Diese Diesel-Einigung ist oberfaul

Dieselpolitik auf den Schrotthaufen; © Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Die Regierenden wollen offensichtlich partout abgewählt werden.
von Klaus-Peter Krause

Die Bundesregierung lässt über 15 Millionen Diesel-Fahrer im Stich. Auch jene knapp 10 Prozent unter ihnen, denen beim Neukauf eines Autos mit noch besserer Abgastechnik eine Wechselprämie oder eine Nachrüstung auf Herstellerkosten winkt. Denn beim Neukauf müssen sie trotz Prämie tief in die Tasche greifen und beim Altwagen einen zu hohen Wertverlust erleiden. Und wer sein Diesel-Auto nachrüsten lässt, erleidet bei seinem nachgerüsteten Fahrzeug ebenfalls einen zu hohen Wertverlust, weil bei der politischen Hatz auf den Diesel solche Fahrzeuge kaum noch verkäuflich sind. Die Bundesregierung und andere Politiker der Altparteien fügen allen Diesel-Eigentümern in Deutschland schwere Vermögensverluste zu und beschädigen eine glänzende deutsche Technik und damit einen Teil der deutschen Autoindustrie, die eine tragende Säule der deutschen Volkswirtschaft ist und zwar in der Beschäftigung, im Umsatz und in der Steuerkraft.

Diese Politiker wollen nicht erkennen oder nicht zugeben, dass sie mit den überzogenen Abgasvorgaben großen Mist gebaut haben, und schon gar nicht, dass die Diesel-Hatz und Diesel-Abgas-Skandalisierung verständlich erst wird – Achtung: Verschwörungstheorie – als ein geschickt inszenierter Anschlag auf die deutsche Autoindustrie, geführt teils von besessenen Umweltschutzfanatikern, teils von Konkurrenten der deutschen Autoindustrie, teils von Politikstrategen mit dem Ziel „to keep the Germans down“.

Nochmals: Vernünftig wäre, nirgends Fahrverbote für Diesel zu verhängen, keine Nachrüstung zu erzwingen und die Euro-6-Norm nur für Neuwagen gelten zulassen. Fahrverbote sind sachlich durch nichts gerechtfertigt. Wenn die Diesel-Autos mit der Euro- 4- und 5-Abgasnorm ohne Nachrüstung weiterhin fahren, bis sie ihr natürliches Ende finden, wird durch diese Abgase kein Mensch zu Schaden kommen oder gar zu vorzeitigem Tod gebracht. Am Arbeitsplatz sind 24mal mehr Stickoxide erlaubt als draußen.

Was in Berlin jetzt herausgekommen ist, ist oberfaul. Volker Bouffiers Getön, mit dem Maß­nah­men­bün­del ha­be die gro­ße Ko­ali­ti­on Hand­lungs­fä­hig­keit be­wie­sen, beweist in Wirklichkeit Realitätsverlust. Der hes­si­sche CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de ­Mi­cha­el Bo­dden­berg ap­pel­lier­te gar an die „Ver­ant­wor­tung der Au­to­kon­zer­ne, die hier die Chan­ce ha­ben, ver­lo­re­nes Ver­trau­en zu­rück­zu­ge­win­nen“. Wenn jemand verlorenes Vertrauen zurückgewinnen muss, dann sind das vor allem die Politiker. Die Regierenden wollen offensichtlich partout abgewählt werden. Wäre dem wirklich so, wäre das immerhin eine befreiende Wohltat, um weiteren Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, ihre ganze Kraft für dessen Wohl einzusetzen und damit die Artikel 56 und 64 des Grundgesetzes endlich ernst zu nehmen.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors hier

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27 Kommentare

  1. Der medizinische Grenzwert für NO2 liegt bei 20.000 µg/m³ (1 NO2 Molekül auf 100.000 Luftmoleküle).  In der Schweiz wird eine maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert) von rund 10.000 µg/m³ zugelassen, in Deutschland knapp 2.000 µg/m³. Politiker der EU haben mit Zustimmung der Bundesregierung den Grenzwert in Strassen auf 40 µg/m³ (1 NO2 Molekül auf 50.000.000 Luftmoleküle) gedrückt, ohne einen Nachweis für irgendwelche Gesundheitsschäden zu haben. Im Gegenteil. Es soll medizinische Untersuchungen geben, die zeigen, dass NO2 in einigen Enzymen wichtige Körperfunktionen steuern, so z.B. die Erektion des männlichen Gliedes. Bei Mangel, und der liegt bei diesen niedrigen Grenzwerten vor, gibt es gesundheitliche Probleme, bekannt unter Mangelkrankheiten.

