Erneuerbar sind nur Illusionen ………Die „Zukunftstechnologie“ Windkraft steht vor unlösbaren Problemen Teil 2

Die Energiewende beruht auf Illusionen, Bild Dirk Schelpe / pixelio.de

von Günter Keil
Beim Beginn der Energiewende beruhten die visionären Träume der Politiker auf zwei Zukunftstechnologien, die die Umwandlung der gesamten Energiewirtschaft in ein Öko-Paradies garantierten: Solarenergie und Windenergie. Beides von der Natur kostenlos bereitgestellt („Die Sonne schickt keine Rechnung“; die Leser erinnern sich. Dass es dann die Chinesen sein würden, konnte ja keiner ahnen.). Und noch mehr Umweltfreundlichkeit war schlicht nicht möglich. Deutschland werde der Welt die größte Erfolgsgeschichte der Wirtschaftspolitik demonstrieren. Teil 1 finden Sie hier

Der größte Teil Deutschlands ist für die Windkraftnutzung ungeeignet.

Das ist ein weiteres unbeeinflussbares Problem, das von der Geographie Deutschlands bestimmt wird:
Schon in den vergangenen Jahren hatten Windparkbetreiber schmerzlich erfahren müssen, dass die ihnen von viel zu optimistischen Gutachten über die „Windhöffigkeit“ eines Standortes prophezeiten Erlöse ihrer Windräder nicht eintraten und statt dessen Verluste zu verzeichnen waren (9)..

Wenn man das Windangebot in Deutschland betrachtet, zeigt sich die für jeden ohnehin klare Situation, dass im Norden größere Windstärken zu verzeichnen sind. Keine Frage, dass sich diese Tatsache auf den Stromertrag und damit auch auf die Rentabilität von Windparks auswirkt. Die Regierung hat das zum Anlass genommen, die Fördersätze für ungeeignete Windenergie-Standorte zu erhöhen.
Zusammen mit den „negativen Strompreisen“ (Zuzahlungen für den Export von bereits teuer subventioniertem Überschuß-Windstrom an Abnehmer in Nachbarländern) hat Deutschland damit den planwirtschaftlichen Irrsinn in ein selbst in den ehemals sozialistischen Ostblockländern nie gesehenes Extrem weiterentwickelt.

Die Zahlen der mittleren Windgeschwindigkeiten in Deutschland zeigen sowohl den sehr deutlichen Unterschied zwischen den nördlichen und südlichen Bundesländern, aber auch die ebenfalls deutlichen Unterschiede zwischen den „Windjahren“, die gelegentlich zu frustrierenden Windstrom-„Ernten“ führen. Sie vermitteln jedoch noch eine für Investoren weitaus wichtigere Information, wenn man die Feststellung des Deutschen Windenergieinstituts Wilhelmshaven (DEWI) beachtet, die auf umfangreichen Untersuchungen basiert:

Die Schwelle zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Windenergie liegt bei ca. 2.000 Volllaststunden oder bei einem sich daraus ergebenden Auslastungsgrad von 22,8 Prozent. Das bedeutet, dass sich die Windstromerzeugung nur im hohen Norden Deutschlands ohne Subventionen rentiert – und das auch nur in guten bis mittelguten Windjahren.
Ein klares Bild von dieser Situation vermitteln die jährlich vom BDEW (Bundesverband ser Energie- und Wasserwirtschaft) unter der Überschrift „BDEW-Energie-Info: Erneuerbare Energien und das EEG“ veröffentlichten .Grafiken und Tabellen. Aus den Darstellungen der Windstromerträge – gemessen in Jahresvolllaststunden (Definition siehe unter (11)) – in den Bundesländern erkennt man gut das Gefälle des nutzbaren Windangebots von Nord- nach Süddeutschland.
Aus diesen BDEW-Berichten für die Jahre 2014 und 2015 werden hier die höchsten und die niedrigsten Zahlen der erreichten Jahresvolllaststunden vorgestellt:

2014: 1934 h in Schleswig-Holstein; 1171 h in Bayern = 61%
2015: 2003 h in Mecklenburg-VP;     1362 h in Baden-Württemberg = 68%

 

Das bedeutet:
– Die mindest-notwendige Zahl von 2000 h wird nur in den nördlichsten
Bundesländern knapp erreicht – und das auch nicht in jedem Jahr.
– In der südlichen Ländern ist der Ertrag 30 -40% niedriger als im Norden.
Die Unrentabilität von Windparks ist dort garantiert. Deshalb hat die Regierung
für die unrentablen Standorte höhere Subventionen beschlossen.
– Weil ein Jahr 8760 Stunden hat, bedeuten die genannten Zahlen, dass die
Windräder zwar respektable Maximalleistungen haben, diese aber im realen
Betrieb niemals oder allenfalls kurzzeitig bei Starkwind erreichen – und statt
dessen nur einen geringen Bruchteil ihrer installierten Leistungsfähigkeit
nutzen können. Und bei wenig Wind oder Flaute nutzlos (aber keineswegs
kostenlos) in der Landschaft stehen.
Deutschland ist nun einmal ein sehr ungeeigneter Standort für Windenergieanlagen, was man aber schon immer wusste.

Die Folge: Ein großer Teil der Windparks ist unrentabel.

Es ist das Verdienst des Bundesverbands WindEnergie BWE, gründlich der Frage nachgegangen zu sein, ob sich eine Investition in Windparks selbst mit Subventionen überhaupt lohnt und welche Risiken auf Anleger lauern. Der BWE ist eine Windkraft-Lobby, steht aber klar auf der Seite der Investoren von Windparks – oft Kommunen und Stadtwerke – und weniger auf der Seite der WKA-Hersteller, der Fondsmanager, der Berater, der Reparaturbetriebe  und der Verpächter der Standortflächen.

Der BWE hat mehr als 1200 Jahresabschlüsse von Windparks in einem Zeitraum von 13 Jahren verglichen. Sein Fazit: Mehr als zwei Drittel der Windparks im Binnenland machen Verluste – trotz der Subventionen.

Dazu erklärte der stv. Vorsitzende im Anlegerbeirat des BWE Dr. Christian Herz:

„80 Prozent der deutschen Land-Windparks sind defizitär. Völlig überhöhte Windprognosen. Das bedeutet, es ist zu wenig Geld da, gleichzeitig ist die Anlagetechnik in einem Großteil der Anlagen und Projekte so schlecht, dass die Reparaturkosten-Ansätze verdoppelt bis verdreifacht werden müssen – und das bei der Masse im jetzt achten bis zwölften Betriebsjahr, und sie sollten ja eigentlich 20 Jahre halten.“(10).

In einem „Ratgeber für Windpark-Anleger“ (9) haben Werner Daldorf und weitere 6 BWE-Vorstandsmitglieder eine sehr harte Kritik an den Praktiken der Windkraft-Fonds publiziert, in dem alle Tricks und Täuschungen beschrieben werden, mit denen die Anleger in äußerst verlustreiche Investitionen hineingelockt werden.

Zitate: „Es darf nicht übersehen werden, dass es in deutlichem Umfang Fonds gibt, die sich inzwischen als Finanzdesaster entpuppen. Von der angestrebten Zielrendite aus bestimmte Überbewertungen der Windertragspotentiale, oft unausgereifte Anlagentechnik und zu niedrig angesetzte Wartungskosten, völlig überzogene weiche Kosten (Provisionen, Aufschläge, usw.) und nicht selten ein inkompetentes und wenig engagiertes oder gar trickreich-unredliches Management ernüchtern den Anleger zunehmend.“

Es gibt eine Reihe von Stadtwerken, die von den Rathauspolitikern ihrer Kommunen gezwungen wurden, in Windparks zu investieren, weil sie dann Ökostrom anbieten könnten. Über die damit erlittenen hohen Verluste spricht man ungern.

Diese Warnungen stammen noch aus der Zeit, als die Ausschreibungsverfahren zwar diskutiert wurden, aber noch nicht eingeführt waren.

Und schließlich ein weiteres ernstes und vermutlich kaum vermeidbares Problem – außer, man verzichtet auf den Einsatz dieser Technik:
Negative Auswirkungen auf die Umwelt und auf die Menschen wurden ignoriert – jedoch nicht von den Betroffenen
Dass Aktivitäten der Wirtschaft Auswirkungen auf die Umwelt haben und auf der Grundlage von Umweltgesetzen auch Konsequenzen für die Akteure, ist nicht neu. Wenn eine Industriebranche wie die Hersteller von Windenergieanlagen durch die Errichtung und die Anwendung ihrer Produkte zwangsläufig und teilweise sogar unvermeidlich in mehrfacher Hinsicht negative Auswirkungen auf die belebte wie auch die unbelebte Umwelt verursachen, dann gehört diese Thematik zu der Gruppe ihrer prioritär anzugehenden Aufgaben.
Die Auswirkungen von Windenergieanlagen auf die Umwelt:
1. Schall- und Infraschall-Emissionen und deren gesundheitliche Auswirkungen
Es genügt nicht, umweltpolitische Entscheidungen zu kritisieren wie es der BDEW-Chef Kapferer in seiner Beurteilung der 10H-Abstandsregel in Bayern getan hat und vor einer Anwendung ähnlicher Regeln in anderen Bundesländern zu warnen. In seiner Presseinformation vom 24.8.2017 argumentiert er allein damit, dass diese Regel „zu einem faktischen Ausbaustopp der Windenergie in Bayern“ geführt habe.
Dass diese Entscheidung der bayrischen Staatsregierung eine Reaktion auf die anhaltenden Protestaktionen der zahlreichen Bürgerinitiativen war und dass diese Bürger ihre Gründe dafür hatten, wird nicht kommentiert. Die Bewertung der Abstandsregelung durch Herrn Kapferer als „politischer Spielball“ sagt aus, dass er diese von der Landesregierung getroffene Entscheidung als Spielerei von Berufspolitikern betrachtet.
Die ernsten Gründe für die Bürgerproteste sind bequem zu erfahren. Wer sich darüber informieren möchte, findet eine große Fülle an seriösen Fachartikeln und Studien, die die Auswirkungen von Windrädern und vor allem von Anlagen-Gruppen (Windparks) auf Menschen, aber auch auf geschützte Tierarten behandeln.
In Dänemark hatten Vorfälle, bei denen Anrainer von Windenergieanlagen über gesundheitliche Probleme berichteten, bereits 2013 eine von der Regierung veranlasste umfangreiche experimentelle Untersuchung ausgelöst, die vom Kopenhagener Krebsforschungsinstitut „Kraeftens Bekaempelse“ durchgeführt und Anfang 2018 abgeschlossen worden ist. Im Kürze soll die akademische Kontrolle (Peer Review) abgeschlossen sein. Dann folgt die Veröffentlichung, die auch in Deutschland von Kommunen und auch von Bürgern in den Windkraftgebieten mit Spannung erwartet wird. Anders als in Deutschland erlauben die recht weit gefassten dänischen Datenschutzgesetze eine auf jede einzelne Windturbine bezogene Auswertung persönlicher medizinischer Daten der Anwohner.
Die öffentliche Debatte dürfte dann sehr lebhaft werden, auch in unserem Land (18).

2. Windräder in Wäldern
Die verstärkte Errichtung von Windrädern in Wäldern, die von mehreren Bundesländern erlaubt wird, ist die Folge von knapper gewordenen Standorten in Norddeutschland. Die Auswirkungen sind beträchtlich, weil die Größe dieser Anlagen die Rodung größerer Flächen für Zufahrten und für den Standort. notwendig macht. Mächtige Stahlbeton-Fundamente werden in den Waldboden gesetzt. Naturschützer beklagen die Tötung geschützter Greifvogelarten (Roter Milan) und ebenso von Fledermäusen.
Eine Entwicklung, die zahlreiche neue Anti-Windkraft-Bürgerinitiativen ins Leben gerufen hat. Der Antrag der FDP-Bundestagsfraktion richtet sich auf diese Auswirkungen (15).

3. Landschaftsbeeinträchtigung
Inzwischen gibt es viele Dokumentationen von Landschaften, die mit Windrädern „verspargelt“ sind. Viele Bürgerinitiativen sind aus diesem Grund entstanden. Über Erfolge bei der Verhinderung neuer Windparks wird im Internet berichtet – ein besonderes Erfolgserlebnis hatten die BI im Rheingau/ Hessen, wo mit einem jahrelangen Kampf die „Verschandelung“ des Rheingaus (darin die Region Lorch-Stephanshausen, die UNESCO-Weltkulturerbe ist) endgültig verhindert werden konnte.

  1. Enormer Flächenverbrauch
    Jeder kann durch Betrachten der großen Kahlschlagsflächen in Wäldern den Zusammenhang von beanspruchter Landfläche in Relation zu der elektrischen Erzeugung eines Windrades berechnen.
    Die oben angegebenen, im Grunde deprimierenden Zahlen der Jahres-Volllaststunden von im Durchschnitt 1500h/a bei 8760 Stunden eines Jahres besagen, dass eine wetterabhängige Windkraftanlage, die 2 MW Maximalleistung hat, in einem Jahr so viel bzw. so wenig Strom liefert, wie ein dauerhaft arbeitendes Miniaturkraftwerk von 0,36 MW.
    Bei einem Flächenverbrauch von 60×60=3.600 m2und dieser Leistung von 0,36 MW ergeben sich 100 Watt an mittlerer Leistung pro Quadratmeter.

