„Wir haben es wirklich vermasselt“ – Wissen­schaftler räumt Fehler in der hochge­jubelten Studie bzgl. globaler Erwärmung ein.

Eckpunkt des Alarmismus': falsche Mathematik! Bild: © Chris Frey

James Delingpole
Der Ko-Autor einer gewaltig hochgejubelten, alarmistischen Studie, in welcher behauptet wird, dass man eine ungeheure, unerwartete Ansammlung globaler Erwärmungs-Energie in den Ozeanen gefunden habe, räumt jetzt ein: „Wir haben es wirklich vermasselt“.

Der Studie von Laure Resplandy et al. zufolge, welche diesen Monat in dem angesehenen Journal Nature veröffentlicht worden ist, ist eine große Menge der fehlenden Wärme aus der globalen Erwärmung – 60% mehr als bislang gedacht – von den Ozeanen absorbiert worden.

Natürlich löste diese schockierende Entdeckung in den Mainstream-Medien viel Begeisterung aus. Umwelt-Korrespondenten auf der ganzen Welt sprachen von dem Beweis, dass die Globale-Erwärmung-Krise viel schlimmer als jemals ist.

Allerdings war diesem so bejubelten Untergangs-Szenario nur ein kurzes Leben beschieden. Ein unabhängiger Analyst, nämlich Nic Lewis, nahm die Studie unter die Lupe und erkannte sofort, dass sie auf einer völlig falschen Mathematik beruht.

Das Global Warming Policy Forum berichtet:

Der unabhängige Klimawissenschaftler Nicholas Lewis hat einen grundlegenden Fehler entdeckt in einer wissenschaftlichen Studie aus jüngster Zeit, welcher in den englisch-sprachigen Medien breiter Raum zur Verfügung gestellt wurde. Die Studie, durchgeführt von einem Team unter Leitung des Ozeanographen bei Princeton Laure Resplandy, behauptet, dass sich die Ozeane schneller erwärmt haben als ursprünglich gedacht. In den Nachrichten vieler Medien, darunter BBC, der New York Times, der Washington Post und des Scientific American, wurde berichtet, dass die Bedeutung dieses Ergebnisses darin liegt, dass sich die Erde sogar noch schneller erwärmen könnte als gegenwärtig eingeschätzt.

Allerdings hat Lewis herausgefunden, dass der Erwärmungstrend in der Resplandy-Studie erheblich von dem Trend abweicht, welcher sich aus den der Studie beigefügten Daten ergibt. Lewis hat viele begutachtete Studien zum Thema Klima-Sensitivität durchgeführt und mit einigen führenden Klimawissenschaftlern der Welt zusammengearbeitet.

Berechnet man den Trend korrekt, ist der Erwärmungstrend keineswegs schlimmer als gedacht – er liegt vielmehr sehr auf der Linie früherer Schätzungen“, sagt Lewis.

Lewis zufolge sind tatsächlich auch einige andere Behauptungen in der Studie, die ebenfalls Eingang in die Medien gefunden hatten, ebenfalls falsch.

Ihre Behauptungen zu der Auswirkung einer schnelleren Ozean-Erwärmung auf Schätzungen der Klima-Sensitivität (und damit der zukünftigen globalen Erwärmung) sowie bzgl. des Kohlenstoff-Budgets sind sowieso falsch, aber das ist ein zweitrangiger Punkt verglichen mit ihrem Berechnungsfehler, von dem wir jetzt wissen“.

Inzwischen hat einer der Ko-Autoren der Studie, nämlich Ralph Keeling, die Flucht nach vorn angetreten und den Fehler eingeräumt – und darauf hingewiesen, dass dieser Fehler die ganze Studie effektiv invalide macht:

Unglücklicherweise haben wir hier Fehler gemacht“, sagte Ralph Keeling, ein Klimawissenschaftler beim Scripps und Ko-Autor der Studie. „Ich denke, die hieraus zu ziehende Hauptlehre ist, dass man so schnell wie möglich den Fehler fixieren muss, wenn man ihn gefunden hat“.

