Monitor gegen „Neutralitätswahn“

Von Klaus Öllerer
Das ARD-Magazin Monitor hat bei vielen Zuschauern immer noch zu Unrecht den Ruf mutigen, neutralen, investigativen Journalismus. Der endgültige Bruch Monitors mit ordentlichem Journalismus ist nämlich nicht mehr zu übersehen. Hierzu meine persönliche Kurzanalyse.

Dieses, heutige Monitor erinnert mich an frühere Zeiten. Den Zeiten der damaligen Springerpresse und der alten APO. Niemand wäre damals auch nur auf die Idee gekommen, die Springerpresse wie die BILD auf APO-Veranstaltungen hereinzulassen. Und zwar begründet. Heute hat Monitor – zumindest beim Thema Klima – eine solche Rolle gegenüber abweichenden Sichtweisen übernommen wie die damalige Springerpresse.

Monitor lehnt ausdrücklich eine neutrale und objektive Berichterstattung ab – wie damals die Springerpresse. Der Leiter, Georg Restle, sieht Journalisten, die das machen, als „Journalismus im Neutralitätswahn“ (Zitat). Monitor tritt nach seinen Worten für einen „werteorientierten“ Journalismus ein. Damit befindet es sich faktisch und erfahrungsgemäß auch in der Tradition des Schwarzen Kanals der untergegangenen DDR.

Monitor- Kamarateams fielen bisher dadurch auf, dass sie auf Klimakonferenzen von Kritikern intensiv die einzelnen Gesichter der Teilnehmer aufnahmen und gezielt Leute nach persönlichen Angaben wie Adressen fragten. Mit anderen Worten: wie ein Spitzelteam.

Das bisherige Auftreten der Monitor-„Journalisten“ gegenüber EIKE war das, wie von „feindlichen Kämpfern“.Nach einigen negativen Erfahrungen mit denen erhielten sie zur EIKE-Klimakonferenz in München keinen erlaubten Zugang.

Die Monitorleute tauchten trotzdem plötzlich auf, ohne extra zu fragen oder sich vorzustellen, versuchten in den Konferenzsaal einzudringen und filmten, dem Vernehmen nach, sogar hinein. Anschließend gab es die Auseinandersetzung, die Ausschnittweise in dem Monitorvideo gezeigt wurde.

Ich selbst war als Klimaskeptiker auf dieser Konferenz und konnte Augenzeugen dazu befragen, bin EIKE-Gründungsmitglied, das hier in Hannover 2007 gegründet wurde. EIKE wird durch tausende von Kleinspenden finanziert (Überweisungen ab 5 €) und hat inzwischen auch etwas von einer Graswurzelbewegung.  Hier in Hannover gibt es die eigenständige Initiative KlimaKontroverse.de, die sich wieder im Januar im Freizeitheim Linden trifft. Leichte Verständlichkeit und die offene Diskussion unterschiedlicher Ansichten stehen im Vordergrund und sind ein Markenzeichen dieser Initiative.

Bild (Klaus Öllerer): Die Initiative KlimaKontroverse beim Limmerstrassenfest in Hannover. Bei Autofreien Sonntagen wird auch mit einem Stand teilgenommen.

Spenden durch Energieunternehmen gibt es an EIKE nicht, wären aber sicher willkommen, solange die Unabhängigkeit gewährleistet bleibt. Da gilt ähnliches sicher auch bei Greenpeace, die allerdings seit langem durch Energieunternehmen mitfinanziert werden.

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13 Kommentare

  1. Hallo Herr Engelhardt,

    so würde man als vernünftiger Mensch handeln! Aber das Ganze ist politisch so aufgeheizt, dass sich keiner einer solchen offenen Diskussion seitens des Mainstreams stellen wird. Einfach aus Existenzangst. „Wes Brot ich ess`, des Lied ich sing“ Wir sind schon wieder soweit! Glaube nicht, dass diese Leute alle glücklich sind damit. Manchmal geben die Meteorologen, die uns das Wetter ansagen, kleine Seitenhiebe von sich, dass auch sie zweifeln. Aber sie bleiben im System.

    Wenn ich mit Bekannten über dieses Thema spreche, stelle ich fast immer große Unwissenheit fest. Man muss nur 3 Fragen stellen:

    1. Was ist der Unterschied zw. Wetter und Klima? 2. Wie viel C02 ist in der Luft? 3. Wie wirkt es? (Ist es ein Schadstoff?)

    Kaum einer kann halbwegs vernünftige Antworten geben. Lässt man dann durchblicken, dass da ein großer Schwindel im Gange ist, erntet man ungläubiges Staunen. Gerade bei Bürgern aus den alten Bundesländern. Sie vertrauen darauf, dass die große Politik immer noch einen pragmatischen Weg gefunden hat. Und: Die Journalisten hätten o. würden das rauskriegen, da ist noch immer alles raus gekommen. Ich solle da mehr Vertrauen haben und nicht so schwarz sehen und andere Dinge lesen. Meist endet es mit einer Floskel: Die da oben machen sowieso was sie wollen o.ä. Dem deutschen Michel kann man lange etwas vormachen. Was einen bedenklich stimmt, ist die Indoktrination unserer Jugend. Als ehemaliger DDR Jugendlicher weiß ich, was das mit einem macht. Deshalb bin ich wahrscheinlich misstrauischer und habe feinere Antennen. Ich war lange Zeit „Grün“ wie die Bäume im Mai. Die Fa. bei der ich arbeite, stellt Werkzeuge für die Windkraft Bauer her. Der Absatz brach ein. So habe ich mich mit der Thematik beschäftigt und bin auf die Klima Debatte gestoßen. Habe sehr viel gelesen. Mit ein wenig Vorbildung steigt man da durch. Nun kann ich mich nur noch an dem Grün der Bäume erfreuen.

