UK zeigt wie es geht: Baubeginn von Hinkley Point C

Blick in das Innere des Reaktor;Bild EDF Energy

von Dr. Klaus Dieter Humpich
In Deutschland weitgehend unbeachtet, startete kurz vor Weihnachten die Betonierung der Grundplatte des Reaktors. Abschnitt eins umfasste 2000 m3 Nuklearbeton. Es sind vier weitere Abschnitte nötig um die 3,2 m dicke Grundplatte herzustellen.

Beim Bau eines Kernkraftwerks ist dies nach internationaler Definition der offizielle Baubeginn. Ab jetzt tickt die Uhr. Das Kraftwerk soll 2025 in Betrieb gehen. Es wäre dann der erste Neubau seit 30 Jahren in Großbritannien. Das ist fast ein gesamtes Berufsleben. Genau darin steckt eine Schwierigkeit dieses Projektes: Für die meisten am Bau Mitwirkenden ist es das erste Kernkraftwerk überhaupt. Aber auch das ist eine ganz bewußte Entscheidung der Regierung. Völlig anders als in Deutschland, hat man längst die Bedeutung einer kerntechnischen Industrie für eine moderne Volkswirtschaft erkannt und hat deshalb richtig Geld in die Hand genommen, um neue Ausbildungsplätze vom Facharbeiter bis zum Ingenieur zu schaffen. Es ist übrigens längst die Überzeugung beider britischen Parteien – Labour und Conservative Party – daß eine ganze Volkswirtschaft nicht von Dienstleistung (Finanzzentrum London) leben kann. Nur so war es möglich – gegen alle Widerstände aus dem In- und Ausland – über mehrere Wahlperioden hinweg, den Neueinstieg zu schaffen. In Hinkley Point sollen zwei Reaktoren des französischen Typs EPR in seiner „britischen Version“ mit zusammen 3200 MWel gebaut werden.

Die Eigentümer

Von Anfang an war klar, daß ein umfangreiches Neubauprogramm von vielleicht 16 Reaktoren nicht aus der Staatskasse bezahlt werden könnte. Es mußte also privates Eigenkapital und andere Staatsunternehmen mobilisiert werden. Sir John Armitt von der Olympic Delivery Authority (ODA), die die Sportstadien der Olympiade in London errichtet hatte, hat schon 2013 den Bau von Kernkraftwerken nach diesem Modell vorgeschlagen. Bau durch eine staatliche Zweckgesellschaft und erst die Privatisierung nach Fertigstellung. Damit wollte man das Risiko hoher und unkalkulierbarer Baukosten bei Kernkraftwerken umschiffen. Demgegenüber stehen recht geringe Betriebs- und Brennstoffkosten bei einem stetigen Umsatz. Ein gefragtes Investment z. B. für Pensionsfonds. Genau nach diesem Modell verkauft Rußland seine Reaktoren an Finnland (Hanhikivi 1), die Türkei (Akkuyu 1–4) und Ägypten (El Dabaa 1–4). Die durch ein russisches Staatsunternehmen gebauten Reaktoren werden (fast) vollständig durch den russischen Staat finanziert und zeitweilig sogar betrieben. Dies sichert Rußland über Jahrzehnte feste Devisenströme.

Aus politischen Gründen kam Rußland als Investor für Großbritannien nicht in Frage. Man entschied sich für den staatlichen französischen Konzern EDF. Politisch unbestritten, da EDF schon jetzt die vorhandenen Kernkraftwerke mit zusammen 11 GW Leistung in GB erfolgreich betreibt. Allerdings war der finanzielle Brocken für die kapitalschwache EDF viel zu groß. Es mußte also ein Partner gefunden werden. Schon 2013 verkündete Chancellor George Osborne bei einem Besuch in China die mögliche Partnerschaft. Technisch betrachtet, die ideale Partnerschaft, da schon die Chinesen und EDF Partner beim Bau von Taishan sind. Hierbei handelt es sich ebenfalls um zwei Reaktoren vom Typ EPR. Baubeginn war 2009 und kommerzielle Inbetriebnahme 2018. Man verfügt also über ausreichend gemeinsame Erfahrungen. Allerdings sind jetzt die Rollen vertauscht. Bei Taishan waren die Mehrheitseigentümer Chinesen mit 70% und EDF mit 30%, bei Hinkley Point ist EDF der Mehrheitseigentümer mit 66,5% und China General Nuclear International (CGN) mit 33,5% in der Minderheit. Auch die wirtschaftliche Dimension ist eine andere: Bei Taishan ging es um 8 Milliarden Euro und bei Hinkley Point um 18 Milliarden Pfund. Für China ist das der politisch angestrebte massive Einstieg in Energieprojekte in Europa. Parallel wird der Bau zweier weiterer EPR in Sizewell bis zur endgültigen Investitionsentscheidung vorangetrieben. Das eigentliche Bonbon für die Chinesen ist aber die Unterstützung von EDF beim eingeleiteten Genehmigungsverfahren für die chinesische Eigenentwicklung HPR-1000UK. Man schreitet dort sehr ehrgeizig voran und plant die Inbetriebnahme eines solchen Reaktors für 2030 in Bradwell. Gelänge dies, wäre das ein nicht zu überschätzender Exportschlager, der China endgültig die Vormachtstellung sichern würde. Frankreich tut gut daran, wenigstens den Juniorpartner in diesem internationalen Spiel zu geben. Spätestens nach dem Brexit, wird diese eigenartige EU den Anschluß an dem Weltmarkt der Kerntechnik verloren haben. Einst war EPR als Abkürzung für European Pressurized Reactor entstanden, ein Gemeinschaftsprojekt von Siemens und Areva. Bis Siemens dem Ruf der Kanzlerin folgte, aus der Kerntechnik ausstieg und bei den Alternativen mit „voran gehen“ wollte. Man könnte auch sagen, wenn es dem Esel zu wohl geht, geht er aufs Eis tanzen.

Auftragsvergabe

Wie brutal schnell die globalisierte Industrie über Aussteiger hinweg walzt, zeigt sich deutlich am EPR. Der erste Reaktor – die ewige Baustelle Olkiluoto – hatte noch eine Turbine und einen Generator von Siemens. Nach dem Ausstieg kein weiterer mehr. Der Auftrag für die konventionellen Teile von Hinkley Point C (HPC) ging an General Electric Steam Power Systems (GE). HPC wird die größten Generatorsätze der Welt mit je 1770 MWel erhalten. Wie lohnend der Einstieg in diesen Bereich ist, zeigt sich auch daran, daß GE die Aufträge für die russischen Kraftwerke in Akkuyu, Türkei und El Dabaa in Ägypten erhalten hat. Kann sich noch einer an die hochtrabenden Pläne von Siemens über eine Produktion von Turbinen für den russischen Markt erinnern? Hier ist Siemens nicht „voran gegangen“, sondern schlicht „weg gegangen“ worden.

Kerntechnik bietet aber auch Chancen für Länder, von denen man das vielleicht nicht so ohne weiteres erwartet. Die Aufträge für die Reaktorgefäßeinbauten und den Neutronenreflektor – alles Schwermaschinenbau in höchster Präzision – ist, wie schon bei Olkiluoto und Taishan, wieder an Skoda vergeben worden. Die spanische Company Equipos Nucleares (Ensa) hat den Auftrag für die beiden Druckhaltesysteme und weitere 14 Komponenten erhalten.

Wie schon öfters erwähnt, ist die Kerntechnik einer der führenden Innovatoren für die gesamte Industrie. So wurde im November der größte Baustellen-Kran der Welt mit einer Tragfähigkeit von 5000 to, einer Auslegerhöhe von bis zu 250 m bei einem Arbeitsradius von 275 m für Hinkley Point C von Sarens in Belgien fertiggestellt.

Für GB ist HPC ein gewaltiges Konjunkturprogramm. Man geht davon aus, daß 60% der Bauleistungen in GB erbracht werden. Während der Bauphase ergibt das etwa 25 000 Arbeitsplätze, mit einer Spitze von ca. 5600 Beschäftigten auf der Baustelle und 900 Dauerarbeitsplätzen im fertiggestellten Kraftwerk. Dies soll die erste Stufe einer international konkurrenzfähigen kerntechnischen Industrie sein. Im Rahmen der durch den Brexit notwendig gewordenen Neuverhandlungen internationaler Abkommen, baut man konsequent seine Bindungen außerhalb der EU aus. Möge Europa doch in Windrädern und Sonnenkollektoren versinken.

