Kanada – und [fast] die ganze Welt geben die Grüne Agenda auf

Implosion der Erneuerbaren? Bild: A.Dreher / pixelio.de

Lawrence Solomon, Financial Post
Wind und Solar sind zu den Fossilien der Energieindustrie geworden – Öl, Gas und Kohle bleiben die Treibstoffe der Zukunft.
Der Widerruf des Green Energy Act seitens des Premierministers von Ontario und Hindernisse gegen die Klima-Agenda von Premierminister Justin Trudeau, welche andere Premiers der kanadischen Provinzen aufgestellt haben, sind keine Nachhut-Gefechte von Donald-Trump-Möchtegernen. Sie sind vielmehr Teil eines weltweiten Trends der Ablehnung Erneuerbarer, der Ablehnung von Klima-Alarmismus und der Hinwendung zu Kohle und anderen fossilen Treibstoffen.

Erneuerbare nebst deren hohen Strompreisen als Begleiterscheinung haben viele Individuen in Energiearmut getrieben und die Industrie veranlasst abzuwandern. Dies alles entlarvt die Behauptung, dass Wind und Solar die Treibstoffe der Zukunft sind, als Lüge.

China war einst das Aushängeschild der Erneuerbare-Energie-Industrie – noch vor einigen Monaten hieß es bei Bloomberg: „Chinas Investitionen in Erneuerbare lassen den Rest der Welt hinter sich“, dank deren enormen, von Subventionen gestützten Wachstums. Jetzt wirft aber auch China allmählich das Handtuch, indem Subventionen für Erneuerbare zurückgefahren werden – eine Verheißung für den Niedergang der Investitionen des Landes in den Bereich Erneuerbare. Mit der Reduktion von Subventionen für Erneuerbare in der EU verringerten sich im vorigen Jahr die Investitionen auf mehr als die Hälfte zum Zeitpunkt des Maximums vor sechs Jahren (hier). Japans Investitionen haben sich sogar innerhalb von nur drei Jahren halbiert.

Während China immer mehr Abstand von Erneuerbaren nimmt, stürzt sich das Land auf die Kohle. Einem BBC-Bericht von voriger Woche zufolge fährt China seine Abhängigkeit von heimischer Kohle um 25 Prozent nach oben mittels Bau Hunderter neuer Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung. Sind diese erst einmal vollendet, wird die zunehmende Kohle-Kapazität äquivalent sein zur gesamten Kohle-Kapazität in den USA. Neben Kohle wird China in diesem Jahr auch zum weltgrößten Importeur von Erdgas werden, sowohl per Pipeline (20% Steigerung) als auch per Schiff (über 50% Steigerung). Bzgl. Kohle und Öl ist das Land schon jetzt der weltgrößte Importeur.

Deutschland, ein weiteres Aushängeschild bzgl. erneuerbarer Energie, folgt dem gleichen Weg der Abwicklung, werden doch Subventionen für Windmüller reduziert, während die Importe von Gas und die Verwendung heimischer Kohle zunehmen. Um diese Kohle zu fördern hat Deutschland beschlossen, eine bestehende Tagebau-Kohlemine – die größte in Europa – zu erweitern, wofür man einen 12.000 Jahre alten Wald abholzen muss. Abgerundet wird dieses Abrücken Deutschlands von Forderungen der Grünen-Lobby durch die Abschwächung von Vorschriften, welche den Autobauern auferlegten, Fahrzeuge mit geringeren CO2-Emissionen herzustellen.

Japan plant, seine ohnehin schon bescheidenen Subventionen für Erneuerbare zu beenden (hier), während der Verbrauch fossiler Treibstoffe massiv ausgeweitet wird – zu den bereits 100 bestehenden Kohle-Kraftwerken sollen weitere 40 hinzukommen. Auch UK wendet sich von Erneuerbaren ab. Dort wird erwartet, dass die Investitionen bis zum Jahr 2020 um 95% sinken werden – zugunsten der Erschließung der immensen Schiefergas-Vorräte des Landes. Und Australien beendet sein Subventionsprogramm für Erneuerbare bis zum Jahr 2020 vollständig.

Die grundlegendste Änderung jedoch erfolgte in den USA, wo die Partei der Demokraten – Anhänger der Globale-Erwärmung-Orthodoxie – zunächst die Kontrolle über den Kongress und dann die Präsidentschaft an Präsident Trump von den Republikanern verloren haben. Dieser ist ein ausgesprochener Kritiker der Globale-Erwärmung-Lobby. Als Präsident Trump sich aus dem Paris-Abkommen zurückzog zugunsten Kohle und anderer, auf Kohlenstoff basierender Treibstoffe, haben sich die Führer der Welt fast einhellig darob empört.

Nachdem die USA ihre Kohle-Industrie wiederbelebt haben, zum weltgrößten Ölproduzenten geworden sind und ihre einst siechen ökonomischen Zuwachsraten diejenigen der anderen hinter sich gelassen haben, folgen jene Weltführer inzwischen der Führung Amerikas, während man bzgl. Paris von ihnen gar nichts mehr hört. Das einst so mächtige IPCC, ehemals ein Fixpunkt in den Nachrichten, ist unschädlich gemacht und vergessen, nachdem die USA dessen Finanzierung gestoppt haben und dessen Bedeutung gegen Null tendiert.

