Früher wurde im Alpen­vorland zur Winter­mitte Schnee erwartet und war dann ein normales Ereignis.

Diese Bank ist doch gut gepolstert, oder? Bild: Juana Kreßner / pixelio.de

Mit dem ausgerufenen Klimawandel ist das Extremwetter und damit ein Katastrophenfall
Helmut Kuntz

Gerade erst hat die CSU mitgeteilt, dass sie in vorbeugender Pflichterfüllung ihre kurzfristig versuchte Eigenständigkeit vorbehaltlos aufgibt und sich wieder kompromisslos in den GRÜNEN Vorzeigekurs der großen, unfehlbaren Vorsitzenden einreiht. Gezeigt werden soll dies auch durch vorbildliches Engagement im Endkampf gegen den Klimawandel, der durch die Aufnahme des Klimaschutzes in die Bayerische Verfassung gekrönt werden soll [1].

Und da fällt vollkommen unerwartet mitten im Winter Schnee in Oberbayern. Und weil es aufgrund einer 95 %ig sicheren Vorhersagen im Winter keinen Schnee mehr geben kann [2], brach aus, was die Deutsche Bahn bei jedem größeren Unwetter vormacht: Ein Chaos. Weil es Chaos in Deutschland aber nicht gibt: Einstellen des öffentlichen Betriebes.

Schnee mitten im Winter – ist inzwischen ein Katastrophenfall

Eine der vielen, nicht eingetroffenen Klimawandel-Vorhersagen ist die eines (immer noch) berühmten Klimawissenschaftlers:
Spiegel Online 01.04.2000: [2] Wissenschaft Winter ade Nie wieder Schnee?
In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.

Trotz des Datums, an dem es vom Spiegel damals verkündet wurde, hat sich die Vorhersage in vielen Köpfen geradezu „festgefressen“. Leider sitzen viele solche Köpfe auf wichtigen Positionen (und Interessenverbänden).
Entsprechend sieht deshalb wohl die Planung aus, welche in Süddeutschland gegen Beeinträchtigungen durch winterbedingtes Wetter betrieben wird:

Bild 1 [2]
Leider hält sich das Wetter nicht daran. Doch auch Oberbayern hat wohl von der Bahn gelernt und verfährt ebenfalls nach der Devise: Wenn das Wetter anders ist als geplant – und das ist immer, wenn es „ungemütlich“ wird -, stellen wir vorsorglich das öffentliche Leben flächendeckend ein. Die Bahn macht es, wenn von den vielen, dank Landschaftspflegemaßnahmen entlang der Bahnstrecken wachsenden Bäumen welche vollkommen unvorbereitet auf Gleise kippen. In Oberbayern macht man es inzwischen, wenn die Gehwege nicht mehr flächendeckend geräumt werden können. Schließlich beeinträchtigt dies massiv das „öffentliche Leben“, welches nicht mehr gewährleistet werden kann. So etwas ist eine Katastrophe und deshalb auch berechtigter Anlass zur Ausrufung des Katastrophenfalls.
Dass der Landrat von Miesbach ein GRÜNER ist, sei nur nebenbei erwähnt. Es trifft sich allerdings etwas mit der Recherche-„Erfahrung“ des Autors, dass oft dort, wo GRÜNE (Politiker) zuständig sind, das Klima besonders erbärmlich zuschlägt und besondere (öffentlichkeitswirksame) Maßnahmen erfordert.

Bild 2 BR Info vom 07.01.2019 [3]
So ganz unvorbereitet hätte man am nördlichen Alpenrand nicht zu sein brauchen. Erst vor einem Jahr hatte es in den Alpen ein Schneechaos gegeben:
WELT 10.01.2018: Schneefälle in den Alpen Züge fahren wieder nach Zermatt