Schon jetzt geht der Nutzen für die britische Industrie über HPC hinaus. Der architect-engineer (Generalplaner für das gesamte Kraftwerk) ist EDF, und für die Lieferung der Reaktorsysteme, des Brennstoffs und für I&C (Steuerung und Regelung) verantwortlich. Neu gegründet wurde das Joint Venture MEH aus Altrad, Balfour Beatty Bailey, Cavendish Nuclear and Doosan Babcock. Ein Ingenieur-Unternehmen mit insgesamt über 20 000 Spezialisten auf den unterschiedlichsten Fachgebieten. Kurzfristiges Ziel ist ein gegenseitiges Schieben der Verantwortlichkeiten beim Projekt HPC zu verhindern. Darüberhinaus verbirgt sich dahinter ein gewaltiges Stück Industriepolitik: Die Arbeitsweise und Datenverarbeitung der beteiligten Planungsbüros soll harmonisiert werden, eine enge Kooperation mit Forschungsinstituten und Universitäten gepflegt werden. Darüberhinaus wird die Kooperation mit den chinesischen Unternehmen, die Taishan erfolgreich errichtet haben, weiter vertieft. Auch hier das Ziel, enger auf dem außereuropäischen Markt zu kooperieren. Ob wirklich nur GB der Verlierer beim Brexit ist?

Die Kosten

Man einigte sich abschließend auf einen „strike price“ von £92,50 pro MWh bzw. £89,50 (Preisbasis 2012, indexiert mit dem Verbraucherpreisindex von GB) – wenn das Kraftwerk Sizewell auch noch gebaut wird. Das besagt, wenn der aktuelle Großhandelspreis an der Strombörse in GB unter diesen Wert sinkt, bekommt der Betreiber – ähnlich dem EEG in Deutschland – trotzdem diesen Betrag vergütet. Diese Regelung gilt für 35 Jahre ab dem Jahr 2023 (also keine Verlängerung bei etwaigen Bauzeitverzögerungen). Umgekehrt gelten die Grenzwerte auch als Obergrenze – anders als in Deutschland – für 60 Jahre nach Fertigstellung. Sind die (sehr wahrscheinlich) erzielten Strompreise höher, sind die Überzahlungen an die Verbraucher weiterzugeben. Diese Regelung stellt also eine umfangreiche Absicherung der zukünftigen Energiepreise in GB dar – egal wieviel konventionelle Kraftwerke man aus welchen Gründen auch immer abschaltet.

Gegen den „strike price“ von £92,50 pro MWh hat die gesamte Wind- und Sonnenindustrie verzweifelt aus allen Rohren geschossen. Parallel sind aber inzwischen von der Regierung 34 Programme für „alternative Energien“ von gleicher Größenordnung (jeweils 7% des Stromverbrauchs in GB) abgeschlossen worden. Die Bandbreite bewegt sich bei £120 – £130 je MWh. Hinzu kommen noch ca. £10 – £15 pro MWh für den notwendigen Netzausbau (weit weniger als in Deutschland, wegen der günstigeren Geographie). Wobei der „Strom aus Wind und Sonne“ wetterabhängige Zufallsproduktion, ohne jeden Bezug zum realen Bedarf ist. Sie kann daher lediglich eine Ergänzung, niemals aber eine vollständige Energieversorgung sein. Es müssen deshalb trotzdem konventionelle Kraftwerke für die Dunkelflaute und zur Netzstabilisierung betrieben werden. Wer glaubt eigentlich noch immer, daß „Strom aus Wind und Sonne“ eine Zukunftstechnologie ist?

Es gibt aber noch einen gewaltigen Unterschied: Im Preis für Hinkley Point C sind die erforderlichen Rücklagen für den vollständigen Rückbau zur grünen Wiese und das „waste management“ enthalten. Wer wird die Windmühlen und die Sonnenkollektoren zurück bauen und deren Sondermüll beseitigen?

Der Preis beruht auf folgender Kalkulation: 14 Milliarden Baukosten plus 2 Milliarden für Nebenkosten (Grundstücke, Lagerung der verbrauchten Brennelemente, Ausbildung und Gehälter für die Betriebsmannschaft usw.) auf der Preisbasis von 2012. Dies ist als Festpreis zu verstehen, es gibt ausdrücklich keine Nachträge bei Verzögerung des Projekts und die Verbraucher zahlen erst bei Energielieferung. Umgekehrt garantiert die britische Regierung keine zusätzlichen Steuern etc. und garantiert die Entschädigung bei Veränderung staatlicher Randbedingungen. Für die Gesamtkosten werden gebührenpflichtige Staatsbürgschaften in Höhe von 65% bis zur Fertigstellung gewährt (aus heutiger Sicht wahrscheinlich 34 Milliarden Pfund inklusive Kapitalkosten). Dem Betreiber wird auf dieser Basis ein kalkulatorischer Gewinn von 10% zugestanden. Kostensteigerungen gehen also zu Lasten des Betreibers. Stromexporte (nach Öko-Deutschland?) sind in Abstimmung mit dem Netzbetreiber gestattet. Höhere, über dem „Strike Price“ erzielte Vergütungen, gehen vollständig zum Vorteil der britischen Verbraucher und Steuerzahler.

Inzwischen sind 450 Verträge mit über 200 000 Seiten unterschrieben, die £12 Milliarden durch EDF und die £6 Milliarden durch die chinesischen Partner bereitgestellt und die ersten Mittel bereits an die Auftragnehmer abgeflossen.

Die Rolle der EU

Wer sich immer noch fragt, warum GB den Brexit durchzieht, kann hier neben der Merkelschen Flüchtlingspolitik einen weiteren wesentlichen Grund registrieren. Die bekannten links-grünen Politiker haben mit allen Mittel versucht ihre Energiepolitik GB aufzuzwingen. Es wurde wirklich jedes Propagandaregister der „Anti-Atomkraft-Bewegung“ gezogen. Zu guter letzt auch noch vor dem Europäischen Gerichtshof geklagt. Es half alles nichts, man konnte die eingereichten Zahlen und Argumente nicht widerlegen. Zum Schluß mußte in einem 70 Seiten Papier das o. k. gegeben werden. Das hält aber die deutschen Qualitätsmedien nicht davon ab, unbeirrt weiter mit fake news gegen das Projekt zu hetzen.

Dabei ist es eher umgekehrt: Gäbe es nicht die – maßgeblich von Deutschland beeinflußte – völlig verquaste Energiepolitik der EU, mit Einspeisevorrang für wetterabhängige Energieformen, Wahnvorstellungen über CO2 in Verbindung mit profitgierigen Schlangenölverkäufern, hätte man die benötigte Kraftwerkskapazität weltweit und öffentlich ausschreiben können. Bei der nächsten „Europawahl“ bietet sich die Gelegenheit, den Bürokraten und Politikern in Brüssel mal kräftig die Meinung zu sagen. Eine Demokratie lebt davon, unfähige Politiker einfach abzuwählen.

Der Beitrag erschien zuerst bei NUKEKLAUS hier

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67 Kommentare

  1.  
    UK zeigt wie es geht
    Und plötzlich liegt Großbritanniens AKW-Strategie in Trümmern.
    https://www.welt.de/wirtschaft/article187244700/Hitachi-Japaner-ziehen-sich-aus-britischer-Kernkraft-zurueck.html
    Für Windenergie wurde im vergangenen Jahr in Großbritannien bei einem großen Offshore-Projekt ein Abnahmepreis von 57,50 Pfund zugesichert für 20 Jahre, das sind nur 60 Prozent des zugesicherten Preises der Nuklearenergie.
    Letzterer ist, verbunden mit einer Inflationsanpassung, für 35 Jahre ab Inbetriebnahme.

    • @Johannes Büttner

      Sie unterschlagen die mit der Windkraft und der Photovoltaik zwangsläufig verbundenen Zusatzkosten für die Ersatzkraftwerke bei Windstille und bei Dunkelheit und für die notwendigen zusätzlichen Netzausbauten bis hin zu den Investitionen für Anlagen zur Bereitstellung der Netzsystemdienstleitungen Frequenzhaltung, Spannungshaltung und Netzwiederaufbau.

      Erst mit diesen Zusatzkosten erhält man die wahren Erzeugungskosten der Windkraft und der Photovoltaik.

