KLARES FEINDBILD Greenpeace schlägt zu: Autos verbieten

Quelle: pixelio.de

von Holger Douglas
Greenpeace finanziert eine Studie, die Ergebnisse sind klar: Autos müssen weg. Bei genauerem Hinschauen stellt sich heraus: Seriös ist die Studie nicht, riesige Lücken klaffen. Aber wen schert das schon, wenn es gegen Autos geht?

Stop! Halt! Stehen bleiben! Am besten: Motor aus, Zündschlüssel raus, Giftschleuder stehen lassen. So schnell wie möglich, am besten morgen schon. Das gilt natürlich nicht für Funktionäre, die dürfen weiterfahren.

Kein Auto mehr, mobil sind nur Funktionäre

Autos sollen nicht mehr fahren. Spätestens in sieben Jahren kein Benziner, kein Diesel mehr auf unseren Straßen. Warum? Ganz einfach: Alle anderen Lösungen würden die angeblich menschengemachte Erderwärmung über alle Maßen erhöhen, die doch »wir« in Paris verabredeten. »Wir« hatten uns »selbstverpflichtet«, die einzuhalten. Ich zwar nicht, aber das spielt bei hehren Zielen keine Rolle mehr. Nicht nur »wir«, sondern gleich die gesamte »Weltgemeinschaft«: »Im Pariser Klimaabkommen hat sich die Weltgemeinschaft darauf verständigt, sie deutlich unter zwei Grad und möglichst bei 1,5 Grad zu halten.«

Eine Studie tischt uns jetzt diese Erkenntnisse auf. Die hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit einer selbst entwickelten Simulationssoftware VECTOR21 gemacht. Ein gemächlicher eingetragener Verein, der dies und das aus Luft- und Raumfahrt entwickelt, seinerzeit beim Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull eine ganze Woche benötigte, um das Forschungsflugzeug Falcon 20E in die Luft zu bringen und ein Lagebild der Verteilung der Ascheteilchen zu liefern. Die hatten seinerzeit den kompletten europäischen Luftverkehr stillgelegt, weil niemand genau wusste, wo sie sich befinden.Jetzt also gehen sie der Frage nach: Wie muss sich die PKW-Flotte entwickeln, um den Klimawandel zu begrenzen?

Greenpeace bezahlt – und schafft an

Beauftragt und bezahlt hat die Studie Greenpeace, die nach ihrer missglückten Farbe auf die Straße-Aktion in Berlin mal wieder etwas dramatische Schlagzeilen benötigen.

Und was kommt dabei heraus, wenn Greenpeace bezahlt? Klar, Autos mit Verbrennungsmotoren müssen weg. Zu Heizungen und deren gewaltigen CO2 Ausstoß haben die DLR-Simulationskünstler nichts gesagt.

Das DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte in Stuttgart hat zwei Szenarien aufgestellt: »Das erste Szenario beschreibt, welche Entwicklungen hinsichtlich PKW-Flotte und PKW-Markt notwendig sind, um die globale Erwärmung mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent unter der Marke von 1,5 Grad Celsius zu halten. Das zweite Szenario setzt eine Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent zum Ziel. Beide Szenarien basieren auf Zahlen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Weltklimarat).«»In beiden Szenarien gehen die Forscher von einem theoretisch verbleibenden CO2-Budget aus, das sie auf Basis des derzeitigen Ausstoßes für den Transportsektor berechnet und auf den privaten Mobilitätssektor heruntergebrochen haben. Für die 28 Staaten der Europäischen Union zuzüglich der Schweiz und Norwegen (EU28+2) bleibt ein noch auszustoßendes CO2-Budget von 6,0 Gigatonnen im 50-Prozent-Szenario beziehungsweise von 3,6 Gigatonnen im 66-Prozent-Szenario.«

Nicht festgelegt wurde allerdings in Paris, welche Teile der »Weltgemeinschaft« wieviel CO2 in die Luft blasen dürfen. Das war der Grund für den amerikanischen Präsidenten, das Abkommen zu verwerfen, weil vor allem die USA sich mit dem Kohleverbrauch stark hätten einschränken sollen, während Länder wie Indien und China noch weitermachen dürfen.Aber die DLR-Leute rechnen munter CO2-Budgets aus und berechnen nur die Emissionen beim Autofahren, nicht aber, dass bei der Erzeugung von Strom für Elektroautos auch CO2 entsteht.