Und erst im vergangenen Dezember wurde ein Studie zu den Schneebedingungen in den Alpen seit 1895 veröffentlicht:
AIGNER, Günther; GATTERMAYR, Wolfgang; ZENKL, Christian (201 8): Die Winter in Tirol seit 1895. Eine Analyse amtlicher Temperatur- und Schneemessreihen. www.zukunft-skisport.at.
Darin wurde festgestellt (Zitierung aus dem Abstrakt):
Bei Betrachtung der amtlichen Messdaten sind die klimatologischen Rahmenbedingungen für den alpinen Wintersport in Tirol nach wie vor sehr günstig. Über die letzten 50 Jahre sind die Wintertemperaturen auf Tirols Bergen statistisch unverändert. Betrachtet man lediglich die letzten 30 Jahre, so sind die Winter in diesem Zeitraum sogar deutlich kälter geworden – um 1,3 Grad Celsius.
Die längsten Schneemessreihen aus den Tiroler Wintersportorten zeigen über die vergangenen 100 Jahre insgesamt keine signifikanten Trends. Weder die jährlich größten Schneehöhen noch die jährliche Anzahl der Tage mit Schneebedeckung zeigen markante Veränderungen. Bei isolierter Betrachtung der letzten 30 Jahre bleiben die jährlich größten Schneehöhen und die Neuschneesummen relativ stabil, während die Anzahl der Tage mit Schneebedeckung leicht abgenommen hat.
Auffallend ist die hohe Variabilität der einzelnen Winter. Die Spannweiten in den Messreihen sind beachtlich – vor allem bei den jährlich größten Schneehöhen. Insgesamt zeigt sich, dass die winterlichen Schneeverhältnisse primär vom Auftreten der entscheidenden Großwetterlagen abhängen und nur mäßig mit dem Temperaturniveau korrelieren. Auch relativ milde Winter können sehr schneereich sein. Diese unvorhersehbare Dynamik der Großwetterlagen dominiert das Wetter und Klima im Alpenraum.
… Ein klimabedingtes Ende des alpinen Wintersports ist nach der Auswertung der amtlichen Messdaten nicht in Sicht …

Bei uns ist aber Order, dass dies für den deutschen Anteil an den Alpen nicht gilt und sich die Winter hierzulande streng nach den Wissenschaftlern und natürlich auch den PIK-Simulationen richten.
Gut, eine andere Studie (teils von den gleichen Universitäten) kam ein Jahr davor zur gegenteiligen Ansicht [5]. Doch so ist das fast immer beim Belegen von Klima. Selbst das gewesene und das aktuelle Klima oder Wetter scheinen sich stark nach den jeweiligen Wünschen der Auftraggeber gerichtet zu haben.

Katastrophe, weil (etwas) Schnee liegt, oder weil die Kommunen damit (mangels Geld?) nicht mehr umgehen können?

Beim Staatssender BR hat sich jemand die unsägliche Mühe gemacht und vor Ort, mitten im vom Schneechaos betroffenen Katastrophengebiet mit herzzerreißenden Fotos dokumentiert, wie grausam und heftig der Klimawandel zuschlagen kann.
Früher wären solche teils als idyllisches Postkartenmotiv gewählt worden, aber die Zeiten ändern sich eben. Auszüge anbei:

Bild 3 Bei so viel Schnee am Alpenrand können Züge selbstverständlich nur noch ganz vereinzelt fahren. BR Info vom 07.01.2019 [3]
Bild 4 Dieser Hauseingang ist beispielhaft „kaum erreichbar“. Nur gut, dass die Straße daneben wenigstens schön geräumt ist. BR Info vom 07.01.2019 [3]
Bild 5 Weil Personal zum Räumen fehlt, Katastrophenfall? BR Info vom 07.01.2019 [3]
Aber die Schulkinder werden sich freuen. Eine Woche unverhofft schulfrei. Und das, ohne dass man einen Lernstreik gegen das Klima initiieren muss [4].

Quellen

[1] BR, 31.12.2018: Söder ruft zum Kampf gegen Klimawandel auf

[2] Spiegel Online 01.04.2000: Wissenschaft Winter ade Nie wieder Schnee?
In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.

[3] BR24 07.01.2019: Schneemassen sorgen in Südbayern weiter für große Probleme

[4] EIKE 01.01.2019: Ein „Superstar“ und Jeanne d’Arc der Klimakonferenz sprach – doch der Saal war fast leer

[5] ZAMG: 20.11.2017: Winter in Österreich: Vergangenheit und Zukunft

 

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44 Kommentare

  1. Aussage eine meteorologen zu diesem gesamtthema in der WE-ausgabe unserer tageszeitung:
    Es gibt so viel schnee, weil es wärmer wird. Wie luft ist feuchter (weil wärmer) als früher.. da war es kälter und es hat nicht sooo viel geschneit.
    DESWEGEN liegt das am klimawandel.
    Und schon haben wir die AGW-erklärung…….
    Oder halt auch nur eine MEINUNG.