      Die Briten haben es bei der wirtschaftlichen Bewertung von Hinkley Point C gemacht und sind zum Ergebnis gekommen, dass Kernkraft zuverlässiger und mit den garantierten Erlösen preiswerter ist, als die teueren Zufallsprodukte Windelektrizität und Solarelektrizität.

      Fans der Windkraft und der Photovoltaik scheinen das Funktionieren des Elektrizitätssystems immer noch nicht verstanden zu haben und immer noch nicht begriffen zu haben, welche Anlagen und Systemleistungen dafür erforderlich sind.

      Offenbar wollen sie es auch nicht verstehen. Ansonsten würde man Fortschritte in ihren Kommentaren erkennen können.

  2.  

    UK zeigt wie es geht: Baubeginn von Hinkley Point C

    UK zeigt wie es geht und die haben keine Lust sich die Finger ein weiteres Mal zu verbrennen.
    Es soll oder besser gesagt sollten ja noch weitere Kernkraftwerke gebaut werden in UK.
    Der japanische Konzern Hitachi hat die Pläne für Atomkraftwerks-Projekte in Großbritannien auf Eis gelegt.
    Konkret wird Horizon das geplante Atomkraftwerk Wylfa Newydd im nordwalisischen Anglesey auf Eis legen.
    Auch die Arbeiten an einem zweiten Projekt im englischen Oldbury werden demnach bis auf weiteres gestoppt.
    Das japanische Industriekonglomerat werde in diesem Zusammenhang einen Verlust von rund 300 Milliarden Yen (gut 2,4 Mrd Euro) rechnen, erklärte Hitachi in Tokio.
    Wie Hitachis britische Atomkraft-Tochter Horizon erklärte, seien die Projekte daran gescheitert, dass Hitachi sowie die britische und die japanische Regierung sich nicht auf eine Finanzierung einigen konnten.
    Die Atomkraft-Branche leidet unter stark steigenden Kosten.
    https://www.ariva.de/news/roundup-hitachi-legt-atomkraft-plaene-in-grossbritannien-auf-7359036

    PS
    Die Fertigstellung von Hinkley Point C ist auch mehr als fraglich und wenn ja, dann zu Baukosten die sich verdoppelt, nein verdreifacht haben.
    Das da die 11 €Cent nicht reichen für das kWh ist jeden betriebswirtschaftlich denkenden eigentlich klar.
    Da muss der Steuerzahler einspringen um das Projekt Hinkley Point C auf die Welt zu bringen und am Leben zu erhalten.

  3. Lieber Herren Pesch, Küper und Müller,
    Leistungselektronik auf Basis der seit über 15 Jahren kostengünstig verfügbaren Technologie (Si IGBTs) stellt die Spannung im Sub-Millisekundenbereich – die Elektronik mit der ich vor 10 Jahren zu tun hatte (0,2..0,8 MW), regelte die Spannung alle 100..200µs nach. Gekoppelt mit einem Temperatursensor ist auch die fehlende Kurzschlusssicherheit ein übersichtliches Problem. Die aktuell vom der Jubel-Elektronik kommende SiC-Technologie erlaubt höhere Schaltraten bis in den zweistelligen MHz Bereich (entsprechend Reaktionszeiten im Sub-Mikrosekundenbereich) bei geringeren Verlusten (=geringere Kühlung der Leistungselektronik) und kleinerer Filterstufe. Bei der Regelungsdynamik ist es eher ein Problem einen passenden Rechner zu finden..

    Den Fokus auf SiC haben wir unter anderem auch dem „Elektroautohype“ zu verdanken – neue Hersteller setzen diese Halbleiter bereits ein und die Zulieferer intensivieren die Forschung dazu.
    Deutschland ist verpflichtet ca. 600 MW an Primärleistung vorzuhalten, GW mögen es wohl eher in den rotierenden Massen sein. 600 MW schaffen die 32’000 im Jahr 2018 in Deutschland verkauften Elektrofahrzeuge (bzw. deren Batterien) im unteren Teillastbereich. Zum Vergleich: die gegenwärtigen Fahrzeuge deutscher Hersteller mit 25..50kWh Batterie sind für 30 sec >100kW ausgelegt, anschließendes Derating auf 60..80% Leistung, Batterien kommerzieller Elektrosportwagen auf das 4fache an Peakleistung. Die 30’000 Hybridfahrzeuge 2018 und die bisher in Deutschland verbauten ca. 700MWh häuslichen Solarbatterien habe ich nicht mitgerechnet.

    Soll heißen: wenn nach 8..15  Jahren die eFahrzeug-Batterien nicht mehr für den Verkehr taugen, sind sie noch ausreichend geeignet und in Masse vorhanden für Netzeingriffe und als lokaler Kurzzeitpuffer.
    Dies wird auch jetzt schon gemacht: in der Johan Cruijff Arena erzeugen 150 alte Nissan-Batterien 3 MW, welche das Netz stabilisieren. BMW macht ähnliches mit 700 Batterien (max Leistung je 0,1MW) in Leipzig, eine 2 MW Primärregelbatterie von elektrischen Alt-Bayern steht in Hamburg. Renault baut eine verteilte „Alt“Batterie mit 70 MW Primärleistung in Douai und Cleon auf.
    Da kann man mal hochrechnen, was die zukünftig verfügbaren Batterien in ihrem zweiten Leben noch an Leistung schaffen und das wird mehrere GW für die ersten Augenblicke sein… 
    Das ganze Thema wird noch mehr Fahrt aufnehmen, wenn batteriegepufferte Supercharger, intelligente Langsamlader und ggf. in 10..15 Jahren Akkuwechselsysteme auf den Markt kommen. Auch die bereits von Herrn Büttner angesprochene die HGÜ-Stationen können bei den virtuellen rotierenden Massen unterstützend eingreifen.
    Klassische Großkraftwerke sind nach 2030 noch wegen der rotierenden Masse notwendig? Da fällt mir ein gutes Zitat ein:

    Aber träumen Sie ruhig weiter…

    • Es ist und bleibt eine „on top“ Lösung für die eine Infrastruktur geschaffen werden muss die bisher nicht nötig war. Diese Kosten müssen der „Energiewende“ natürlich zugeschlagen werden. Zumal die alte Kraftwerksstruktur gar nicht substituiert werden kann; nicht primär wegen der Sekundenreserven sondern wegen dem benötigten Back-up. Ich muss Ihnen ja wohl nicht die Gradienten verlinken mit denen die Windstromeinspeisung stochastisch abfällt, Gradienten die nicht nur Regelungstechnisch sondern vor allem leistungsmäßig gesichert sein müssen! Die Grundlastsicherung (auch wenn Grüne gerne verkünden es gäbe keine Grundlast mehr, weil es die Kraftwerke nicht mehr geben soll…) kann nur durch jederzeit regelbare Kraftwerke erfolgen.

      In dem Sinne, träumen Sie weiter….

  4. Das vierte Projekt das in UK auf dem Programm steht ist „Bradwell NPP“ das von den Chinesen (CGNPC) realisiert wird.
    CGNPC ist bei EDF / Hinkley Point in zweiter Lesung noch als Juniopartner (30%) eingestiegen. Erklärtes Ziel war aber von vorne herein, Bradwell danach komplett zu realisieren. Das Chinesische Reaktordesign befindet sich bei den britischen Behörden schon mitten in der Approbationsphase.

    Deutschland baut inzwischen wieder Windmühlen und glaubt damit Vorreiter zu sein. Nur leider sitzt man auf einemPferd das rückwärts läuft. Wir schaffen das….

  5. Joerg Deutering

    Das ist nicht nur möglich sondern wird auch schon gemacht, wie das RRKW Feldheim, oder die australische Tesla Batterie zeigen.

    Und da liegt das Problem. Die benötigte Leistung muss vorgehalten werden. In den herkömmlichen Kraftwerken wird die Leistungsreserve quasi kostenlos (wie beim Auto mit Verbrennungsmotor die Heizung) durch die Schwungmassen bzw. Dampfreserve mitgeliefert. Bei der Energiewende muss ein weiteres System „on top“ errichtet – und bezahlt! – werden. In der Summe müssen zusätzlich Leitungen, Regelkraftwerke, Umspannstationen errichtet und trotzdem 80 GW back-up vorgehalten werden. Und das alles natürlich zum Preis einer Kugel Eis. Wie gesagt, wenn die Stromrechnung kommt schauen die grünen Schlümpfe wie die Deppen und verstehen nicht wie teuer eine Kugel Eis doch werden kann…..

    • @Geral Pesch.

