Klima-Fachgespräch im Deutschen Bundestag – Eine denkwürdige Veranstaltung mit einer Premiere! Teil II

Prof. Dr. Nir Shaviv am 28.11.18 im Ausschuss für Umwelt; Bild Deutscher Bundestag, Screenshot

von EIKE Redaktion
Am 28.11.18 fand ein Klimafachgespräch anlässlich der kommende Woche beginnenden COP 24 statt, in welchem erstmalig seit Jahrzehnten wieder ein klimarealistischer Wissenschaftler – Prof. Nir Shaviv- zu Wort kommen durfte. Wegen der knapp bemessenen Redezeit von nur 3 Minuten versandte Prof. Shaviv zuvor an den Ausschuss sein etwas ausführlicheres Statement. Dies ist nun öffentlich und im Bundestagsarchiv hinterlegt. (hier) Nun kann sich keiner mehr herausreden: Er/sie hätte nichts gewusst.
Wir bringen das Statement im Wortlaut in deutscher Übersetzung.

 
Videoausschnitte des Statements und der Fragen und Antworten von Prof. Nir Shaviv anlässlich des Fachgespräches des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages. Mit Dank an FMD’s TV-Channel
An den Ausschuss Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Deutscher Bundestag

Betrifft: Statement-Brief für die Diskussion im Komitee bzgl. „COP24 in Katowice – ein weiterer Meilenstein für den globalen Klimaschutz“

 

Meine Damen und Herren,

im Folgenden finden Sie eine detaillierte Aufstellung hinsichtlich der Tatsache, dass es keine substantiellen Beweise für die Stützung des Gedankens gibt, dass der größte Teil der globalen Erwärmung anthropogener Natur ist und dass die Klimasensitivität folglich hoch ist. Tatsächlich deuten alle Beweise darauf hin, dass das Gegenteil der Fall ist. Dies sollte man ernsthaft in Erwägung ziehen, bevor man substantielle politische Entscheidungen trifft.

Mit freundlichen Grüßen

Nir Shaviv

 

Zusammenfassung

  1. Es gibt keine direkten Beweise dafür, dass große CO2-Konzentrationen auch große Temperatur-Variationen verursachen. Die Beweise zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist.
  2. Die beiden vom IPCC hervorgebrachten Argumente, um das Bild eines katastrophalen AGW-Bildes zu „beweisen“ sind betrügerisch – die Erwärmung im 20. Jahrhundert war nicht einmalig, und die Behauptung, dass die Erwärmung im 20. Jahrhundert durch nichts sonst zu erklären ist, ist einfach falsch.
  3. Es gibt viele weitere Pseudo-Argumente, die allesamt irrelevant sind. Dazu gehören der oftmals gehörte Verweis auf die Experten (die 97%-Behauptung) sowie Argumente auf der Grundlage von Beweisen der Erwärmung, was aber nicht beweist, dass die Erwärmung auf den Menschenzurückgeht.
  4. Die Sonne hat einen großen, jedoch ignorierten Einfluss auf das Klima. Mit ihr ergibt sich ein konsistentes Bild des Klimawandels im 20. Jahrhundert, in welchem über die Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zeichen einer Zunahme der Sonnenaktivität stand und in welchem die Klimasensitivität gering ist (und außerdem konsistent mit empirischen Daten).
  5. Die geringe Klimasensitivität impliziert, dass die zukünftige Klima-Erwärmung harmlos bleibt und innerhalb der auf den Gipfeln von Kopenhagen und Paris gesetzten Ziele liegt. Besondere Maßnahmen sind nicht erforderlich. Man muss überdenken, wie viele Ressourcen wir für das Problem aufbringen wollen, welches sehr viel kleiner ist als man allgemein glaubt.

 

Was stimmt nicht an der heutigen Sichtweise auf Klimawandel?

Da möchte ich mit einer Frage beginnen, die Sie entweder sich selbst stellen oder die Sie den Experten stellen können, auf die Sie sich verlassen: Welche Beweise gibt es dafür, dass eine anthropogene globale Erwärmung zu einem katastrophalen Klimawandel führt?

Wie ich weiter unten zeigen werde, ist dieser Gedanke tatsächlich ein Trugschluss, und die so genannten Beweise, die man uns permanent präsentiert, beruhen einfach auf verschiedenen irreführenden Argumenten. Außerdem werden entscheidende Beweise dafür, dass diese Argumente falsch sind, durchweg eklatant vom IPCC und seinesgleichen ignoriert.

Das erste und vorderste Argument, welches man einfach ignorieren sollte, ist der Verweis auf Experten oder eine Mehrheit. Wissenschaft ist keine Demokratie, und die Tatsache, dass viele Menschen eine bestimmte Sache glauben heißt nicht, dass diese Sache auch korrekt ist. Falls man gute Argumente hat, Sie zu überzeugen, sollten diese wissenschaftlicher Natur und keine logischen Trugschlüsse sein.

Andere irrelevante Argumente mögen wissenschaftlich aussehen, sind es aber nicht. Beweise für eine Erwärmung sind keine Beweise für eine Erwärmung durch den Menschen. Die Sichtung eines auf einer Eisscholle treibenden Eisbären beweist nicht, dass die Menschen Erwärmung verursacht haben. Gleiches gilt für sich zurückziehende Gletscher. Sicher gab es Erwärmung, und die Gletscher schrumpfen, aber die Logik, dass diese Erwärmung den Menschen geschuldet ist, ist einfach eine unbegründete Behauptung. Dies gilt umso mehr, wenn man unter den schrumpfenden Gletschern in den Alpen Relikte der Römer findet oder Wikinger-Gräber im aufgetauten Permafrost in Grönland.

