Tempera­turen in der Antarktis sanken kürzlich auf die tiefsten Werte, die auf der Erde theo­retisch möglich sind!

David Middleton
Diese Story war schon einmal Thema eines Beitrages hier bei WUWT … Aber warum war dies der Washington Post, New York Timesusw. Keine Schlagzeile wert? Ja … das war eine rhetorische Frage.

Ultra-tiefe Temperaturen in der Ostantarktis, gemessen mittels thermischer Infrarot-Kartierung von Satelliten: der kälteste Ort der Erde

T. A. Scambos, G. G. Campbell, A. Pope, T. Haran, A. Muto, M. Lazzara, C. H. Reijmer, M. R. van den Broeke

Erstveröffentlichung: 25. Juni 2018

Summary in allgemeinverständlicher Sprache

Die niedrigste jemals mit Thermometern gemessene Temperatur der Erde beträgt -89,2°C, gemessen am 23. Juli 1983 an der Station Wostok in der Antarktis (Turner et al., 2009, https://doi.org/10.1029/2009JD012104). Allerdings zeigen Satellitendaten, gesammelt in der antarktischen Polarnacht der Jahre 2004 bis 2016 auf der großen Fläche eines Hochplateaus in der Ostantarktis über Wostok, dass regelmäßig Temperaturwerte von -90°C oder noch tiefer erreicht werden. Diese treten in flachen Bodensenken nahe dem höchsten Teil des Eisschildes über der Schneedecke auf, und zwar in Seehöhen von 3800 bis 4050 Metern. Vergleiche mit automatischen Wetterstationen in der Nähe zeigen, dass die Lufttemperatur während dieser Ereignisse nahe -94 ±4°C liegt. Ultrakalte Bedingungen (-90°C oder kälter) treten häufiger auf, wenn der antarktische Polarwirbel stark ausgeprägt ist. Diese Temperatur scheint sehr nahe dem theoretisch möglichen tiefsten Wert zu liegen, selbst bei klarem Himmel und sehr trockener Luft, weil die von der kalten, klaren Luft abgestrahlte Wärme fast gleich ist der Wärmeabstrahlung der bitterkalten Schneeoberfläche.

(…)

Quelle: Geophysical Research Letters

Die gesamte Studie ist immer noch verfügbar.

Wie viel kälter hätte es werden können, wenn der CO2-Gehalt lediglich 280 ppmv betragen hätte? Wahrscheinlich kein bisschen.

In sogar noch einfacherer Sprache:

,Es ist fast wie auf einem anderen Planeten‘ – Kälteste Temperatur jemals auf der Erde in der Antarktis gemessen

Trevor Nace, Contributor, Science, 28. Juni 2018

Während bei uns der Sommer in Fahrt kommt, haben Wissenschaftler soeben die kälteste Temperatur bekannt gegeben, die jemals auf der Erde gemessen worden ist. Während des langen, dunklen antarktischen Winters sanken die Temperatur tief genug, um es mit anderen Planeten aufnehmen zu können.

 

Und welche Temperatur hat man gemessen? Nun, atemberaubende -97,8°C. Bei dieser Temperatur würde das Einatmen der Luft in der Lunge sofort Erfrierungen auslösen und rasch zum Tode führen.

Die Temperatur wurde mit Satellitenmessungen in der zentralen Antarktis gemessen, und zwar während des Winters, in welchem die Sonne niemals scheint. Diese jüngst in den Geophysical Research Letters veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass diese Temperaturwerte nahe den theoretisch tiefstmöglichen auf der Erde liegen.

Forbes

Berichtet wurde hierüber in Forbes, Fortune, NatGeo und an einigen anderen Stellen … und es war schlimmer als zuvor gedacht…

Live Science Planet Earth

Am kältesten Ort der Erde ist es sogar noch kälter als Wissenschaftler gedacht hatten

Mindy Weisberger, 26. Juni 2018

Wissenschaftler wussten bereits, dass die niedrigsten, auf der Erde gemessenen Temperaturen auf einem gefrorenen Eis-Höhenzug in der Ostantarktis nahe dem Südpol aufgetreten waren. Aber jüngst haben sie entdeckt, dass es sogar noch kälter werden kann als zuvor gemessen.

Im Jahre 2013 hat man mittels Analysen von Satellitendaten verstreute, mit extremst kalter Luft angefüllte Mulden entdeckt, und zwar auf dem Ostantarktischen Plateau zwischen Dome Argus und Dome Fuji – mit Temperaturen bei atemberaubenden minus 93°C.

