Energiewende auf Französisch – Warum spielt Macron nicht seinen Trumpf aus?

Streik beginnt an der Tanke, Gelbwesten in Frankreich. Bild Timo Klostermeier / pixelio.de

Edgar L. Gärtner
Der massive und aufopferungsvolle Widertand der französischen Gelbwesten gegen die Erhöhung der Öko-Steuer auf Treibstoffe und die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h auf Landstraßen hat die technokratischen Umbau-Pläne des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron erst einmal durchkreuzt.

Doch bislang macht Macron keine Anstalten, sich durch diesen Schuss vor den Bug von seinem Kurs abbringen zu lassen. Eine seit Mitte Januar laufende „Große nationale Debatte“ über die Öko-Wende, die Staatsfinanzen, die Demokratie und den öffentlichen Dienst soll die Franzosen von der Notwendigkeit einer „Wende“ überzeugen. Doch die große Mehrheit von ihnen zeigt kaum Interessean einer Diskussion, deren Ergebnis offenbar von vornherein feststeht.

So lässt Staatspräsident Macron in seinem am 13. Januar an alle Franzosen verschickten Brief keinen Zweifel an der absoluten Notwendigkeit einer „Energiewende“. Frankreich müsse die CO2-Senkungs-Vorgaben des Pariser Klima-Abkommens von 2015 umsetzen. Dieses galt schließlich schon bei Macrons Vorgänger im Amt als Meisterwerk französischer Diplomatie. Aber warum macht Macron sich dann für die Reduktion des Anteils der Kernenergie im französischen Elektrizitäts-Mix von 75 auf 50 Prozent und eine stärkere Subventionierung so genannter erneuerbarer Energien wie Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen stark, die unweigerlich zu einer deutlichen Erhöhung der CO2-Intensität der Elektrizitätserzeugung führen?

Im vergangenen Jahr wurden in Frankreich bei der Erzeugung von einer Kilowattstunde im Schnitt nur 60 Gramm CO2 frei. In Deutschland sind es dank des hohen Anteils der Braunkohle im Strom-Mix fast fünfmal so viele. Es liegt auf der Hand, dass Frankreich seine günstige CO2-Bilanz in erster Linie der Kernenergie verdankt. In seriösen Öko-Bilanzen, die die gesamte Betriebs- und Lebenszeit von Anlagen berücksichtigen, schlägt Elektrizität aus Kernkraftwerken mit nur 10 Gramm CO2 je Kilowattstunde zu Buche, während Windkraftanlagen auf 100 und Photovoltaik-Anlagen sogar auf 200 Gramm CO2 je Kilowattstunde kommen. Dennoch hat Macron Ende November 2018, d.h. mitten im Gelbwesten-Protest angekündigt, die Zahl der Windräder verdreifachen und die Zahl der Photovoltaik-Anlagen verfünffachen zu wollen. Dafür sollen jährlich 7 bis 8 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Die jährlichen Öko-Steuer-Einnahmen des französischen Staates (hauptsächlich auf Brenn- und Treibstoffe) belaufen sich aber bereits auf 50 Milliarden Euro. Macrons Versuch, diese noch weiter zu erhöhen, hat bekanntlich den noch immer anhaltenden Aufstand der Gelbwesten ausgelöst.

In der Tat fällt es Macron und seinen Helfershelfern schwer, der Mehrheit der Franzosen die Einsicht in die Notwendigkeit einer „Energiewende“ zu vermitteln, zumal Frankreich nicht über eigene Windturbinen- und Photovoltaik-Firmen verfügt, also alle Anlagen importieren muss. Entsprechend gering ist die Zugkraft des Arbeitsplatz-Arguments in Frankreich. Unterstützt wird die Idee einer „Energiewende“ nach deutschem Vorbild hauptsächlich von einer urbanen Minderheit von Nettoprofiteuren des Steuerstaates, die sich als „BoBos“ (Bourgeois bohémiens) gerieren. Auf dem Land hingegen wächst der Widerstand gegen die Anlage von Windparks.

Noch profitieren die Franzosen von niedrigen Strompreisen, die für Privathaushalte nur etwa halb so hoch sind wie in Deutschland. Doch können sie sich leicht ausrechnen, was bei dem von Macron gewünschten Ausbau der „Erneuerbaren“ auf sie zu käme. Zurzeit produzieren die noch laufenden 58 französischen Kernreaktoren im Jahr etwa 420 Terawattstunden Elektrizität. Damit erzielt die staatliche Elektrizitätsgesellschaft EdF bei Börsenpreisen zwischen 30 und 50 Euro je Megawattstunde jährliche Einnahmen von etwa 17 Milliarden Euro. Gleichzeitig müssen die französischen Stromkunden für nur etwa 23 Terawattstunden witterungsabhängig erzeugten Wind- und Solarstrom insgesamt 8 Milliarden(1) Euro zahlen. Eine Absurdität, die jedem auffallen muss, der sich die Zahlen anschaut! Und das umso mehr, als die Unzuverlässigkeit der „Erneuerbaren“ gleich zu Beginn dieses Jahres wieder einmal augenfällig wurde.