Unter anderen abwegigen Argumenten sind qualitative Argumente und der Verweis auf Bauchgefühle. Die Tatsache, dass sich die Anzahl der Menschen auf der Erde der 10-Milliarden-Marke nähert, beweist nicht, dass wir eine Erwärmung um 0,8°C verursacht haben. Genauso könnten es 8°C oder 0,08°C sein. Falls alle Menschen der Welt in die Ozeane spucken, wird dadurch der Meeresspiegel steigen?

Die einfache Tatsache lautet: es gibt keinen einzigen noch so kleinen Beweis dafür, dass eine gegebene Zunahme von CO2eine große Zunahme der Temperatur zur Folge hat. In der Tat gibt es nur viele Beweise für das Gegenteil! Beispiel: über geologische Zeiträume hinweg gab es gewaltige Variationen des atmosphärischen CO2-Niveaus (bis hin zu einem Faktor 10), und es zeigt sich keine wie auch immer geartete Korrelation mit der Temperatur. Vor 450 Millionen Jahren befand sich zehn mal so viel CO2in der Luft wie heute, und doch war es damals zu extensiveren Vereisungen gekommen als heute.

Wenn man all die Spreu aller irreführenden Argumente abwirft und versucht, die vom IPCC und seinesgleichen betriebene Klimawissenschaft zu destillieren, dann wird man erkennen, dass lediglich zwei Argumente wie legitime wissenschaftliche Argumente daherkommen. Unglücklicherweise sind sie jedoch nicht haltbar. Die erste Behauptung lautet, dass die Erwärmung des 20. Jahrhunderts beispiellos und – falls das so ist – dem Menschen geschuldet ist. Dies ist alles, was hinter dem Hockeyschläger steckt, der so intensiv im 3. IPCC-Zustandsbericht im Jahre 2001 beschworen worden ist. Die „Klimagate“-E-Mails zeigen, dass diese Graphik das Ergebnis einer dubiosen wissenschaftlichen Analyse ist – die Baumring-Daten, welche zeigten, dass es während des vorigen Jahrtausends wenig Temperatur-Variationen gegeben hatte, zeigten nach 1960 einen Rückgang, also wurden diese Daten abgeschnitten und durch Thermometerdaten ersetzt. Die einfache Wahrheit lautet, dass es zum Höhepunkt des Mittelalters wahrscheinlich genauso warm war wie während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Man kann das sogar direkt an Bohrlöchern ablesen.

Das zweite Argument lautet, dass nichts sonst die Erwärmung erklären kann, und falls das so ist, muss der anthropogene Beitrag die einzige Wärmequelle sein. Allerdings gibt es da noch die Sonne, wie ich gleich ausführen werde.

Bevor ich erkläre, warum die Sonne vollständig unsere Sicht auf die globale Erwärmung und Klimawandel beherrschen sollte, muss man ein paar Worte verlieren über die Klima-Sensitivität und warum es von Anfang an unmöglich ist, den anthropogenen Beitrag zu diagnostizieren.

Die wichtigste Frage der Klimawissenschaft dreht sich um die Klima-Sensitivität, also um die Frage, wie stark die globale Temperatur bei einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes steigen würde. Merkwürdigerweise ist die vom IPCC angeführte Bandbreite von 1,5°C bis 4,5°C pro CO2-Verdoppelung immer noch die gleiche wie im US-Komitee unter Leitung von Charney im Jahre 1979. In allen IPCC-Berichten von 1990 bis 2013 taucht diese Spannbreite auf. Lediglich im vorletzten Bericht war eine Bandbreite von 2 bis 4,5 angegeben. Grund für die Rückkehr zur vorherigen Spannweite ist die Tatsache, dass es seit dem Jahr 2000 keinerlei globale Erwärmung mehr gegeben hat. Das ist auf blamable Weise inkonsistent mit einer hohen Klima-Sensitivität. Noch blamabler ist, dass über 4 Jahrzehnten Forschung, für die Billionen von Dollars (und Euro) aufgewendet worden waren, nicht dazu geführt hat, dass wir es hinsichtlich dieser so bedeutenden Frage immer noch um keinen Deut besser wissen.

Sämtliche Beweise zeigen vielmehr eindeutig, dass die Klima-Sensitivität niedrig liegt mit etwa 1 bis 1,5°C pro CO2-Verdoppelung. Die Leute in der Klima-Gemeinschaft kratzen sich am Kopf, weil sie den so genannten Stillstand der Erwärmung einfach nicht verstehen. Wo versteckt sich die Wärme? In Wirklichkeit deutet alles einfach nur auf eine geringe Sensitivität. Die „fehlende“ Wärme hat die Erde schlicht und ergreifend bereits verlassen!

Betrachtet man einmal die mittlere globale Reaktion auf große Vulkanausbrüche, etwa vom Krakatau bis zum Pinatubo, würden man erkennen, dass die Temperatur lediglich um 0,1°C gesunken ist, während die hyper-sensitiven Klimamodelle 0,3 bis 0,5°C simulieren – was in der Realität niemals beobachtet worden ist. Über geologische Zeiträume setzt das bereits erwähnte Fehlen einer Korrelation zwischen CO2und Temperatur eine klare obere Grenze von 1,5°C pro CO2-Verdoppelung. Zieht man jedoch schließlich noch den solaren Beitrag hinzu, ergibt sich ein erheblich konsistenteres Bild der Klimaänderungen im 20. Jahrhundert – eines, in dem die Klimatreiber (Menschen UND solar) viel größer und die Sensitivität viel geringer ist.

