Cui bono – Wem nutzt das Märchen vom menschgemachten Klimawandel und warum?

Dieses Kohlendioxid, nur mit winzigen 0,04 Vol % in der Atmosphäre enthalten, entsteht aber bei jeder Verbrennung.  Es ist chemisch fast völlig inaktiv (für die Photosynthese braucht es viel Energie, die die Sonne liefert), ist also zu chemischen Reaktionen so gut wie nicht in der Lage, wie es bspw. hochwirksame Gifte können, die in kleinsten Mengen wirken,

Auch bei der Atmung und fast sämtliche Energiewandlungsprozesse entsteht CO2. Je besser die Verbrennung, desto mehr CO2 wird produziert. Da es zudem grenzüberschreitend entsteht und verteilt wird, verlangt eine dem CO2 zugeschriebene schon morgen drohende künstlich erzeugte und am Leben erhaltene künftige Menschheitskatastrophe, unverzüglich umfangreiche, härteste, vor allem aber grenzüberschreitende Maßnahmen. Damit wird ein immenser medial-politischer Druck erzeugt, sofort und blind zu handeln. Bedächtiges Abwarten um die Fakten überhaupt zu klären wird und als hochgefährlich und damit als Ketzertum gebrandmarkt.

Aus dieser Erkenntnis leiten nationale, wie internationale Bürokratien, Behörden, Großspekulanten und die Politik die unglaubliche Chance ab, den betroffenen Bürgern ihrer Länder, teuerste Transformationen aufzuerlegen. Natürlich nur dort wo es etwas zu holen gibt. Also bei den Bürgern der entwickelten Länder.

Eine künstlich erzeugte Krise wird national wie international genutzt, um zu mehr Macht, mehr Einfluss und damit auch mehr Geld zu gelangen. Und das schönste dabei ist, solange die Bürger an dieses Märchen – neudeutsch „Narrativ“ genannt- glauben, machen sie dabei sogar freiwillig mit. Die meisten jedenfalls. Und wer nicht mitmacht, wird durch Diffamierung geächtet, also ausgegrenzt.

Dazu braucht es auch keinen Masterplan oder eine Verschwörung, da die Vorteile für die Spieler in diesem Spiel so groß und die Risiken für sie selbst so gering sind, dass sich sie völlig ungeplant, aber hoch motiviert und koordiniert in Selbstorganisation die entsprechenden Gremien, Bürokratien (u.a. auch die Kirchen), Politbüros, NGO`s etc. schaffen.

Videoausschnitt aus dem Interview von RT Deutsch „“Klimaschutz ist eine absurde Idee““ durch Frau Jasmin Kosubeck am 8.6.2017 Hier das vollständige Interview mit derzeit über 310.000 Klicks

Einige Motive der Initiatoren dieses Märchens

1972 Club of Rome, (Quelle King & Schneider, 1991)„Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns vereint, kamen wir auf die Idee, dass sich dazu die Umweltverschmutzung, die Gefahr globaler Erwärmung, Wasserknappheit, Hunger und dergleichen gut eignen würden…. Alle diese Gefahren werden durch menschliches Eingreifen verursacht… Der wirkliche Feind wäre dann die Menschheit selbst….“ 

Maurice Strong, erster UNEP=Direktor, Organisator der Rio=Konferenz und Chefberater Kofi Annan, „Besteht nicht die einzige Hoffnung für diesen Planeten in dem Zusammenbruch der Industriellen Zivilisation? Liegt es nicht in unserer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass dieser Zusammenbruch eintritt?“ (Gipfelkonferenz der UN in Rio)

im Juni 1992

Dr.Edenhofer  Vizechef des Potsdam Instituts für Klimaforschungsfolgen (PIK) und Vizechef des

IPCC Ottmar Edenhofer

Neue Zürcher Zeitung (NZZ) Interview mit Bernd Pötter

 „Wir verteilen durch die Klimapolitik defacto das Weltvermögen um“

http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/klimapolitik=verteilt=das=weltvermoegen=neu=1.8373227

und

Klimavorschriften: „Sie sollen rentablen Technologien Klötze ans Bein binden, neuen grünen Technologien uneinholbare Vorteile verschaffen.“

Heft „et“ – Energiewirtschaftliche Tagesfragen 5

 

Christiana Figueres UNFCC Chefin amJan. 22, 2014.

„This is the first time in the history of mankind that we are setting ourselves the task of intentionally, within a defined period of time, to change the economic development model that has been reigning for at least 150 years, since the Industrial Revolution,“ she said.

„This is probably the most difficult task we have ever given ourselves, which is to intentionally transform the economic development model for the first time in humanhistory.“

Rajendra Pachauri Ex IPCC Chef (bis 2015) Nature vom 19.12.2007(damals schon!) zitiert:

„Ich werde mich nicht zurücklehnen, bis ich in jedem möglichen Forum die Notwendigkeit zum Ausdruck gebracht habe, dass wir grundlegende strukturelle Änderungen hinsichtlich des wirtschaftlichen Wachstums und der Entwicklung vornehmen müssen. Das ist es, worum es

wirklich geht. Die Klimaänderung ist lediglich ein Teil davon.“

Naomi Klein: kanadische Journalistin, Globalisierungskritikerin und politische Aktivistin. Aus Principia Scientific International

Die Päpstliche Beraterin Naomi Klein räumt in ihrer viel beworbenen Schrift ein, dass es bei der ,Globalen Erwärmung‘ ausschließlich um Antikapitalismus geht – und dass sie nichts mit Wissenschaft zu tun hat.http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/naomi-klein-beim-vom-menschen-verursachten-klimawandel-geht-es-nicht-um-wissenschaft/




Energie­kompetenz in Bayern: Sonne und Wind stellen keine Rechnung

Umweltminister*innen bereiten sich immer lange vorher auf ihren Job vor

Inzwischen ist es zur Regel geworden, dass wenn ein Öko-gläubigster Lokalredakteuer*in (hier: Ausbildung Journalist, vorwiegend politische Berichterstattungen) den ideenreichen Vorstellungen eines politisch Verantwortlichen lauscht, man sich nur noch wundert, was beide den Bürgern dann als Sachkompetenz und investigativen Journalismus zu „verkaufen“ vermögen.

Der neue, bayerische Umweltminister ist kaum im Amt und schon weiß er zu erklären: Er hätte schon längst die Welt gerettet, wäre er schon früher zu einem entsprechend einflussreichen Posten gekommen.
Und nun hat eine der unvorhersehbaren Tsunamiwellen der Geschichte seine Provinzpartei in den Himmel gehoben und der entsprechende Posten ist auf einmal da. Klar, dass jetzt die Arbeit beginnt, welche schon lange auf die richtige Person an den Schalthebeln zur Lenkung der Ökogeschichte gewartet hat. Und welche es sind, verkündete der Minister im Interview:

Der Minister kennt die wahren Kosten

[1] (Umweltminister Glauber:) „Die Energiewende war mit ein Grund, warum ich in die Landespolitik gegangen bin. Denn Wind und Sonne stellen keine Rechnung“ …
Es stellt sich nur die Frage: Wer stellt die Rechnungen dann und warum [3]? Auf die Idee, nachzufragen, warum Deutschland trotzdem inwischen den höchsten Privatkunden-Strompreis in Europa – mit weiter, ausschließlich steigender Tendenz – hat, kam der Interviewer nicht.

Bayern hat die Kraftwerke, welche Strom in Sekunden regeln können und intelligent sind

[1] (Umweltminister Glauber:) … Es wird immer der Eindruck erweckt, mit dem Abschalten des letzten Atomkraftwerkes gingen in Bayern die Lichter aus, wenn es die beiden Trassen nicht geben sollte. Für mich greift dieses Argument nicht mehr“ … „Wir haben in Bayern eine ganze Reihe moderner Kraftwerke, die ihre Leistung binnen Sekunden regeln können … darauf können wir aufbauen. Wir müssen beides vorantreiben – den Bau intelligenter Kraftwerke – und den Ausbau erneuerbarer Energien“
„Intelligent“ ist heutzutage das alles (er)lösende Zauberwort. Früher musste man bei Problemen noch den berüchtigten „Arbeitskreis“ gründen, heute reicht es, etwas einfach nur „intelligent“ zu machen. Man braucht angeblich nur ausreichend zu „schulen“: Das Netz, die Zähler, die Umspannstationen, die Leitungen, die Speicher, die Einspeisung, den Verbrauch, die vorbereiteten Zwangsabschaltungen …
Bezogen auf das Interview fehlt dazu die Nachfrage: Was war an den bisherigen Kraftwerken nicht „intelligent“? Wahrscheinlich meint der Minister als „die intelligenten“, die wegen zu hoher Kosten in Bayern wieder abeschalteten Gaskraftwerke. Diese wieder hochzufahren und weitere zu errichten, ist allerdings keinesfalls intelligent, sondern erst einmal nur teuer. Intelligent – im Sinne einer „Milchmädchenrechnung“ – ist nur das Eingeständnis, dass die Zwangsabschaltung der konventionellen Grundlastkraftwerke auch in Bayern, den vollständigen Neuaufbau solcher erfordert, wofür ideologiebedingt, ausschließlich teuer mit Gas betriebene in Frage kommen.

Der Akku im Keller soll zum Ausrüstungsstandard werden

[1] (Umweltminister Glauber:) „Wir suchen gerade wieder nach Wegen, wie wir die Photovoltaik wieder voranbringen können. … Die Bauherren sollen dieses Geld (Anmerkung: anstelle in unsinnige Gebäudeisolation zu steckendes) lieber in eine Solaranlage auf dem Dach und einem Energiespeicher im Keller investieren“ …
Im ganzen Interview wird nicht mit einer Silbe über wirkliche Kosten gesprochen. Selbstverständlich kann man seinen Strombedarf im Keller zwischenspeichern (sofern man einen dafür hat). Nur rechnet sich das wegen der immensen Kosten ausreichend großer Akkuspeicher derzeit nicht [4]. Es war beim bisherigen, bewährten Versorgungssystem auch vollkommen unnötig, sogar unsinnig.
Die Politik arbeitet jedoch mit Nachdruck daran, dies zu ändern, indem die Energiesicherheit abgeschafft wird [5] und gleichzeitig die Stromkosten so in die Höhe getrieben werden, dass sich der eigene Speicher im Keller (zur eigenen Solarnalage) dann doch irgendwann lohnt.

Die lokalen Versorger sollen noch mehr Macht (über ihre Kunden) bekommen

[1] Frage des Interviewers: „Die kommunalen Enrergieversorger beziehen sie mit ein?“
Umweltminister Glauber: „ Absolut. Sie waren mal ganz vorne dabei. Aber dann hat die Politik sie aus dem Spiel genommen. Wir wollen sie zurückholen“ …
Dem Minister scheint entgangen zu sein, dass lokale Versorger beileibe nicht „aus dem Spiel sind“, sondern ihres längst gekonnt durchziehen und zwar gegen ihre eigenen Kunden [6]. Wenn sich diese dann beschweren, machen sie allerdings die Politk dafür verantwortlich [7].

Er wird mit seinen Ideen zur lokalen Versorgung (Inselnetze und Bürgerspeicher) bei lokalen Versorgern allerdings offene Türen einrennen. Denn diese haben solche Ideen längst als zusätzliches Geschäftsfeld erkannt und beginnen es auszubauen, wobei sie auch vor vollkommen unseriösen Kostenangaben nicht zurückschrecken [8].

Windräder dort hinstellen, wo noch keine sind

[1] (Umweltminister Glauber:) … „Einer der großen Fehler war, dass wir dort weitere Windkrafträdr gebaut haben, wo ohnehin schon Anlagen standen. Das ist der falsche Ansatz, Das schafft keine Akzeptaz, Wir sollten uns jetzt auf den Bürger konzentrieren“ ...
Es stellt sich die Frage, ob der Minister schon einmal überlegt hat, warum sich Windkraftanlagen auf bestimmten Gebieten – zum Beipiel Höhenrücken – konzentrieren. Sie aus optischen Gründen stattdessen nun in die Landschaft zu verteilen und es noch dazu als „pfiffige Idee“ zu verkaufen, kommt dem Begriff Schildbürgerstreich recht nahe.
Sicher meint Herr Glauber damit aber auch, dass die 10 H Abstandsregel – dank deren Herr Seehofer Bayern vor den schlimmsten Landschaftsverschandelungen, wie sie in Deutschlands Norden hemmungslos mit teils katastrophalen Auswirkungen bereits vollzogen wurde bisher bewahrt hat -, abgeschafft gehört.
Da sich Ältere nicht so leicht übertölpeln lassen, muss man bei den Jungen beginnen. Wenn diese eine ursprüngliche Landschaft gar nicht mehr kennenen und ensprechend „informiert“, heißt indoktriniert sind, glauben die auch, dass „Windspargel“ auch in Bayern wie die Bäume zur Natur gehören, die dann Klimalandschaft heißt:
[1] (Umweltminister Glauber:) … „Wenn ein Kind heute ein Windkraftrad sieht, das seine Gemeinde mit Strom versorgt, wird es das später nicht für einen optischen Makel halten. Wenn wir die Nachhaltigkeit solcher Projekte vermitteln, wird die Akzeptanz steigen“

Klimaschutz erfordert Ökoenergie

[1] (Umweltminister Glauber:) … „Der Koalitionsvertrag velangt eine sichere Stromvesorgung. Er lässt aber Platz dafür, dass wir da Thema neu denken und den Klimaschutz ernst nehmen. Das geht nicht anders als über erneuerbare Energien“ …
Auch Herr Glauber ist also ein Öko-Gläubiger. Scheinbar hat auch er noch nie nachgerechnet, oder wenigstens nachgesehen, wie wenig solche Maßnahmen wirklich am Klima verändern, sofern sie überhaupt etwas daran verändern [9]. Aktuelle Information zum CO2-Forcing scheint auch an ihm vollkommen vorbeigegangen zu sein [10].

Fazit

Entwederist der Minister in der falschen Partei, oder die Freien Wähler Bayerns entwickeln sich zu den „NEUEN GRÜNEN“. An Faktenignoranz und Unkenntnis über das ihm zugefallene Sachthema kann er mit den Protagonisten dieser Partei schon locker mithalten.
Man kann es aber entschuldigen: Seine (Vor-)Vorgängerin von der CSU (und die CSU selbst [11]) waren in dieser Hinsicht um keinen Deut vernünftiger oder fachlich klüger [12]. Wobei die hier kurz dargestellten Überzeugungen des (schon älteren) Autors heute ja gar nicht mehr als vernünftig gelten. Die Jugend erfährt (und glaubt) darüber ganz neue Erkenntnisse:
EIKE 26.03.2017: Wie geil ist das denn, wir können Energie erzeugen, ohne die Landschaft kaputt zu machen
EIKE 06.01.2017: Weil wir erneuerbare Energie besser nutzten, ist zum Ende des Jahrhunderts Energie im Überfluss vorhanden

Resignation

Die jährliche Klimakonferenz steht vor der Türe und es beginnt wieder das gleiche Spiel wie jedes Jahr: Die Politik übertrumpft sich gegenseiti beim Klimaretten. Wie um zu zeigen, wie schnell angeblich unverbindliche Vereinbarungen (wie der UN-Migrationspakt) zum dann auf einmal doch ganz wichtigen Universalgesetz werden (wie der unverbindliche Klimavertrag) will die GRÜN unterwanderte EU-Zentrale vorschreiben.
Meldung der EU-Kommission. SHZ, dpa-Meldung, 28. November 2018: WIRTSCHAFT OHNE TREIBHAUSGASE: EU-Kommission verlangt völlige Abkehr von Öl, Kohle und Gas
Mit der Veröffentlichung der Strategie will die Kommission wenige Tage vor der Weltklimakonferenz in Kattowitz ein Signal setzen
Brüssel  Im Kampf gegen den Klimawandel fordert die EU-Kommission eine Wirtschaft ohne Treibhausgase binnen 30 Jahren. „Heute schlagen wir eine Strategie vor, damit Europa als erste Volkswirtschaft der Welt bis 2050 klimaneutral wird“, erklärte EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete am Mittwoch in Brüssel.
Gemeint ist eine völlige Abkehr von Öl, Kohle und Gas in der Wirtschaft, der Energieversorgung und im Verkehr bis zur Mitte des Jahrhunderts. Zudem müssten andere Quellen für Klimagase gestopft und auch Kohlendioxid aus der Luft abgeschöpft werden, etwa durch Aufforstung von Wäldern. „Wir können es schaffen, und wenn wir Erfolg haben, werden andere folgen“, meinte Arias Cañete.

Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu wissen, welcher der EU-Staaten die Vorgaben dann mindestens zu 110 % einhalten wird.
Der Bayerische Umweltminister (und viele andere in Deutschland) wird dann ebenfalls dumm aus der Röhre schauen: Die gerade erst mit viel Geld neu aufgebaute GAS-Kraftwerks-Infrastruktur ist dann ebenfalls verboten. Öko-„Fachpersonen“ werden einwenden: Das ist dann ja konvertiertes Gas aus Wind und Sonne. Es mag dann notgedrungen so sein: Dann kostet die kWh aber zu heutigem Preis zwischen 0,5 … 1 EUR/kWh [13], zuzüglich der Inflationsrate bis dorthin. Auch hier bleibt es dabei, dass die fehlenden Rechnungen von Sonne und Wind andere stellen.

Auch trifft es dann die privaten Häuslebesitzer (und viele andere): Öl- und Gasheizungen sind dann natürlich auch verboten. Wenn vielleicht nicht ganz, so zumindest mit immensen Zusatzkosten – beispielsweise für CO2-Zertifikate – belastet. Aber um die Welt vor dem Klima zu retten (welches ausschließlich in von Menschen programmierten Simulationen „untergeht“) und eher bald mit dem Beginn der überfälligen, nächsten Eiszeit droht [14]. ist unseren Politikern wirklich nichts zu teuer.

Zudem: Die Untertanen wollen es doch auch. Zumindest wissen das welche, die angeben, der Völker Stimmen zu vertreten:
SHZ, dpa-Meldung: … Klimaschützer des Climate Action Networks, von Greenpeace und WWF hatten die Kommission schon zu Wochenbeginn zu einer ehrgeizigen Strategie gedrängt. Sie halten allerdings einen noch schnelleren Umbau der Wirtschaft für nötig: Klimaneutralität schon bis 2044.
Auch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen mahnte erst am Dienstag zu raschem Handeln und betonte: „Deutschland und Europa könnten hier Führungsstärke zeigen“.

Quellen

[1] Lokalausgabe der Nordbayerischen Nachrichten, 24. November 2018: Wir wollen die Photovoltaik wieder voranbringen

[2] EIKE 10.05.2018: Es ist ja so, dass Strom künftig kostenlos zur Verfügung stehen wird …

[3] EIKE 25. 11 2017: Der Beginn der Offenbarung – Das EEG wird 2 Billionen EUR kosten (erst mal als Anfangsbudget)

[4] EIKE 18.05.2017: Rechnerisch lohnt sich die solare Eigenversorgung nicht – so lange unser Versorgungsnetz stabil ist. Doch das wird sich ja ändern

[5] EIKE 02.11.2016: Verwundert, weil ihr Stadtteil dank EEG zeitweise keinen Strom bekommt? Auf unserer Homepage wurde doch darüber informiert!

[6] EIKE 30.11.2016: Ökostrom verschieben zur Lösung der EEG-Blockade Ein lokaler Versorger ist innovativ und löst das Speicherproblem – Koste es was es wolle

[7] EIKE 22.11.2016: Energieversorger helfen ihren Kunden gegen teuren EEG-Strom! Aktion lokaler Versorger in Bayern: Energiewende bezahlbar

[8] EIKE 15.06.2017: Fake News: Diesmal Klimaretter und Stadtwerke: Die Stromspeicherung kostet vielleicht ein oder zwei Cent

[9] EIKE 29.04.2017: CO2 neutral in die Zukunft der Armut zurück segeln

[10] Novo Argumente 09.05.2018: Klima, Konsens, Kohlenstoffdioxid

[11] EIKE 05.10.2015: Das Positionspapier des CSU Arbeitskreises Energiewende Keine Vernunft mehr, nirgendwo

[12] EIKE 21.11.2015: Die bayerische Umweltministerin Frau Scharf: Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu. Doch stimmt das wirklich?




Die Signale der nächsten Blackouts: Ruhiges Wetter & Sonnenuntergang sorgen für erneuerbares Chaos in Australien

Im vergangenen Sommer kam es in Südaustralien, Victoria und New South Wales zu Stromausfällen. Energiehungrige Unternehmen wie Aluminiumhütten und sogar Krankenhäuser wurden an Tagen und Nächten, in denen die Temperaturen steigen und die Windleistung sinkt, zum Stillstand gebracht:  Australien schließt Kohlekraftwerke:  Krankenhäuser werden gezwungen, den Stromverbrauch zu reduzieren, bei in die Höhe schießenden Energiepreisen

In diesem Sommer wird die Motivation zum Holzkohlegrill buchstäblich eine weitere Runde des sogenannten „Bedarfs-Managements“ sein: Energierationierung, ein wesentlicher Bestandteil des lächerlichen Versuchs Australiens, mit Sonnenschein und Wind zu überleben. Wenn es nicht tödlich ernst wäre [Vorbild: DISASTER MANAGEMENT IN GERMANY], wäre es fast komisch.