Am Abend des 10. Januar gegen 19 Uhr stand das Stromnetz in Westeuropa kurz vor dem Zusammenbruch, da die Netzfrequenz auf 49,8 Hertz abgesunken war. Der französische Netzbetreiber RTE musste umgehend Großverbraucher wie Stahlwerke vom Netz nehmen, um ein weiteres Absinken der Frequenz und damit die Notabschaltung ganzer Regionen zu verhindern. Grünliche Kommentatoren versuchten dafür die „Altersschwäche“ französischer Kernkraftwerke verantwortlich zu machen. In Wirklichkeit liegt die Ursache des Vorfalls aber in Deutschland. Vor dem 10. Januar wehte mehrere Tage lang eine steife Brise. Die Windräder der norddeutschen Tiefebene produzierten bis zu 43 Gigawatt. Davon flossen 10 GW Richtung Frankreich, Spanien und Italien. In Frankreich waren Kraftwerke abgeregelt worden, um den deutschen Leistungs-Überschuss aufnehmen zu können. Doch am 10. Januar ließ der Wind plötzlich nach. Es kam zu einem unvorhergesehenen Leistungseinbruch von 40 GW innerhalb weniger Stunden. Es zeigte sich, dass das europäische Hochspannungsnetz nicht in der Lage ist, eine solche Fluktuation wegzustecken. Wären die Energie-Pläne Macrons umgesetzt worden, wäre es vielleicht sogar zu einem Leistungsabfall von 80 GW gekommen und damit zur Katastrophe.

Warum spielt Emmanuel Macron in der Debatte über die Umsetzung des Pariser Klima-Abkommens den hohen Anteil der Kernenergie an der Stromversorgung Frankreichs nicht als trumpf aus, sondern setzt auf den Import unzuverlässiger Wind- und Solaranlagen? Darüber kann man nur spekulieren. Vielleicht gibt der von Angela Merkel und Emmanuel Macron gerade feierlich unterzeichnete „Vertrag von Aachen“ darauf eine implizite Antwort. Ist es zu weit hergeholt, wenn die französische Nationalistin Marine Le Pen diesen Vertrag als „Verrat am französischen Volk“ bezeichnet?

 

 

Update vom 27.1.19:

In den Kommentaren hat der Autor schon auf die Nachfrage von 2 Lesern zu den Ursprünglich genannten 30 Milliarden geantwortet. Der Zuschlag für „Erneuerbare“ (alle zusammen genommen) in den Stromabrechnungen der französischen Privatkunden (CSPE) betrug im vergangen Jahr schätzungsweise knapp 8 Milliarden Euro. Die Zahl 30 Milliarden hatte er aus einer Veröffentlichung im durchaus seriösen liberalen Wirtschaftsmagazin „Contrepoints“ (https://www.contrepoints.org/2019/01/08/334182-limposture-de-leolien-et-du-photovoltaique ) Aber der Autor dort scheint sich da geirrt zu haben oder die Zahl schließt längerfristige Verpflichtungen ein. 8 Milliarden ist immer noch skandalös genug im Vergleich zu den 17 Milliarden für verlässlichen Atomstrom.
 

 

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49 Kommentare

  1.  

    Rainer Küper schreibt am 28. Januar 2019 um 23:12
    Donnerschlag. Was Sie alles nicht wissen!

    Nur mal die Kernkraftwerksprojekte der Vergangenheit betrachten.
    Die Liste der verworfenen Kernkraftwerke enthält Kernkraftwerke der Erde, die für den kommerziellen, zivilen Zweck Elektrizität und Wärme erzeugen sollten, allerdings aus verschiedensten Gründen gestoppt oder storniert wurden.
    Dabei werden lediglich Anlagen berücksichtigt, die über den Planungs- und Bauzustand nie hinaus kamen und förmlich in einem gestoppten oder stornierten Status stehen.
    Von den Weltweit verworfenen 243 Kernkraftwerken in 29 Ländern mit einer Nettokapazität von 226.105 MW befinden sich 51 Kernkraftwerken in 11 Ländern mit einer Nettokapazität von 45.253 MW im Planungsstopp und 11 Kernkraftwerken in 4 Ländern mit einer Nettokapazität von 7.444 MW im Baustopp.
    In 16 Ländern wurden insgesamt 108 Kernkraftwerke mit einer Kapazität von 106.884 MW netto im Planungszustand storniert und weitere 75 Kernkraftwerken in 13 Ländern mit einer Nettokapazität von 69.924 MW wurden im Bauzustand gestoppt, aufgegeben.
    https://de.nucleopedia.org/wiki/Liste_der_verworfenen_Kernkraftwerke

    Bei den Kostenentwicklung und Bauzeitüberschreitungen gibt es Aktuell 2 Beispiele (AKW-Baustellen) in Europa und alle mit einer Verdreifachung der Baukosten und eine Verschiebung der Fertigstellung um Jahre.

    Haben Sie andere Zahlen Herr Rainer Küper aus der Praxis für Europa ?

  2. Zum Update der Zahlen:

    „En 2019, la part des charges du service public de l’énergie pour les énergies renouvelables uniquement se montera à environ 8 milliards d’euros (Md€) “

    Hierzu  muß man wissen, dass die CSPE eine Steuer ist, die insgesamt mehr als nur die Kosten der Erneuerbaren umfaßt. Nur ca. 70% (lt. angegebenem Link) davon sind durch die gesamten Erneuerbaren verursacht (Wind, Sonne, Wasser, Biomasse), die wiederum in 2017 ca. 89 TWh Strom (18,4%) lieferten. So gesehen sind ca. 5,6 Mrd. Euro für ca. 20% der Stromerzeugung (2018) zwar mehr als für die bereits abgeschriebene Kernkraft, aber deutlich weniger als die Erneuerbaren in Deutschland kosten. Das ist auch wiederum verständlich, da gerade Deutschland die hohen Anfangskosten der Solarstromerzeugung fast alleine übernommen hat.

  3. Ganz einfach: weil die Zerstörung der Industrie und die Schaffung eines auf Armut und Unmündigkeit der Bevölkerung basierenden Feudalsystems das Ziel und „Klimawandel“ und „Atomtod droht“ nur die Mittel sind.

  4. Guten Morgen,

    Wie hier in den Kommentaren teilweise schon angeführt geht es bei der Energiewende herzlich wenig um den Klimawandel als statistisch meteologisches Phänomen, sondern um den Klimawandel im Umgang des Miteinander innerhalb der Gesellschaft.