Allerdings zeigt eine Analyse der gleichen Daten, dass unter den richtigen Bedingungen theoretisch Temperaturwerte bis minus 100°C möglich sind, was vermutlich der kälteste Ort ist, der auf der Erde auftreten kann, heißt es in der neuen Studie.

Live Science

Trotz Gore’scher Runaway-Tipping Points, welche die Erde zurückführen sollen in Zeiten des Pliozäns, des Miozäns, des thermalen Maximums im Paläozän-Eozän, der Kreidezeit, Venus … alles innerhalb des Holozän-Rauschens. Es wird aber immer noch so kalt wie theoretisch überhaupt möglich in der Antarktis.

Und das ist für Herrschaften wie den im Bild oben Zitierten natürlich wirklich eine unbequeme Wahrheit! [Zusatz des Übersetzers]

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/11/13/antarctic-temperatures-recently-plunged-close-to-the-theoretically-coldest-achievable-on-earth/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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6 Kommentare

  1. Man will sich lieber keine neue Eiszeit vorstellen…bei dem jeder Aufenthalt im freien zum Tod führen kann. Aber Hauptsache die Grünen SOZIALISTEN kämpfen an ihrer Front gegen eine eingebildete/verlogene Erwärmung und vernichten damit unseren gesamten technischen Fortschritt.

  2. Am Schluss der Studie heißt es im Original: „The radiative processes that control record low surface and air temperatures, and the changing composition of the atmosphere, imply that in the future, we may see fewer extreme low temperature events. This is due to the ongoing increase in gases such as CO2and to increased water vapor in the Antarctic atmosphere as a secondary effect.“ Sinngemäß übersetzt: Wegen der steigenden Anteile von CO2 und Wasserdampf in der antarktischen Atmosphäre wird es da wohl künftig möglicherweise nicht mehr so kalt werden. 

    Da bei den niedrigen Temperaturen des antarktischen Winters die absolute Luftfeuchtigkeit nahe null g/m³ ist, erscheint mir diese Vermutung gewagt und erinnert mich an eine frühere Prognose des Spiegel vom August 1986, die ein „Ergebnis wissenschaftlich fundierter Spekulationen“ darstellen sollte: „Jetzt, im Sommer 2040, ragen die Wolkenkratzer New Yorks weit vor der Küste wie Riffs aus der See. Überflutet, vom Meer verschluckt, sind längst auch Hamburg und Hongkong, London, Kairo, Kopenhagen und Rom.
    Das Vereinigte Königreich Großbritannien ist in einen Archipel zerfallen, in dem England, Schottland und Wales voneinander getrennte Inseln bilden. …
    Seit die Eiskappen an den beiden Erdpolen immer rascher abschmelzen, hat die See ganze Länder verschlungen. Dänemark, die Niederlande, Belgien und Bangladesch existieren nicht mehr. Überspült wurden weite Küstenregionen der USA, aber auch Chinas und Nordeuropas.“

    Seit dem Erscheinen des Spiegel sind nun bereits 33 Jahre vergangen und bis 2040 fehlen nur noch wenige Jahre. Ich will nicht als „Klimaleugner“ gelten und halte es deshalb durchaus für möglich bis wahrscheinlich, dass innerhalb dieser noch vor uns liegenden 21 Jahre „Hamburg und Hongkong, London, Kairo, Kopenhagen und Rom“ vom Meer „verschluckt“ werden. 

    Schade um meine in Hamburg lebende Enkelin, weniger schade wohl um ein Hamburger Nachrichtenmagazin.

    • Wir kriegen also eine Eiszeit oder, wenn Sie Recht haben, eine Sintflut.

      Holland wäre demzufolge dann aus der Gruppenverlosung raus. Da schläft man doch gleich besser, Herr Lange.

  3. Hier eine etwas bessere Veröffentlichung.

    https://www.wetterdienst.de/Deutschlandwetter/Thema_des_Tages/3241/kaeltester-ort-der-erde
    und
    https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1029/2018GL078133

    Die tiefste ermittelte Temperatur lag bei -98,6 Grad und stammt vom 23.07.2004. An einigen kleineren Stellen wurden im gesamten betrachteten Zeitraum etwa 30 Fälle mit einer Oberflächentemperatur von -98 Grad registriert.

    Aus der ermittelten Bodentemperatur wurde mit Abgleich von vorhandenen Messwerten und Satellitendaten eine 2-Meter-Lufttemperatur an den kältesten Stellen berechnet. Die Forscher geben ein Minimum der Lufttemperatur von -94 Grad an, mit einem Fehler von +/- 4 Grad.

    Mfg
    Werner Holtz

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