STT legte, vor etwa einer Woche, den Finger auf die Wunde – Die Hölle in den Sommerferien: Stromverbraucher erleben steigende Kosten, wenn der Wind nicht weht  – Denn in Australien sind Klimaanlagen sehr verbreitet. Hier die Überlegungen von  JoNova, die sich mit demselben Thema befasst.

 

Südaustralien und Victoria sind in diesem Sommer von Stromausfällen bedroht.
Jo Nova, 18. November 2018

Sogar der australische Energielieferant   AEMO warnt vor Stromausfällen,  da die Wettervorhersage  heiße, trockene Bedingungen ankündigt. El Nino ist auf dem Weg und ich höre Gerüchte, dass die Wasserstände in unseren Talsperren nicht besonders sind (Snowy Hydro Dam).

 

In diesem Sommer wird es Stromausfälle geben, wenn nichts getan wird, warnt der AEMO-Bericht

Stephanie Dalzell, ABC News

In Victoria und Südaustralien besteht in diesem Sommer ein hohes Risiko für erzwungene Stromausfälle, wenn nach dem jüngsten Bericht des australischen Energiemarktbetreibers (AEMO) keine Maßnahmen ergriffen werden.

Nicht genügend elektrische Energie? Schmeißen Sie eine weitere Million Dollar in den Ofen:

Um dies zu verhindern, hat der AEMO Notstromreserven angeschafft, die dem Markt normalerweise nicht zur Verfügung stehen und nur eingesetzt werden, wenn das Angebot nicht mit dem Bedarf übereinstimmt.

Diese Notfallreserven – auch als Reliability and Emergency Reserve Trader (RERT – Notstromreserve] bezeichnet – sind nicht billig.

Es kostet nur Geld:

Im Bericht zum letzten Sommer heißt es, dass  der „Notstrom“ die Verbraucher in Victoria und Südaustralien fast 52 Millionen Dollar kostete.

Dies entsprach einem durchschnittlichen Aufpreis von 6 USD je Haushalt.

Das ist noch Garnichts. Im vergangenen Januar summierte sich die zweitägige Hitzewelle auf 400 Millionen Dollar – 45 Dollar in Victoria und 70 Dollar in Südaustralien, jeweils pro Einwohner. Und das für nur zwei Tage Strom. Familien mussten 200 Dollar für zwei Tage Strom bezahlen. Das ist ein Notfall.

 

Warum ist die angegebene Kapazität nicht verfügbar?

Andrew White von  The Australian erklärt, ein Teil des Energie- Engpasses ist darauf zurückzuführen, dass der Betreiber eines Kohlekraftwerks der AEMO gerade mitgeteilt hat,  dass 240 MW (Reserveleistung) nicht wie erwartet für den Sommer verfügbar sind.

Die Reserven wurden in dieser Saison durch den Verlust von 240 Megawatt thermischer Erzeugung reduziert. Der Eigentümer des Kraftwerks gab bekannt, dass diese Leistung nicht für kurzfristige Nachfragespitzen im  nationalen Elektrizitätsmarkt NEM zur Verfügung stehen wird.

Die AEMO strebt eine Reserveleistung von bis zu 930 MW an, um den nationalen  Energiemarkt zuverlässiger zu machen. Es wird ein heißer, trockener Sommer und eine frühe Buschfeuersaison erwartet.

Das gesamte  Australische Energienetz verfügt über eine Nennkapazität von 55.000 MW . Der Ausfall von 240 MW soll jedoch einen Notfall verursachen?  Etwas passt hier nicht zusammen …

Was wäre, wenn ab morgen keine 5.000 MW Wind- oder Solar- (Nennleistungs-) kapazität verfügbar wäre? Das ist kein Notfall, es ist wie inzwischen gewöhnt. Jeden Tag zahlen wir für Reserve-backup Kraftwerke, fall sich mal der Wind und die Sonne einen Tag frei nehmen.

Zur den Notmaßnahmen gehören… „die Erinnerung an eingemottete Gaserzeugungsanlagen in Tasmanien, Queensland und Südafrika, Dieselgeneratoren und“ Maßnahmen zur Nachfragesteuerung „, um die Nutzer zu bezahlen,  wenn sie ihre elektrischen Geräte ausschalten.“

Was wird [durch unsere Regierung] getan, wenn erneuerbare Energien die Unzuverlässigkeit des Stromnetzes und Preisspitzen verursachen – ob Sie es glauben oder nicht, unsere Regierung plant weitere Wind- und Solaranlagen hinzu zufügen:

Der Stromnetzbetreiber AEMO erklärte, dass weitere Energieerzeuger und Speicherkapazitäten rechtzeitig zum Sommer an das Netz angeschlossen werden. Bis Dezember kommen bis zu 2100 MW neue Energiekapazität – hauptsächlich mit Wind- und Sonnenzellen – an das Netz.

Weitere 2 GW an erneuerbaren Energieanlagen kommen schon im nächsten Monat. Genau das, was wir brauchen!

Jo Nova Blog

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Erkennen Sie das Problem??…

AEMO, Die bunten Kästchen, sind die obiger Grafik berücksichtigten „Wind-Industrieparks“ und deren tatsächlich verfügbare Leistungen

 

Beitrag gefunden auf Stopthesethings vom 27.11.2018

Zusammengestellt und übersetzt durch Andreas Demmig

https://stopthesethings.com/2018/11/27/blackouts-beckon-calm-weather-sunset-deliver-chaos-in-renewables-obsessed-australia/

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Der AEMO-Sommerbereitschaftsplan ist da.

Es ist jedoch nicht so, dass es nur 12 Tage Sommer sind ….

AEMO Sicherheits- und Zuverlässigkeitsplanung

Neben vielen Worten, fielen mir die  Maßnahmen zur Verbesserung der Energieflusssteuerung besonders auf: So ähnlich konnte man es auch in Deutschland schon lesen – Wind und Sonnenschein werden nun besser vorausgeplant !? der Übersetzer

 

Verbesserungen bestehender Systeme zur Bedarfsprognose: [Seite 17, § 3.1 ff]

  • [alle] 5-Minuten- Prognosen, um sicherzustellen, dass die Modellschätzungen die jüngsten Änderungen der Nachfragemuster widerspiegeln und dadurch verbesserte Prognosegenauigkeit.
  • Anpassung der Gewichtung von Variablen innerhalb von Bedarfsvorhersagemodellen, mit denen die Modelle auf Schwankungen im täglichen Bedarfsprofil reagieren. Dies wird die Leistung von Intraday verbessern, und den Marktteilnehmern stabilere Prognosen und ein höheres Maß an Sicherheit bieten.
  • Erhöhen der Daten-Grundlage durch das Hinzufügen von 17 [weiteren] Wetterstationen in wichtigen Bevölkerungszentren. Damit sind Daten von 40 Wetterstationen verfügbar, die in den nationalem Energienetz verteilt sind. Dieser Ausbau verbessert die Korrelation von Wetterbeobachtungen und -prognosen mit dem Lastbedarf und führt zu einer verbesserten Prognoseleistung.



Präsident Trump: Vierter nationaler Klima-Zustands­bericht ist manipuliert, um schlechte Ergeb­nisse zu produ­zieren

Report der US-Regierung gerät mit Trump aneinander, heißt es doch darin, dass der Klimawandel die Wirtschaft schädigt

(Reuters) – Der Klimawandel wird die US-Wirtschaft bis zum Ende des Jahrhunderts Milliarden Dollar kosten, und zwar in jedem Bereich von Gesundheit bis zu Infrastruktur. Dies geht aus einem Regierungs-Report hervor, welcher am Freitag veröffentlicht worden ist und welchen das Weiße Haus falsch nennt.

Die Studie steht im Widerspruch zur Politik von Präsident Trump, der den Umwelt- und Klimaschutz aus der Obama-Ära zurückgefahren hat, um die Produktion heimischer fossiler Treibstoffe zu maximieren, darunter auch Rohöl. In dieser Hinsicht sind die USA weltweit führend und rangieren noch vor Saudi-Arabien und Russland.

Die Sprecherin des Weiße Hauses Lindsay Walters sagte, dass der neue Report „zum größten Teil auf dem extremsten Szenario basiert, was schon lange etablierten Trends widerspricht infolge der Annahme, dass … es zu limitierte Technologie und Innovation sowie zu einer rapiden Zunahme der Bevölkerung kommen werde“.

Die nächste Aktualisierung des Nationalen Klima-Reports „gibt uns die Gelegenheit, einen transparenteren und mehr auf Daten fußenden Prozess durchzuführen, auf dessen Grundlage es breitere Informationen bzgl. der Bandbreite potentieller Szenarien und Folgen geben wird“.

Mehr: https://www.reuters.com/article/us-climate-change-usa/clashing-with-trump-u-s-government-report-says-climate-change-will-batter-economy-idUSKCN1NS19D

Wir haben diese Art grundloser Angsterzeugung schon früher erlebt wie etwa bei der Story um das „Ende von Bier“, die vor einem Monat durch die Welt geisterte.

Wie die Brauerei-Zunft hat verlauten lassen, dass eine grundlegend falsche Hypothese bei der Prophezeiung des „Endes von Bier“ der Umstand war, dass Landwirte sich in keiner Weise an geänderte Umstände anpassen würden, und dass sie Hopfen in genau der gleichen Art und Weise anbauen wie heute ohne jeden Versuch Anbaugebiete oder Pflanztermine zu ändern, um der neuen Temperatur-Bandbreite Rechnung zu tragen.

Das „Ende des Bieres“ zu prophezeien unter Missachtung der Anpassung an geänderte Umstände ist so, als ob man prophezeit, dass jeder, der ins Wasser springt, auch ertrinkt, weil man die Möglichkeit missachtet, dass die Menschen auch schwimmen können.

Es ist einfach, schlechte Ergebnisse zu prophezeien, wenn man den Report so manipuliert, dass sämtliche anderen Möglichkeiten ignoriert werden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/11/24/president-trump-admin-claims-fourth-national-climate-assessment-was-rigged-to-produce-bad-outcomes/

Zum gleichen Thema gibt es noch einen Beitrag aus anderer Sicht, aber mit dem gleichen Tenor:

Experten zur Klimawandel-Einschätzung: „jede einzelne Folgerung in diesem jüngsten Report der Regierung ist falsch!“

Penny Starr

Der Vierte Nationale Klimazustands-Report der [US-]Bundesregierung wurde von Linksextremen und Umweltgruppen gepriesen als eine düstere Warnung vor Tod und Zerstörung in den USA, falls wir die globale Erwärmung nicht stoppen.

Aber Kritiker des Reports, darunter Wissenschaftler, haben den Bericht als „Übertreibung“ und schlechte Wissenschaft verurteilt und sogar gesagt, dass die Schlussfolgerungen darin „falsch“ sind.

„Dieser jüngste Klimareport reiht sich ein in alle anderen – außer dass er sich durch noch größere Übertreibungen und noch schlechtere Wissenschaft auszeichnet. Er stellt eine Einmischung in die Politik seitens sich selbst bedienender und nicht gewählter Bürokraten dar“, sagte der Präsident des Heartland Institutes Tim Huelskamp nach der Veröffentlichung des Reports.

„Mit einer neuen, für den Dezember geplanten Ausgabe erreicht die vom Heartland Institute veröffentlichte Serie Climate Change Reconsidered des Nongovernmental International Panel on Climate Change (NIPCC) 4000 Seiten“, sagte Huelskamp. „Jene Berichte verweisen auf viele hundert begutachteter wissenschaftlicher Studien, die belegen, dass jede einzelne Schlussfolgerung dieses jüngsten Regierungsreports falsch ist.

Dieser Report des Klima-alarmistischen Staates im Staate in unserer Regierung kommt sogar noch hysterischer daher als einige Reports der UN“, stellte Huelskamp fest. „Der Gedanke, dass die globalen Temperaturen bis zu 12 Grad innerhalb der nächsten 80 Jahre steigen könnten, ist absurd, und weder tatsächliche Daten noch aktuelle Beobachtungen stützen dies“.

„Dieser Report ist eine wissenschaftliche Peinlichkeit ohnegleichen“, sagte Wissenschaftsdirektor Jay Lehr vom Heartland Institute. „Nicht nur, dass er sich auf Computermodelle zur Prophezeiung des Klimas bis zum Ende dieses Jahrhunderts stützt, sondern auch, dass er sich auf Computermodelle von vor fünf Jahren stützt, die sich inzwischen als lächerlich falsch erwiesen haben und nicht einmal ansatzweise die Realität seit dem Jahr 2013 abbilden konnten“.

Lehr zufolge ist der Report angefüllt mit „krass absurden Schlussfolgerungen“ und dient nur dazu, den UN mehr Macht und Geld zuzuspielen.

Breitbart News berichtete, dass dass die Einschätzung u. A. Prophezeiungen düsterer Konsequenzen durch den Klimawandel enthält, einschließlich von Todesfällen durch höhere Temperaturen.

CNN berichtete: „Höhere Temperaturen werden auch mehr Menschen töten, heißt es in dem Report. Allein im Mittleren Westen, wo es den Prophezeiungen zufolge zur stärksten Zunahme von Extremtemperaturen kommen soll, wird es bis zum Jahr 2090 zusätzlich zu 2000 vorzeitigen Todesfällen kommen“.

Auch heißt es in dem Report, dass es verstärkt zum Ausbruch von durch Insekten übertragene Krankheiten kommen wird einschließlich des West-Nil-Virus‘, was sich bis zum Jahr 2050 mehr als verdoppeln könnte.

Auf der Website wattsupwiththat.com wird darauf hingewiesen, dass im Kapitel 6 des dort „alarmistisch“ genannten Reports zum Klimawandel einigen der Behauptungen darin widersprochen wird:

Im kürzlich veröffentlichten Climate Science Special Report (2017) des U.S. Global Change Research Program wird im Kapitel „6.1.2 Temperature Extremes“ eindeutig belegt, dass Temperaturänderungen in den USA während der letzten 118 Jahre immer moderater geworden sind, mit höheren Werten von Kaltextremen und niedrigeren Werten von Warmextremen. Mit anderen Worten, Klima-Extremtemperaturen in den USA sind weniger extrem geworden“.

Kritiker haben auch Ratschläge für Präsident Trump bereit, welcher gesagt hat, dass keineswegs belegt ist, dass der Klimawandel dem Menschen geschuldet sei.

„Präsident Trump war per Gesetz verpflichtet, diesen Report zu veröffentlichen, aber er ist nicht verpflichtet, ihn ernst zu nehmen – und das wird er mit Sicherheit auch nicht tun“, sagte Huelskamp. „Anderenfalls würde er seine vernünftige Agenda mit dem Abbau von Vorschriften unterminieren und den Krieg gegen fossile Treibstoffe neu entfesseln“.

„Glücklicherweise findet sich unter den Beratern von Präsident Trump Dr. William Happer, der genau weiß, wie gescheitert diese Modelle daherkommen, und er wird dem Präsidenten nahelegen, keinen einzigen Aspekt der US-Politik darauf zu stützen“, sagte Jay Lehr.

„Hier läuft der Staat im Staate Amok“, sagte James Taylor, Leiter des Bereiches Umwelt- und Energiepolitik am Heartland Institute. „Die Trump-Regierung muss die eingebetteten Linksradikalen mit der Wurzel ausreißen, welche verantwortlich sind für diesen einseitigen Propaganda-Report, der sogar noch unglaubwürdiger ist als Al Gore“. Taylor weiter: „Die Linken haben die Wissenschaft bereits politisiert, und Präsident Trump hat allen Grund, diese Herrschaften in den Tochteragenturen der Exekutive zu ersetzen durch Klimarealisten“.

Lehr sowie 18 namhafte Wissenschaftler verfassten eine 54 Seiten starke Kritik des Reports 2017 des Global Change Research Programms, welcher Heartland zufolge genauso alarmistisch war.

Diese Kritik findet sich hier.

Beide Beiträge übersetzt von Chris Frey EIKE




Klima-Fachgespräch im Deutschen Bundestag – Eine denkwürdige Veranstaltung mit einer Premiere!

Am 28.11.18 fand im Deutschen Bundestag eine Anhörung statt, die, weil nur jede Fraktion einen „Sachverständigen“ einladen und befragen durfte, als „Fachgespäch“ deklariert wurde, obwohl ein solches in der Geschäftsordnung nicht vorgesehen sei. Doch wenn die Grünen etwas wollen, dann beugen sich die Altparteien. Schließlich beginnt ja in der nächsten Woche die nächste Runde im Klimakonferenzzirkus, mit dem merkwürdigen Namen COP 24, die die Regeln festlegen soll, wie uns das Geld am effektivsten via Softlaw aus der Tasche gezogen werde soll, um dann als Sühne für den Klimawandel, an dem wir „schuld“ seien, in die Taschen korrupter Regime, vor allem in Entwicklungsländern, zu fließen. Wobei nicht vergessen werden darf, dass inzwischen auch jede Menge, vor allem staatlich gepäppelter, NGO´s sich auch an diesem Geldsegen laben wollen.

Video nicht mehr verfügbar

Videoausschnitte des Statements und der Fragen und Antworten von Prof. Nir Shaviv anlässlich des Fachgespräches des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages. Mit Dank an FMD’s TV-Channel

Und ausschließlich darüber sollte gesprochen werden.

Doch anders als sonst, bestand die CDU/CSU diesmal darauf, auch kritische Stimmen zuzulassen. Daher stimmte auch die AfD zu. Und wie das heutzutage so ist in Deutschland, fing die Anhörung gleich mit einer technischen Panne an. Die Monitore, auf denen einige vorbereitete Folien hätten gezeigt werden sollten, funktionierten nicht. Die stattdessen schnell ausgedruckten, wenigen Exemplare der Folien,  zumal sie nur den Abgeordneten zur Verfügung gestellt worden waren, halfen nicht wirklich. Denn der große Kreis der interessierten Zuschauer bekam sie nicht zu Gesicht. Nun ja, große Dinge werfen auch zunächst kleine Schatten voraus. Deutschland baut wohl ab.

Und obwohl sechs Personen eingeladen waren, konnten eigentlich nur zwei Experten sich wissenschaftlich sachkundig zum Klimathema äußern. Die anderen vier beleuchteten ausschließlich die potentiellen volkswirtschaftlichen Folgen, bzw. forderten den Bundestag u.a. auf dafür zu sorgen, dass die hundert Milliarden, die u.a. für den Greeen Climate Fund vereinbart worden war, und noch vieles andere mehr – letztlich nur von uns – bezahlt werden.

Ihre gesammelten Äußerungen könnten von einem kritischen Beobachter so zusammengefasst werden:

Es hat alles zwar bisher nichts gebracht, war zudem extrem teuer, aber deswegen müssen wir nicht etwa innehalten und uns fragen, ob wir nicht auf dem Holzweg sind, sondern wir müssen das Ganze deutlich ausweiten und verfestigen. Damit würden alle Nutznießer „Planungssicherheit“ dafür erhalten, wie sie die 1,5 bis 2,3 Billiarden €, die es Deutschland etwa bis 2050 kosten würde -vom BDI Vertreter Lösch so beziffert- am Besten in die eigenen Taschen umleiten könnten.

Die Nutznießer und Umverteiler sahen das natürlich ganz anders, insbesondere wegen ihrer hohe moralischen Motive. Am deutschen Wesen muss diesmal wirklich die Welt genesen. Das schien mir einmal mehr das Motto zu sein.

Für die, die sich ein eigenes Bild machen wollen sei auf die  Website des Deutschen Bundestages verwiesen, dort finden Sie eine offizielle Kurzfassung dessen, was dort vorgetragen wurde.

So durfte neben KirchenverterInnen von Brot für die Welt, auch der Experte für Moral von German Watch etwas sagen, ebenso wie ein Politik-Wissenschaftler von der Uni Zürich und besagter Holger Lösch vom BDI. Zum Klimathema selber konnten nur zwei Experten sachverständig reden.

Pof. Shaviv tat dies auch, in schneller, aber sachlicher Rede, sein Gegenpart Prof. Levermann tat dies hingegen nicht. Offensichtlich meinte er der überraschenden Tatsache, dass er nun nicht mehr allein seine Panik-Beschreibungen als Folge des menschgemachten Klimawandels verkaufen konnte, entgegen wirken zu müssen, und dachte wohl es sei eine gute Idee, mal eben den Kollegen zu beleidigen.Denn der PIK Experte Levermann fiel sofort aus der Rolle und zeigte, dass er keine Kinderstube hatte, Er bezeichnete pauschal und mehrfach die Ausführungen seines Kollegen Shaviv als „Quatsch“. In einer Entgegnung blieb Shaviv hingegen sachlich und betonte er verzichte darauf den größten Teil der Rede seines Kollegen Levermann ebenso als Quatsch zu bezeichnen, obwohl es nach Lage der Dinge so sei.

Hier können Sie den „Quatsch“ von Professor Shaviv in Englisch und in Deutsch nachlesen. (shaviv-Schreiben Umweltausschuss deutsch ; 3-minute-presentation-Bundestag-Nov2018Statement_for_Bundestag_Committee_Nov20183-minute-presentation-Bundestag-Nov2018 , Shaviv-statement Deutsch ) Die deutsche Version weicht geringfügig – es gilt eh das gesprochene Wort- vom englischen Original ab, weil wir eine frühere Version übersetzt hatten.