    • Schnee gibt’s derzeit  auch nur in den Mittelgebirgen, den Alpen und ihrem Borland und strengen frost bestenfalls in den Alpen. Was ist also nochmals so falsch an Latifs Aussage?

      Ja wir haben am Alpenrad Zustände, die das Erklären des Katastrophenfalls rechtfertigen: was ist  damit der Artikel von Herrn Kuntz?!?

  2. Also ich bin mir sicher hier helfen nur noch strengere Fahrverbote in den Umweltzonen. Das CO2 aus den Städten wird gegen die Berge gedrückt und durch die dadurch entstehende enorme Gegenstrahlung, zusammen mit dem H2O Verstärkungseffekt, kommt zu diesen katastrophalen Schneefällen. Die DUH wird uns bestimmt per Klage davon befreien. Wir schaffen das….

    • „Das CO2 aus den Städten wird gegen die Berge gedrückt und durch die dadurch entstehende enorme Gegenstrahlung, zusammen mit dem H2O Verstärkungseffekt, kommt zu diesen katastrophalen Schneefällen.“

       

      Endlich mal eine in sich geschlossenen, stimmige Theorie.

  3. Wie krank ist die Welt ? Heute morgen in unserer Tageszeitung, der Titel Schneechaos durch Klimawandel. Wenn es nicht schneit ist es der Klimawandel schneit es ist es der Klimawandel.haben die Sie nicht mehr alle . Gut das man sich bei allen Wetterlagen auf den Klimawandel berufen kann . Es ist so traurig 😞 gestern Abend im ZDF eine Sondersendung und zum Abschluss muste natürlich betont werden ,das dass alles der Klimawandel verursacht.

  4. Meine Großeltern haben Ende der 40er, Anfang der 50er in Johanngeorgenstadt im Erzgebirge gewohnt. Da gibt es Fotos, die den heutigen stark ähneln. Da wurden statt die Haustür die Fenster genutzt und Gräben von Haus zu Haus durch den Schnee gegraben. Und es kam öfter vor. Im ZDF spezial: „Führende Wissenschaftler sind sich einig… blabla… menschenverursachte Erwärmung … in Zukunft häufiger blabla“. Ich denke, früher war man gelassener, der Schnee geht auch wieder. Nur heute ist jede Ecke besiedelt. Piste auf jedem Berg und Ferienhäuser am Strand. Hin u. wieder kommen Schnee und Flut. So tragisch, dass dann im Einzelfall ist. Das ist unsere Erde mit ihrem Wetter.

  5. Sie werden es nicht glauben, weil Sie nicht zu den Gläubigen (oder eher doch zu den Gläubigern) des Klimawandels gehören: der viele Schnee ist Folge des menschgemachten Klimawandels.

    Wir sind voll in der Hybris – wir sind es, die ……… Dürren und Schnee und ….. bewirken mit diesem Klimagiftgas CO2 und so weiter und so fort.

    Wenn ich auf diesen Irrsinn/Wahnsinn hinweise, bekomme ich sofort von allen, denen ich begegne, daß Maul verboten. Nicht schon wieder! Und wenn ich sage: aber die, in Politik, ARD, ZDF ….. , die dürfen es ungehindert in die Öffentlichkeit posaunen.

    Tja, da kann man halt nichts machen!

    Mir wird immer klarer, warum der Hitler möglich war …..

    Das einzig Gute ist, daß es eher hier jedenfalls derzeit nicht nach konkreten Kriegshandlungen mit Bomben und Granaten ausschaut. Der Krieg findet anders statt.

    • Dürre und Hitze im Sommer, Schnee im Winter und das alles wegen 450 ppm statt 300 ppm CO2 in der Atmosphäre. Na ja, in NRW (Spiegel online) outet sich ja schon eine Lehrerin dass sie nur noch Einsen vergibt und allen, ohne Einschränkung, das Abitur überreicht. Ist auch besser so, denn das bisherige Schulsystem hat ja den Klimahype nicht verhindern können. Bildung für alle bleibt also eine Illusion, dann kann man es auch gleich vergessen und an allen sofort die Abschlüsse verteilen, per App am besten, die Abi-App. 13 Jahre in der Schule sitzen macht ja augenscheinlich auch keinen Unterschied mehr aus. Wir schaffen das.