Keeling zufolge besteht das zentrale Problem darin, wie die Forscher mit der Unsicherheit in ihrem Messungen umgegangen waren. Als Folge davon werden die Ergebnisse beeinträchtigt durch zu große Zweifel, um definitiv die Schlussfolgerung der Studie darüber zu stützen, wie viel Wärme die Ozeane nun wirklich mit der Zeit absorbiert haben.

Die zentrale Schlussfolgerung der Studie – nämlich dass die Ozeane sogar noch mehr Energie zurückhalten als das Klimasystem der Erde in jedem Jahr – liegt auf einer Linie mit anderen Studien, welche zu ähnlichen Ergebnissen gekommen waren. Und das hat sich trotz der Fehler kaum geändert. Aber Keeling sagt, dass die falschen Berechnungen der Autoren bedeuten, dass tatsächlich eine viel größere Fehlerbandbreite in den Ergebnissen vorhanden ist. Das wiederum bedeutet, dass die Forscher diesen Ergebnissen viel weniger Gewicht beimessen dürfen als gedacht.

Ich übernehme die Verantwortung für das, was hier geschehen ist, weil es meine Aufgabe ist sicherzustellen, dass jene Art von Details bekannt gemacht wird“. Soweit Keeling.

Es gibt hier aber noch weitergehende Lehren, welche – wie schon so oft zuvor – wahrscheinlich vom Klima-Alarmisten-Establishment vollständig verloren gehen.

Eine Lehre lautet, dass Klimaskeptiker keine wissenschaftlichen Ignoranten sind. Sie weisen eine große Vielfalt unabhängiger Experten auf wie Nic Lewis. Sie alle haben sich bei vielen Gelegenheiten als intellektuell gewandter und besser informiert erwiesen bzgl. Klimawissenschaft als die alarmistischen „Konsens“-Torwächter in Akademien und Institutionen wie NASA und NOAA.

Eine weitere Lehre ist – wie schon seit Klimagate klar ist – dass das Begutachtungs-Verfahren für wissenschaftliche Studien, besonders wenn diese etwas mit Klimawandel zu tun haben, ad absurdum geführt worden ist. Zu oft war es einfach ein kumpelhaftes Begutachtungs-Verfahren, in welchem man sich gegenseitig auf die Schultern klopfte ob der hervorragenden Leistungen. Der Appetit der Alarmisten auf „Beweise“, welche ihre Untergangs-These stützen ist: je ängstigender die Ergebnisse sind, umso wahrscheinlicher ist deren Veröffentlichung.

Eine dritte Lektion lautet, dass man den Mainstream-Medien einfach nicht vertrauen kann, dass sie irgendwie gearteten Zweifeln an alarmistischen Studien Raum geben. Kein Umwelt-Korrspondent verfügt über die erweiterten mathematischen Kenntnisse, welche Nic Lewis an den Tag legte beim Auffinden der Fehler in der Studie.

Aber es bleibt die Tatsache, dass es keinen einzigen Wissenschafts- oder Umwelt-Korrespondenten gibt in Verbindung mit einer Veröffentlichung in den Mainstream-Medien, der darauf vorbereitet ist, Angst erzeugende Studien bzgl. globaler Erwärmung angemessen zu beurteilen. Sie sind allesamt dem alarmistischen Konsens so verhaftet, dass sich fast nie die Mühe machen, eine Presseerklärung zu korrigieren.

Und schließlich, man erwarte nicht, dass dieser beschämende Widerruf auch nur ansatzweise so hervorgehoben wird wie die Original-Story. Genau so funktioniert nämlich die Angst-Masche: Die Hysterie wird stets nur gesteigert, aber niemals zurück gefahren.

Link: https://www.breitbart.com/politics/2018/11/14/delingpole-we-really-muffed-it-scientist-admits-error-in-hyped-global-warming-study/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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7 Kommentare

  1. Dass das globale Mittel der Lufttemperatur stetig sinkt, manche Ozeane aber eine Erwärmung zeigen, wundert mich seit einiger Zeit. Stark simplifiziert ausgedrückt:

    Wenn die Luft in der Küche kühler wird, das Wasser im Topf aber wärmer, könnte es sein, dass die Sonne auf den Topf scheint. Wahrscheinlich ist aber auch, dass der Topf auf dem Herd steht und der Herd ist eingeschaltet.