Zurück zu Professor Levermann. Er brachte im weiteren nur hochgerechnete Erzählungen z.B. über „die Eisschmelze“ in der Westantarktis vor, die – wenn ungebremst- irgendwann einen Anstieg des Meeresspiegels von satten 3 ½ m zur Folge hätte. Wann das eintreten würde sagte er aber nicht. Nur noch, dass dann auch Hamburg bedroht sein würde. Und mit dieser und anderen -durch nichts belegte- Prophezeiungen begründete er seine Forderung in den kommenden dreißig Jahren die weltweiten Emissionen unbedingt auf Null zu senken. Nur damit sei die Welt noch vor dem Hitzetod zu retten. Abschließend hinzu, seine und andere Erkenntnisse über die Ursachen des Klimawandels stünden auf dem Boden der Physik und seien deshalb so sicher, wie ein Kugelschreiber, wenn man ihn loslässt, mit Sicherheit zu Boden fällt. Ob er dabei vielleicht an Pinocchio gedacht hatte? Denn außer unüberprüfbaren Behauptungen und einer Grafik mit ansteigender Mitteltemperatur hatte er nichts relevantes anzubieten.

Die Runde war trotzdem pflichtgemäß, und immer wieder aufs Neue, gebührend beeindruckt. Man ließ den „Skeptiker“, zuvor als Quatsch erzählend vom Levermann verunglimpft, zwar reden, doch das war es denn auch schon. Seinem in schnellem Englisch vorgetragenen Rede konnte sowieso kaum jemand im Auditorium direkt folgen, da nur die Abgeordneten über Kopfhörer für die Simultanübersetzung verfügten. Deren Qualität jedoch war, wie das Video oben zeigt, gut bis sehr gut.

In  den anschließenden Fragerunden befragten alle anderen Fraktionen nur ihre „Experten“, natürlich um ihre Meinung bestätigt zu sehen. Doch weil die Anwesenheit eines renommierten skeptischen Klimawissenschaftlers doch einige zu verunsichern schien – z.B Frau Dr. Scheer von der SPD und  ihren Kollegen von den Linken Beutin, wurde bevorzugt auch Levermann befragt. Das tat dann auch die AfD.

Eigentor des Anders Levermann

Dabei merkte Levermann nicht, dass er mindestens ein Eigentor schoss, als er auf die Frage des AfD Abgeordneten Dr. Kraft(1) nach der Mitteltemperatur der Erde in vorindustriellen Zeiten antwortete, diese betrüge ziemlich genau ungefähr 15 °C und sie bezöge sich auf das Jahr 1850.

Video nicht mehr verfügbar
 

Videoausschnitte der Aussagen von Prof. Levermann zur Bezugstemperatur  um 1850 mit „ziemlich genau im Bereich von 15 °C“  mit dem Hinweis des Abgeordneten Hilse, dass die „höchste jemals „gemessene“ Temperatur 2016 offiziell mit 14,8 ° angegeben wurde.  O-Ton Levermann: „Alles was Herr Shaviv gesagt hat ist Quatsch“ Die Aufnahmen entstanden anlässlich des Fachgespräches des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages. Mit Dank an FMD’s TV-Channel

Der Abgeordneten Karsten Hilse wies Levermann und die Runde dann auf den eklatanten Widerspruch hin, der darin besteht, dass das Jahr 2016, vor kurzem noch mit dem Titel „hottest year ever“, u.a. von WMO und NOAA mit 14,8 ° C ausgewiesen worden wäre. Das seien doch in 2016 immerhin 0,2 °C weniger als die genannten 15 ° C für 1850. Das wäre doch eine Abkühlung!

MoMa Wetterfrosch Benjamin Stöwe verkündet im ZDF MoMA die höchste Ø Temperatur (2016) seit Ende des 19. Jhh. mit 14,8 °C

Eine Erklärung für diesen offensichtlichen Widerspruch wusste nun auch Levermann nicht. Und wenn doch, behielt er sie für sich. Auch die Runde nahm dies wortlos hin, obwohl die Ausschussvorsitzende Frau Kottig-Uhl erklärte, sie hätte verstanden, was gemeint sei. Wer weiß was sie und all die andern wirklich verstanden haben?

Doch einmal mehr konnte, nun auch im Deutschen Bundestag, der Öffentlichkeit aufgezeigt werden, dass die Hypothese vom menschgemachten Klimawandel auf sehr tönernen Füßen steht. Und allein das war es wert.

Was aber Ausschussmitglieder der Altparteien erwartbar nicht daran hinderte, diese Erkenntnisse ebenso mit Schweigen zu übergehen, wie die Tatsache, dass renommierte echte Klimawissenschaftler sofern sie anderer Ansicht sind, öffentlich diffamiert werden.

(1) in einem abschließenden kleinen Wortgefecht zwischen Prof. Levermann und Dr. Rainer Kraft (Chemiker) hatte Levermann behauptet, dass das CO2 Molekül wie das H2O Molekül wie Dreieck geformt sei. Weil „wir verstehen Klimawandel, wir verstehen wie das CO2 Molekül, wie das Wassermolekül (und formte dann jeweils mit beiden Händen ein Dreieck) ..funktioniert“, so O-Ton Levermann. Kraft wies ihn dann darauf hin, dass das CO2 Molekül linear, und nur das H2O Molekül „gewinkelt sei. Levermann bestand auf seiner Version. Sie ist jedoch genau so falsch wie viele seiner Klimaaussagen. Hier nimmt Dr. Kraft ihn deswegen auf die Schippe




Frankreich: CO2- und Dieselsteuer löst den Aufstand aus

Seit dem 17. November 2018 steht in Frankreich, wieder einmal, die Revolution auf der Tagesordnung. Nach Angaben einer Polizeigewerkschaft waren über eine Million Menschen in gelben Warnwesten (Gilets jaunes) unterwegs, um wichtige Straßenkreuzungen zu blockieren. Viele von ihnen demonstrierten zum ersten Mal in ihrem Leben. Wie schon bei den Bauern-Aufständen (Jacqueries) im späten Mittelalter und bei der Großen Revolution von 1789 sind es auch dieses Mal Erhöhungen von Konsumsteuern, die das Fass zum Überlaufen brachten. Die Rolle der ungeliebten, von König Franz I. eingeführten Salzsteuer (Gabelle) spielt heute die sprunghafte Erhöhung der Steuer auf Diesel-Treibstoff. Schon jetzt nähert sich dessen Preis an der Tankstelle der psychologisch wichtigen Zwei-Euro-Grenze. Ab Januar 2019 wird er infolge einer weiteren, mit der „Energiewende“ begründeten Steuererhöhung deutlich darüber liegen.

Wozu man wissen muss, dass Diesel-Kraftstoff in Frankreich wegen er starken Lobby der Lkw-Fahrer lange Zeit relativ günstig zu haben war und dort deshalb der Diesel-Anteil auch bei Klein- und Mittelklasse-Wagen über 50 Prozent liegt. Noch vor wenigen Jahren lag der Diesel-Anteil bei den Neuzulassungen sogar über 70 Prozent. Das war wegen des geringeren Treibstoff-Bedarfs von Diesel-Motoren auch politisch so gewollt und wurde in Werbekampagnen der Regierung empfohlen. Inzwischen hat i Anti-Diesel-Propaganda er Grünen auch die Franzosen erreicht. 70 Prozent der Franzosen sind auf das Auto angewiesen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Das trifft in noch höherem Maße für die Bewohner der der im Vergleich zu Deutschland relativ dünn besiedelten Provinz zu, während vor allem die Bewohner des dicht besiedelten Großraums Paris von gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln profitieren und wegen fehlender Stellplätze oft gar keinen Pkw besitzen. Das Mitführen gelber Warnwesten ist für französische Autofahrer Pflicht. Wer zuerst auf die Idee kam, diese zum mobilisierenden Erkennungszeichen des Protestes gegen eine erdrückende Steuerlast zu machen, ist nicht bekannt. Jedenfalls erwies sich diese Idee als genial.

Frankreich ist das Land mit der höchsten Steuer- und Sozialabgaben-Last in Europa. Diese erreichte schon im vergangenen Jahr 47,6 Prozent des Brutto-Inlands-Produkts (BIP). Der EU-Durchschnitt liegt bei 40 Prozent. In Deutschland liegt er mit 38,8 Prozent offiziell sogar noch darunter. 57 Prozent des französischen BIP gehen durch die Hand des Staates. Vor allem wegen der hohen Steuerlast und des unflexiblen Arbeitsrechts ist der Anteil der Industrieproduktion am französischen BIP in den letzten Jahrzehnten stetig gesunken. Mit einem Industrie-Anteil von nur noch 10 Prozent am BIP ist Frankreich heute (nach Griechenland) das am weitesten desindustrialisierte Land Europas. Die Industrie beschäftigt dort nur noch 2,7 Millionen Personen. Im europäischen Durchschnitt liegt der Industrie-Anteil bei 20 Prozent. In Deutschland erreicht er 23 Prozent. Noch höher ist er in der wohlhabenden Schweiz. Das zeigt, dass es eine enge Korrelation zwischen dem Industrie-Anteil am BIP und der Wirtschaftskraft eines Landes gibt. Um Frankreichs Führungsanspruch über Europa zu untermauern, hat der französische Staatspräsident Emmanuel Macron deshalb versprochen, die Steuerbelastung der Industrieproduktion zu vermindern und stattdessen den Umweltverbrauch stärker zu besteuern. Das Ganze läuft unter dem Etikett „Energiewende“ oder „Große Transformation“. Macron hat sich nicht weniger in den Kopf gesetzt, als das Pariser Klima-Abkommen ohne und gegen US-Präsident Donald Trump umzusetzen.

Doch darin können und wollen die in der Provinz verwurzelten Angehörigen der „France périphérique“ den entwurzelten Technokraten in den Pariser Ministerien nicht folgen. Für sie sind Pkws und bezahlbarer Kraftstoff lebensnotwendig. Sie wissen auch, dass Frankreich dank seines hohen Kernenergie-Anteils an der Elektrizitätserzeugung mit seiner CO2-Bilanz schon recht gut dasteht. Und sie sehen nicht ein, dass sie mit der Diesel-Steuer die parasitären Hobbys der Pariser Bobos (Bourgeois bohémiens) subventionieren sollen, die so oft sie wollen mit steuerfreiem Kerosin um die halbe Welt fliegen können. Nicht zuletzt ist ihnen bewusst, dass der französische Staat die geplanten zusätzlichen Steuereinnahmen nur zum geringsten Teil für die Finanzierung politisch-korrekter Öko-Projekte verwenden wird, sondern vielmehr, um das große Loch im Staatshaushalt zu stopfen. Die Auslandsschulden Frankreichs haben inzwischen 100 Prozent des BIP erreicht. Seit 1974 wurde hier kein ausgeglichener Staatshaushalt mehr verabschiedet.

Bis zu 80 Prozent der von Instituten befragten Franzosen finden die spontane Massenbewegung der „Gilets jaunes“ sympathisch. Diese ist sicher weit davon entfernt, eine kohärente Strategie zu verfolgen. Viele der Demonstrationsteilnehmer fordern wohl, dass sich der Staat das fehlende Geld statt bei ihnen über die Diesel-Steuer lieber in Form der Wiedereinführung der Vermögenssteuer bei den „Reichen“ holen soll. Von den klassischen politischen Parteien versprechen sie sich jedenfalls wenig bis nichts. Immer mehr von ihnen beginnen auch zu begreifen, dass das Staats-Defizit vor allem dadurch entstanden ist, dass Frankreich dank seines Eliteschulsystems seit Jahrzehnten von Menschen regiert wird, die glauben, alles besser zu wissen, aber in Wirklichkeit nichts verstehen. Viele von ihnen zeigen sich bereit, in den Steuer-Streik zu treten. So ist ein Gebräu von Misstrauen und mehr oder weniger utopischen Forderungen entstanden, das früher Revolutionen vorausging. Am Samstag, den 24. November, haben sich die „Gilets jaunes“ wider zu Straßenblockaden und zu einer Demonstration auf der Pariser Pracht-Meile Champs-Elysées zusammengefunden. Dort kam es zu Ausschreitungen vermummter Anarchisten, die sich als Gelbwesten getarnt hatten. Vermutlich handelte es sich dabei, wie bei unserer Antifa, um vom Staat bestellte Provokateure. Wie es nun weitergeht, weiß niemand. Es kann sein, dass die Bewegung mit dem Herannahen der Weihnachtsfeiertage wieder abflaut. Es ist aber auch gut möglich, dass der Zorn der „France périphérique“ noch wächst und die unstrukturierte Protestbewegung gegen die Steuererhöhung noch an Dynamik gewinnt. Präsident Macron hat derweil die Einrichtung eines „Haut Conseil pour le Climat“ angekündigt. Es handelt sich dabei um ein hochrangiges Expertengremium, das wie der „Weltklimarat“ IPCC parlamentarischer Kontrolle entzogen bleiben soll. Ob die Franzosendas hinnehmen werden?

 




Winter 2018/19 – Kälte oder Milde nach Rekord-Sommerhalbjahr?

1. Die Bauernregeln und die „Milde Oktober – kalte Winter“-Regel

Der zeitweise sehr milde Oktober 2018 ruft die Regel „Ist Oktober mild und fein (trocken- sonnig), wird ein harter Winter sein“ auf den Plan. Der Zusammenhang zwischen Oktobertemperaturen und denen des Folgewinters ist in Deutschland seit 1761 bis 2017 aber eher positiv, was der Regel widerspricht, jedoch mit einem Bestimmtheitsmaß von nur etwa 1% untauglich für Vorhersagen. Korrekter formuliert, lautet die Regel folgendermaßen: „Ist der Oktober in Deutschland wesentlich (mehr als 1,5 Kelvin) zu warm und gleichzeitig merklich zu trocken, beides bezogen auf den Langjährigen Mittelwert, so wird der Folgewinter mit etwa 80%iger Wahrscheinlichkeit zu kalt ausfallen.“ Die genannten 1,5 Kelvin entsprechen etwa der einfachen Standard-Abweichung des DWD-Temperaturmittels für Oktober, beim Niederschlag beträgt diese knappe 30 mm – grob gesagt, erfüllen alle Oktober ab etwa 10°C und mit nicht mehr als 31mm Niederschlag im DWD-Mittel dieses Kriterium. Der Oktober 2018 erbrachte diese Voraussetzungen. Mit gewissen Abstrichen traf diese Regel seit 1881, dem Beginn regelmäßiger Niederschlagsaufzeichnungen, aber nur sehr selten (1906/07, 1953/54, 1969/70, 1995/96) zu; vielen Strengwintern, so dem von 1928/29, allen Strengwintern der 1940er oder dem Winter 1962/63 (Bodensee zugefroren), ging ein entweder nasser oder kalter Oktober voraus. Außerdem war der Oktober 2018 eben nicht durchgängig zu warm und zu trocken; am Monatsanfang und in der letzten Dekade wies er auch herbstlich kühle Phasen auf. Wesentlich ist nun, dass bei den genannten vier Fällen der vorangehende September zu kühl oder etwa temperaturnormal verlief. Aber 2018 ging dem insgesamt milden, sehr trockenen Oktober ein deutlich zu warmer September voraus. In solchen Fällen könnte die Regel „Ist der September gelind, bleibt der Winter ein Kind.“ dominant sein (Vergleichsfall nur 1949/50, als dem sehr milden September 1949 mit 16,3°C ein mild-trockener Oktober mit 10,6°C und nur 23mm und dann ein Mildwinter mit +1,7°C folgten). Noch aufschlussreicher ist der Zusammenhang der Kombination „zu hoher Luftdruck und zu warmer September“ zum Folgewinter. In Potsdam liegen diese Daten seit 1893 vor; der merklich zu warme September 2018 wies einen auffallend zu hohen Luftdruck auf:

In der Tabelle sind zu milde Winter (9 Fälle) rot, normale (1 Fall) grau, zu kalte (2 Fälle) blau hinterlegt; die Original-Luftdruckmonatsmittelwerte Potsdams sind nicht auf Meeresspiegelhöhe reduziert. Nur in einem Fall (1989/90) überschritt die Wintertemperaturabweichung die einfache Standardabweichung; und nur 2009/10 wurde sie knapp unterschritten. Die September mit Überschreitung der einfachen Temperatur-Standardabweichung in Potsdam sind orange markiert. Mit mehr als 80% Wahrscheinlichkeit folgt also einem merklich zu warmen September mit hohem Luftdruck ein milder bis normaler Winter; allerdings ist die Zahl der Vergleichsfälle relativ gering.

Fällt das Laub sehr schnell, ist der Winter rasch zur Stell‘.“ Die relativ frühe Laubfärbung und der Blattfall sind eine Folge der kalten Nächte Ende September/Anfang Oktober 2018. Sie werden nämlich durch Kältereize ausgelöst, wobei die Temperaturen mehrmals unter Werte von etwa 7 bis 4°C absinken müssen. Besonders prächtig wird die Färbung, wenn es nach sehr kalten Nächten mit manchmal schon schwachen Frösten, die das Laub aber noch nicht erfrieren lassen, wieder sehr mild und sonnig wird, so wie Anfang Oktober 2015. In diesem Jahr beeinträchtigten die anhaltende Dürre und ein überreicher Fruchtbehang zusätzlich die Färbungsintensität und deren Dauer; nur stellenweise gab es leuchtende Farben. Wesentliche Hinweise auf den Charakter des Winters liefern Zeitpunkt und Intensität der Laubfärbung und des Blattfalls also nicht. „Ist Martini (10./11.11.) trüb und feucht, wird gewiss der Winter leicht.“ Um den 10.11.2018 herrschte nur teilweise trübes, feuchtes, überall merklich zu mildes Wetter; stellenweise schien reichlich die Sonne. Wegen der Kalenderreform von 1583 (10 Tage Verschiebung aller Lostage) ist auch die Witterung um den 20.11. beachtenswert, welche feucht-kalt war. „Elisabeth (19.11., diesmal nasskalt) sagt an, was der Winter für ein Mann“. „Wie’s Wetter an Kathrein (25.11., diesmal etwas zu mild, kaum Regen), so wird es auch im Januar sein.“ Solche Regeln treffen keinesfalls immer zu. Insgesamt deutet die Mehrzahl der Bauernregeln auf einen milden bis normalen Winter hin.

2. La Nina oder El Nino – was bedeutet das?

Bislang herrschen 2018 im tropischen Südost- Pazifik einschließlich der Südamerikanischen Küste vorwiegend etwas zu niedrige Meeresoberflächentemperaturen; am Äquator im Ostpazifik etwas zu hohe – nichts Auffälliges also. Die meisten Prognosen deuten aber einen Übergang zu „El Nino“ an; ob das eintritt, ist noch unklar. Direkte Auswirkungen auf die Winterwitterung in Deutschland lassen sich daraus aber nur schwer ableiten; schwache El Ninos gehen möglicherweise aber mit einer erhöhten Neigung zu höherem Luftdruck über Grönland/Island einher, was Kaltwinter begünstigt.

3. Nachlassende Sonnenaktivität – Menetekel der Abkühlung

Direkte Sonnen- und Infrarotstrahlung schwanken nur wenig, umso mehr aber das solare Magnetfeld, die Teilchenstrahlung („Solarwind“, verantwortlich u.a. für Polarlichter), die Radiostrahlung und die von der oberen Erdatmosphäre weitgehend absorbierte kurzwellige Strahlung (Röntgen, kurzwelliges UV). Sie beeinflussen Wetter und Klima wesentlich; allerdings besteht noch Forschungsbedarf. Die Sonnenfleckenanzahl bildet die Sonnenaktivität grob ab; je mehr Sonnenflecken, desto höher die Sonnenaktivität. Die Sonnenaktivität wirkt auf verschiedenen Zeitskalen; hierzu wird intensiv geforscht. Im Jahr 2018 nahm die Fleckenzahl tendenziell weiter ab; oftmals war die Sonne völlig fleckenlos, was Kältewellen in den kommenden Monaten begünstigen könnte.