  6. „Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen!“ (Helmut Qualtinger zugeschrieben)

    „Schneeflöckchen“ scheinen nicht nur in den Alpen, sondern auch hier Probleme zu bereiten.

  7. Ich habe mal die heutigen Schneehöhen einschlägiger Orte in den Alpen, Voralpen, Bayerischen Wald, Allgäu etc gegoogelt. Die dabei gefundenen Schneehöhen lagen bei einer Handvoll Ausnahmen in den Tälern durchweg unter einem Meter. Das erscheint mir durchaus normal und keinesfalls geeignet, eine Sondersendung der anderen folgen zu lassen. Da das aber gerade passiert, sollte man den Herrschaften in Potsdam und verbündeten Redaktionen gratulieren: Schnee im Winter ist mittlerweile eine Katastrophe.

  8. @Marcus Junge

    Um Himmelswillen, die armen Flüchtilanten! Die edlen Wilden aus dem Magreb und dem Morgenland sind doch weder Winter, noch Schnee gewohnt. Wie könnte man denen denn auch nur zumuten, zur Schnee-Schaufel zu greifen, statt zum Messer. Womöglich würden sie sich noch erkälten oder erlitten gar Erfrierungen. Da müssen schon die Doofmichel-Gutmenschen für das Schnee-Räumen sorgen, nicht war?!

    Sarkasmus: Off

  9. Vor etwa 40 Jahren bin ich selbst hier im Erzgebirgsvorland noch Schneepflug gefahren. Wenn es notwendig war die ganze Nacht aller Stunden. Und um 3.00 Bus 16.00 Uhr riefen die Kühe im Stall. Da hat keine nach Lust oder Bezahkung gefrsgt. Wir haben nur zwei mal kapituliert : 1979 und 1986.

    Heute sind zwei Tage Schneefall eine Katastrophe und der Winterdienst scheitert schon an der Bezahlung der Mitarbeiter, weil man ja vor 6.00 morgens Zuschlag zahlen müsste rücken die Fahrzeuge erst spät aus und kommen dann naturnatü nicht hinterher. Und so manche Stadt/Kommune/Landkreis hat sich schon darauf eingestellt, das für Klimaalarmisten Recht haben und es keine Winter mehr gibt.                       Eigentlich absurd.  ..

  10. Ich kann mich selbst noch an Latif’s Worte erinnern. Hatte damals stirnrunzelnd glauben wollen was er da zum Besten gab.

    Heute allerdings frage ich mich wie oft der gute Mann seit dem selbst schon sein Auto freischaufeln musste.

    Ob ihm das peinlich ist ?

  11. Man muss ganz speziell darauf hinweisen, dass Latif mit seiner Aussage:

    „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“, 

    eine Vorhersage zu Wetter und nicht zu Klima gemacht hat.

    In Foren bei den Relotius-Medien wird dazu immer mit dem Wetter/Klima Unterschied argumentiert. Wenn nicht sogar mit dem allerdümmsten Argument, dass der Klimawandel die Ursache dieses Schneeevents ist.

    • Wie Sie diese Unfälle mit den Bericht in Verbindung bringen und dann noch versuchen ein schlechtes Gewissen einzureden ist ein Rätsel. Ist das, vom Menschen eingebrachte, CO2 Schuld am Schnee? Wer hat Fehler gemacht, wer ist schuldig geworden? Die verbrecherische Politik hätte korrekt handeln müssen, statt für den Winter die Verteilung von Badehosen vorzubereiten.

      • Es geht um Bemerkungen wie, „Und da fällt vollkommen unerwartet mitten im Winter Schnee in Oberbayern“ und „Schnee mitten im Winter – ist mittlerweile ein Katastrophenfall“.

        Helmut Kuntz war offenbar nicht ausreichend informiert, als er diesen Beitrag verfasste. Was da in den letzten Tagen an Schneemengen runtergekommen ist, ist ein Ausnahmezustand. (Nicht die Tatsache, dass es im Winter schneit.)

        Ich würde mir jedenfalls manchmal hier mehr Sachlichkeit wünschen, anstatt ständig sarkastische und hämische Beiträge zu lesen.