E-Autos fahren auch ohne Strom?

E-Autos ganz ohne Strom? Ziemlich egal alles, Hauptsache das Fazit kommt heraus: Dringender, zeitnaher Handlungsbedarf.

»Beide Szenarien machen die zeitliche Brisanz des Themas deutlich und die Notwendigkeit, alle verfügbaren Handlungsoptionen möglichst schnell in Betracht zu ziehen und umzusetzen«, schreibt der Studienleiter. Entwickele sich die PKW-Flotte in Europa hingegen weiterhin so wie bisher, könne das von den DLR-Wissenschaftlern im 50-Prozent-Szenario angenommene restliche CO2-Budget schon innerhalb von zehn Jahren verbraucht sein, das im 66-Prozent-Szenario bereits innerhalb von fünf Jahren.

Die DLR-Leute befürchten aber, »dass das Auto weiterhin eine wichtige Rolle in der privaten Mobilität spielen wird, verhaltensbezogene Maßnahmen waren jedoch nicht Bestandteil der Analyse.«

Der Beitrag erschien zuerst bei TE (hier)

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7 Kommentare

  1. Mit ihren Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgrund von „Luftreinhaltung“ kommt man rund um Stuttgart jetzt noch langsamer voran und steht noch länger im Stau und versaut noch mehr die Umwelt. Anfahren, stoppen, anfahren, stoppen, anfahren……  Dazu kommen noch die Lärmschutzzonen ab 22.00 Uhr (nur noch 30km/h). Das bringt wirklich enorm viel, da in dieses Zonen ab 22.00 Uhr sowieso nur noch sehr wenig Fahrzeuge fahren. Dort fahre ich dann immer schön brav 30………….. im 2.ten Gang.

    Ach ja, Elektroautos!! Sind eine suuuuper umweltschonende Erfindung! Warum?

    Na, weil Strom ja aus der Steckdose kommt und die Alkalimetalle, seltenen Erden für die Akkus liegen ja sowieso überall rum und müssen natürlich nicht unter ausbeuterischen Bedingungen in Afrika abgebaut werden und sie werden natürlich auch UMWELTGERECHT wieder entsorgt……in Afrika…

  2. Da weiß die Linke wieder nicht, was die Rechte gerade tut. Privatautos sollen in wenigen Jahren abgeschafft werden und heute verpulvern wir die Steuermittel für Tausende von Aurobahnbaustellen. Na gut, das sind mehr Geisterbaustellen, die subversive Grüne im Verkehrsministerium zur Verkehrsbehinderung einrichten ließen. Aber irgendwann ist jede Baustelle fertig. Gibt das dann die neuen Radfernwege. Nach der Energiewende ins Nichts, ist die Grüne Verkehrswende die nächste Wende ins Nichts. Wenn dann noch die Grüne Agrarwendew vollendet ist, ist der Morgenthauplan 2.0 abgeschlossen. Und solange die Qualitätsmedien, insbesondere das Gebühren-TV die Deutungshoheit haben, bekommt der Bürger das alles erst mit, wenn es zu spät ist.

  3. Das 6 Gigatonnen Budget ist ein ausgesprochener Schwachsinn, der nur deutschen Möchtegern Forschern in den Sinn kommt. Allein der Vulkanausbruch auf Kilauea vor 6 Monaten beförderte pro Tag über 450’000 Gigatonnen CO2 in die atmosphäre und das seit, wie bereits erwähnt, 6 Monaten. Genauso viele Stickoxide und Feinstaubpartikel wurden beim Eintritt in das Meerwasser in die Luft geschleudert.
    Beim Ausbuch des Pinatubo wurden bereits pro Tag 250’000 Gigatonnen CO2 in die Atmosphäre geblasen. Mit dem Unterschied, dass  der Pinatubo nur kurze Zeit aktiv war. Beim Kilauea sieht das ganze völlig anderst aus.