Dem noch intensiven 23. folgte der schwache 24. SCHWABE- Zyklus. Dieser ist mit maximal nur gut 100 Flecken einer der schwächsten Sonnenfleckenzyklen seit 200 Jahren:

Nach dem absoluten Zyklus-Maximum (Februar 2014) sank die Fleckenzahl. Der Winter 2018/19 ist der fünfte nach dem Maximum des SCHWABE- Zyklus. Die 23 Vergleichswinter seit 1760/61 liegen mit etwa +0,3°C etwas über dem Wintermittel dieses 258ig-jährigen Zeitraumes, wobei aber auffällt, dass die letzten acht, beginnend mit 1934/35, allesamt mehr oder weniger zu mild waren. Sehr kalte Winter treten ohnehin bevorzugt zum Minimum des Schwabe-Zyklus oder 1 bis 2 Jahre nach diesem auf; letztmalig 2009/10, davor 1995/96 und 1996/97 sowie 1986/87. Dreizehn der zwanzig kältesten Winter nach 1945 in Deutschland traten in der Nähe des Sonnenminimums auf, nur sieben in der Nähe des Maximums. Hier zeigt sich schon eine gewisse Verzögerung, mit der die Wintertemperaturen der solaren Aktivität folgen. Möglicherweise hat der SFZ Nr. 25, der ebenfalls sehr schwach ausfallen soll, im Herbst 2018 bereits begonnen. Eine bessere Aussagefähigkeit hat der solare Ap-Index, welcher die magnetische Wirkung der solaren Teilchenstrahlung beschreibt. Er hatte sein Minimum zwischen 2008 und 2010, was die damaligen Kälte-Winter mit erklären könnte. Gegenwärtig ist aber der Ap-Index, im Gegensatz zur Anzahl der Sonnenflecken, noch etwas höher, was für einen eher normalen Winter spricht:

Während der kommenden Jahrzehnte sinkt die Sonnenaktivität aber vermutlich weiter (neues Dalton- oder Maunder-Minimum), was weltweit abkühlend wirkt und in Mitteleuropa meridionale Lagen (im Winter oft kalt) begünstigt. Das träge Klimasystem reagiert nur mit Verzögerungen von etwa 10 bis 30 Jahren auf die schon nach 1990 beginnende tendenzielle Abschwächung der Sonnenaktivität, so dass sich negative Auswirkungen erst ab den 2020er Jahren deutlicher zeigen werden. Vermutlich gab es deswegen bereits in den letzten 20 Jahren nur noch eine gebremste Erwärmung in Deutschland; in Zentralengland kühlte es sich gar leicht ab:

Bei globaler Betrachtungsweise (die „Erdmitteltemperatur“ ist strenggenommen ein wertloses Kunstgebilde) fehlt, trotz des starken El Ninos 2015/16, nun schon seit gut 20 Jahren eine signifikante „globale“ Erwärmung. Insgesamt lässt die geringe Sonnenaktivität 2018 einen eher normalen bis zu kalten Winter erwarten.

4. Die Zirkulationsverhältnisse: Zumindest zeitweise Rückkehr der Westlagen?

Westliche Luftströmungen (Zonale Großwetterlagen) bringen milde Atlantikluft nach Deutschland, nördliche und vor allem östliche Kaltluft. Bei Süd- und Zentralhochlagen muss ein starker Wind die bodennah aus Ost einsickernde oder vor Ort immer wieder neu entstehende Kaltluftschicht vertreiben, ansonsten können auch sie im Tiefland bitterkalt sein, während es auf den Berggipfeln sehr mild ist. Der Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Luftströmungen mit Westanteil (Großwettertypen W, SW und NW) sowie den Wintertemperaturen in Deutschland ist sehr eng (folgende Grafik):

Für längerfristige Vorhersagen muss man die Zirkulationsverhältnisse vorhersehen können, was kaum möglich ist. Im Herbst 2018 war die Zonalzirkulation fast durchgängig viel zu schwach, wie schon seit Februar, was aber nur dann einen Kaltwinter nach sich ziehen kann, wenn sie sich weiterhin nicht beschleunigt. Ob die seit der Jahrtausendwende zu beobachtende leichte Abnahme der Westlagenhäufigkeit in diesem Jahr eine Rolle spielt, ist mehr als fraglich. Wegen der aktuell abklingenden Ostwind-Phase der QBO (Erklärung siehe Punkt 7) kann eine Zonalisierung Richtung Winter vermutet werden. Die zwei folgenden Kartenbeispiele (Quellen: wetterzentrale.de) zeigen, wie die Zirkulation über Europa Anfang Dezember für einen Kaltwinter in Deutschland in etwa zumindest zeitweise aussehen müsste. Sie sind freilich idealtypisch und können in großer Variationsbreite auftreten. Die erste Möglichkeit wäre ein markanter troposphärischer Kältepol, kenntlich an den blauen bis violetten Farben, deutlich östlich von Grönland im europäischen Sektor der Arktis; aus dem es massive Kälteausbrüche, verbunden mit Austrogungen nach Süden, geben kann, so wie im Dezember 1981:

Die zweite Möglichkeit ist die allmähliche, „ruhige“, aber oft sehr wirkungsvolle, anhaltende Kaltluftzufuhr aus Osten. Dazu muss kein ausgeprägter troposphärischer Kältepol in unserer Nähe liegen; es reicht eine massive Meridionalisierung der Höhenströmung, und zwar so, dass ein markanter Höhenkeil über dem Ostatlantik/Westeuropa Richtung Nordmeer/Arktis weist, der auf seiner Ostseite ein kräftiges „Skandinavien- Hoch“ stützt, so wie Anfang Dezember 2002:

Zumindest bis Ende der ersten Dezemberdekade deuten sich derartige Situationen nicht vordergründig an; siehe folgendes Kapitel „Die Mittelfristigen Modelle“. Danach sind sie freilich nicht gänzlich auszuschließen. Die Zirkulationsverhältnisse geben momentan also eher Hinweise auf normale bis milde Winterwitterung.

5. Die mittelfristigen Modelle: Lauer Frühwinter-Auftakt?

Die verbesserte Kurzfrist-Vorhersagegüte (etwa 1 bis 4 Tage im Voraus) resultierte aus der Entwicklung und Verfeinerung numerischer Modelle, basierend auf Gleichungen der Thermodynamik, in Verbindung mit immer schnelleren Computern sowie mehr und besseren Mess- oder Beobachtungsdaten per Satelliten und Automaten. Für längerfristige Vorhersagen dienen sogenannte Ensemble-Modelle, bei denen man die Ergebnisse mehrerer Modell-Läufe (gerechnet mit leicht variierten Anfangsparametern) mittelt. Sie liefern keine detaillierten Vorhersagen, doch gute Abschätzungen der Luftdruckverhältnisse für etwa eine Woche im Voraus und vage für bis zu 15 Tagen. Die Ensemble-Vorhersagekarte des NOAA (US-Wetterdienst) vom 25.11. für den 10.12.2018 zeigt tiefen Luftdruck südlich von Grönland bis zum Nordmeer, hohen Luftdruck westlich von Frankreich (Quelle: NOAA). Sollte das so eintreten (noch sehr unsicher), so würde über Mitteleuropa eine relativ milde West- bis Nordwestströmung herrschen; nach Winter sieht das nicht aus:

In den Modellrechnungen entstehen bei derart langen Vorhersagezeiträumen aber oft gravierende Differenzen der einzelnen, gerechneten Läufe, oben das amerikanische GFS von 24.11., 00 UTC, unten nur 12 Stunden später, jeweils für den 10. Dezember 2018 berechnet (Quelle). Man erkennt deutliche Unterschiede:

Die obere Karte ähnelt einer Skandinavien-Hochlage mit trockener Kälte, die untere einer antizyklonalen, milden Westwetterlage. Letztere ist wahrscheinlicher, weil sie auch von den meisten Modell-Läufen am 25.11.2018 so gezeigt wurde. Bis etwa Mitte Dezember wird es also mit erhöhter Wahrscheinlichkeit keinen „richtigen“ Winter geben; leider auch nur wenig vom dringend benötigten Niederschlag; Nachtfröste mit Glätte sind zeit- und gebietsweise aber durchaus möglich.

6. Die aktuelle Tendenz der Wintertemperaturen in Deutschland

Trends erlauben nie Rückschlüsse auf den Einzelfall und keine Extrapolation in die Zukunft. Die Wintertemperaturen entwickelten sich in den letzten gut 30 Jahren folgendermaßen:

Trotz der sehr milden Winter 2013/14 und 2015/16 und kontinuierlich steigender CO2-Konzentration (obere, grüne Linie) fiel das Wintermittel seit 31 Jahren, wenngleich nicht signifikant, weil die schon erwähnte nachlassende Sonnenaktivität und schwächere Zonalzirkulation bereits Wirkung zeigen. Und die DWD-Daten sind nicht wärmeinselbereinigt. Einen deutlicher fallenden Trend zeigt die wärmeinselarme Station Amtsberg/Erzgebirge:

Aber die „richtige“ Kälte dürfte indes wegen der Trägheit des Klimasystems erst in wenigen Jahren bis Jahrzehnten zuschlagen („Kleine Eiszeit“). Die seit einigen Jahren wieder leicht steigende Zahl von Nebeltagen weist gleichfalls auf eine sehr langsam beginnende Abkühlung hin.

7. Die Nordatlantische Oszillation (NAO), die AMO, die QBO und der Polarwirbel

Der NAO-Index ist ein Maß für die Intensität der Westströmung über dem Ostatlantik im Vergleich zum Langjährigen Mittel. Positive NAO-Werte bedeuten häufigere und intensivere, im Winter eher milde Westwetterlagen. Bei negativen NAO-Werten schwächt sich die Intensität der Zonalströmung ab, bei stark negativen Werten kann sie gar in eine Ostströmung umschlagen oder meridional verlaufen. Die NAO war im Sommer und bis weit in den Herbst fast durchweg positiv; erst ab dem Spätherbst zeitweise negativ (Quelle):

Mitunter verändert sich die NAO sprunghaft (schwere Vorhersagbarkeit). Die AMO (ein Maß für die Wassertemperaturschwankungen im zentralen Nordatlantik) beendet gegenwärtig ihre Warmphase. Ein kompletter AMO-Zyklus dauerte seit Beginn regelmäßiger Messungen immer etwa 50 bis 80 Jahre, somit ist in naher Zukunft ein Wechsel in die Kaltphase wahrscheinlich. Mehr zum Zusammenhang von AMO, NAO und den Temperaturverhältnissen in Deutschland unter anderem hier http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/im-takt-der-amo-und-der-nao-3-das-haeufigkeitsverhalten-der-grosswetterlagen-und-dessen-auswirkungen-auf-die-deutschland-temperaturen/ . Die folgende Abbildung beginnt mit dem 10-jährigen Gleitmittel ab 1880/81 unter Einbeziehung der Werte ab 1871/72. Die AMO (grün) verhält sich fast spiegelbildlich zu NAO (obere schwarze Kurve), der Westwetterlagenhäufigkeit (unterste, violette Kurve) und den Wintertemperaturen in Deutschland. Die Gleitmittel wurden dann nochmals 15-jährig geglättet (fette Linien).

AMO-Warmphasen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für einen kalten Winter leicht, weil diese Konstellation kalte, nordöstliche Strömungen („Wintermonsun“) begünstigen könnte. Und die sogenannte QBO (Windverhältnisse in der unteren Stratosphäre der Tropen, die etwa alle 2,2 Jahre zwischen West und Ost wechseln) war im Oktober in den tieferen Schichten noch in der Ostwind-Phase, scheint aber momentan von der oberen Stratosphäre her in die Westwind-Phase zu drehen. Wenn sich diese Westwind-Phase auch in der unteren Stratosphäre einstellen sollte, könnte das Zonale Lagen und damit einen Mildwinter forcieren. In diesem Zusammenhang lohnt noch ein Blick auf die mögliche Entwicklung des Polarwirbels. Ein ungestörter, sehr kalter Polarwirbel im 10-hPa-Niveau (gut 25 Km Höhe, Stratosphäre) ist kreisrund und in der Arktis extrem kalt, was Westwetterlagen begünstigt, welche in Deutschland mild sind. Für den 11. Dezember wird ein Polarwirbel vorhergesagt, der gut entwickelt und kaum gestört ist; in seinem Zentrum über Island herrschen unter minus 84°C – leider ein wichtiges Vorzeichen für milde Witterung über Mitteleuropa (Quelle: Französischer Wetterdienst):

Ein schönes Beispiel für einen massiv gestörten Polarwirbel mit starker Stratosphären-Erwärmung über der Arktis findet sich Mitte Februar 2018; knappe zwei Wochen später folgte in Deutschland eine markante Kältewelle aus Nordost:

NAO, QBO, AMO und das Verhalten des Polarwirbels deuten also auf einen eher normalen bis milden Winter hin.

8. Verursacht das angeblich verschwindende Arktische Meereis kältere Winter? Für die relativ kalten Winter 2009/10 und 2012/13 wurde das schwindende arktische Meereis, speziell im September, verantwortlich gemacht. Mit etwa 4,7 Millionen Km² gab es im Septembermittel 2018 eine größere Eisfläche, als zum bisherigen Negativ-Rekordmittel von 3,57 Millionen Km² (Sept. 2012) (Daten: NSIDC, National Snow and Ice Data Center der USA). Bei AMO-Warmphasen wird mehr Wärme in die europäische Arktis eingetragen. Die minimale Eisausdehnung und die geringere Westlagenhäufigkeit der 2000er Jahre „passen“ gut zum AMO-Maximum. Genaueres Zahlenmaterial zur Eisausdehnung liegt leider erst seit 1979 vor (Einführung der flächendeckenden, satellitengestützten Überwachung). Zumindest in diesem relativ kurzen Zeitraum von mehr als 35 Jahren bestand ein signifikanter Zusammenhang zwischen der AMO und der Fläche des winterlichen Arktis-Meereises:

Ähnlich wie in den 1930er Jahren, als während der damaligen AMO-Warmphase ebenfalls ein Meereisrückgang sowie vor allem ein starkes Abschmelzen der Grönland-Gletscher herrschte. Näheres dazu hier. Die These „weniger Arktiseis – mehr Winterkälte in Deutschland“ ist unhaltbar; tatsächlich fehlt jeglicher Zusammenhang:

Auch bei Betrachtung anderer Bezugszeiträume besteht keine Korrelation. Die aktuelle Meereisbedeckung im Vergleich zu den Vorjahren auf der Nordhalbkugel kann man hier abrufen. Laut einer Fehlprognose von Al Gore sollte der Nordpol schon im Spätsommer 2013 eisfrei sein. Näheres hier. Im Herbst 2018 setzte das Eiswachstum relativ spät und verhalten ein, aber nur kurzzeitig gab es weniger Eisflächen, als im Spätherbst 2012, ab Anfang November wuchs die eisbedeckte Fläche dann stark; das könnte den Temperaturgegensatz zwischen niederen und hohen Breiten verstärken und milde Westlagen im Frühwinter begünstigen. Insgesamt hat das komplizierte, wenig erforschte Zusammenspiel zwischen Meeresströmungen, AMO, Meereis und Großwetterlagen wahrscheinlich großen Einfluss auf die Witterungsverhältnisse. Die Ausdehnung der Schneebedeckung im Spätherbst (Okt/Nov) in Eurasien hat ebenfalls keine eindeutigen Auswirkungen auf die deutsche Winterwitterung. So bedeckte der Schnee in den Spätherbsten 1968, 70, 72, 76, 93, 2002, 09, 14,15 und 16 auf der größten zusammenhängenden Landmasse der Erde eine deutlich überdurchschnittliche Fläche, doch nur die 3 Winter 1968/69, 2002/03 und 2009/10 waren danach zu kalt, während die anderen 7 zu mild ausfielen; letztmalig der von 2016/17, trotz des kalten Januars. Eine große Überraschung bot dieser Analyseteil trotzdem. Im Herbst und Winter wächst nämlich die mit Schnee bedeckte Fläche Eurasiens; nur im Frühling und Sommer nimmt sie ab. Sollte es Dank des „Klimawandels“ nicht immer weniger Schneeflächen in allen Jahreszeiten geben?? Und die wahre Ursache für die Abnahme im Frühjahr/Sommer ist nicht das CO2, sondern vermutlich mehr Sonnenschein (siehe folgende Abbildung):

9. Analogfälle (ähnliche Witterung wie 2018)

Bei dieser Methode werden die dem Winter vorangehenden Monate hinsichtlich ihres Witterungsverlaufs untersucht. Erschwerend dabei ist das Fehlen mehrerer Vergleichsfälle für das ungewöhnlich trocken-warme Sommerhalbjahr 2018; allenfalls 1947, 1982 und 2003 ähneln diesem, jedoch mit großen Abstrichen. Deren Folge-Winter 1947/48, 1982/83 und 2003/04 verliefen mehr oder weniger deutlich zu mild. Betrachtet man alle mehr oder weniger zu kalten Winter der vergangenen 4 Jahrzehnte inklusive solcher, die bei milder Gesamtwitterung mindestens eine mehrwöchige Kälteperiode aufwiesen, so gingen diesen Wintern bis auf die Ausnahme von 2011 Herbste voraus, die schon mindestens einen auffälligen Kälteeinbruch hatten. Dabei war nur selten der Herbst insgesamt zu kalt, aber er wies dann mindestens einen zu kalten Monat oder wenigstens eine markante Kaltphase auf (November 1978, 1980, 1981, 1984, 1985, September 1986, September 1990, November 1993, November 1995, September 1996, September/Oktober 2002, November 2005, September 2008, Oktober 2009, November 2010, Oktober 2012, 2015, Oktober/November 2016, September 2017). Schneite es bereits im Oktober stellenweise bis ins Flachland (2002, 2009, 2012 und 2015), so war in den ersten 3 Fällen der gesamte Winter zu kalt; 2015/16 kam es nur im Januar besonders in Nordostdeutschland zu längeren, winterlichen Phasen. Vor den meisten fast durchgängig milden Wintern (1973/74,1974/75,1987/88,1988/89,1989/90, 2006/07, 2007/08, 2013/14, 2014/15) waren die Herbste entweder rau, gemäßigt oder extrem mild; markante Kälteeinbrüche fehlten jedoch oder waren so wie auch 2018 nur kurz (November 1988 und 1989). Das Witterungsverhalten im September/Oktober 2018 (beide zu mild und zu trocken) ähnelte, freilich nur sehr grob, dem im Jahre 1949 und 2006; der Folgewinter 1949/50 verlief etwas, der von 2006/07 extrem mild.

Zu warmen Sommern folgen meist milde statt kalte Wintern (positiver Zusammenhang). Für seriöse Vorhersagen ist diese Beziehung freilich auch viel zu schwach. Zwischen den Herbst- und Wintertemperaturen findet sich sogar ein etwas deutlicherer positiver Zusammenhang. Schon der August liefert aber manchmal erste Hinweise. Er wies 2018 nach der Objektiven Wetterlagen-Klassifikation des DWD (seit 1979 verfügbar) mit 26 Tagen etwas zu viele mit Westanteil, darunter 19 mit Südwestanteil und nach der HESS/BREZOWSKY-Klassifizierung mit 6 Tagen etwas zu viele mit Südanteil auf. Ähnlichen Augusten folgten in der Vergangenheit zu 50 bis 60% milde und nur zu 10 bis 25% kalte Winter; die restlichen waren normal; auch nach dem August 2017 traf diese Regel zu. Auch die zu geringe Anzahl der Wetterlagen mit nördlichem Strömungsanteil zwischen Juli und September 2018 ist ein gewisser Hinweis auf einen eher milden Winter. Aber der dem Winter vorausgehende März (2018 zu kalt) lässt einen zu kalten Winter mit erhöhter Wahrscheinlichkeit noch möglich werden. In den 125 Fällen seit 1761, bei denen der Vor- März im Deutschlandmittel weniger als +3°C erreichte, also merklich zu kalt war, verlief der folgende Winter in 57 Fällen zu kalt, in je 34 Fällen normal und zu mild. Fast allen der kältesten Winter mit unter minus 4°C im DWD-Mittel, so denen von 1783/84, 1798/99, 1829/30, 1837/38, 1840/41, 1928/29, 1939/40 und 1962/63, gingen kalte Märzen voraus; lediglich der Winter 1946/47 hatte einen normalen Vormärz. Ähnliche Beziehungen ergeben sich zwischen Vormärz und Januar. Seit fast 60 Jahren hat es jedoch keinen derartigen Strengwinter mehr gegeben; und es bleibt fraglich, ob diese „Vormärzregel“ in unserem momentanen „Klimaoptimum“ noch von Bedeutung ist; vielleicht kündigt sie wenigstens einen einzelnen, kalten Wintermonat an. Sehr widersprüchliche Signale sendete auch der zweigeteilte November 2018. Dessen erste, extrem milde Hälfte mit hohem Luftdruck über Osteuropa (viele Südlagen) deutet eher einen Kaltwinter an; während die kalte zweite Hälfte mit hohem Luftdruck, der von Skandinavien nach Island/Grönland abzog, eher auf einen Normalwinter schließen lässt. Insgesamt deutet sich nach den Analogfällen also eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis zu milden Winter, aber vielleicht trotzdem mit einer längeren Kaltphase oder einem kalten Wintermonat, an.

10. Die Hurrikan-Aktivität (Nordatlantik) und Zyklonen-Aktivität (nördlicher Indik)

Mit gewissen Abstrichen (mangelnde Beobachtungsmöglichkeiten vor Einführung der Satellitentechnik) ist die jährliche Anzahl der Tropischen Wirbelstürme im Nordatlantik (Hurrikane) und der Zyklone (nördlicher Indischer Ozean) etwa bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Die verheerenden, meist wenige Tage bis selten länger als zwei Wochen existierenden Hurrikane gelangen nie nach Mitteleuropa. Aber sie beeinflussen unsere Witterung. Sie schwächen bei bestimmten Zugbahnen das Azorenhoch oder kommen bei Einbeziehung in die Westdrift als normale Tiefs nach Europa, wo sie im Spätsommer/Frühherbst mitunter einen Witterungsumschwung einleiten. Auch die Anzahl der im nördlichen Indischen Ozean jährlich vorkommenden Wirbelstürme (Zyklone) könnte einen gewissen Einfluss auf unsere Winterwitterung haben; es gibt von 1890 bis 2014 eine leicht negative Korrelation (tendenziell kältere Winter, wenn dort viele Zyklone auftraten). Im Mittel von 1851 bis 2017 sind gut 5 Hurrikane pro Jahr (die Saison beginnt meist erst zwischen Mai und Juli, doch 2016 gab es schon im Januar einen Hurrikan, und endet spätestens Anfang Dezember) aufgetreten. Erreichte ihre Zahl mindestens 10 (1870, 1878, 1886, 1887, 1893, 1916, 1933, 1950, 1969, 1995, 1998, 2005, 2012 und 2017), so waren von den 14 Folgewintern 11 zu kalt, und nur 3 (1998/99, 1950/51 und 2017/18, da aber kalter Februar!) zu mild. Bei fast all diesen Fällen brachte allerdings schon der Spätherbst markante Kältewellen; selbst vor zwei der milden Wintern waren diese zu beobachten; besonders markant 1998, und 2017 war der September zu kalt. Bei deutlich übernormaler Hurrikan-Anzahl besteht eine erhöhte Neigung zur Bildung winterlicher Hochdruckgebiete zwischen Grönland und Skandinavien. In diesem Jahr gab es bislang erst 8 Hurrikane und damit nur etwas zu viele, was undeutlich für einen kalten Winter spricht. Im Indischen Ozean war die Zyklonen-Aktivität 2018 auch leicht überdurchschnittlich, was ebenfalls auf einen eher kalten Winter hindeutet. Die Wirbelsturm- Aktivität weist diesmal also, wenn auch nur sehr vage, auf einen Kaltwinter in Deutschland hin.