    Es geht nur darum welche Art der Energiegewinnung, einschließlich der Entwicklung und Produktion von „Zukunftstechnologien“, den meißten Profit einbringt. Wie lassen sich Werte schöpfen nicht im eigentlichen Schöpfen aus dem „Nichts“, sondern vielmehr das Schöpfen aus dem Suppentopf der Armenküche in die Kelche der Lobyisten. So ist es auch zu erklären wie ein armes verängstigtes schwedisches Mädchen Angst vor der Zukunft hat, wo doch das Einkommen ihres Vater´s vom Überleben der Agenda mehr abhängt als vom Wohl des ganzen Planeten. Vielleicht ist sie auch nur Opfer, woran ich nicht wirklich glauben mag. In Davos sprach sie ja auch vor um uns Angst zu machen, wobei ich meine in den kurzen Videosequenzen wirkliche Angst in Ihren Augen zu sehen. Angst bei Ihrem eigenen (falsch: in dem Vortrag) Vortrag, ja die Angst welche kaum Jemand verbergen kann wenn er mit gespaltener Zunge spricht.

    Zu den Auswüchsen hier in Deutschland, wo die injezierte Angst vor der Zukunft das Lernen für´s Leben unwichtig macht…….

    Es soll nur ein künstlicher Druck, jetzt gerade aktuell auf die Kohlekommission, aufgebaut werden und hierfür ist wohl die Zukunft unserer Kinder unwichtig und wird skrupellos auf´s Spiel gesetzt.

    Mit freundlichen Grüßen!

    Christian Möser

    Zimmerer

  5.  

    Admin
    „Gleichzeitig müssen die französischen Stromkunden für nur etwa 23 Terawattstunden witterungsabhängig erzeugten Wind- und Solarstrom insgesamt 30 Milliarden Euro zahlen.“

    30 Milliarden Euro / 23 Terawattstunden = 1,30 € /kWh ??????????

    Hallo Herr Admin,
    EIKE Märchenstunde oder was ?
    Bitte einen Quellennachweis wo man die 30 Milliarden Euro, 23 Terawattstunden findet.
     

    • @Peter Vallan und Rudi Tarantik: Es gibt in der Tat unterschiedliche Angaben über die Kosten der „Erneuerbaren“ in Frankreich, je nachdem, ob nur die laufenden Kosten oder auch die impliziten zukünftigen Kosten berücksichtigt werden. Die laufenden Kosten der „Erneuerbaren“, soweit sie vom CSPE-Zuschlag auf die Stromrechnung abgedeckt werden, beliefen sich im vergangenen Jahr 0ffiziell auf schätzungsweise 8 Milliarden Euro. Das erscheint auch mir realistischer als die 30 Milliarden, die ich in einer anderen Quelle gefunden habe. 8 Milliarden für unzuverlässigen Flatterstrom im Vergleich zu den 17 Milliarden, die der zuverlässige Atomstrom einbringt, sind aber immer noch skandalös genug.

      • Es stehen immer noch die falschen Zahlen in Ihrem Bericht. Es gibt immer noch keinen Quellenhinweis. Es interessiert nicht, was Sie als realistisch empfinden, sondern die echten Zahlen zählen. Wenn Sie von der Größenordnung 3 Mrd. € für Sonne und Wind ausgehen, dann könnte das ungefähr hinkommen, also ca. 13 Ct/KWh. Das ist auch der Betrag, den kleinere Wasserkraftwerke für Winterstrom bekommen, weil eben die Kernkraftwerke den Wintermehrbedarf niemals liefern konnten. Es ist unglaubwürdig, wenn EIKE maßlos über Wissenschaftler herzieht und selbst aber grob fahrlässige Zahlen abliefert und nicht mal korrigiert.

        • Hören Sie auf zu Schwätzen und liefern Sie Fakten, sehr geehrter Herr Erfinder der Weltsonnnengürtelelektrizität Tarantik.

          Statt um Spanien, Frankreich, China und den Weltsonnengürtel zu barmen, sollten Sie Ihr fundiertes Wissen Deutschland spenden – oder haben Sie keines und Sie können nur polemisieren?

          • Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie intelligenter sind um auf dieses niedrige Niveau der Diskussion zu fallen, es sei denn Sie haben wirklich keine Argumente mehr.

  6. Kernenergie wird sich durchsetzen, wenn sie billiger wird. Und zwar muß sie mindestens um den Faktor 5 billiger werden als Hinkley Point C. Das hat nichts mit Ideologie zu tun, sondern nur mit Kosten, Bauzeiten und Inflation.

    • Mit fabrikmäßig hergestellten SMR (Small Modular Reactors) kann das gelingen. Forschung auf diesem Gebiet findet statt.

       

    • Rudi Tarantik
      „Kernenergie wird sich durchsetzen, wenn sie billiger wird. Und zwar muß sie mindestens um den Faktor 5 billiger werden als Hinkley Point C.“

      Hallo Herr Rudi Tarantik,
      Faktor 5 billiger ?

      Das wird in so manchen Regionen der Welt nicht riechen.
      Die Einspeisevergütung für ein Windkraftprojekt liegt bei 2,13 US-Cent pro Kilowattstunde
      (ca. 1,9 €-Cent/kWh)

      Da setzt Saudi-Arabien neue Ziele für Erneuerbare Energien.
      https://ghorfa.de/de/saudi-arabien-setzt-neue-ziele-fuer-erneuerbare-energie/

      Das da ein Neubau von einem Kernkraftwerk mithalten kann ist ausgeschlossen, selbst ein neues Kohlekraftwerk kann das kWh nicht für unter 2 €-Cent/kWh abgeben.

      • Herr Müller, Ihre Rechnung mit den „Erneuerbaren“ geht erst auf wenn sie die Kosten für die unumgänglichen Backup-Kraftwerke mit einbeziehen.