    Da EIKE sich zwar sehr freundlich meine kleine Spinnerei angehört hatte, aber keine entsprechenden Studien kannte, machte ich mich auf die Suche.

    Zunächst fand ich diese Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie:

    https://www.mpg.de/forschung/neue-tiefseequellen-im-atlantik-entdeckt

    Zitat: „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass viel mehr solcher kleiner aktiver Stellen entlang des Mittelatlantischen Rückens existieren, als wir bislang vermuteten“, sagte Dr. Nicole Dubilier, die wissenschaftliche Leiterin der Expedition. „Dies hieße, dass wir den Beitrag von hydrothermaler Aktivität zum Wärmebudget der Meere neu überprüfen müssen.“

    Gut, seit 2010 hat man nichts mehr davon gehört, was aber nicht gegen einen sinnvollen Ansatz spräche, sh. „E-Mail-Gate“. Aber um welche Größenordnung könnte es sich handeln? Dazu fand ich unlängst diesen Bericht:

    https://www.spektrum.de/news/eine-gigantische-wasserbahn-ins-erdinnere/1608912

    Zitat: „Bis in 24 Kilometer Tiefe war die abtauchende Pazifischen Platte mehr oder weniger wassergesättigt – und nicht nur die obersten zwei Kilometer, wie bislang angenommen wurde. … Sollten sie sich bewahrheiten, muss der Wasserkreislauf der Erde neu justiert werden. Denn die Meeresspiegel sinken durch diesen Prozess nicht dauerhaft signifikant ab – das Wasser muss also auch wieder an die Oberfläche kommen. Die neuen Berechnungen lassen sich jedoch nicht mit den bisherigen Schätzungen zum Wasserausstoß von Vulkanen in Einklang bringen: Er ist nun zu niedrig, und das Wasser muss auf anderen Wegen freigesetzt werden. Wahrscheinlich gelangt ein großer Teil aus dem Erdmantel über die mittelozeanischen Rücken sowie über Inselbogenvulkane wieder zur Erdoberfläche. Gerade Tiefseevulkane sind bislang kaum erforscht. Vielleicht sind sie sprudelnde Quellen, die bislang keiner auf dem Schirm hatte.“

    …und welche die Ozeane erwärmen.

    Dass Vulkanismus bzw. tektonische Aktivität zur Erwärmung der Westantarktis führt, während sich die Ostantarktis weiter abkühlt, darf man aus dieser Studie schließen:

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19626-2015-12-10.html

    Auch EIKE berichtete zu diesem Themenbereich:

    Unter dem Antarktischen Eis wurden fast 100 neue Vulkane entdeckt

    Dass unpassende Fakten verdreht gängigen Interpretationsmustern unterworfen werden, darf etwa anhand dieser Studie vermutet werden:

    https://www.spektrum.de/news/fernheizung-fuer-die-westantarktis/1483027

    Man vergleiche die Lage des Pine-Island-Gletschers [ https://de.wikipedia.org/wiki/Pine-Island-Gletscher ] mit der Lage der westantarktischen Vulkane in der Grafik zum o.g. Artikel von EIKE. Danach muss man nicht mehr zwingend von einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgehen, dass der antarktische Zirkumpolarstrom an dieser Stelle irgendwie „getunnelt“ wird.

    Mein Fazit: Wenn der Klimahandelwandel als neokoloniales Element zur Deckelung von Energieerzeugung (und damit Wirtschaftsleistung) Afrikas und der Dritten Welt ausgedient haben wird, kann man sich den wirklichen Ursachen von Erderwärmung  und -abkühlung widmen. Neben der Sonneneinstrahlung wird tektonischen Prozessen ein erheblicher Einfluss zukommen müssen.

    Während oberirdischer Vulkanismus zwar einen messbaren Wärmebetrag liefert

    [ http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/vulkan-rangliste-die-heissesten-und-gefaehrlichsten-vulkane-der-welt-a-1022814.html ],

    dürfte dieser durch den Ausstoß von Asche und sonstigen Aerosolen eher kühlend wirken. Anders der unterseeische Vulkanismus und hydrothermale Aktivitäten.