11. Die Langfrist- Vorhersagen einiger Institute, Wetterdienste und Privatpersonen:

UKMO (Großbritannien): Stand 11.11.2018 Winter (D, J, F) mit gering erhöhter Wahrscheinlichkeit in Deutschland zu mild (folgende Karte):

Anmerkung: Hier wird nur die erste UKMO- Karte gezeigt. Es gibt zwei weitere, eine mit der Probability (Wahrscheinlichkeit) für einen normalen Winter und eine für einen zu kalten; erstere weist eine Wahrscheinlichkeit von 20 bis 40% auf; während ein zu kalter Winter zu etwas über 20% wahrscheinlich ist.

Neuerdings wird auch eine Median-bezogene Wahrscheinlichkeitsaussage angeboten; sie zeigt eine partiell leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für über dem Median liegende Wintertemperaturen besonders in Süd- und Mitteldeutschland:

Die aktuellen Karten jederzeit hier.

Meteo Schweiz Stand Nov. 2018: Gering erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen zu milden Winter. Zu kalter Winter zu knapp 30% wahrscheinlich; normaler zu 33%. Die „doppelten T“ sind die Fehlerbalken; die Prognose gilt nur für die Nordostschweiz:

LARS THIEME (langfristwetter.com) Vorhersage von Anfang November 2018: Dezember normal, Januar sehr kalt, Februar etwas zu mild. Winter insgesamt etwa normal. Die Prognose bezieht sich vorrangig auf Mittel- und Nordostdeutschland:

IRI (folgende Abbildung), Vorhersage vom Nov. 2018: Kaum Aussagen für Deutschland; lediglich in Ostsachsen und Südbayern leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen zu kalten Winter; zu mild in weiten Teilen Nord- und Osteuropas:

DWD (Offenbach): In Deutschland 0,5 bis 1°C zu mild, bezogen auf den Mittelwert der Jahre 1990 bis 2017 (Stand Nov. 2018):

NASA (US-Weltraumbehörde) Karten vom November 2018: Alle drei Wintermonate und Winter insgesamt zu mild:

Donnerwetter Berlin (Quelle). Neben den Aussagen für Berlin werden auch gesamtdeutsche getroffen, freilich ohne Bezugswert; Stand Nov. 2018:

Alle 3 Wintermonate in Deutschland zu kühl; in Berlin soll der Winter um 2 bis 3 Kelvin zu kalt ausfallen; wobei der Januar 2019 die stärksten negativen Abweichungen bringen soll.

CFSv2- Modell des NOAA (Wetterdienst der USA, folgende 3 Abbildungen, Eingabezeitraum 14. bis 23.11. 2018): Winter insgesamt zu mild. Dezember (links) normal, nur in Südwestdeutschland etwas zu mild, Januar (rechts) besonders in Ostdeutschland sehr mild, Februar (unten) besonders an den Küsten sehr mild. Die vorhergesagten Temperaturabweichungen beziehen sich auf die Mittelwerte der Periode 1981 bis 2010. Diese experimentellen, fast täglich aktualisierten, aber leider oft falschen Prognosen gibt es hier (Europe T2m, ganz unten in der Menütabelle; E3 ist der aktuellste Eingabezeitraum):

Die Mehrzahl dieser experimentellen, nicht verlässlichen Langfristprognosen deutet einen eher normalen bis zu milden Winter an.

Fazit: Eindeutige, verlässliche Anzeichen für einen Winter sowohl in die extrem kalte als auch in die extrem milde Richtung fehlen. Die Prognosesignale sowie die Vorhersagen der Wetterdienste und Institute tendieren bei großer Unsicherheit in Richtung eines normalen bis zu milden Winters. Gegenwärtig kündigen sich keine markanten Kälteeinbrüche bis mindestens zum 10. Dezember an. Insgesamt fällt der Winter 2018/19 nach momentanem Stand also in etwa normal bis mäßig-mild aus und wird im Deutschland- Mittel auf -0,5 bis +2,5°C geschätzt (LJM 1981 bis 2010 +0,9°C); bei den sehr widersprüchlichen Prognosesignalen muss die weitere Entwicklung aber noch abgewartet werden. In den Kategorien „zu kalt“, „normal“ und „zu mild“ stellen sich die Wahrscheinlichkeiten des Winters 2018/19 folgendermaßen dar:

Die Schneesituation für Wintersport besonders in Lagen unter 1.500m bleibt zumindest in der ersten Dezemberdekade meist mangelhaft, weil intensive Niederschläge fehlen und es zeitweise auch hier zu Plustemperaturen kommen kann. Geschätzte Dezember- Monatsmitteltemperatur für Erfurt- Bindersleben (Mittel 1981- 2010 +0,5°C) 0,0 bis +2,5°C (normal bis zu mild). Für Jan/Feb. 2019 lässt sich noch kein Temperaturbereich schätzen; doch deuten manche Signale auf einen eher kalten Januar 2019 und einen eher sehr milden Februar hin. Das Schneeaufkommen nach Mitte Dezember ist kaum vorhersehbar (langfristige Niederschlagsprognosen sind besonders unsicher). Zur Winterlänge fehlen bisher ebenfalls noch Hinweise. Die Hochwinterwitterung (Jan/Feb.) kann erst anhand des Witterungstrends zum Jahreswechsel etwas genauer abgeschätzt werden; momentan ist ein normaler bis milder Hochwinter deutlich wahrscheinlicher, als ein durchgehend zu kalter. Wegen eines möglichen Wechsels zur Westwindphase in der unteren Stratosphäre (QBO) sind nämlich längere, sehr milde Phasen noch nicht völlig ausgeschlossen; sie stehen im Widerspruch zu einigen Prognosesignalen für einen kalten Januar. Sollte der Dezember zu mild ausfallen, so erhöht das die Wahrscheinlichkeit für einen milden Hochwinter 2019 noch weiter.

Dieses Fazit wurde aus 10% der Tendenz der Bauernregeln, 10% Sonnenaktivität, 20% Zirkulationsverhältnisse, 10% Mittelfrist- Modelle, 10% NAO, AMO,QBO, Polarwirbel, 15% Analogfälle, 5% Wirbelsturm-Aktivität und 20% der vorwiegenden Tendenz der Langfristprognosen gewichtet. Aktualisierung voraussichtlich Ende Dezember.

Zusammengestellt von Stefan Kämpfe, unabhängiger Klimaforscher, am 25.11. 2018




Warum ist es so cool, pessimistisch zu sein?

Hat sich während der letzten 20 Jahre die Prozentzahl der in extremer Armut lebenden Bevölkerung verdoppelt, fast halbiert oder ist sie in etwa gleich geblieben? Als der schwedische Statistiker und Gesundheitsexperte Hans Rosling seinen Mitmenschen im Jahre 2013 diese Frage vorlegte, war er erstaunt ob deren Antworten. Nur 5% der befragten Amerikaner gaben die richtige Antwort: Extreme Armut hat sich fast halbiert. Verschmitzt hatte er darauf hingewiesen, dass ein Schimpanse viel besser abgeschnitten hätte, indem er eine Zufalls-Antwort gegeben hätte. Menschen sind also schlimmer als nur ignorant: Sie glauben, viel Düsteres über die Welt zu wissen, was in Wirklichkeit gar nicht stimmt.

Vor seinem frühzeitigen Tod im vorigen Jahr hat er zusammen mit seinem Sohn und seiner Schwiegertochter ein ausgezeichnetes Buch veröffentlicht, in welchem es um einen derartigen reflexiven Pessimismus geht. Sein Titel sagt alles: Factfulness: Ten Reasons We’re Wrong About the World—and Why Things Are Better Than You Think [eine Rezension des Buches beim EIKE findet sich hier]. Als Autor eines Buches mit dem Titel „The Rational Optimist“ bin ich glücklich, auf ihren Zug aufspringen zu können, in welchem auch Autoren wie Steven Pinker, Björn Lomborg, Michael Shermer und Gregg Easterbrook sitzen.

Uns Neuen Optimisten bläst aber immer noch der Wind ins Gesicht. Egal wie überzeugend unsere Beweise sein mögen, wir stoßen regelmäßig auf Unglauben und sogar Feindlichkeit, als ob die Betonung des Positiven etwas Herzloses sei. Menschen halten an ihrem Pessimismus bzgl. des Zustandes der Welt fest. John Stuart Mill beschrieb diese Tendenz bereits im Jahre 1828 sehr treffend: „Ich habe beobachtet, dass nicht derjenige als weise bewundert wird, der hofft, wenn andere verzweifeln, sondern nur derjenige, der verzweifelt, wenn andere hoffen“. Es ist cool, pessimistisch zu sein.

Studien kommen konsistent zu dem Ergebnis, dass Menschen in entwickelten Gesellschaften dazu neigen, pessimistisch zu sein hinsichtlich ihres Landes und er Welt, aber optimistisch hinsichtlich ihres eigenen Lebens. Sie erwarten, mehr zu verdienen und länger verheiratet zu bleiben als es allgemein der Fall ist. Eine Eurobarometer-Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass fast doppelt so viele Europäer ihre eigenen ökonomischen Perspektiven als im nächsten Jahr besser werdend einschätzen als umgekehrt. Gleichzeitig jedoch erwarten sie mit größerer Wahrscheinlichkeit, dass die Perspektiven ihres Landes sich eher verschlimmern als verbessern. Der Psychologe Martin Seligman von der University of Pennsylvania nennt einen Grund dafür: Wir glauben, unser eigenes Schicksal selbst in die Hand nehmen zu können, aber nicht das Schicksal der ganzen Gesellschaft.

Es gibt mit Sicherheit heutzutage viele Gründe, sich über den Zustand der Welt Sorgen zu machen, von Terrorismus über Fettleibigkeit bis hin zu Umweltproblemen, aber hinter der Persistenz des Pessimismus‘ hinsichtlich unseres Planeten muss es einige weitere Erklärungen jenseits der Fakten geben. Hier kommen ein paar Vorschläge:

Schlechte Nachrichten kommen plötzlich, während sich gute Nachrichten nur graduell erschließen. Daher haben schlechte Nachrichten einen höheren Nachrichtenwert. Schlachten, Bomben, Unfälle, Morde, Stürme, Überschwemmungen, Skandale und Katastrophen aller Art neigen dazu, über gute Nachrichten zu triumphieren. Im Gegensatz dazu findet die graduelle Abnahme der Armut in der Welt kaum einmal ihren Weg in die Schlagzeilen. Rosling drückt es so aus: „In den Medien übertreiben die ,Nachrichten-werten‘ Ereignisse das Ungewöhnliche und konzentrieren sich auf abrupte Änderungen“.

Flugzeugabstürze ereignen sich immer seltener, aber über jeden Einzelnen wird viel ausführlicher berichtet als früher.

Dies ist ein Teil dessen, was Psychologen den „Verfügbarkeits-Bias“ nennen, eine Marotte menschlicher Wahrnehmung, die zum ersten Mal in den siebziger Jahren angesprochen worden ist. Die Menschen überschätzen das Ausmaß der Kriminalität erheblich, weil kriminelle Akte die Nachrichten ganz unverhältnismäßig beherrschen. Aber zufällige Gewaltausbrüche finden immer ihren Weg in die Nachrichten, weil sie selten auftreten, während routinemäßige Freundlichkeit keinen Nachrichtenwert haben, weil sie so allgemein verbreitet ist.

Schlechte Nachrichten sind immer wichtig; gute Nachrichten vielleicht nicht. In prähistorischen Zeiten war es sinnvoller, sich über Risiken Gedanken zu machen – man vermied es damit, etwa von einem Löwen angefallen zu werden – als Erfolge zu feiern. Vielleicht haben Menschen deshalb einen „Negativitäts-Bias“. In einer Studie haben Forscher an der McGill-University untersucht, welche Nachrichten ihre Probanden wählten, um sie zu lesen. Das war für sie ein Augen öffnendes Experiment. Es stellte sich heraus, dass selbst dann, wenn die Leute sagen, sie wollen mehr gute Nachrichten hören, sie viel interessierter an schlechten Nachrichten waren: „Unabhängig davon, was die Teilnehmer sagten – sie legten eine Bevorzugung für negative Nachrichten an den Tag“, folgerten die Autoren Mark Trussler und Stuart Soroka.

Menschen denken in relativen, nicht absoluten Kategorien. Was interessiert ist, wie gut es einem im Verhältnis zu anderen Menschen geht, weil es das ist, was über den Wettbewerb um Ressourcen (und Partner) in der Steinzeit bestimmte. Gesagt zu bekommen, dass es anderen besser geht, ist daher eine Art schlechter Nachrichten. Verbessern sich die Umstände, nehmen die Menschen diese Verbesserungen als garantiert hin und überarbeiten ihre Erwartungen.

Mit der Verbesserung der Welt erweitern die Menschen ihre Definition, was schlechte Nachrichten sind. Dieses neue Ergebnis der Harvard-Psychologen David Levari und Daniel Gilbert, bekannt unter der Bezeichnung „Prävalenz-induzierte Konzept-Änderung“ [?] zeigt, dass je seltener irgendetwas wird, umso umfassender das Konzept revidiert wird. Eines ihrer Experimente ergab, dass je seltener sie blaue Punkte zeichneten, desto wahrscheinlicher bezeichneten Menschen violette Punkte als „blau“. Je seltener sie bedrohliche Gesichter zeigten, umso eher beschrieben die Probanden ein Gesicht als bedrohlich. „Es gibt auf allen Ebenen eine robuste Tendenz zu ,kriechen‘, wenn man das eigentlich nicht tun sollte“.

Man betrachten das Beispiel Luftverkehr: Flugzeugabstürze ereignen sich immer seltener – das Jahr 2017 war das erste Jahr ohne überhaupt einen einzigen Flugzeugabsturz, trotz der vier Milliarden Menschen in der Luft – aber jeder Absturz erhält drastisch mehr Aufmerksamkeit. Manche Leute halten Flugzeuge immer noch für ein riskantes Transportmittel.

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Der ganze Beitrag nebst Kommentaren steht hier hinter einer Zahlschranke.

Übersetzt von Chris frey EIKE




Naturschutz als Staatziel – mit unerwarteten Folgen

Doch dieses Staatsziel könnte für die Ausbaufreunde von Solar- und Windkraft unerwartete und sehr negative Folgen haben.

Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist heute nicht nur den Bürgern enorm wichtig, sondern sollte auch Grundlage allen staatlichen Handelns sein. Hierfür sorgen umfangreiche Staatsziele und das Bundesnaturschutzgesetz. Zuletzt wurde das Staatsziel Nachhaltigkeit am vergangenen Wochenende in die hessische Landesverfassung aufgenommen. Wörtlich heißt es in der Vorlage, die wohl mit großer Mehrheit von den Bürgern aufgenommen wurde, „Der Staat, die Gemeinden und Gemeindeverbände berücksichtigen bei ihrem Handeln das Prinzip der Nachhaltigkeit, um die Interessen künftiger Generationen zu wahren“.

Soweit die Theorie. Dass tatsächlich gerade unter der angeblichen Maßgabe der Nachhaltigkeit mit der hiesigen Energiepolitik erhebliche negative Eingriffe in die Natur, die Artenvielfalt und den Wasserhaushalt vorgenommen werden, ist ein Grundwiderspruch, der eine Angriffsfläche für fehlgeleitete Entscheidungen der öffentlichen Hand bietet. Es geht hier bei vor allem um drei Bereiche:

Erstens sind in mehreren Novellen des Bundesnaturschutzgesetzes und des Baugesetzbuches Regeln aufgenommen worden, die die Windkraft im Wald als notwendige Infrastrukturmaßnahme ansehen (§35 BauGB) und das Tötungsverbot für in ihrem Bestand bedrohte Tiere auflockert (§44ff BNatSchG). Dies kann der Gesetzgeber jederzeit tun, muss aber vor Verabschiedung eines Gesetzes eine umfangreiche Güterabwägung vornehmen, um sicherzustellen, dass keine Staatsziele verletzt werden. Dies ist in den obengenannten Fällen unterblieben.

Zweitens sind öffentliche Eigentümer von Grundstücksflächen verpflichtet, Naturschutzbelange besonders zu berücksichtigen. In §2 Abs. 4 BNatSchG heißt es dazu: „Bei der Bewirtschaftung von Grundflächen im Eigentum oder Besitz der öffentlichen Hand sollen die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege in besonderer Weise berücksichtigt werden.“ Wird eine solche Grundfläche für den Betrieb Windkraftanlagen oder für agrarische Monokulturen vorgesehen, sind die Gebietskörperschaften zu einer umfassenden Güterabwägung verpflichtet. Sie dürfen den Zustand ihres Gemeindewaldes und ihrer Gemeindewiesen nicht verschlechtern! Der Staat muss dies in Verantwortung aus der Schutzpflicht in Artikel 20a klarstellen und verhindern. Schließt er einen Pachtvertrag beispielsweise mit dem Betreiber einer Windkraftanlage im Wald ab ohne vorherige Güterabwägung, macht dies den Pachtvertrag angreifbar. Fällt aber ein Pachtvertrag, ist eine bereits erteilte Genehmigung für den Betreiber einer Windkraftanlage unbrauchbar. Das Unternehmen handelt sogar strafbar, wenn es nach Klarstellung durch den öffentlichen Grundstückseigentümer Rodungsarbeiten vornimmt.

Eine Klage in diesem Sinne wurde kürzlich gegen das Regierungspräsidium Darmstadt wegen einer Teilgenehmigung mehrerer Windkraftanlagen auf Flächen der Taunusgemeinde Grävenwiesbach eingereicht. Sicher werden einschlägige Bürgerinitiativen bundesweit dieses Verfahren genau beobachten und von staatlichen Eigentümern und Genehmigungsbehörden einfordern, den grundgesetzlichen Schutzauftrag zu erfüllen, der nun auch noch durch die hessische Landesverfassung verstärkt wurde.

Drittens ist beim EEG insgesamt nie hinreichend hinterfragt worden, ob es tatsächlich zu einer so bedeutenden Absenkung der CO2-Emissionen beiträgt, dass die erheblichen Eingriffe in die Natur gerade für die Windkraft und die Biomasse-Verstromung gerechtfertigt wären. Auch hier hat es der Gesetzgeber versäumt, eine Güterabwägung vorzunehmen. Käme eine Normenkontrollklage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen des EEG im Zusammenspiel mit Artikel 20a GG zustande, hätte sie wohl Aussicht auf Erfolg. Allerdings sind die Hürden für eine Normenkontrollklage hoch. Dem einzelnen Bürger ist dieses Instrument verwehrt. Klageberechtigt sind jedoch die Bundes- und die Landesregierungen sowie ein Viertel der Abgeordneten des Deutschen Bundestags (Art. 93 Abs. 2 Grundgesetz).

Wie müsste nun eine solche Güterabwägung aussehen, die den Eingriffen in die Natur entgegen dem Staatsziel zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen vorausgehen müsste?