Zum Vergleich: Ein 1000-MW Steinkohlekraftwerk mit einer Fläche von 300×300=90.000 m2hätte eine Leistungsdichte von 11.000 Watt pro Quadratmeter .
Um die durchschnittliche jährliche Stromerzeugung eines 1000-MW-Steinkohlenkraftwerks durch 2 MW-Windräder zu erreichen, müssten 2.800 dieser Anlagen errichtet werden. Die dann gleich große durchschnittliche Jahreserzeugung täuscht jedoch über den außerordentlich problematischen Nachteil für die Verbraucher hinweg: In Perioden geringer Windstärken, die häufig vorkommen (unter Windstärke 3), stehen sämtliche Windräder still.
Wenn die Verbraucher dann überhaupt noch Strom geliefert bekommen, stammt der aus sog. konventionellen Kraftwerken.
Diese 2.800 Windräder benötigten – verglichen mit dem Kohlekraftwerk – das 110-fache an dessen Flächenbedarf.

Und dann müsste noch der notwendige Abstand der Wohnhäuser zu diesen Windenergieanlagen einbezogen werden.

5. Was geschieht mit stillgelegten Windrädern?

Wenn nach 20 Jahren die Förderung tausender älterer Anlagen ausläuft, stellt sich vor allem die Frage, wie man mit den Betonfundamenten umgeht. Die Betreiber sind zu einem vollständigen Abbau auch dieser Fundamente verpflichtet. Im Internet wird über Fälle berichtet, wo die Eigentümer der Standortflächen gegen Bezahlung auf den kompletten Rückbau verzichten und mit einer Entfernung nur der oberen 1 Meter-Schicht der Betonmassen einverstanden sind. Ob diese Vorgehensweise zulässig ist, wird wohl erst noch geklärt.

Der Widerstand gegen neue Windkraftanlagen hat die Parteien erreicht.
Es hat einige Zeit gedauert, bis die Politiker – insbesondere Landespolitiker – auf den inzwischen mächtigen Widerstand von inzwischen über 1000 Bürgerinitiativen gegen die Errichtung von Windrädern in ihrer Region reagierten. Wie bereits berichtet wurde, gab es im Zusammenhang mit der beabsichtigten Einführung der oben erwähnten Sonderabschreibungen einen Widerstand von zwei SPD- und CDU- geführten Ländern sowie von der FDP-Fraktion im Bundestag, in dem als Voraussetzung ihrer Zustimmung Änderungen für das gesamte bisherige Genehmigungsverfahren für die Errichtung von Windkraftanlagen gefordert wurden:
– In der Bundesratsinitiative von Brandenburg wurde vom Ministerpräsidenten Dietmar Woidke gefordert, dass die im Baugesetzbuch verankerten baurechtlichen Privilegierungen von Windenergieanlagen im Außenbereich abzuschaffen sind.
– Auch der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung und stv. Fraktionsvorsitzender Carsten Linnemann schloss sich dieser Forderung an – und verlangte „einen besseren Ausgleich zwischen der Erneuerten-Branche und den Anwohnerinteressen. Wir sprechen hier insbesondere über Mindestabstände zur Wohnbebauung und über ein Ende der nächtlichen Dauerbefeuerung von Windrädern.“
– NRW strebt mit seiner Bundesratsinitiative die Wiederauflage der sogenannten Länderöffnungsklausel an, nach der jedes Bundesland eigene Abstandsregelungen (zu einer Wohnbebauung) für Windräder einführen könnte.
– Die Bundestagsfraktion der FDP brachte am 26.9.18 den Antrag ein (15), den Stopp der Rodungen in Wäldern, die sowohl für die Schaffung von Freiflächen für Windturbinen als auch für das Schlagen von Schneisen für den Transport des Baumaterials sowie der Kräne und Maschinen benötigt werden. Ferner wird die Bundesregierung in dem Antrag aufgefordert, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der Waldflächen, Nationalparke, Naturschutzgebiete und Biosphärenreservate als Standorte von Windenergieanlagen dauerhaft ausschließt. Ferner sollten Abstandsgrenzen zu Brutstätten und Nahrungshabitaten gefährdeter Vogelarten verbindlich…,geregelt werden.

Der Industrieverband BDEW kritisiert die Länderinitiativen
Die Reaktion des BDEW auf die Bundesratsinitiativen von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen ist in zwei Presseinformationen vom 24. August und vom 18. Oktober 2018 nachzulesen: https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/
Beide Pressemitteilungen zitieren den Vorsitzenden der BDEW Geschäftsführung Stefan Kapferer.
Es folgen Zitate:
Zur:Presseinformation des BDEW vom 24.8.18
– Zur Forderung von MP Dietmar Woidke zur Abschaffung der Privilegierungen und zur Forderung vom Land NRW, die Länderöffnungsklausel wieder einzuführen (s.o.) äußerte sich Herr Kapferer wie folgt (Auszüge):
„Ohne die jetzigen Regelungen (Anm.: die Privilegierung betreffend) wären Windkraftprojekte zunächst automatisch unzulässig….Ohne die Privilegierung wären Windenergievorhaben im Außenbereich nur noch zulässig, wenn Kommunen entsprechende Flächen im Zuge der Bauleitplanung ausweisen. Projektierer müssten dann für jedes individuelle Projekt als Bittsteller an die kommunalen Verantwortlichen herantreten, um eine Flächenausweisung zu erwirken.Der Fortschritt der Energiewende wäre dann vom Gutdünken jeder einzelnen Kommune abhängig.“…
„Ebenso kritisch sehen wir die Forderungen, die Länderöffnungsklausel wieder aufzugreifen. Was diese Klausel verursacht, haben wir am faktischen Ausbaustopp der Windenergie in Bayern gesehen. Es ist schlichtweg bedenklich, dass die Abstandsregelungen zu einem politischen Spielball wurden, der bei jeder Landtagswahl neu gespielt zu werden scheint.
(Unterstreichungen vom Autor G.K.).

Zur Presseinformation des BDEW vom 18.10.2018
Zur Befassung des Bundesrats mit den Länderinitiativen von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen (s.o.) äußerte sich Herr Kapferer  wie folgt (Auszüge):
„Die Bundesratsinitiativen der Landesregierungen von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen laufen den energie- und klimapolitischen Anstrengungen zuwider und vergiften das Investitionsklima. Die Umsetzung der ‚10H-Regelung‘ in Bayern hat eindrücklich gezeigt, dass derartige Restriktionen den Erneuerbaren-Ausbau drastisch ausbremsen. Nun strebt NRW eine Wiederauflage der sogenannten Länderöffnungsklausel an, nach der jedes Bundesland eigene Abstandsregelungen für Windräder einführen könnte.“……
Zum Thema Abschaffung der Privilegierung im Baugesetzbuch wird ausgeführt:
„Ein noch drastischerer Einschnitt wäre mit der Abschaffung der baurechtlichen Privilegierung von Windenergieanlagen verbunden, wie sie das Land Brandenburg vorschlägt. Das würde zu einem abrupten Fadenriss bei der Neuaufstellung von Windrädern führen…..
Neue Restriktionen würden zudem die Bemühungen der Energiewirtschaft vor Ort umdie dringend benötigte Akzeptanz der Bevölkerung für den Windkraftausbau konterkarieren. Sie würden Protestbewegungen befeuern und ihnen ein politisches Gütesiegel aufsetzen.
(Unterstreichungen vom Autor G.K.)

Es ist anzunehmen, dass die Anti-Windkraft-Bürgerinitiativen diese klaren Äußerungen als durchaus hilfreich und eine Bestätigung für die Richtigkeit ihres Kampfes betrachten werden.
Aus diesen beiden Presseinformationen, die man sich von der Webseite des BDEW vollständig herunterladen und ausdrucken kann, sind mehrere grundsätzliche Argumentationslinien erkennbar:

1. Argumentationslinie Nr.1: Der BDEW unterstützt die Energiewendepolitik absolut, denn es ist nicht ein Hauch von Kritik erkennbar. Die beiden Länderinitiativen werden als gezielte Schädigung der Windkraftbranche bewertet („Fadenriss“) und mit deren auch stets von der Regierung betonten entscheidenden Wichtigkeit für die Energiewende stellen sie – in dieser Logik – einen Angriff auf die Energiewendepolitik der Regierung dar.
Diese derzeit von keinen Zweifeln getrübte eindeutige Unterstützung der Energiewendepolitik seitens des BDEW-Cefs stimmt allerdings nicht mit seiner Präsentation der von seinem Verband durchgeführten Untersuchung „Verfügbarkeit ausländischer Kraftwerkskapazitäten für die Versorgung in Deutschland“ vom 28.5.2018 überein, die er bei der Jahrestagung seines Verbandes vorstellte (16) und die anschließend in der Presse unter der Überschrift „„Die deutsche Energiewende verliert ihren Risikopuffer“ der Öffentlichkeit in deutlichen Worten erläutert wurde (17).
.
Diese Studie zerstörte die bis zu diesem Zeitpunkt von der Regierung, speziell vom BMWi, benutzte beruhigende Aussage, dass im Falle einer angespannten Situation (Sturm, Flaute, großer Wärmebedarf bei tiefen Temperaturen, Ausfälle von Kraftwerken, Schaltanlagen oder Leitungen) die Nachbarländer eine ausreichende Hilfe durch Stromexporte leisten könnten, weil sie angeblich über ausreichende Kraftwerks-Überkapazitäten verfügten. Die Untersuchung des BDEW auf der Grundlage der Daten der Organisation europäischer Netzbetreiber ENTSO-E  belegte jedoch, dass  es diese Überkapazitäten tatsächlich nicht gibt.
Die jahrelang verbreitete Falschmeldung sei angeblich ein „Rechenfehler“ um den Faktor 3 bis 4 (!) bei der Ermittlung der verfügbaren Reservekapazitäten gewesen, wie das Ministerium einräumte.
Dadurch haben die Beschwichtigungsversuche der Regierung hinsichtlich der Abwendung eines katastrophalen „Blackouts“ durch rettende Stromimporte aus unseren Nachbarländern ihr letztes Argument verloren.

Der BDEW unter der Leitung von Stefan Kapferer hatte damit der Regierung das einzige verbliebene und nun als grob unwahr festgestellte Ausrede- und Beschwichtigungsargument aus den Händen geschlagen.
Bei dieser verdienstvollen Aktion, die harte Entscheidungen der Netzbetreiber in kritischen Situationen zu untermauern hilft und die daher den Interessen der Verbandsmitglieder entsprach, hatte sich der Verbandschef nicht als ein Unterstützer der Energiepolitik erwiesen; sehr wohl aber als Verbandschef, der seine Aufgaben kennt. Das war im Mai. Und jetzt naht die von den Übertragungsnetz-Betreibern ungeliebte kritische Wintersaison mit Dunkelflauten, Redispatch-Aktionen und weiteren Schwierigkeiten – ohne die im Ernstfall rettenden Erzeuger jenseits der Grenzen.

Zu den verzögerten Sonderausschreibungen und den Bundesrats-Initiativen:
Erstaunlicherweise fiel dem BDEW-Chef in seinen Presseinformationen kein Motiv für den Vorstoß der beiden Bundesländer ein. Das absichtliche Anrichten von Schäden verbunden mit der Unfähigkeit, die bösen Folgen ihres Tuns zu begreifen, steht zwar als Vorwurf für die beiden Ministerpräsidenten (der eine SPD, der andere CDU) deutlich zwischen den Zeilen, aber das wäre ja wohl wenig glaubhaft. Also, welche Motive sind es dann? Könnte es nicht sein, dass der Druck der Bürger in diesen Bundesländern deren Vorstoß auslöste?

2. Argumentationslinie Nr.2: Die Projektierer als Bittsteller bei der kommunalen Verwaltung. Diese Bezeichnung beschreibt diejenigen Kommunen als Hindernis gegen höherrangige Ziele, die sich eine eigene Meinung leisten – und das vermutlich auch noch auf der Grundlage der Mehrheitsmeinung der Bürgerschaft.  Wo die Regierung doch nur ihr Bestes will. Und die Projektierer ebenfalls. Wenn andere Unternehmen – ein Sägewerk, ein Outlet-Center, ein Möbellager, ein Containerhof – in einer Kommune Bauwerke errichten möchten, müssen die ebenfalls als „Bittsteller“ auftreten? Sie sind Interessenten bzw. Antragsteller. Die kommunale Planung entscheidet in diesen Fällen, wie es  immer gehandhabt wird. Kein Landrat, kein Regierungspräsident und auch kein Minister. Selbstverwaltung.
Dagegen halfen bis jetzt Privilegien im Baugesetzbuch – aber nur für politisch unterstützte Branchen. Das sieht wie eine fragwürdige Praxis aus, die es in Friedenszeiten nicht geben sollte. Privilegien bedeuten Tempo, Durchsetzung eigener Pläne, keine Diskussionen, höhere Renditen. Ein Erfolgsrezept – in China.

3. Argumentationslinie Nr.3: Der schlimmste Störfaktor für die Windbranche ist offensichtlich die Bevölkerung. Die Logik der vorgelegten Argumente verwirrt allerdings. Die „dringend nötige“ Akzeptanz der Bevölkerung würde „konterkariert“ werden. Und zwar durch „neue Restriktionen“. Wenn also die Bürger mitreden dürfen, wenn ihre gewählten Ratsmitglieder mitentscheiden dürfen, ob es eine Flächenausweisung für Windräder geben soll, dann „würde die dringend nötige Akzeptanz dieser Bürger konterkariert.“ Zutreffender wäre die Aussage, „dass die Mitsprachemöglichkeit für die Bürger einer Kommune gestärkt würde.“
Und Protestbewegungen würden nicht etwa überflüssig, weil die Kommune durch die Restriktionen das letzte Wort behält – nein, diese „Protestbewegungen würden befeuert“ und bekämen noch „ein politisches Gütesiegel“ aufgesetzt.

