Ein von Energie befreiter Lebensstil: zu wenig Nahrung, kein sauberes Wasser, kein Strom, kein Zugang zu Gesundheits­vorsorge usw.

DAS lebensspendende Spurengas: CO2. Bild: Bernd Wachtmeister / pixelio.de

Dr. Klaus L.E. Kaiser
Der Energiebedarf für das gesamte Einfang-und-Speicher-System wäre drei bis fünf mal so hoch wie die Energiemenge, welche man direkt aus dem Treibstoff auf Kohlenstoffbasis erzeugen könnte.
Das „Kohlenstoff-Einfang-Syndrom [Carbon Capture Syndrome]
Verschwendung von (fossil erzeugter) Energie durch sinnfreie „Rettet-das-Klima“-Programme: an sich steht das CCS-Acronym für Carbon Capture and Storage“. Ich habe mir erlaubt, dieses „CCS“ etwas anders zu interpretieren.

Kohlenstoff“ – was auch immer

Natürlich ist mit diesem Unsinn von „Kohlenstoff“-Speicherung in Wirklichkeit immer „Kohlendioxid“ gemeint und nicht der elementare Kohlenstoff wie in Kohle oder Diamanten, auch nicht Kohlenstoff enthaltende Treibstoffe. Für alle Leser ohne Chemie-Hintergrundwissen sei erwähnt, dass dieser Unterschied gleichbedeutend ist mit den Unterschieden zwischen „Tag und Nacht“ oder „Himmel und Hölle“. Um hierauf nicht lange herumzureiten, wollen wir einmal so tun, als seien „Kohlendioxid“ und „Kohlenstoff“ Synonyme.

Im Collins Dictionary heißt es: „CCS ist eine Technologie, um zu verhindern, dass große Mengen Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt werden. Dabei trennt man Kohlendioxid von den anderen Emissionen und leitet es in geologische Formationen ein. CCS meint das Einfangen und Speichern von Kohlendioxid aus Emissionen, um es nicht in die Atmosphäre gelangen zu lassen“.

Um zu unterstreichen, was gemeint ist: die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften hat jüngst ihre Entscheidung bekannt gegeben, den Nobelpreis für Wirtschaft 2018 an William Nordhaus und Paul Romer zu verleihen für ihre Arbeit, die „half, fundamentale Fragen zu beantworten, wie man langfristiges, nachhaltiges Wachstum erhalten und das menschliche Wohlergehen fördern könnte“.

Sowohl Nordhaus als auch Rohmer sind eifrige Verfechter davon, „Kohlenstoff mit einem Preis zu belegen“, also mit einer neuartigen Steuer für alle Verbraucher irgendwelcher Kohlenstoff enthaltender Materialien. Auf der Website Carbon-Price.com heißt es: Nordhaus zufolge „ist Klimawandel eine spezielle Art ökonomischer Aktivität, welche bekannt ist als globale öffentliche Güter“. Um das Problem zu lösen, „sollten zumindest alle Länder vereinbaren, Kohlenstoff und andere Treibhausgas-Emissionen mit einer Strafsteuer zu belegen in Höhe eines vereinbarten Mindestpreises“.

Des Weiteren behauptet Nordhaus: „Dieser Schattenpreis sollte tatsächlich die Kosten repräsentieren, welche das Freisetzen von Kohlendioxid in die Atmosphäre ausmachen. Und damit wird Klimawandel plötzlich zu einem Problem, dem man mit den Mitteln der Ökonomie begegnen kann“.

Meiner Ansicht nach ist diese Behauptung hinsichtlich der „Kosten“ nichts weiter als das Befürworten eines Lebensstils ohne Energie für die Mehrheit der Menschheit, begleitet von fortgesetztem Nahrungsmangel, ohne sauberes Wasser, ohne Energie, ohne Gesundheitsvorsorge usw.

Warum dieser Krieg gegen Kohlenstoff?

Der Gedanke hinter CCS setzt voraus, dass dieses unsichtbare Spurengas, Kohlendioxid genannt, chemische Formel CO2, gegenwärtig zu 0,04% in der Luft enthalten, die ganze Welt rösten wird, falls dessen Zunahme nicht angehalten wird. Tatsächlich rufen die wirklich „weisen Männer“ (und genauso „weise Frauen“) nicht nur nach einem Stopp jedweden Verbrennens von Treibstoffen auf Kohlenstoffbasis (wie Erdgas, Kohle, Öl oder Dung). Stattdessen rufen sie tatsächlich nach der Anwendung von Technologien, um dieses „teuflische“ Gas aus der Atmosphäre zu entfernen – koste es, was es wolle.