        • … und die Kosten für den zusätzlich erforderlichen Netzausbau, die ebenfalls sehr gerne von den Liebhabern der Wind- und Sonnenkraftanlagen unterschlagen werden.

          Die Briten haben für Hinkley Point C diese Vollkostenrechnung auch unter Ansatz der verschiedenen Lebensdauern von Windkraft und Photovoltaik durchgeführt und sind deshalb zur Entscheidung pro Hinkley Point C gekommen. Wer es nachlesen möchte. Die Dokumente sind auf den Hinkley-Point-Webseiten öffentlich einsehbar.

          Zu welchen Ergebnissen solche Vollkostenberechnungen in China, Indien, Saudi-Arabien und sonstwo kommen, weiß ich nicht.

          •  

            Rainer Küper schreibt am 28. Januar 2019 um 15:39 :
            … und die Kosten für den zusätzlich erforderlichen Netzausbau, die ebenfalls sehr gerne von den Liebhabern der Wind- und Sonnenkraftanlagen unterschlagen werden.

            Hallo Herr Rainer Küper,
            deshalb wird ja auch weltweit mehr Geld in die „Erneuerbaren“ investiert im Stromsektor, weil das günstiger ist.
            Bei den „Erneuerbaren“ reichen bereits 1000 bis 3000 Vollaststunden um das kWh sehr günstig abzugeben.
            Ich denke nicht das ein Kernkraft-Kohlekraftwerk das Aktuell schaffen, auch nicht wenn die als Lückenfüller tätig sind.
            Das Geschäftsmodel, meistens „Grundlast“ ist auf dem Rückzug bei den konventionellen und dem jetzt zu beobachtenden Ausbau der „Erneuerbaren“ im der Welt.
            Die Energiespeicher, Kohle und Gas werden hauptsächlich die Lücken der „Erneuerbaren“ Stromversorgung auffüllen, das ist auch klar und deren vorrangige Aufgabe in der Zukunft sein.
            Die konventionellen müssen es eben schaffen sich da ein Standbein zu sicher, auch bei sehr geringen Vollaststunden.
            Kernkraft ist Chancenlos bereits beim kWh Preis und der Abstand zu den „Erneuerbaren“ wird sich in den nächsten Jahren, Jahrzehnte noch vergrößern.
            .

          • @Herr Werner Müller.

            Sie haben ja lustige Vorstellungen von Technik und von Wirtschaft, fast so gut, wie die gesamte Bundesregierung zusammen.

          •  

            Rainer Küper schreibt am 28. Januar 2019 um 15:39
            Die Briten haben für Hinkley Point C diese Vollkostenrechnung auch unter Ansatz der verschiedenen Lebensdauern von Windkraft und Photovoltaik durchgeführt und sind deshalb zur Entscheidung pro Hinkley Point C gekommen.

            Leiche Fehleinschätzung Herr Rainer Küper.
            1. Hinkley Point C hat noch gar kein kWh an Strom abgegeben.
            2. Keiner kann sagen was Hinkley Point C an Baukosten verschlingt.
            3. Keiner kann sagen was das kWh von Hinkley Point C kostet am Ende.
            4. Keiner kann sagen wann das erste kWh von Hinkley Point C kostet.
            5. Keiner kann sagen ob das Hinkley Point C Projekt den „Brexit“ übersteht.
            6. Keiner kann sagen ob Hinkley Point C jemals kWh abliefern wird.

            Hinkley Point C ist dann nicht die erste AKW-Bauruine die in Europa herumsteht.
            Wird nach dem „Brexit“ der frei Warenverkehr von Frankreich nach England eingeschränkt, Bürokratischer so ist das für EDF ein Problem und nicht nur eins.
            Kommt der „Brexit“ = einige Jahre Bauzeitverlängerung, das ist mal gesetzt.
             

        •  

          Markus Estermeier
          Herr Müller, Ihre Rechnung mit den „Erneuerbaren“

          Das ist nicht meine Rechnung, die ca. 1,9 €-Cent sind die Einspeisevergütung die in Saudi-Arabien ausgegeben werden je kWh.
          Bis 2030 soll eine Kapazität von 58,7 GW an erneuerbare Energien errichtet werden.
          Bei der Kernkraft sollen noch einmal mal was gebaut werden in Saudi-Arabien, wie bereits in der Vergangenheit.
          Saudi-Arabien kündigte bereits 2013 an, bis 2030 16 Kernkraftwerke zu bauen und Baustellen haben die aber noch keine einzige, wo sind denn da die Backup-Kraftwerke der AKWs bis 2030 ?
          2011 Saudi-Arabien will Milliarden in Kernkraft stecken und 2019 immer noch keine einzige AKW-Baustelle.
          https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/saudi-arabien-will-milliarden-kernkraft-stecken#

          Ist denn bei den 11 oder auch 12 Cent/kWh beim Kernkraftwerk Hinkley Point C das Backup-Kraftwerk dabei, dass bei einer außerplanmäßigen Lieferunterbrechung die Leistung übernimmt ?
          .

          • Danke, glasklar formuliert, was mittlerweile wirklich jeder wissen sollte. Weiß vielleicht auch jeder, wird nur konsequent ignoriert.

  7. Wenn die Briten es jetzt noch nicht gespannt haben, warum der BREXIT die richtige Lösung – in vollem Umfang des Wortes – ist, dann werden sie erleben, wie wir, wie sie, wie diese unglaubliche Bürokratie in Brüssel uns alle noch fertig machen wird. 50.000 und mehr Bürokraten überlegen jeden Tag, was noch gemacht werden soll/te! Das ist ein autopoietisches System, daß sich selbst jeden Tag reproduziert, für sich selbst = Sinn der Autopoiese – Kafka lässt grüßen. Wer kennt denn heute noch Kafka! Viel zu schwer für Heutige zum Lesen und Verstehen!