      So ist es, sehr geehrter Herr Pesch.

      Bringe man es der Generation der  Smartphonewischer bei, die von Kindesbeinen an linksökologisch indoktriniert worden sind und nur glauben, was die Ökopriester vorbeten. Hoffnungslos.

      Nicht einmal ein knackiger Black-out würde sie beim strammen Marschieren auf dem Irrweg bremsen können.

      Sie würden Schuldige finden. Im Zweifelsfalle irgendwelche Energieriesen oder bösartige Energiewendeboykotteure in  den Netzgesellschaften.

      Schuld haben immer die anderen. Aber niemals die Urheber und die Befürworter des Schlamassels.

  6.  
    @Rudi Tarantik und Johannes Büttner
     
    Energie = Arbeit = Strom x Spannung x Zeit = [A] x [V] x [s] = [Ws] = [J].
     
    Dass „Stromanteile“ nicht „Kilowattstundenanteile“ sein können, wird jedem halbwegs Gebildeten klar sein.
     
    Dass Kilowattstundenanteile für die Auslegung eines Elektrizitätssystems nicht genügen, wissen offenbar nur Fachleute.
     
    Es wurde nicht nach den Bedingungen gefragt, unter denen zu Quasimonopolzeiten in Deutschland gearbeitet wurde, zu denen im Übrigen sehr wohl Wettbewerb unter den EVU bestand.
     
    Es wurde nicht nach den Bedingungen in anderen Nationen gefragt, sondern danach, ob der kostenoptimale Erzeugungsmix à la Rudi Tarantik unter marktwirtschaftlichen oder unter planwirtschaftlichen Bedingungen betrieben werden soll.
     
    Es wurde gefragt, ob der kostenoptimale Erzeugungsmix à la Rudi Tarantik weiterhin per garantierter Einspeisevergütung und per garantierter Vorrangeinspeisung ein staatlich geschützter Raum der Ruhe der „Erneuerbaren“ vor Konkurrenz bleiben wird, oder ob nicht. Marktwirtschaft und freien Wettbewerb lehnt Herr Tarantik ab, Herr Büttner offenbar auch.
     
    Unter marktwirtschaftlichen Bedingungen, ohne staatlich gewährte Unterstützung für keine Erzeugungsform, weder für Kernenergie, noch für Kohle, Gas, Wasser, Wind, Sonne, Pflanzen und sonst etwas, wird von denjenigen Produzenten gekauft werden, die Kunden und Volkswirtschaft den größten Nutzen bieten. Bei elektrischer Energie dürfte niedriger Preis die wichtigste Rolle spielen.
     
    Warum, Herr Tarantik, lehnen Sie Marktwirtschaft in der Elektrizitätswirtschaft ab?
     
    Sollten die „Erneuerbaren“ so toll und so preiswert sein, wie propagiert, werden die „Erneuerbaren“ die Stars am Elektrizitätshimmel werden.
     
    Als Folge würden alle anderen, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas, vom Markt verdrängt werden. Es würde von selbst geschehen, ohne staatliche Eingriffe, ohne planwirtschaftliche Diktatur.
     
    Warum, Unterstützer der Erneuerbaren, lehnen Sie nach 20 Jahren „Anschubbeihilfen“ den freien Wettbewerb unter allen Erzeugungsformen immer noch ab und bestehen auf staatliche Bevormundung à la DDR und UdSSR, kommunistische Gebilde, die gerade deshalb untergegangen sind?

    • Herr Küper, nehmen Sie doch einfach zur Kenntnis, dass Hinkley Point C eine sehr hohe, inflationsangepaßte Einspeisevergütung erhält (11-25 CtK/Wh). Das ist eindeutig mehr, also teurer, als jede Art von neuer alternativer und konventioneller Stromerzeugung (evtl. mit Ausnahme von Biomasse und Geothermie). Da Hinkley Point eine Einspeisevergütung erhält kann nur mit anderen Einspeisevergütungen verglichen werden.

      Und wie ich bereits erklärte, haben beide Modelle keine Chance am freien Markt ohne Einspeisevergütung!

      • @Rudi Tarantik.

        Da Sie ihn ohne Hilfe offensichtlich nicht finden können.

        1. Hier ist der Vertrag:  „CONTRACT FOR DIFFERENCE FOR HINKLEY POINT C“

        2. Marktwirtschaft und freier Wettbewerb und für keinen Elektrizitätsanbieter  garantierte Einspeisevergütungen und keine garantierte Vorrangeinspeisung müsste doch in Ihrem Sinne sein, Herr Tarantik warum gehen Sie nicht darauf ein und sagen, ok, machen wir, auch in Deutschland? Dann werden wir sehen, wer die Besseren sind.

        • Nun zum dritten Mal: Beide Modelle haben keine Chance am freien Markt. Es besteht keine Chance gegen abgeschriebene alte Kraftwerke jeder Art zu konkurrieren. Verständlicher kann man das nicht schreiben.

          • @Rudi Tarantik

            Ihre Kommentare werden durch Wiederholung nicht besser.

            Fragen beantworten Sie nicht.

            Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb ohne jegliche planwirtschaftliche Eingriffe scheint für Sie unerträglich zu sein.

            Warum?

  7. Wie wäre Ihre kostenoptimale Kombination „Erneuerbare“ und „flexible“ Kraftwerke, sehr geehrter Herr Tarantik?

    Wieviel installierte MW an Photovoltaik-, Windkraft-, Biogas-, Laufwasser-, Pumpspeicher-, Luftspeicher (Huntorf)-, Gasturbinen-, Steinkohle-, Braunkohle-, Kernkraft-, Erdgas- und GUD-Anlagen, gegebenenfalls auch mit Fernwärmeauskopplung, schlagen Sie als optimierten Erzeugungsmix vor?

    Ich nehme an, dass Ihr Modell auf gesetzlich garantierte Einspeisevergütungen und gesetzlich garantierte Vorrangeinspeisung für alle Erzeugungsanlagen verzichtet und dass alle Erzeugungsanlagen für die Erbringung der Netzsystemdienstleistungen Frequenzhaltung, Spannungshaltung und Netzwiederaufbau technisch ausgerüstet sein müssen.

    Welche Erzeugungskosten in Euro/MWh ergeben Ihre optimierten Kostenrechnungen?

    Das Forum dankt im Voraus für Ihre präzise Präsentation.

    • Hi Mr. Küper, ich bewundere Ihre zahlreichen Versuche, mit Avataren wie Hauser, Tarantik oder Büttner überhaupt einen Gedankenaustausch in Gang bringen zu wollen, geschweige einen fundierten. Respekt! Bin gespannt, ob jemals auf Ihre Fragen eingegangen wird. Biete eine einseitige Wette an: Niemals. Einsatz: 2 Kästen dt. Bier (freier Wahl, samt freier Lieferung), wenn ich nicht Recht behalte.

      • Zu meinem Bedauern werden Sie Recht behalten, sehr geehrter Herr Frankel. Wenn nicht, würde ich Pilsner Urquell bevorzugen, gerne auch 3 oder 4 Kästen. Ihr Risiko ist kleiner, als das eines 2F-Bruchs einer Primärkühlmittelleitung in einem DWR.

    • Diese Kostenrechnung werden Sie nie sehen. Kohle und Atom sind ja verbannt, bestenfalls Gas, idealerweise aus „Windstrom“, wird noch akzeptiert. Das Rückgrat dieser „Energiewende“ sind aber die „Speicher“. Dummerweise kann niemand ein Konzept für eine Speichertechnologie im EVU-Maßstab benennen. Von daher kann man auch kein Preisschild daran hängen. Eine Gleichung mit einem „x“ für das noch niemand eine Lösung hat. Was bleibt ist das „Smart metering“, also Stromrationierungen und eine fiktive „Einsparung“ die in den Modellen die immer dann eingesetzt wird wenn man trotz aller Tricks die Deckungslücke zum heutige Verbrauch nicht schließen kann.

      Fazit: Die Irren haben die Leitung der Anstalt übernommen. Wir schaffen das! Man muss nur den vielen „Experten“ in Medien, Politik und auch Foren glauben….

    • Also, wenn meine Beiträge nicht zensiert werden, dann könnte man sie auch hier lesen. Also nochmal.

      Ich gehe davon aus, dass Sie auf meinen untenstehenden Beitrag Bezug nehmen.

