Klima-Fachgespräch im Deutschen Bundestag – Eine denkwürdige Veranstaltung mit einer Premiere!

Professoren Levermann und Shaviv; Bild Bundestag

von Michael Limburg
PIK Forscher Prof. Anders Levermann bezeichnet die Aussagen anders denkender integrer Wissenschaftler als Quatsch: „Alles was Herr Shaviv gesagt hat ist Quatsch“. Er  hält eine Klimakatastrophe für unvermeidlich, und der Mensch sei schuld, mit 3 ½ m Meeresspiegelanstieg wenn …. ja wenn irgendwann mal, die Westantarktis schmilzt.
Wann das ist sagte er aber nicht.

Am 28.11.18 fand im Deutschen Bundestag eine Anhörung statt, die, weil nur jede Fraktion einen „Sachverständigen“ einladen und befragen durfte, als „Fachgespäch“ deklariert wurde, obwohl ein solches in der Geschäftsordnung nicht vorgesehen sei. Doch wenn die Grünen etwas wollen, dann beugen sich die Altparteien. Schließlich beginnt ja in der nächsten Woche die nächste Runde im Klimakonferenzzirkus, mit dem merkwürdigen Namen COP 24, die die Regeln festlegen soll, wie uns das Geld am effektivsten via Softlaw aus der Tasche gezogen werde soll, um dann als Sühne für den Klimawandel, an dem wir „schuld“ seien, in die Taschen korrupter Regime, vor allem in Entwicklungsländern, zu fließen. Wobei nicht vergessen werden darf, dass inzwischen auch jede Menge, vor allem staatlich gepäppelter, NGO´s sich auch an diesem Geldsegen laben wollen.

Videoausschnitte des Statements und der Fragen und Antworten von Prof. Nir Shaviv anlässlich des Fachgespräches des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages. Mit Dank an FMD’s TV-Channel

Und ausschließlich darüber sollte gesprochen werden.

Doch anders als sonst, bestand die CDU/CSU diesmal darauf, auch kritische Stimmen zuzulassen. Daher stimmte auch die AfD zu. Und wie das heutzutage so ist in Deutschland, fing die Anhörung gleich mit einer technischen Panne an. Die Monitore, auf denen einige vorbereitete Folien hätten gezeigt werden sollten, funktionierten nicht. Die stattdessen schnell ausgedruckten, wenigen Exemplare der Folien,  zumal sie nur den Abgeordneten zur Verfügung gestellt worden waren, halfen nicht wirklich. Denn der große Kreis der interessierten Zuschauer bekam sie nicht zu Gesicht. Nun ja, große Dinge werfen auch zunächst kleine Schatten voraus. Deutschland baut wohl ab.

Und obwohl sechs Personen eingeladen waren, konnten eigentlich nur zwei Experten sich wissenschaftlich sachkundig zum Klimathema äußern. Die anderen vier beleuchteten ausschließlich die potentiellen volkswirtschaftlichen Folgen, bzw. forderten den Bundestag u.a. auf dafür zu sorgen, dass die hundert Milliarden, die u.a. für den Greeen Climate Fund vereinbart worden war, und noch vieles andere mehr – letztlich nur von uns – bezahlt werden.

Ihre gesammelten Äußerungen könnten von einem kritischen Beobachter so zusammengefasst werden:

Es hat alles zwar bisher nichts gebracht, war zudem extrem teuer, aber deswegen müssen wir nicht etwa innehalten und uns fragen, ob wir nicht auf dem Holzweg sind, sondern wir müssen das Ganze deutlich ausweiten und verfestigen. Damit würden alle Nutznießer „Planungssicherheit“ dafür erhalten, wie sie die 1,5 bis 2,3 Billiarden €, die es Deutschland etwa bis 2050 kosten würde -vom BDI Vertreter Lösch so beziffert- am Besten in die eigenen Taschen umleiten könnten.

Die Nutznießer und Umverteiler sahen das natürlich ganz anders, insbesondere wegen ihrer hohe moralischen Motive. Am deutschen Wesen muss diesmal wirklich die Welt genesen. Das schien mir einmal mehr das Motto zu sein.

Für die, die sich ein eigenes Bild machen wollen sei auf die  Website des Deutschen Bundestages verwiesen, dort finden Sie eine offizielle Kurzfassung dessen, was dort vorgetragen wurde.

So durfte neben KirchenverterInnen von Brot für die Welt, auch der Experte für Moral von German Watch etwas sagen, ebenso wie ein Politik-Wissenschaftler von der Uni Zürich und besagter Holger Lösch vom BDI. Zum Klimathema selber konnten nur zwei Experten sachverständig reden.

Pof. Shaviv tat dies auch, in schneller, aber sachlicher Rede, sein Gegenpart Prof. Levermann tat dies hingegen nicht. Offensichtlich meinte er der überraschenden Tatsache, dass er nun nicht mehr allein seine Panik-Beschreibungen als Folge des menschgemachten Klimawandels verkaufen konnte, entgegen wirken zu müssen, und dachte wohl es sei eine gute Idee, mal eben den Kollegen zu beleidigen.Denn der PIK Experte Levermann fiel sofort aus der Rolle und zeigte, dass er keine Kinderstube hatte, Er bezeichnete pauschal und mehrfach die Ausführungen seines Kollegen Shaviv als „Quatsch“. In einer Entgegnung blieb Shaviv hingegen sachlich und betonte er verzichte darauf den größten Teil der Rede seines Kollegen Levermann ebenso als Quatsch zu bezeichnen, obwohl es nach Lage der Dinge so sei.

Hier können Sie den „Quatsch“ von Professor Shaviv in Englisch und in Deutsch nachlesen. (shaviv-Schreiben Umweltausschuss deutsch ; 3-minute-presentation-Bundestag-Nov2018Statement_for_Bundestag_Committee_Nov20183-minute-presentation-Bundestag-Nov2018 , Shaviv-statement Deutsch ) Die deutsche Version weicht geringfügig – es gilt eh das gesprochene Wort- vom englischen Original ab, weil wir eine frühere Version übersetzt hatten.