        • Es ist nicht in jedem Winter so, aber doch normal. Ehrlichkeit, Sachligkeit und Verständnis, realistische Beurteilung der Sachverhalte und der einfachen Physik, das verlangen Sie lieber von den Altparteien. Für die „Schneekatastrophe“ sind die Städte und Gemeinden zuständig. Im Artikel geht es eher um die CO2-Lüge und da kann man nicht sarkastisch genug schreiben. Sie wollen es aber so hindrehen, als wolle sich EIKE über die Toten lustig machen, die es in selbstmörderischer Manier oft selbst verschuldet haben. So gesehen finde ich Ihr Verhalten auch nicht richtig.

          • Nein, Sie drehen mir die Worte im Mund rum.
            Nirgendwo habe ich geschrieben oder gemeint, EIKE wolle sich über Tote lustig machen, sondern ich finde Bemerkungen von H. Kuntz wie „Und da fällt vollkommen unerwartet mitten im Winter Schnee in Oberbayern“ und „Schnee mitten im Winter – ist mittlerweile ein Katastrophenfall“ angesichts der tatsächlichen Lage völlig unpassend.
            Denn diese Bemerkungen implizieren, dass von der Öffentlichkeit ein Hype um einen normalen Winter gemacht würde.
            Das ist aber ein Ausnahmezustand, was – auch im Voralpenland – derzeit los ist.
            H. Kuntz war wohl entweder nicht richtig informiert, oder hat das Ausmaß des Wintereinbruchs noch nicht erfasst.

          • Herr Guthmann,

            mittlerweile hat es sich gezeigt, dass Ihr Eindruck wohl der richtige war.

            Aber eine Richtigstellung von Herrn Kuntz ist wohl nicht zu erwarten.

            MfG

            Ketterer

    • Herr Guthmann,

      darf man nicht mehr über etwas berichten, weil Personen betroffen sind? Hinter Ihrem Link steht, dass 6 Personen – alles Skitouristen – beim Ausüben ihrer Freizeitbeschäftigung tödlich verunglückt sind. Grund waren überwiegend die Neuschneeverhältnisse, welche nicht beachtet wurden. Was hat das mit dem Thema „normaler“ oder „nicht normaler“ Winter und „Klimawandel“ zu tun?

      Die berichtete „Neuschnee-WinterWalze“ ist in vielen Alpengegenden Standard und massive Schneefälle sind/waren es auch im Alpenvorland. Heute im Radio ein Bürgermeister sinngemäß: Habt euch nicht so, solche Schneeeinbrüche gab es früher in weit größeren Mengen und wir haben das überlebt.

      Es kamen aber auch einige Interviewte: Noch nie hat man (ich) hier solche Schneemengen gesehen, seit 10 Jahren hat es nicht mehr so geschneit …

      Was solche „Erlebnisaussagen“ zum Thema für ein Schwachsinn sind anbei:

       

      1900 Januar 8.1. Starke Schneefälle Süddeutschland, Bayrischer Wald bis 3 Meter

       
      März 30.3. gewaltige Schneestürme in den Alpen
       

      1916 28.2. starke Schneefälle in den Alpen, am Gotthard-Pass 5 m

       

      1926 28.7. Kälteeinbruch, Schneesturm (!) in den Schweizer Alpen

       

      1951 Januar „Jahrhundertkatastrophe“ in den Alpen. Ungewöhnlich starke und langanhaltende Schneefälle, Lawinen, schwerste Schneekatastrophe seit mehr als 100 Jahren, über 300 Tote, viele Orte verwüstet.

       

      1954 Serie von Lawinen in den Alpen, 200 Tote

       

      1957 20.5. heftige Schneefälle in den Alpen, viele Pässe nicht passierbar

       

      1961 13.2. sehr starke Schneefälle in den Alpen, Neuschnee bis zu 2 m., viele Lawinen

       

      1962 1.11. Schneestürme in den Alpen

       

      1963 1.4. sehr heftige Schneefälle in den Alpen

       

      1970 10.2. Eines der schwersten Lawinenunglücke der Geschichte in den französischen Alpen, Val d’Isere 200 Tote, Alpen schlimmster Lawinenwinter seit 30 Jahren.

       

      1978 3.2. Nach tagelangen Schneefällen viele Lawinenunglücke in den Alpen

       

      1999 8.-13.2. sehr viele Schneefälle in den Alpen, viele Lawinen, Galtür- Katastrophe, über 70 Lawinen-Tote.

       

      • @ Helmut Kuntz – Siehe meine Antwort an Günter Dehren.