    • Damit dürfte klar sein, warum Deutschland sich selbst abschafft. Kein NO2, kein Schweif, kein Nachwuchs. Konsequenz: Diesel raus, Adblue-Tanks in die Mülltonnen (Achtung: Mülltrennung) und Vollgas.

      Wer sagt es Frau Merkel? Oder sollte sie vergessen haben, how to run natural reproduction?

    • Diese Info sollte man in Stuttgart streuen, vor die sich hier evtl. ins eigene Knie schießen. Laut Tagespresse von heute haben die Stuttgarter die geringsten Fehltage wegen Krankheit. Sind also die gesündesten Bewohner in Baden-Württemberg! Aber vielleicht will die grüne Politk dies ändern und die Stuttgarter sägen voll Eifer und Begeisterung mit an dem Ast… da gibt es auch einen Spruch von Berthold Brecht dazu.

      Nebenbei, das hieße, dass Grüne Politik nicht nur Dumm sondern auch Impotent macht!

  2. Hallo Freunde des Dieselmotors,
    ich habe kein Auto mit Dieselmotor, aber eins mit Ottomotor.
    Ich würde mir auch nie einen PKW mit Dieselmotor kaufen.
    Ich meine das der Dieselmotor ein idealer Motor für Nutzfahrzeuge,
    Baumaschinen, Trecker usw. ist. Im normalen Verkehr ist er
    ein Krachmacher erster Klasse. Sparen tut er nur, wenn er fährt.
    Ein PKW steht aber meistens nur rum. Ich habe sonst nichts gegen
    den Diesel-PKW. Die politische Kampagne die jetzt läuft ist ja völlig
    hirnlos.
    Mein eigener PKW ist ein ****. Er hat seine Erstzulassung am
    20. Februar 2000 erlebt und ist nach 100000 km Fahrstrecke äußerlich
    und innerlich in einem Zustand als wäre er fabrikneu. Das Fabrikat
    nenne ich hier nicht, teile euch aber die Farbe des Wagens mit :
    Verde Plutone.
    Ich Fahre seit 40 Jahren dieses Fabrikat und war immer zufrieden.
    Nun hat dieser Wagen eine hydr. Servolenkung. Dazu gehört eine
    Hydraulikölpumpe und ein Vorratsbehälter für Hydrauliköl. Bis hier
    ist alles normal. Auf der Druckseite der Ölpumpe befindet sich ein
    Drucksensor, der zur Motorelektronik verdrahtet ist.
    Der Verwendungszweck liegt im Nebel. Eine Signalisierung zu geringen
    Öldrucks zum Armaturenbrett gibt es nicht. Welchen Verwendungszweck hat
    die Motorelektronik für den Öldruck der Servolenkung. Ich weis es nicht
    sicher. Es ist aber möglich aus einem veränderlichen Öldruck auf die
    Betätigung der Lenkung zu schließen. Das wäre für die Abgasmessung ASU
    von Interesse. Mein Fahrzeug hat die Abgasklasse 4.
    Vielleicht hat ja einer der Leser nähere Information darüber.
    Das Fahrzeug hat ja eine Zulassung vom Kraftfahrtbundesamt. Da sind
    doch Fachleute beschäftigt, die sofort bei Schmuh eingreifen würden.
    Es kann doch nicht sein, dass man vor 18 Jahren schon Schmuh gemacht
    hat.
    MfG Horst Maler

      • Lieber besso keks,

        wenn das denn Dein Name ist. Ich würde ja gerne mehr zur Funktion des

        Drucksensors erfahren. Aber Du weist anscheinend auch nichts.