  1. Es müsste gezeigt werden, dass die Maßnahmen zur CO2-Absenkung tatsächlich dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen dienen.  Was sich so trivial anhört, ist es in Wahrheit nicht.  Das IPCC schreibt im fünften Sachstandsbericht von 2013 (WG II Part A, S. 67 und 275), dass noch keine einzige Art wegen des bisherig beobachteten Klimawandels ausgestorben sei.  Dies sei auch nicht zu erwarten, solange der Anstieg der Weltmitteltemperatur im Bereich weniger Grad bliebe.  Insbesondere seien die nördlicheren Breiten weniger vom Klimawandel betroffen als die Tropen.  Als Begründung wird angeführt, dass Biosysteme flexibel auf Änderungen von Witterung und Klima reagierten durch eine Verschiebung von Habitaten entlang sich verschiebender Klimazonen.
  2. Es müsste gezeigt werden, dass die Umgebungsenergien überhaupt dazu in der Lage sind, zu einer Absenkung der CO2-Emissionen beizutragen.  Auch hier ist die Beweislage weitaus weniger eindeutig, als es in der veröffentlichten Meinung den Anschein hat.  Immerhin sind die Emissionen der deutschen Stromproduktion seit 2009 kaum abgesunken.  Dennoch geht das Umweltbundesamt von einer merklichen rechnerischen Entlastung der deutschen CO2-Bilanz durch Umgebungsenergien aus, allerdings werden diese Rechnungen in der Praxis nicht ansatzweise erreicht.  Die Ursachen hierfür haben wir hier mehrfach untersucht und liegen hauptsächlich an der zeitlich stark schwankenden Einspeisung aus Solar- und Windkraftwerken, die andernorts im Strommarkt zu erheblichen Kosten führen.
  3. Es müsste insbesondere gezeigt werden, dass die Nutzung der Umgebungsenergien nicht im Gegenteil zu einer Steigerung der CO2-Emissionen beitragen.  Auch dies sollte untersucht werden.  So verschlingen Wind- und Solaranlagen, aber auch Wasserkraftwerke etwa 10 – 20 Mal mehr Rohstoffe je produzierter Terawattstunde als Kernkraftwerke.  Diese Rohstoffe müssen unter Emissionen von CO2 produziert werden und auch der Bau von Kraftwerken, die Umgebungsenergien ausnützen, erzeugt CO2-Emissionen, etwa wenn große Waldflächen für Windkraftwerke gerodet werden.  Hierin noch nicht eingerechnet sind die erheblichen Emissionen, die bei der Produktion von Stromspeichern freigesetzt werden, die für eine Stromversorgung aus Sonne und Wind unbedingt nötig sind.  Eine ehrliche und umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung hierüber steht noch aus.
  4. Es müsste gezeigt werden, dass die Eingriffe in die natürlichen Lebensgrundlagen durch die Nutzung der Umgebungsenergien die positiven Folgen ihrer Nutzung aus (1) bis (3) nicht übersteigen und sich dadurch rechtfertigen lassen.  Gerade beim Anbau von Biomasse wie Raps und Mais in großen landwirtschaftlichen Monokulturen und bei der Nutzung der Windenergie im Wald dürfte dieser Nachweis schwierig zu führen sein, da die Eingriffe, die eine solche Energiepolitik anrichtet, für Insekten, Greifvögel und Fledermäuse oft tödlich enden.
  5. Zu einer Güterabwägung gehört auch, Alternativen zur gewählten Maßnahme (Nutzung der Umgebungsenergien) in ihrer Wirksamkeit zur Erfüllung des Staatsziels Nachhaltigkeit zu überprüfen.  So ist ein wirtschaftlich effektives Mittel zur Absenkung von CO2-Emissionen der Handel mit Emissionszertifikaten.  Frankreich und Schweden, die beide die Kernenergie zur Stromerzeugung nutzen und dies auch langfristig tun werden, emittieren pro Kopf viel weniger CO2 als die Deutschen.  Ein Ausbau der Nutzung der Kernenergie wäre also auch ein wirksames Mittel, um wie angestrebt die CO2-Emissionen abzusenken.

In jedem einzelnen dieser Themenfelder gilt, was wir hier seit Langem konstatieren:  Selbst die einfachsten Fragen werden nicht gestellt, geschweige denn kompetent beantwortet.  Das mag im politischen Raum angehen, im Verwaltungsrecht aber nicht.  Wenn die Staatsziele Nachhaltigkeit und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen tangiert sind, ist die Güterabwägung zwingend für die Rechtmäßigkeit staatlichen Handelns.  Umgekehrt wird staatliches Handeln angreifbar, wenn ohne Güterabwägung vorgegangen wird.

Gerade seit dem letzten Sonntag bieten sich auch in Hessen erhebliche Angriffsflächen für Bürgerinitiativen, die Pachtverträge der öffentlichen Hand anzugreifen.  Vielleicht findet sich ja auch eine Landesregierung für eine Normenkontrollklage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Verfassungsmäßigkeit des EEG oder einzelner Aspekte hierzu.  Es müsste dann nur sichergestellt sein, dass vor Gericht nicht ausschließlich willfährige Gutachter der „Öko“-Branche herangezogen werden.

Der Beitrag erschien zuerst beim Deutschen Arbeitgeber Verband hier




Die Bedrohung für die Umwelt, welche die grüne Lobby zu ignorieren versucht

Während der letzten Wochen haben Campaigner und Wissenschaftler gleichermaßen ihre Aufmerksamkeit der Frage zugewandt, wie man Land verbrauchen kann, um gegen die globale Erwärmung vorzugehen. Ihr Interesse wurde geweckt durch den Sonderbericht des IPCC darüber, wie man den Anstieg der globalen Temperatur unter 1,5°C halten könnte. Eine Idee des Gremiums war es, für eine massive Ausweitung von Wäldern zu sorgen, damit überschüssiges Kohlendioxid zu Holz umgewandelt werden kann. Dieses Holz könnte dann für die Stromerzeugung verbrannt werden, wobei die wieder frei werdenden Kohlendioxid-Emissionen tief im Untergrund abgeschieden werden könnten. Alternativ könnte man das ganze Holz auch für Bauzwecke verwenden. Dies würde der Theorie zufolge den Kohlenstoff verschließen. Der IPCC-Studie folgte ein Doppel-Report des Klimawandel-Komitees [committee on climate change (CCC)] auf dem Fuße, also von den Beratern der Regierung bzgl. Klimapolitik. In einem dieser Berichte ging es um das Thema Biotreibstoffe, im anderen um Landverbrauch. Genau wie das IPCC sieht auch das CCC eine massive Ausweitung von Wäldern und Energie-Ernten als den richtigen Weg an.

Aber es gibt ein Problem hinsichtlich all dieser Gedanken. Sollten sie nämlich umgesetzt werden, würden sie der Natur erheblichen Schaden zufügen. Die Aufforstung für die Kohlenstoff-Speicherung würde notwendigerweise das regelmäßige Roden natürlicher Wälder und deren Ersatz durch die am schnellsten wachsenden Spezies erfordern; es ist ziemlich klar, dass nur wenige Hölzer verschont bleiben würden. Das CCC spricht indirekt von all den Waldgebieten in England, welche nicht „aktiv bewirtschaftet“ werden, und scheint der Ansicht zu sein, dass man diese für Gaia opfern kann. Man vergesse also schöne, gestandene Eichen im Sherwood Forest und beginne, an Monokulturen mit Douglas-Fichten und Trauerweiden zu denken.

Man sollte sich nun aber auch daran erinnern, dass ebenso wie der Wunsch, ein Viertel der Landfläche von UK für den Anbau von Biotreibstoffen zu nutzen, sich das CCC auch für mehr Windturbinen stark macht. Offenbar hat man dort versucht, diese unbequeme Tatsache in den Berichten zu verschleiern, indem große Windparks und städtische Gebiete einfach in die Kategorie „besiedelte Gebiete“ gesteckt werden. Aber es besteht die Sorge, dass bis zu 10.000 km² Land – das ist eine doppelt so große Fläche wie der Cairngorms National Park – potentiell als Teil einer größeren Ausdehnung von Wind-Industrialisierung ausgewiesen werden könnte.

Man kann gut und gerne sagen, dass all dies auf eine ökologische Katastrophe hinausläuft, die da in der Planung ist. Und trotzdem gab es dazu noch nicht einen Piepser seitens der Umweltaktivisten. Das ist eigenartig. Obwohl vor zehn Jahren einige Grüne ganz wild nach Biotreibstoffen waren, haben sie ziemlich schnell erkannt, dass Energie-Ernten insgesamt nicht das sind, was sie sein sollten. (Friends of the Earth schrieben an den damaligen Kanzler Gordon Brown und forderten, dass Ölunternehmen verpflichtet werden sollen, Biotreibstoffe dem Petroleum beizumischen). Daher könnte man eine Reaktion irgendeiner Art darauf erwartet haben, dass fast ein Viertel der Landfläche von UK dem Anbau von Biotreibstoff gewidmet sein soll und dass eine weitere große Landfläche Wind-industrialisiert werden soll. Es ist nicht so, dass sie das nicht mitbekommen haben – Caroline Lucas von den Grünen und Craig Bennett von Friends of the Earth bewerteten beide den IPCC-Report positiv. Bennett sagte sogar, dass er zeige, dass „massive zusätzliche Maßnahmen während der nächsten 12 Jahre erforderlich seien, um den Klimawandel auf 1,5°C zu begrenzen“.

Das Problem dabei: Sobald man nach Lösungen für das vermeintliche Problem Klimawandel sucht, wird sehr schnell offenbar, dass die Heilungs-Maßnahmen sehr, sehr viel schlimmer sind als die Krankheit. Nichtsdestotrotz muss die grüne Lobby weiterhin Gelder locker machen, um im Geschäft zu bleiben. Gerede über „massive zusätzliche Maßnahmen“ kann daher ein guter Weg sein, das Geld am Fließen zu halten, so lange wie man nicht weiß, um welche Maßnahmen genau es geht. Man erwarte, dass die Grünen weiterhin schweigen werden.

Andrew Montford is deputy director at the Global Warming Policy Forum

Link: https://blogs.spectator.co.uk/2018/11/the-threat-to-the-environment-that-the-green-lobby-tries-to-ignore

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Trumps Kandidat für die Energie-Regulationsbehörde, war kein Fan Erneuerbarer Energien

McNamee – Präsident Donald Trumps Kandidat für die den Ausschuss der Federal Energy Regulatory Commission (FERC) [Bundesbehörde für die Überwachung des Energiehandels] – versichert bei seiner Anhörung vor dem Senats-Ausschuss für Energy and Natural Resources Committee [~ für Ressourcen), dass er eine unabhängige und faire Regulierungsbehörde leiten wird, wenn er vom Senat in diesem Amt bestätigt wird..

 „Ich weiß, dass ich ehrlich sagen kann, dass ich ein unabhängiger Schiedsrichter sein werde, für die Dinge, um die sich das FERC zu kümmern hat. Ich denke, es ist wichtig, sich das Gesetz und die Fakten anzusehen und diese Entscheidungen auf dieser Grundlage zu treffen “, sagte McNamee am 15. November, bevor demokratische Komitee Mitglieder, seine Unparteilichkeit hinsichtlich  erneuerbarer Energien und fossiler Brennstoffe in Frage stellten.

Wenn der Senat ihn für das Amt bestätigt, wird McNamee als republikanisches Mitglied von FERC fungieren, einer fünfköpfigen Agentur, die den Elektrizitätsmarkt und den zwischenstaatlichen Energiehandel des Landes reguliert. FERC spielt auch eine wichtige Rolle bei der Überwachung von Erdöl- und Erdgaspipeline-Projekten.

Ein kürzlich aufgetauchtes Video könnte jedoch den Bestätigungsprozess von McNamee erheblich erschweren.

„Erneuerbare Energien, wenn sie ein- und ausgeschaltet werden, verfälschen sie die gesamte Physik des Stromnetzes“, sagte McNamee im Februar in einem von Utility Dive [Lobby Gruppe] erhaltenen Video. „Wenn die Leute also über Wissenschaft sprechen wollen, sollten sie über die Physik des Stromnetzes sprechen und wissen, was echte Wissenschaft ist. Und wie produzieren Sie zuverlässig den Strom für Ihr Licht? Mit fossilen Brennstoffen und Nuklearen.

McNamees Rede war während seiner Zeit bei der Texas Public Policy Foundation, einem konservativen Think Tank. Neben seiner Kritik an Wind und Sonne attackierte er auch Aktivisten des Klimawandels.

„Die grüne Bewegung spricht immer von mehr staatlicher Kontrolle, denn es ist der ständige Kampf zwischen Freiheit und Tyrannei“, fuhr er fort. „Es geht um Menschen, die sagen, ich weiß, was für Sie besser ist.“

Der FERC-Kandidat sagte damals, dass fossile Brennstoffe nicht etwas Schmutziges sind, sondern „ein Schlüssel für unseren Wohlstand, unsere Lebensweise und auch für eine saubere Umwelt.“

[[Interessant an der Vita des Kandidaten ist, dass in seiner Tätigkeit auch Projekte „erneuerbarer“ Energie vorkamen.
(Aufstellung hier gekürzt)

Bernie McNamee war in verschiedenen rechtlichen und politischen Positionen auf Bundes- und Bundesland-Ebene tätig. Derzeit ist er am US-Energieministerium (DOE) tätig. …. als Exekutivdirektor des Büros für Politik und als stellvertretender Chefsyndicus für Energie Politik.…

Genehmigung von drei Solarstromerzeugungsanlagen in Virginia.
Genehmigung einer Kombikraftwerkanlage mit 1358 MW für Erdgas in Virginia.
Genehmigung der Umstellung von drei älteren Kohlekraftwerken auf Biomasse in Virginia.
Genehmigung der Pläne für erneuerbare Portfoliostandards (RPS) für einen großen Energieversorger.
Genehmigung von Energieeffizienz- und Erhaltungsplänen für Strom- und Erdgasversorger.
Zulassung verschiedener elektrischer Übertragungsleitungen.
Genehmigung der [Energie-] Tarife für Strom- und Erdgasversorger.
Genehmigung eines [weiteren] Stromerzeugers aus Kernkraft
Genehmigung von integrierten Ressourcenplänen (IRP) für Stromversorger, das betraf Erdgas, Kohle, Kernkraft und erneuerbare Energien. ]]

 

Das neu aufgetauchte Video könnte McNamee Probleme bereiten, der bereits bei seiner früheren Arbeit im Department of Energy von Demokraten Druck bekam. Während seiner Zeit beim DOE (Energieministerium) stand McNamee unter dem Druck, ausfallende Kohle- und Atomkraftwerke zu retten. Dieser Plan wurde zufällig von der Agentur abgelehnt, der er jetzt dienen soll – FERC.

Der demokratische Senator Ron Wyden aus Oregon, Mitglied des Energie- und Rohstoffausschusses des Senats, kündigte bereits seine Absicht an, gegen McNamee zu stimmen, wobei er dessen Aufgabe zum Rettungsplan erwähnte. Andere Demokraten werden ihm wahrscheinlich folgen.

Angesichts der Tatsache, dass die GOP [Republikanische Partei] den Senat kontrolliert, ist es dennoch wahrscheinlich, dass McNamee bestätigt wird. Die republikanische –Senatorin von Alaska, Lisa Murkwoski, die Vorsitzende des Ausschusses, sagte, sie stimme seinen Kommentaren zu. Der demokratische West Virginia Senator Joe Manchin, der einen kohlefreundlichen Staat vertritt, lobte auch die Arbeit von McNamee in Energiefragen.

McNamee muss erst vom Senatsausschuss bestätigt werden und anschließend von der gesamten Senatskammer, um bei FERC tätig zu werden.

Gefunden auf The Daily Caller vom 21.11.2018

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://dailycaller.com/2018/11/21/bernard-mcnamee-criticized-renewables/




Ostschweiz gegen Windenergie

 

Bild 1: Die Linthebene, vom Benkner Büchel aus gesehen. Rechts hinten Glarus Nord das Tor zum „Glarnerland“ (Foto: Kurt Zwahlen).

Die Nachricht kam für alle Beteiligten überraschend: Die Regierung des kleinen Schweizer Kantons Glarus strich eine seit 14 Jahren geplante Windenergiezone bei Bilten (politische Gemeinde Glarus Nord) in der Linthebene aus dem Richtplan. Wörtliche Begründung: Im Einzugsbereich von Siedlungsgebieten sollen keine neuen Windenergieanlagen erstellt werden. Windkraftanlagen verunmöglichen auf lange Sicht die Siedlungsentwicklung. Gemäss dem politischen Entwicklungsplan will Glarus Menschen aus anderen Regionen gewinnen und sorgt für eine intakte Landschaft und nachhaltig genutzte Erholungs- und Freizeitgebiete. Glarus Nord ist das Tor zum Glarnerland.

Fünf 200 Meter hohe Turbinen sollten mitten in dicht besiedeltem Gebiet gebaut werden, nur 300 Meter entfernt von Wohnbauten. Der Standort ist nicht einmal Windpotentialgebiet gemäss Windatlas des Schweizer Bundesamtes für Energie (BFE). LinthGegenwind, der „Verein zum Schutz der Linthebene vor Windkraftanlagen“, organisiert eine breite Gegnerschaft aus Anwohnern und Naturschützern und hatte bereits erreicht, dass im Juni 2019 ein Antrag auf 700 Meter Mindestabstand zur Abstimmung vor die Gemeindeversammlung kommt. Kürzlich wurde auch bekannt, dass der angrenzende Kanton Schwyz eine Untersuchung in Auftrag gegeben hat, welche die Errichtung von 14 weiteren Windturbinen im Schwyzer Teil der Linthebene empfiehlt.

Bild 2: 19 Windräder in der Linthebene? Diese Fotomontage von LinthGegenwind erweist sich als nicht übertrieben.

Eine Woche später folgte ein weiterer Paukenschlag. Die Regierung von Appenzell-Innerrhoden gab bekannt, dass für ein geplantes Windkraftwerk bei Oberegg keine Windzone festgelegt wird. Eine Windkraftanlage würde zu verschiedenen Konflikten in den Bereichen Siedlung und Umwelt führen. Das Hauptargument für den ablehnenden Entscheid bildet die Unverträglichkeit der Windkraftanlage mit dem Landschaftsbild, hiess es. Im Vernehmlassungsverfahren gab es 500 Einwendungen gegen die Windzone und nur 60 dafür. Gegen die Windräder waren unter anderem der Kanton Appenzell-Ausserrhoden (der Windkraftwerke auf eigenen Kantonsgebiet bis auf weiteres überhaupt ausschloss), der benachbarte Kanton St. Gallen, das österreichische Bundesland Vorarlberg und die Gemeindepräsidentenkonferenz Appenzell. Ein Landschaftsgutachten war zum klaren Schluss gekommen, dass das gesamte Kantonsgebiet von Appenzell aus Gründen des Landschaftsschutzes mit Windkraftwerken unvereinbar ist.

Auch andere Projekte in der Ostschweiz stossen auf Widerstand. Im Thurgau hat sich in den Gemeinden Braunau und Wuppenau ein starker Widerstand in der Gemeindebevölkerung formiert. Die Gemeindevertretung hat angekündigt, sich gegen alle Versuche des Kantons, eine Windenergiezone festzulegen, zur Wehr setzen zu wollen. Der Kanton Thurgau hatte 2017 aufgrund hunderter Vernehmlassungs-Eingaben sämtliche Windenergiezonen aus dem Richtplan entfernt und eine Neubeurteilung angekündigt. Diese hatte zur Folge, dass die Windenergiezonen massiv verkleinert und zwei Gebiete zur Gänze gestrichen wurden.

Im Kanton Schaffhausen soll eine Windindustriezone auf dem Chroobach errichtet werden. In der Vernehmlassung zum Richtplan gingen 1300 Einwendungen gegen das Projekt ein, viele auch aus dem benachbarten Deutschland. Die Gemeinde Hemishofen sprach sich 2016 in einer Konsultativabstimmung gegen den geplanten Windpark Chroobach aus. Weitere betroffene Gemeinden sind ebenfalls dagegen. Eine Volksinitiative verlangt eine Änderung der kantonalen Verfassung, nach der sowohl die Kantonsbürger als auch die Standortgemeinden über Windenergiezonen abstimmen können.

Der Kanton St. Gallen plant derzeit zwei Windenergiezonen, bei Krinau im Toggenburg und bei Sargans im Rheintal. Gegen beide Standorte im Richtplanentwurf gingen Einwendungen ein. Die Vorgaben des Bundes an den Kanton St. Gallen sind hoch: 130 – 400 Gigawattstunden Strom aus Windenergie sollen produziert werden, das entspricht 25 – 100 Grosswindkraftwerken. Dies sei „absolut utopisch„, sagt Kantonsplaner Ueli Strauss-Gallmann im St. Galler Tagblatt. Der Kanton hat sich selbst nur ein Ziel von 25 GWh festgelegt, bis 2020 sollen es 10 GWh sein. Gegen das Projekt auf dem idyllischen Älpli Krinau hat sich ein Verein organisiert. Die SVP der politischen Gemeinde Wattwil, zu der das Dorf Krinau gehört, hat gegen das Projekt Stellung bezogen. Im Rheintal in der Nähe von Sargans war schon 2017 ein Windkraftprojekt bei Balzers, Liechtenstein, geplant worden. Noch bevor das Projekt konkret wurde, liess der Gemeinderat die Bevölkerung darüber abstimmen. Mehr als 65% stimmten gegen die Windräder. Daraufhin wurde das Projekt eingestellt.

Das einzige Grosswindkraftwerk in der Ostschweiz steht in Haldenstein bei Chur und dient als Vorzeigeprojekt. Es produzierte 2017 bei einer Auslastung von bescheidenen 15.91% Strom im Marktwert von ca. 200.000 Schweizer Franken und erhielt dafür eine massiv subventionierte Vergütung von 880.000 Schweizer Franken (21.5 Rappen/kWh). Windkraftwerke in der Schweiz generieren dreimal mehr Subventionen als Strom (zu Marktpreisen). Nur deshalb können sie überhaupt betrieben werden.