Woher wissen wir nun, dass die Sonne so große Auswirkungen auf das Klima hat? Abbildung 1 unten ist womöglich eine der wichtigsten Graphiken für das Verständnis bzgl. Klimawandel – aber sie wird vom IPCC und den Alarmisten einfach ignoriert. Man erkennt, dass über 80 Jahre lange Pegelmessungen eine extrem eindeutige Korrelation zwischen Sonnenaktivität und Meeresspiegel-Änderung zeigen – aktive Sonne, der Meeresspiegel steigt. Inaktive Sonne – er sinkt. In kürzerfristigen Zeiträumen ist es vorherrschend die in die Ozeane eingehende Wärme und die daraus resultierende thermische Ausdehnung des Wassers. Dieser Umstand kann dann herangezogen werden, um die Strahlungsantrieb der Sonne zu quantifizieren. Es ergibt sich, dass dieser etwa 10 mal größer ist als die Protagonisten des IPCC einzuräumen bereit sind. Das IPCC betrachtet ausschließlich Änderungen der Strahlung, während dies (und andere derartige Daten) eindeutig zeigen, dass es einen Verstärker-Mechanismus geben muss hinsichtlich der Verbindung zwischen Sonnenaktivität und Klima.

Obwohl sie extrem interessant sind, liegen diese Details des Mechanismus‘ (tatsächlich sind es 3 separate mikrophysikalische Effekte) außerhalb der Thematik dieser Übersicht. Sie stehen in Verbindung mit der Ionisierung der Atmosphäre, welche durch die Sonnenaktivität gesteuert wird. Allgemein kann man sagen, dass es bei einer aktiven Sonne weniger Bewölkung auf der Erde gibt, was allgemein Erwärmung auslöst.

Die wesentliche Schlussfolgerung lautet also, dass Klima nicht sensitiv gegenüber Änderungen des Strahlungsantriebs ist. Es gibt viele Punkte, an denen man festmachen kann, dass die Menschen alles in ihrer Macht stehende tun, dies zu ignorieren. Dazu zählen auch Temperaturdaten und der Meeresspiegel, der viel langsamer steigt als in den zuvor veröffentlichen wissenschaftlichen Berichten des IPCC prophezeit. Und dazu zählt, dass Klima nicht gleich Sensitivität ist.

In Paris und Kopenhagen war an zu der übereinstimmenden Schlussfolgerung gekommen, dass wir sicherstellen sollten, die Erwärmung unter 2°C zu halten. Sie wird selbst dann unter 2°C bleiben, wenn wir gar nichts tun.

Abbildung 1: Quantifizierung der solaren Auswirkung: Abgebildet ist die Rate der Änderung des
Meeresspiegels (blau, mit 1
σ-Fehler) und die rekonstruierte Solarkonstante (rot, gestrichelt). Die
eindeutige Korrelation zeigt, dass die Rate der Änderung des Meeresspiegels von der
Sonnenaktivität beeinflusst ist. Die Größenordnung impliziert, dass die Variation von Spitzenwert zu Spitzenwert über den solaren Zyklus mit etwa 1 W/m² korrespondiert. Das ist fast eine
Größenordnung größer als die Änderungen der solaren Einstrahlung.

Abbildung 2: Änderungen des Strahlungsantriebs seit Beginn der industriellen Revolution, entnommen dem 5. IPCC-Zustandsbericht. Dem IPCC zufolge korrespondieren die Änderungen der solaren Einstrahlung mit 0,05 W/m² (Unsicherheit 0 bis 0,10). Die Pegelmessungen zeigen, dass der solare Antrieb viel größer ist, nämlich etwa 1,8 ± 0,5 W/m². Die gesteigerte Sonnenaktivität seit dem Maunder-Minimum impliziert einen größeren Einfluss.

 

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39 Kommentare

  1. Danke , Herr Langer, für die Einschätzung des Herrn Ktrüger; ich will es doch nochmal versuchen: das ist das Newton`sche Abkühlungsgesetz bei Umgebungstemperatur von 0K und Vakuum. Daraus geht hervor, daß eine zeitliche T-Änderung (dT) nur vom Koeffizienten k abhängig ist. Da N2 (nach Treibhaustheorie) keine Wärme in ein Vakuum abgeben kann, ist k für N2=0. Für CO2 wegen der Wärmeemission ins All ist k>0. Über quantitative Größen will ich hier gar nicht diskutieren; denn fest steht: CO2 kühlt; wärmt jedenfalls nicht. Das ist weder Meinung noch Verschwörung, sondern Physikbuch. Herr Krüger, rechnen Sie mal nach…

    T(t) = T(A) e(- tk)

  2. Sucht man über Google in der Kategorie News nach Meldungen zu Shavivs Auftritt im Bundestag, findet man was? Gähnende Leere, nichts, kein einziges deutsches Medium bringt irgend eine Notitz, so funktioniert mediale Gehirnwäsche heute.

    Nur der schweizer Energate Messenger bringt eine Kurznotitz:
    „Mehrfach widerlegte Levermann in der Anhörung die Thesen des Klimawandelleugners Nir Shaviv von der Universität Jerusalem, der auf Einladung der AfD an der Anhörung teilnahm. Dieser versuchte seine Thesen unter anderem mit Zahlenreihen zu belegen, die im Jahr 2000 enden. Viele Nachfragen konnte er nicht beantworten. /kw“

    Was soll man da noch sagen?

    • Obwohl das ZDF mit einem Team vor Ort war. Und auch ARD wdr Monitor in Gestalt eines Herrn Tassler samt Kameramann. Die interviewten vor der Veranstaltung Prof. Shaviv. Vermutlich kommt von denen etwas am 6.12.18 in ihrer Schmähsendung- man sehe auch hier und hier

  3. Genau Herr Kramm!

    @Michael Krüger:
    Ferner sollte man mit paläoklimatischen „Tatsachen“ vorsichtig sein!

    Die basiern, nämlich, auf mehr oder weniger vagen Indizien. Und Indizien sind kein Beweis!

    Es gab vor millionen Jahren niemanden, der ordentliche Messungen und Beobachtungen gemacht hat!