Zum Beispiel haben verschiedene kanadische Regierungs-Institutionen derartige „Rettet-die-Welt“-Enthusiasten angefeuert, mit vermutlich großzügigen finanziellen Zuwendungen Pläne zu entwickeln, welche „kostenlose“ oder „freie Energie“ oder andere erderschütternde Vorteile versprechen. Zum Beispiel wird auf der Website Carbon Engineering behauptet: „Direct Air Capture (DAC) ist eine Technologie, welche atmosphärische Luft bearbeitet, das CO2 daraus entfernt und es reinigt. Die DAC-Technologie bewirkt dies in einem geschlossenen Kreislauf, in welchen einzig Wasser und Energie eingehen und ein Strom sauberen, komprimierten CO2 herauskommt“.

Ja wirklich, all die Technologien sind vorhanden, um all das zu bewerkstelligen; es gibt absolut kein technologisches Problem damit. Allerdings gibt es einen (nicht so geringen) Vorbehalt.

Der Vorbehalt

Jener Vorbehalt: Man braucht (viel) mehr Energie, um das zu bewirken, als man mit unserem Verbrennen von Kohlenstoff-Treibstoffen erzeugen kann. Nach einer groben (eher am unteren Ende liegenden) Schätzung denke ich, dass der Energiebedarf für das gesamte Einfang-und-Speicher-System drei bis fünf mal so hoch wäre wie die Energiemenge, welche man direkt aus dem Treibstoff auf Kohlenstoffbasis erzeugen könnte. Das ist also eindeutig nicht gerade eine vernünftige Art (jedweden Typ von) Energie zu verbrauchen. Vielmehr ist das genaue Gegenteil der Fall, nämlich eine phantastische Verschwendung derselben.

Natürlich muss man nicht einmal mehr die Grundlagen von Wissenschaften wie Chemie, Mathematik und Physik zu verstehen, um heutzutage ein hochrangiger Politiker zu werden. Vielleicht ist dieser Umstand sogar eine (ungeschriebene) Voraussetzung für einen Kabinettsposten? Man kann eigentlich nur auf diese Gedanken kommen, wenn man einige Repräsentanten der Regierung (und viele Andere) so reden hört.

Allerdings denke ich, dass das antike Rechtsprinzip „Im Zweifel für den Angeklagten“ ein altehrwürdiger Weg ist, die Gesellschaft mit einem Anker der Gerechtigkeit zu versehen. Schließlich hat sich dieses Prinzip in der westlichen Welt seit Jahrtausenden bewährt, nämlich seit der Zeit von Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.). Jetzt aber zurück zu CCS und dem CCS-Syndrom.

CCS = Energieverschwendung

Folgt man dem CCS-Gedanken (nach der Collins-Definition), wäre dies eine gigantische Verschwendung von Ressourcen und Mühen, was – selbst bei weit verbreiteter Anwendung – keinerlei Unterschied bzgl. „Klimawandel“ ausmachen würde. Wenn es überhaupt etwas bewirken würde, dann dass viele der ärmeren Länder der Welt noch weniger Energie zur Verfügung hätten.

Was die ärmeren Nationen auf dieser Welt wirklich brauchen, ist nicht weniger, sondern mehr zuverlässige und bezahlbare Energie. Anstatt (mit fossilen Treibstoffen erzeugte) Energie für idiotische „Rettet-das-Klima“-Programme zu verschwenden, sollte man diesen Ländern Energie in Form von Kohle, Öl oder Erdgas spenden.

Dr. Kaiser is author of CONVENIENT MYTHS, the green revolution – perceptions, politics, and facts convenientmyths.com

Link: https://www.iceagenow.info/an-energy-deprived-lifestyle-with-a-lack-of-food-clean-water-energy-access-to-health-services-etc/

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4 Kommentare

  1. Wer das CO2 BESTEUERN will, der will nur eines…eine NEUE STEUER einführen um die Menschheit weiter ausbluten zu lassen…um die Freiheit einer Gesellschaft dem Diktat von Willkür und Ideologie zu unterwerfen!

    Eine CO2 und Kernenergiefreie freie Gesellschaft ist eine UNFREIE Mangel- Armut…Sklavengesellschaft!

     

  2. Es ist so einfach, alleine per 1.Hauptsatz den Unsinn des CCS zu widerlegen und am Ende zeigt sich die evolutionäre Entwicklung unserer Energiesysteme als einzige vernünftige Lösung. Die besteht aus einem möglichst breiten Energiemix mit zugehörigem Verteilsystem, welche auf die regionalen Verhältnisse zugeschnitten ist. Da der Bedarf  nach kostengünstiger und umweltschonender Energie  weltweit wächst, führen alle Wege zur Kernenergie. Da hatte doch ein gewisser O.Hahn vor längerem irgend etwas gefunden? :<)

     

     

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