Ein Blick auf die Auswirkung der Stromer­zeugung durch Wind und Solar auf die Strom­preise

Geht doch auch: Stromerzeugung mit dem Fahrrad-Dynamo! Bild: Martin Jäger / pixelio.de

Michael MacDonald
Energy Performance Measurement Institute (EPMI)
Die Stromerzeugung mittels Wind und Solar hat während der letzten fünf Jahrzehnte einen weiten Weg zurückgelegt. Das gilt auch für Subventionen der Regierung. Wurden ursprünglich fossile Treibstoffe unterstützt, sind es heute riesige Zuwendungen für die Entfaltung von Wind und Solar. In dieser zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts sind einige Bedenken aufgekommen, wie viel Solar- und Winderzeugung noch vernünftig ist und wie viel es wert ist das auch zu bezahlen. Zusätzlich ist da noch die bedeutende, wenngleich wenig diskutierte Frage, wie man die Energie-Transition effektiv handhabt.

Mit Beginn des Gipfels in Rio [1] im Jahre 1992 haben regierungsamtliche Institutionen mit wilden Versprechungen begonnen, die Erde zu retten. Erneuerbare Energie wurde in den neuen Status als die Energiequelle gehoben, um den Planet zu retten helfen. Heutzutage sind regierungsamtliche Verpflichtungen, den Verbrauch auf Kohlenstoff basierender Treibstoffe zu eliminieren und 100% Erzeugung durch Erneuerbare zu erreichen fast langweilig in ihrer Vorhersagbarkeit. Schließlich müssen wir den Planeten retten. Es ist keine Zeit mehr für „vernünftige“ technologische Neuerungen. Seit Jahrzehnten haben sich diese Versprechungen zumeist als heiße Luft erwiesen, aber Politik basiert oftmals auf leeren Versprechungen.

Zur Zeit der „Klimarettungs“-Konferenz in Paris im Jahre 2015 hatte der Terminus ,den Planeten retten‘ so viele Bedeutungen, dass es schwierig war, darin irgendeinen Sinn zu erkennen – es sei denn, jemand glaubt daran, dass Unmassen politisch korrekter Plattitüden allein die Fähigkeit der Rettung haben. Sogar der oberste Planetenretter-Wissenschaftler James Hansen nannte die Pariser Gespräche „Betrug“.

Unglücklicherweise bedeutet „Rettung des Planeten“ auf extreme Weise während ultrakurzer Zeiträume vielfach auch extreme Konsequenzen. Die Europäer haben über eine vollständige „Dekarbonisierung“ Europas gesprochen (was die Eliminierung der meisten Industriebetriebe erfordert), aber mit der Zeit scheinen die Implikationen derartiger, den Planeten rettender Bemühungen die Rhetorik abgekühlt zu haben. Die Hawaiianer haben versprochen, bis zum Jahr 2045 eine „saubere“ Energie-Ökonomie zu haben. Was immer das auch bedeutet, wird sich während der nächsten Jahrzehnte erweisen. Kalifornien hat jetzt versprochen, bis 2045 zu 100% durch Erneuerbare Strom zu erzeugen. Wie leer werden diese Versprechungen sein? Der zeitliche Horizont liegt zu weit in der Zukunft, um darüber jetzt schon nachzudenken.

Hasten zu Änderungen

Glücklicherweise hat der Schub in Richtung erneuerbare Stromerzeugung zu bedeutenden Zunahmen des Anteils Erneuerbarer zu erzeugtem Strom geführt, ebenso wie zu bedeutenden Verbesserungen bzgl. Technologie und Einspeisung in das Netz. Aber inzwischen sind Bedenken aufgekommen, dass das Hasten zu Erneuerbaren zu weit (oder vielleicht zu schnell) gegangen ist, zumindest an einigen Orten. Abgaben und Steuern auf Energie zur Stützung der Implementierung weiterer Erneuerbarer haben zu erheblichen Preissprüngen für Strom geführt. In den USA hat die Zunahme der Stromerzeugung mittels Erneuerbarer an manchen Orten zwar nur geringe Auswirkungen auf die Preise, obwohl der rückläufige Verbrauch von Kohle schon merkliche Auswirkungen auf den Preis zeitigt.

In Deutschland wurden im Jahre 2016 16% des Stromes durch Wind und Solar erzeugt, und die daraus resultierenden Preissteigerungen waren nicht gerade populär. Dort haben sich aber rund 800 Bürgerinitiativen gebildet, um die Energiepläne und Ziele der Regierung zu bekämpfen. Im Juni 2018 schien sich der deutsche Energieminister bis zu einem gewissen Grad von den europäischen Zielen zu verabschieden, wie aus seinen Äußerungen bei einer Konferenz der Energieminister Europas hervorging. Die Subventionen für Windenergie in Deutschland werden bald auslaufen, und Tausende älterer Windturbinen dürften den Betrieb einstellen.

In Südaustralien scheinen wiederholte Unterbrechungen ihre Ursache in der massiven Zunahme der Einspeisung von durch Wind und Solar erzeugtem Strom in das Netz zu haben, und die Strompreise in Australien sind während des vorigen Jahrzehnts dramatisch gestiegen. Windenergie macht etwa 35% der Gesamt-Stromerzeugung in Südaustralien aus, mehr als das Doppelte von Deutschland. Die Australier scheinen scharf polarisiert zwischen jenen, welche hinter den den Planeten rettenden Bemühungen stehen (und die von den drastischen Strompreis-Steigerungen unbeeindruckt scheinen) und jenen, die den Eindruck haben, dass derartige Bemühungen im besten Falle in die Irre führen und im schlimmsten Falle ökonomischen Selbstmord bedeuten können. (Einige politische Selbstmorde könnten auch noch kommen).