      „Ein Kostenoptimum von neuen Erneuerbaren und flexiblen Kraftwerken liegt eindeutig unter den Kosten von Hinkley Point C wie hier beschrieben. Die Versorgungssicherheit ist ebenso technisch gleichwertig gegeben.“

      Hinkley Point C bekommt also ca. 11-25 CtKWh feste Einspeisevergütung. Um es für leidenschaftliche Techniker zu vereinfachen, genügt der Nachweis, dass alle neuen alternativen Stromerzeuger die KWh günstiger als 11 Ct/KWh liefern. Damit ist also auch langfristig gewährleistet, dass dieses Modell günstiger ist und sogar noch Kostenreserven für langfristig Unvorhergesehenes enthält. Wind 5-9 Ct, Sonne 5-8 Ct, Gas- und Blockheizkraftwerke 5-10 Ct. Die Differenz aller Erzeuger kann nun für die Optimierung von Speicher (aller Art, technisch jedoch Second Life Batterien bevorzugt) und flexiblen Gas, BHKW, evt. flexibler Biomasse verwendet werden, damit eben nicht die volle Reservekapazität durch Gaskraftwerke benötigt wird und diese eben optimaler ausgelastet werden. Bekannt sollte sein, dass in Deutschland das  Kostenoptimum bei Wind bei ca. 40-45% Stromanteil liegt, bei Solar bei ca. 20-25%. Biomasse kann bekannterweise nicht mehr als 5-10% beitragen. Mit diesen Prämissen ist eindeutig sichergestellt dass es technisch funktioniert, grundsätzlich billiger als Hinkley Point C ist, und nicht erst in weit entfernter Zukunft eingesetzt werden kann.

      • Wie immer, Herr Tarantik, schreiben Sie auch diesmal dummes Zeug.

        Die Vergütungsregeln können Sie in den Hinkley-Point-C-Verträgen nachlesen, die für Jedermann öffentlich einsehbar sind.

        Öffentlich einsehbar sind auch die Begründungen der britischen Regierung pro Hinkley-Point.

        Offensichtlich verweigert sich nur Troll Tarantik der Wirklichkeit, weil sie ihm nicht in den ideologischen Kram passt.

        Tauchen Sie hier erst wieder auf, nachdem Sie sich schlau gemacht haben. Bis dahin sollten Sie schweigen. Ihre Reputation sinkt mit jedem Ihrer Trollkommentare.

        •  
          Sehr geehrter Herr Rainer Küper,
          am 5. Januar 2019 um 14:39 üben Sie Kritik am Beitrag von Herrn
          Rudi Tarantik (5. Januar 2019 um 13:00).

          Nur Sie bringen keine konkreten Sachverhalte die Herrn Rudi Tarantik widerlegen.
          Nur was von „Troll Tarantik“ zu schreiben reicht nicht.

          Ob, Hinkley-Point-C für 11 Cent/kWh abliefern kann, plus um die 45 Jahre Inflationsausgleich ist sehr fraglich.

          Bei den anderen Kernkraftwerksbaustellen in Europa haben sich auch die Baukosten verdreifacht und die Fertigstellung um Jahre verzögert, dass wird bei Hinkley-Point-C auch so kommen.

          Gruß

          PS
          Bein Preisverfall der „erneuerbaren“ in den letzten 15 Jahre und dem Preisanstieg bei den Baustellen bei den Kernkraftwerken ist klar das Hinkley-Point-C ein
          „Griff ins Klo“
          ist.
           

      • Um zu verstehen, sehr geehrter Herr Tarantik, wie Ihr kostenoptimierter Erzeugungsmix funktioniert, bitte ich Sie um Beantwortung zweier Fragen, die Sie eindeutig beantworten können, ohne in allgemeines Palaver ausweichen zu müssen.

        1. Stimmen Sie der Forderung meines obigen Kommentares zu, dass für keinerlei Erzeugungsanlagen garantierte Einspeisevergütungen gezahlt werden und dass für keinerlei Erzeugungsanlagen Einspeisevorrang gewährt wird, dass also freier Wettbewerb für alle Erzeugungsanlagen gewährleistet ist? Die Frage kann sehr einfach mit „Ja“ oder mit „Nein“ beantwortet werden.

        2. Worauf beziehen sich Ihre Prozentzahlen für „Stromanteil“? Auf den produzierten Strom (Dimension [A]), auf die installierte Leistung [W] oder auf die im Betrachtungszeitraum produzierte Arbeit [Ws]? Die Frage kann nur mit „produzierter Strom“, „installierte Leitung“ oder mit „produzierter Arbeit“ beantwortet werden.

        Nach Beantwortung dieser beiden Fragen werden Nr. 3 ff. folgen.

        Ich hoffe, sehr geehrter Herr Tarantik, dass Ihre Nachforschungen zu den Hinkley-Point-C-Vertragsbedingungen inzwischen haben fortschreiten können, sodass wir dazu bald Neues von Ihnen werden lesen können.

        • Da es sich bei Hinkley Point C im Prinzip um eine Einspeisevergütung handelt, müssen und können Vergleichsmodelle ebenfalls auf einem Einspeisemodell basieren. Ohne eine Einspeisevergütung können beide Modelle, also auch Hinkley Point nicht am Markt gegen alte abgeschriebene Kraftwerke konkurrieren.

          Da es um Stromanteile geht, kann es sich nur um KWh handeln. Von installierter Kapazität ist nirgends die Rede.  Kapazitäten zu vergleichen ist nicht zielführend bei reinen Kostenvergleichen.

          Schade, dass Sie Ihre Wette verloren haben. Trotzdem Prost und ein gutes Neues.

          • @Rudi Tarantik

            Bei der Dürre Ihrer Kommentare werde ich auf das Pilsner Urquell leider noch Jahre warten müssen.

            Und noch etwas Nachhilfe: Leistung ist nicht Kapazität.
            Leistung ist Spannung  x Strom.
            Energie = Arbeit = Leistung x Zeit = Spannung x Strom x Zeit.

            Und jetzt die Frage: Kapazität = ?

        •  

          Rainer Küper 5. Januar 2019 um 18:37
          1. Stimmen Sie der Forderung meines obigen Kommentares zu, dass für keinerlei Erzeugungsanlagen garantierte Einspeisevergütungen gezahlt werden und dass für keinerlei Erzeugungsanlagen Einspeisevorrang gewährt wird, dass also freier Wettbewerb für alle Erzeugungsanlagen gewährleistet ist?

          Im Strommarkt in D hat es noch nie einen freier Wettbewerb gegeben.
          Zugrest haben sich die Stadtwerke und großen Energieversorger den Markt unter sich aufgeteilt und seit ca. 2000 mischen noch die Erneuerbaren mit.

          2. Worauf beziehen sich Ihre Prozentzahlen

          lesen, lesen lesen Herr Rainer Küper

          Stromanteil

          steht doch da ….……………

  8. Die hohen Kosten sind eine Folge der unsinnigen Vorschriften der Strahlenschutzgesetzgebung, und zwar weltweit nach dem Motto: „Jedes Becquerel ist ein Becquerel zu viel.“ Das wird weltweit geglaubt, schließlich wurde dieser Unsinn seit Anbeginn in den 1950-er Jahren verbreitet. Diese unsinnigen Gesetze gelten nur für die Kernkraftwerke, nicht für die um das 100-fache erhöhte Strahlung beim Fliegen in 12 km Höhe, auch nicht in der Medizin, auch nicht in den Radonheilbädern.

    Wenn bei Unfällen wie Tschernobyl und Fukushima radioaktive Stoffe in die Luft frei gesetzt werden, dann ist zwar verboten, aber das ist nicht schädlich. In Fukushima hat es keine Schäden dadurch gegeben, und es sind auch in ZUkunft keine gesundheitlichen Schäden zu erwarten; das kann man überall in Fachmedien nachlesen. Nur die öffentlichen Medien schweigen darüber. Aber es hat durch die unsinnigen Evakuierungen 150 bis 600 Strahlenschutztote gegeben, so berichtet DER SPIEGEL. Japanische Quellen sprechen von 1500 Toten. Man hatte sogar die Intensivpatienten aus den Krankenhäusern abtransportiert, sie einfach von den lebenserhaltenden Geräten getrennt, weil es das Gesetz verlangte. Das ist per Gesetz befohlener Mord an Unschuldigen. Die Gesetze sind falsch, denn der Gesetzgeber weiß in Sachen Strahlung nicht Bescheid. Und in Deutschland steht das Bundesamt für Strahlenschutz seit Trittins Zeiten unter politischer Leitung, sachliche Entscheidungen sind von dort nicht mehr zu erwarten.