Zurück zu Professor Levermann. Er brachte im weiteren nur hochgerechnete Erzählungen z.B. über „die Eisschmelze“ in der Westantarktis vor, die – wenn ungebremst- irgendwann einen Anstieg des Meeresspiegels von satten 3 ½ m zur Folge hätte. Wann das eintreten würde sagte er aber nicht. Nur noch, dass dann auch Hamburg bedroht sein würde. Und mit dieser und anderen -durch nichts belegte- Prophezeiungen begründete er seine Forderung in den kommenden dreißig Jahren die weltweiten Emissionen unbedingt auf Null zu senken. Nur damit sei die Welt noch vor dem Hitzetod zu retten. Abschließend hinzu, seine und andere Erkenntnisse über die Ursachen des Klimawandels stünden auf dem Boden der Physik und seien deshalb so sicher, wie ein Kugelschreiber, wenn man ihn loslässt, mit Sicherheit zu Boden fällt. Ob er dabei vielleicht an Pinocchio gedacht hatte? Denn außer unüberprüfbaren Behauptungen und einer Grafik mit ansteigender Mitteltemperatur hatte er nichts relevantes anzubieten.

Die Runde war trotzdem pflichtgemäß, und immer wieder aufs Neue, gebührend beeindruckt. Man ließ den „Skeptiker“, zuvor als Quatsch erzählend vom Levermann verunglimpft, zwar reden, doch das war es denn auch schon. Seinem in schnellem Englisch vorgetragenen Rede konnte sowieso kaum jemand im Auditorium direkt folgen, da nur die Abgeordneten über Kopfhörer für die Simultanübersetzung verfügten. Deren Qualität jedoch war, wie das Video oben zeigt, gut bis sehr gut.

In  den anschließenden Fragerunden befragten alle anderen Fraktionen nur ihre „Experten“, natürlich um ihre Meinung bestätigt zu sehen. Doch weil die Anwesenheit eines renommierten skeptischen Klimawissenschaftlers doch einige zu verunsichern schien – z.B Frau Dr. Scheer von der SPD und  ihren Kollegen von den Linken Beutin, wurde bevorzugt auch Levermann befragt. Das tat dann auch die AfD.

Eigentor des Anders Levermann

Dabei merkte Levermann nicht, dass er mindestens ein Eigentor schoss, als er auf die Frage des AfD Abgeordneten Dr. Kraft(1) nach der Mitteltemperatur der Erde in vorindustriellen Zeiten antwortete, diese betrüge ziemlich genau ungefähr 15 °C und sie bezöge sich auf das Jahr 1850.

 

Videoausschnitte der Aussagen von Prof. Levermann zur Bezugstemperatur  um 1850 mit „ziemlich genau im Bereich von 15 °C“  mit dem Hinweis des Abgeordneten Hilse, dass die „höchste jemals „gemessene“ Temperatur 2016 offiziell mit 14,8 ° angegeben wurde.  O-Ton Levermann: „Alles was Herr Shaviv gesagt hat ist Quatsch“ Die Aufnahmen entstanden anlässlich des Fachgespräches des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages. Mit Dank an FMD’s TV-Channel

Der Abgeordneten Karsten Hilse wies Levermann und die Runde dann auf den eklatanten Widerspruch hin, der darin besteht, dass das Jahr 2016, vor kurzem noch mit dem Titel „hottest year ever“, u.a. von WMO und NOAA mit 14,8 ° C ausgewiesen worden wäre. Das seien doch in 2016 immerhin 0,2 °C weniger als die genannten 15 ° C für 1850. Das wäre doch eine Abkühlung!

MoMa Wetterfrosch Benjamin Stöwe verkündet im ZDF MoMA die höchste Ø Temperatur (2016) seit Ende des 19. Jhh. mit 14,8 °C

Eine Erklärung für diesen offensichtlichen Widerspruch wusste nun auch Levermann nicht. Und wenn doch, behielt er sie für sich. Auch die Runde nahm dies wortlos hin, obwohl die Ausschussvorsitzende Frau Kottig-Uhl erklärte, sie hätte verstanden, was gemeint sei. Wer weiß was sie und all die andern wirklich verstanden haben?

Doch einmal mehr konnte, nun auch im Deutschen Bundestag, der Öffentlichkeit aufgezeigt werden, dass die Hypothese vom menschgemachten Klimawandel auf sehr tönernen Füßen steht. Und allein das war es wert.

Was aber Ausschussmitglieder der Altparteien erwartbar nicht daran hinderte, diese Erkenntnisse ebenso mit Schweigen zu übergehen, wie die Tatsache, dass renommierte echte Klimawissenschaftler sofern sie anderer Ansicht sind, öffentlich diffamiert werden.

(1) in einem abschließenden kleinen Wortgefecht zwischen Prof. Levermann und Dr. Rainer Kraft (Chemiker) hatte Levermann behauptet, dass das CO2 Molekül wie das H2O Molekül wie Dreieck geformt sei. Weil „wir verstehen Klimawandel, wir verstehen wie das CO2 Molekül, wie das Wassermolekül (und formte dann jeweils mit beiden Händen ein Dreieck) ..funktioniert“, so O-Ton Levermann. Kraft wies ihn dann darauf hin, dass das CO2 Molekül linear, und nur das H2O Molekül „gewinkelt sei. Levermann bestand auf seiner Version. Sie ist jedoch genau so falsch wie viele seiner Klimaaussagen. Hier nimmt Dr. Kraft ihn deswegen auf die Schippe

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55 Kommentare

  1. Der Kollege von Herrn Levermann, Herr Rahmstorf hat mir übrigens gerade böse Kommentare im Blog von Science Skeptical geschrieben.

    https://tinyurl.com/ybup95wb

    Er möchte ScSk wirklich eine Rechnung schicken, da wir im Blog Fotos und Videos von ihm beim Skivergnügen und Surfen in Sydney veröffentlicht haben. Von seinem youtube-Kanal und der Familien-Homepage seiner Frau. Seine Frau als Fotografin und Filmerin und er möchten das nun bezahlt haben. Ich habe eine Spende zur Aufforstung der Skipisten und für die Rodungen zum PIK-Neubau angeboten. Herr und Frau Rahmstorf möchten aber unbedingt die Rechnung zustellen, wie es scheint. Wäre vielleicht mal einen Artikel bei EIKE wert? Grüß Michael Krüger

    • Gute Idee. Ähnliche Erfahrungen machte Nir Shaviv, wo R. anwaltlich verbieten lassen wollte, dass Shaviv nicht nur ein paper von R zitierte sondern es auch noch als pdf anhängte.