    • @Börger

      Sie haben da einen gleitenden Durchschnitt eines sog. Britten im Sinn? 🙂

      Es gibt solche und solche. Momentan sind auch in Groß-Britannien die Deppen am Werk. Ein Depp ist noch dümmer als der andere. May soll nur nicht abgewählt worden sein, weil andere berechtigte Angst vor etwas noch Schlimmeren haben, das sich Corbyn nennt und ein niederträchtiger Kommunist und Antisemit ist. Wieso darf so etwas frei herumlaufen? Und in die Politik gehen? So etwas gehört für immer weggesperrt.

      May vertritt auch den Standpunkt, ich könne das Wetter beeinflussen. Das ist falsch. Anstatt sich Trump um den Hals zu werfen und mit ihm gemeinsame Sache zu machen, und die Freiheit zu genießen, wieder so ein Weibsstück, das keine Ahnung hat.

      Das Wetter beeinflussen können aber nur Hexen und Schamanen und so. Die Hexen wiederum behaupten auch fälschlich, ich könnte das Wetter beeindrucken. Da das nicht stimmt, daher weiß ich auch, Hexen lügen sehr gerne und sind bösartig.

      Europa und die USA, sprich seine Bevölkerung, werden von einer kleinen, hochkriminellen Clique im Hintergrund seit sehr vielen Jahren für dumm verkauft und die Scheindemokratie, die es wohl nie gegeben hat, Schritt für Schritt in eine regelrechte Dikratur umgebaut. Als Verhöhnung.

      Viele Briten haben die Nase voll, von diesem Schauspiel. Auch sie schaffen es nicht, sich davon zu lösen. Wieso redet hier niemand über die offensichtlichen Seilschaften der kriminellen Freimaurer? Hhm? Mit methodischer Arbeit kann man diese Gauner fein zerlegen.

      Die wertvolle Nation soll in Europa ausgelöscht werden, so haben einige hochkriminelle Affen der Freimaurerseilschaften es beschlossen und glauben, damit kämen die durch.

      Es kann durchaus sein, Groß-Brittanien stolpert in diesem Chaos trotz allem in bester Manier aus dieser hochkriminellen, geisteskranken Brüsseler EU hinaus. Das wäre mein Wunsch. Dieser EU-Diktatur wünsche ich den Tod.

  8. Um ungerechtfertigten Attacken gegen die von Herrn Gärtner genannten CO2-Emissionswerte, die ganz offensichtlich auf ursprünglich gewährten Gutschriften für PV und WKA beruhen, den Wind aus den Segeln zu nehmen, hier die Werte, die sich derzeit ergeben, wenn man folgende Kosten ansetzt.

    Braunkohle: 0,03 €/kWh  —>  8 g CO2/kWh

    Kernkraft:     0,04 €/kWh  —>  11 g CO2/kWh

    Wind:             0,09 €/kWh  —> 25 g CO2/kWh

    PV:                  0,19 €/kWh  —>  53 g CO2/kWh

    Für Frankreich mit einem BIP 2.286 Mrd €, 1.498 Mrd kWh Verbrauch an Kohle, Öl und Gas und 413 Mrd kg CO2-Emission im Jahr 2017  ergibt sich für Kernkraft ein Wert von 7 g CO2/kwh. Berechnung: http://www.kosten-energie-aequivalenzgesetz, com

    Hinweis: In Erwartung eines unvermeidlichen Kommentars von Herrn Deutering, der meine Ausführungen als fehlerhaft entlarven wird, teile ich hiermit vorsorglich mit, dass ich bei meinen obigen Rechnungen und bei der Herleitung des KEÄG weder das-Frank-Condon-Prinzip, noch die Boltzmann-Verteilung der CO2-Moleküle, noch die Energieniveaus der Phononen berücksichtigt habe. Auch die Variabilität des Schwerkraftfeldes des Mondes und die Einwirkung der Schwarzen Materie habe ich zur Vereinfachung meines Rechenansatzes außen vorgelassen.

    • Sehr geehrter Herr Dr. Schütte,

      ich will und kann nicht Ihre Rechnung des „Energie-Äquivalenzgesetzes“ anzweifeln.

      Wenn ich darüber jedoch weiter nachdenke, so könnte doch jemand auf die Idee kommen, dem „Mann im Mond“ auch eine Rechnung nach den Emissionszertifikaten für CO2 zu schicken. Schließlich ist dem Trabanten geschuldet, das täglich riesige Wassermengen bewegt werden, was die Bewohner dann Ebbe und Flut nennen.

      • Sehr geehrter Herr Demmig,

        Ihre Idee ist ausgezeichnet. Schließlich kann man mit Ebbe und Flut Strom erzeugen. Der Mond spart ja CO2. Falls Frau Merkel von Ihrem genialen Einfall Wind bekommen sollten, befürchte ich, dass Ihr Vorschlag in das Regierungsprogramm aufgenommen wird. Wir sollten also versuchen, Ihre Idee geheim zu halten, um weiteren Irrsinn zu verhindern.

         

         

    • @Herr Schütte

      Anstelle der Umrechung von Cent/kWh in Gramm CO2/kWh könnten Sie auch in Stück Blumenkohl/Einwohner umrechnen. Die Aussagekraft Ihrer KEÄ-Gleichung ist null.

      • Sehr geehrter Herr Küper,

        nachdem Sie vor ein paar Tagen in einem Kommentar offenbart haben, dass Sie meine Ausführungen gar nicht gelesen haben, zeugt Ihre heutige Aussage von außergewöhnlicher Urteilskraft. Das sticht einem als Leser sofort in die Augen. Wenn es Ihnen Freude bereitet, sich auf diesem Intelligenzniveau hier bei EIKE weiter zu präsentieren, so sei Ihnen das gegönnt. Ich verfolge Ihre hoch intelligenten Einlassungen mit großem Vergnügen.

