Die Signale der nächsten Blackouts: Ruhiges Wetter & Sonnenuntergang sorgen für erneuerbares Chaos in Australien

Rike / pixelio.de - Licht und Wärme in der Dunkelheit

stopthesethings & JoNova
Im von „erneuerbaren Energien“ geradezu besessenen Australien, kommt die beiläufige Konversation unweigerlich auf die Erwartung der nächsten Stromausfälle, denn abends geht die Sonne unter und es ist windstill.
Hier eine Zusammenstellung von STT und von Joanne Nova, die extra aus Australien zur 12. Internationalen Klima- und Energiekonferenz nach München kam

Im vergangenen Sommer kam es in Südaustralien, Victoria und New South Wales zu Stromausfällen. Energiehungrige Unternehmen wie Aluminiumhütten und sogar Krankenhäuser wurden an Tagen und Nächten, in denen die Temperaturen steigen und die Windleistung sinkt, zum Stillstand gebracht:  Australien schließt Kohlekraftwerke:  Krankenhäuser werden gezwungen, den Stromverbrauch zu reduzieren, bei in die Höhe schießenden Energiepreisen

In diesem Sommer wird die Motivation zum Holzkohlegrill buchstäblich eine weitere Runde des sogenannten „Bedarfs-Managements“ sein: Energierationierung, ein wesentlicher Bestandteil des lächerlichen Versuchs Australiens, mit Sonnenschein und Wind zu überleben. Wenn es nicht tödlich ernst wäre [Vorbild: DISASTER MANAGEMENT IN GERMANY], wäre es fast komisch.

STT legte, vor etwa einer Woche, den Finger auf die Wunde – Die Hölle in den Sommerferien: Stromverbraucher erleben steigende Kosten, wenn der Wind nicht weht  – Denn in Australien sind Klimaanlagen sehr verbreitet. Hier die Überlegungen von  JoNova, die sich mit demselben Thema befasst.

 

Südaustralien und Victoria sind in diesem Sommer von Stromausfällen bedroht.
Jo Nova, 18. November 2018

Sogar der australische Energielieferant   AEMO warnt vor Stromausfällen,  da die Wettervorhersage  heiße, trockene Bedingungen ankündigt. El Nino ist auf dem Weg und ich höre Gerüchte, dass die Wasserstände in unseren Talsperren nicht besonders sind (Snowy Hydro Dam).

 

In diesem Sommer wird es Stromausfälle geben, wenn nichts getan wird, warnt der AEMO-Bericht

Stephanie Dalzell, ABC News

In Victoria und Südaustralien besteht in diesem Sommer ein hohes Risiko für erzwungene Stromausfälle, wenn nach dem jüngsten Bericht des australischen Energiemarktbetreibers (AEMO) keine Maßnahmen ergriffen werden.

Nicht genügend elektrische Energie? Schmeißen Sie eine weitere Million Dollar in den Ofen:

Um dies zu verhindern, hat der AEMO Notstromreserven angeschafft, die dem Markt normalerweise nicht zur Verfügung stehen und nur eingesetzt werden, wenn das Angebot nicht mit dem Bedarf übereinstimmt.

Diese Notfallreserven – auch als Reliability and Emergency Reserve Trader (RERT – Notstromreserve] bezeichnet – sind nicht billig.

Es kostet nur Geld:

Im Bericht zum letzten Sommer heißt es, dass  der „Notstrom“ die Verbraucher in Victoria und Südaustralien fast 52 Millionen Dollar kostete.

Dies entsprach einem durchschnittlichen Aufpreis von 6 USD je Haushalt.

Das ist noch Garnichts. Im vergangenen Januar summierte sich die zweitägige Hitzewelle auf 400 Millionen Dollar – 45 Dollar in Victoria und 70 Dollar in Südaustralien, jeweils pro Einwohner. Und das für nur zwei Tage Strom. Familien mussten 200 Dollar für zwei Tage Strom bezahlen. Das ist ein Notfall.

 

Warum ist die angegebene Kapazität nicht verfügbar?

Andrew White von  The Australian erklärt, ein Teil des Energie- Engpasses ist darauf zurückzuführen, dass der Betreiber eines Kohlekraftwerks der AEMO gerade mitgeteilt hat,  dass 240 MW (Reserveleistung) nicht wie erwartet für den Sommer verfügbar sind.

Die Reserven wurden in dieser Saison durch den Verlust von 240 Megawatt thermischer Erzeugung reduziert. Der Eigentümer des Kraftwerks gab bekannt, dass diese Leistung nicht für kurzfristige Nachfragespitzen im  nationalen Elektrizitätsmarkt NEM zur Verfügung stehen wird.

Die AEMO strebt eine Reserveleistung von bis zu 930 MW an, um den nationalen  Energiemarkt zuverlässiger zu machen. Es wird ein heißer, trockener Sommer und eine frühe Buschfeuersaison erwartet.