     

  4. Ist doch einfach zu verstehen. Der Klimawandel ist narürlich und geht mal rauf und runter.

    Wenn man im Aufwärtstrend genug Panik verbreitet und Schlangeöl verkauft, kann man bei fallenden Temperaturen sage “Schau, das Sclangenöl funktioniert”. Wenn es warm bleibt “Nich alle haben Schlangenöl gekauft, kein Wunder..”

  5. Habe das fast 2 stündige Fachgespräch bereits am 29.11. gesehen. Bei Minute 36:45 macht Herr Levermann eine Bemerkung an Hern Shaviv, die nicht übersetzt wurde.
    Es war vor seiner Aussage ‚alles was er gesagt hat, ist Quatsch‘. Kann mir jemand das übersetzen? Danke

  6. Interessant an der IPCC-Strahlungsantriebsgrafik finde ich, daß man zwar allgemein sagt, Wasserdampf wäre das wirksamste „Treibhausgas“, in der Grafik kommt natürlicher Wasserdampf aber offenbar nicht vor (nur als Produkt der Verbrennung von Methan). Wie ist das zu erklären?

    Es wird zwar ununterbrochen von Wasserdampfverstärkung dahergeredet, wo aber gibt es Daten dazu?

  7. „Zudem kann man leicht berechnen, dass CO2-Verdopplung einen Temperaturanstieg von 1°C zur Folge hat. Schwarzschild hat bereits 1906 dazu die Gleichung geliefert, die heute noch in der Fernerkunden von Spurengasen per Satelliten und Bodenstation zum Einsatz kommt.“

    AGW-Propaganda und Quatsch!

    • So ist es!

      Künftig wird es im sicher erfreulich kurzen „Klimaschutzgesetz“ heißen:

      Paragraph 1: Der Mensch ist schuld an den Klimaveränderungen.

      Paragraph 2: Sollte der Mensch wider Erwarten nicht schuld an den Klimaveränderungen sein, tritt automatisch Paragraph 1 in Kraft.

      Paragraph 3: Deutschland trägt alle Kosten.

  8. @Michael Krüger 2. Dezember 2018 um 17:59

    Seien Sie vorsichtig, daß Sie sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
    Die Modelle, die die Temperaturerhöhung von 1 °K je Verdoppelung der CO2-Konzentration ergeben, gehen von nachweislich falschen Annahmen aus.
    Erste falsche Annahme:
    Die Atmosphäre is ein geschlossenes Treibhaus mit einer fester Trennwand nach oben. Die Modelle ignorieren, daß die Moleküle (O2, CO2, H2O) sich chaotisch bewegen, mal nach oben (Wärmeströmung), mal mit dem Niederschlag nach unten.
    Zweite falsche Annahme:
    Die Modelle ignorieren, daß im Treibhaus nicht wegen der Rückstrahlung der IR-Strahlen in Richtung obere Glaswand, und abermalige Rückstrahlung in Richtung Erde wärmer wird, sondern wegen der verhinderter Wärmeströmung. Dies hat Robert Wood, Physik-Professor in Baltimore mit einem einfachen Experiment  1909 bewiesen. Den Versuch hat Ehrenfried Loock, deutscher Chemiker 2008 sehr sorgfältig wiederholt, und ist zum gleichen Ergebnis gekommen. Er hat die Versuche sogar weiterentwickelt, indem er den Kasten mit einer schwarzgefärbten Alufolie bedeckt hat. Nun, der Kasten, wo IR-Strahlen weder ein, noch ausgingen, ist ebenso warm geworden, wie der Kasten mit Glasabdeckung. Übrigens wissen Sie das selbst. Sie würden im Sommer, wenn der Himmel ohne Wolkenbedeckung ist, keine halbe Stunde in Ihrem Wagen aushalten, auch, wenn das Fahrzeug mit einer Alufolie bedeckt wäre.
    Dritte falsche Annahme:
    Die Modelle ignorieren, daß 78 % der aus der Sonne kommenden IR-Strahlung die Atmosphäre passieren. 22 % von ihr werden von der Atmosphäre zurückgehalten. Aber daß der überwiegende Teil die Atmosphäre passiert, beweist, daß es sich in der Atmosphäre keine freien CO2-Moleküle mehr befinden, deren Kapazität für das Umwandeln der IR-Strahlen nicht besetz wäre. Für IR-Strahlen ex Erde sind keine freien CO2-Molekülde da. Kämen nun mehr CO2-Moleküle in die Atmosphäre, würde das bedeuten, daß die von der Atmosphäre zurückgehaltene IR-Strahlung ex Sonne (welche von der CO2-Molekül in Wärme umgewandelt wird) 22 + X % betragen würde. Und dieses Mehr der abgefangenen Energie würde zu 50 % Richtung Weltall, zu 50 % Richtung Erde abgestrahlt. Was zwingend heißt:

    MEHR CO2 IN DER ATMOSPHÄRE BEDEUTET MEHR ABSTRAHLUNG RICHTUNG WELTALL, WENIGER ERDERWÄRMUNG.

    Wetten, daß weder die Star-Klimatologen, noch jemand aus der Mainstreampresse, noch jemand von der IPCC auf diese 3 Punkte eingehen? Weil sie wissen, daß diese Punkte unwiderlegbar sind, daß ihr ganzes Gedankenkonstrukt in Trümmern leigt.

     

     

     

     

    • MEHR CO2 IN DER ATMOSPHÄRE BEDEUTET MEHR ABSTRAHLUNG RICHTUNG WELTALL, WENIGER ERDERWÄRMUNG.

      Da müsste es auf der Venus so was von eiskalt sein, denn bei fast 100% CO2-Atmosphäre muss das ja eine phänomenale Kühlung sein. Die Emmitierung von Strahlung aus angeregten CO2-Molekülen wirkt erst dann als Kühlung, wenn der Abstand zwischen den CO2-Molekülen so groß ist, dass es wahrscheinlicher ist, dass diese Strahlung nicht wieder von benachbarten CO2-Molekülen absobiert wird. Somit ist die Kühlung durch CO2 nicht durch dessen Konzentration in der Atmosphäre bestimmt, sondern durch das Volumen der Atmosphäre, in dem die obengenannte Bedingung erfüllt, anderenfalls verlässt die Energie nicht die Atmosphäre.