        • Sehr geehrter Herr Schütte, Intelligenz und Klugheit sind nicht dasselbe. Kluge  erkennen, wenn Intelligente Unsinn machen. Insofern sind wir beide auf einer Linie: Ihre KEÄ-Gleichung ist intelligenter Unsinn. Kluge wissen das.

          • Sehr geehrter Herr Küper,

            ich verstehe Ihren Kommentar so, dass Sie sich zu den Klugen zählen. Aufgrund des Inhalts und der Art und Weise, wie Sie hier „argumentieren“, kann ich Ihnen zu dieser Selbsteinschätzung nur gratulieren.

            Dr. Heinz Schütte

    • „…die Einwirkung der Schwarzen Materie habe ich zur Vereinfachung meines Rechenansatzes außen vorgelassen.“

       

      Also wenn Sie diese noch berücksichtigen könnten…

    •  

      Dr. Heinz Schütte
      Wind: 0,09 €/kWh —> 25 g CO2/kWh

      Bundesnetzagentur:
      Der niedrigste Gebotswert eines Gebotes, das einen Zuschlag erhielt, beträgt 5,00 ct/kWh.
      Das Gebot mit dem höchsten Gebotswert liegt bei 6,30 ct/kWh.
      Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert beträgt 6,26 ct/kWh.
      https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/Ausschreibungen/Wind_Onshore/Gebotstermin_01_10_2018/Gebotstermin_01_10_18_node.html

      Und wo bekommt oder braucht einer 0,09 €/kWh bei neuen Windkraftanlagen ?

      Dr. Heinz Schütte
      Braunkohle: 0,03 €/kWh —> 8 g CO2/kWh

      Leichter Realitätsverlust Herr Dr. Heinz Schütte ?
      Bei Braunkohle sind das um die 1000 g CO2/kWh (Seite 22)
      https://www.bundestag.de/blob/406432/c4cbd6c8c74ec40df8d9cda8fe2f7dbb/wd-8-056-07-pdf-data.pdf

      Dr. Heinz Schütte
      Kernkraft: 0,04 €/kWh —> 11 g CO2/kWh

      Kernkraft 16 bis 23 g CO2/kWh, auch Seite 22
       

      • Sehr geehrter Herr Vallan,

        ehe Sie mir „Realitätsverlust“ unterstellen, möchte ich auch Ihnen empfehlen, meine Ausführungen erst einmal gründlich zu lesen. Sie werden  dann die von mir errechneten Werte nachvollziehen können, die sich auf Basis des 2. Hauptsatzes aus dem Bruttoinlandsprodukt und dem Verbrauch von Kohle, Öl und Gas ergeben. Höhere Kosten haben zwangsläufig eine höhere CO2-Emission zur Folge. Es bleibt Ihnen dann überlassen, ob Sie diese Werte oder das Geschwafel der Website des Bundestags zur Grundlage Ihrer Weltanschauung machen.

        Dr. Heinz Schütte

  9. Noch erwähnt werden sollte, was die Herabsetzung der Geschwindigkeit, eigentlich und nur bezweckt: Abzocke der hart arbeitenden Bevölkerung.

    Es ist berichtet worden, bereits bei Überschreitung von einem einzigen Kilometer über das Limit hinaus, also konkret 81 Stundenkilometer, würden schon, vollautomatisch, Strafzettel nach Hause geschickt, der heutigen IT sei ewiger Dank.

    Seit einigen Jahren hat der französische Staat auf diese Weise immer mehr einnehmen dürfen. Mittlerweile soll man nahe an den zwei Milliarden Extraeinnahmen dran sein.

    Macron ist einerseits sehr dumm, andererseits weiß er, in Frankreich wächst das Geld tatsächlich auf den Bäumen. So hat er dann auch genug Geld um seiner Grand Dame weiter außergewöhnliche Geschenke zu verabreichen und sich so ihrer Liebe, ganz, gaaaanz fest zu versichern.

    Die Gelbwesten haben sich daher auch den Zorn des franz. Innenministers zugezogen, kürzlich, weil dieser frech behauptete, circa 60 Prozent der Überwachungskameras landesweit (!) wären aus verschiedensten Gründen außer Gefecht gesetzt worden, was sich auf die Extraeinnahmen besonders gravierend auswirken würde.

    Falls das stimmen sollte, großartige Leistung.

    • Sehr geehrter Herr Hübner,

      ich erlaube mir Sie zu berichtigen. Es gibt keine Stundenkilometer, sondern nur Kilometer pro Stunde. Stundenkilometer gibt es nur im Wetterbericht

  10. Merkel hat möglicherweise in Aachen den Superdeal eigefädelt: Abschaltung der französischen Kernkraftwerke gegen Euro-Rettung Frankreichs aus deutschen Steuermitteln – eine absolute Win-win-Situation. Merkel wird in der ZEIT dafür frenetisch gefeiert werden.

  11. „Klimaschutz“ ist ein integraler Bestandteil im Vertrag von Aachen und soll künftig „in allen Politikbereichen“ berücksichtigt werden. Dazu gehört die „Schaffung von Anreizen für den Umbau ihrer Volkswirtschaften und die Förderung ehrgeiziger Maßnahmen zum Kampf gegen den Klimawandel.“ Ob das mit den Gelbwesten funktionieren kann, erscheint doch sehr fraglich.

    Artikel 18

    Beide Staaten arbeiten darauf hin, den Prozess der Durchführung mehrseitiger Übereinkünfte in den Bereichen der nachhaltigen Entwicklung, der globalen Gesundheit sowie des Umwelt- und Klimaschutzes, insbesondere das Übereinkommen von Paris vom 12. Dezember 2015 und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, zu stärken. Zu diesem Zweck arbeiten sie eng zusammen, um gemeinsame Ansätze und politische Strategien zu erarbeiten, wozu auch die Schaffung von Anreizen für den Umbau ihrer Volkswirtschaften und die Förderung ehrgeiziger Maßnahmen zum Kampf gegen den Klimawandel zählen. Sie stellen die Berücksichtigung des Klimaschutzes in allen Politikbereichen sicher, unter anderem durch regelmäßigen, sektorübergreifenden Austausch zwischen den Regierungen in Schlüsselbereichen.