      • Bei youtube hat Herr Rahmstorf auch schon ein Video entfernen lassen, dass ihn mit Pinocchio-Nase zeigte und seine Übertreibungen aufdeckte, wie berichtet wurde. Na, ich warte mal die Rechnung von ihm und seiner Frau ab und werde dann berichten. Vielleicht verklagt er mich ja auch noch wegen Verharmlosung des Klimawandels und Täuschung eines unsachkundigen Publikums. Das wirft er mir immer wieder vor.

  2. Anhand der offiziellen Dokumente sieht man schön den Unterschied zwischen Levermann und Shaviv: ersterer zeigt drei Folien, die aussagen, es ist wärmer geworden bzw. es könnte noch wärmer werden, Wetterextreme werden angeblich häufiger und Eis schmilzt teilweise. Ohne jegliche kontextuelle Begründung wird dann gefordert, nur Dekarbonsierung kann Abhilfe schaffen.

    Shaviv bringt dagegen eine einfache aber logisch für halbwegs Gebildete nachvollziehbare Argumentation. Vor allem aber behauptet er nichts, was man nicht auch verifizieren kann. Levermann kennt wohl die wahre Bedeutung des Begriffes „Quatsch“ nicht, wenn er Shavivs Ausführungen als Quatsch bezeichnet, er sollte Deutschnachhilfe in Anspruch nehmen!

    Lenkert: Sowas ist nicht ungewöhnlich, daß sich einer in typisch deutscher Überheblichkeit aufplustert und sich dabei selbst bis auf die Knochen bamiert, es selbst aber garnicht merkt und auch noch stolz ist auf sich!

    • Herr Levermann schmollt wie ein kleines Kind und ärgert sich wegen seiner Äußerung von 15°C um 1850. Das merkt man schon. Und schiebt noch nach, ungefähr 15°C und die ergeben sich gemäß Stefan-Boltzmann. Was natürlich Unfug ist. 15°C entsprechen gemäß SB 390 W/m^2 Abstrahlung vom Erdboden. Gemäß SB haben wir aber bei 240 W/m^2 Einstrahlung durch die Sonne und selber Abstrahlung eine Temperatur von -18°C. Die Differenz von -18°C gemäß SB zu den am Erdboden gemessenen 15°C ergeben gemäß SB einen Treibhauseffekt von 33°C. SB hat aber nichts mit der Temperatur am Erdboden von 15°C zu tun. Höchstens die Abstrahlung von 390 W/m^2.

      Und es ist schon mehr als peinlich, dass Levermann nicht mal weiß, dass das CO2-Molekül linear ist und auch nicht dessen Schwingungszustände und Emissionslinien zu kennen scheint. Lernt man nach dem 4. Semester, also direkt nach dem Grundstudium in Molekülphysik.

      Aber es in der Tat so, dass die tumben Politiker nicht mal erkennen, dass solche Leute keine Experten sind.

       

      • Lieber Herr Krueger,

        gab frueher ein Student waehrend einer Diplom-Vorpruefung eine falsche Anwort, dann schmaelerte er damit seine Pruefungsleistung. Verteidigte er aber eine falsche Antwort, dann durfte er davon ausgehen, dass seine Pruefungsleistung als nicht ausreichend bewertet wurde.

        Wenn Levermann seine Falschaussage zu der Struktur des CO2-Molekuels auch noch verteidigt, dann frage ich mich, wie er zu seiner Professur gekommen ist.

        • @Kramm

          Durch Vitamin B. Ich habe mal erlebt, wie ein Doktorand aus Nordafrika, saß direkt den Flur gegenüber von mir, in 3 Jahren weder Deutsch konnte, noch seine Vorgesetzte (eine Frau) akzeptiert hatte und während seines Promotionsvortrages nur von den Folien in gebrochenen Englisch abgelesen hatte und keine Fragen dazu beantworten konnte. Kurzerhand stellte sich sein Prof. nach vorne und beantwortete die Fragen. Dann gingen alle raus und man gratulierte den Probanden anschließend zum Bestehen mit Dr.-Hut und -Kittel. Der Hintergrund, der Prof. hatte diesen Doktoranden zu uns geholt, damit wir mit der FS Meteor vor Afrika forschen durften. Hätte der Doktorand nicht bestanden, dann wäre das hinfällig gewesen. Ich habe in meiner Zeit einige solcher Geschichten erlebt. MfG Michael Krüger

  3.  
    @alle
    nur der Vollständigkeit halber.
    Die Präsentationsvorlagen von diesen Sachverständigen sind öffentlich abrufbar.Zusatzinformationen zum Fachgespräch
    Mit der Folie von Prof.Shaviv Schriftliche Stellungnahme
    über den Zusammenhang von Solarstrahlung und Gezeitenänderungsrate in den letzten 100 Jahren,wollte ein Abgeordneter der Fraktion der Linken, eine persönliche Kränkung zum Ausdruck bringen. Kurzintervention Ralph Lenkert
    Da sieht und hört man,mit welchen wahrnehmungsgestörten Abgeordneten unsere Bevölkerung im deutschen Bundestag vertreten wird.
    Mit herzlichem Glückauf

     

    • Wieso hat Shaviv eigentlich den Einfluss der Sonnenaktivität auf den Meeresspiegel dargestellt. Das beweist doch nicht die Bedeutung der Sonne auf die Temperatur.

      • „Damit lässt sich der Strahlungsantrieb der Sonne quantifizieren, und wie sich herausstellt, ist dieser etwa zehnmal größer ist als das, was der IPCC zugesteht“ [Shaviv im Bundestagsdokument]

        Sinnerfassendes Lesen bildet!

    • Shaviv hatte sich zu der Frage nach der Absoluttemperatur nicht geäußert, er hatte sich zuvörderst gegen die Diffamierung von Levermann zu verteidigen, Levermann hingegen hat sich geäußert. Ob falsch oder richtig hängt davon ab ob seine Temperaturangabe stimmt oder die der WMO.