  9.  

    Fred F. Mueller 3. Januar 2019 um 7:51
    „eine kWh ist dann etwas wert, wenn sie gebraucht wird.“

    Lieber Herr Fred F. Mueller,
    die Stromnachfrage übertrifft das Angebot an kWh von den „erneuerbaren“
    alle kWh werden somit von den „erneuerbaren“ auch gebraucht.

    • Sie „vergessen“ den Zwang der Vorrangeinspeisung des „EE“-Stroms. Schaffen Sie diese ab, dann werden Sie schnell merken: Diesen Strom braucht niemand.

    • Lieber Hr. Büttner,

      Sie wissen offenkundig nicht, dass ein Wechselstromnetz nur dann stabil gehalten werden kann, wenn ein ausreichender Anteil blitzschnell regelbarer rotierender Massen mit zusätzlichen Notreservespeichern (Dampf- oder Wasserkraftwerke)  die Frequenz jederzeit stützt. Dazu sind mindestens 50-60 % der Erzeugungskapazität aus solchen Quellen erforderlich. Muss man die konventionellen zu weit herunterregeln, steigt die Gefahr von Netzzusammenbrüchen steil an. Dann helfen auch keine schlauen Sprüche von Laien.  Was ist, wenn es passiert ist und es zu Todesfällen kommt (z.B. Unfälle aufgrund des Ausfalls von Ampeln) ? Sind Sie bereit, dafür die Verantwortung zu übernehmen, oder werden Sie sich wegducken?

      Mfg

      •  

        Fred F. Mueller 4. Januar 2019 um 8:52
        Sie wissen offenkundig nicht, dass ein Wechselstromnetz nur dann stabil gehalten werden kann, wenn ein ausreichender Anteil blitzschnell regelbarer rotierender Massen mit zusätzlichen Notreservespeichern (Dampf- oder Wasserkraftwerke) die Frequenz jederzeit stützt. Dazu sind mindestens 50-60 % der Erzeugungskapazität aus solchen Quellen erforderlich.

        Herr Fred F. Mueller,
        Sie wissen offenkundig nicht, dass die Stromwirtschaft den der Anzeige der vom 26.06.1993 nur 4% von den Erneuerbaren kommen können.

        denn Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 Prozent unseres Stromverbrauchs decken.“

        Badenwerk Karlsruhe * Bayernwerk München * EVS Stuttgart * Isar-Amperwerke München * Neckarwerke Esslingen * PreussenElektra Hannover * RWE Energie Essen * TWS Stuttgart * VEW Dortmund
        Anzeige SZ 1993 Nr. 152

        Sind das nicht 2018 um die 40% der kWh, ….. TWh die von den „erneuerbaren“ gekommen sind ?

        Das mit den „rotierender Massen“ können sie getrost vergessen, dass ist ein Auslaufmodell.
        Siehe HGÜ-Leitungen und die „Wechselrichter“ an den „Endpunkten“, nichts mit „rotierender Massen“ Leistungselektronik gehört die Zukunft.
         

         

        • Lieber Hr. Büttner,

          Sie vergessen, dass diese Argumente auch den Kostenaspekt berücksichtigt hatten. Den damaligen Verantwortlichen schwebte vor, Strom zu günstigen Konditionen liefern zu müssen. Das war der Auftrag der EVU-Firmen. Der Staat hat dann jedoch anders entschieden, weshalb wir heute Europameister der Strompreise sind. Schauen Sie sich doch mal auf die Strompreisentwicklung zwischen 1998 (17 ct/ kWh) und heute (29 ct/ kWh).

          Ansonsten beweisen Sie mit Ihrem Geschwafel über

          Das mit den „rotierender Massen“ können sie getrost vergessen, dass ist ein Auslaufmodell.Siehe HGÜ-Leitungen und die „Wechselrichter“ an den „Endpunkten“, nichts mit „rotierender Massen“ Leistungselektronik gehört die Zukunft.

          dass Sie von der Materie keine Ahnung haben. Nicht das geringste bisschen. Das Schlimme an Deutschland ist heutzutage, dass die Fachleute einsitzen müssen, weil die Ahnungslosen die Anstalt übernommen haben. Schade, aber anscheinend nicht zu ändern.

          Mfg

          • Alle Jahre wieder kommt das „rotierende Masse kann nicht durch Leistungselektronik ersetzt werden“ Thema.. Siehe Jahreswechsel 2017/18: D. Schubert:

            Die vier Netzbetreiber in D müssen zusammen 600MW Leistung für die Sofortregelung zur Verfügung stellen; nicht mehr und nicht weniger und das ist heute auch über Leistungselektronik mit dahinterliegenden Speicher möglich.

            Das ist nicht nur möglich sondern wird auch schon gemacht, wie das RRKW Feldheim, oder die australische Tesla Batterie zeigen.

          • PS: Die Aussagen zu den Fähigkeiten der Leistungselektronik gilt auch für die Momentanreserve. Hersteller wie SMA und ABB bieten dazu bereits Lösungen in Wechselrichtern an.

          • Herr Deutering,

            welche Technologie soll denn den „dahinterliegenden Speicher“ abbilden?
            Der Knackpunkt ist nicht die Elektronik, sondern der Wirkleistungsspeicher.

          • @Herr Steger,

            einfach mal recherchieren und per Dreisatz ausrechnen, wie viel Sofortreserve eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von 1 MW zur Verfügung stellen muss. Alles weitere ist für Ingenieure, die ein Studium mit E-Technik als Hauptfach erfolgreich abgeschlossenn haben, ein Kinderspiel.

            Es ist schon erschreckend, wie viel Grundlage E-Technik an die „sogenannten Fachleute“ vermittelt werden muss.

          • Herr Schubert,

            egal „.. wie viel Sofortreserve eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von 1 MW zur Verfügung stellen muss..“  bei Dunkelheit kann die gar Nichts!

            Auch an Sie die Frage: welche Technologie soll denn den „dahinterliegenden Speicher“ abbilden?

            Nur los! Überraschen Sie uns mit Ihre elektrotechnischen Grundlagenkenntnissen.

          • Lieber Hr. Deutering,

            Sie haben einfach keine Ahnung, aber dacon jede Menge. Primärregelleistung aus Batterien kann das Netz bei katastrophalen kurfristigen Einbrüchen nicht stützen, weil man sich da im Millisekundenbereich bewegt, und die Batterien sind nicht kurzschlussfest, vor allem die Li.-Ionentypen nicht. Diese Batterien sind ein guter Trick, um teure Primärregelleistung auf Kosten der konventionellen Kraftwerke an den Mann zu bringen, aber wenn es ernst wird, werden GW benötigt, die Dinger können aber nur  MW liefern. Wenn nach ca. 100 Millisekunden der Frequenzeinbruch nicht gestützt worden ist, geht alles den Bach runter.

            Aber träumen Sie ruhig weiter…

            Mfg

        • Herr Büttner,

          diese Aussage „4%“ kenne ich auch,; diese genannten 4% bezogen sich auf die ersetzbare Grundlast(!). Damals gab es eine gesicherte und grundlastfähige Netzreserve von 10% – die Hälfte davon könnte man durch EE ersetzen – also 5%. Es blieben bei Totalausfall der EE dann immer noch verfügbare 5%.

          Daher kommt diese damalige Aussage „4%“.

          Ihre weiteren Kommentare zur Netzstabilität sind hanebüchen und nicht weiter diskussionswürdig, da Sie offenbar elementare Zusammenhänge nicht wissen.

          • Mal eine Frage : gibt es einen Wirkleistungsspeicher ?

            Bitte klärt mich auf. Danke vorab !

          • Hallo Herr Trilling, schiebt man einen Strom in einen Akku, dann wird aus dem Akku ein Speicher, dessen Energie wirkliche Arbeit schaffen kann.

            Saloppe nennen Akkus auch Wirkleistungsspeicher.

            Das macht aber nichts, denn jeder weiß, dass unsere Kraftwerke Gigabyte können und das Netz der Speicher ist.

            Wahre Energiewender sehen es halt mehr virtuell und nicht so technisch.

          • Hallo Herr Küper, danke für Ihre saloppe Antwort.