    Artikel 19

    Beide Staaten werden die Energiewende in allen einschlägigen Bereichen weiter vorantreiben; zu diesem Zweck bauen sie ihre Zusammenarbeit aus und stärken den institutionellen Rahmen zur Finanzierung, Vorbereitung und Umsetzung gemeinsamer Vorhaben, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, erneuerbare Energien und Energieeffizienz.
    Quelle

    Diese Passagen dürften weitgehend den offiziellen deutschen Interessen entsprechen. An die französischen ist auch gedacht:

    Artikel 6

    Im Bereich der inneren Sicherheit verstärken die Regierungen beider Staaten weiter ihre bilaterale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus und der organisierten Kriminalität sowie im Bereich der Justiz, der Nachrichtendienste und der Polizei. Sie führen gemeinsame Maßnahmen im Hinblick auf Aus- und Fortbildung und Einsätze durch und richten eine gemeinsame Einheit für Stabilisierungsoperationen in Drittstaaten ein.
    Quelle: siehe oben

    Mit der von mir fett hervorgehobenen Passage dürfte wohl der Wunsch der französischen Regierung, deutsches Personal und auch materielle Unterstützung für die französischen Einsätze in deren ehemaligen Kolonien zu bekommen, einer Realisierung näher gekommen sein.

    Scheinbar gab es noch nicht genug tote deutsche Soldaten in Afghanistan. Bemerkenswert ist, dass dort, wo es um die „gemeinsame Einheit für Stabilisierungsoperationen in Drittstaaten geht, jeder Hinweis darauf fehlt, dass solche militärischen Einsätze nur nach Beschluss der UNO erfolgen dürfen. Vielleicht wird es bald in Anlehnung an einen legendären Satz von Peter Struck bald heißen: „Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch in Afrika verteidigt.“ Der Satz klingt irgendwie schön. Man kann ihn später auf die Grabsteine meißeln.

  12. Man sollte sich darüber klar werden, daß Frau Dr. Merkel von Herzen „Honecker-Kommunistin“ ist und die Demokratie in D schon immer abschaffen wollte. Sie hat ja auch Robert Havemann bespitzelt.
    Eigentlich verstehe ich die AfD nicht, daß sie sich endlich mal darum kümmert. Und natürlich muß sich die AfD von dem Gesocks befreien, den der sog. „Verfassungsschutz“ in die AfD geschickt hat. Vor allen Dingen im Ossiland muß aufgeräumt werden.

  13. Das zeigt doch, dass es gar nicht um CO2-Reduktion geht. Es geht um die große Transformation. Auch die Schweiz war mit Wasser- und Kernkraft quasi CO2-neutral, dennoch hat dank jahrelanger Indoktrination die Mehrheit der Bevölkerung für die Energiestrategie 2050 gestimmt. Die Folgen sind bereits spürbar, siehe hier.

    •  
      EIKE erhebt den Anspruch ein Wissenschaftliches Institut zu sein.

      Europäisches Institut für Klima & Energie

      Liebe Leute von EIKE,
      bringt dann doch mal die Quelle wo man nachschauen kann wegen der 23 Terawattstunden und 30 Milliarden Euro.

      Von Admin
      Gleichzeitig müssen die französischen Stromkunden für nur etwa 23 Terawattstunden witterungsabhängig erzeugten Wind- und Solarstrom insgesamt 30 Milliarden Euro zahlen.

       

      • Sehr geehrte Frau Hecker,
         

        30 Milliarden Euro erschienen mir auch etwas hoch gegriffen. Aber ich harre die Zahl aus dem durchaus seriösen Wirtschaftsmagazin „Contrepoints“. Inzwischen habe ich mich an anderer Stelle erkundigt Dort wird aufgeschlüsselt, wo der bei den Stromkunden erhobene Zuschlag für die „Erneuerbaren“ (CSPE) im einzelnen landet. Daraus ergibt sich die (geschätzte) Gesamtsumme von knapp 8 Mrd. Euro. Das ist für einen Bruchteil des von den Kernkraftwerken gelieferten Stroms immer noch skandalös genug.
         

         

  14. @Herrn Gärtner.

    Auch für mich ist die Energiewende Schmierentheater des Altparteienkartells und Teil der weltweiten Klimawandelreligion, die für die Herrschenden nur Mittel zum Zweck der Machtübung über die Bevölkerungen ist.

    Dennoch sollte man mit Vermutungen über die Ursachen des Netzfrequenzabfalles am 10.01.2019 zurückhaltend sein.

    Die Absenkung der Windkrafteinspeisung hatte keinen ungewöhnlichen Gradienten. Solche Einspeiseänderungen zu beherrschen, ist mittlerweile tägliche Routine der Übertragungsnetzbetreiber.

    Ehe Vermutungen und Gerüchte in die Welt gesetzt werden, die der Sache der Gegner der Energiewende nur schaden würden, sollten die Ergebnisse der ENTSO-Untersuchungen abgewartet werden.

  15. Vielleicht lässt sich der Irrsinn nur dadurch erklären, schon lange der Krieg als zerstörendes Element fehlt, die Zerstörung also künstlich herbeigeführt wird, um der Finanzwirtschaft neue Nahrung zu geben. Angenommen, die Kernkraftwerke liefen 100 Jahre ohne hohe Wartungs- und Betriebskosten, der Strompreis würde gar nach unten angepasst, dem Kapitalmarkt wäre ein dicker Posten entzogen, aus dem er seine Gewinne generieren kann. Das ist wie mit den Autos: Entwertet man fast neue Autos durch neue Technologien schafft man neue Kredite. Würde jeder nur noch eine Hose besitzen und diese zehn Jahre tragen, diese Philosophie auch auf andere Lebensbereiche übertragen, dann hätten wir Deflation und die Kreditwirtschaft würde zusammenbrechen.