      • Shaviv hat die Fragen gar nicht beantwortet und ist immer wieder nur auf sein Sonnenthema zurückgekommen. Als Astrophysiker ist er dort Spezialist. Zur Globaltemperatur hätte er sagen müssen, dass man diese nicht genau bestimmen kann, zumal die Polabdeckung fehlt die Absoluttemperatur im Jahresgang um +-2°C schwankt um die mittleren ca. 14-15°C. Das hätte schon gereicht. Die Schwankungsbreite von +-2°C kommt daher, dass auf der Nordhalbkugel im Sommer die Landmassen sich besser aufheizen und im Winter besser abkühlen, als die Ozeane auf der Südhalbkugel. Zudem hätte er sagen können, dass der Bezugspunkt 1850 in der sog. Kleinen Eiszeit mit verminderter Sonnenaktivität liegt und wir seither an lokalen Messstationen in Europa und den USA nur einen Anstieg der Absoluttemperaturen um 1°C beobachten können. Ein sich beschleunigender in der Geschichte einmaliger Trend ist nicht in Sicht. Damit wäre alles klar gewesen. Insofern ein schwaches Bild. Und der Herr Levermann ist eh ein „Trottel“. Neuerdings mit Vollbart.

        • Sie wissen wahrscheinlich nicht, dass für Fragen und Antworten nur 2 Minuten zur Verfügung standen. Incl.Übersetzung hin und zurück.
          Ihr Vorschlag oben dauert selbst schon eine gute Minute.
          Und nun versuchen Sie das Ganze mal in einer Sitzung in der Sie unter Druck stehen, alles richtig zu machen, und möglichst verständlich bühnenreif zu formulieren. Viel Glück dazu.

        • Wenn Shaviv selbst nicht deutsch spricht, muß er erst einmal die Übersetzung abwarten, von der wir nicht wissen, wie sie konkret gelautet hat. Ich bin überzeugt, daß Shaviv in Situationen ohne starken Zeitdruck zu allen zugehörigen Fragen Stellung beziehen könnte, er hat aber intelligenterweise das getan, was auch Politiker häufig tun, nämlich die zur Verfügung stehende Zeit zu nutzen, in erster Linie seine wichtige Message rüberzubringen und „Klein-Klein“ zu überspringen.

  4. Ich hätte mal nachgefragt, auf was für einer Datengrundlage die 15°C von 1850 basieren!

    Ich betreibe in meinem Umfeld Aufklärungsarbeit wo ich kann und habe schon eine Reihe von Leuten, zumindest, zum Dachdenken bringen können.

    Was es mit „Durchschnittstemperaturen“ so auf sich hat, mache ich an folgendem klar:

    Stellt euch vor, ihr seit Ausserirdische und ihr wisst dass, die Durchnittstemperatur der Erde 15°C beträgt. Ihr richtet eure Ausrüstung darauf aus.

    Dann landet ihr, dummerweise,in der sibirischen Tundra, im Januar, oder in der Namib oder im Amazonasbecken oder oder oder……. mit viel Glück in Berlin, im Mai.

    Daran sieht man schon den Unfug einer „globalen Mitteltemperatur“

    Jeder Statistiker weiß: Bildet man aus einer Datenreihe einen Mittewert, vernichtet man, in diesem Moment, die Wirklichkeit!

    • Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Die global gemittelte oberflaechennahe Lufttemperatur ist eine voellig sinnlose Groesse. Sie ist fuer die Energetik der Atmosphaere bedeutungslos, denn keiner der relevanten Energieflussdichten ist von einer globalen Mitteltemperatur abhaengig. Diese globale Mitteltemperatur, die sogar dazu dient, sog. Klimamodelle zu adjustieren (siehe Mauritsen et al., 2012), kann sogar variieren, ohne dass sich der Energiegehalt der Atmosphaere aendert.

      Warum das so ist, haben z.B. Bohren & Clothiaux (2006) in ihrem Lehrbuch „Fundamentals of atmospheric radiation“, beschrieben:

      In general, energy (or power) is a more relevant physical quantity than temperature. Energies are additive, temperatures are not; energy is conserved, temperature is not. Energy fluxes drive atmospheric processes. But W/m² is banned from American newspapers, both because it is an SI quantity and because it is much too scientific for readers of even the most pretentious newspapers in the land. Similarly, in-stead of energy fluxes we get the wind-chill temperature, which obscures the fact that energy fluxes, not temperatures, kill people by hypothermia.

      Diese Aussage ist korrekt. Der physikalische Hintergrund ist der, dass Energie, Entropie, etc. extensive Groessen und Temperatur, Druck etc. intensive Groessen sind. Und dieser Sachverhalt ist seit mehr als 100 Jahren bekannt (siehe z.B. Planck, 1897; Tolman, 1917).

      Es gibt aber eine Vielzahl von Falschaussagen ,in der Wissenschaft, die man offensichtlich nicht ausrotten kann, noch nicht einmal mit einer physikalisch-mathematischen Beweisfuehrung.  Dazu gehoert die effektive Strahlungstemperatur von 255 K fuer eine Erde ohne Atmosphaere, die dazu dient, den sog. atmosphaerischen Treibhauseffekt zu quantifizieren, naemlich mit 33 K.  Die Annahmen, worauf diese Unsinnstemperatur beruht,  sind

      1) eine Gleichverteilung der Oberflaechentemperatur,

      2) eine planetare Albedo von 0,3 und

      3) ein planetares Emssionsvermoegen von Eins.

      Vor allem die ersten beiden Annahmen sind barer Unsinn.

      Bis vor einiger Zeit war ich davon ausgegangen, dass Fritz Moeller der Urheber dieses Unsinns sei, weil er in seiner Arbeit von 1964 auf jegliches Zitat verzichtete. Vor ein paar Wochen fand ich dann eine erheblich aeltere Quelle, naemlich

      Philipp Lenard (1936), „Deutsche Physik“, Bd. 2., Paragraph 186, Planetentemperaturen.

      Moeller kannte wahrscheinlich diese Quelle, denn er arbeitete von 1935 – 1938 beim Reichsamt fuer Wetterdienst; danach lehrte er an den Universitaeten Frankfurt/Main und Leipzig. Aber nach 1945 war es nicht mehr opportun, Lenard zu zitieren.