        Ich lese in Zukunft Ihre Beiträge einfach nicht mehr.
        Sind mir zu unsachlich.

      •  

        Noch nie hat man (ich) hier solche Schneemengen gesehen, seit 10 Jahren hat es nicht mehr so geschneit …

        Warum soll diese Aussage Schwachsinn sein Herr Kuntz?  Beschreibt diese Wahrnehmung doch recht gut, was Sie an Daten über ähnliche Ereignisse zusammengetragen haben. Ihr letzter Eintrag war von 1999. Der Rest könnte Adam Riese liefern.

         

        • Müssen solche Schneemassen alle 10 Jahre kommen ? In der Liste sind auch Abstände von 20 Jahren oder mehr. Möglicherweise ist sie auch nicht vollständig.

          Und wenn der Abstand länger ist wie 10 Jahre ist der Klimawandel incl. Erderwärmung schuld ? so wie das ZDf heute Abend berichtete hätte sich das PIk oder ähnliche bereits dazu in diesem Wortlaut gemeldet.

          Ich hatte schon darauf gewartet dass das von denen kommt. Musste sein. Steilvorlage für AGW auch wen´s nicht zur Erwärmung passt. Aber irgendwie kriegt man das schon gedreht. Die Ereignisse und die massive Berichterstattung lassen gar keinen anderen Schluss zu, dass dies extremes Extremwetter war, oder ? und da gibt´s nur einen Schuldigen : den Menschen !

        • F. Ketterer,

          wie oft sind Sie ein Meister beim Herauspicken zum Verdrehen. Solche Aussagen sind Schwachsinn, da sie eine Meinung, aber kein Wissen zum Thema Klima beschreiben.

          Es bleibt: Das Wetter zeigt, dass das Klima auch weiterhin in den Alpen die früher üblichen, enormen Schneefälle „zulässt“ und es zeigt, dass man mit den „Erlebnisaussagen“ keinerlei Klima(Wandel)Belege führen kann.

          Zudem ist inzwischen bekannt, dass die Schneemengen gar nicht so unnormal sind und sich die ganz hohen auf wenige Gegenden konzentrieren. Ich halte die Berichterstattung darüber weiterhin für medial aufgebauscht. Das sollte der Bericht auch zeigen und zwar anhand der BR-Bilder mit ihren nicht zu den Inhalten passenden Katastrophenaussagen.

          Siehe auch Tichys Einblick: Sensationsgier Schnee-Chaos? Nein, Medien-Hysterie

           

           

    • In Österreich sterben seit Menschengedenken pro Jahr im Schnitt etwa 20 – 30 Menschen durch Lawinen (1999 sogar 38 in zwei Tagen). Ich finde es empörend, diesen Umstand zur Begründung einer Schuldideologie zu missbrauchen.

    • So gut wie alle Toten sind Wintersportler, die sich nicht um Absperrungen oder dringliche Warnungen scheren! Leider eine Eigenschaft vieler unerfahrener Wintersportgäste in Österreich, die meinen, sie wissen es besser oder es wird schon nichts passieren. Leider erwischt es aus diesem Grund jedes Jahr auch einige deutsche Staatsbürger.

      Wer bei solchen Verhältnissen auf gesicherten Pisten bleibt oder besser noch wartet, bis sich die Situation wieder normalisiert hat, kommt nicht zu Tode!

    • zwei sind abseits der Piste gefahren und unter Schneebrettern umgekommen Ihre Begleiterinnen konnten nicht helfen. Die beiden verunglückten Skifahrer waren sogar mit den Rettungsluftsäcken bei Lawinen ausgerüstet, die ein Drücken unter den Schnee verhindern sollen. Vielleicht hat dies auch  Leichtsinn unterstützt bei so einer Schneelage abseits zu fahren was natürlich für Skifans verlockend ist.

      Ein dritter war ein Deutsch-Australier, 16 Jahre. Die Familie, 4 Personen hatte sich auch abseits der Piste bewegt, fand dann wegen dem steilen Gelände nicht mehr heraus. Beim Rettungsruf passierte das Unglück, und eine Lawine ging ab und verschüttete den jungen Mann.

      Ein anderer 62 jähriger Mann verlor anscheinend einen Ski und stürzte den seitlichen Abhang hinab mit dem Kopf voran. Umgehende Bergungsversuche konnten ihn aber nicht retten.