Ein Beitrag in der MIT Technology Review veröffentlicht eine Schätzung, der zufolge die Bemühungen Kaliforniens in Richtung 100% Erneuerbarer Investitionen in Höhe von 2,5 Billionen Dollar erfordern werden (und die Zuverlässigkeit von Speicher-Technologien ins ungewiss). [2] Man muss sich fragen, ob die Bürger dort irgendwann anfangen, gegen diese zusätzlichen Investitionen in die Energie-Infrastruktur aufzubegehren. Vor allem, wenn sie anfangen müssen, dafür zu zahlen (vielleicht sogar mehrfach, falls die zuverlässige Lebensdauer von Speicher-Technologien zu kurz ist).

Derzeitige skeptische Studien hinsichtlich der Auswirkungen der Stromerzeugung durch Wind und Solar auf die Strompreise haben typischerweise die Relation betrachtet zwischen installierter Kapazität pro Kopf (kW/Kopf) und den Preisen [3]. Ein Beispiel dieser Präsentation zeigt die Abbildung unten auf der Grundlage von Daten aus dem Jahr 2014. Die Interpretation, wie sich eine Trendlinie des Energieverbrauchs (kWh) zu Energie (W) verhält, ist nicht einfach.

Bedenken hinsichtlich steigender Preise infolge Stromerzeugung durch Wind und Solar fangen an, einigen Widerstand gegen den weiteren Ausbau der Solar- und Windkapazität auszulösen. Bedenken hinsichtlich der potentiellen Unzulänglichkeit oder hoher Kosten von Energie-Speicherkapazitäten lassen ebenfalls Vorsicht aufkommen. Die Analyse von Preistrends ist begrenzt, und der regierungsamtliche Druck in Richtung 100% Erneuerbarer kann sich am Ende als zu teuer erweisen. Der Schub zur Rettung des Planeten steht auch im Widerspruch zu einer Unmenge wissenschaftlicher Daten, welche belegen, dass der Planet nicht kurzfristig „gerettet“ werden muss (oder überhaupt nicht gerettet werden muss). Die Überlegungen, ob es ein optimales Niveau der Wind- und Solarerzeugung gibt und welche Faktoren dieses Optimum beeinträchtigen, scheint in den Konflikten unterzugehen.

Besseres Verständnis wecken

Diese Studie vergleicht den Energiepreis mit dem Gesamt-Prozentanteil der Stromerzeugung durch Wind- und Solar-Technologien im Jahre 2016 in vielen europäischen Ländern und den 50 US-Staaten nebst dem District of Columbia [= Washington DC]. Trends auf der Grundlage dieser Faktoren werden direkt gezeigt und nicht verschleiert durch unterschiedliche Einheiten, obwohl es immer noch Unstimmigkeiten gibt im Zusammenhang mit Netzeinspeisung, Stromexport und -import und was ein „mittlerer“ Strompreis sein soll. Die Änderung der Einheiten zu Prozent erzeugtem Strom ist eine Möglichkeit, die Lage verständlicher zu beschreiben. Ein besseres Verständnis der Auswirkungen von Wind- und Solar-Stromerzeugung auf die Strompreise ist nötig, um potentielle Optimierungen eines Mix‘ aus verschiedenen Erzeugungs-Technologien zu analysieren; und vielleicht auch, um über vernünftige Zeitrahmen und Strategien nachzudenken, zu anderen Technologien zu wechseln.

Der Schub in Richtung Zunahme der Erneuerbaren-Stromerzeugung weist in den USA und in Europa Ähnlichkeiten auf, aber weil die USA ein so großes Land sind und weil die Stromleitungen über Staaten hinweg substantiell sind, könnte die Vergleichbarkeit der Lage in den USA und individuellen europäischen Ländern begrenzt sein. In Europa ist der Stromfluss über Staatsgrenzen hinweg offenbar begrenzter als zwischen den US-Staaten. Das Ausmaß dieser Unterschiede kann ganz nützlich sein für Überlegungen, wie man am besten zu neuen Technologien wechseln und Preisauswirkungen in Grenzen halten kann. Das wird hier aber nicht analysiert.

Dieser „Blick“ auf die gegenwärtige Lage zieht bestehende Daten heran, um die Vergleiche anzustellen, und es gibt Differenzen zwischen den Preisarten in Europa und in den USA. Die EIA der USA schätzt einen mittleren Preis direkt. Eurostat tut dies nicht und führt stattdessen Daten zu Preiskomponenten, so dass die Berechnung eines mittleren „Preises“ kompliziert ist. Folglich sind die hier gezeigten Ergebnisse bis zu einem bestimmten Grad wegen der verfügbaren Daten begrenzt, aber sie bieten doch Erkenntnisse um gegenwärtige wahrnehmbare Auswirkungen auf den Preis. Das muss noch weiter untersucht werden.

USA-Trends

[Hier folgt eine ausführliche Darstellung der Verhältnisse in den USA, auf deren Übersetzung hier verzichtet wird, weil in der Schlussdiskussion die Ergebnisse des Vergleichs zusammengefasst werden. Die Analyse der Verhältnisse in Europa wird aber hier wieder übersetzt. Anm. d. Übers.].

Europäische Trends

Die Energiedaten des Jahres 2016 für Europa stammen von Eurostat [6] (Version Mai 2018). Die Preisangaben von Eurostat sind schwierig zu erkennen ohne detaillierte Kenntnis darüber, wie Tarife, Steuern und Subventionen zusammenspielen. Daher stammen die herangezogenen Strompreis-Daten vom Strom-Report-Blog für einen „mittleren“ Haushalt im Jahre 2016 [7]. Haushalte sind offenbar die Haupt-Zahler für die Solar- und Windstromerzeugung, und die Preise für die Industrie liegen deutlich unter denen der Haushalte. Für das produzierende Gewerbe können Reduktionen von Steuern und Abgaben die politikinduzierte Komponente des Strompreises substantiell senken. Vereinfacht gesagt, der Industrie werden Mittel an die Hand gegeben, ihren Strompreis zu senken, während Haushalte mehr bezahlen, um die Erneuerbaren-Initiativen zu stützen. Der Widerstand in Deutschland gegen das Energieprogramm der Regierung scheint hauptsächlich von Haushalten zu kommen, obwohl viele dieser Haushalte reich an technischer Erfahrung sind.