  5. Im Grund war es doch eher herausfordernd oder auch vermessen dem Gremium einen fachlichen Vortrag von Prof. Nir-Shaviv vorzutragen (und dann noch in einer Fremdsprache), ohne Empfindung ob die überhaupt dafür aufnahmefähig sind. Anscheinend waren sie es auch nicht. Platte Panikmache wie von Prof.Levermann kommt eher an, wird verstanden, bzw. moralisierende Vorträge wie von German Watch (die werden doch von der Münchener Rück oder Allianz gesponsort ? das ist aber nicht verwerflich und wird mit Lobbyismus oder Bestechung in Verbindung gebracht)

    Bezeichnend für die Dickhäutigkeit des Gremiums, der Vorsitzenden, ist doch die kommentarlos hingenommene Falschaussage (oder Quatsch) von Prof. Levermann in Bezug auf Temperatur und Dreiecksmolekül. Oder haben die gar nicht gecheckt was da vor sich geht ? man möcht´s nicht annehmen. Und so ein Mann ist Professor und berät Unternehmens-Klienten in Bezug auf wirtschaftliche Einstellung zur Klimaentwicklung. Der Mann ist doch beschämend, vor allem weil er nichts fachliches in dieser Anhörung von sich gab. Und sowas wird für solch eine Konferenz berufen. Muss ich den etwa mit meinen Steuergeldern ernähren ?

    Die anderen vier ? na ja, die waren im Grunde fehl am Platze.  Es ist eine Zumutung was man dem Bürger als Klima-Fachgespräch vorsetzt. Können die Veranstalter nicht mehr oder sollte das nur eine Alibiveranstaltung sein ? Die AfD sollte mal nachfragen was das ganze für eine Zweck haben sollte und ob Prof. Levermann immer noch auf seinen beiden Behauptungen, sie seien richtig, besteht. Ein wenig vorgeführt sollte der Mann schon werden, so wie er sich gegenüber Nir Shaviv benommen hat.

  6. Warum lädt der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit denn keinen wirklichen Fachmann mit grundlegenden Kenntnissen in Meteorologie und Klimatologie ein? An der FU Berlin / Institut für Meteorologie gibt es doch genug Wissenschaftler. Das PIK ist für die Folgenforschung sich ändernder Klimaelemente eingerichtet worden, nicht für Klimatologie. Das mit den 3-1/2 m Meeresspiegelanstieg in Hamburg ist der eigentliche Quatsch.

  7. Hr. Levermann ist KEIN Wissenschaftler sondern…wie ich es immer gerne sage…ein QUACKSALBER. Und dieses Quacksalbertum hat in der Menschheitsgeschichte eine lange Tradition…das Mittelalter, die Kirchen und die Herrschenden Klassen waren schon immer mit Quacksalber bestückt. Man erkennt Sie an ihren Auftreten, an ihrer Haltung und Aussehen….man bekommt einfach mit der Zeit ein Gespür dafür.

     

     

     

  8. Das ist ja das Problem. Hr. Levermann hätte was vom Pferd erzählen können, es hätte außer AfD Abgeordnete keinen interessiert. Es geht nicht um den Klimawandel. Das Ganze ist sozusagen beschlossene Sache. Die Grünen haben bereits Ihre Forderungen gestellt: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/gruene-schlagen-radikale-massnahmen-fuer-klimaschutz-vor-a2723286.html?fbclid=IwAR0_R-_uS-b9wkfciI6ywLZ91RVJWp3gZJZkrssILN7HnwgoHA3cKU4LEGQ

    Habe noch etwas schönes gefunden, falls jemand was für’n Stammtisch braucht :-):

    Mal ein paar Zahlen dazu: Man hat auf Grönland 2450m tief gebohrt, um die Eem Warmzeit, die vor unserer Warmzeit war zu erforschen. Ergebnisse: damals war es dort bis 8° wärmer. Am Bohrloch war das Eis 400m tiefer als heute. Für ganz Grönland etwa 130m tiefer. Aber Grönland war nie eisfrei! Sondern hatte etwa nur 1/4 an Eismasse verloren, in 6.000 Jahren! Hat damals zum Meeresspiegel 2m beigetragen. Heute verliert Grönland etwa 200 Gt Eis pro Jahr. Hat aber 2,67 Mio. Gt. Würde sich der Eisverlust verdoppeln müssten weitere 6675 Jahre vergehen, bis Grönland eisfrei wäre. Vorausgesetzt: Es bleibt bei einer Warmzeit. Die Eem Warmzeit war nur 15.000 Jahre lang. Damals hat die Antarktis ca. 6m beigesteuert. Allerdings war die Erdachse deutlich geneigter und die Bahn der Erde um die Sonne eine andere. Der Meeresspiegel ist also nicht um 50m gestiegen. Alles QUATSCH Hr. Levermann! „Eis in Grönland ziemlich stabil, es verschwindet nicht so einfach”, sagt Prof. Heinrich Miller vom Alfred Wegener Institut 

    All das könnte Herr Levermann wissen, sagt aber, was man von ihm hören will. Und wird von unseren Steuergeldern bezahlt (50% Bund, 50% Länder).

    Ein Video Zusammenschnitt mit Gegendarstellungen wäre sehr hilfreich.

  9. Levermann behauptet, es gäbe Zehntausende von Zuschriften und Fragen oder Hinweise ans IPCC und daß alle diskutiert und beantwortete werden und daß dieser Schriftverkehr auch für alle öffentlich zugänglich ist. Frage: kennt jemand die zugehörige Webadresse? Dort zu stöbern oder einmal selbst eine Frage zu stellen, wäre wohl einen Versuch wert.

    • Das bringt nichts, denn störende Fragen oder gar Belege werden per Satzbaustein weggebügelt. Das musste der inzwischen verstorbene Dr Vincent Gray aus Neuseeland hier bitter erfahren der ca. 1500 Kommentare mit Fragen und Forderungen xyz zu ändern und dafür jede Menge Beweise brachte, sie wurden alle nicht übernommen, oder wurden einfach abgelehnt.

  10. Levermann ist repräsentativ für die ganze Zunft der Klimahysteriker: Arroganz, gepaart mit krankhaft übersteigertem Selbstbewusstsein und erschreckendem Nichtwissen.

    Kommt aber bei Politikern und Journalisten extrem gut an, da Seelenverwandte.

  11. Shavivs Aussagen sind nicht neu, Levermann hatte also Zeit, sich darauf vorzubereiten. Das ist aber überhaupt nicht erkennbar. Levermann lümmelt herum, hat keine Argumente, demonstriert, wie wenig Respekt er vor den versammelten Regierungsvertretern hat.