      • Lieber Hr. Schubert,

        die obersten Schichten der Venus-Atmosphäre sind genauso dünn wie diejenigen der Erdatmosphäre. Ganz oben erzielen alle Moleküle, die in Richtung Weltall abstrahlen, nur Volltreffer. Diese Strahlung ist weg, sie verlässt das System und kommt nicht zurück. Ihre Erklärung ist nicht konsistent.

        Und liefern Sie bitte eine Erklärung, warum die Venus-Atmosphäre so blendend weiß ist. Soll das etwa vom CO2 kommen? Welche Wechselwirkungen liegen dem zugrunde?

        Mfg

        • …die obersten Schichten der Venus-Atmosphäre sind genauso dünn wie diejenigen der Erdatmosphäre.

          Das ist schon der entscheidente Denkfehler der Fraktion „CO2 kühlt, mehr CO2 kühlt mehr“, der missionarisch verteidigt wird.

          Die Kühlleistung durch CO2 in der Atmosphäre wird dadurch bestimmt, wie viel Strahlung ins Weltall abgegeben wird und das ist von der Dichte des CO2-Anteiles (oder anders ausgedrückt, der mittlere Abstand zwischen 2 CO2-Molekülen) und nicht von der Dichte der Atmosphäre abhängig. Je dichter (näher) die CO2-Moleküle sind, um so wahrscheinlicher ist es, dass der emmittierte Quant von einem CO2-Molekül absorbiert wird, bevor er ins Weltall verschwindet. In der Erdatmosphäre wird in etwa 5 km Höhe ein Abstand von CO2-Molekülen erreicht, der es ermöglicht, dass bei einem mittleren Abstand x y% ins All emmittiert werden kann. Die Erdatmosphäre mit allen Molekülen und 0,04% CO2 hat hier eine bestimmte Dichte. Dieselbe Dichte gibt es auch in der Venunsatmosphäre. Da hier aber 96% CO2 ist, ist der Abstand zwischen 2 CO2-Molekülen noch viel zu gering, damit der Quant ins Weltall verschwindet. Ein emmittierter Quant wird sofort wieder absorbiert, obwohl beide Atmosphären gleich dicht sind. Die Kühlung ist unabhängig davon, wie hoch der CO2-Anteil in der Atmosphäre ist. Verstehen Sie das? Zumindest ist damit populärwissenschaftlich der Zusammenhang erklärt.

          Und liefern Sie bitte eine Erklärung, warum die Venus-Atmosphäre so blendend weiß ist.

          Wolken (sind aber nicht gleichzusetzen mit der Venusatmosphäre), sehen auf der Erde von oben auch strahlend weiß aus. Nur hat die Erde keine geschlossene Wolkendecke.

          Soll das etwa vom CO2 kommen?

          Nein

          Welche Wechselwirkungen liegen dem zugrunde?

          Reflektion von Licht

          • „Die Kühlleistung durch CO2 in der Atmosphäre wird dadurch bestimmt, wie viel Strahlung ins Weltall abgegeben wird und das ist von der Dichte des CO2-Anteiles (oder anders ausgedrückt, der mittlere Abstand zwischen 2 CO2-Molekülen) und nicht von der Dichte der Atmosphäre abhängig. Je dichter (näher) die CO2-Moleküle sind, um so wahrscheinlicher ist es, dass der emmittierte Quant von einem CO2-Molekül absorbiert wird, bevor er ins Weltall verschwindet. In der Erdatmosphäre wird in etwa 5 km Höhe ein Abstand von CO2-Molekülen erreicht, der es ermöglicht, dass bei einem mittleren Abstand x y% ins All emmittiert werden kann. Die Erdatmosphäre mit allen Molekülen und 0,04% CO2 hat hier eine bestimmte Dichte. Dieselbe Dichte gibt es auch in der Venunsatmosphäre. Da hier aber 96% CO2 ist, ist der Abstand zwischen 2 CO2-Molekülen noch viel zu gering, damit der Quant ins Weltall verschwindet. Ein emmittierter Quant wird sofort wieder absorbiert, obwohl beide Atmosphären gleich dicht sind. Die Kühlung ist unabhängig davon, wie hoch der CO2-Anteil in der Atmosphäre ist.“

            Richtig!

            Das Ganze ist von der mittleren freien Weglänge bestimmt. Die Formel „mehr CO2 = mehr Abstrahlung“ stimmt nur so lange bis die mittlere freie Weglänge kürzer als die Atmosphärenhöhe ist.

      • @Dietmar Schubert 3. Dezember 2018 um 9:33     

        „Da müsste es auf der Venus so was von eiskalt sein, denn bei fast 100% CO2-Atmosphäre muss das ja eine phänomenale Kühlung sein.“

        Wenn jemand nicht verstehen will, das 2×2 = 4 ist, dann wird er das nicht verstehen.