        Zur Erinnerung, Du sagtest schon mal :

        „wußte gar nicht, daß es in Bremen intelligentes Leben gibt…“

        • Lieber Horst Mahler (falls das der richtige Name ist),

          der Drucksensor nimmt üer die Motorsteuerung Einfluß auf die Gemischaufbereitung.

          Die Betätigung dr Servolenkung, z.B. im Leerlauf und im Stand würde aufgrund des Leistungsbedarfs der Pumpe den Motor abwürgen. Daher wird das Gemisch angepaßt.

          Hoffe geholfen zu haben. Soll kein Bremer sagen können, ich hätte kein Mitleid 😉

          • Lieber besso,

            hat man das Dir bei einer Werkstatt dieser Marke oder anderswo erzählt ?

            Der Motor hat selbst eine Drehzahlregelung der die Drehzahl auf 800 U/min

            im Leerlauf hält. Das hat nichts mit der Lenkung zu tun.

    • Auch wenn das nicht hierher gehört:

      M.W. liefert der Drucksensor dann ein Signal, wenn der Druck in der Servolenkung über einen bestimmten Wert ansteigt; z.B. bei Betätigung der Lenkung im Stand (Einparken). Es wird dann die Leerlaufdrehzahl des Motors etwas angehoben, um der Pumpe der Servolenkung die Arbeit zu erleichtern.

       

      • Hallo Stefan Steger,

        das hat man Dir doch bei einer Werkstatt der Marke oder anderswo erzählt.

        Im Normalbetrieb des Fahrzeug ist der Druck durch die höhere Drehzahl des Motors

        immer erhöht. Da hilft die Erhöhung der Leerlaufdrehzahl nichts. Man Parkt doch nicht mit Leerlaufdrehzahl ein.

        Horst Maler

          • Hallo Stefan Steger und besso keks

            Sie haben gut gesucht, aber Sie sind nicht auf die naheliegendste Lösung des Problems gestoßen. Besso Keks schreibt schon etwas von Gemischanpassung. Da liegt er schon ganz richtig. Wenn ich an meinem Auto im Stillstand die Lenkung betätige passiert bei der Drehzahl garnichts. Die wird ja auf 800 U/min gehalten wenn das Gaspedal nicht betätigt wird. Die Ölumlaufmenge ist dann bei 800 U/min konstant, bei anderen Drehzahlen proportional zur Drehzahl.

            Mein Verdacht ist ja folgender :

            Der Drucksensor signalisiert  höheren oder veränderlichen Druck als im Stillstand wenn das Fahrzeug fährt. Damit ist der Betriebsunterschied zwischen „Fahren“ und „Abgasmessung ASU“ klar festgestellt und die Motorelektronik kann für die ASU eine Gemischanpassung generieren, die das gewünschte Ergebnis herstellt. Ich hoffe ihnen leuchtet die Ähnlichkeit zu den amerikanischen Vorfällen ein, nur das diese Dinge schon seit langem in Deutschland gemacht wurden.

            MfG. Horst Maler

             

             

  3. Leider kommen die deutschen Autos gerade mit anderen Dingen in der USA nicht so gut zurecht. Neben den Einfuhrbeschränkungen machen die Verkäufe von Teslas Model 3 allen deutschen Herstellern gerade zu schaffen: Tesla verkauft aktuell bzw. die letzten zwei Monate mehr von einem einzigen Model (Model 3) als alle BMW Klassen (2er..7er) oder alle Audi Klassen (A3..A8 + TT) zusammen, bzw mehr als VW mit Jetta + Passat.
    Das muss der Unwille des Konsumenten gegenüber der neuen Mobilität und die überlegene Kraft des deutschen Verbrennungsmotors sein. Den Dieselanteil mag man sich da gar nicht ansehen wollen.

    Aus diesem Blickwinkel kann man sich schon Sorgen um die Deutschen Ingenieure und den Standort machen. Jugendliche, die vor der Studienwahl stehen, sollten sich Gedanken machen, ob ein verbrennungsmotorisches Studium Zukunft hat, wenn diese in 20 Jahren im Wesentlichen noch für Blockheizkraftwerke, Fluggefährte und wenige Nischenfahrzeuge entwickelt werden.