      Die anderen zwei fallen mir momentan nicht ein. Aber es zeigt sich immer wieder das Unvernunft leider zu tragisch tödlichen Unfällen führt und auch die Rettungsmannschaften gezwungen sind sich in Gefahr zu begeben. Nicht umsonst wird ständig  gewarnt sich nicht abseits der Pisten, vor allem bei Neuschnee zu bewegen. Und dieser Neuschnee war massiv.

      Jetzt bleibt dann noch zu erfahren wie hoch die Unglücksrate bei „normalen“ Wintern ist.

      Im Grunde kann man eher noch froh sein, dass es so wenig Tote gab, sieht man sich die anderen Jahre an.

  12. „Früher wurde im Alpen­vorland zur Winter­mitte Schnee erwartet und war dann ein normales Ereignis.“

    Ich habe mir mal auf die Schnelle die winterliche Niederschlagsentwicklung auf der Zugspitze angesehen; seit 1947 nahm sie deutlich zu; was die Wahrscheinlichkeit starker Schneefälle erhöht; aber sicher langfristigen, natürlichen Schwankungen wegen AMO und NAO unterliegt (die Niederschlagsentwicklung im gesamten Nordalpenraum dürfte ähnlich verlaufen sein; der im Lee liegende Südalpenraum ist diesmal nicht betroffen). Die Begriffe „normales Ereignis“ und „Wintermitte“ sind irreführend, denn solche starken Schneefälle können schon Ende Oktober und noch im April bei zyklonalen, feuchten Nordwestlagen dort auftreten; man denke nur an die sehr massiven Schneefälle in den Februar-Monaten 1999 und 2000. Und was als „normal“ empfunden wird, hängt stark von den gesellschaftlichen Verhältnissen ab – unsere übermäßig technisierte, einseitig auf „Klimaerwärmung“ geeichte Gesellschaft ist störanfälliger, als in früheren Zeiten; vor allem hinsichtlich des Verkehrswesens und der Energieversorgung per „Energiewende“.  Muss man deswegen beunruhigt sein? Wegen der Gesellschaft schon, wegen des Wetters nicht. Man sollte aber wissen, dass sehr kalte Winter, wie die von 1946/47, 1962/63, 1995/96 oder 2009/10 im Alpenraum meist nicht besonders schneereich sind, weil die Luft dann trocken ist. West- und Nordwestlagendominierte Mildwinter, wie auch der gegenwärtige, sorgen hingegen mit höhenkalter, feuchter Luft öfters mal für ergiebige Schneefälle; häufiger scheinen diese Wetterlagen in den vergangenen 40 Jahren aber nicht aufzutreten. Irgendwann scheint wieder die Sonne – und für die am Tourismus hängende Alpenregion sind die Schneemassen eher ein Grund zur Freude. Nur Mojib Latif wird granteln – dass unsere Zukunft immer schneeärmer wird, lässt sich wohl nicht bestätigen; auch wenn der Winter im gesamten Flachland bisher dürftig verlaufen ist.

  13. „Personal zum Räumen“ wäre massenhaft da, sitzt in den Invasorenunterkünften und plant die nächste Vergewaltigung oder Prügelangriff, wenn das Taschengeld aus ist.

    • Genau solche ignoranten, rassistischen Kommentare sind es, die mir die tägliche Pflichtlektüre EIKE-Seite vergällen. Ärgerlich genug, aber ich halte es aus! Schlimmer ist, dass es massenhaft Leute gibt, die 90 Prozent von dem unterschreiben könnten, was EIKE publiziert, aber mit dem Forum nichts zu tun haben wollen, weil sie den berechtigten Horror haben, dann mit solchen Kommentatoren im gleichen Boot zu sitzen.

       