Der Anteil an der Erzeugung ist der Gleiche wie in den USA. Der Wind- und Solar-Anteil ist ein Prozent des erzeugten Stromes innerhalb des Landes, einschließlich Exporte, aber ohne Importe. Die Länder, die in diesem Datensatz der Importe am meisten betroffen sind, sind Litauen und Luxemburg, wo der meiste verbrauchte Strom importiert wurde. Folglich ist der Anteil von Wind und Solar des erzeugten Stromes irreführend und würde viel geringer sein, falls berechnet als Prozentzahl des Gesamtverbrauchs. Der Preis ist für diese beiden Länder ebenfalls irreführend, da der Preis durch die Importpreise beeinflusst wird.

Der berechnete Anteil an der Erzeugung gilt für die Summe von Wind, Solar und Ozean-Gezeiten, aber Frankreich war das einzige Land mit irgendwelcher Gezeiten-Energie, und das auch nur zu einem sehr geringen Teil. Daher werden die Ergebnisse als die Summe von Wind und Solar dargestellt. Daten zu Energie und Preisen stehen aus 27 Ländern zur Verfügung und sind in der folgenden Graphik dargestellt:

Die Export-Import-Werte beeinflussen die hier gezeigten Daten, aber nicht so stark, dass sich der Trend der Preise vs. Prozentanteil Wind- und Solar-Erzeugung stark verändert. Eine OLS-Regression [OLS = Ordinary Least Squares] dieser Preisdaten für Wind+Solar zeigt einen ziemlich starken cross-sectional Trend F = 17,54; Modell-Pr = 0,0003; adj R² = 0,39). Die Ergebnisse zeigen, dass ein Land ganz ohne Wind- und Solarstrom im Mittel einen Preis pro „mittlerem“ Haushalt von 12,7 Cent pro kWh zahlen muss, und das erwartete Mittel steigt um 0,48 Cent pro kWh für jede Zunahme des Wind- und Solar-Anteils an der Stromerzeugung (wie in der Graphik gezeigt). Die Signifikanz des Abschnitts liegt über dem 99,99%-Niveau, und der Koeffizient der Preissteigerung liegt beim 99,97%-Niveau. (Der US-Datenpunkt für das ganze Land betrüge 6,5% und etwa 8 Cent).

[Die folgenden beiden Kapitel, ,Diskussion‘ und ,Schlussfolgerungen‘ sind teilweise sehr langatmig, so dass einzelne Absätze nicht mit übersetzt worden sind. Diese Lücken sind gekennzeichnet durch „…“. Anm. d. Übers.]

Diskussion

Dieser Blick auf potentielle Trends der Auswirkung von Stromerzeugung durch Wind und Solar auf die Strompreise hat in den USA bis dato keinen wahrnehmbaren Trend auf das Niveau der Strompreise gehabt. Anders in Europa, wo es zu einem starken Trend steigender Strompreise für die dortigen Haushalte gekommen war.

Subventionen für Wind und Solar waren in den USA über Jahrzehnte substantiell, und die Kosten dafür verteilten sich über das ganze Land [die USA] und weisen zumeist KEINEN Anstieg der Strompreise auf [8]. Die europäischen Länder fangen an, Auspreisung und Beschaffung von Strom relativ zu Wind und Solar zu verschieben einschließlich Auktionen, um die besten Deals für Wind und Solar zu erreichen. Gegenwärtige politische Trends zeigen, dass die Auswirkungen starker Preisanstiege aufgrund der gegenwärtigen Subventionen Schwierigkeiten mit sich bringen (in Gestalt von Widerstand seitens der Wähler) gegen amtierende Politiker, und die Maßnahmen zur Akquise von Wind- und Solar-Ressourcen können durch politische Trends beeinflusst werden. Subventionen in Europa für Wind- und Solarstrom scheinen sich hauptsächlich in den Preisen für die privaten Haushalte niederzuschlagen, so dass die Natur der Subventionen und woher man sie aufbringt die hier erkennbaren Ergebnisse beeinflussen. Subventionen für ältere Windturbinen in Deutschland beginnen im Jahre 2020 auszulaufen, und ob der Anteil von Wind und Solar an der Gesamt-Stromerzeugung nach 2020 erhalten bleibt, ist unbekannt.

Über die Vorzüge spezifischer Subventionen lässt sich streiten, aber Subventionen für Energie gibt es seit Jahrzehnten, und deren veränderliche Natur muss so weit verstanden werden, dass Auswirkungen auf die Entwicklung der Energie-Infrastruktur untersucht werden können. Die US-Subventionen ändern sich gerade, so dass die nächste Dekade der Stromerzeugung anders aussehen könnte als diese Dekade.

Schlussfolgerungen

Diese Untersuchung möglicher wahrnehmbarer Trends der Strompreise infolge zunehmender Anteile von Wind- und Solarstrom haben für Europa und die USA unterschiedliche Ergebnisse gezeitigt. Im numerischen analytischen Abschnitt der Untersuchung wurde der Bruchteil des erzeugten Stromes als unabhängiger und der Strompreis als abhängiger Parameter betrachtet. Die Preisangaben für die USA sind das Gesamtmittel des Preises in den USA als Ganzes, und zwar für alle Endverbraucher zusammen im Jahre 2016. Die Zahlen stammen von der EIA. Preise in Europa sind „mittlere Preise pro Haushalt“ für individuelle Länder, wie sie im Strom-Report-Blog für das Jahr 2016 gelistet sind auf der Grundlage länderspezifischer Tarife. Die US-Stromerzeugung durch Wind und Solar plus die Solartechnologie wurde für jeden US-Staat durch die Gesamt-Stromerzeugung dividiert, um den Anteil von Wind und Solar bei der Stromerzeugung zu berechnen. Sowohl für die USA als auch für Europa gilt, dass Importe nicht als Erzeugung Eingang in diese Untersuchung gefunden haben, anders als die Exporte von in den Staaten/Ländern erzeugten Strom.