Medien, Vertreter der Windindustrie und Politiker klagen über die Ausbauflaute bei Windenergie und den Rückschlag für die „Energiewende“. Reto Rigassi, Leiter des Branchenverbandes Suisse Eole, macht sich Sorgen über die gut organisierte Gegnerschaft. Suisse Eole erhielt Millionenzahlungen vom Bundesamt für Energie mit dem ausdrücklichen Auftrag, die Meinung der Bevölkerung zur Windenergie zu manipulieren und Volksabstimmungen zu beeinflussen. Der Verband „Freie Landschaft Schweiz“, die Dachorganisation der Windkraftgegner, hatte diesen Skandal aufgedeckt („Bund zahlt Millionen an Wind-Lobby“, SonntagsZeitung vom 7. Mai 2017). Folgende Organisationen wehren sich in der Ostschweiz gegen Windkraftprojekte: LinthGegenwind – Verein zum Schutz der Linthebene vor Windkraftanlagen (Glarus), Pro Landschaft AR/AI (Appenzell), Lebensqualität Braunau/Wuppenau (Thurgau), ÄlpliGegenwind (Toggenburg, St. Gallen), IG Gegenwind Chroobach (Schaffhausen) und die IG Sezner-UmSu-Grenerberg (Surselva, Graubünden).

Die Windkraftbefürworter setzen nun alle Hebel in Bewegung, um die Entscheidungen der Kantonsregierungen Appenzell und Glarus wieder rückgängig zu machen. Die Sozialdemokratische Partei Appenzell-Innerrhoden hat angekündigt, im Kantonsparlament einen Vorstoss für den Windpark zu lancieren. In Glarus ist die Grün-Liberale Partei dabei, eine überparteiliche Allianz aufzustellen, um die Entscheidung der Regierung im Kantonsparlament zu Fall zu bringen. Unterstützung findet sie ausgerechnet beim Gemeindepräsidenten der betroffenen Gemeinde Glarus Nord, Thomas Kistler (SP). Und die Präsidentin der Grünen, Prisca Müller, forderte im Schweizer Fernsehen: Wenn schon muss man Windräder dort bauen, wo die Infrastruktur da ist, wo sie gebraucht werden, und das ist in der Schweiz in der Nähe von Siedlungen. (SRF Schweiz aktuell, 6. November 2018). Es ist schwer zu sagen, was an dieser Aussage übler ist, die technische Ignoranz – Strom wird ja nicht schlecht durch Transport wie z. B. Gemüse und die Leitungsverluste für wenige Kilometer sind vernachlässigbar – oder die daraus hervorgehende Menschenverachtung.

In der Schweiz gibt es heute 37 Windkraftanlagen, die 0.2% [sic!] des verbrauchten Stromes produzieren. Bis 2050 sollen vier Terawattstunden produziert werden, das entspricht 6.8% des Stromverbrauchs oder 1.7% des gesamten Energieverbrauches (Vergleich mit Verbrauchswerten von 2017). Dafür müssten 800 – 1000 Windkraftanlagen gebaut werden. Der Ausbau der Windenergie hinkt der Planung jedoch weit hinterher. In den letzten beiden Jahren ist kein einziges neues Windkraftwerk gebaut worden. Es wird immer offensichtlicher, dass die Ausbaupläne für die Windenergie reines politisches Wunschdenken sind. Das Ziel ist völlig unrealistisch, was mittlerweile auch von Vertretern der Energiebranche offen zugegeben wird. Die Schweiz eignet sich nicht für Windkraft. Sie ist zu kleinräumig und zu dicht besiedelt. Windkraftprojekte gehen auf Kosten des Landschaftsschutzes, der Natur sowie der Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung.

Quellen:

Regierung verbietet Windräder in Bilten – Linthwind vor Aus. Südostschweiz, 6. November 2018

Gegenwind war zu stark: Doch kein Windpark in Oberegg. Die Ostschweiz, 12. November 2018

Wie Kantonsregierungen die Windenergie ausbremsen. Tagesanzeiger, 13. November 2018

Turbulenzen bei der Windkraft. Neue Züricher Zeitung (NZZ), 15. November 2018

Bund zahlt Millionen an Wind-Lobby. SonntagsZeitung, 7. Mai 2017

LinthGegenwind – Verein zum Schutz der Linthebene vor Windkraftanlagen

Pro Landschaft AR/AI

Lebensqualität Braunau/Wuppenau

ÄlpliGegenwind

IG Gegenwind Chroobach

IG Sezner-UmSu-Grenerberg

 

Anmerkungen der EIKE – Redaktion

A. Der Autor dieses Beitrages publiziert unter einem Pseudonym, um seine berufliche Existenz nicht zu gefährden.

B. Wir sind bisher davon ausgegangen, dass in der Schweiz immer noch rechnen, sachliches argumentieren und handeln den Vorrang vor „windiger“ Ideologie haben. Wir haben uns leider getäuscht. Eigentlich sprechen die Zahlen für sich. Mit irrsinnigem Aufwand und entsprechend extremen Kosten vergleichsweise winzige Mengen Strom zu erzeugen, können nur Verrückte oder Ideologen planen, also Grüne. Als es Alexander Gauland (AfD) wagte, in einer Bundeststagsdebatte eine korrekte(!) Zahl zu nennen, nämlich den Beitrag von grob 2% Deutschlands zu den globalen CO2-Emissionen, wurde er von den Grünen mit dem Zwischenruf „Fake-News“ beschimpft. Und solch eine Partei von sachlich völlig Unkundigen kommt inzwischen auf 20%! Welch tiefer Bildungsstand unserer Nation ist daran ablesbar! Was es mit „Erneuerbaren“ auf sich hat, ist hier zu lesen.

C. EIKE ist entsetzt und erschrocken darüber, dass es die bislang mehrheitlich rational/sachlich agierende Schweizer Zentralregierung nunmehr unternimmt, die von der diktatorisch-grünen UN gezündelte Aktion „Klimaschutz/Erneuerbare“ an der eigenen Bevölkerung auszuprobieren. Hier ist die in allen Staaten ablesbare Problematik sichtbar, dass die Entfernung von Realität, Volkswillen und Demokratie proportional zur politischen Bedeutung der Amtsträger ist! Schließlich ist es doch das unübersehbare Ziel der UN-EU-Soros-NGO-Greenpeace-Deutsche Umwelthilfe-usw.usw… Aktion, industrialisierte Länder zu schwächen oder möglichst gleich ganz zu zerstören. Wie blind, verbohrt oder gar korrupt muss eine politische Klasse eigentlich sein, um dies nicht zu erkennen? In der Schweiz wird der Aktion freilich kein Erfolg beschieden sein. Das Schweizer Volk ist schon mit ganz anderen äußeren Feinden fertig geworden. Man denke nur an die Vernichtung der Heere Karls des Kühnen (Herzog von Burgund) bei Grandson, Murten und schließlich Nancy. Fast jedes Schweizer Schulkind weiß aus dem Geschichtsunterricht auswendig, was Karl der Kühne bei seinen Versuchen verlor, die Schweizer zu unterwerfen: „Bei Grandson das Gut, bei Murten den Mut und bei Nancy das Blut„. Auch die Bemühungen der Habsburger, mit angeworbenen Söldnern die stolzen und wehrhaften Schweizer Bauern niederzuzwingen, waren erfolglos. Wir drücken den Eidgenossen die Daumen, dass sie auch diesmal obsiegen – mit etwas friedlicheren Mitteln als früher.

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke, EIKE-Pressesprecher

 




12. Internationale Klima- und Energiekonferenz (IKEK 12) in München erfolgreich beendet!

Es war die bisher erfolgreichste Internationale Klima- und Energiekonferenz die EIKE mit Unterstützung des Heartland Institutes Chicago bisher ausgerichtet hat. Und dies gilt sowohl für die hoch kompetenten Referenten und deren Referate, wie auch für die Beteiligung dank Qualität und Zahl der Besucher (knapp 200), als auch die organisatorische Umsetzung, die sich in kompetenter Simultanübersetzung vom Deutschen ins Englische und umgekehrt, durch die vorbildliche Technik zur Beschallung und Aufzeichnung und die erstmalig stattfindende Streaming-Übertragung auszeichnete.

Dr. M. Schnell bei seinem Vortrag über die experimentelle Verifikation des THE, Bild Autor

Aus der Fülle der hochklassigen Referate und ohne Wertung seien nur drei hervorgehoben.

  1. Wie man in drei einfachen Schritten ein Stromnetz zerstört! Aktuelle Klima- und Energiepolitik in Australien
    Joanne Nova
  2. Der Einfluss kosmischer Strahlung auf das Klima–
    Neueste Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung fü
    r das Verständnis des Klimawandels Dr. Henrik Svensmark Centre for Sun-Climate Research des Danish National Space CentreUnd Prof. Dr. Nir Shaviv Racah Institute of Physics – The Hebrew University of Jerusalem
  3. Die Grüne Vergangenheit der Sahara Dr. Stefan Kröpelin Project Late Quaternary High-Resolution Climate Archives in the Sahara

Wie man in drei einfachen Schritten ein Stromnetz zerstört! Aktuelle Klima- und Energiepolitik in Australien

Die erfolgreiche Wissenschaftsjournalistin und Bloggerin Joanne Nova – Autorin des Büchleins „The Sceptics Handbook“ (in deutsch Das Skeptiker Handbuch bei EIKE erschienen) das mehr als 200.000 mal verkauft wurde, erzählte in bitter humorvoller Weise, wie „erfolgreich“ Australien dabei ist, seine bisher gut funktionierende Energieversorgung zu zerstören. Dank rabiater Umstellung auf „Erneuerbare“ häufen sich flächendeckende Blackouts und der Preis für die kWh kennt nur eine Richtung – steil nach oben. Und das obwohl Australien – etwas größer als Europa, aber nur von 25 Millionen Einwohnern besiedelt- zu den weltgrößten Kohleproduzenten und -Exporteuren gehört.   Man liefere sich mit Deutschland ein Wettrennen, wer am schnellsten seine Enegieinfrastruktur auf dem Altar des „Klimaschutzes“ geopfert hätte. Der bittere Beifall des Publikums war ihr gewiss.

Der Einfluss kosmischer Strahlung auf das Klima“ Neueste Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung für das Verständnis des Klimawandels

Nir Shaviv und Henryk Svensmark berichteten über ihre jüngsten Forschungsergebnisse , die den experimentellen Nachweis erbrachten, dass der schon fast als nicht existent geglaubte Link zwischen der Erzeugung von Ionen mit Mini-Wolken Nuklei und den für die Wolkenbildung nötigen großen Kondensationskernen existiert und sowohl experimentell wie auch messtechnisch in der Realität vorhanden sind. Daraus lässt sich nun der sehr starke Einfluss des Sonnenwindes als Modulator der Höhenstrahlung die wiederum die Wolkenbildung steuert, nicht nur nachweisen sondern auch quantitativ berechnen. Bescheiden wie beide sind, erwähnten sie nur, dass dieser „Svensmark“ Effekt für den größeren Teil der beobachteten Erwärmung verantwortlich sind. Müßig zu erwähnen, dass ihre Forschung so gut wie keine öffentliche Unterstützung erfährt, ja Henryk Svensmark sogar Gefahr läuft, dass sein Mini – Institut  demnächst geschlossen wird.

Die Grüne Vergangenheit der Sahara

Wenn auch nicht geschlossen, so doch nur minimal mit Forschungsgeldern versorgt, ist auch das Institut, dem Prof. Kröpelin vorsteht. Und dies obwohl die von ihm durchgeführte Feldforschung ungewöhnlich arbeits- und ressourcenintensiv ist. Er bereist mit seinem Team von Forschern nämlich den heißesten und trockensten Ort der Welt – die Sahara. Diese entpuppt sich dank seiner schon jetzt vorliegenden Forschungsergebnisse als phantastisches und rel. leicht auswertbares Klimaarchiv des nördlichen Afrikas bis weit in den Mittelmeerraum hinein. Ein erstes Zwischengebnis ist die Tatsache, dass das Klima – wenn auch in stetigem Wechsel- keine „Kipppunkte“ kennt. Damit allein ist schon Schellnhubers absurde Idee von einer kommenden Heißzeit durch erreichen von ihm erfundenen „Tipping Points“ ad absurdum geführt. Es gab zwar durchaus gelegentlich abrupte Klimaänderungen innerhalb weniger Jahre in der Vergangenheit (z.B. DO Events) jedoch hatten die externe Ursachen wie z.B. Meteoriteneinschläge oder Vulkanausbrüche (Tambora 1813-1814) und wurden vom erstaunlich engen Klimaregelzyklus innerhalb weniger Jahre wieder stabilisiert. Ganz zu schweigen von der auch nicht unwichtigen Tatsache, dass die von Schellnhuber  und Kollegen eingesetzte Rückkopplungstheorie zur Erklärung ihrer Idee schlicht falsch angewendet ist, sie weicht in wesentlichen Punkten von der von Henry Bode bereits in den zwanziger Jahren theoretisch mit formulierten Regelungstheorie ab. Dies zeigte eindrucksvoll Lord Monckton auf der 11. IKEK letzten November in Düssedorf.

Des Weiteren zeigen seine Forschungen, dass die Sahara noch vor 5000 Jahren bewohnbar war, Flüsse und Seen Pflanzen, Tieren und Menschen Nahrung gaben, die das dann in wunderschönen farbigen Felszeichnungen für die Nachwelt festhielten. Im Film „der englische Patient“ ist ein Teil davon zu sehen.

Weitere hochinteressante Vorträge wurden gehalten von:

Horst-Joachim Lüdecke, Nicola Scafetta, Harald Ynderstadt, Hermann Harde, Maria da Assunção Araújo, Nils-Axel Mörner, Camille Veyres, Gernot Patzelt, Helmut Alt, Michael Schnell, Friedrich-Karl Ewert, Günter Ederer, Michael Limburg, James Taylor, Thomas Wysmuller und Henri Masson, .

EIKE wird wie üblich die einzelnen Vorträge als Youtube Videos veröffentlichen und zusätzlich einen Konferenzbericht mit Kurzberichten herausbringen. Das wird aber einige Wochen dauern.

Auditorium 12. IKEK Bild: Autor

Die Medien waren – wie fast immer- nur sehr karg vertreten. Lediglich der Münchner Merkur sandte für den ersten Tag einen Redakteur, brachte aber bis zum Erscheinen dieses Artikels – online- keinerlei Bericht über diese Konferenz.

Die geringe Medienpräsenz mag zum Teil auch daran gelegen haben, dass zwar wdr-Journalisten von Monitor versucht hatten sich z.T. unter Nennung falscher Angaben, bei der Anmeldung zur Tagung per Email akkreditieren zu lassen, diese Akkreditierung von EIKE aber abgelehnt worden war. Zudem erteilte EIKE diesen Leuten Hausverbot.  Die geschah auf Grund der bereits erfolgten rein diffamierenden Falschberichterstattung, gegen die seitens EIKE Klage gegen den wdr eingereicht wurde. Trotzdem versuchte das Team unerlaubt Aufnahmen von der Konferenz und Interviews der Teilnehmer zu bekommen. Sie mussten vom Hotelmanager aus dem Konferenzbereich hinausgeworfen werden.

Daher bestand keine Notwendigkeit den FakeNews Erzeugern dieses Senders weitere Möglichkeiten diese zu fabrizieren, einzuräumen.

 




Übersicht über den Markt der Windkraft in den USA

US Energieministerium: Marktbericht der Windkraft Technologie

  • Im Jahr 2017 auf erreichte die Nennleistung der Windkraftanlagen in USA 7.017 MW, es wurden 11 Milliarden US-Dollar in neue Anlagen investiert. Die Windenergie trug 6,3% zur Stromversorgung des Landes bei, in vierzehn Bundesstaaten mehr als 10% und in vier dieser Staaten mehr als 30% der gesamten Stromerzeugung.

US_Gov-Zuwachs Windkraft Investitionen

 

  • Die Preise für Windkraftausrüstungen sind von ihren Höchstständen im Jahr 2008 auf 800 bis 950 USD / Kilowatt (kW) gefallen. Die durchschnittlichen Installationskosten von Windprojekten beliefen sich 2017 auf 1.611 USD pro Kilowatt (kW) und lagen damit um 33% unter dem Höchststand von 2009-2010.

 

US_Gov-Lieferanten Windkraft

  • Nach einem Höchststand von 7 ¢ / kWh im Jahr 2009 ist der durchschnittliche langfristige Preis aus Windenergie-Verträgen auf rund 2 ¢ / kWh gesunken
  • Die Beschäftigung im Windsektor erreichte mit 105.500 Vollzeitbeschäftigten einen neuen Höchststand.
  • Angesichts der nach wie vor vorhandenen Steueranreize durch die Bundesregierung, wird für den Inlandsmarkt von 2018 bis 2020 mit Erweiterungen der Windkraftkapazität von 8.000 bis 11.000 MW / Jahr gerechnet, wobei ab 2021 ein Marktrückgang erwartet wird, da Steueranreize auslaufen.

US_Gov-Zuwachs und kumulierte Kapazität Windkraft Weltweit

Präsentation https://www.energy.gov/sites/prod/files/2018/08/f54/2017_wtmr_briefing.pptx

 

Das Energieministerium: Die Top 4-Trends im US Windenergiemarkt

Verkürzte Beschreibung der Aussagen

  1. Verbesserte Leistung von Windstrom Anlagen

Verbesserung des Kapazitätsfaktors (~ Energieausbeute)

 

  1. Windstromanlagen, die ursprünglich für Standorte mit niedriger Windgeschwindigkeit konzipiert wurden, dominieren die Installationen

Wie in Deutschland, die Anlagen werden immer höher und die Flügel immer länger, dadurch, Erhöhung der Nennleistung

Die durchschnittliche „spezifische Leistung“ pro Quadratmeter Rotorfläche reduzierte sich damit von 395 Watt der in den Jahren 1998-1999 installierten Projekte, auf 231 W / m2  der ab 2017 installierten Projekte.

 

  1. Repowering von Windprojekten

Dies verlängert die Projektlaufzeit, und der erneuerte Teil kann steuerlich gefördert werden. Im Jahr 2017 leisteten Windentwickler durch Nachrüstung von 1.317 WKAs eine Leistung von 2.131 MW.

 

  1. Unterschiedliche Anlagengrößen

Die Hersteller von Windindustrieanlagen bieten inzwischen mehrere unterschiedliche Leistungsstufen und Höhen ihrer Windkraftanlagen an. Damit kann dem Trend zu mehr Nennleistung und damit mehr Steuergutschrift bzw. mehr Einnahmen, Rechnung getragen werden.