            Zum Thema salopp noch eine kurze Anmerkung:

            Ich war letztens im Museum. Wir standen vor einem roten Bild. Der Museumsführer erklärte uns das Bild:  „Sehen Sie die herausragenden Nuancierungen  der blauen Farbe, wie sie bei verschiedenen Lichteinflüssen changiert. Das hat der Künstler mit großem Kunstverstand umgesetzt.“

            Ich warf daraufhin ein, dass die Farbe doch rot sei und nicht blau. „Och“, entgegnete er, „Sie sehen das aber sehr streng, wir sind hier etwas salopper.“

            Jetzt mal ernsthaft, ich stelle hier immer wieder fest, dass naturgesetzliche Begriffe durcheinander geworfen werden. Stehen heute die Grundlagen der Physik zur Disposition ?

    • So einfach ist die Welt nur in der Öko-Blase, im realen Leben ist es etwas komplexer. PV und WKA benötigen zum Einspeisen ein frequenzstabilisiertes Netz, was sie aber selbst nicht erzeugen können. Deswegen müssen ca. 28 GW regelbare Leistung immer am Netz sein damit das Ganze funktioniert. Darum geht ja soviel Strom in den „Export“ (treffender wäre verschenkt oder vernichtet), weil sich die frequenzstabilisierenden Kraftwerke eben nicht auf Null herunter fahren lassen wenn zufällig einmal die Sonne scheint oder viel Wind weht. Auch sind Kraftwerke im ständigen Teillastbetrieb nicht wirtschaftlich zu betreiben (nein, auch nicht die Gaskraftwerke) so dass oft der Export zu negativen Preisen die bessere Alternative aus der Auswahl der nur schlechten ist. Die Komplexität der Stroversorgung ist jenseits des Vorstellungsvermögens eines Ökos, so dass sie gar nicht verstehen was sie da gerade zerschlagen. Wir schaffen das.

      • PV und WKA könnten technisch schon die notwendige Frequenz- und Spannungsstabilität, sowie hinreichend Blindleistung erzeugen. Dies ist aber gegenwärtig nicht von den Systemen gefordert und damit nicht vorgesehen.

  10. Eine Pressemitteilung der PreussenElektra vom August 2018, über die sich unsere Nuklearphoben wieder kräftig aufregen werden.

    „Eiszeit oder Heißzeit: Kernkraftwerke der PreussenElektra bilden solide Stütze für die Stromversorgung in Deutschland“.

    Das Kernkraftwerk Isar 2 (KKI 2) produziert täglich 33 Millionen kWh und im Jahr soviel, wie alle 530.000 bayerischen Photovoltaikanlagen zusammen. Es produziert rund um die Uhr, sogar, wenn es dunkel ist und KKI 2 hat auch während Sommerhitze wegen der Kühlturm-Kühlung keine Produktionseinschränkungen, wenn die hochgelobten Solarzellen wegen Hitzewallungen infolge Sonnenhitze die Leistung reduzieren.

    •  
      ISAR-2 = 10,9TWh in 2017

      Im Jahr 2017 betrug der Beitrag von Solarstrom 13,3 % an der Bruttostromerzeugung in Bayern, es wurden 11,2 TWh Strom aus Sonnenenergie gewonnen.
      Quelle: Energie-Atlas Bayern
      Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

      MfG

      PS
      2018 gab es noch einen kräftigen Zuwachs bei den TWh in Bayern beim Solarstrom.
      Auch im AKW-ISAR-2 über 11,3 TWh in 2018

      • Sehen Sie, Herr Büttner, stimmt also.

        1 Kernkraftwerk produziert Tag für Tag konstante 33 Millionen kWh mit einer Leistung von netto über 1.400 Megawatt. Macht im Jahr rd. 12 Mrd. kWh. Darüber hinaus liefert das eine Kernkraftwerk auch noch Primärregelleistung, ist sekundärregelungsfähig, kann problemlos Lastrampen fahren, liefert je nach Netzbedarf kapazitive oder induktive Blindleistung und sichert damit wetter- und sonnenstandunabhängig den stabilen Betrieb des deutschen Elektrizitätsnetzes. Und preiswert ist es auch noch.

        530.000 Photovoltaikanlagen (PVA) können außer heißer Luft garnichts liefern. Die von den 530.000 PVA gelieferte Elektrizität in Höhe von rd. 12 Mrd. kWh im Jahr 2017 ist sonnenstands- und  wetterabhängiger Zufallsstrom, ungesichert und damit wertlos  für das Existieren einer Industriegesellschaft.

        Dieses PVA-Produkt überlebt nur wegen der Subventionen und der Garantie des Einspeisevorranges. Dieses Produkt ist das Ergebnis der Planwirtschaft der in der DDR sozialisierten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

    •  

      Rainer Küper „Das Kernkraftwerk Isar 2 (KKI 2) produziert täglich 33 Millionen kWh und im Jahr soviel“

      Seit 20 Jahren ist es erlaubt, schwach radioaktives Abwasser aus dem Forschungsreaktor in die Isar einzuleiten. Dies geschieht bei Kilometer 130,3.
      Und es fehlt auch nicht die Kritik daran, dass der Forschungsreaktor immer noch mit hochangereicherten Uran arbeitet, einem „international geächteten, waffenfähigen“ Material und das in, bei München.
      https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/forschungsreaktor-frm-ii-streit-um-radioaktives-abwasser-in-der-isar-1.4286614

  11.  
    UK zeigt wie es geht: Baubeginn von Hinkley Point C

    Alles Preisgünstig, 12 Cent/kWh und am Ende über 25Cent/kWh, so geht Kernkraft noch.

    Bei den „erneuerbaren“ kosten die kWh bei einer neuen PV und auch neuen Windkraftanlagen nach EEG-Ausschreibung ~5 bis 6 Cent/kWh.

    Nun, wenn die „erneuerbaren“ was abliefern an Energie ist Hinkley Point C für die Engländer ein Millionen, nein ein Milliardengrab.

    PS
    Und das bis 2025 Hinkley Point C nicht fertig ist versteht sich ja von selbst,
    vor 2028 …. 2030 wird das nichts bis die ersten kWh kommen.

    • @Johannes Büttner. Andreas Hauser unter neuem Namen? Der Text lässt es vermuten.

      Besser, als Unsinn zu verbreiten, Herr Büttner-Hauser (?) wäre, die Fakten aus den Hinkley-C-Point-Verträgen zu präsentieren, die im Netz für Jedermann verfügbar sind.

    • Lieber Hr. Büttner,

      eine kWh ist dann etwas wert, wenn sie gebraucht wird. Stehen Sie gerne morgens eingeseift unter der Dusche und stellen dann fest, dass ab jetzt nur noch kaltes Wasser kommt, weil der Wind nachgelassen hat? Wen schicken Sie dann ins Hamsterrad mit dem Generator, um fertig duschen zu können, Ihre Frau oder Ihre Grosseltern? In anderen Ländern liegt der Gestehungspreis neuer KKW bei rund 5 ct/ kWh, weil man dort günstigere Technologie aus Russland oder China einsetzt. Und die liefern – im Unterschied zu Wind und Sonne – auf die fünfzigstel Sekunde pünktlich immer genau dann, wenn der Strom gebraucht wird.

      Mfg

      • Kernkraftwerk liefert, es sei denn es muss mal wieder ca. einen Monat lang zur jährlichen Inspektion heruntergefahren werden. Dafür stehen aber genügend Reservekraftwerke zur Verfügung. Nicht jedoch für Solar- und Windkraft – wer blendet hier was aus?

        • Und blendet sich Herr Tarantik ein, der allen bekennende Nuklearphobe, ein von Kenntnissen um das Funktionieren von Elektrizitätssystemen gänzlich Unbelasteter.

        • Herr Tarantik,

          Sie blenden aus, dass jeder Betreiber konventioneller KW die Wartungszeiten/-intervalle so plant, dass gleichzeitig immer nur soviel KW heruntergefahren werden, wie Reserven zur Deckung des Bedarfs zur Verfügung stehen.

          Die EE-Erzeuger hingegen fahren sich von selbst häufig und ungeplant auf fast Null herunter ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Bedarf und Netzreserven.

           

        •  
          Lieber Herr Rudi Tarantik,
          bis das Kernkraftwerk das erste kWh liefert, vergehen 10 Jahre.
          Bis die „erneuerbaren“ das erste kWh liefert, vergehen 0,01 bis 1 Jahr.

      •  

        Fred F. Mueller 3. Januar 2019 um 7:51
        In anderen Ländern liegt der Gestehungspreis neuer KKW bei rund 5 ct/ kWh, weil man dort günstigere Technologie aus Russland oder China einsetzt.