In Europa scheinen die Kosten für die Implementierung von durch Wind und Solar erzeugten Strom bis 2016 zumeist über die Stromrechnungen der privaten Haushalte aufgebracht worden zu sein. In den USA tauchen die Subventionen großenteils nicht in den Stromrechnungen auf. Strompreis-Berechnungen für die USA zeigen 2016 keinen wahrnehmbaren Trend. Kohle war der einzige Treibstoff, der einen merklichen Trend aufwies dergestalt, dass je höher der Anteil des durch Kohle erzeugten Stromes war, desto mehr sanken die Strompreise.

Die Strompreise für die „mittleren Haushalte“ in Europa zeigten 2016 einen ziemlich starken Trend (auf der Grundlage von Daten aus 27 Ländern), wobei die Preise parallel mit dem Anteil des durch Wind und Solar erzeugten Stromes stiegen.

Die Ergebnisse dieser Studie ergeben zwei kontrastierende Bilder der Auswirkung der Stromerzeugung durch Wind und Solar auf die Strompreise – mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Strompreise in den USA und in Europa. Es sind hauptsächlich zwei Faktoren, die hierbei eine bedeutende Rolle spielen. Einmal ist das die Art und Weise der Subvention und zum Anderen die Verbindung mit dem Netz und die Übertragung. Ein gewisses Niveau des Weiterbetriebs von Kohlekraftwerken kann ebenfalls eine Rolle gespielt haben.

In dieser Studie ging es nicht um die umweltlichen Auswirkungen von Wind- und Solar-Erzeugungstechnologien, sondern um nicht triviale Auswirkungen. Der Widersinn, sich die Rettung des Planeten auf die Fahnen zuschreiben, in dessen Zuge man lokal verheerende Umweltschäden auslöst, ist reich an Ironie, aber zu kompliziert, um es zu beschreiben.

Es muss noch mehr untersucht werden, wie der brauchbarste Mix von Technologien zur Energieerzeugung aussieht angesichts der erheblichen Zunahme der Erzeugung mittels Wind und Solar während der letzten beiden Jahrzehnte – vor allem vorangetrieben durch neue Subventionen. Dies ist erforderlich, um gegen offensichtlich unerwünschte Auswirkungen vorzugehen, welche bis heute beobachtet werden und die sich während der nächsten Jahre anhäufen dürften. Die Kosten-Nutzen-Rechnung für verschiedene Technologien ist gegenwärtig verschleiert, und der Rauch muss sich verziehen. Davonlaufende Preise und nachlassende Zuverlässigkeit des Netzes sollten nicht akzeptabel sein, obwohl die Klima-Zeloten derartige Bedenken vom Tisch wischen. Es ist einfach besseres Verständnis bzgl. des Potentials einer Optimierung der Erzeugungs-Technologie vonnöten, aber nicht die Gesellschaft spaltende Änderungen.

Die Rettung des Planeten mag ein erhabenes Ziel sein und ist mit Sicherheit eines, dass nunmehr seit Jahrzehnten hinaus posaunt wird. Aber die Zeiten ändern sich, und die gegenwärtigen Untergangs-Szenarien sind alt, ermüdend und wahrscheinlich demnächst irrelevant. Vielmehr muss auf vernünftige Weise über eine zuverlässige Stromerzeugung mittels vergleichbarer Daten nachgedacht werden, um die Stromversorgung im 21. Jahrhundert nachhaltig zu sichern.

Die gegenwärtige Lage in den USA ist nicht gekennzeichnet durch große Themen, obwohl extreme Änderungen wie gesetzlich „100% Erneuerbare“ vorzuschreiben ein solches sein kann. Die gegenwärtigen Konflikte in Australien befeuern politische Verwerfungen, und man kann zusehen, was dort jetzt daraus wird. Die schwindende Zuverlässigkeit des Netzes in Südaustralien ist es aber nicht wert, irgendwo anders reproduziert zu werden. Die Lage in Europa befindet sich in einem starken Zustand der Änderung, und zusätzliche Lektionen aus den Erfahrungen in Europa während der nächsten Jahre können sehr wichtig werden.

Alles in allem haben sich seit mehreren Jahrzehnten bedeutende Änderungen der Stromerzeugung gezeigt, und viel Erfahrung wurde gesammelt und erreicht hinsichtlich der Zunahme der Stromerzeugung mittels Erneuerbarer. Der Schub pro Erneuerbare auf der Grundlage umweltlicher Leidenschaft steht jetzt vor Rückschlägen wegen einiger unerwünschter Nebenwirkungen. Diese Studie soll lediglich einen oberflächlichen Blick auf Änderungen und Trends werfen. Beides muss aber noch näher betrachtet werden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/09/04/a-look-at-impacts-of-wind-and-solar-electric-generation-on-electricity-price/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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41 Kommentare

  1. Und wieso wird dann die weitere Entwicklung von Wind- und Sonnenstrom nicht sofort dem freien Markt überlassen?

    Rätsel über Rätsel!

    • Die gleiche Meldung heute in der Schwäbischen, allerdings sinnentstellend verkürzt.

      Es ist nur von großen Regenmengen die Rede und von großen Strompreisunterschieden. Es hört sich allerdings so an, dass der skandinavische Strompreis höher ist, weil es zu viel Starkregen gab, man kann also hier von „Lückenpresse“ reden.

      Die Schwäbische ist auch total begeistert vom „friedlichen“ Widerstand für eine gute Sache im Hambacher Forst, rechtliche Belange spielen hier keine Rolle, legal, illegal, sch..egal.

      Positiv werden allerdings immer die Waldrodungen für Windräder gesehen, ist ja auch für eine gute Sache, also moralisch gerechtfertigt.

  2. …beim Überfliegen des Textes las ich

    E i n p r e s s u n g

    statt Einspeisung des sog. erneuerten Stromes

     

    Das ist doch lustig .

