie verstecken sich hinter Studien, die teilweise zwar konkrete Sachverhalte feststellen, dann aber im Konjunktiv theoretische Mutmaßungen über die Ursachen anstellen. Auf diese Weise kommt es zu Wortschöpfungen wie Treibhausgase, Treibhauseffekt, Klimaschutz, 2°-Ziel, Kippeffekt und anderen, die mittlerweile aber schon so vertraut sind, daß sich keiner mehr was denkt dabei.

    Die momentane Berichterstattung über die Kohleabschaltung kann man nur als bisher schwer vorstellbaren Meilenstein des Medienversagens interpretieren. Liest man nämlich diesbezügliche Pressemeldungen, kommt man aus dem Staunen nicht heraus! Alle diskutieren nur über irgendwelche Kompensationszahlungen oder Maßnahmen zur „Ruhigstellung“ der voraussichtlich negativ betroffenen zukünftigen Arbeitslosen.

    Die wichtigste Frage, wie die Energieversorgung des Industriestaates trotz Ausstieg sichergestellt werden kann, wird in der Presse von niemandem gestellt, ja nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt! Offenbar glaubt die Presse, Stromversorgung ist etwas, wo man beliebig lange die tragenden Bausteine wegnehmen  kann, ohne daß das Gebäude einstürzt. Ist das vollkommene Inkompetenz der Journaille oder voreilender Gehorsam gegenüber der Obrigkeit nach klassischer deutscher Verhaltensdoktrin (sehenden Auges ins Verderben)?

    Tritt man einen Schritt zurück, kann man jedenfalls das Irrenhaus deutlich erkennen, das da mit wichtigtuerischem und selbstgefälligem Leben erfüllt wird.

  5. Ich wiederhole hier meinen Kommentar zum Bericht: „Wer braucht solche Verbände“, da es hier noch besser passt:

    Beim Kohleausstieg wird genau das passieren, was bei den Stickoxidgrenzwerten passiert ist. Diese wurden 2008 für 2018 beschlossen, also geschah 10 Jahre nichts, business as usual, den Michel interessierte es nicht, die wenigen Warner wurden überhört und lächerlich gemacht.

    Der Kohleausstieg 2038 ist noch so weit weg, dann kann man bis mindestens 2036 so weitermachen wie bisher. Und dann fährt die Karre voll vor die Wand. Nur das diejenigen, die das Desaster beschlossen haben, dann zum Großteil nicht mehr dafür verantwortlich gemacht werden können.

    Eventuell ist aber auch bis dahin klar, dass das böse CO2 vielleicht doch nicht so böse ist und die Kraftwerke dann weiterlaufen können.

    Irrsinn Deutschland

  6. Bisher blieb bei allen denkbaren Co2- Vermeidungsszenarien völlig unberücksichtigt, dass in Deutschland alle Stein-und auch Braunkohlekraftwerke Rauchgasentschwefelungsanlagen besitzen.Bei einem jährlichen Bedarf an Naturgips und Gips aus Rauchgasentschwefelungsanlagen von insgesamt ca.11Mio t/a in Deutschland werden über die vorhandenen Entschwefelungsanlagen ca. 6Mio t/a erzeugt.Bei Abschaltung aller Stein-und Braunkohlekraftwerke müsste zur Deckung des Bedarfs Naturgips eingesetzt werden ,was wiederum zur Erhöhung der Co2- Emissionen führt.

    Beider Erzeugung von 1kg CaCo3 entstehen 0,786 kg Co2. Bisher ist mir keine Bilanz bekannt,in der diese zusätzlichen Emissionen, bedingt durch die Abschaltung der Kraftwerke, berücksichtigt wurden.

    Dr. Sporenberg

     

     

  7. Man ist mehr als nur verwundert, dass man  in Deutschland über den „Ausstieg“ aus 40 GW Braun- und Steinkohle schwafelt, während z. B. China „nachhaltig“ von 945 GW auf 1100 GW (Pariser Abkommen) oder gar 1250 GW ausbaut! Dabei ist der Ausstieg aus Kohle und Kernenergie in Deutschland mit dem Einspeise Vorrang für „Erneuerbare“ längst gesetzlich geregelt! – Es fehlt  „nur noch“ an der Einspeisung, dann sind doch beide weg! – (Vielleicht wäre der Ethiker Kardinal Marx als engagierter Kämpfer gegen das „Teufelszeug Kernenergie“ dazu ein motivierter Vorsitzer einer Kommission geeigneter Ignoranten zur Umsetzung derartiger Illusionen. Frau Schulze würde ihn sicher gern einsetzen!)

  8. Sehr guter Beitrag Herr Henning. Die Energiewende und der Ausstieg kommt endlich. Was vielleicht nicht jedem klar ist, Strom wird noch teuerer, die Stromversorgung wird unsicherer,  wir werden noch abhängiger vom Ausland, CO2 wird nicht reduziert sondern erhöht.