      • @ Pauli

        „Ignorant“ mag der Kommentar MJ ja sein (könnten Sie da etwas präziser werden, was bitte zeugt hier von „tadelnswerter Unwissenheit“, siehe Duden?). Aber nun gleich wieder der große Hammer Rassismus? Geht’s keine Nummer kleiner mehr heutzutage? Ich vermute, da Sie sitzen der allumfassenden, gehirnwaschenden, öffentlichen Desinformation (in den GEZ-Medien, den Qualitätsmedien aka Lügenpresse, etc.) auf, die alles und jedes, was ihr nicht paßt und gegen das sie keine Argumente hat, in die Rassismusecke stellt. Die weit überwiegend Gesinnungsjournalismus betreibt und einseitig Partei ergreift anstatt zu berichten was ist. Im übrigen hat hier ein gewisser Marcus Junge etwas kommentiert. Etwas völlig normales, wenn man noch das Grundgesetz kennt, oder? Anscheinend schieben Sie aber Autor/EIKE und Kommentator automatisch in die gleiche Schublade. Mir deucht, Sie haben ein eigenartiges Verständnis von Meinungsfreiheit. Dürfen nach Ihrer Sichtweise nur ins Programm passende Kommentare veröffentlicht werden? Na das kennen wir doch. Machen die genannten bereits seit langer Zeit! Was wollen Sie also?

        • „ignorant” ist ja noch die nettere Umschreibung der Diarrhea mentalis des Users Marcus Junge. Die garantierte freie Meinungsäußerung sollte man hochachten, üble Nachrede ist davon im Allgemeinen aber nicht abgedeckt.

        • Nein, natürlich darf jeder seinen Kommentar veröffentlichen – egal wie dumm oder diskriminierend er auch ist! Sie haben den meinen offenbar nicht richtig gelesen, sonst wüssten Sie, dass ich EIKE und solche Kommentatoren eben nicht in die gleiche Schublade schiebe! Wäre das so, wäre die für mich ohnehin für immer geschlossen. Wenn einer schreibt, da säßen „massenhaft“ Menschen in „Invasorenunterkünften“, die nur darauf warteten, zu prügeln und zu vergawaltigen, dann ist das allerdings die allerunterste Schublade – und wenn nicht rassistisch, dann weiß ich nicht was…

          Mir zu unterstellen, ich säße „der allumfassenden, gehirnwaschenden, öffentlichen Desinformation…“ auf, ist natürlich völlig unsinnig. Wenn es so wäre, würde ich z. B. das Klimamärchen nachbeten und nicht täglich mit großem Interesse dessen Entzauberung in vielen sehr guten Beiträge auf der EIKE-Seite lesen.

          Mir geht es darum, dass ich möglichst viele Freunde und Bekannte davon überzeugen möchte, dass es eben ein Märchen ist. Dazu wäre EIKE eine prima Quelle. Aber nach einigen Versuchen kapituliere ich, denn spätestens nach derartigen Kommentaren wenden sich alle mit Grausen ab. Dann sitze ich in einer Schublade mit Trump, AfD und anderen – und da gehöre ich nicht hin. Klimamärchen ist das eine, die Asyldebatte das andere. Jede Vermischung ist ebenso unsinnig und kontraproduktiv wie die permanente Keule gegen alles was „rot-grün-versifft“ ist. Andernfalls bleiben die Klimaleugner/-Skeptiker immer schön unter sich und laben sich an Hasstiraden auf die Gegenseite. Keine gute Strategie, um eine Mehrheit davon zu überzeugen, dass der Klimaalarmismus interessengesteuerter Unfug ist

          • 1. Wir lassen innerhalb unserer Regeln viele Kommentare zu, deren Meinung wir nicht teilen. Das gehört für uns zur gelebten Meinungsfreiheit.
            2. Anders als Sie glauben sind wir zahlreicher und erfolgreicher denn je. So erfolgreich, dass viele die Schmutzkanonen z.B. im ÖR gar nicht schnell genug nachladen können, um uns mit Dreck zu bewerfen. In der irrigen Hoffnung dies würde uns zum Schweigen oder wenigstens Nichtbeachtung bringen.
            3. Es ist abwegig und bedeutet einen Kotau vor den Klimaalarmisten, EIKE und seine Aussagen mit denen der Kommentare in einen Topf zu werfen. Daran sollten Sie auch einmal denken. Sie springen über das Stöckchen, dass diese Leute Ihnen hinhalten. Müssen Sie das?

  14. Man kommt jetzt den Verhältnissen der DDR immer näher. Was waren noch die größten Feinde des Sozialismus? Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

  15. Ich schlage vor, Herrn Lativ nach Bayern zum Schnee schippen zu schicken, bis er widerruft! Wahrscheinlich hat er sich bei seinen Aussagen irgendwo eine gegenteilige Meinung geäußert, die zum gegenwärtigen Wetter passt. Wie zum Beispiel, daß die Erwärmung halt gnadenlos zuschlägt, aber halt im Hintergrund…

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