    • Und welche Probleme löst das Elektroauto noch einmal schnell? Und welche neuen Probleme schafft es?

      Ich kann folgende Gegenrechnung aufstellen: Man setze die in Deutschland verkauften US-amerikanischen Fahrzeuge (inkl. den Teslas) in Relation zu den hier verkauften „Diesel-Stinkern“. Und, was lernen wir daraus?

      Ach so, ja, Flugzeuge sollen künftig ja auch mit Batterien über den Atlantik fliegen, ich vergaß.

      • Vielleicht haben Sie den Kommentar nicht richtig gelesen: ich gehe nicht davon aus, dass Flugzeuge in naher Zukunft ohne Verbrennungskraftmaschine über den Atlantik fliegen. Bei der Atlantiküberquerung wird aber eher selten auf Verbrennungsmotoren als Antrieb zurückgegriffen..

        Zur ersten Frage: Das Elektroauto kann wesentlich sicherer als ein Verbrenner gebaut werden, da keine 300..400kg aufgehängte Masse in der Knautschzone unterzubringen ist (vgl. NCAP von Tesla). Die Elektromotoren können schneller und dynamischer reagieren, also ein Verbrenner. Das ist nicht nur für das sportliche Fahren gut. Der Elektromotor und die Leistungselektronik reagieren sogar schneller als das Bremssystem und werden deswegen auch für frühzeitige Eingriffe genutzt. Im Elektroauto ist es leichter Redundanzen vorzusehen, die für das autonome Fahren wichtig sind (vgl. einbau von 2 Elektromotoren+Getriebe+Elektronik á 30..50 kg vs. 2 Verbrenner+Strang). Damit wird auch Torquevectoring möglich, also ein ESP mit Antriebsmoment und viele Sicherheitszunktionen mehr. Daneben wird bei zukünftigen (Teil)autonomen Fahrzeugen auch mehr Wert auf eine sichere Codebasis und Hardware gelegt. Die wird man mit der Komplexität der Verbrennersteuerung und Sensorik nicht günstig hinbekommen. Die >10 Millionen Zeilen Code des Verbrenners wurden dafür nicht ausgelegt, die der Elektromotorsteuerung aufgrund der dort strengeren Gesetzgebung schon. Ein weiterer Vorteil ist die leichtere Handhabung. Das mag für alte Hasen kein Thema sein, aber Fahranfänger und Gelegenheitsfahrer (die auch mal vor einem fahren könnten) ist das ein Segen. Kein Rühren, kein Turboloch, kein Kupplungsspiel, kein teures 100-Gang Doppelkupplungsgetriebe mit Kulanzaustausch. Auch die Fehleranfälligkeit ist angenehmer: Der einzige „Verschleiß“ ist schleichend und absehbar. Die häufigsten Pannen (nach ADAC >90% aufgrund des Verbrennungsmotors, dessen Einflusses und dessen Komponenten) fallen weg. Auch Späßchen wie Winterdiesel und Dieselhandschuhe beim Tanken sind nicht mehr wichtig. Dafür wird es möglich eine Starkstromsteckdose überall mitzunehmen, wo man ein Auto parken kann.
        Die Thematik Energieeffizienz ist ein eigenes Thema, bei dem ein leerlaufender und teillastiger Verbrenner (Durchschnittsgeschwindigkeit in D: <50 km/h) selbst einem Elektroauto mit deutschem Strommix schwerlich hinterherkommt. 

        Welche Probleme schafft es? Keine, die schwieriger zu lösen sind als beim Verbrenner…

        Die Gegenrechnung kann man gerne aufstellen: Anteil von Diesel-PKW an Neuzulassungen in D: 2011..2016: >46%, 2017: 39%, 2018: bis Sept: 32%.
        Zulassungen von Diesel-PKWs Sept 2016: 133 Tausend, Sept 2018: 59 Tausend.
        Anteil der amerikanischen Fahrzeuge 2014..2018 konstant 7,5%.

        Die Relation ist also im Jahr 2016 1 US-Auto auf 6 Diesel-Stinker. Im Jahr 2017 lag sie bei 1 zu 5 und 2018 bisher bei 1 zu 4…
        Und was lernen wir daraus?