     

    Vielleicht benutzen Sie den neuen Terminus  “ Einpressung“ in den mit Spannung und Vergnügen erwarteten nächsten Texten von EIKE

     

    Herzlichen Gruß und viel Glück und Erfolg

     

    Doc.Zoobee

  3. Es gibt viele here nationale und internationale Ausbauziele der Energiewender, aber keinen einzigen Plan, der die technische Umsetzung beschreibt. Würde man mal alles auf ein Blatt Papier schreiben, was dazu nötig wäre, MW installierte Wind- und Sonnenleistung, das notwendige Leitungsnetz, GWh Speicherkapazität von was auch immer, Batterien oder Wasserstofferzeugungsanlagen oder Pumpspeichern, evt. noch Backup-Kraftwerksleistung und noch so einiges notwendige mehr, der Irrsinn des ganzen Vorhabens wäre sofort ersichtlich. Und genau deshalb gibt es so ein Papier nirgendwo.

    • Es gibt jede Menge Studien zum Ausbau der Erneuerbaren. Man muss sie nur lesen. Hier nur ein Beispiel: https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/was-kostet-die-energiewende.html

      • Aber aber, Herr Tarantik,

        Sie selbst sollten diese Studie nicht nur lesen, sondern auch verstehen. Da steht soviel Unsinn drin, dass diese selbst als Beweis für eine gescheiterte Energiewende gilt.

        Hier nur zwei Beispiele, die ich innerhalb weniger Minuten gefunden habe:

        – Der Strombedarf wird in stündlicher Auflösung beschrieben. Das ist Quark! Für die Betrachtung der Systemstabilität ist eine sekündliche(!) Betrachtung notwendig. Dynamische Netzstabilität scheint den Autoren ein Fremdwort zu sein.

        – Es wird auf einen verstärkten Stromaustausch mit dem Ausland verwiesen und auf Speicherkapazitäten z.B. in den Alpenländern und Skandinavien. Auch das ist Quark!
        Schon wieder der lächerliche Traum von der Batterie Europas.

        – Das ließe sich beliebig fortsetzen – diese Studie ist nur für Leute geeignet, die das Denken aufgegeben haben und bevorzugt mit sinnbefreiten Links arbeiten – so wie Sie.

         

         

         

        • Für eine Studie ist eine stündliche Auflösung absolut ausreichend.

          „Um alle Schwankungen im deutschen Stromnetz sicher ausgleichen zu können, müssen die Übertragungsnetzbetreiber zu jedem Zeitpunkt insgesamt ein Volumen zwischen 2.500 und 3.500 Megawatt Regelenergie vorhalten – je für positive wie negative Regelleistung (Minutenreserve und Sekundärreserve)“.

          Flexible Kraftwerke sind in der Studie vorgesehen. Wer diese ignoriert, der hat natürlich gedanklich immer ein Problem.

          Der Stromaustausch mit dem Ausland wird heute bereits genutzt, er wird nur in Zukunft noch weiter ausgebaut und bildet so wie heute nur einen kleinen Anteil am Gesamtsystem. Alle anderen Parameter (Speicher, PtG, PtL, flexible Kraftwerke, usw.) bilden auch nur einen Anteil am Gesamtsystem und müssen nur Teilaufgaben erfüllen, und zwar entsprechend ihrer Kostenstruktur. Also, falls Batteriespeicher nicht erheblich billiger werden, werden sie nur einen sehr kleinen Anteil der Aufgabe sukzessive erfüllen. Aber bitte keine Panik, wir sind ja erst bei 40% EE-Anteil an der Nettostromerzeugung.

          • Für eine beliebige Studie ist alles „absolut ausreichend“, aber nicht für die Realität.

            Die vorgesehen flexiblen KW sind vor allem Gas-KW, die sich schon heute nicht mehr lohnen – siehe das wirtschaftliche Desaster der neuen GuD in Irsching. Soll das ein neues Subventionsgrab werden wie die EE?

            Der Stromaustausch mit dem Ausland ist heute sehr gering, denn es fehlen dafür die Leitungen; außerdem braucht das „Ausland“ seinen Strom selber.
            Die in D geplanten Trassen sind Nord-Süd und daher unbrauchbar. Wichtig wären Ost-West Leitungen nach Polen, Tschechien, Frankreich.

            Batteriespeicher? Lachhaft!

            Diese Studie ist nur heiße Luft.

          • Sehr geehrter Herr Tarantik, wie meinen Sie dieses: „Also, falls Batteriespeicher nicht erheblich billiger werden, werden sie nur einen sehr kleinen Anteil der Aufgabe sukzessive erfüllen. Aber bitte keine Panik, wir sind ja erst bei 40% EE-Anteil an der Nettostromerzeugung.“

            Sie verwechseln hier Ursache und Wirkung. Es ist nämlich so, je mehr EE es gibt und je weniger konventionelle Kraftwerke, desto mehr (Akku)Speicher wird benötigt. Die fossilen Backup-Kraftwerke übernehmen derzeit einen großen Teil des Ausgleichs der volatilen Leistung der EE, wenn Sie so wollen als eine Art Speicher, der jederzeit nachgeladen werden kann. Je mehr EE es gibt, desto gravierender sind auch die Unterschiede zwischen zuviel und gar keiner Leistung. Fallen also wie politisch gewünscht diese Backup-Kraftwerke aus bei gleichzeitigem Zubau von EE, müssen deren gewaltige, zuverlässige Kapazitäten z.B. durch Akkuspeicher ersetzt werden.

            Da auch im Ausland konventionelle Kraftwerksreserve abgebaut wird, werden die Importe bei weitem nicht mehr ausreichen bei Dunkelflauten, die Leitungen nach Norwegen haben eine lächerliche Kapazität von 2,4 GW.

            Soviel Gaskraftwerke und vor allem so viel Gas können Sie gar nicht vorhalten, um das abzufangen, also stehen Speicherinvestitionen in Billionenhöhe an, die alle auf den Strompreis angerechnet werden.