  2. Wir werden in Sachen Klimaschutz als Nichtfachleute von Experten über Pressemitteilungen, Nachrichtensendungen, TV-Beiträge u.v.a.m. zugeschüttet. Was ist Wahrheit, was ist Dichtung? Wer hat für was ein Interesse und macht sich durch finanzielle Mittel abhängig? Ich habe mir ein Video bei Youtube mit einem Vortrag von Harald Lesch mit dem Thema „Das Kapitalozän“ über 1 Stunde und 56 Minuten angesehen. Wie wäre es, wenn Harald Lesch und Michael Limburg in einer öffentlichen Diskussion ihre gegensätzlichen Positionen dem kritischen Zuschauer zugänglich machen würden?
    Ich könnte mir vorstellen, dass, wenn man dann noch nicht überzeugt ist, zumindest nachdenklich wird.

     

     

    • Ich glaube ein solchens Streitgespräch wäre nicht zielführend. Herr Lesch ist ein vorzüglicher Schwätzer und Rhetoriker, und den meisten Klimarealisten, die ich kenne, rhetorisch überlegen. In einem solchen Gespräch kommt es nicht auf Argumente und Fachwissen an – sondern einzig auf rhetorisceh Fähigkeiten.

      • Genau wie damals Trittin gegen Vahrenholt. Trittin schwätzte mit pausenlosem arroganten Dauergrinsen. So überheblich könnte Lesch, für mich zur Persona non Grata geworden, auch auftreten, vor 10 Jahren, als er noch „sauber“ war, war ich ein Fan von ihm, er ist jetzt absolut ideologisch verseucht. Ich frage mich allerdings, wie konnte das passieren? Weitaus höherer Verdienst?

        • Entgegen allgemeiner Vorstellung ist der Professorentitel im Lehramt nicht pauschal mit Reichtum verbunden. Die Besoldung ist in der Mehrheit eher kläglich im Vergleich zur freien Wirtschaft (aber da kommen auch nur die besonders guten hin). Herr Lesch hatte auf Grund seines besonderen Talentes als Moderator das Glück  im Jahr 1998 beim ZDF ein gutbezahltes zweites Standbein aufzubauen. Tja, und jetzt steckt er in der Falle. Wer nicht spurt, fliegt.

  3. Hr. Schröder aus der Monitor Sendung kommt in einem Beitrag der ARD „Tesla unter Strom“ vor. Hat Druck der junge Mann. Ganz interessante Sendung rund um E-Mobilität.

  4. Monitor ist inzwischen eine Sendung die eindeutig falsch informiert. Sorry, aber das ganze Team ist krank. Neutrale Information Fehlanzeige und das auc h noch mit Ansage ! Das ganze noch als Journalismus zu bezeichnen ist eine Verunglimpfung aller anderen Journalisten. Alle Redakteure haben von Naturwissenschaften Null Ahnung. Politische Agitation pur. E.v. Schnitzler und Goebbels hätten ihre Freude daran. Von mir aus kann jeder seine Meinung und seinen Galuben haben. Dass ich diesen ganzen Mist auch noch finanzieren muss, das ist es , was mich ärgert. Der EuGH ist eben auch zum Büttel der Möchtegern Eliten geworden.

    • Das ‚inzwischen‘ ist aber schon reichlich lange – Jahrzehnte! Monitor ist so lange ich denken kann eine stark links-lastige Politpropaganda-Sendung und entspricht ganz dem Spektrum des schon immer links-lastigen WDR.

      • Der unvergessene Klaus Bednarz, der das Gewissen des Landes war, zumindestens spielte er sich als solches auf. Der hätte jetzt mit der Klimakampagne ein tolles Aktionsfeld.

  5. „Spenden durch Energieunternehmen gibt es an EIKE nicht, wären aber sicher willkommen, solange die Unabhängigkeit gewährleistet bleibt. Da gilt ähnliches sicher auch bei Greenpeace, die allerdings seit langem durch Energieunternehmen mitfinanziert werden.“

    Apropos Spenden – da fällt mir doch glatt die äußerst intransparente Finanzierung der Deutschen Umwelthilfe ein. Diese hat sich den „heldenhaften“ Kampf gegen die „bösen“ deutschen Diesel-Autos auf die Fahnen geschrieben; legt aber ihre Spender und Einnahmen nicht offen. Zu denen soll auch Toyota gehören – ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Mein Vorschlag an MONITOR: Wie wäre es denn, wenn mal über solche Machenschaften berichtet würde – die Umwelthilfe erhält auch staatliche Zuwendungen – für mich ein Skandal; denn „unabhängig“ ist sie gewiss nicht.

  6. Die Apologeten des menschengemachten Klimawandels, bzw. der Erderwärmung, sind von Zweifeln ebensowenig angekränkelt, wie ein IS-Anhänger auf der Hadsch. Die Wochen vor und während der jährlichen Klimakonferenzen sind für Vernunftbegabte ohne masochistischen Hintergrund kaum auszuhalten. Kommentare im Fernsehen, in den Zeitungen oder Rundfunksendungen lassen Erinnerungen an Radio DDR aufkommen. Dort waren sich auch immer alle einig. Oppositionelle Positionen wurden nicht vertreten.

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