        • „…Dafür wird es möglich eine Starkstromsteckdose überall mitzunehmen, wo man ein Auto parken kann …….
          …Und was lernen wir daraus?“
          GENAU! Es reicht eine Steckdose, denn da kommt der Strom ´raus!

           

          • Der Satz war ein Hinweis darauf, dass verschiedene Elektrofahrzeuge zukünftig einen bidirektionalen Dreiphasenwechselstrom-Anschluß eingebaut haben werden. Das kann gerade für Handwerker und andere Berufsgruppen / Situationen von Vorteil sein.

          • Herr Deutering,

            spätestens dann, wenn der Handwerker sich die Batterie seines schnuckeligen E-Mobils durch Arbeiten entladen hat, wird er zum nächsten Einsatz einen kleinen Dieselgenerator mitnehmen! Mit den paar kWh aus der Batterie kommt er beim längeren Arbeiten nämlich nicht weit. Und falls das doch reichen würde, verwendet er lieber akkubetriebene Geräte ohne Kabel mit Wechselakku.

             

        • „Und was lernen wir daraus?“

          Das es Menschen gibt, die nicht in der Lage sind das Ganze zu sehen…

          Könnten Sie das, würden Sie womöglich diesen xxxxx nicht verbreiten!

    • Das habe ich auch schon gemerkt. Wegen Tesla stehen in Deutschland die Fertigungsstraßen still. Jeder kauft Tesla. Die Ölförderung wurde drastisch reduziert.

      • Die Fertigungsstraßen stehen in Deutschland wg. der steigenden Resistenz der Politik gegenüber der Autolobby still (Stichwort „WLTP-Produktionspause“).

        Deutschland lebt vom Export und vor allem vom Autoexport. Die 5 Länder in die Deutschland am meisten PKWs exportiert (Zahlen PKW-Export 2017) sind: UK (770Tsd.), USA (660Tsd.), Italien (310Tsd.), Frankreich (285Tsd.), China (260Tsd.).

        UK wird spätestens in 6 Monaten spannend, die deutschen Hersteller haben dort bereits schon von 2016 auf 2017 ein Minus von 4% kassiert. Italien und Frankreich wollen härtere CO2 Vorgaben und China hat bereits eine Elektroautoquote.

         

        Tesla produziert aktuell 53Tsd. Model 3 pro Quartal, bzw. in den letzten Wochen 6Tsd. pro Woche. Zum Vergleich: VW produziert weltweit 230Tsd. Golf pro Quartal, bzw. 17Tsd. pro Woche.

        VW hat angekündigt bis 2020 auf 38Tsd. Elektroautos pro Quartal „hochzufahren“, wobei das Mittelklasse-Elektrofahrzeug einen vergleichbaren Preis i.Vgl. mit einem entsprechenden Diesel haben soll. Im gleichen Jahr will Tesla ein Sportwagen auf den Markt bringen, der es in Reichweite (1000 km Autobahn), Geschwindigkeit (400+ km/h), Beschleunigung (0…100 in 2.1 s) mit dem besten Verbrenner (Bugatti Chiron) zu einem Bruchteil des Preises aufnehmen soll. Selbst wenn die Tesla- und VW-typischen Zeitaufschläge berücksichtigt werden, sehe ich die deutschen Hersteller in dem Markt im Hintertreffen.

        Die deutschen Hersteller sind deswegen auch etwas unentspannt: „Tesla fährt die Produktion hoch und macht Druck im Mittelklassesegment“ (Aussage von BMW-Nordamerika-Chef Bernhardt Kuhn)

        Den „hohen Produktionszahlen“ der Elektrofahrzeuge stehen lange Wartezeiten von mehr als 9 Monaten auf eben diese Fahrzeuge gegenüber.

        Mir ist klar, dass die jährliche, weltweite PKW Produktion bei 70Mio. liegt und jedes einzelne Modell (speziell Teslas Model 3 mit 0,5%) darin untergeht. Das eine Model – und selbst wenn Tesla 10 solcher Modelle hätte – ändert faktisch nichts an der Verteilung.