            Das kostet dann für den Verbraucher die übliche Kugel Eis, allerdings pro Stunde!

          •  
            Wir könnten 100 % EE-Anteil haben,
            bei 80 % Stromausfall und strenger Reglementierung.

            Damit könnten dann auch Menschen, die sehr gut bei Kasse sind, zu 100 % der Zeit mit Strom versorgt werden.

            Es werden Smart Meter kommen, vom Netzbetreiber zu steuern und vom Kunden, zum eigenen Schaden, zu bezahlen.

            Der Grundstein wird gerade gelegt, so, dass jeder Verbraucher, nach Belieben, vom Netz genommen werden kann.

            Das ist Redispatch nach grüner Art, angereichert mit Korruption und Skrupellosigkeit.

            Wir schaffen das!

          • „Aber bitte keine Panik, wir sind ja erst bei 40% EE-Anteil an der Nettostromerzeugung.“

            Da ist Deutschland noch lange nicht. Gesamtstromerzeugung in D 2015 647 Mrd. kWh. Davon mit Windmühlen 13,3 % und mit Solarpanels 5,9 %. Das macht 19,2% und keine 40%. Alles andere war schon da bevor die Irren in der Politik den Zwangskauf von Strom von Solarpanels und Windmühlen verordneten.

      • Wie sie am Titel „was kostet die Energiewende“ schon erkennen können, ist wahrscheinlich Jürgen Trittin Mitautor unter einem Pseudonym. Die Qualität spricht dafür.

        Die Energiewende kostet nämlich jeden Haushalt „eine Kugel Eis pro Monat“.

      • Sicher gibt es irgendwelche Studien. Aber ist das realistisch? Und sagt irgendwer dem Wähler, was die Energiewender für ihn planen? In der genannten Studie wird von einer Reduzierung des Primärenergieverbrauchs von derzeit 3.579 TWh auf 2.087 TWh ausgegangen. Wind und Sonne werden mit einer installierten Leistung von 290-540 GW geplant!!! Die Nachfrage muss zukünftig flexibel sein. Batterie-Speicher und Power to Gas wird installiert und irgendwie braucht es auch rund 100 GW installierte Leistung von Backup-Kraftwerken. Kosten soll das alles NUR rund 8 Billionen Euro. Und das wird wieder so eine Kugel Eis werden. Das meine ich, wenn ich sage, dass der Irrsinn bei der Energiewende überall mit Händen zu greifen ist.

      • @T.Heinzow

        Ihre Zahlen aus 2015 sind sehr alt. Aktuell sind im ersten halben Jahr 2018 bereits 40% EE-Anteil erreicht. EE-Anteil bedeutet eindeutig mehr als 25% Solar- und Windstromanteil am Nettostromverbrauch.

        Wer mit alten Zahlen lebt und argumentiert, der wird weder die Gegenwart noch die Zukunft verstehen. Deshalb hätte man auch vor 3 Jahren nicht argumentieren können, dass neue Kernenergie deutlich teurer ist als aktueller Solar- und Windstrom kombiniert mit flexiblem Kohle- und Gasstrom. Heute ist neue Kernkraft praktisch doppelt so teuer in Europa und damit aus rein wirtschaftlichen Überlegungen uninteressant. Ideologisches Bashing ist also von Freunden und Gegnern der Kernkraft unnötig.

        Neue Solarkraftwerke in Saudi Arabien können Strom für 1,5 Ct/KWh produzieren, in Spanien ca. für 3 Ct. und in Deutschland ergaben die letzten Ausschreibumgen ca. 5 Ct. Das nur zur Erklärung der Spanne von 1,5 bis 5 Ct. Dass sich in Sibirien keine Solarkraft durchsetzen wird sollte somit auch jedem klar sein und dass die Sonne nachts nicht scheint, hat sich erstaunlicherweise auch bei den EIKE Kommentatoren schon herumgesprochen.

        • Bevor Sie das alles zum x ten Mal wiederholen, das die „Erneuerbaren“ so toll sind, sollten Sie zustimmen, dass ab sofort die Vorrangeinspeisung und die Festpreisvergütung aufgehoben wird. Denn nach Ihrer Beweisführung brauchen das Ihre „Erneuerbaren“Erzeuger schon lange nicht mehr.
          Im Übrigen sollten Sie sich an einer Investition beteiligen die den billigen Strom für 1,5 ct/kWh in Saudi-Arabien erzeugt, nach Deutschland transportiert. Sozusagen ein Desertec II Projekt. Genug Dumme die das mit unserem Steuergeld bezahlen werden, finden sich bestimmt.

          •  
            @ admin

            Vorsicht!
            Dieser Herr kann den Strom in Jutesäcken nach Deutschland bringen.

            Saudi‑Arabien wird seinen Energiebedarf mit Kernenergie decken und dann den Überschuss an das arme Deutschland verschenken.

            Die Produktion der Säcke ist schon heimlich angelaufen. Ein Aktienpaket habe ich mir frühzeitig gesichert.

            Was ist EIKE rückständig!
            Das muss man doch wissen!

          • Ihre Erzürnung und Aufregung ist unnötig. Es ist auch unnötig die Erneuerbaren toll zu finden. Das einzige was zählt sind die Kosten. Und neue Kernenergie hat aktuell, auch gegenüber der Kohle, das Kostenrennen verloren.

            Saudi Arabien wird schlicht und einfach so viel solaren Mittagsstrom wie kostenmäßig sinnvoll und möglich erzeugen und damit wertvolleres Öl ersetzen. Ganz normales ökonomisches Verhalten.

          • Ja Herr Tarantik,

            aus nächster Quelle habe ich erfahren: Pv nur zu invest, also Kapitalanlage angeschafft, wegen der 50 Cent Vergütung. Und mit dem Ertrag über diesen Sommer unzufrieden, nur 75% Leistung weil zu warm und auch zu schmutzig. Was wollen Sie also mit Pv in Saudi-Arabien? Wo es ja noch heißer ist als es hier im Sommer war! Die werden Sich vielleicht einen Park anschaffen und dann mal sehen was der so bringt, auch versorgungstechnisch. Desertec lässt grüßen.