        Wenn eine CO2-Molekül durch eine Energieenheit ex IR-Strahlung bestrahlt wird, dann wandelt die CO2-Molekül diese Einheit in Wärmestrahlung um und strahlt in alle Himmelsrichtungen (360°) ab. Da die waagerechten Abstrahlungen sich ausgleichen (Vektorgrößen), bleiben nur die Abstrahlungen nach oben und unten übrig. Das heißt aber zwingend, daß die Hälfte der Energie zurück Richtung Weltall (Sonne) fließt, und nur die andere Hälfte Richtung Erdoberfläche oder meinetwegen Venusoberfläche weiterfließt.
        Klar???
        Es kühlt überhapt nicht, erwärmt bloß weniger.
        Stellen Sie sich mal vor, Sie kommen mit Ihrem Auto an einen Kontrollposten, wo aus jedem Auto mit einer winzigen Schöpfkelle Kraftstoff geschöpft wird. Die Hälfte der Schöpfkelle wird dem Autofahrer zurückgegeben, die andere Hälfte wird in die Richtung zurückgeschickt, aus welcher das Auto gerade kam.  Sie müssen einsehen: Je mehr solche Posten sie treffen, um so mehr Energie wird zur Hälfte weitergeleitet, zur Hälfte zurückgestrahlt.
        Und da es nicht zur Diskussion steht, daß aus dem Weltall mehr Energie in Form von IR-Strahlen in die Atmosphäre kommt, als von der Erdoberfläche, ist es zwingend, daß eine Erhöhung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre die Erde kühlt. Pardon! Nach Ihrer Diktion: weniger erwärmt.
        Es sei denn: die CO2-Moleküle sind intelligent, haben ein Parteibuch, sogar das linksgrüne-rote-schwarze Parteibuch, und wissen, welche IR-Strahlung sie abfangen dürfen, und welche nicht.

        • Lesen Sie meinen Beitrag, der vor Ihrem steht und versuchen Sie ihre Denkfehler zu begreifen.

          Da die waagerechten Abstrahlungen sich ausgleichen (Vektorgrößen),…

          Das müssen Sie erklären, wie kann sich die Energie zweier Quanten, die sich in entgegengesetzte Richtung bewegen, ausgleichen?

          Das heißt aber zwingend, daß die Hälfte der Energie zurück Richtung Weltall (Sonne) fließt, und nur die andere Hälfte Richtung Erdoberfläche oder meinetwegen Venusoberfläche weiterfließt.

          Nochmal, lesen Sie meinen Beitrag und versuchen es zu verstehen! Ohne Ideologie! Das ist Proll-Niveau!

    • Hallo nochmal an alle.

      Hier wird von allen irgendwie vergessen das es, vor allem in der unteren dichten Atmosphäre (bis mindestens 3Tsd Meter) das die IR- Strahlung eine absulut untergeordnete Rolle spielt was den Transport von Wärmeenergie angeht.

      Auch von irgendwo „gesättigten “ CO2 Molekülen zu sprechen ist absurd.

      In der unteren Atmosphäre liegen die Teilchen so eng beieinander das fast die komplette Wärmeenergie über molekularen Stoß übertragen wird also auch an die hauptbestandteile der Luft,  den inerten Gasen, welche nicht strahlungsaktiv sind, aber ansonsten die allgemeinen Eigenschaften von Gasen haben,  sich ausdehnen,  leichter werden und die Konvention antreiben und so die Energie in höhere Schichten gelangt. Das abnehmen der messbaren Temperatur liegt hier nur am sich ändernden Materie/ Volumen Verhältnisses.

      Auch hier nur den Wasserdampf anzuführen ist schlicht falsch. Wasserdampf ist ja auch nur in breiteren Banden aktiv.

      Das was die natürlichen Schwankungen ausmacht ist schlichtweg keines der „in Berechnungen malträtierten Gase “ sondern eine Flüssigkeit,  kleine wassertröpfchen zu sehen in Wolken welche wir nicht verstehen und auch kein 0/1/0 System je erfassen könnte, aktiv im kompletten Spektrum des IR bei unterschiedlichsten Bedingungen der Aufnahme und  Abgabe von Wärme je nach dichte der Atmosphäre mehr über schubsen (molekularer Stoß) oder zwinkern (Strahlung)

      Und das kann niemand auch in einem noch so komplizierten Modell ansatzweise nachahmen

      Mit freundlichen Grüßen Christian Möser Zimmerer

    • @ Balint Josef: Weil der ganze Klimazirkus auch keiner Forschung dient, sondern, und da bin ich mir spätestens seit dem Migrationspaktschwachsinn sicher, einem Versuch, einen Weltsozialismus einzuführen.

  9. Guten Abend,

    erschreckend ist dann nur das die Fachleute aus den Fachausschüssen, (den Begriff Ausschuss kann man hier auch treffender deuten) dann wider besseren Wissens (eher Unwissen weil hier die synapsen beim Ausschuß nicht funken) für all die Maßnahmen in verschärftem Tempo stimmen werden und Volksvermögen verbrennen.

    Sehr gut fand ich im Video die Aussage als es zu bunt wurde: „…es ist mir egal wenn 97% der Wissenschaftler glauben die Erde wäre eine Scheibe…“ Verstanden wird ihn aus den Ausschüssen wohl niemand, da das wohl eine Anspielung auf die Berechnungsgrundlage des Treibhauseffektes war.

    Ich finde hier bei der ganzen mittlerei interessanter, daß man die Sonne 24h glimmen lässt.

    Allseits dann noch einen schönen Adventsabend!

  10. Ich kann die Ausführungen von Prof. Dr. Nir Shaviv nur bestätigen. Auch möchte ich auf den Vortrag von Prof. Dr. Stefan Kröpelin verweisen. Wir kommen aus dem gleichen Institut. Die Geomorphologen des Institutes für Physische Geographie betrieben viele Jahre in Bardei im Tibesti-Gebirge in einem ehemaligen französischen Fort ganzjährig eine Forschungsstation.

    In der Serir Calanscio der Sahara wurden damals von Prof. Pachur Flußpferdknochen gefunden und von Prof. Geyh (Hannover) auf 6000 Jahre datiert.  Damals war die Sahara „grün“ und es gab Elefanten, Flußpferde und Löwen. Die Vertreter der anthropogenen globalen Erwärmung (Universaldilettanten, Vertreter der hypothesentreuen Datenverarbeitung, die die Literatur nicht kennen) haben ein Problem, diese Tatsachen zu deuten. Wenn es denn Menschen gewesen sein sollten, die damals das Klima verändert haben, dann waren es die Könige von Theben, die im SUV (nicht Suff) ohne Kat in die Steppe gefahren sind.