Für die enorme Zahl der Bürgerinitiativen – wie Gegenwind, Windwahn, Pro Natur, Windvernunft, BI Pro Tauschwald, Wattenrat Ostfriesland, Rettet Brandenburg, Bundesverband Landschaftsschutz, Aktion Gegenwind Allgäu, ArGe windradfreie Heimat, Vernunftkraft und weitere 1000 BI-Gruppen – aber auch für Kommunalpolitiker sind diese zwei verbandspolitischen Texte wichtig.
Sie zeigen die Denkmuster sehr deutlich, aber wichtiger sind vermutlich die großen Lücken in der gesamten Argumentation. Man registriert im Verband, dass es Gegner der Energiewendepolitik gibt und dass sich diese Haltung gegen die industriellen Vollzugskräfte und (vorübergehend) Profiteure dieser Politik wendet. Und plötzlich droht ein Absturz, ausgelöst durch ein eher geringfügiges Versagen des Gesetzgebers, aber tatsächlich verursacht von den zahlreichen, ernsten und zumeist nicht steuerbaren Problemen, die hier aufgezählt wurden.
Selbstverständlich ist der kürzlich der Regierung vom Bundesrechnungshof
amtlich bestätigte Kontrollverlust der zahlreichen, unkoordiniert mit der (planwirtschaftlichen) Regulierung und Steuerung der Energiewende befassten Teile des Regierungsapparates von erheblicher Bedeutung (5, 6, 7, 8).
Aber auch wenn das Management der Energiewende weniger kritikwürdig wäre, würden deren inhärente Fehlkonstruktionen dennoch alle „ehrgeizigen“ Ziele („ehrgeizig“ ist das politisch korrekte Synonym für „unerreichbar“) zum Scheitern verurteilen.

Schlussbemerkungen – nicht nur an die Adresse der Windenergiebranche
Eigentlich kennt beinahe jeder die „Randbedingungen“, die uns die Natur bei unseren Versuchen, die „Erneuerbaren Energien“ zu nutzen, gesetzt hat.
Die Energiedichte, die Wind, Sonnenlicht, Meeresströmungen oder Erdwärme aufweisen, ist gering, weshalb man große Flächen und entsprechend große Anlagen braucht, um nennenswerte Energieernten zu erzielen. Das wiederum führt zu hohen Kosten.
Wo man große nutzbare Flächen zur Verfügung hat und auch hohe Kosten für die Energiemenge 1 Kilowattstunde nicht scheut, kann man in die Nutzung dieser regenerativen Energiequellen einsteigen.
In einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland, das zudem eine starke, exportabhängige Industrie besitzt, deren Wirtschaftlichkeit stark von ihren Stromkosten abhängt, und das außerdem von der Natur durch seine geografische Lage weder mit viel Sonne noch viel Wind und auch nicht mit reichlicher Geothermie ausgestattet ist, benötigt man genau die Stromerzeugungstechniken, die man bis zur Jahrtausendwende nutzte – und von denen gerade noch ausreichende Kapazitäten existieren. Deren Weiterentwicklung ist beendet worden; ihre Stilllegung politisch gewollt.
Wie das enden wird, wissen die Experten in den Wirtschaftsverbänden sehr genau.
Aus der langen Liste der verschiedenen ernsten Probleme, denen sich die Windenergiebranche gegenüber sieht – und fast alle sind grundsätzlicher Natur und sowohl lange bekannt als auch nicht ausräumbar – kann man feststellen, dass das aktuell beklagte administrative Problem im Vergleich mit dem unüberwindlichen Berg der tatsächlich ernsten Grundsatzprobleme nicht in den Vordergrund der Debatten gehört.

Die heute sehr wahrscheinlich in ihrer Existenz bedrohte Windenergie-Branche ist nicht die Verursacherin ihrer Schwierigkeiten, sondern Opfer einer bestimmten Politik. Aber das Ignorieren der aussichtslosen Situation, in die die gesamte Energiewirtschaft Deutschlands durch die rein ideologisch begründete, aber fachlich-betriebswirtschaftlich und planerisch inkompetente Administration gebracht worden ist, verschlechtert die Lage für jede beteiligte und abhängige Branche. Auf künftig noch mehr Förderung zu hoffen, wäre gewagt.
Die Gegner, über die man sich heute beklagt, sind erst durch die Defizite der Politik und deren zahlreiche Nebenwirkungen geschaffen worden. Auch eine kompetentere Planung und ein effizienteres Management hätte die Probleme nicht beheben, sondern allenfalls Begleitschäden verringern können.
Auch bei einem vorübergehend weitergehenden Ausbau der Windkraft werden diese Gegner nur zahlreicher und stärker. Wenn deren Sorgen und Beschwerden berechtigt sind, ist das Erzielen von Akzeptanz keine vernünftige Strategie.
Wann beginnt der BDEW, sich umfassend über die Ursachen der beginnenden Schwierigkeiten, die nur den Beginn einer Abwärtsspirale andeuten, zu informieren? Sämtliche Fakten liegen auf dem Tisch.
Die Industrieverbände sollten sich entscheiden: Zwischen unkritischer Regierungsfrommheit oder klarer, selbstbewusster Vertretung der berechtigten Interessen ihrer Mitglieder auf der Grundlage kritischer und kompetenter Analysen der Politik.

Quellen:
(1): Kathrin Witsch: „Die deutsche Windbranche steht vor einer schweren
Krise“, Handelsblatt Online, 2.8.2018.
(2): Birgit Marschall: „Union und SPD streiten sich über Ausbau der Windenergie“,
Rheinische Post Online, 10.8.2018;                                                           https://rp-online.de/politik/deutschland/groessere-abstaende-fuer-windraeder-union-und-spd-streiten-sich-ueber-ausbau-der-windenergie_aid-24778049/

(3): Helmut Alt (Prof.Dr.-Ing.): „Windkraft: Angriff auf die Privilegierung“, Leserbrief in
der ZfK (Zeitschr. f. Kommunale Wirtschaft), September 2018
(4): Daniel Wetzel:“Windkraft-Booster der Bundesregierung kommt zu spät“;
DIE WELT, 4.10.2018
(5):  Bundesrechnungshof (BRH) : „Bericht – nach §99 BHO
(Bundeshaushaltsordnung) – über die Koordinierung und Steuerung zur
Umsetzung der Energiewende durch das Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie“ (BMWi), Langfassung; Hrsg. Bundesrechnungshof, Referat Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit, Bonn 28.09.2018;  www.bundesrechnungshof.de
(6): Bundesrechnungshof: „Energiewende droht zu scheitern. Bundesrechnungshof
bilanziert Stand und Umsetzung der Energiewende“; Pressemitteilung vom
28.09.2018;
(7): Bundesrechnungshof: „2018 Sonderbericht – Koordination und Steuerung zur
Umsetzung der Energiewende durch das Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie“, – Zusammenfassung– Pressemitteilung – Statement. 28.09.2018.
Mit Stellungnahme des BMWi zum Bericht des BRH.
(8): Daniel Wetzel: „Bei der Energiewende droht Deutschland der endgültige
Kontrollverlust“, Untertitel: „Deutschlands Defizite bei der Umsetzung der
Energiewende.“ DIE WELT, 28.09.2018;
https://www.welt.de/wirtschaft/article181690102/Bundesrechnungshof-wirft-
Regierung-Versagen-bei-Energiewende-vor.html
(9): W. Daldorf, R. Ernst, H. Feddersen, Chr. Herz, H. Visel, J. Bonorden, J. Vry:

„Ratgeber für Windpark-Anleger“, Bundesverband Windenergie,
Version 18.3.2011;  

http://www.energieverbraucher.de/files_db/1300471869_4207_12.pdf 

(10):bund der energieverbraucher: „Bundesverband WindEnergie will mit
neuem Anlegerinfo für mehr Transparenz auf dem Kapitalmarkt sorgen“,
2014 ;

http://www.energieverbraucher.de/de/windkraftfonds_pruefen_584#con1082

(11): Was Jahresvollaststunden bedeuten, erklärt der BDEW:
„Eine wichtige Kenngröße für die Nutzbarkeit einer Energiequelle ist die Anzahl
der Jahresvolllaststunden. Diese gibt an, in wieviel Stunden eine Anlage ihre
(tatsächliche) Jahresstromerzeugung erbracht hätte, wenn sie ständig (ihre)
maximale Leistung erbracht hätte.“
(12): Stefan Lakeband: „Rettung bei Senvion gescheitert.“; Weser-Kurier; 11.7.2018;
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-wirtschaft_artikel,-rettung-bei-senvion-gescheitert-_arid,1623675.html
(13): Friederike Liebscher und Markus Minten: „Kündigung für 420 Mitarbeiter“;
NWZ Online; 21.12.2017;  https://www.nwzonline.de/wirtschaft/lemwerder-carbon-rotec-in-lemwerder-kuendigung-fuer-420-mitarbeiter_a_50,0,1746237949.hmtl/
(14): Ulrich Schlüter: „Carbon-Rotec-Gelände hat neuen Besitzer“; NWZ; 4.7.2018
https://www.nwzonline.de/wirtschaft/
(15): FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag: Antrag vom 27.9.2018: „Wälder
schützen – Rodungen für die Windkraft stoppen“, Drucksache 19/2802;
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw39-de-waldrodung-
windkraft/570240

(16): BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.:
„Verfügbarkeit ausländischer Kraftwerkskapazitäten für die Versorgung in
Deutschland“, Studie; Berlin, 28.5.2018; www.bdew.de
(17): Daniel Wetzel: „Die deutsche Energiewende verliert ihren Risikopuffer“,
DIE WELT, 23.4.18

(18): Günter Keil: „Infraschall von Windturbinen: Dänemark geht den Wirkungen auf
den Grund“; 25.05.2018,
http://ageu-die-realisten.com/archives/2787

St. Augustin, den 27.10.2018

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63 Kommentare

  1. @ Herr Hauser,

    da Windkraft und PV nach Ihrer Rechnung so unfassbar billig sind, sind Sie doch sicher auch für die Abschaffung der Einspeisevergütung, Oder?

  2. Wenn man, wie von einem Leser kommentiert, eine energetische Amortisation (EROI) oder auch (EROEI)) als positive Oekobilanz erwaehnt, aber keine Zahlen zur ROI  der Kapitalinvestition, dann hat das wohl seine Gruende. Finanzinvestoren sind an einer Kapitalrendite von 15+% orientiert, und einer Ruecklaufzeit < 8 Jahren nach Inbetriebnahme. Die Lebenszyklus-Folgeabschaetzung interessiert die Investoren weniger. Weltweit, wie ich immer wieder feststellen kann. Da steht Umweltschutz und die jeweilige Gesetzgebung im Vordergrund. CO2-Grenzwerte stehen aber nicht in irgend einem Gesetz,  auch nicht in der TA Luft in Deutschland.

    Wenn man  EROI-Amortisationszeiten von < 1 Jahr errechnet, weiss der Fachmann zwar, was gemeint ist, der in- oder auslaendische Investor aber meistens nicht. Denn er ist zufrieden ueber den vom deutschen Staat garantierten langfristigen Verguetungen, selbst wenn der Wind ausbleibt. Dies ist ein besonderer Anreiz.

    Zum Beispiel bei Offshore-Windparks durch die erhoehte Foerderung von 15,4 cent/kWh mit 2 Varianten: Relativ weit von der Kueste entfernt/tiefes Wasser: In den ersten 8 Betriebsjahren 19,4 cent/kWh, danach 6 Jahre 15,4 cent/kWh. Die verbleibenden 4  Jahre,  und darueber hinaus, 3,9 cent/kWh. Oder naeher an der Kueste: Erste 8 Betriebsjahre 19,4 cent/kWh, danach die Anfangsverguetung. Das Problem sind dann die Betriebskosten mit Wartungs- und Reparaturkosten: Fuer Offshore: 3,4 cent/kWh, fuer neue Onshore Anlagen: 2,5 cent/kWh, bei gleichzeitig fallenden Einnahmen. Wenn man dann noch die Lebensdauer der Windmuehlen beruecksichtigt, fallen Verluste zwangslaeufig an.

    Wie man den Lebenszyklus einer Anlage (EROI) in Bezug auf Umweltbelastungen, menschliche Gesundheit und Ressourcen ohne Kapitalkostenkontrolle (ROI) volkswirtschaftlich konkurrenzfaehig im Weltmarkt durchsetzen kann, bleibt das Geheimnis des Godfather’s der EROI-Analyse Professor Charles Hall . Er ist der Erfinder des Net Energy Cliff’s, mit „… gruenen Technologien, die die Menschheit vor CO2 retten soll“. Willkommen in der biophysikalischen Oekonomie. Da stellt sich schon die Frage: Warum werden in einer Schulstunde (45 min) zum Beispiel in Erfurter Schulen median 2046 ppm (bis 4996 ppm)  gemessen ohne dass die Schueler dies merken?