Das gesamte  Australische Energienetz verfügt über eine Nennkapazität von 55.000 MW . Der Ausfall von 240 MW soll jedoch einen Notfall verursachen?  Etwas passt hier nicht zusammen …

Was wäre, wenn ab morgen keine 5.000 MW Wind- oder Solar- (Nennleistungs-) kapazität verfügbar wäre? Das ist kein Notfall, es ist wie inzwischen gewöhnt. Jeden Tag zahlen wir für Reserve-backup Kraftwerke, fall sich mal der Wind und die Sonne einen Tag frei nehmen.

Zur den Notmaßnahmen gehören… „die Erinnerung an eingemottete Gaserzeugungsanlagen in Tasmanien, Queensland und Südafrika, Dieselgeneratoren und“ Maßnahmen zur Nachfragesteuerung „, um die Nutzer zu bezahlen,  wenn sie ihre elektrischen Geräte ausschalten.“

Was wird [durch unsere Regierung] getan, wenn erneuerbare Energien die Unzuverlässigkeit des Stromnetzes und Preisspitzen verursachen – ob Sie es glauben oder nicht, unsere Regierung plant weitere Wind- und Solaranlagen hinzu zufügen:

Der Stromnetzbetreiber AEMO erklärte, dass weitere Energieerzeuger und Speicherkapazitäten rechtzeitig zum Sommer an das Netz angeschlossen werden. Bis Dezember kommen bis zu 2100 MW neue Energiekapazität – hauptsächlich mit Wind- und Sonnenzellen – an das Netz.

Weitere 2 GW an erneuerbaren Energieanlagen kommen schon im nächsten Monat. Genau das, was wir brauchen!

Jo Nova Blog

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Erkennen Sie das Problem??…

AEMO, Die bunten Kästchen, sind die obiger Grafik berücksichtigten „Wind-Industrieparks“ und deren tatsächlich verfügbare Leistungen

 

Beitrag gefunden auf Stopthesethings vom 27.11.2018

Zusammengestellt und übersetzt durch Andreas Demmig

https://stopthesethings.com/2018/11/27/blackouts-beckon-calm-weather-sunset-deliver-chaos-in-renewables-obsessed-australia/

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Der AEMO-Sommerbereitschaftsplan ist da.

Es ist jedoch nicht so, dass es nur 12 Tage Sommer sind ….

AEMO Sicherheits- und Zuverlässigkeitsplanung

Neben vielen Worten, fielen mir die  Maßnahmen zur Verbesserung der Energieflusssteuerung besonders auf: So ähnlich konnte man es auch in Deutschland schon lesen – Wind und Sonnenschein werden nun besser vorausgeplant !? der Übersetzer

 

Verbesserungen bestehender Systeme zur Bedarfsprognose: [Seite 17, § 3.1 ff]

  • [alle] 5-Minuten- Prognosen, um sicherzustellen, dass die Modellschätzungen die jüngsten Änderungen der Nachfragemuster widerspiegeln und dadurch verbesserte Prognosegenauigkeit.
  • Anpassung der Gewichtung von Variablen innerhalb von Bedarfsvorhersagemodellen, mit denen die Modelle auf Schwankungen im täglichen Bedarfsprofil reagieren. Dies wird die Leistung von Intraday verbessern, und den Marktteilnehmern stabilere Prognosen und ein höheres Maß an Sicherheit bieten.
  • Erhöhen der Daten-Grundlage durch das Hinzufügen von 17 [weiteren] Wetterstationen in wichtigen Bevölkerungszentren. Damit sind Daten von 40 Wetterstationen verfügbar, die in den nationalem Energienetz verteilt sind. Dieser Ausbau verbessert die Korrelation von Wetterbeobachtungen und -prognosen mit dem Lastbedarf und führt zu einer verbesserten Prognoseleistung.
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2 Kommentare

  1. Erkennen Sie das Problem??…

    Gut erkennbar ist, dass die Aussage „Irgendwo weht immer Wind“ nur ein Märchen ist. Obwohl hier 47 Windparks erfasst sind, gibt es immer wieder fast totale Blackouts der Erzeugung und dann wieder Erzeugungsspitzen; und das im Tagesrhytmus.

    Der geneigte EIKE-Leser versteht das.

  2. Wir leben zum Glück in Westaustralien WA, 2500 km vom Krisengebiet entfernt und nicht mit diesem vernetzt. Hier laufen die Kohlekraftwerke noch und es wird – man höre und staune- sogar über KKW nachgedacht, und das in der bisher „nuklear free Zone Australia“!

    Im Süden von WA gibt es allerdings die Stadt Albany in einer sehr windreichen Gegend an der Küste. Albany rühmt sich damit die einzige Stadt Australiens mit 100% Betrieb durch erneuerbare Energien zu sein. Das stimmt nur bedingt, denn an etwa 14 Tagen im Jahr ist Flaute und das für diesen Fall in Betrieb gehaltene Gaskraftwerk springt dann an. Keine sehr wirtschaftliche Lösung. Das ganze funktioniert auch nur, weil es in Albany so gut wie keine Industrie gibt, nur Fischerei und Tourismus.

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