        Andererseits war bereits 2009 bei der Verhandlung der CO2-Grenzwerte für 2020/21 klar, dass diese zur Elektromobilität oder Strafen im 2stelligen Milliarden-Bereich führen, wenn man nicht trickst. Und da kann kein Hersteller sagen, er hätte es nicht gewusst, es ist technisch nicht möglich oder es besteht kein Kundenwunsch…

        Eben deswegen schmerzt es mir, wenn ich die deutsche Ingenieurskunst am letzten Promill des Verbrenners herumoperieren sehe.

    • Wir haben zwei Firmenfahrzeuge, beide Diesel, Euro 5 und Euro 6. Privat fahren wir einen Audi A4 Diesel Euro 4, der beim Kauf im Jahr 2004 von Vater Staat mit einer Umweltprämie in Form einer 19 monatigen Kfz-Steuerbefreiung belohnt wurde, da er als besonders umweltfreundlich eingestuft wurde.

      Mit dem Fahren handhaben wir es so: wir fahren, fahren und fahren, jederzeit und überall. Sollte sich mal eine „Knolle“ einstellen, werden halt die Verwaltungsgerichte sich damit beschäftigen müssen.

      Unser Fazit: wenn alle Dieselfahrer dies so handhaben würden und nicht so ein „Bohei“ machten, könnte sich die Aufregung etwas legen.

       

  4. Inzwischen ist es doch vollkommen egal, ob es um Stickoxydwerte geht, um den Hambacher Forst ( inzwischen auch von der investigativen Journaille als Wald bezeichnet), den Kohleausstieg, der kommen wird wie das Amen in der Kirche, die Klagen des DUH nach der Entscheidung des sogen. Parlaments der EU gegen den Benziner mit seinen erschreckenden, klimaschädigenden, enormen weltvernichtenden CO2 Bilanz usw usw – wo, bitte, soll denn die Erleuchtung herkommen, wenn sie ums Verrecken nicht die Daten anschauen oder, falls angeschaut, nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Das Interview in der FAZ spricht doch Bände – daraus schließen zu wollen, das seien die letzten Zuckungen: Falsch! Das sind Verstärkungen, Zementierungen, Befestigungen. Und das Schreiben an Politiker der Altparteien: Vergebene Mühe. Vergeudete Zeit.

    Das geht im Blick auf den grünen Endsieg zur Rettung der Welt wie seinerzeit, halt ohne Bomben und nur mit den ungezählten, aber dann doch mindestens zigtausenden Toten am Straßenrand infolge der furchtbaren, selbsterzeugten Feinstaubwerte insbesondere infolge der teuflischen Stickoxyde dem selbstgewählten und voll zu verantwortenden Ende entgegen. Der Michel hat die Schlafmütze jetzt nicht mehr mur auf dem kahlen Schädel, sondern inzwischen, weil es so warm geworden ist, voll über Augen und Ohren gezogen. Nichts hören und nichts sehen reicht, um nichts mehr sagen zu müssen außer: Die da oben wissen schon, was richtig ist.

  5. Noch vernünftiger wäre, überhaupt nichts zu tun außer den Brüsseler Spitzen den gewissen Finger zu zeigen und die Vorgaben dieser nicht legitimierten Behörde aus deutschem Recht zu entfernen. Soweit ich das überblicke, kämen die deutschen Autos auch ohne irgendetwas zu verändern sogar mit den US Vorschriften für NO2 Konzentrationen gut zurecht. Die liegen unverändert bei 100 µg/m³, also beim zweieinhalbfachen des hiesigen Grenzwerts.

    Dazu müßte aber die Regierung hier sich die Interessen des Volkes zu eigen machen. Dafür fehlts aber an ausreichend Verstand.

    Dr.H.J.Mauk

    • Die EU hat zu den Stickoxid-Grenzwerten Messregelungen definiert. Würden die angewendet, so wie das andere Länder machen, würden die Grenzwerte weitgehend eingehalten. Leider hat die Rot-Grüne Regierung Merkel diese Messregelungen ohne Grund verschärft. Die Mutter aller Probleme sitzt im Kanzleramt und weiß nicht, was sie anders hätte machen sollen.

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