    Und die, anstatt sich zu empören, haben das wohl nur als Pflichtveranstaltung gesehen, ohne Einfluss auf ihre bisherige Weltsicht.

    • @ M. Schraag – Worauf soll Levermann sich bitte bzgl. Shaviv vorbereiten, wenn der grundlegende Fakten bringt?

      Levermann kann nur mit Ausreden, Ablenkungen, Verdrehungen, Lügen und falschen Unterstellungen reagieren, wenn er nicht einräumen will, dass Shaviv Recht hat.

  12. Anregung an Eike

    Wie wäre es, die entscheidenden (und demaskierenden) Ausschnitte der Ausführungen von Hr. Levermann (zu Welttemperatur, Molekülstrukturen etc) in Gegenüberstellung  zu Folien mit den Fakten zu einem Kurzfilm zusammenzuschneiden, den man als Anschauungsmaterial bei Diskussionsrunden, Bürgerforen, zur Aufklärung von Schülern und Jugendorganisationen etc. einsetzen könnte? Das Material darf man doch sicherlich herunterstreamen und verwenden, für private Zwecke kann einem das wohl auch niemand verbiten, und Veranstaltungen kann man m.W. unter bestimmten Voraussetzungen als privat deklarieren. 5 Min dürften reichen, und man hätte ein hervorragendes Werkzeug, das man interessierten Parteiorganisationen, Bürgerinitiativen, befreundeten Organisationen etc kostenlos zur Verfügung stellen sollte. Solche Zusammenschnitte kann jeder halbwegs begabte Computerfreak mit günstiger Software wie Pinnacle Studio  in einigen Stunden Arbeit zusammenschneiden und auch vertonen.  Sowas  wirkt 1.000 mal stärker als langatmige wissenschaftliche Vorträge.

    Mfg

      • Lieber Admin,

        man bräuchte doch nur in einem ersten Schritt die sehr gut gemachte Stellungnahme von Dr. Kraft (nach der Veranstaltung, s.o.)  kostenlos allen deutschsprachigen Bürgerinititiven gegen EE zur Verfügung zu stellen. Vielleicht – falls Dr. Kraft einverstanden ist – auch ohne die Passage „wir von der AFD“, damit das Ganze kein parteipolitisches „Gschmäckle“ bekommt.

        Wenn nicht allen, dann zumindest einigen der bekanntesten mit dem Hinweis, dass die Weitergabe gemeinfrei erlaubt ist. Ich bin sicher, davon wird Gebrauch gemacht werden.

        Was halten Sie davon ?

        Mfg

  13. Diese Anhörung von Sachverständigen hat mir wieder gezeigt, dass man die globale Mitteltemperatur der Erde nicht so genau kennt. Deshalb weicht man auf die globale Temperatur-Anomalie aus, die genauer zu bestimmen ist. Um das globale Schmelzen von Eis zu beziffern, reicht aber die Temperatur-Anomalie nicht aus. Auch betrachte ich als ein Defizit, dass zur Bestimmung der globalen Temperatur-Anomalie an Land die Luft-Temperatur in 2m Höhe verwendet wird, für die Ozeane aber die Wasser-Temperatur. Wenn Meereis schmilzt, erhöht sich die globale Temperatur-Anomalie einfach aufgrund der Rechenvorschrift. Besser fände ich es zur Charakterisierung der globalen Temperatur die sog. Skin-Temperatur zu verwenden. Diese wird von CERES aus Satelliten-Daten berechnet und betrug 2001 und 2016 nach meinen Berechnungen jeweils 15,7°C.

    • @ P. Berberich – „Deshalb weicht man auf die globale Temperatur-Anomalie aus, die genauer zu bestimmen ist.“

      Nichts für ungut, aber das ist völliger Unsinn.
      Eine Temperaturabweichung kann nie genauer sein, als die Absoluttemperatur,
      mit der die Temperaturabweichung bestimmt wird.

      Jeder Temperaturabweichung liegen Absoluttemperaturen zugrunde,
      auch wenn diese oftmals nicht ausgewiesen werden, sondern nur die Temperaturabweichungen.

      • Die globale Mitteltemperatur eines Monats ist ein Flächen-Mittel. Man teilt die Oberfläche in Flächenelemente auf und ermittelt zunächst die Temperatur jedes einzelnen Elements. Wären die Temperaturen aller Elemente bekannt, hätten Sie Recht. Dies ist aber in der Praxis leider nicht der Fall. Deshalb nutzt man die Tatsache aus, dass sich die Temperaturanomalien von Nachbar-Elementen im allgemeinen weniger unterscheiden als die Temperaturen selbst. Beispiel:
        Monatsmittel-Temperatur im Oktober 2018;
        Hohen-Peißenberg 10,3°C; Potsdam 11,2 °C; Unterschied 1,1 °C
        Anomalie (Basis 1981-2010)
        Hohen-Peißenberg 2,1°C; Potsdam 1,8 °C; Unterschied 0,3 °C
        Die Schätzung der Anomalie ist also genauer als die Schätzung der Temperatur. Das Natur-Geschehen hängt aber von der Temperatur ab, nicht von der Anomalie. Ich habe das Wort Absolut-Temperatur vermieden, da es nur eine physikalische Größe Temperatur gibt, leider aber verschiedene Einheiten.

        • Das absoluter Blödsinn
          und  Augenwischerei, was Sie hier verbreiten.

          Wie ich bereits sagte – Temperaturabweichungen können nicht genauer sein als Absoluttemperaturen, da die  Temperaturabweichungen ausschließlich aufgrund von Absoluttemperaturen errechnet werden können; die Absoluttemperaturen werden nur oftmals nicht ausgewiesen.