     

     

  3. Denken wir doch mal zu Ende: also bis ca. 2050 (2061) sollen fast 95% der Energiebedarfs in Deutschland durch Strom aus Erneuerbaren gedeckt werden (Haushalt, Industrie, Verkehr, Gebäude usw.) Die Frage ist, wieviel TWh/a sind dann erforderlich? Prof .Gonde Dittmer (siehe: “Struktur der Erneuerbaren“) legt den heutigen Endenenergieberbrauch von 2.540 TWh zu Grunde, das 5-fache des jetzigen Stromverbrauchs von ca. 600TWh/a also  und kommt zu abenteuerlichsten Werten. Bis 2061 sind in Summe 1,8 Millionen WEAs (je 1,5 MW) erforderlich. 11WEA pro km² landwirtschaftlich genutzter Fläche (Abstand 300m). Die Kosten gehen in die Billionen (Einzelheiten siehe dort).
    Am 8.Nov.diesenJahres besuchte ich das 9. Energiekolloquium der Chemie-Gesellschaften mit dem Motto: “Perspektiven für das Energiesystem der Zukunft“. Herr Bard vom Frauenhofer-Institut (Kassel) legte bis 2050 einen Endenergieverbrauch auf 1850 TWh/a  (das 3-fache vom jetzigen Stromverbrauch) fest. Die max. über Erneuerbare in Deutschland erzeugbare Arbeit sei aber lediglich 1100 TWh/a. Also müssten ca.750TWh/a importiert werden!! Auf meine ungläubige Nachfrage wiederholte er diesen Wert. Kosten ca.  1000 Milliarden. Ich erwähnte die notwendigen WEAs nach Dittmer. Antwort: unsere Schätzung ist höher. Der Irrsinn lässt grüßen!
    DI(TU)Christian Gnabs
     

  4. Die Frage ist ja nicht, können Windkraftanlagen Strom liefern, ja nicht einmal, wieviel Strom können sie liefern!

    Die wichtigste Frage ist doch, ist ein Ausbauzustand denkbar, der es ermöglicht, einen Industriestaat wie Deutschland ausschließlich auf Basis der sog. „Erneuerbaren“, und dazu zählt eben auch die Windkraft, zu versorgen? Eine Frage, die man vollkommen ohne CO2 im Hinterkopf mit ja beantworten können muß, wenn man entsprechende Investitionen macht.

    Und genau hier scheiden sich die Geister, weil man spätestens seit den gemachten und damit belegten Erfahrungen ableiten kann, daß das direkt ganz unmöglich ist, nur mit entsprechender Speichermöglichkeit in großem Stil wäre es denkbar. Eine derartige Speichermöglichkeit ist aber weit und breit nicht in Sicht. Prof. Sinn hat einmal vorgerechnet (Energiewende ins Nichts), welche unglaubliche Anzahl an Pumpspeichern erforderlich wäre, um das umzusetzen.

    Die wesentlichste Funktion von Windanlagen ist, die bestehenden kalorischen KW in unwirtschaftliche Arbeitspunkte zu zwingen, weil eben die Windkraft gesetzlichen Vorrang genießt. Weil ganz abschalten kann man die kalorischen nicht, weil sie mit Teillast an der Netzregelung beteiligt sind und weil sie innerhalb von Minuten bereit sein müssen, Last zu übernehmen, wenn der Wind nachläßt. Manche nennen das dann, sie verstopfen die Netze mit unflexiblem Strom, oder so ähnlich.

    Physikalisches Faktum ist also, daß man, egal wie groß der Windkraftpark ist, zumindst ohne entsprechende Speichermöglichkeit, immer zusätzliche konventionelle Anlagen benötigt, die in der Lage sein müssen, den gesamten Bedarf zu decken. Man baut also Doppelstrukturen, die natürlich im Bau und im Betrieb Kosten verursachen, die getragen werden müssen. Zusätzlich erschwert ein steigender Anteil die Netzregelung immer mehr. Ein kritischer Punkt wird erreicht, wenn der Windstrom in Starkwindzeiten häufig die Bedarfslinie über- bzw. wieder unterschreitet.

    Windkraft senkt somit zwar den Brennstoffverbrauch der Verbrennungsanlagen um einen gewissen Prozentsatz, auf Null reduzieren kann sie ihn aber nie und nimmer, was ab 2050 oder so aber eigentlich Zielvorstellung wäre. Deswegen macht man das ganze doch …

    • „… auf Null reduzieren kann sie ihn aber nie und nimmer …“, ja genau Herr Strasser, wie beim Notstromer, der läuft ja auch wenn kein Strom gebraucht wird, Technik ist doch soooo einfach, warum versteh´n das viele einfach nicht?

  5. Um die Effizienz einer Windmühle mit einem Kohlekraftwerk zu vergleichen, stellt Herr Hauser den „Materialeinsatz“ in Höhe von 1.000 t für eine Windmühle dem Braunkohlebedarf in Höhe 2.600 t für ein Braunkohlekraftwerk gegenüber. Braunkohle gegen Beton, Stahl und Glasfaser! Ein solch realitätsfremder, hirnloser Schwachsinn ist mir  noch nie begegnet. In Anbetracht eines derartigen Intelligenzniveaus ist doch der gut gemeinte Einsatz der Fachkommentatoren völlig vergeblich.

    •  
      Dr. Heinz Schütte zum Ihren Beitrag vom 8. November 2018 um 13:27
       
      Sie müssen auch meine Sachen lesen und verstehen.

      Was steht da in meinem Beitrag vom 6. November 2018 um 22:13 ???

      >>Bei Braunkohle und Steinkohle wurde erst mal nur der Materialeinsatz vom Brennstoff berücksichtigt, es kommt natürlich noch der Materialeinsatz für die Errichtung vom Kohlekraftwerk dazu und die kWh Mengen/kg Materialeinsatz nimmt noch ab.<<

      Also Herr Dr. Heinz Schütte,
      wenn man das Materialeinstz für den Bau vom Kohlekraftwerk mit dazurechnet wird der Ressourcenverbrauch, Ressourceneinsatz ja noch katastrophaler beim Kohlekraftwerk.

      Nun Sagen Sie:

      >>Um die Effizienz einer Windmühle mit einem Kohlekraftwerk zu vergleichen, stellt Herr Hauser den „Materialeinsatz“ in Höhe von 1.000 t für eine Windmühle dem Braunkohlebedarf in Höhe 2.600 t für ein Braunkohlekraftwerk gegenüber. Braunkohle gegen Beton, Stahl und Glasfaser! Ein solch realitätsfremder, hirnloser Schwachsinn ist mir noch nie begegnet. In Anbetracht eines derartigen Intelligenzniveaus ist doch der gut gemeinte Einsatz der Fachkommentatoren völlig vergeblich.<<

      Ich bin der Meinung da ist etwas das Intelligenzniveau auf der Strecke geblieben ist.

      Alle Ressourcen werden auch beim Kohlekraftwerk eingesetzt, so wie bei der Windkraftanlage eben auch. Einsatz von Ressourcen ist was anderes als verbrauchen von Ressourcen, zumindest das sollten Sie verstehen.

      Ein Großteil der Materialien werden ja wieder recycelt, eingeschmolzen usw. deshalb kann man nicht bei allen Baustoffen von einem verbrauch von Ressourcen sprechen.

      Bei der Verbrennung von Kohle ist dies Ressource unwiederbringlich verschwunden, verbraucht, zumindest das sollten Sie verstehen.

      —————————————–

      Herr Dr. Heinz Schütte,
      Sie sollten auch zur Kenntnis nehmen das die 1.000 Tonen beim Windrad einmalig sind und die 2.600 Tonnen Kohle Jährlich, somit in 20 Jahren sehen 1.000 Tonnen 52.00 Tonnen gegenüber.

      .

      • Werter Herr Hauser,

        ich folge Ihrer Aufforderung und nehme Ihre Rechenmethode und die dort genannten Zahlen zur „Kenntnis“. Ich gehe davon aus, dass Sie die „1.000 Tonnen“ für ein modernes Windrad mit einer Leistung von 2 MW berechnet haben. Ein solches Windrad kostet 1,8 Mio Euro. Damit stehen 1,8 Mio Euro einmalig für 1.000 Tonnen Einsatz zu Buche. 2.600 Tonnen Kohle pro Jahr ergeben – nach meiner Rechnung – 52.000 Tonnen in 20 Jahren. Bei Kosten von 10 Euro pro Tonne Braunkohle entstehen somit 0,52 Mio Euro Kosten für Braunkohle in 20 Jahren. Unter Zugrundelegung Ihres Rechenansatzes kostet dann der Windstrom das 3,5-Fache des Kohlestroms. Es wäre schön, wenn Sie den EIKE-Lesern erklären würden, warum der Windstrom günstiger ist als Kohlestrom.

        Dr. Heinz Schütte

      • Zum Beitrag von Andreas Hauser am 10. Nov 19:38

        Herr Dr. Heinz Schütte hat Ihre unisnnige Rechnung ja schon eindeutig wiederlegt.

        Hinzu kommt dann noch, dass der viel teurere Windstrom minderwertig ist. Er ist nicht bedarfsgerecht, nicht steuerbar weil wetterabhängig und damit zufällig. Kohlestrom hingegen ist hochwertig, weil er bedarfsgerecht steuerbar und planbar ist.

        Um Ihre Sichtweise mal an konkreten Zhalen zu widerlegen: Das Mannheimer Kohlekraftwerk Block 9 mit 8500 Volllaststunden und KWK liefert 1412 MW el+th und kostete 1,4 Mia. Euro Investition. Das sind 12 TWh Energie im Jahr. Man braucht rund 2800 WKA in Baden-Württemberg, um die gleiche Energiemenge mit 3 MW Windrädern zu erzeugen. Und zwar mindestens 2 Generationen, denn das Kohlekraftwerk hat ja gut 50 Jahre Lebensdauer. 5600 Windräder mit 3 MW kosten an den bergigen und waldigen Standorten in Baden-Württemberg rund 33 Milliarden Euro.

        33 Milliarden reine Baukosten gegenüber 1,4 Milliarden. Das Kohlekraftwerk wird in 50 Jahren noch Steinkohle für rund 11 Milliarden Euro verbrennen. Hinzu kommen Unterhalts-, Wartungs-, Rückbau- und Personalkosten, die bei 5600 WKA sicher nochmals höher sind, nehmen wir sie der Einfachheit aber gleich an. Und jetzt bemühen Sie mal Ihre Rechenkünste und vergleichen was minderwertiger Wind-Zappelstrom und verlässlicher (und zur Netzstabilität auf unabsehbare Zeit ohnehin unverzichtbarer!) Kohlestrom so im Vergleiuch kosten.

  6. Lieber Herr Keil

    der von Ihnen angesetzte Vergleich von Volllaststunden und Wirtschaftlichkeit ist nicht wirklich aussagekräftig. Bei PKW würde der Verbrauch als Kriterium für die Wirtschaftlichkeit auch nur Sinn machen, wenn zusätzlich die Anschaffungs- und sonstig Betriebskosten des PKW, sowie die Vergütung pro km (z.B. in Form einer Steuererstattung) bekannt sind.

    Auf die WEA bezogen: Wenn sie eine WEA mit 1500 Volllaststunden an einem gegebenen Standort durch eine weitgehend baugleiche WEA mit nur halb so großem Generator ersetzten, so verdoppelt sich die Zahl der Volllastunden (d.h. Erzeugte Energie pro Jahr / Generatorleistung) in etwa. Die Kosten der WEA würden geringfügig sinken, aber obwohl jetzt 3000 Vollaststunden möglich sind heißt das noch lange nicht, dass die WEA nun an dem bisherigen Standort wirtschaftlich betrieben werden kann.

    Entscheidend ist sind die auf die Lebensdauer der WEA bezogenen Energiekosten der WEA (LCOE – levelized cost of Energy) und die Vergütung. Da die Energiekosten von WEA weiter kontinuierlich sinken, von 17 Pf/kWh im Jahr 1995 auf ca. 6,5 ct/kWh in den aktuellen Ausschreibungen der BNetzA, wird die Wirtschaftlichkeit gegenüber konventionellen Energieträgern jedes Jahr besser. Dabei sind die Preise in Deutschland im internationalen Vergleich noch relativ hoch.

    Mit freundlichen Grüßen
    Prof. Dr.-Ing. Jens Fortmann

    • @Fortmann

      „…wird die Wirtschaftlichkeit gegenüber konventionellen Energieträgern jedes Jahr besser.“ 

      Zweifellos kann Windkraft mit seinem „Zappelstrom“ kein einziges Kohle-, Gas-,Kern-, oder Biomasse-Kraftwerk ersetzen, sondern nur jeweils kurzzeitig einen Teil des Stroms aus diesen Kraftwerken verdrängen. Als Folge steigen die spezifischen Kosten ihrer unverzichtbaren Beiträge, da der Anteil der Fixkosten bekanntlich unverändert bleibt.

      Braunkohle liefert z. B. bei normaler Auslastung der Kraftwerke Strom für etwa 4 Cent/kWh. Bei variablen Kosten (Brennstoff) von etwa 1 Cent/kWh müsste Windkraft daher seinen Beitrag  für 1 Cent/kWh liefern, wenn die Erzeugungskosten insgesamt konstant bleiben sollen.

      Auch dann würden jedoch die erhöhten Kosten der Verteilung den Strompreis für den Verbraucher kräftig ansteigen lassen. Was übrigens der Großversuch Energiewende bereits für jedermann unübersehbar beweist:

      https://de.scribd.com/document/387757613/Der-Großversuch-Energiewende-in-Deutschland 

      Man sollte auch beachten, dass nur Windkraft Fledermäuse und Vögel schreddert!

      • Ulrich Wolff 7. November 2018 um 16:53
        Braunkohle liefert z. B. bei normaler Auslastung der Kraftwerke Strom für etwa 4 Cent/kWh.

        Andere sagen das Strom aus Braunkohle kostet:

        Wikipedia 4,59–7,98 Cent/kWh

        FRAUNHOFER-INSTITUT 4,5 bis 8 Cent/kWh

        Andere sagen das die emissionsbedingten Umweltkosten bei Braunkohlenverstromung mit durchschnittlich 19,19 €-Cent/kWh und mit Abstand die höchsten Umweltkosten verursacht, während Steinkohlenverstromung Umweltkosten von 16,13 €-Cent/kWh verursacht.
        Insgesamt beliefen sich die Umweltkosten der Kohleverstromung durch THG-Emissionen und Luftschadstoffe für das Jahr 2016 auf ca. 46 Mrd. €.
         