    Hätte Merkel nicht viele Leute eingeladen wäre der Immobilienbestand weniger wert, gäbe es weniger Neubauaktivität.

    Vielleicht muss man vieles was passiert aus dieser Ecke betrachten. Die große technische Revolution fehlt, mit dem Leben aus dem Bestand fehlen die Nachschuldner in dem auf Schulden basierenden System.

    • Volle Zustimmung.

      Es geht um Umsatz, Kredite, Kapitalverwertung.

      Das existierende System braucht ständiges Wachstum. Da der Verbrauch nicht gesteigert werden kann, muß die Kilowattstunde mit möglichst viel Aufwand produziert werden. Da kommt die Klimahysterie gerade richtig, um diese Absichten zu verschleiern. Macron hat das begriffen, der Strom aus Kernkraft ist viel zu billig herzustellen.

      • Das „ständige Wirtschaftswachstum“ basiert auf einem grundlegend falschen Verständnis. Wirtschaftswachstum wird angeblich angezeigt durch Steigerung des BIP, also dem Kapitalfluß aus Warenwirtschaft und Dienstleistung. Jetzt muß man nur noch verstehen, daß bei gleichbleibender Leistung durch eine Inflationsrate von 2% das BIP eine irreführende Steigerung um genau diese 2% suggeriert.

        Unser propagiertes Mindestwachstum ist somit lediglich ein Inflationsausgleich und eignet sich damit nicht pauschal als Nachweis für höhere Produktivität.

  16. Auch in Frankreich steigen die Kosten für Reparaturen und Instandhaltung der immer anfälliger werdenden alten und uralten Kernkraftwerke. Neue Kernkraftwerke landen in einem finanziellen Desaster, werden ewig nicht fertig (Flammanville), oder werden nicht gebaut, weil sie unbezahlbar teuer würden (Rückzug von Toshiba und Hitachi aus GB). Für Frankreich bleibt also nur kurzfristig, für den exorbitant hohen Winterverbrauch (Winterstromverschwendung), eine Lösung zu finden. Die Kombination aus flexiblen Gasturbinen, Wind- und Solarstrom ist aktuell die am billigsten, sichersten und schnellsten zu realisierende Option. Die können nicht 10 Jahre warten, bis ein Kernkraftwerk vielleicht mal fertig wird.

    „Gleichzeitig müssen die französischen Stromkunden für nur etwa 23 Terawattstunden witterungsabhängig erzeugten Wind- und Solarstrom insgesamt 30 Milliarden Euro zahlen.“

    Diese Aussage kann nur falsch sein. Bitte um Nachweise.

    • Sehr geehrter Herr Tarantik, dass ich den EPR für einen teuren Irrweg halte, habe ich schon früher geschrieben. Die Entscheidung für den EPR fiel, als Siemens vorübergehend mit Framatome bzw. Areva zusammenging. Manche französischen Ex-Manager argwöhnen, damit habe ihnen Berlin ein Kuckucksei ins Nest gelegt. Ich kann dazu ad hoc nichts sagen. Was die Kosten der „Erneuerbaren“ angeht, habe auch ich meine Zweifel. Ich werde nachprüfen, ob man sich da nicht in der Größenordnung geirrt hat.

      • @Herr Gärtner.

        Der Bau des EPR in Frankreich war eine rein französische Entscheidung. Die französische Regierung und EDF haben sich dabei nicht von Deutschland beeinflussen lassen.

        Dass der EPR langsamer fertig und teurer wurde, ist auf Managementfehler zurückzuführen. Ein wesentlicher Grund waren Personalentscheidungen mit politisch forcierten Vorruhestandsangeboten, die von vielen EPR-Erfahrungsträgern gerne angenommen wurden. Als das Management später bemerkte, dass man mit unerfahrenen Berufsanfängern kein technisch anspruchsvolles Projekt durchführen kann, war es für schnelle Korrekturen der Managementfehler schon zu spät. Ähnliches gilt auch für den finnischen EPR.

        Die beiden viel später begonnenen EPR in China sind fertig.

        PS.: Wer den Globus vor Überhitzung oder Erkältung infolge menschengemachten CO2 retten will und gleichzeitig die Bevölkerung nicht in Armut treiben will, der kommt um die friedliche Nutzung der Kernenergie nicht herum. Irgendwann werden es auch die verbohrtesten Ideologen erkannt haben.

        • @Rainer Küper: Ich beziehe meine Aussage auf eine Debatte in den Räumen der franz. Nationalversammlung im Juni 2011, der ich beigewohnt habe. Es gab ja alternativ zum Konzept von Areva das günstigere Angebot von Westinghouse/Toshiba, das auf einem Konzept passiver Sicherheit beruht. (Dass Toshiba inzwischen fast pleite ist, liegt an anderen Gründen.) Die dort versammelten Manager und Ex-Manager der Energiewirtschaft sahen in der Entscheidung gegen Westinghouse eine Einflussnahme Berlins. Wie weit das stimmt, kann ich nicht nachprüfen. (Ich kenne die Neigung französischer Manager, Deutschland für Probleme verantwortlich zu machen.) Interessant ist, dass sie den EPR wegen seiner hohen Kosten und wegen der Schwierigkeiten in Olkiluoto (Finnland) und Flammanville (Normandie) schon damals mit dem unglücklichen Schicksal der Concorde verglichen. Aber ich denke auch wie Sie, dass eher Personalentscheidungen (Vor-Ruhestands-Regelungen) für die dortigen Probleme verantwortlich sind. Ähnliche Probleme gab es ja zur gleichen Zeit auch bei Airbus.

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