  11. Das ist „Perlen vor die Säue“ geschmissen! Dennoch: hervorragend, was Prof. Shaviv in der, man muß schon sagen, unverschämt kurzen Zeit, zusammengefasst vorgetragen hat. Hat denn diese von uns nur partiell gewählte, aber insgesamt zu bezahlende Gruppe von Menschen mit einer solch großen Macht nicht mehr an Zeit zur Behandlung, dieses sehr kostbaren,  ääähh kostenträchtigen Themas? Nun, für den ESM hatten sie sich noch weniger Zeit genommen: Vorlage kurz und knackig abgenickt. Reicht für die Reichen.

    Da diese Leute wie Krischer et al., abgebrochener Bio-Student (stammt von diesen abgebrochenen Akamikern das Kürzel „Bio“), nur das lesen, was sie ideologisch vorgeprägt lesen müssen, alles andere ist doch Mist, Dreck, Schrott, das sind doch keine ausgewiesenen Wissenschaftler wie Schellnhuber und die anderen 97%, so nimmt es auch nicht Wunder, daß sie z.B. bei den Stickoxyden sich munter zu Lasten der Deutschen, die langmütig ihrer Enteignung/Entwertung entgegensehen: Jaa, die da oben, die wissen es doch…., in der Dimension vergreifen! 400 ppm ist für solche Typen sicher 400 %.

  12. „Die einfache Tatsache lautet: es gibt keinen einzigen noch so kleinen Beweis dafür, dass eine gegebene Zunahme von CO2eine große Zunahme der Temperatur zur Folge hat.“

    Doch. Siehe das PETM. Das Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum (PETM) vor etwa 55,5 Millionen Jahren war eine nach geologischen Maßstäben sehr kurze, aber extreme Erwärmungsphase, deren Dauer je nach wissenschaftlicher Analyse auf 170.000 bis 200.000 Jahre veranschlagt wird. Einen schnellen CO2-Anstieg gab es z.B. vor ungefähr 50 bis 55 Millionen Jahren im Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum (PETM) und sog. Eozän-Optimum. Wright et al. (2013) kommen auf 3.000 Gigatonnen Kohlenstoff in 13 Jahren für diese Zeit (PETM) und 5°C Temperaturanstieg.

    Zudem kann man leicht berechnen, dass CO2-Verdopplung einen Temperaturanstieg von 1°C zur Folge hat. Schwarzschild hat bereits 1906 dazu die Gleichung geliefert, die heute noch in der Fernerkunden von Spurengasen per Satelliten und Bodenstation zum Einsatz kommt.

    Da hat sich Shaviv leider zu weit aus dem Fenster gelehnt. Den Bundestagsabgeordneten dürfte übrigens egal sein, ob CO2-Verdopplung nun 1°C Erwärmung bringt, oder 5-6°C. Solange es sich irgendwie auf das Klima auswirkt, auch nur in Mikrodosen wird man Veranlassung zum Handeln sehen und damit Ausgaben in Billionenhöhe rechtfertigen. Schon wegen „Klimagerechtigkeit“.

    • Lieber Herr Krueger,

      folgt man Ihren Angaben, dann fand der Anstieg der CO2-Konzentration nach der Erwaermungsphase statt.

      In seiner Arbeit „The phase relations among atmospheric CO2 content, temperature and global ice volume over the past 420 ka“ von 2001, fasste Manfred Muddelsee seine Ergebnisse folgendermassen zusammen:

      The phase relations (leads/lags) among atmospheric CO2 content, temperature and global ice volume are key to understanding the causes of glacial – interglacial (G – IG) climate transitions. Comparing the CO2 record with other proxy variables from the Vostok ice core and stacked marine oxygen isotope records, allows the phase relations among these variables, over the last four G – IG cycles, to be estimated. Lagged, generalized least-squares regression provides an efficient and precise technique for this estimation. Bootstrap resampling allows account to be taken of measurement and timescale errors. Over the full 420 ka of the Vostok record, CO2 variations lag behind atmospheric temperature changes in the Southern Hemisphere by 1.3 +/- 1.0 ka, and lead over global ice-volume variations by 2.7 +/- 1.3 ka. However, significant short-term changes in the lag of CO2 relative to temperature, subsequent to Terminations II and III, are also detected.

      Und wenn man sich die Konzentrationsverlaeufe von CO2, CH4 und N2O in der Atmosphaere waehrend der vergangenen 2000 Jahre anschaut, wie sie im 4. Bericht der WGI zum IPCC von 2007 veranschaulicht sind (siehe https://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/wg1/en/faq-2-1-figure-1.html), dann kann man erkennen, dass die Konzentrationen dieser Gase bis Ende der Kleinen Eiszeit nahezu konstant waren. Es gab allerdings zwei ausgepraegte Phasen eines Klimawandels insbesondere auf der Nordhemisphaere, naemlich die Mittelalterliche Warmzeit und die bereits erwaehnte Kleine Eiszeit. Entweder sind diese Konzentrationsverlaeufe nicht belastbar, was bedeutet, dass nur spekuliert wird. Oder es ist an der Zeit anzuerkennen, dass solche Klimawandel-Phasen ganz andere Ursachen haben, die wir nicht kennen.

      Auf der mikroskopischen Skala sind die Absorption und die Emission von Lichtquanten durch die Molekuele der optisch aktiven Gase reversibel.

      Ich teile uebrigens Shaviv’s Aussage, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis fuer die Beeinflussung irgend eines Klimas durch die CO2-Konzentration in der Atmosphaere gibt. Eine physikalische Abhaengigkeit der globalen Mitteltemperatur von der atmosphaerischen CO2-Konzentration existiertiert garantiert nicht, denn diese globale Mitteltemperatur ist fuer die Energetik der Atmosphaere bedeutungslos. Die kann sogar variieren, ohne dass sich der Energiegehalt der Atmosphaere aendert.