        Quelle, Veröffentlichung Umweltbundesamt, Seite 22
        https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/171207_uba_hg_braunsteinkohle_bf.pdf

      •  

        Ulrich Wolff 7. November 2018 um 16:53
        Zweifellos kann Windkraft mit seinem „Zappelstrom“ kein einziges Kohle-, Gas-,Kern-, oder Biomasse-Kraftwerk ersetzen, sondern nur jeweils kurzzeitig einen Teil des Stroms aus diesen Kraftwerken verdrängen.

        Herr Ulrich Wolff,
        und die Realität ?

        -2,4 GW Kohlekraftwerksleistung haben sich doch 2017 verabschiedet
        und die „erneuerbaren“ haben +8,8 GW zugelegt.
        .

        • @Andreas Hauser:

          ‚… die Erneuerbaren haben +8,8 GW zugelegt…‘

          Und jeder Bürger zahlt schon heute 305 Euro pro Jahr in die Taschen der Profiteure der EE durch das Erneuerbare Enegien Gesetz. 1/3 mit dem Strompreis und 2/3 in den Preisen der Waren versteckt, die er kauft. Und mit jedem GW ‚Erneuerbare‘ wird es noch teurer.
          Und wiel Sie es mit dem Rechnen nicht so haben hier zum Nachvollziehen: 30 Mia Euro Subvention des Zappelstroms minus 5 Mia Euro Börsenwert des Zappelstroms macht 25 Mia Euro. Geteilt durch 82 Mio Bürger = 305 Euro für jeden Bürger, vom Kleinstkind bis zum Greis. Für eine kleine Klientel Profiteure. Umverteilung von unten nach oben nennt man das. Lustig, dass sich besonders die Linken (SPD und Grüne) zum verlässlichsten Handlanger der größten Umverteilung in Deutschland macht.

    • Ökonomen, die ökonomische Aussagen fachgerecht beurteilen schauen erst mal nach welche Interessen der Aussagende verfolgt.

      Also:
      Prof. Dr. Jens Fortmann
      Dr. Ing.
      Professor für Windenergie und Netzintegration
      Unternehmer in Berlin
      (Der Unternehmensname ist nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar.)
      https://www.xing.com/profile/Jens_Fortmann

      Zunächst einmal ist schon der Begriff WEA (Windenergieanlagen) falsch; es handelt sich um Glasfaserplastikwindmühlenflügel mit angeschlossenen Generatoren auf Türmen.

      Desweiteren sind die Stromherstellungskosten nicht konstant, sondern von der Windgeschwindigkeit abhängig, übrigens nur, denn Kapital- und Betriebskosten sind ökonomisch Zeitkonstanten (Jahr, Monat, Tag …).

      Die erzielbaren Preise sind jedoch richten sich nach Angebot und Nachfrage, jedenfalls in einem freien Markt, der natürlich selbst dann noch frei ist, wenn der Staat von den Marktanbietern die Garantie der Lieferung der maximalen Nachfrage verlangt, die im Dezember erreicht wird.

      Mit Windmühlen geht das nicht. Mit denen schafft man keine Erzeugung der Nachfrage, denn bereits jetzt müssen Windmühlen abgeschaltet werden, weil die Lieferanten im Markt einen Abfall der Windmühlenstromerzeugung wegen dessen Unvorhersagbarkeit nicht kompensieren können.

      Heißt also, daß ein weiteres Angebot an Windmühlenstrom nicht dazu führt, daß mehr Windmühlenstrom genutzt werden kann, also weniger von dem was zu bestimmten unvorhersagbaren Zeiten produziert werden kann auch abgenommen werden kann. Und das führt dazu, daß die Ausgaben der Windmühlenbetreiber zwar konstant bleiben, aber deren Einnahmen sinken.

      Das kann dann nur der Staat durch Anhebung der Verkaufspreise weit über die Preise der Konkurrenz kompensieren. Das ist dann eine „moderne „DDR“ a la Merkel, die ja zwar in Hamburg geboren wurde, aber in der „DDR“ ohne Zugang zum Westfernsehen erzogen wurde. Frau Honecker light, wie man jetzt wieder sehen kann, wo sie immer noch Kanzlerin bleiben will, obwohl SPD und CDU im unteren NIrwana angekommen sind.

      Frauen als Parteivorsitzende gab es nur wenige und anschließend waren die Parteien ganz unten …

    • Lieber Hr. Prof. Fortmann,

      Auf die WEA bezogen: Wenn sie eine WEA mit 1500 Volllaststunden an einem gegebenen Standort durch eine weitgehend baugleiche WEA mit nur halb so großem Generator ersetzten, so verdoppelt sich die Zahl der Volllastunden (d.h. Erzeugte Energie pro Jahr / Generatorleistung) in etwa. Die Kosten der WEA würden geringfügig sinken, aber obwohl jetzt 3000 Vollaststunden möglich sind heißt das noch lange nicht, dass die WEA nun an dem bisherigen Standort wirtschaftlich betrieben werden kann

      Was ist denn aus Ihrer Sicht ein „halb so grosser Generator“? Meinen Sie WE-Anlagen in sogenannter „Schwachwindausführung“? (Grösserer Rotor, um auch schwache Winde zu nutzen). Dennoch ist mir Ihr Beispiel nicht einsichtig. In Bayern und Baden-Württemberg werden solche Anlagen eingesetzt: Trotzdem habe ich noch nie gehört, dass kommerzielle Anlagen in diesen Bundesländern  auf 3.000 Vollaststunden/a gekommen wären. Im Gegenteil, die liegen weit unter dem, was an der Küste möglich ist.

      Mfg

    • Da die Energiekosten von WEA weiter kontinuierlich sinken, von 17 Pf/kWh im Jahr 1995 auf ca. 6,5 ct/kWh in den aktuellen Ausschreibungen der BNetzA, wird die Wirtschaftlichkeit gegenüber konventionellen Energieträgern jedes Jahr besser.

      Gestartet ist die Windstromindustrie mit der EEG Vergütung als „Anschubfinanzierung“. Nach 20 Jahren hängen ihre Windräder aber noch immer EEG Subventionstropf. Von wirtschaftlichem Betrieb keine Spur und auch nicht am Horizont erkennbar. Im Gegenteil, Ihre Windstromindustrie ruft auch 2019 noch bei jedem neuen Windrad nach Subventionen damit es überhaupt aufgestellt wird. Und der Preis-Gap zwischen konventionellen Energieträgern und Windstrom schließt sich ja von unten, durch Verteuerung der Konventionellen bzw. deren „Ausstieg“. Nach dem KKW Ende folgt das Ende der Braunkohle und Steinkohle, und, oh Wunder, plötzlich ist der Windstrom (wenn er denn blässt, der Wind) nicht mehr teuerer als die verbleibenden Gaskraftwerke. Ziel erreicht, „Energiewende“ zum Preis der konventionellen Kraftwerke. Aber keine Sorge, mit Hilfe der links/grünen Meinungsmedien werden die grünen Schlümpfe auch diesen Öko-Betrug tapfer bezahlen. Wir schaffen das.

      MfG

      Ein Techniker.

    • Was unwirtschaftlich ist bleibt auch unwirtschaftlich. Ingenieure wissen das allerdings nicht. Könnten die Ökonomie wären sie keine Ingenieure. Der Strompreis setzt sich wie jeder Preis aus den variablen und fixen Kosten zusammen. Kernkraftwerke haben hohe fixe Kosten, aber nur geringe variable, Windmühlen haben ebenfalls hohe fixe Kosten und niedrige variable. Das Dumme bei den Windmühlen ist nur, daß die Produktion so niedrig ist, daß die fixen und variablen Kosten nie unter den Preis der Konkurrenz sinken können. Noch nicht einmal bei den teuren Gaskraftwerken nur mit Gasturbinen schaffen die das nicht. Denn bei denen sind zwar die variablen Kosten (das Gas) hoch, aber die fixen (Gasturbine + Generator) niedrig.

      Und so wird es auch bleiben, denn um überhaupt Wind- und Solarstrom nutzen zu können, bedarf es zusätzlich zu den fixen Kosten für Windmühlen und Solarpanels auch noch der fixen Kosten für die konventionellen Kraftwerke.

      Daß sowas die Kosten insgesamt nach oben treibt, wissen Ingenieure natürlich nicht. Sowas gehört ja nicht zu deren Studium.

  7. Irgendwie scheint sich mit den Windkraft-Fonds die Geschichte der Schiffs-Fonds und mancher Immobilien-Fonds zu wiederholen. Gewinner sind auf jeden Fall die Finanzberater und Vermittler dieser Anlagen.

  8. “ … so wie es Schellnhuber zu seinem Plan gemacht hat … die Schäden wieder gut machen (können), wenn sich seine Gedankengänge als falsch herausgestellt haben?“

    Die Beweihräucherung eines Falschspielers ist schon derbe. Der Mann ist Physiker und jeder Physiker kann die Energieerzeugung, den Energietransport und die Wirkungsgrade berechnen. Das gehört nämlich zum Grundstudium oder früher zum Vordiplom, wie unsereins eins hat.

    Natürlich kann ein jeder Physiker auch die notwendigen Massen berechnen, die für die jeweiligen Windmühlen unterschiedlicher Größe, Höhe und Windgeschwindigkeiten bzw. deren vertikaler und horizontaler Variabilität notwendig sind.

    Und weil er das kann, weiß er auch, daß Stromerzeugung mit Windmühlen grandioser Schwachsinn ist, denn es gibt keinen materiellen Nutzen der Reduktion des Verbrauchs von Rohstoffen, sondern nur einen Schaden, den der erhöhte Rohstoffverbrauch bei gleichzeitiger Reduktion der Energieerzeugung pro benuztem Rohstoff steigt.

    Daß das Ganze mehr kostet ist für jeden Ökonomen sichtbar, für den Normalbürger jedoch nicht unbedingt.

    Warum betreibt man also die Windmühlen?

    Dafür gibt es zwei Gründe:

    Der 1. Grund ist die Erhöhung der Umsätze durch Reduktion der Erzeugungseffizienz

    und

    der 2. die Erhöhung der Gewinne von Grundbesitzern, Herstellern und Stromkonzernen

    und 3. Steigerung der Umsätze von Ärzten, Pharmakonzernen und „Gutachtern“.

    Für den Ersatz und die Kosten der Schäden kommt der Bürger auf.Alles ein perfekt strukturiertes Raubsystem. Und die Bürger merken es nicht.

    •  

      T.Heinzow 6. November 2018 um 19:55
      denn es gibt keinen materiellen Nutzen der Reduktion des Verbrauchs von Rohstoffen, sondern nur einen Schaden, den der erhöhte Rohstoffverbrauch bei gleichzeitiger Reduktion der Energieerzeugung pro benuztem Rohstoff steigt.

      1 kg Materialeinsatz beim Windrad, liefert in 20 Jahren um die 60 kWh Strom.
      1 kg Materialeinsatz bei Braunkohle, liefert in 20 Jahren um die 1,15 kWh Strom.
      1 kg Materialeinsatz bei Steinkohle, liefert in 20 Jahren um die 3,6 kWh Strom.

      Bei Braunkohle und Steinkohle wurde erst mal nur der Materialeinsatz vom Brennstoff berücksichtigt, es kommt natürlich noch der Materialeinsatz für die Errichtung vom Kohlekraftwerk dazu und die kWh Mengen/kg Materialeinsatz nimmt noch ab.
       

      • Der Materialeinsatz ist völlig irrelevant. Ausserdem wiegt ein modernes 2MW Windrad nicht nur 1000t, wie Sie u.s. angeben, ein Enercon 141 mit 4,2MW Nennleistung wiegt ca. 10.000t. Geplante Schwachwindräder mit 300m Höhe dürften über 15.000t wiegen. Demzufolge halbiert sich Ihr Ansatz auf ca. 30kWh pro 1kg Materialeinsatz sogar noch.

        Wie Herr Wolf schon bemerkte, liefert 1kg Natururan ca. 1 Million kWh an Energie. Und das fast ohne CO2. Was sagen Sie jetzt?

        Jetzt kleben Sie sich bestimmt einen „Kernkraft, ja bitte“-Sticker auf Ihren SUV;-)

        •  

          Werner Geiselhart 7. November 2018 um 18:14
          Der Materialeinsatz ist völlig irrelevant.

          Da ist Herr T.Heinzow anderer Meinung …..

          T.Heinzow 6. November 2018 um 19:55
          denn es gibt keinen materiellen Nutzen der Reduktion des Verbrauchs von Rohstoffen, sondern nur einen Schaden, den der erhöhte Rohstoffverbrauch bei gleichzeitiger Reduktion der Energieerzeugung pro benutztem Rohstoff steigt.

          Beim verglich zum Steinkohlekraftwerk ist die Windkraftanlage mit 1:40 bis 1:50 besser, hat nur 1/40 bis 1/50 Rohstoffverbrauch vom Steinkohlekraftwerk.
          .

           

          • @ Andreas Hauser:

            Wie kommen Sie denn auf solch obskute Zahlen?

            Das Steinkohlekraftwerk Mannheim Block 9 kostete 1,4 Mia Euro und erzeugt soviel Energie im Jahr wie 2800 Windrkaftanklagen. Die kosten in den bergigen Regionen Waldregionen in Baden-Württemberg aber 16,8 Milliarden Euro. Und da das Kohlekraftwerk gut 50 Jahre Lebensdauer hat, müssen Sie mindestnes zwei Generation Windmühlen bauen, also 33,6 Milliarden zu 1,4 Milliarden !!

            Das Ressourcen-Verhältnis lautet also 33,6 : 1,4 und nicht 1:40. Können Sie nicht rechnen?

