Beispiele dafür, wie die Verwen­dung von Temperatur-ANOMALIE-Daten anstatt abso­luter Temperatur­daten FALSCHE Antworten gibt

Immer wieder für eine Überraschung gut: Anomalien! Bild: Gila Hanssen / pixelio.de

Bob Tisdale
Einführung des Übersetzers: Zu diesem Beitrag gibt es einen Vorläufer von Bob Tisdale, und zwar hier. Der Titel [übersetzt]: Beispiele dafür, wie und warum die Verwendung eines „Klimamodell-Mittels“ und das Heranziehen von Anomalien in die Irre führen können.

Einführung

Bei der Vorbereitung eines Beitrags unter Verwendung von Berkeley Earth-Temperaturdaten [Berkeley Earth Near-Surface Land Air Temperature data], worin auch die höchsten jährlichen Tmax-Temperaturen (nicht Anomalien) für China enthalten waren … also dem Land mit der höchsten Bevölkerungsdichte auf unserem mit Wundern angefüllten Planeten, stieß ich auf Folgendes: Die Graphik erstreckte sich über den Zeitraum von 1900 bis 2012 (FYI, 2012 ist das letzte volle Jahr mit lokalen Tmax– und Tmin-Daten von Berkeley Earth). Die China-Daten von Berkeley Earth finden sich hier mit den Tmax-Daten aus China hier. Um Abbildung 1 detaillierter zu erklären, extrahierte ich die höchsten Spitzenwerte von Tmax aus China für jedes Jahr, hatte sie aber noch nicht in Abbildung 1 eingehen lassen. Darum hatte ich keine Ahnung, was dabei herauskommen würde.

Abbildung 1

Die Ergebnisse werden in Abbildung 2 gezeigt und waren – gelinde gesagt – ziemlich überrashend.

Anmerkung: Monatliche Tmax-Daten von Berkeley Earth werden beschrieben als das „Mittel der täglichen Höchsttemperatur“. Entsprechend werden die Tmin-Daten beschrieben als das „Mittel der täglichen Tiefsttemperatur“.

Wegen der erhöhten höchsten jährlichen Tmax-Temperaturen (nicht Anomalien) zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlief der lineare Trend für jene Untermenge im Wesentlichen flach mit einer Rate von 0,006°C pro Dekade, berechnet von MS EXCEL.

Abbildung 2

Jawohl, so ist es. Zusätzlich zu den Verhältnissen auf dem US-Festland (Abbildung 3) traten auch in China in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hohe Temperaturen auf (Erklärt das mal, oh ihr wahren Gläubigen einer vom Menschen verursachten globalen Erwärmung!)

Abbildung 3

Das Problem bei der Verwendung von Anomalien

Also ist das hier doch eine gute Gelegenheit, Illustrationen zu zeigen, die bestätigen, was viele von uns verstehen: Die Verwendung von Temperatur-Anomalien in wissenschaftlichen Studien kann falsche Antworten liefern … sehr falsche Antworten. Das heißt, falsche Antworten auf Fragen bzgl. der Temperatur können sich ergeben, wenn man Temperatur-Anomaliedaten anstatt Temperaturdaten (nicht Anomalien) heranzieht. …

Wie falsch sind die Antworten, falls man Anomalien verwendet? Abbildung 4 zeigt die höchsten jährlichen Tmax-Temperatur-Anomalien (keine tatsächlichen Temperaturen) für China, zusammen mit den jährliche Temperatur-Anomalien (keine tatsächlichen Temperaturen), beides für den Zeitraum 1900 bis 2012. Die höchsten jährlichen Tmax-Temperaturanomalien (keine tatsächlichen Temperaturen) für China zeigen eine merkliche Erwärmungsrate von 0,12°C pro Dekade, obwohl in Wirklichkeit während dieses Zeitraumes keine langfristige Erwärmung der tatsächlichen höchsten Tmax-Temperaturen existierte.

Abbildung 4

Der Berkeley Earth TMAX webpage für China zufolge zeigt der Juli die höchsten Werte der Konversions-Faktoren der monatlichen Temperatur [?]. Ebenfalls in Abbildung 4 dargestellt geben die Tmax-Temperaturanomalien für China eine bessere Antwort, aber immer noch nicht die richtige Antwort. Offensichtlich treten die höchsten jährlichen Tmax-Temperaturen in China nicht immer im Juli auf.

Die Probleme übertragen sich auf die globalen Daten der Tmax-Temperaturdaten

Für eine deutlichere Illustration unterzog ich die GLOBALEN Tmax-Temperaturdaten von Berkeley Earth dem gleichen Verfahren. Es zeigten sich bei diesen Daten die gleichen Probleme, aber die Trendwerte von Tmax im Juli sind korrekt. Siehe die Abbildungen 5 und 6:

Abbildung 5
Abbildung 6

Und dann gibt es da noch die Berkeley Earth Tavg-Temperaturdaten

Weil wir gerade dabei sind – man schaue nicht auf das „Mittel der täglichen Höchsttemperatur“ für Antworten mittels der mittleren monatlichen Temperaturdaten im Standardsatz der Festlands-Temperaturanomalien von Berkeley Earth. Die Tavg-Daten sind die falschen Daten, wenn man nach Antworten bzgl. Tmax sucht.

Diese Warnung gilt auch für die Standard-Datensätze von Temperaturanomalien nach NCDC/NCEI oder CRUTEM4. Es sind keine Tmax-Datensätze. Falls man einen anderen Tmax-Datensatz untersuchen möchte als den von Berkeley Earth, schaue man hier beim KNMI.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/12/13/examples-of-how-the-use-of-temperature-anomaly-data-instead-of-temperature-data-can-result-in-wrong-answers/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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2 Kommentare

  1. Der Bob Tisdale Artikel wurde schon bei WUWT zerpflückt.

    Bob Tisdale vergleicht die Abb. 2 „Highest Annual TMAX“ (eigentlich: annually highest monthly mean of Tmax) mit Abb. 4 „Highest Annual TMax-Anomalies“ (auch dies ist nicht korrekt bezeichnet). Das klingt zwar ähnlich, ist aber weiter auseinander als Butter und Margarine. Wieso?

    Wenn man in die Daten schaut, dann sieht man, dass z.B. im Jahr 1902 die höchste (monatliche) Tmax-Anomalie Im Januar lag; diese hat sicherlich nichts mit einem „Highest monthly mean of Tmax“ zu tun.

    In jedem Statistik Kurs wäre Bob Tisdale mit dieser „Arbeit“ sang und klanglos durchgefallen. Für einen Bericht bei EIKE und WUWT reicht das aber immer noch.

    Trotzdem schöne Feiertage

    Mfg

    Ketterer

     

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