        • Sie sollten hier keinen Dummfug verbreiten, Herr Tarantik. Erneuerbare Energie (EE-Anteil) gibt es physikalisch nicht. Wer solchen begrifflichen Unfug nutzt kann nicht ernst genommen werden. Und wer Netto und nicht Brutto als Entscheidungsgröße nutzt hat keinerlei Kenntnisse von Mathe, Physik und Ökonomie. Ich kann das beurteilen, denn ich habe das alles erfolgreich studiert. Desweiteren ist Stromerzeugung mit Müll, Wasser und Kohlenwasserstoffgasen schon lange im Geschäft, also nix Neues wie die unsinnigen Windmühlen, mit denen man es vor dem 1. Weltkrieg bereits versucht hat und dann noch mal unter Adolf Hitler, und jetzt wieder mit den Irren unter der freiwilligen „DDR“-Wissenschaftlerin Merkel.

          “ Heute ist neue Kernkraft praktisch doppelt so teuer in Europa und damit aus rein wirtschaftlichen Überlegungen uninteressant.“

          Es steht Ihnen frei sich zu den LW-Reaktoren und deren Kosten zu äußern, nur sollten Sie mir nicht unterstellen ich täte das.

          „Neue Solarkraftwerke in Saudi Arabien können Strom für 1,5 Ct/KWh produzieren“

          Erstens habe ich mich noch nie über den Wüstenstaat hier geäußert und 2. kostet der Solarstrom in Saudi Arabien nach Sonnenuntergang gar nichts, weil er nicht lieferbar ist.

          Und was Deutschland betrifft, so kann ich hier keinen Solarstrom für 5 Cent/kWh kaufen, denn es gibt ihn nicht nachfragegerecht.

          Also hören Sie auf hier Dummfug zu schreiben. Das EEG ist eindeutig ein Betrugsgesetz zur Finanzierung von Parteifreunden und Parteispendern.

           

           

          • Und was hat das alles damit zu tun, dass aktuell neue Kernkraft deutlich teurer ist als neue Gas- und Kohlekraftwerke?

  4. Der Stromerzeugungsanteil von Sonne und Wind in D betrug in 2016 bereits ca. 21% (7 + 14) und in 2017 ca. 25% (7 + 18) von der Nettostromerzeugung. Siehe: https://www.energy-charts.de/energy_pie_de.htm?year=2017

    Bitte mehr Wert auf korrekte Zahlen legen. Zumindest die Größenordnung sollte stimmen.

    • @Rudi Tarantik

      Diese 21% Stromerzeugungsanteil von Sonne und Wind kann man genauso gut mit einen Fahrrad Dynamo erreichen….dazu wird nur die benötigte menschliche Muskelkraft benötigt…der Bevölkerungsanteil Asiens müsste eigentlich dazu in der Lage sein diese 21% auch zu stemmen…nur mit Muskelkraft und einen Fahrraddynamo….aber die werden uns wohl nicht verstehen…schließlich setzen die auf Kohle, Gas und vor allen die Kernenergie…ist nicht so anstrengend und zuverlässiger als menschliche Muskelkraft, Sonne und Wind.

      • Die 21% Solar- und Windanteil sind deutlich mehr als die 13% Kernenergienateil in 2018. Ich denke nicht, dass Sie diese 13% mit Muskelkraft ersetzen wollen. Mehr kann ich aus Ihrer Polemik nicht herauslesen.

        • @rudi

          Nur das die 21 Prozent sich verhalten wie die Wohlstands verwöhnten 68er und die 99 Prozent der Zeit nichts arbeiten und die 13 prozent der Kernenergie nicht nur rund um die Uhr arbeiten sondern auch noch die faulen und unzuverlässigen 21 Prozent mit durchfüttern!

  5. Weltweit haben sich die Stromerzeugungskosten stark verschoben. Die aktuellen Solarstromlosten liegen bei 1,5 bis 5 Ct/KWh, wohingegen neue Kernkraft bei 11-24Ct/KWh liegt.

    Statusbericht: Atomkraft gerät ins Hintertreffen

    Wer jetzt noch uralt Produktionskosten für irgendwelche Vergleiche heranzieht, der wird nicht verstehen, wie sich der weltweite Markt für Stromerzeugung entwickeln wird.

    • Und warum bricht dann sofort der EE-Markt zusammen wenn die EEG Umlage gestrichen wird? Wenn Sonnenstrom und Windstrom doch so billig sind, wieso dann noch weiter EEG Umlage zahlen? Auf die Erklärung bin ich jetzt gespannt…..

    • Dann sollte es doch kein Problem sein, direkt alle Subventionen zu beenden, wenn doch der Strom so billig ist.
      Sie dürfen nicht alles glauben, was das Erziehungsfernsehen so sendet.

    • Lieber Hr. Tarantik,

      danke für diese Fantasiezahlen der PV-Profiteure.  Sie haben bisher anscheinend nicht erkannt, dass Strom in erster Linie eine Dienstleistung ist, die in Sekundenbruchteilen in genau dem Moment erbracht werden muss, wenn sie gebraucht wird. Das können weder Wind noch Sonne leisten. Da nutzen keine Zahlenspielchen mit Gestehungskosten: Wenn der Strom nicht kommt, wenn er benötigt wird, ist die ganze Anlage nichts weiter als teurer Edelschrott. Das gilt deshalb für die gesamte „Energiewende“.

      Mfg

    • “ Die aktuellen Solarstromlosten liegen bei 1,5 bis 5 Ct/KWh“

      Ich freu mich riesig über diesen billigen Preis, wo ich jetzt die Antwort an Sie schreibe. Es ist 2243 Uhr.