      MfG

      • @Kramm

        Das PETM war vor 55 Mio. Jahren. Der Vostock-Eiskern reicht keine 1 Mio. Jahre zurück. Während des PETM wurden gigantische Mengen an Kohlenstoff in geologisch kurzer Zeit ausgestoßen. Das ist durch Sedimentkerne aus den Ozeanen gut belegt. Es zeichnet sich eine scharfe Grenzschicht in den Sedimenten ab, die durch die „Versauerung“ der Ozeane hervorgerufen wurde. Die Karbonatstabilitätzszone hat sich deutlich nach oben verschoben. Der Kohlenstoff kam vermutlich aus geotecktonischen Aktivitäten und Methanhydraten. Im PETM stiegt gleichzeitig die Temperatur um einige Grad an. Dieser Zusammenhang ist gut belegt. Genau wie die Tatsache, dass CO2-Verdopplung 1°C Temperaturerhöhung bringt. Schwarzschild hatte 1906 seine Gleichung für den Strahlungstransfer veröffentlicht. Diese geht heute noch in den Strahlungstransferberechnungen in der Fernerkundung der Atmosphäre und Spurengaskonzentrationen ein. Das wissen Sie aber besser als ich. MfG Michael Krüger

      • Sehr geehrter Herr Kramm,

        wenn ich auch immer wieder bewundere, mit welcher Engelsgeduld Sie versuchen, pseudowissenschaftlichen Argumenten entgegenzutreten – halten Sie sich bitte bei Herrn Krüger zurück. Diesem Herrn Krüger ist es maßgeblich zu verdanken, dass der „Science Skeptical Blog“ innerhalb weniger Monate vom m.E. besten Blog bzgl. Energiewende (mit tollen Beiträgen z.B. von Herrn Keil und interessanter anschließender Diskussion) zu einem reinen Schmarrn verkommen ist. Es hat sich dort gezeigt, dass Herr Krüger nicht einmal ansatzweise bereit ist, eine Diskussion zu führen. Zur Bestätigung seiner kruden Ansichten ist ihm kein Strohmanargument und keine ad-hominem-Attake zu blöd. Er postet extrem häufig so lange immer wieder das Gleiche, bis jede Diskussion abgestorben ist.

        Achten wir darauf, dass Herr Krüger sein Werk auf EIKE nicht fortsetzen kann:

        xxxxxx

        MfG

    • Wenn ein Kommentar falsch platziert wird, kann es zu Unstimmigkeiten kommen.
      Noch einmal: Herr Krüger, was schreiben Sie da?
      Immer wenn über alles (mehrfach) geschrieben wurde, kommt einer wie Sie und fängt wieder von vorne an. Bringen Sie bitte etwas Neues!

      • Ich bin Rentner, vormals Journalist, und interessiere mich für die Klimadebatte seit Jahrzehnten. Deshalb habe ich auch die Anhörung im Umweltausschuss besucht und erlebt, was ich erwartete: viel Dummheit und Voreingenommenheit seitens der meisten Abgeordneten der etablierten Parteien, besonders von den Linken und der SPD. Die sind für mich nicht mehr wählbar. Ich habe früher vor allem über Wissenschaft und Technik berichtet und sehr viele Professoren kennengelernt. So ein  dreister Typ wie Levermann vom PIK war nicht darunter. Es gibt außer der vermeintlichen Klimawissenschaft keinen anderen Zweig, wo ein Forscher die Leistung eines anderen (Shaviv) mit „alles Quatsch“ abwerten würde. In allen anderen Fachbereichen hört man sich zu und schätzt andere Meinungen. Zweifel sind dort so etwas wie eine Triebkraft. Ich habe mein halbes Berufsleben in der DDR, die andere Hälfte in der BRD absolviert. Die IPCC-gemachte „Klimawissenschaft“ weist extreme Ähnlichkeit mit den Gesellschaftswissenschaften auf, wie sie zu sozialistischen Zeiten verbreitet wurden. Deren Dogmen durfte offiziell nicht widersprochen werden. „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“ (Zitat Erich Honecker) Insofern sind die Zamperonis von den Tagesthemen gute Dogmatiker. Zu beachten ist das System, in dem das heute alles abläuft. Da gibt es den auf Krawall und Katastrophe gebügelten Boulevardjournalismus. Viel schlimmer sind aber die vermeintlich seriösen Redakteure von der Politiksparte. Sie sind mit der Politikerkaste in Regierung und Bundestag eng verbandelt. Das müssen sie sein, sonst kommen sie nicht an Informationen, sonst werden sie bei Regierungsflügen und anderen Terminen nicht berücksichtigt, bekommen keine Interviews. (Ich habe selber mal Umweltminister Töpfer in so einem Pulk begleitet.) Unverantwortliche Wissenschaftler streuen  reißerische Halbwahrheiten an die Medien aus, dafür werden sie von diesen geradezu liebevoll unkritisch behandelt. In der Folge, durch tausendfaches Wiederholen, entsteht eine „Volksmeinung“, die wiederum Druck auf die Politiker macht. Von denen will jeder ein Weltretter sein, das bringt Wählerstimmen. So schaukelt sich das System hoch.

        Das Dümmste, was ich beim Umweltausschuss hörte, war ein Vergleich von Levermann. Wenn Grönland im Mittelalter eisfrei gewesen sei, so sei es doch Quatsch, dies als Beleg dafür zu nehmen, dass am heutigen Klimawandel (gibt es ihn?) nicht der Mensch schuld sei. Denn wenn einer in seiner Kindheit Milch getrunken habe, beweise das doch auch nicht, dass er heute keine Drogen nehme.

        Hoch lebe die „Wissenschaft“ am PIK.

         

        Dr. Rolf Bartonek, Berlin

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