          •  

            Jürgen Wanninger 13. November 2018 um 13:11
            Das Steinkohlekraftwerk Mannheim Block 9 kostete 1,4 Mia Euro und erzeugt soviel Energie im Jahr wie 2800 Windrkaftanklagen.

            Sehr geehrter Herr Jürgen Wanninger,
            bringen Sie doch mal für 2017 die GWh die der Block 9 vom Steinkohlekraftwerk Mannheim in das Stromnetz eingespeist hat, dann kann man weiter rechnen, am besten noch mit einer Quellenangabe versehen
            .

      • Der Witz ist nur, dass der für diese Rechnung zusammengezappelte Strom aus Windkraft eigentlich völlig sinnlos ist, da die im Hintergrund laufenden Stein- oder Braunkohlekraftwerke sicherstellen müssen, dass ein der Last entsprechender Strom kontinuierlich! und bedarfsgerecht! ins Netz eingespeist wird.

        Wir leisten uns also den Luxus zweier Energieerzeugungssysteme nebeneinander, wobei das für die Versorgungssicherheit qualitativ besser geeignete die systemimmanenten Mängel des anderen ausbügeln und dafür im unwirtschaftlichen Stand-By-Betrieb arbeiten muss.

         

         

        • @Jürgen Wanniger

          Da haben Sie aber einige Zahlen durcheinander gebracht.

          Der Block 9 hat eine Nettoleistung von gut 0,8 GW und produziert jährlich ca 4 TWh. Dafür benötigt man rund 400 heute übliche Windräder. Die Investition für diese Windräder würde 3 – 5 so liegen. Investition und Resource ist aber nicht das gleiche. Auch bedeutet eine höhere Investition keine höheren Stromkosten. Die Stromkosten des Block 9 liegen bei ca. 7 ct/kwh. Neue Windräder OHNE Speicher liegen unter diesem Wert

          • Quelle: https://www.rnz.de/wirtschaft/wirtschaft-regional_artikel,-Wirtschaft-Regional-Grosskraftwerk-Mannheim-Energieproduktion-ist-nicht-kostendeckend-_arid,276241.html

  9.  

    von Günter Keil
    Die oben angegebenen, im Grunde deprimierenden Zahlen der Jahres-Volllaststunden von im Durchschnitt 1500h/a bei 8760 Stunden eines Jahres besagen, dass eine wetterabhängige Windkraftanlage, die 2 MW Maximalleistung hat, in einem Jahr so viel bzw. so wenig Strom liefert, wie ein dauerhaft arbeitendes Miniaturkraftwerk von 0,36 MW.

    Da sind Sie Herr Günter Keil bei um die 3.000.000 kWh im Jahr.
    Nun möchten wir 3.000.000 kWh mit Braunkohle herstellen, sind das nicht ca. 2.600.000 kg Braunkohle die man da verfeuert?
    (2.600 Tonnen im Jahr)
    https://braunkohle.de/30-0-1kg-Braunkohle.html

    Weilchen Materialeinsatz hat man den bei einer Windkraftanlage mit 2 MW ?
    Gesamtgewicht ab Fundamentkante um die 330 Tonnen.
    https://www.wind-turbine-models.com/turbines/16-vestas-v90
    Fundament Masse um die 650 Tonnen (je nach Bodenbeschaffenheit und Windklasse).

    Da haben wir für alles um die 1.000 Tonnen am Materialeinsatz beim 2 MW Windrad.

    Bei der Braunkohle brauchen, verbraucht das Miniaturkraftwerk für die 3.000.000 kWh bereits 2.600 Tonnen im Jahr am Material.

    Da braucht das Braunkohlekraftwerk bereits in ersten Jahr das ca. 2,6 fache am Material wie das Windrad und es kommen noch weiter Jahre, Jahrzehnte.

    • Bereits die Verwendung des Unsinnsbegriffs „Windkraftanlage“ zeigt wes Geistesbildungskind Sie sind. Unsere Vorfahren haben Wind- und Wassermühlen gebaut, um Energie zum Pumpen von Wasser und der Umwandlung von Körnern zu Mehl zu haben. Dann kamen Sägen … .

      Und kommen ungebildete Typen daher und nennen die Jahrtausende alten Windmühlen „Windkraftanlagen“. Dümmer geht es kaum, xxxxxxxxxx

      Und lustig geht es weiter: „1.000 Tonnen am Materialeinsatz beim 2 MW Windrad“

      Daß man zur Herstellung von Beton Spezialsand, Zement, Wasser und Energie braucht ist dem xxxxxxx offenbar nicht bekannt. Dann braucht man Stahl zur inneren Armierung, LKW’s zum Transport, Dieselöl, Stahl, Plastik, Glasfasern, Kupfer und was sonst nicht alles, um den Quatsch herzustellen und zu betreiben. Und das ganze dann dafür um so eine Windmühle um die 2000 Stunden im Jahr unter Vollast (errechnet, in Wahrheit drehen die mit viel weniger Leistung) drehen zu lassen. Die produziert dann also bei 2 MW Nennleistung 4000 MWh Energie im Jahr. Abzüglich des Energieaufwands für Wartung und Kontrolle, Hochspannung zum Transport per Überlandkabel … . Ein Kohlekraftwerk schafft das binnen 4 Stunden und genau dann, wenn der Kunde es geliefert haben will. Ne Windmühlen ansammlung schafft das nie und nimmer.

      Und nach der Erzeugung von 80000 MWh muß das Windmühlenkonstrukt verschrottet werden. Kostet auch noch mal ne ganze Menge an Energie und Geld.

      Ja, Windmühlen setzen viel Geld und Zeitaufwand von menschen um, um 80000 MWh abzüglich ca. 20% Strom zu erzeugen. Toll, so schafft man Primitivarbeitsplätze. Denn der Bau von indmühlen ist primitive Arbeit. Das konnten schon die Babylonier. Zwar noch nicht mit Kupferkabeln, aber doch schon ganz nützlich.

      •  

        T.Heinzow 6. November 2018 um 22:48
        >>Daß man zur Herstellung von Beton Spezialsand, Zement, Wasser und Energie braucht ist dem xxxxxxx offenbar nicht bekannt<<<

        Das man zur Herstellung von Beton Spezialsand, Zement, Wasser und Energie braucht auch bei der Herstellung vom Kohlekraftwerk ist dem Herrn T.Heinzow offenbar auch nicht bekannt.
         
        Da sehe ich erst mal keinen wesentlichen Unterschied, von Kohlekraftwerk zur Windkraftanlage.
        Da die Rohstoffe ja nicht für die Menschheit verlrsen sind, Eisen, Kupfer usw. und selbst der Abbruchbeton wird ja weiterverwendet.

        Wenn man den Material Einsatz für die kW installierter Leistung noch besser für das kWh bedachtet ist das beim Steinkohlekraftwerk und bei heute üblichen 3 bis 4 MW Windkraftanlage so in der gleichen Größenordnung.

        Das Kohlekraftwerk macht mehr kWh/kW Leistung nur wird die Material, Rohstoffbilanz mit jeden kWh Strom das aus dem Kohlekraftwerk kommt schlechter für die Menschen.
        ————————————————

        T.Heinzow 6. November 2018 um 22:48
        >>Die produziert dann also bei 2 MW Nennleistung 4000 MWh Energie im Jahr. Abzüglich des Energieaufwands für Wartung und Kontrolle, Hochspannung zum Transport per Überlandkabel<<

        Auch diese Aufwendungen haben Kohlekraftwerk, da sehe ich jetzt nicht wo dass bei den Windkraftanlagen anders sein soll.
        Ich kenne zumindest kein Kohlekraftwerk oder auch Windkraftanlage das man baut und dann 20 Jahre lang kWh‘s rauskommen ohne das man was repariert, Komponenten austauscht, Personal braucht usw.

        Nur beim Kohlekraftwerk muss man noch zusätzlich um die 2,5 kWh bis 3 kWh an Energie als Rohstoff, Brennstoff rein schieben um 1 kWh Strom zu bekommen.

        Herr T.Heinzow,
        beim Bau hat das Kohlekraftwerk je kW Leistung etwas bessere Material und Rekursen Ausnutzung, nur man möchte ja kWh Strom und dann geht es mit jeden kWh rapide nach oben mit dem Ressourcenverbrauch.

        • „Da sehe ich erst mal keinen wesentlichen Unterschied, von Kohlekraftwerk zur Windkraftanlage.“

          Windkraftanlage ist eine vorsätzlich falsche Bezeichnung für ein uraltes Produkt der Babylonier. Das vorweg.

          Das Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven mit 757 MW hat welche Masse?

          Bei 7000 Vollaststunden im Jahr kann das Kraftwerk 5,3 Millionen MWh Strom erzeugen. Eine Windmühle mit 6 MW Nennleistung und 126m Rotordurchmesser hat in etwa eine Masse von 8000 t. Um die Kohlekraftwerksleistung (Strommenge) des Kohlekraftwerks in WHV zu erbringen braucht man 300 Windmühlen. Oder eine Gesamtmasse von 2,4 Millionen Tonnen.

          Das schöne an dem Beton ist dann, daß man ihn nie wieder nutzen kann. Nur wohin mit dem Zeug. Ach ja, ich vergaß, daß man auch noch trotzdem ein Kohlekraftwerk mit derselben Nennleistung bauen muß, es gibt ja Nächte und lauten in rauhen Mengen.

          Windmühlenbau spart nix ein, sondern kostet nur und verbraucht nur.

           

        • Lieber Hr. Hauser,

          Da die Rohstoffe ja nicht für die Menschheit verlrsen sind, Eisen, Kupfer usw. und selbst der Abbruchbeton wird ja weiterverwendet.

          Das mit dem Recyceln der Fundamente ist ja wohl ein Scherz, oder? Grosse WEA haben Fundament von bis zu 7.000 t Masse, mitten in der Prärie, wo Sie erstmal Zuwegungen hinbauen müssen. Sie haben offensichtlich keine Vorstellung davon, was es kostet, ein solches Fundament, das bis zu 20 m tief im Boden liegt, zu zerlegen und wegzustransportiern. Derzeit gibt es Bestrebungen, den Beton nur bis 1 m Tiefe abzutragen und den Rest im Boden zu belassen.

          Wie der Norddeutsche Rundfunk vor Kurzem berichtete, wird in der Region Dithmarschen in Schleswig-Holstein gar nur der oberste Meter von Betonfundamenten entfernt. Das für Umwelt verantwortliche Landesamt billigt offenbar solche Deals. Auch deutschlandweit ahndet das zuständige Bundesamt das widerrechtliche Vorgehen bei den Windkraft-Sockeln bis heute nicht. Geht es um erneuerbare Energie, haben Gesetze offenbar nur Empfehlungscharakter. (Basler Zeitung)

          Mfg

          •  

            Fred F. Mueller 7. November 2018 um 21:59
            >>den Beton nur bis 1 m Tiefe abzutragen und den Rest im Boden zu belassen.<<

            Den Beton nur bis 1 m Tiefe abzutragen und den Rest im Boden zu belassen ist doch ohnehin gängige Praxis bei den Energieversorgen wenn die z.B. eine Freileitung rückbauen.
            Das haben sich die Windkraftleute da abgeschaut.

            Beim Steinkohlekraftwerk Moorburg sind:

            „mehr als 3.700 Gründungspfähle mit einer Gesamtlänge von ca. 45 Kilometern“

            einbetoniert, die werden auch nicht wieder ausgebaut wenn das Kraftwerk abgebaut wird.

            In der Regel werden aber die Fundamente rückgebaut von den Windkraftanlagen.
            .
             

          • Lieber Hr. Hauser,

            Gründungspfähle versiegeln nicht grossflächig die Landschaft, die riesigen Fundamente der WEA dagegen sehr wohl. Der gesamte Hydraulikhaushalt des Bodens gerät durcheinander, und über den Fundamentresten in 1 m Tiefe kann man z.B. keinen Mais mehr anbauen, der wurzelt bis in eine Tiefe von 1,8 m. Von Bäumen gar nicht erst zu reden.

            Und das

            In der Regel werden aber die Fundamente rückgebaut von den Windkraftanlagen.

            mögen Sie hier doch bitte beweisen.

            Mfg

        • „Das Kohlekraftwerk macht mehr kWh/kW Leistung nur wird die Material, Rohstoffbilanz mit jeden kWh Strom das aus dem Kohlekraftwerk kommt schlechter für die Menschen.“

          Meinen Sie, Sie könnten folgendes mal in Ihrem Gehirn abspeichern (Platz scheint ja noch ausreichend vorhanden zu sein)?

          Die Aufgabe der Stromproduzenten ist die Bereitstellung einer bestimmten Leistung zu einer bestimmten Zeit.

          Aufgabe ist nicht die Produktion einer nicht vorhersehbaren Energiemenge zu einer nicht vorhersehbaren Zeit.

          Lesen Sie diese beiden Sätze gut durch und arbeiten Sie den Unterschied heraus. Berichten Sie hier über ihre Erkenntnisse.

          • Lieber Herr besso keks,

            diese von der Windmühlenabzockgemeinschaft aufgestellten Behauptungen, man würde beim Rückbau des Kraftwerks Moorburg (oder anderen) die Gründungspfähle nicht herausholen ist natürlich Unfug. Die kann man nämlich problemlos freilegen und wegen ihrer geringen Masse mit Kränen rausheben. Bei den beiden in der Nähe stehenden unsinnigen Gigantwindmühlen geht das nicht. Da muß der Stahlbetonsockel zerkleinert werden. Und das heißt freilegen bis zum Grund in einem Gebiet, wo jede Menge Grundwasser einherströmt.