    Zu diesem Schluss müßte eigentlich jeder normale Mensch (Ingenieur auf jeden Fall) kommen der den obigen Strommix vom 24.01.2018 (man kann beliebig viele andere Beispiel nehmen) kurz analysiert und mit dem geplanten Ausstieg verbindet.

    Wenn wir die gleiche Situation am 24.01. 2023 haben. Dann sind von den installierten heute 46GW Kohlestrom 13GW abgeschaltet. Verbleiben also 33GW. Das ist genau das was an diesem Tag gebraucht wird. (s.o.) ohne jegliche Reserve. Da wir die 9,47 GW Atom aber auch abgeschaltet haben, fehlen diese und können evtl importiert werden oder durch neu gebaute Gaskraftwerke ausgeglichen werden.  Wind oder Solar geht theoretisch auch, wenn man das  (9,47GW/1,58GW) 5,9 fache an Wind hätte. Schlappe 180000 Windraftanlagen also. Oder die Grünen (alternativ Frau Kempfert) schalten zu 20% die  Sonne ein, dann haben wir auch 45*0,2= 9,0GW. Schilda läßt grüßen. Leider ist der Wahnsinn nicht zu stoppen. Nur ein Blackout kann uns noch retten.

     

     

    • Ach, Sie mit Ihrer Mathematik! Die hilft nicht weiter. Studieren Sie erst mal was mit Politik oder Soziologie oder Kunstgeschichte, dann erkennen Sie auch, dass das mit der Energiewende ganz einfach geht: einfach Energie nehmen und wenden!

    • @Peter Dudenhöffer,

      da wird gar nichts importiert, weil es nichts zum Importieren gibt. Das Frankreich von Macron will seine Kernkraft auch um 20% reduzieren und dafür in Windmühlen investieren. Zwei Große Länder in der Mitte Europas sind auf den Weg in die Steinzeit…von Windmühlen und Solarparks….Frankreich und Deutschland steigen aus der Kraftwerkstechnik aus. Das kann weder Polen noch Tschechien auffangen. Auch Italien ist gefährdet…wird von Frankreich mit Strom versorgt, da Italien keine eigenen Kraftwerke in der Menge hat.

      Das Fränkische Großreich (Frankreich und Deutschland) von Merkel und Macron wird mit und an der Energiewende…in Wind und Sonne…untergehen.

       

  9. Als die Kohlekraftwerker vor 2 Wochen streiken wollten, haben sie ein Kraftwerk vom Netz genommen ein 2. wurde untersagt, um die Netzstabilität zu sichern. Die gleichen Leute die die Stillegeung verlangen verbieten im Ernstfall die Abschaltung.

    Die erste Stophe des Deutschlandliedes wurde verboten, warum dürfen unsere Politiker aber sinngemäß danach handeln?

  10. Was wir unbedingt noch brauchen, ist eine „Sonnenwindkommission“. Es muss ein Gesetz her, das die Sonne verpflichtet Tag und Nacht zu scheinen und dem Wind gebietet keine Pausen einzulegen. Wenn das nicht eingehalten wird, drohen harte Sanktionen: Der Strom wird bundesweit abgeschaltet, zuerst natürlich bei den Klimaleugnern und Klimakritikern.

    • „Sonnenfleckenkontrollkommission“ habe ich hier auch schon gelesen. Ihr Gesetzesvorschlag hinkt leider. Sonne scheint ja stets, Wind bläst auch, jedoch nur dort wo er eben will. Gut, diesen Willen könnte man ja gesetzlich brechen. Die ROTATION der Erde ist an allem Schuld. Die Grünen mögen beschließen, daß die Erde still stehen muß. Oder, noch besser, daß gesetzlich festgestellt wird, daß die Erde doch wohl eine Scheibe ist. Was fällt mir bei Scheibe ein……?

  11. Daß jetzt sogar zum Mittel des Kinderkreuzzugs gegriffen wird, zeigt daß die Klimareligionsverfechter kaum noch Argumente haben. Naturwissenschaftlich-technischer Sachverstand – bei unserer „Prominenz“: Fehlanzeige! Die Damen Merkel, Kempfert, Baerbock – um nur einige aus dem „Elitepool“ unserer Politik zu nennen – werden es schaffen. So schlimm die Probleme besonders in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier mit Sicherheit sein werden, die Erfahrung, die bei der Vernichtung des DDR-Industriepotentials gewonnen wurden, lassen geplante die Katastrophe erahnen, sie sind aber „Peanuts“ im Vergleich zu den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen. Der Industriestandort Deutschland wird planmäßig vernichtet – und die wissen das! Wie war doch das Zitat von Roosevelt? „In der Politik geschieht nichts zufällig! Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war!“ Punkt!!

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