Die Abnahme der regierungsamtlichen Finanzierung von Erneuerbaren folgt vielen Jahren, in denen Meinungsumfragen konsistent ergeben, dass der Öffentlichkeit der Klimawandel ziemlich egal ist. Regierungen haben schließlich verstanden, dass die Grüne Lobby doch nicht so mächtig war. Die ängstlichsten und am wenigsten prinzipientreuen Glieder der Gesellschaft – der Unternehmensbereich – könnten die nächsten sein, die bzgl. der Causa Klimawandel ein wenig mehr Rückgrat zeigen.

Einem durchgesickerten Memo zu Anfang dieses Monats [September] zufolge beabsichtigt BusinessEurope, der größte Unternehmer-Verband der EU, gegen EU-Pläne einer Verschärfung der Vorschriften bzgl. CO2-Emissionen auf ihre Kosten Widerstand zu leisten, wenngleich gedämpft. Falls sich diese Pläne bewahrheiten und der Verband es wirklich wagt, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten, ist dies ein weiteres Anzeichen, dass NGOs und deren wichtigste Verbündete – die Mainstream-Medien – ihre Macht eingebüßt haben.

Der ganze Beitrag steht hier.

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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5 Kommentare

  1. Ich denke mal, dass der große Ausbau mit Wind und Solarenergie in China auch dem Energiemangel geschuldet ist und man unbedingt auf jegliche Art und Weise versuchte energie zu erzeugen. Man hat probiert und kam eben zu dem Schluss es ist nicht rentabel und auslastend.

    Weiterhin hatten warscheinlich auch die Subventionen aus Deutschland für die Erneuerbaren einen Subventionsschub bedeutet.

  2.  

    Während China immer mehr Abstand von Erneuerbaren nimmt, stürzt sich das Land auf die Kohle.

    Der 13te Fünfjahresplan der Chinesen für Energie legt Ausbauziele für erneuerbare Energie fest.

    Weiterhin soll gemäß des 13ten FJP für Energie der Anteil von Kohle am Primärenergieverbrauch von derzeitig 64 Prozent auf 58 Prozent sinken.

    Bei Wind soll es bis 2020, 200GW sein und bei Photovoltaik 100 GW beim 13. Fünfjahresplan.

    Nun sind bereits 2017 bei Wind 188 GW vorhanden in China.
    Nun sind bereits 2017 bei Photovoltaik 130 GW vorhanden in China.

    • „Der 13te Fünfjahresplan der Chinesen für Energie legt Ausbauziele für erneuerbare Energie fest“.

      Wo findet sich in China ein Ausbau?? – Offenbar sollen die vorgenannten 318 GW in 2017 abwärts weisend zunächst auf 300 GW gedeckelt werden!!

      Im Jahr 2016 lieferten in China Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 1650 GW 6000 TWh ins Netz. Die 318 GW Wind und Sonne können mit Vorrangeinspeisung und deutschen Erfahrungswerten maximal 455 TWh = 7,5 % der Leistung anderer Kraftwerke aus dem Netz verdrängen.

      Zur Deckung des erwarteten wachsenden Bedarfs werden bekanntlich kontinuierlich neue Kohle- und Kernkraftwerke errichtet und in Betrieb genommen.  Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von nur 25 GW liefern z. B. jährlich mindestes 170 TWh.

  3. Leider entspricht der Abschnitt über Deutschland nicht ganz der Wirklichkeit.

    Das Gebotelimit für WKA-Strom wurde wieder erhöht, es wird über Sonderkontingente für die „Erneuerbaren“ nachgedacht, eine eigens geschaffene Kommission zur Abschaltung der Kohle-KW hat sich mit Feuereifer an die (Vernichtungs)Arbeit gemacht, es ist keinerlei Einsicht bei den Regierenden vorhanden.

    Trotz vernichtender Kritik des Bundesrechnungshofes will Altmeyer weitermachen wie bisher, die EEG-Abgabe zählt für ihn nicht zu den Energiewendekosten, vollkommener Realitätsverlust.

    Die Medien berichten täglich über neue Wunderwaffen, die der phänomenalen Energiewende zum Endsieg verhelfen werden.

    Und das Allerschlimmste: Die Grünen bekommen immer mehr Stimmen, die Wählerschaft wird anscheinend immer dümmer, und das meine ich genau so.

     

  4. Wirklich dabei war doch nur Deutschland. Daher belasten Fehlinvestitionen die Politiker anderer Länder kaum und insbesondere mit dem Hinweis auf den deutschen Michel sollte die offizielle Rückkehr zur Realität – anders als in Deutschland – leicht fallen.

    China baut ohne wenn und aber konsequent die Kohle als Grundlage der Stromversorgung auch weiter aus. (Die Kernenergie kommt künftig signifikant dazu). –

    Als ich vor einigen Jahren China besucht hatte, war der Fehler mit der Wahl einer Billigvariante der Kohlekraftwerke nicht überriechbar! – Die Heilung des Problems mit Hilfe von Nachrüstung (wie in Deutschland seit langem erledigt) dauert.

    Für clevere Politiker boten sich daher als Augenwischer Solarzellen und weithin sichtbare Windmühlen an. Der deutsche Michel hat diese zweckmäßige Show sogar noch verbilligt

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