      • Nachts wird der Strom von flexiblen Kohle und Gaskraftwerken für ca. 4-6 Ct erzeugt. Der Nachtverbrauch liegt um ca. ein Drittel niedriger als der Mittagsverbrauch, den mittlerweile im Sommer ziemlich exakt die Solarkraft liefert. Da Sie ja lesen können, besteht kein Grund zur Panikmache. Oder besteht eine grundsätzliche Phobie vor der Zukunft?

  6. Trittin hatte doch mal gesagt, dass das nicht mehr als 1 Kugel Eis kostet. Und wieviel kostet die? Da meinet er sicher die hier:

    https://tinyurl.com/y9ua9g4t

    Da kostet 1 Kugel Eis 719 Euro.

    Aber mal etwas anderes. Ich denke schon eine Weile drüber nach, bin aber weder Klimaexperte noch Geologe. Was passiert, wenn wir massenhaft Windenergieanlagen auf der Welt haben? Wenn die Energie aus dem Wind genommen wird, wird die  Luftströmung  viel geringer. Ist der Wind dadurch viel geringer, dann gerät das Wetter durcheinander. Ist es uns im Sommer zu warm, benutzen wir einen Lüfter. Das kühlt unseren Körper. Wir brauchen also auch Wind. Die Wärme wird sonst nicht ausreichend schnell von Gebäuden und der Bodenoberfläche abgeführt. Die Windenergieanlagen bremsen den Wind.  Das führt damit zu einer Klimaerwärmung. Gleichzeitig wird auch mehr CO2 in der Luft gespeichert, es ist nicht mehr in Bewegung. Was nun?

      • Herr Neulen, das ist aber auch nur wieder statistischer Unsinn. Da will wohl jemand begründen, dass mehr Solar- und Windkraftanlagen für die Umwelt notwendig wären. 2009 hat ein Geograph der Freien Universität Amsterdam in einer Fernsehsendung gesagt, dass er seit Jahrzehnten immer wieder in die Sahara reist. Die Sahelzone bekommt immer mehr  Wasser von der Natur und immer mehr Pflanzen wachsen. In den Medien und der Politik wurde dagegen von der Austrocknung geredet. Wenn schon 2009 seit Jahrzehnten die Austrocknung immer mehr verschwindet, hat das nichts mit Solar- und Windkraftanlagen zu tun.

        In dem Video sind mehrere Fernsehsendungen zusammengefasst:

        https://tinyurl.com/ybhaq6qb

        Es lohnt sich, dieses Video anzusehen. Schon Harald Scmidt, hat diese Trickserei von ARD und ZDF erkannt und hat etwas humorvoll darüber berichtet. Vielleicht wurde deshalb seine Sendung aus der ARD  rausgeschmissen.

        • Ja Herr Dr. Ständer,

          So als Gag habe ich das auch verstanden. Wollte Ihnen nur was zum Schmunzeln geben. Sicherlich ist das U Fug, wo es doch dieses Jahr bei soviel wind- und pvparks hier so trocken ja noch immer ist. Leider besagt der Artikel nix genaues über die erforderlich Größe der, also Ausdehnung der Anlagen. Im Weiteren liest sich was über das Zupflastern der gesamten Sahara, weil die wollen ja die ganze Welt mit EE-Strom versorgen. Leiden wohl an Hybris diese Wissenschaftler 🙂

    • Sehr geehrter Herr Dr. Sander,

      Gute Frage, kurze Anwort: Abwarten.

      Die ersten, wenn auch schon etwas aelteren, Windmuehlen kann man heute in Freilichtmuseen besichtigen, andere Muehlen haben sich re-naturalisiert. Die heutigen Windmuehlen werden allerdings re-powered und die Lebensdauer hat sich nun auf 25 Jahre erhoeht. Solange die Physik der Atmosphere beim Publikum aber noch nicht angekommen ist, werden noch mehr Muehlen gebaut werden. Ich sehe deshalb keinen Fortschritt, sowohl in der deutschen als auch europaeischen Energiewirtschaft. Fuer Sie, und alle, die mitlesen, sei die webseite https://windeurope.org/about-wind/daily-wind/capacity-factors empfohlen. Wenn Sie sich in einem der Diagramme die Kernkraft  wegdenken wuerden, waere Europa bereits im Dunkeln, dann noch Kohle, und wir wuerden leben wie frueher: Einmal in der Woche der Reihe nach Baden.

      Sie haben voellig recht: Man muss die Gesamtenergie der Atmosphere betrachten. Die an sich schon  relativ geringe kinetische Energie wird reduziert und damit die bodennahe Windgeschwindigkeit innerhalb des Windfeldes. Dies fuehrt zu einer Reduzierung von latenter und sensibler Waerme, die die Temperatur zwangslaeufig erhoeht und die Wolkenbildung beinflusst. Damit erreicht man das Gegenteil der angestrebten Temperaturreduzierung. Denn Energie wird nicht verloren, sie ist eben nur woanders.

      Bei der Auslegung von Windparks wird darueber hinaus ein Parkwirkungsgrad, manche sagen auch Feldwirkungsgrad, beruecksichtigt, Er liegt im Bereich von > 80%. Das ist der unvermeidliche Leistungsverlust der hinteren Anlagen hauptsaechlich durch Verschatten  aufgrund der niedriger Windgeschwindigkeiten. Ein wichtiger, auch kostenrelevanter, Einfluss.

      Das mit dem CO2 ist  physikalisch geklaert, schon seit einiger Zeit, um nicht zu sagen, Jahrzehnte. Dieses Spurengas kann die Temperatur am Boden nicht erhoehen. Ohne Quantenmechanik und Planck & co kommt man da allerdings nicht zurecht. Ich moechte  auf eine Arbeit von Michael Monce hinweisen, der den Greenhouse Effect at the Molecular Level berechnet hat. Da er sich nur auf die H2O- und CO2-Molekuele bezogen hat, war die Energiebilanz fuer mich schluessig nachvollziehbar.

      MfG

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