            Gehen Sie davon aus, daß der Herr Hauser mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Windstrommafia finanziert wird, damit die weiterhin ihre krummen Geschäfte betreiben können, denn die Behauptung:

            „der von Ihnen angesetzte Vergleich von Volllaststunden und Wirtschaftlichkeit ist nicht wirklich aussagekräftig. Bei PKW würde der Verbrauch als Kriterium für die Wirtschaftlichkeit auch nur Sinn machen, wenn zusätzlich die Anschaffungs- und sonstig Betriebskosten des PKW, sowie die Vergütung pro km (z.B. in Form einer Steuererstattung) bekannt sind.“ ist völliger ökonomischer Unsinn.

            Eine Windmühle, die der Stromerzeugung (zu jedem Zeitpunkt die variable Nachfrage deckend) dient, kostentechnisch mit einem PKW zu vergleichen, und zu behaupten, man könne die Wirtschaftlichkeit eines PKW nicht bestimmen, ist schwachsinnig.

            Die Stromherstellungskosten von Windmühlen sind nur von der tatsächlich während der Lebensdauer abgreifbaren Summe der kinetischen Energie der Luft abhängig und den Kosten für Herstellung, Betrieb und komplettem Abriß der Windmühlen einschließlich umweltgerechter Entsorgung der Baustoffe abhängig. Jeder BWL-Student kann das präzise spätestens ab dem 3. Semester berechnen. (Eigentlich müßten das ja schon die Abiturienten können, aber dank der Herabsetzung des Umfangs der Bildung können die meisten das nicht mehr)

            Was ein PKW kostet ist auch bekannt. Ist natürlich etwas komplexer, weil abhängig von den Orten und Straßen des Fahrens einschließlich der Parkgebühren auf Privatgelände (Parkhäuser …).

            Wenn der ann also das Gegenteil behauptet verfolgt er unlautere Ziele, wie es ja bereits die Windmühlenbefürworter seit Jahrzehnten betreiben, indem sie die wissentlich falsche Behauptung aufstellen, daß die Stromherstellung nach Nachfrage sehr bald billiger sein werde, als die konventionelle.

            Das blöde Volk glaubt den Schwachsinn, obwohl es wissen muß, daß es ohne konventionelle raftwerke nirgendwo auf der Erde geht.

             

             

          • „Die Stromherstellungskosten von Windmühlen sind nur von der tatsächlich während der Lebensdauer abgreifbaren Summe der kinetischen Energie der Luft abhängig und den Kosten für Herstellung, Betrieb und komplettem Abriß der Windmühlen einschließlich umweltgerechter Entsorgung der Baustoffe abhängig.“

            Hallo Herr Heinzow,

            da die Aufgabe nicht lautet eine unbestimmte Menge an Energie zu einem beliebigen Zeitraum ins Netz einzuspeisen, sondern zu einem vorab bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Leistung ins Netz einzuspeisen, müssen die Kosten der Speicherung bzw. die Kosten schnell regelbarer Gaskraftwerke mit dazu addiert werden. Darin liegt ja der Betrug: man kippt irgendwann irgendeine Leistung ins Netz und überläßt die Ausregelung anderen.

          •  

            besso keks 8. November 2018 um 15:40
            sondern zu einem vorab bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Leistung ins Netz einzuspeisen, müssen die Kosten der Speicherung bzw. die Kosten schnell regelbarer Gaskraftwerke mit dazu addiert werden.

            Sehr geehrter Herr besso keks,

            1. Die Aufgabe, Forderung an die „erneuerbaren“ ist nicht zeitgleich die passende, gewünschte Strommenge zum Verbrauch bereitzustellen, werfen Sie eine Blick in das EEG da steht eine andere Zielsetzung.

            2. Speichern kann man ja nichts von den „erneuerbaren“, es gab ja an noch keinen Tag einen Überschuss an Strom aus „erneuerbaren“ Quellen, deutschlandweit.

            3. Die gesamten Strommengen von den „erneuerbaren“ stand immer eine höhere Stromnachfrage in Deutschland gegenüber.

            4. Auch vor dem EEG sind die benötigten Strommengen starken Schwankungen unterworfen. Der Verbrauch schwankt an machen Tagen zwischen um die 40 GW hoch auf 75 GW und wieder zurück innerhalb von 24 Stunden. Das konnten die Konventionellen bereits vor 20 Jahren ausgleichen.
            .

          • „1. Die Aufgabe, Forderung an die „erneuerbaren“ ist nicht zeitgleich die passende, gewünschte Strommenge zum Verbrauch bereitzustellen, werfen Sie eine Blick in das EEG da steht eine andere Zielsetzung.“

            Mamma Mia – natürlich! Wind und Sonne können das nicht. das ist ja das Problem!

            „2. Speichern kann man ja nichts von den „erneuerbaren“, es gab ja an noch keinen Tag einen Überschuss an Strom aus „erneuerbaren“ Quellen, deutschlandweit.“

            -Schauen Sie mal die negativen Exportpreise an. Abregelung und die dabei entstehenden Kosten werden den konv. Kraftwerken untergeschoben.

            „3. Die gesamten Strommengen von den „erneuerbaren“ stand immer eine höhere Stromnachfrage in Deutschland gegenüber.“

            Jo, und die Kosten für die Abreglung jubelt man den konv. unter.

            „4. Auch vor dem EEG sind die benötigten Strommengen starken Schwankungen unterworfen. Der Verbrauch schwankt an machen Tagen zwischen um die 40 GW hoch auf 75 GW und wieder zurück innerhalb von 24 Stunden. Das konnten die Konventionellen bereits vor 20 Jahren ausgleichen.“

            Jo, mit einem Mix aus unterschiedlichen Kraftwerkstypen:

            Grundlast, Mittellast und Spitzenlast. Wo sehen sie den EE-Quatsch?

          •  

            besso keks 9. November 2018 um 0:00
            Mamma Mia – natürlich! Wind und Sonne können das nicht. das ist ja das Problem!

            Bekommen das die „erneuerbaren“ bezahlt, so wird das natürlich auch von den Erneuerbaren gemacht.

            ——————————

            besso keks 9. November 2018 um 0:00
            -Schauen Sie mal die negativen Exportpreise an.

            Die „erneuerbaren“ exportieren aber keine Strommengen, da deren eingespeiste Leistung immer unter der in Deutschland nachgefragten Energiemenge ist.

            ————————————
             

            besso keks 9. November 2018 um 0:00
            Jo, und die Kosten für die Abreglung jubelt man den konv. Unter.

            Abgeregelt wird nur wenn der Netzbetreiber seine Hausaufgaben nicht gemacht hat beim Netzausbau, das ist nicht Aufgabenstellung der EE-Anlagenbetreiber, das ist denen sogar per Gesetz untersagt eigene Leitungen zu verlegen.
            Wobei der Netzbetreiber das ja fürstlich mit über 9% garantierter Rendite bezahlt bekommt.

            ——————————

            besso keks 9. November 2018 um 0:00
            Grundlast, Mittellast und Spitzenlast. Wo sehen sie den EE-Quatsch?

            Werfen Sie eine Blick in das EEG da steht die Zielsetzung.
            Strom einspeisen in das Netz wenn man der Natur Energie entnehmen kann.
            Der Rest kommt von den Energiespeichern, Kohle, Gas usw.
            Das sollte man nach fasst 20 Jahren EEG bereits verstanden haben.
            .

          • „Bekommen das die „erneuerbaren“ bezahlt, so wird das natürlich auch von den Erneuerbaren gemacht.“

            Bekommen es den die „konventionellen“ bezahlt? Wie hoch ist der Betrag und wie setzt er sich zusammen?

            „Die „erneuerbaren“ exportieren aber keine Strommengen, da deren eingespeiste Leistung immer unter der in Deutschland nachgefragten Energiemenge ist.“

            Da EE nicht garantieren können, wann und wieviel sie welche Leistung ins Netz einspeisen, kommt jede Lieferung der EE unerwartet und ist daher „on top“. Was nicht gebraucht wird, kann nur exportiert werden.

            „Abgeregelt wird nur wenn der Netzbetreiber seine Hausaufgaben nicht gemacht hat beim Netzausbau“

            Der Netzbetreiber hat keine Hausaufgaben. Der Stromlieferant hat zu bestimmter Zeit eine bestimmte Leistung bereit zu stellen.

            „Werfen Sie eine Blick in das EEG da steht die Zielsetzung.

            Strom einspeisen in das Netz wenn man der Natur Energie entnehmen kann.“

            Das ist das Problem, wenn Gesetze von Volldeppen gemacht werden, deren Bildunglaufbahn sich im Umfeld von Politologie und Theaterwissenschaft, ergänzt durch Taxischein, abgespielt hat. Da wird halt techn./kaufm. unmögliches in Gesetzesform gebracht. Bezeichnenderweise hat man „vergessen“ die hierfür zulässige Kostenerhöhung auf eine Kugel Eis fest zu schreiben.

            „Das sollte man nach fasst 20 Jahren EEG bereits verstanden haben.“

            Wer nicht verstanden hat, daß das EEG ein Gesetz gemacht von Volldeppen ist, ist selbst einer…

             

    • Wer kommt denn auf die dumme Idee, den Braunkohlefraß mit dem Fundament eines Storchenschredders zu vergleichen? Da ist der Beschiss schon in der Fragestellung angelegt. Das eine wächst monoton. Das andere ist fix. Das eine liefert Leistung wenn benötigt. Das andere eher zufällig. Beim Kirchhoffschen Gesetz helfen dummerweise  keine Jahresenergiemengen. Also zumindest nicht, wenn man ein Stromnetz betreiben will.

       

    • @Hauser, @Heinzow

      „Bei der Braunkohle brauchen, verbraucht das Miniaturkraftwerk für die 3.000.000 kWh bereits 2.600 Tonnen im Jahr am Material.“

      Merke:

      Mit der Kernenergie braucht man (in Russland) zur Erzeugung von  3.000.000 kWh   nur jeweils etwa 3 Kg Natururan. (Die sinnvolle Lebensdauer der Kraftwerke liegt allerdings nur zwischen 60 bis 100 Jahren!) 

      • Mir müssen Sie das nicht erzählen, ich kenne mich da bestens aus, Herr Wolff.

        Nur mit der Uran-Nutzung bin ich nicht einverstanden. Thorium als „Kernbrennstoff“ verursacht weniger gefährlichen und langlebigen „Müll“ als die U238/235-Kraftwerke. Ist zwar teurer, aber immer noch um den Faktor 3 billiger als der Windmühlen- und Siliziumzellenschwachsinn dummer Bürger, die nach der 11. Klasse Physik wegen Doofheit abgeben durften.

        Was die Lebensdauer der Reaktoren betrifft, habe ich bzgl. der Sicherheit so meine Zweifel nach 60 Jahren. Durch die Neutronen und y-Strahlung verliert der Stahl an notwendiger Elastizität. Man kann die Behälter m.W. allerdings entsprechend dickwandig bauen.

        Da aber Politiker Entscheidungen treffen und nicht die Fachleute, kommt nie was Gutes heraus.

        Kann man jetzt an der Kohlenstoffteileangst in Dieselmotoren erkennen, wo erst Recht gefährliche Teilchen hinten raus kommen, obwohl man die größeren locker komplett herausfiltern könnte, was aber die osten nach oben treiben würde bei den ohnehin teuren Dieseln, die meist komplett unrentabel für die käufer sind, weil die Rentabilität von der jährlichen Fahrleistung abhängt. Und die ist bei den meisten Autobesitzern geringer als die Rentabilitätsfahrleistung.

        Ich hab mir immer nen Benziner gekauft und bin damit allerbestens gefahren.

         

      •  

        Ulrich Wolff 7. November 2018 um 11:39
        Mit der Kernenergie braucht man (in Russland) zur Erzeugung von 3.000.000 kWh nur jeweils etwa 3 Kg Natururan. (Die sinnvolle Lebensdauer der Kraftwerke liegt allerdings nur zwischen 60 bis 100 Jahren!)

        Nur mit 3 Kg Natururan hat man noch kein einziges kWh Strom, da muss erst mal richtig was Materialeinsatz, Materialverbrauch erfolgen bis das erste kWh Strom kommt.
        Wenn alles vorbei ist braucht man auch nochmal richtig was an Material und Ressourcen auf Jahrhunderte, Jahrtausende.
        ——————–
        Man kann sich natürlich über Russische Kernkraftwerke unterhalten, keine Frage nur sind die Zahlen und Kosten etwas intransparent, unter Verschluss, Staatsgeheimnis.

        Nur mal so eine Zahl, das neue AKW das die Russen in der Türkei bauen bekommt eine Einspeisevergütung von über 0,12 US$/kWh für einen großen Teil der Strommenge.

        Eine neue Photovoltaikanlage macht den Strom in der Türkei für um die 0,04 US$.
        Nun kann das AKW eigentlich nur noch von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang Strom verkaufen, also in der Nacht.
        Ob da die Nachtstunden ausreichen um einen AKW-Neubau zu finanzieren ist mehr als fraglich.

        Deshalb hat ja auch die Türkei bereits Strafzölle auf PV-Module eingefügt um die Investition der Russen vor den billigen PV-kWh‘s zu schützen.
        .

        • Herr Hauser ich bewundere ihre Sachlichkeit und den Fokus auf Fakten trotz der ständigen Beleidigungen der anderen Kommentatoren.

          Jeder kann seine Meinung zu einem Thema haben. Ich freue mich aber in einer Diskussion neue Informationen zu erlangen und nicht ständig hören zu müssen, welche politische Gesinnung jemand nicht mag oder dass ständig Banalitäten wiederholt werden (nachts dunkel….)