          Siehe hier z. B. ab min 35:14


          • Anomalien oder Abweichungsbildung reduziert die Aussage auf die Änderungen und machen diese damit vergleichbarer als die Absolutwerte.
            Anderseits addieren sich die Fehler beider Werte mit der Wurzel der Summe ihrer Quadrate. Der Gesamtfehler ist also immer größer als die der Einzelwerte.
            Mit einer Ausnahme – wenn beide Werte den gleich großen Fehler enthalten, der auch noch dieselbe Richtung hat.
            Aber auch das gilt nur für den Momentanwert.
            Kann das nicht über die gesamte Zeit einer Zeitreihe der Anomalie sicher gestellt werden, dann nutzt das auch nichts.
            Der Summenfehler schlägt dann voll rückwärts ab Zeitpunkt des Auftretens durch. Und noch schlimmer: Da der Summenfehler sich jetzt auf eine Größe (die Anomalie, Differenz, Abweichung) bezieht, die um ca. 2 Größenordnungen (bei den Globaltemperaturen) kleiner ist als die Ursprungswerte, haben sie ein entsprechend größeres Gewicht.
            Viele Details dazu hier
            Das alles wurde auch in München vorgetragen.

        • Die (Temperatur)-Anomalien halte ich aus mehreren Gründen für nicht geeignet. Da stimme ich mit den Äußerungen vom „Admin“ überein.

          Erstens wirken sich Differenzrechnungen äußerst negativ auf die Fehler aus.

          Ein kleines Beispiel: Gleitende mittlere Temperatur 14,9 °C ; Mittlere Temperatur im Jahr 14,3 °C; mittlerer Fehler der Einzeldaten 0,16 °C

          dx/x = ±(|dA|+|dB|)/(A – B) = ±(|0,16|+|0,16|)/(14,9 – 14,3) = ±0,53

          Der Fehler oder das Streuungsmaß beträgt ±0,53 bei einer mittleren Änderung von 0,6. Damit ist die mittlere Änderung statistich nicht signifikant.

          Zweitens, muss man beachten, dass ein Mittelwert über einen Quotienten nicht gleich dem Quotienten zweier Mittelwerte sein muss.

          Und Drittens, ist das Referenzmaß für das System überhaupt geeignet? Als Referenzmaß kann man einen idealisierten Systemzustand oder den mittleren Zustand, der die gesamte „Lebenszeit“ des Systems abbildet nutzen.

          • Sie haben völlig recht. Aber gegen diese Grundregeln der Fehlerstatistik und der Mittelwertgrenzbedingungen wird ständig und weltwei überall verstoßen, ohne dass sich die „Experten“ auch nur einen Deut darum kümmern.
            Bei Anwendung dieser Regeln, deren Beachtung immerhin die Grundlage einer stabilen technischen Zivilisation bilden, ist jeder Versuch aus vielfach gemittelten Zeitreihen z.B. der globalen Mitteltemperatur irgendeine Aussage zu möglichen Ursache Wirkungsbeziehungen heraus zu filtern, Kafeesatzleserei.
            Die einzige mir bekannt Ausnahme ist das Auftreten von Zyklen in den Zeitreihen, die zwar auch in ihrer Amplitude betroffen sind, aber nicht in ihrer Frequenz. Die bisher betrachteten Fehler sind alle statischer Natur, „Sprungfehler“ wie ein plötzlicher Thermometerwechsel oder neuer Hüttenanstrich eingeschlossen.

      • Sehr geehrter Herr Guthmann,

        Ich gebe Ihnen recht, in dem was Sie vorstehend schrieben

        Nur – so „ticken“ diese Junkies der Wissenschaft.

        In München wurde eindeutig erläutert. Dass das Ausweichen auf Anomalien die Fehlerrate nicht kompensiert.

         

        • @Admin 1.12.2018 9:31
          „In München wurde eindeutig erläutert. Dass das Ausweichen auf Anomalien die Fehlerrate nicht kompensiert.“

          Ich versuche gerade die monatliche globale Mitteltemperatur zu errechnen. Ich verwende dazu die Datensätze von NOAA ERSST.v5 und ghcnm.tavg.v4.0.0.20181116.qcf.dat. ERSST gibt die monatlichen Ozeantemperaturen ab 1854 in 2°x 2°-Raster an. Für Meereis wird eine Temperatur von -1,8 °C angenommen, also die Wassertemperatur. Dieser Datensatz ist zwar formal vollständig, aber die Einzelwerte sind sicher nicht ausschließlich Messungen. Der GHCN-Datensatz besteht aus monatlichen Mitteltemperaturen von etwa 27000 Landstationen ab 1701. (Die älteste Station ist Berlin-Tegel.) Füllt man mit Hilfe von GHCN ein globales 1°x1°-Gitternetz auf, so fehlen 2017 monatlich immer noch etwa 16700 der 64800 Elemente (ca.25% der Erd-Oberfläche). Nun schlagen Sie einmal eine sinnvolle Schätz-Methode der Temperatur der fehlenden Segmente vor, die für die Berechnung der Global-Temperatur notwendig ist.

  14. wie sie die 1,5 bis 2,3 Billiarden €, die es Deutschland etwa bis 2050 kosten würde 

    Wahrscheinlich der übliche Billion-Billiardenfehler.

    Aber reichen 2,3 Billion Euro in D zur Dekarbonisierung?

  15. Levermann sonnt sich in typisch deutscher Erhabenheit in seiner Rolle als allwissender Klimaexperte (welcher zwar selbst in dieser kurzen Episode mehrere nachweislich inkonsistente bzw. falsche Aussagen machte) und bezichtigt seinen jüdischen Kollegen daher prompt, nur Quatsch zu verbreiten!

    Der wesentliche Unterschied sei aber angemerkt: Shaviv berichtet nicht von virtual reality wie Levermann, sondern von konkreten Beobachtungen und Messungen und den sich daraus ergebenden Schlußfolgerungen und stellt dann die Frage, ob all das auch in die IPCC-Analysen Einzug fand. Weil das offensichtlich nicht der Fall ist, sollte eine Warnlampe angehen, das empfiehlt er mehrfach. Für Levermann sind also real zu beobachtende Umstände Quatsch, nur seine angeblich „verstandene virtual reality“ ist „ernsthafte Wissenschaft“.

    Die Politikerriege dürfte ohnehin von beiden nur Bahnhof verstanden haben.

    Natürlich ist auch Levermanns Position nicht einfach. Sollte sich nämlich einmal der Verdacht etablieren und womöglich erhärten, die ganze CO2-Hysterie ist in Wirklichkeit ein absurdes Theater, wären er und hunderte seiner Kollegen dem Spott ausgeliefert und könnten sich alsbald einen neuen Job suchen. Ich vermute ja, daß dieser Umstand die Hauptursache für deren Blockadeverhalten ist.