Marktanteile der Hersteller bei Windpark Projekten, größer sechs Anlagen

Zusammengestellt von Andreas Demmig




Kalifornische Busch­feuer. Neil Young (Popsänger) rechnet mit Trump ab. Alternativ: Wie viel (Un-)Wissen haben Klimasach­verständige

Wenn die Ursache klar ist …

Darf man selbstverständlich die Verursacher anklagen. So wie inzwischen weltweit Staaten von NGOs wegen mangelndem Klimaschutz angeklagt werden:
EIKE 24.05.2018: Das „natürliche“ Wetter einzuklagen, wird weltweit immer beliebter,
ist es nicht verwunderlich, dass wirklich Betroffenen es ebenfalls machen:
MSN 12.11.2018: Neil Young hat durch das Feuer-Drama in Kalifornien sein Haus verloren. Nun ging er in einem offenen Brief hart mit US-Präsident Donald Trump ins Gericht.
Neil Young (73, „Heart of Gold“) und seine Frau Daryl Hannah (57) sind Teil der Promis, die durch die verheerenden Brände in Kalifornien ihr Haus in Malibu verloren haben. Dass US-Präsident Donald Trump (72) den kalifornischen Bundesstaat für die Katastrophe verantwortlich macht, stimmt den Sänger wütend. In einem langen Statement auf seiner Webseite „Neil Young Archives“ rechnete er nun mit Trump ab.
Dieser hatte zuvor folgende Aussage getwittert: „Es gibt keinen anderen Grund für diese massiven, tödlichen und kostspieligen Waldbrände in Kalifornien außer den, dass die Wälder schlecht verwaltet werden. Jedes Jahr werden Milliarden von Dollar ausgegeben, während so viele Menschenleben verloren gehen, nur wegen des groben Missmanagements der Wälder. Abhilfe jetzt, oder keine Zahlungen des Bundes mehr!“.
In seinem fast Essay-artigen Schreiben, aus dem unter anderem „Variety“ zitiert, geigte Young dem US-Präsidenten gehörig seine Meinung. „Kalifornien ist verletzlich – nicht wegen schlechtem Forstmanagement, wie DT (unser sogenannter Präsident) uns denken lässt. […] Wir sind aufgrund des Klimawandels verwundbar. Die extremen Wetterereignisse und die ausgedehnte Trockenheit sind Teil davon.
„Es ist Zeit für eine Abrechnung“

Wie so oft beim sich ständig ändernden Klima, gibt es für dessen Veränderungen lebende Augenzeugen. Wenn diese aktuelle Veränderungen „bisher noch nie gesehen haben“, gilt es inzwischen als Beleg, dass als Verursacher nur der menschengemachte Klimawandel in Frage kommt [2].
Beim Stern lässt sich dazu Ergänzendes nachlesen: [1]Er (Neil Young) habe in den letzten Tagen von zahlreichen Feuerwehrleuten gehört, dass sie so etwas noch nie gesehen hätten. Und er habe schon einmal ein Haus in Kalifornien an ein Feuer verloren. Young richtete einen Appell an seine Mitmenschen: „Hoffentlich können wir als Volk zusammenkommen, um den Klimawandel in Angriff zu nehmen. Wir haben die Werkzeuge und könnten es schaffen, wenn wir es versuchen würden. Es gibt dabei keinen Nachteil.“
Seinen offenen Brief beendete er mit den Worten: „Stellen Sie sich einen Anführer vor, der sich der Wissenschaft widersetzt und sagt, dass diese Lösungen kein Teil seiner Entscheidungen in unserem Namen sind. Stellen Sie sich einen Anführer vor, der sich mehr für seinen eigenen, bequemen Vorteil interessiert, als für die Menschen, die er anführt. Stellen Sie sich einen unpassenden Anführer vor. Und nun stellen sie sich einen passenden vor. Sehen Sie sich um.“

Noch nie hatten Fachpersonen so etwas gesehen …

So berichtet Neil Young von den befragten Feuerwehrleuten. „Unser“ PIK konnte da selbstverständlich nicht zurückstehen. Dort gibt es eine Waldbrandexpertin und diese wusste zu berichten:
Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten vom 17. November 2018 (basierend auf einen dpa-Artikel):
[5] … Waldbrandexpertin Kirsten Thonikcke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Interviewer*in:[5] Wird das Risiko für schwere Waldbrände in Zukunft zunehmen?
Nach Expertenmeinung ja. Bei einem ungebremsten Klimwandel sei das unvermeidbar, sagt Thonicke … das sei eine völlig neue Herausforderun für Feuerwehrleute, Politiker und Bürger…
Und auch der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, kennt die Ursachen: [5] … (Jerry Brown) warnt, der fortschreitende Klimawandel werde die Lage in dem dürregeplagten Staat verschärfen. „Dies ist nicht die Normalität, es ist die neue Abnormalität“, resümierte Brown kürzlich …
Dazu ergänzt laut Zitierung: [6]Unser ebenso charmanter wie inkompetenter Gouverneur [von Kalifornien] Jerry „Moonbeam“ Brown hat verkündet, dass alle Klimawandel-Leugner definitiv beitragen zu den Waldbränden in den nördlichen und südlichen Gebieten des Staates, ebenso wie weitere Brände in den kommenden Jahren … Prophezeiungen einiger Wissenschaftler zufolge ist es bereits ein Grad wärmer geworden; ich denke, dass wir ein weiteres halbes Grad erwarten können während der nächsten 10 bis 12 Jahre, was katastrophal ist. Wir haben es also hier mit einer echten Herausforderung zu tun, die unsere gesamte Lebensart bedroht“.
Selbstverständlich wurden weitere Experten befragt:
[5] … Der kalifornische Feuerexperte Kurt Henke … verweist auf die 129 Millionen abgestorbener Bäume in kalifornschen Wäldern als Folge extremer Trockenheit und Borkenkäferbefall. „Sie wirken wie Streichhölzer“ …Früher gab es alle sechs bis acht Jahre ein verheerendes Feuer, jetzt haben wir zwei bis vier Megabrände pro Jahr …

Weil sie damals einfach noch nicht gelebt haben

Wer sich allerdings an überlieferte, schlimmste historische Ereignisse erinnert:
[10]The Peshtigo, Wisconsin fire of 1871 blackened 1.5 million acres and caused the deaths of 1,500 to 2,500 people. Fires threatened recently formed Yellowstone National Park in 1886, and the army was called in to fight it …
Fragt sich: Was wäre passiert, wenn die Feuerwehrleute schon länger, vielleicht sogar seit historischen Zeiten ihren Job ausführen würden?

Auf WUWT kann man es nachlesen:
WUWT December 3, 2017: [3] Wildfires: Separating Demagoguery from the Science
und im folgenden Bild sehen, zu welchen Zeiten in dieser Gegend Buschfeuer besonders wüteten.

Bild 1 [3] Figure from Swetnam (1999) Historical Fire Regime Patterns in the Southwestern United States…
…und da davon der ganze Südwesten betroffen ist, eine Darstellung beim Yosemite Nationalpark:
WUWT December 14, 2017: [4] Is climate change REALLY the culprit causing California’s wildfires?

Bild 2 [4] Wildfires in Yosemite National Park: 1600-2000.
Daran ist erkennbar, dass diese Gegend wohl schon seit längerer Zeit durch Feuer heimgesucht wird und kann die von Neil Young als „Beleg“ zitierte Aussagen der Feuerwehrmänner „so etwas haben wir noch nie gesehen“ beginnen einzuordnen.
Bleibt die Aussage des befragten Feuerexperten. Anhand von Daten des USA National Interagency Coordination Center Wildland Fire im Bild 2 würde man sagen, dass diese wohl nicht ganz stimmen können.

Bild 3 Anzahl Wildfeuer in den USA 1996 … 2015. Quelle: USA National Interagency Coordination Center Wildland Fire Summary and Statistics Annual Report 2015

Er spricht allerdings von „verheerenden Bränden“. Vielleicht ergibt sich ein anderes Bild, wenn nicht die Anzahl, sondern die Brandfläche betrachtet wird. Und Bild 4, welches ca. einen 30jahre „Klimazeitraum“ umfasst, gibt ihm recht.

Bild 4 [4] US Wald-Brände nach Brandfläche 1984 … 2017
Allerdings nur, so lange man lediglich diesen Ausschnitt betrachtet (was in vielen Darstellungen gemacht wird) und nicht den vollständigen Verlauf, den Bild 4 zeigt. Es zeigt exemplarisch die Gefährlichkeit und leicht zu vollkommen falschen Schlüssen führenden Aussagen von „Erlebnisberichten“ bei Wetter/Klima-Ereignissen:
Nach einer Stagnation seit 1957 bis 1998 steigen die Brandflächen seit dem Jahr 2000 an, liegen hinter denen einer Generation zuvor aber immer noch meilenweit zurück.

Bild 5 [4] US Wald-Brände nach Brandfläche 1926 … 2017

Weil die Temperatur so extrem zugenommen hat

Zwei „Sachverständige“, die Fachfrau für Feuer vom PIK und der Kalifornische Gouverneur, waren dank ihrem Wissen in der Lage, gnadenlos die Hauptursache des Feuerproblems zu benennen: Die stetig und alarmistisch steigende Temperatur.
Der Gouverneur nannte sogar konkrete – und ganz schlimme, aufrüttelnde – Zahlen: [6]Brown hat verkündet … Prophezeiungen einiger Wissenschaftler zufolge ist es bereits ein Grad wärmer geworden; ich denke, dass wir ein weiteres halbes Grad erwarten können während der nächsten 10 bis 12 Jahre, was katastrophal ist. Wir haben es also hier mit einer echten Herausforderung zu tun, die unsere gesamte Lebensart bedroht“. .
Doch wie sehen die Daten dazu aus? Was haben neben den Fachpersonen Privatpersonen herausgefunden? WUWT zeigt es:
EIKE 15. November 2018: [6] Waldbrände in Kalifornien
Das folgende Bild zeigt die dortige Temperaturkurve: Von ca. 1900 bis zum Jahr 2020 (Regressionsgerade) stieg die Temperatur um ca. +0,3 °C, also um 0,025 °C/Jahrzehnt (Anmerkung: im Artikel werden 0,02 °C genannt) an. Das ist für die Feuerentwicklung sicher vollkommen bedeutungslos. Und es ist mehr als ein Rätsel, wie der Gouverneur daraus für die nächsten 10 … 12 Jahre eine plötzliche Steigerung um nicht weniger als +2.000 % davon ableitet (120 Jahre +0,3 °C/10 Jahre +0,5 °C).

Bild 6 [6] Temperaturtrend in Kalifornien seit 1900
Auch gelang es bei WUWT, durch einfache Nachschau der Daten, zu belegen, dass die (geringfügigst) steigende Temperatur entgegen der Expertenaussagen nicht mit den verbrannten Flächen korreliert.

Bild 7 [7] Nicht-Korrelation zwischen verbrannten Flächen und Temperatur

Und die zunehmende Dürre trägt ihr Übriges dazu bei

Auch darin sind sich die Experten einig: … Waldbrandexpertin Kirsten Thonikcke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung nennt eine Liste von Punkten – darunter die langjährige Dürre …

Nur stimmt es und wenn, wäre es eine Folge des (AGW-)Klimawandels?

Wieder helfen vorwiegend Recherchen von nicht-Fachpersonen [6]: Seit ca. 1995 regnet es in Kalifornien weniger (Bild 6). Allerdings zyklisch und mit einer horizontalen Regressionsgeraden. Von einem Klimawandel-bedingten Reduktionstrend ist keine Spur zu sehen.

Bild 8 [6] Niederschlagsverlauf Kalifornien seit 1900
Betrachtet man es historisch, wird das Bild noch frappierender, entspricht aber dem, welches man von anderen Weltgegenden kennt: Die schlimmsten Dürren in dieser Gegend waren während Kaltzeiten!!!, wie es das folgende Bild – zusammengesetzt aus zwei Studiengrafiken -, zeigt.

Bild 9 Pegelverlauf Pyramid-Lake in Nevada und Temperaturverlauf Kalifornien über ca. 3.000 Jahre. Vom Autor aus Grafiken von zwei Studien zusammengefügt und mit Kommentaren ergänzt

„Kaltesonne“ hat dazu noch ein weiteres Interview mit einem bekannten „Klimaexperten“ ausgegraben:
[8] Brände in Kalifornien: Ist das der Klimawandel?

… „Ich denke schon“, sagt Mojib Latif, einer der wichtigsten Klimaforscher in Deutschland … „Das ist mit Sicherheit der Klimawandel“, sagt Johann Georg Goldammer, Feuerökologe und Gründer des Global Fire Monitoring Centers Freiburg. Die Zeit der Zweifel scheint vorbei. Bei der Dürre in Kalifornien und den Bränden, die sich immer häufiger dort entwickeln, handelt es sich vermutlich eben nicht mehr um Einzelereignisse, sagt Mojib Latif … Er kennt die Landschaften und das Klima aus eigener Anschauung seit mehr als zwanzig Jahren. Er weiß, dass regelmäßige Brände in Kalifornien natürlich sind, manche Bäume dort sogar Feuer brauchen, um sich fortzupflanzen. Latif kennt auch die wissenschaftlichen Daten über das Klima der Region. Aus diesen Daten könne man das Klima Kaliforniens seit dem Jahr 800 rekonstruieren, sagt er. „Seit Jahrzehnten ist es in Kalifornien sehr trocken. Das ist in mehr als 1200 Jahren einmalig.“

Kaltesonne weist darauf hin, dass die Aussage von Herrn Latif eindeutig der bekannten Faktenlage widerspricht (wie sie die Studien zeigen):
kaltesonne: [8]Latif verweist auf Paläoklimastudien, die angeblich aussagen, dass es in Kalifornien in den letzten 1200 Jahren noch nie so trocken gewesen wäre wie heute. Stimmt das? … Die Autoren berichten über schlimme Dürreserien während der Mittelalterlichen Wärmeperioden, die zum Aussterben von ganzen Indianerkulturen geführt hat. … Latif scheint die Arbeiten (Anm.: Bild 7) nicht zu kennen. Liest er genug Literatur? Vielleicht sollte er einen Teil seiner Zeit vor dem Mikrofon lieber zur Lektüre von Facharbeiten nutzen …

Wer sich bis hierher durchgelesen hat, wird vielleicht auch (wieder) entsetzt sein, wie in der angeblichen Klimawissenschaft mit Aussagen hemmungslos gelogen, betrogen Vermutungen als angebliche Wahrheiten den als vollkommen ahnungslos und von keinem investigativen Gedanken behelligten Redakteur*innen vorgetragen werden.
Man ahnt schon heute, wie künftig „Expertenanalysen“ am Fließband „belegen“ werden, dass Staaten Klimawandelschäden haben und aus dem Klimaschadensfonds Reparationsleistungen beanspruchen dürfen.

Wenn extrem nicht reicht, darf es noch ein bisschen mehr sein

Auch in den USA werden – wie bei uns – Klimaapokalypsen simuliert und publiziert. Ein Beispiel wieder von WUWT. Obwohl die Simulationen die Vergangenheit nicht im Ansatz reproduzieren (können), wollen sie die Zukunft genau kennen:
WUWT December 3, 2017 (Anmerkung: Bezogen auf Bild 8):
[10] Wildfires: Separating Demagoguery from the Science
Should We Trust Model Projections of Impending Doom
… As illustrated below in a graph
(Anmerkung: Bild 8) highlighted in a past National Climate Assessment, CO2 driven climate models failed to replicate the extent and severity of observed droughts since 1900. The number on the left axis represent the proportion of the USA and Mexico that was in drought. The red and black lines represent actual observations. During the Dust Bowl years 20% to 35% of the USA and Mexico were in extreme drought. Gray lines represent the scatter of individual models. The blue line represents averaged model results, which project that as CO2 rises we’ll experience growing widespread catastrophic droughts in the 21st century. That catastrophic projection is what the media hypes. But should we trust dire future predictions from models that totally failed to simulate the extreme droughts of the 20th century. Would you trust a doctor’s diagnosis, if he failed to correctly diagnose his previous patients?

Bild 10 WUWT [10] Figure from Wehner et. al. (2011) Projections of Future Drought in the Continental United States and Mexico, Journal of Hydrometeorology

Hat Trump vielleicht weit mehr recht, als Herr Young (und angebliche Fachpersonen, sowie unsere Medien) es zugeben würden?

Anbei sein Tweet:

Bild 11 Tweet von Herrn Trump zu den Buschfeuern in Kalifornien

Wenn es nicht der Klimawandel ist, was könnten dann Ursachen sein? Recht schnell kann man es erahnen:
In den Bilden 3 und 4 sieht man, dass die Feuerproblematik Anfang 1990 beginnt anzusteigen.
Was ist damals passiert:
[6] Aber welche Gründe gibt es dann für die Zunahme der Brände? Nun, tatsächlich gibt es ein paar.
Erstens, unsere Wälder sind seit einigen Jahren nicht mehr ordentlich bewirtschaftet worden. Dies ist die Folge verschiedener Gerichtsverfahren, wobei eines das Fällen in vielen Gebieten
seit 1994 verbietet. Dies war ein vergeblicher Versuch, den Fleckenkauz zu schützen. Unglücklicherweise war das aber nur ein grünes Luftschloss – das Ende der Fällarbeiten hatte keinerlei Einfluss auf die Abnahme dieser Spezies. Stattdessen scheint es, als hätte eine andere Eule den Platz des Kauzes eingenommen, nämlich der Streifenkauz (hier). Na sowas … und es gab eine ganze Reihe weiterer Verfahren, welche das Fällen verboten oder stark begrenzt haben.
Und weiter. Die Gesetze in Kalifornien verbieten sowohl Fällungen als auch die Ausdünnung von Wäldern. Nach den Bränden in Redding sagte Gouverneur Brown, er werde daran arbeiten, die Gesetze zu ändern (
hier) … doch war das bisher nur Schall und Rauch.
Wenn man aber keine Bäume fällt und den Wald nicht ausdünnt, bildet sich das, was man die „Treibstoff-Ladung“ [fuel load] nennt. Darunter versteht man die Menge brennbaren Zeugs pro Acre. Und wenn es dazu kommt, würde ein ansonsten kleines Feuer rasch zu einem riesigen Brand werden.
Und schließlich, vor einigen Jahren gab es ein El Nino/La Nina-Ereignis. Dies führte zu einer Folge wärmerer und trockenerer Jahre. Dafür gibt es eine Bezeichnung. Sie lautet nicht „Klimawandel“, sondern – „Wetter“.

Das ist nicht erst seit den 90er Jahren so, sondern begann schon weit vorher (Bild 12):

Bild 12 [9] The amount of wood harvested, and thus fuel removed, from forests has dropped by 80% since the 1950s
Weiter:
kaltesonne: [8] SPIEGEL: Welche Rolle spielt der Klimawandel?
Brown: In der Feuerökologie gilt die Grundregel: Klima ermöglicht Feuer, Wetter facht es an. Mit anderen Worten: Ja, wenn es wärmer und trockener wird – und das beobachten wir in Kalifornien -, dann bedeutet das erhöhte Feuergefahr.
Ich zögere trotzdem zu sagen: “Der Klimawandel verursacht diese großen, zerstörerischen Feuer.” Wir dürfen die anderen, mindestens ebenso wichtigen Faktoren nicht außer Acht lassen: dass es in der Vergangenheit eine Form der Brandvorsorge gegeben hat, die wir überdenken sollten; und dass die Menschen ihre Häuser an ebenjenen Orten bauen, wo die Gefahr besonders groß ist.
SPIEGEL: Sie wollen sagen:
Die Leute haben ihre Häuser am falschen Ort gebaut; jetzt müssen sie sich nicht wundern, dass sie abbrennen?
Brown: Die Menschen wollen raus aus den Städten, und sie
dringen dabei immer weiter vor in die Übergangszone zwischen Stadt und Wildnis. Wer aber sein Eigenheim an einem Platz inmitten einer Vegetation errichtet, die alljährlich austrocknet, der riskiert, dass es irgendwann in Flammen aufgeht.
SPIEGEL: Sollte das bei der Siedlungsplanung besser berücksichtigt werden?
Brown: Unbedingt! Denn nachträglicher Feuerschutz von Häusern, nachdem sie einmal gebaut sind, kann sehr teuer werden.
Ungefähr zwei Millionen Häuser in Kalifornien stehen in Gegenden mit hoher Brandgefahr.

kaltesonne 14.1.2018: Kein Klimawandel: Waldbrände in den USA von El Nino, Brandstiftern und Änderungen in der Landnutzung kontrolliert
… Überhaupt sollte man bei Waldbränden nicht immer gleich den Klimawandel aus dem Zauberhut ziehen. Die University of Colorado at Boulder berechnete jetzt, dass 84% aller Wald- und Buschfeuer in den USA von Menschen verursacht werden. Pressemitteilung vom Februar 2017: Humans have dramatically increased extent, duration of wildfire season

Wieder ist es WUWT, welches Zusatzinformation liefert: Hemmungslos wird zugelassen (und ausgeführt), dass selbst in den gefährdetsten Brandgebieten und das noch ohne Sicherheitsabstände gesiedelt und gebaut wird.
WUWT November 17, 2018: Fact-checking the NY Times’ Fact-checking
This story does have a serious side — and bless her heart, Pierre-Louis actually reports on it in a different article co-authored by Jeremy White.  This article is the real story behind the recent California Fires:
Americans Are Moving Closer to Nature, and Into Fire Zones
The fact is that one out of every three American homes are being built or already exist in “wildland-urban interface” or in the “wildland-urban intermixed” areas.

Bild 13 Hemmungslos direkt im Wald und ohne Sicherheitsabstände stehende Gebäude in Kalifornien, einer der Wildfeuer-gefährdetsten Zonen der USA. Quelle: WUWT

Fazit
Man würde sich eine Person wie Herrn Trump, welche sich traut, die über Jahrzehnte gewachsene und verfilzte Phalanx von Experten und Politikern mit ihren teils zur Gewohnheit gewordenen, wissentlich falschen – aber auf idologische Korrektheit geprüften – Aussagen mit Fakten zu durchbrechen, in einflussreicher Position in unserer Berliner Politikszene wünschen.

Zufügung: Wenn man den Titel wechselt und anstelle Feuer die Abkürzung EEG verwendet, kann man fast ahnen, dass eine solche Darstellung in wenigen Jahrzehnten auch über das Deutsche Energiesystem geschrieben werden kann.

Nachtrag

Nun brachte eine Lokalausgabe der „Nordbayerische Nachrichten“ noch eine ergänzende Darstellung zum Thema:
21. November 2018, Manuel Kugler (Politikredakteur): Wie Trump die Waldbrandopfer verhöhnt

… eigentlich unnötig zu sagen, dass Experten widersprechen … Trumps Worte, die Kalifornier hätten wohl nicht genug gerecht, sagt wenig aus über die Ursachen der dortigen Waldbrände, aber viel über den Menschen Trump. Sie entlarven ihn einmal mehr als Präsident der Ignoranz.

Die EIKE-Leser*innen können entscheiden, wie sie die investigative Qualität dieses Politikredakteurs bewerten und was sie für den wirklichen Grund dieses Artikels vermuten. Wohl kaum einen wirklichen Informationsversuch zum Thema Buschfeuer in Kalifornien. Leider ist solches der Normalfall geworden.

Quellen

[1] Stern 12. November 2018: Abrechnung mit Trumps Kalifornien-Tweet

[2] EIKE 10.05.2017: Die Volkshochschule Hannover und ihre Ausstellung: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel

[3] WUWT December 3, 2017: Wildfires: Separating Demagoguery from the Science

[4] WUWT December 14, 2017: Is climate change REALLY the culprit causing California’s wildfires?

[5] Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten vom 17. November 2018 (basierend auf einen dpa-Artikel): Klimawandel oder schlechtes Forstmanagement

[6] EIKE 15. November 2018: Waldbrände in Kalifornien

[7] EIKE 16. November 2018: Kalifornien, Temperaturen und verbrannte Flächen

[8] kaltesonne 19.11.2018: US-Atmosphärenforscher warnt davor, die kalifornischen Waldbrände reflexhaft dem Klimawandel anzulasten

[9] Coyote Blog November 13, 2018: Looking At Causes of Recent Wildfires and Resultant Property Damage, It’s Hard To Point The Finger Solely or Even Mostly at CO2

[10] WUWT December 3, 2017: Wildfires: Separating Demagoguery from the Science