          Bitte machen Sie weiter so

    • Herr Hauser, ich empfehle Ihnen, die Grundlagen der Stromerzeugung mit Hilfe von Windmuehlen zu studieren.

      Betz, A. (1926) Wind-Energie und Ihre Ausnutzung durch Windmühlen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen,

      waere schon ein guter Einstieg.

  10. Das Kernproblem der gesamten sog. Energiewende besteht in einem Missverständnis der Demokratie und dem Missbrauch von Meinungsmehrheiten. Es gibt im menschlichen Zusammenleben Bereiche, wo es nicht auf Meinungsmehrheiten, sondern allein auf Fachkompetenz ankommt. Das gilt nicht nur für den Bereich Medizin, sondern auch für andere lebensnotwendige Bereiche, wie der Energieversorgung eines ganzen Staates.

    Die für eine sichere Energieversorgung zu fällenden Entscheidungen werden inzwischen Biologen und mit Eiskugeln jonglierenden Politikern überlassen, die sich nicht nur mit ihren Sprach- und Formulierungskünsten, sondern mit wohl ausgefeilten Lügen Mehrheiten beschaffen und an den sog. Gutmenschen appellieren.

    Hinzu kommen noch an sich sachverständige Fachleute, auch Professoren (H. J. Wagner: Wie sauber sind die Weißen Riesen?), bei denen sich „weiße Riesen“ (man könnte sie auch bei Betrachtung ihrer Entstehungsgeschichte beginnend mit der Eisenerzeugung im Hochofen „weiß getünchte Dreckswindräder“ nach modernem Sprachgebrauch für konventionelle Kraftwerke bezeichnen) in 3 bis 6 Monaten energetisch amortisieren, statt in Wirklichkeit 5 bis 10 Jahre anzusetzen. Man tut, als weht der Wind so, das das Windrad ununterbrochen seine Nennleistung abgibt.

    Solche Verdrehungen sind für den Normalbürger nicht nachvollziehbar, genau so wenig, wie bei einer Herzoperation eine Herz-Lungen-Maschine funktioniert. Genau genommen muss das ja auch die Mehrheit der Bürger nicht wissen, der Mensch ist zum Glück so angelegt, dass er auch den Bereich des Vertrauens kennt, wie auch immer sein Bild zu einem bestimmten Arzt zustande gekommen ist.

    Und so kommen wir zum Hauptproblem der sog. Energiewende: Interessierte Kreise, dazu zählen Politiker und solche Menschen, die an einer entsprechenden Geschäftsentwicklung interessiert sind, missbrauchen das Vertrauen der Bürger mit vorgespielten Szenarien, die sie entweder trotz Überblickens oder bei denen sie bei einem Nichtüberblicken mangels Fachkenntnissen die Unwahrheit verbreiten, um rein persönliche Ziele durchzusetzen (Wiederwahl, gesetzliche Vergütungen usw.).

    Das jeweilige Ansinnen wird dann noch mit einem hehren Ziel ausgestattet, dem sich zunächst kein Mensch widersetzen kann. CO2-Vermeidung durch Stilllegen von thermischen Kraftwerken, ein gezielter Sprachgebrauch, nämlich „Decksschleudern“ ist dabei schnell kreiert und soll von der Gesamtproblematik ablenken.

    Die Bürger werden die so auf den Weg gebrachte Energiekatastrophe der sog. Energiewende erst verstehen, wenn sie die Auswirkungen richtig an Ihrem Geldbeutel spüren oder Strom plötzlich nicht mehr rund um die Uhr verfügbar ist. Das Fatale daran ist, dass das Wiedereinrichten einer stabilen Energieversorgung auch mit einer Zeitkonstanten einhergeht, die in der Größe derer liegt, die zur die Vernichtung der sicheren Energieversorgung geführt hat.

    Vielleicht ist das Ziel ja wirklich eine Transmission der Gesellschaft, so wie es Schellnhuber zu seinem Plan gemacht hat. Nur, wie will jemand, der derart Großes im Schilde führt, die Schäden wieder gut machen (können), wenn sich seine Gedankengänge als falsch herausgestellt haben? Eine solche Verantwortung kann kein Mensch tragen, nur die Endlichkeit der Lebenszeit wird einer derart großen Verantwortung ein Ende setzen.

    Vielleicht ist es besser, jeweils der zukünftigen Generation die Steuerung der sie betreffenden Lebensumstände zu überlassen und nicht mit Computer-Spielen und Computer-Projektionen die Menschen in Panik zu stürzen und gleichzeitig das Allerheilmittel für die Abwendung von Lebensgefahren gleich mit anzubieten.

    Wissenschaft verdient nur dann ihre Bezeichnung, wenn sie mit Verantwortlichkeit betrieben wird. Dazu gehört das laufende Hinterfragen der eigenen Gedankengänge und Überprüfen auf deren Richtigkeit. Überzeugung lebt auch davon, ob man selbst so zu handeln bereit ist, wie man es von anderen wünscht. Wer wie Herr Schellnhuber freigesetztes CO2 anprangert, selbst aber 100 Mal im Jahr das Flugzeug (wegen seiner gesellschaftlichen Wichtigkeit) benutzt, zählt mit Sicherheit nicht zu den Menschen, die CO2 vermeiden wollen. Dies kann man sinngemäß auch für eine große Zahl sog. Öko-Politiker anwenden.

    • Sehr geehrter Herr Prof. Puschner,

      es war eine Freude Ihren Kommentar zu lesen. Sie adressieren m.M. nach punktgenau die bestehenden Probleme. In Ihrem eingangs formulierten Kernproblem würde ich noch weitergehen: Ich glaube nicht daß die Handelnden die Demokratie mißverstehen, sondern daß sie diese willentlich mißbrauchen. Verdächtig ist auch, daß die Protagonisten der Meinungsmehrheit gern auf diese verzichten wenn es an’s eigene Leder geht. Keiner würde sich wohl unter das Messer eines Chirurgen schellnhuber’scher Prägung legen.

      Was meiner Meinung nach in unserer Demokratie fehlt, ist der Straftatbestand des Amtsmißbrauchs im öffentlichen Bereich. Es sind doch die sakrosankten Politiker, die als erste – durchaus zurecht – Mord und Brand schreien, wenn in der Wirtschaft auf höchster Ebene massives Fehlverhalten aufgedeckt wird. Im Gegensatz zum Politikbereich stehen dann aber Kohorten von Staatsanwälten auf der „Matte“ und ermitteln wegen des Tatverdachts der Untreue. Dies fehlt in der Politik und ich bin überzeugt, wenn es diesen Straftatbestand gäbe, hätten wir auch andere Politiker,- weniger professionelle Blender, mehr sachkundige Macher.

    • Lieber Kollege Puschner,

      die von Ihnen angegebene Zahl zur energetischen Amortisation „von 5 bis 10 Jahren“ wurde Ende der 1980er diskutiert – aber ohne Angabe einer Literaturquelle bleibt das eine Behauptung.

      Studien auf der Basis von WEA die in den 1990er entwickelt wurden gehen von einer energetischen Amortisation von unter 2 Jahren aus (z.B. Pick_1998), für WEA die ab 2000 entwickelt wurden werden Amortisationszeiten von unter 1 Jahr angenommen (z.B. Zimmermann_2011).

      Selbst die oft zitierte Studie von Weißenbach geht – auf der Basis der E66, einer WEA die vor über 20 Jahren entwickelt wurde – von einem EROI für die WEA von 16 aus (S. 217) – auch das entspricht einer energetischen Amortisation von unter 2 Jahren.

      Mit freundlichen Grüßen

      Prof. Dr.-Ing. Jens Fortmann

      • @Jens Fortmann:

        Eine WKA mit 3 MW ksotet an einem Waldstandort in Baden-Württemberg rund 6 Mio Euro. Sie erzeugt (unter optimistisch angenommenen 2000 Volllaststunden) 6000 MWh Strom im Jahr. Dieser Strom ist bei durchschnittlichen 30 Euro/MWh Börsenpreis rund 180.000 Euro wert. Sie behaupten also, eine Windkraftanlage, die 6 Millionen Euro kostet, hätte sich durch die Erzeugung von Strom im Wert von 180.000 Euro ‚energetisch amortisiert‘.

        Da sind noch keine Unterhalts-, Wartungs- und Rückbaukosten berücksichtigt, und das Windrad bräuchte schon mehr als 30 Jahre, also weit mehr als seine Lebensdauer, um sich ökonomisch zu amortisieren. Und Sie behaupten jetzt ernsthaft, es würde sich energetisch nach 1 Jahr amortisieren? Entweder haben die Verfasser solcher ‚Studien‘ Probleme mit den Grundrechenarten oder sie haben wesentliche Positionen mal einfach ‚vergessen‘! Eine derartige Diskrepanz jedenfalls ist absolut unplausibel!

        • Ihre Daten sind veraltet. Sowohl das von ihnen genannte Invest als auch der Ertrag und der Börsenerlös entsprechen nicht mehr der Realität. Bitte verwenden Sie aktuelle Marktdaten, um ihrer Aussage mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen

          • @ C. Hansen:

            Wie kommen Sie darauf? Das sind konkrete Daten aus Baden-Württemberg aus dem Jahr 2017/18 ! Sowohl was die Kosten einer 3 MW Windkraftanlage an einem bergigen Wald-Standort (die Regel in BW) als auch den Stromertrag angeht, wobei 2000 VLS noch schöngerechnet sind! Und der Börsenpreis ist mit rund 30 Euro/MWh im Jahresmittel ja auch allgemein bekannt, auch sicher Ihnen.

            Ein Windrad braucht je nach Standort also rund 25 – 75 Jahre, wenn man Wartung und Rückbau einrechnet, um sich in Deutschland zu amortisieren. Deshalb muss der Windradstrom ja mit dem Dreifachen des eigentlichen Wertes subventioniert werden. Dann dritteln sich die Amortisationszeiten und die meisten Windräder rechnen sich fürs Großkapital, das dank der extremen Subvention profitiert. Dass dennoch (siehe Dahlendorf) eine beträchtliche Zahl WKA trotzdem noch Verluste ‚erwirtschaftet‘ und dabei sind auch neueste Anlagen (z.B. Schurwald, Baden-Württemnerg), beweist, dass die von mir genannten Zahlen absolut korrekt sind – und das Märchen von der ‚energetischen‘ Amortisation in einem Jahr einfach nur üble Volksverdummungspropaganda und Junk-Science ist. Massenweise prostituieren sich Wisssenschaftler heute für politische Zwecke.

          • Bitte schauen Sie die Preise von diesem Jahr und die Futures an. Die 30 €/MWh passen nicht mehr. Und welche neue 3 MW-Anlage hat <=2000 VLS? Woher haben Sie diese Info?

          • Lieber Herr Wanninger,

            hier die nachprüfbaren Daten zum von Ihnen als Referenz genannten Windpark Goldboden im Schurwald:
            Kosten: 18,4 M€ für 3x Nordex N131 3.3MW mit 164 m Nabenhöhe, das ergibt 18,4/9,9 = 1860 €/kW (Quelle: Stuttgarter Zeitung).

            Die Volllaststunden lassen sich aus dem Ertrag berechnen, das sind 8800 MWh pro WEA /3.3 MW = 2666 h (Quelle: s.o.). Dies entspricht einer mittleren Windgeschwindigkeit von 5,7 m/s auf Nabenhöhe. Der Wert lässt sich plausibilisieren, wenn man die vermessene Leistungskurve in die Excel-Berechnung auf der Seite „Windenergie im Binnenland“ in das zugehörige Berechnungsblatt einträgt. Bei 5,7 m/s mittlerer Windgeschwindigkeit ergeben sich 8800 MWh.

            Der Mittlere Börsenstrompreis der Jahre 2017 und 2018 betrug 3,4 Ct/kWh (Quelle: BDEW Strompreisanalyse, S.42).
            Aus ihrer Berechnung einer „fiktiven Amortisationszeit“ (Investitionskosten / Ertrag pro Jahr) = 18,3 M€ / 3 WEA / (8800 MWh x 3,4 Ct/kWh) ergeben sich 20,6 Jahre. (mit ihren gerundeten Zahlen kamen Sie auf 33,3 Jahre.) Dies also für einen Standort mit sehr hohen Nebenkosten (Pfahlgründung, am Berg, Wald, sehr hoher Turm) einer sehr niedrigen mittleren Windgeschwindigkeit, sowie einem veralteten WEA-Typ (3 Jahre alt). In den letzten Jahren gingen die Energiekosten der WEA (LCOE) jährlich um etwa 4% zurück, in Folge der Umstellung auf das Ausschreibungsverfahren hat sich diese Entwicklung noch beschleunigt. Aktuelle WEA (z.B. Senvion 3.4M140 oder Nordex 148-4.5) sind für deutlich über 3000 Vollaststunden ausgelegt.

        • Lieber Herr Wanninger,

          sie verwechseln hier wirtschaftliche und energetische Amortisation.

          Bei einer Vergütung von 3 Ct/kWh wäre eine WKA in Süddeutschland mit den von ihnen angegebenen Kenndaten nicht wirtschaftlich zu betreiben. Allerdings wäre auch der Neubau irgend eines anderen Kraftwerkstyps so nicht finanzierbar.

          Das Konzepts der energetischen Amortisation ist in den angegebenen Studien gut erläutert . Unter der Abkürzung LCA (Life Cycle Analysis) finden sich international viele Untersuchungen zu diesem Thema. In Deutschland gibt eine Zertifizierung der von Zimmermann_2011 aufgeführten Methodik durch den TÜV Rheinland.

          • Windmühlen sind ohne zwangsweise Subventionierung nicht amortisationsfähig, nirgendwo auf den Kontinenten.

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