  16. Man kann ja fachlich diskutieren und muss nicht einer Meinung sein. Was aber der Herr Levermann da an großkotzigem Benehmen abliefert, das ist einfach unglaublich. Soviel Arroganz gegenüber anderen Menschen, da ist wohl jede Form von Kinderstube übersprungen worden und mit der Sozialisierung ist alles vollkommen schief gelaufen. Als deutscher Staatsbürger schäme ich mich, so ein Ekelpaket mit ansehen zu müssen und das auch noch gegenüber einem israelischen Staatsbürger. Sowas gehört aus dem gut alimentierten öffentlichen Dienst entlassen, weil auch eine Gefahr für das Gemeinwohl (Steuerverschwendung durch Selbstüberschätzung und Falschexpertise).

  17. Wann gab es auf der Erde die größten Tiere und die größten Pflanzen, die dem Menschen bekannt sind?

     

    Zur Zeit der Saurier. CO2-Gehalt der Luft 2x bis 3x so hoch wie heute, je nach Zeitpunkt (es geht ja nur um 200 Millionen Jahre). Sie merken, Probleme müssen diese Saurier gehabt haben … .

     

    Laut den Grünen Khmer sind die wahrscheinlich den Hitzetod gestorben, wegen Klimawandel durch zu viele Autos.

    • Richtig!
      Wenn die Dinos tatsächlich an den Folgen des Meteoriteneinschlags starben, dann wegen sinkender Temperaturen aufgrund einer globalen Verdunkelung.
      In der Zwischeneiszeit vor 120.000 Jahren (Eem-Warmzeit) war es in Westeuropa so warm wie heute im tropischen Afrika. Beispiel: In London fand man in den 1950ern bei Bauarbeiten am Trafalgar-Square die Knochen von Löwen und „Nilpferden“. (Vielleicht sollte man diese Flusspferde dann besser Themse-Pferde nennen 🙂 ). So warm war es mal in Europa (es gab also keinen Winter in unseren Gefilden) und die grünen Khmer (passender Begriff) behaupten, dann würden die Eisflächen in Grönland und Antarktika wegschmelzen. Komisch, aber warum kann man dann diese Warmzeit in den Eiskernbohrungen aus diesen Eisflächen nachweisen? Wegschmelzen wird nix!

      Fazit: Auch wenn es die CO2-Klimaerwärmung geben würde, dann bestätigt dies nur eines: EIN WARMES KLIMA IST GUTES KLIMA.

  18. Wenn bei einer beratung an höchster politischer stelle, nämlich im deutschen bundestag, herauskommt, dass sich die globale erdmitteltemperatur seit 1850 von 15 grdC auf 14,8 grdC „erhöht“ hat und keiner der anwesenden das entweder als fake oder als alarmsignal erkennt, dann frage ich mich, was soll ich als einfacher bürger davon halten.

    Es ist unglaublich!

    • Unfassbar, danach hat er noch gestammelt, er hätte von ungefähr 15 Grad gesprochen. Also 1850, Ende der kleinen Eiszeit (deren Ende wohl bedeutet, dass die Temperaturen steigen, sonst wäre es ja nicht das Ende) sind „ungefähr“ 15 Grad, und der Mensch ist Schuld an der Erhöhung auf 14,8 Grad. Da fällt einem nichts mehr ein, doch : die riesigen Summen, mit denen das erreicht wurde, und die riesigen Billionensummen, die wir dafür noch auszugeben gedenken. Im Saal kein Raunen, keine Reaktion, sowie in meinem Bekanntenkreis.

  19. Das ist nicht zu glauben. Ein „Wissenschaftler“ der sich mit der Wechselwirkung von CO2 oder auch H2O Molekülschwingungen  mit IR Strahlung eigentlich fundiert auskennen sollte, bevor er sich an seine Treibhausmodelle begibt, weiß nicht über die unterschiedlichen Symmetrien und IR aktiven Schwingungsmöglichkeiten beider Moleküle Bescheid? Das kann doch nicht sein. Das ist doch Grundwissen in der Chemie und Physik.

    Dr. H.J.Mauk

    • Ich glaube, so einer wie Levermann hat schon lange nicht mehr „wie ein Wissenschaftler“ gearbeitet. Daher auch die Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse, selbst wenn es nur Grundlagen betrifft.

      Schließlich hat er ja genügend damit zu tun, sich an seine Lügen zu erinnern, damit selbst der dümmste grüngestrichene Zuhörer es nicht sofort merkt.

    • Herr Dr. Mauk,

      offensichtlich ist Levermann damit ueberfordert, denn in jedem vernuenftigen Lehrbuch zur  Strahlung in der Atmosphaere ist dargelegt, dass das CO2-Molekuel – z.B. im Gegensatz zum H2O-Molekuel – kein permanentes Dipolmoment besitzt. CO2 hat naemlich die simple Struktur

      O = C = O

      Bei Liou (2002) heisst es dazu:

      For triatomic molecules with a linear symmetrical configuration (CO2, N2O), there are three vibrational modes: ν1 for symmetric stretch, ν2 for bending motion, and ν3 for antisymmetric stretch, as shown in Fig. 3.3. As a result of their linear symmetry, the CO2 molecules have no permanent electric dipole moment.

      Das ist Deutschland im Jahr 2018.

      Die 15 my-Bande des CO2 wird durch den ‚bending mode‘ v2 bewirkt.

      • Um es genauer zu sagen: Nicht das permanente Dipolmoment eines Moleküls entscheidet darüber, ob eine Normschwingung  IR aktiv ist, sondern die Dipolmomentänderung während der betreffenden Schwingung. Daher sind symmetrische Schwingungen in der Regel IR inaktiv, dafür kann man diese dann ergänzend im Ramanspektrum finden. Das wiederum aber hat mit IR Strahlung nichts am Hut, sondern mit der Polarisierbarkeit der Elektronenhülle des Moleküls weitgehend durch sichtbares Licht. Das CO2 kennt eine asymmetrische Valenzschwingung (Wellenzahl 2349 ) in der Bindungsrichtung und zwei, allerdings entartete Deformationsschwingungen, also Schwingungen gleicher Energie, die im Spektrum zusammenfallen. (Wellenzahl 667)

        Dr.H.J.Mauk ( ergrauter IR Spektroskopiker :-))

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