    Da sind solche herbeifabulierte Klimaziele der kriminellen grünen Vereinigungen völlig irrelevant und als Idiotie im höchsten Grad zu bezeichnen. Greenpeace und die Grünen allgemein sind eine Gefahr für die Allgemeinheit und den Wohlstand in Europa, wenn nicht bald etwas gegen diese möchte gern weltverbesserer unternommen wird.

    Hier mehr zum Kilauea Vulkan https://volcanoes.usgs.gov/volcanoes/kilauea/multimedia_chronology.html

    Dabei sind die Unterseeschlote, die Vulkaneifel in Deutschland und weitere geologisch aktive Regionen noch nicht mal ansatzweise berücksichtigt.

    Aus diesem Grund sind solche Studien völliger Gefälligkeitsmüll! Greanpeace Aktivisten gehören in den Knast und die Organisation als Staatsgefährdend Europaweit verboten. Diese gefährden absichtlich und wissentlich Menschenleben durch Deindustrialisierung und damit der Armutszunahme in Europa, mit diesen äusserst dummen Forderungen!

    René Funk

    • … pro Tag über 450’000 Gigatonnen CO2!!!. Lassen Sie das Giga weg, dann stimmt es vielleicht.

      In der gesamten Erdatmosphäre befinden sich ca. 3000 Gigatonnen CO2.

  4. Autos abschaffen? Das erinnert mich an zwei Dinge. Die Grünen haben in Berlin fast jedes Jahr im Sommer mehrere Veranstaltungen durchgeführt und dabei krebserregende Nitrosamine in der Umwelt verteilt. Das sind Luftballons. Auf denen stand „Straßen sind nicht für Autos sondern nur zum Tanzen und Singen“. Luftballons bestehen zwar aus Bioprodukten, aber dabei entsehen krebserregende Nitrosamine. Die Luftballons wären sonnst zu hart und lassen sich nicht aufblasen. In den vergangenen 15 Jahren wurde  der EU-Grenzwert  schon mehrfach  um 40% überschritten. Deshalb soll auf den Luftballonverpackungen stehen, dass Kinder die nicht aufblasen sollen.Aber hier mussten kleine Kinder öfter die Luftballons aufblasen und sich dann die Lippen ablecken. War die Veranstaltung vorbei, lagen hier auf der Straße immer leere Luftballons rum. Manche Luftballons wurden auch mit Helium aufgeblasen und flogen ziemlich hoch durc die Luft. Wo die Luftballons dann landeten, ist unbekannt. Die Grünene haben sie garantiert nicht eingesammelt.

    Aber was heißt Autos abschaffen? Dann müssen Feuerwehr, Polizei und  Ärzte mit dem Fahrrad zu der Notstelle fahren oder wie soll das gehen?

    Das sieht dann so ähnlich aus:

    https://tinyurl.com/y8p3mv4e

    https://tinyurl.com/ycra4r4n

  5. „E-Autos ganz ohne Strom?“

    Nein, die fahren alle mit Solarstrom, besonders im Winter. Die Straßenlaternen leuchten auch damit, die Bundesbahn packt den Strom in die Oberleitungen, die Buslinien kriegen alle Oberleitungen wie die Straßenbahnen früher, nur eben zwei, und die LKW können sich in den Städten oben dran hängen.

    Ich frag mich nur, warum SPD-GRÜN-Hamburg-Senat das noch nicht in die Wege geleitet hat. Die schaffen es ja noch nicht einmal ihre U-Bahn mit Solarstrom zu betreiben. Die haben soviel überirdidche Strecken, daß die die mit Solarzellen voll packen können und den überschüssigen Solarstrom auch noch der S-Bahn liefern könnten.

    Der größte Vorteil ist: Die Bahnen in HH fahren mit Gleichstrom.

    Und weil der Solarstrom ja nix kostet, könnten die Fahrpreise gesenkt werden.

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