    Ich bin nur Jurist. Evtl. findet sich ja ein Geologe, der unter den genannten Gesichtspunkten Zusammenhänge zwischen historischen Sulfatkonzentrationen der Ozeane oder sonstigen Hinweisen auf vulkanische Aktivität einerseits und den globalen Temperaturen andererseits nachgeht. Falls nicht, ist das auch nicht schlimm. Denn wer will schon wissen, wann die Menschheit und nahezu alles globale Leben aussterben wird – ohne etwas ändern zu können…

    https://de.wikipedia.org/wiki/Massenaussterben#Ozeanische_anoxische_Ereignisse

    https://de.wikipedia.org/wiki/Perm-Trias-Grenze

  2. Eben am 20.11. kam im HEUTE JOURNAL ein Beitrag mit einem Wissenschaftler vom GEOMAR (90% vom Bund , 10% vom Land finanziert), der genau die Studie von Resplandy/ Keeling aufsagt. Natürlich vom GEOMAR selbst gemessen. Und alles wird vieeeell schlimmer! Die haben diesen Artikel nicht gelesen oder rechnen nicht damit, dass viele Leute ihn lesen. UNGLAUBLICH! Frage mich, wie viele Mess Sonden GEOMAR überhaupt hat. kann mir nicht vorstellen, dass da repräsentative Daten rauskommen. Also doppelte Verarschung.

  3. Krishna Gans,

    Es kommt darauf an, das Nichtwissen derer zu entlarven, die anderes als ihre Glaubenssätze  nicht hören wollen. Dazu ist es m.M. auch im Hinblick auf den zu überzeigenden Zugucker, effizienter, Fragen zu stellen. Die Antwort sollte man natürlich selbst parat haben. Aber HIER geht es ja vorwiegebd ums Rechthaben. 😉 Viel Spaß weiter.

  4. Unser Klima auf der Erde wird zu 99.9% von der Sonne und unserem Magnetfeld bestimmt und beeinflusst und anderen Dingen aus dem Space.Wer das noch nicht kapiert hat, versteht die Gesammtheit eines System nicht, was Leben erschafft im stellarem Bereich einer Sonne,und somit von Physik und Geologie und Astronomie. Punkt

    Mfg Franz

  5. Die argumentative Hilflosigkeit bezüglich der 97 oder 95 oder oder oder Prozent muss aufgelöst werden. Am  besten in Form von Fragen an die Gebetsmühlendreher: 1. WANN wurden ALLE Wissenschaftler, die sich mit WELCHEN Aspekten von Wetter und Klima und mit WELCHEM wissenschaftlichen Hintergrund WIE befragt? 2. Wie viele DAVON  haben WIE geantwortet?

    Ich denke mal, darauf kann niemand der impertinenten Rabulisten eine Antwort geben.

    Eine annähernd korrekte Aussage könnte höchstens lauten: 97 Prozent derer, die gefagt bzw. herangezogen wurden und die auch geantwortet oder ihre Studienergebnisse eingereicht haben.

    Außerdem könnte man eine solche Befragung bzw. Auswertung von Studien mal anonymisiert und darüberhinaus voll transparent wiederholen. Entpflichtete Professoren und Forscher wie Praktiker im Ruhestand, die wenig zu verlieren haben, nicht vergessen 😉

     

     

  6. Zu der „Erwärmung der Ozeane“ hat Dr. Roy W. Spencer bereits 2014 (ICCC9, Panel 1) treffende Bemerkungen gemacht:

    Das Klima ist ein nichtlineares dynamisches System und kann deshalb chaotisches Verhalten zeigen. Das IPCC glaubt, daß diese Einflüsse nicht existieren, was vom wissenschaftlichen Standpunkt aus lächerlich ist!

    Zur Erwärmung der oberen 700 [m] der Ozeane seit den 50ger Jahren ( ca. 0.1 – 0.15C) („so man diesen Messungen glaubt“) braucht es nur 0.1%(!!) Ungleichgewicht im globalen Energiefluß. Glauben wir wirklich, daß natürliche chaotische Variationen im Klimasystem nicht fähig wären, Änderungen von einem Promille zu verursachen? Das nimmt IPCC an! „Its a stupid thing to assume.“

    Mal ehrlich: Wer kann 0.1C Temperaturänderung der gesamten Ozeane wirklich zuverlässig messen? Niemand!

    MfG
    G.Wedekind

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