        Lieber Herr Fred F. Mueller,
        in der Türkei bauen die Russen das Kernkraftwerk Akkuyu und da kosten die meisten kWh auch über 0,12 $/kWh.

        In China und auch in Russland, da baut quasi der Staat selber und von Kostentransparenz keine Spur, Ihre 5 ct/ kWh sind aus der Luft gegriffen.
        Das letzte in Russland fertiggestellte Kernkraftwerk, LENINGRAD 2-1,
        Projektbeginn 2008 und Fertigstellung ende 2018.
        Das ist auch kein Schnäppchen gewesen bei 10 Jahren.

        MfG

         
        PS
        Der Reaktor Leningrad 1 (Tschernobyl-Typ, davon werkeln dort noch einige) wurde am 22. Dezember 2018 abgeschaltet (ca. 950 MW).
        Als Ersatz werkelt Leningrad 2-1 (ca. 1090 MW).

    • Sie wissen ja hoffentlich dass die 5 ct – 6 ct die nach EEG-Ausschreibung geboten werden eine Wette auf den Börsenstrompreis der Zukunft sind! Durch das Abschalten der billigsten Kraftwerke, der KKW, und dem Verteuern der Kohle durch CO2 Zertifikatpreise wird sich an der Strombörse ein höherer Merit-Order Preis bilden als heute. Von dem hoffen die Windparkbetreiber dann zu profitieren. Der Stromkunde zahlt dann aber nicht die 5 – 6 ct/kWh aus der Ausschreibung sondern den Börsenstrompreis + Netzentgelte + Kapzitätsmarkt +…… Und wieder werden die grünen Schlümpfe staunen wie die Deppen wenn die Stromrechnung kommt, weit, weit weg von den 5 – 6 ct/kWh mit denen EEG Ausschreibungen gewonnen werden und Öko-Propaganda betrieben wird. Wir schaffen das.

    • In  alle Kostenbetrachtungen der kWh-Kosten der „erneuerbaren“ Wind und Sonne sind die Speicherkosten für die nächtlichen Ausfallzeiten der Photovoltaik und die Speicherkosten für die bis zu 3 Wochen andauernden Dunkelflauten der Photovoltaik und der Windkraft einzubeziehen.

      Kostenbestimmend sind die Speicherkosten für die Kompensation der Dunkelflauten, für die Speicher in Höhe von rd. 25 Milliarden kWh bei Leistungsbereitstellung in Höhe von bis zu 70.000 Megawatt erforderlich sind.

      Auch wenn eine grüne Schlaubergerin glaubt, das Netz sei der Speicher und ein grüner Schlauberger Dunkelflauten per Gutachten ausschließt, die Wirklichkeit ist härter, als Grüne glauben können.

      Speichertechniken für 25 Mrd. kWh mit Einspeiseleistungen bis zu 70.000 MW sind unbekannt. Lösungen sind nicht in Sicht. Grüner Glaube ersetzt keine Technik.

      Da die Technik unbekannt ist, sind auch die Kosten unbekannt.

      Folglich sind die Erzeugungskosten der „erneuerbaren“ Wind & Sonne einschließlich der systembedingten Zusatzkosten für Speicher unbekannt.

      Alle von den Systemtreuen verbreiteten Zahlen der „Erneuerbaren“ mit Werten von ganz wenig bis nur wenig mehr sind falsch.

      Die Zahlengebilde der Systemtreuen können getrost im Rundordner mit der Beschriftung „Relotierender Unsinn“ entsorgt werden.

      Wende man sich der einzigen Partei zu, die gegen den erneuerbaren Unsinn kämpft. Erst wenn Deutschlands Energiewende gewendet sein wird, wird es wieder aufwärts gehen.

      In diesem Sinne: Glück Auf im Jahre 2019 !

      • Immer wieder dieselbe Ignoranz, dass eine Kombination von Wind- Solar- und flexiblen Gas-/Kohlekraftwerke technisch problemlos möglich ist. Wie sonst wären 40% Erneuerbare in 2018 möglich, wie sonst kommt Italien und über 160 weitere Länder ohne Braunkohle und Kernkraft zurecht. Selbst Kernkraft kommt nicht ohne flexible Zusatzkraftwerke für den Spitzenbedarf aus. Es wird also immer ein Energieerzeugungsmix nötig sein. Das weiß auch jeder außer jemand der es bewußt ignoriert (Hr. Sinn zum Beispiel). Das Kostenoptimum eines solchen Mixes kann man übrigens berechnen.

        • Wie sonst wären 40% Erneuerbare in 2018 möglich, wie sonst kommt Italien und über 160 weitere Länder ohne Braunkohle und Kernkraft zurecht.

          Die 40 % werden möglich, weil es eine garantierte Abnahme per Zwang (Vorrangeinspeisung) für unbegrenzte Mengen gibt, samt Preisgarantie, für erzeugten wie nicht erzeugten Strom. Das sind traumhafte Bedingungen für jeden Anbieter. Das sollten Sie doch so langsam begriffen haben.Die Bundesnetzagentur erwartet 2019 mehr Wind-und Photovoltaikanlagen mit finanziellen Folgen für die Stromkunden: »Alles in allem prognostizieren die Übertragungsnetzbetreiber für das Jahr 2019 einen Gesamtzahlungsanspruch aller Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Höhe von 33,1 Mrd. Euro.“ Diesen Reibach lassen die sich nicht entgehen.
          Und den zweite Teil Ihrer rhetorischen Frage „wie sonst kommt Italien und über 160 weitere Länder ohne Braunkohle und Kernkraft zurecht?“ haben Sie bestimmt nicht ernst gemeint.

        • Hallo Herr Tarantik, Ihren ersten Satz versteh ich nicht.

          Was meinen Sie mit Immer wieder dieselbe Ignoranz, dass eine Kombination von Wind- Solar- und flexiblen Gas-/Kohlekraftwerke technisch problemlos möglich ist.“?

          Der Rest Ihres Kommentares ist ein typischer Tarantik: Argumentativer Blödsinn.

          PS.: Nichts ist unmöglich. Es ist nur eine Frage der Entwicklung, des technischen Aufwandes und der Kosten. Aber das wissen Sie als Kaufmann sicherlich alles.

          • Nun gut, wenn es technisch möglich ist, warum wird dann immer wieder argumentiert, dass Erneuerbare und flexible Kraftwerke technisch nicht möglich sind? Monokausale Argumentation ist also nicht zielführend. Ein Kostenoptimum von neuen Erneuerbaren und flexiblen Kraftwerken liegt eindeutig unter den Kosten von Hinkley Point C wie hier beschrieben. Die Versorgungssicherheit ist ebenso technisch gleichwertig gegeben. Sollten Sie wissen und auch nachrechnen können.

        • Ich denke auch, dass wir uns an anderen Ländern, z.B. Liechtenstein, orientieren sollten, die schaffen das.

          Wie wollen Sie, lieber Herr Tarantik, eigentlich Energie erzeugen, die dann zu einem „Energieerzeugungsmix“ führen soll?

    • Lieber ein Kernkraftwerk (EPR) als gar kein Kraftwerk. Ohne einen Kraftwerkspark kann man auch keine Windmühlen und Photovoltaik Anlagen am Netz halten. Selbst ein Kraftwerk alleine reicht nicht aus um uns mit Strom in Deutschland zu versorgen…es ist also nur eine Frage der Zeit…wann soviel Kraftwerksleistung in Deutschland stillgelegt ist, dass wir hier in Deutschland Dunkeln und der Kälte sitzen werden.

      • Von mir aus können es auch zwei, drei, vier und mehr EPR sein, oder andere, moderne KKW-Anlagen. Aber bitte schön nicht irgendwo, sondern hier, in Deutschland. Von mir aus auch in der Nähe.

        Von mir aus können auch KBR, KKE, KKI 2, KWG, GKN 2 und KKP 2 noch 30 Jahre weiterlaufen. Die Anlagen sind top, sicher, hoch verfügbar und preiswert.

        Das Problem ist nur, dass im willkürlich handelnden Deutschland kein Betreiber mehr bereit ist, überhaupt technische Anlagen betreiben zu wollen. Denn wer weiß heute, was die Berliner Diktatur morgen beschließt?

  12. Deutschland schafft sich ab. Wann werden das unsere grünen Schlümpfe zugeben. Wir gehörten mal zu den führenden Industrienationen, auch bei der Kerntechnik.

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