Golfstrom geht es gut: PIK-Schauergeschichte erhält herben Dämpfer

Immer wieder wird von den Alarmisten, voran Stefan Rahmstorf vom PIK mit besorgter Miene eine Abschwächung, gar ein Abbruch des Golfstromes prognostiziert. Das würden seine semi-empirischen Modelle so prognostizieren. Eine Studie der Universität Bergen kommt nun zum gegenteiligen Ergebnis.
von die kalte Sonne

Das große Schrecksszenario aus “Day after tomorrow” wird immer wieder aufgewärmt. Die Versüßung des oberen Endes des “Golfstromes” durch das schmelzende Eis in der Arktis reduziere den Nordatlantikstrom (NAC), und doom and gloom kommt über den nordatlantischen Raum. Nun hat ein Team von Forschern um Carina Bringedal von der Universität in Bergen das nördliche Ende der nordatlantischen Meereszirkulation untersucht (Bringedal & Eldevik 2018). Ergebnis: der Zufluss (“inflow”) von warmem Wasser und der Rückfluss (“overflow”) von dichterem Tiefenwasser gehen schön synchron, und seit 1998 sehen wir kein Langzeit-Divergieren wie es zu beobachten sein sollte, wenn die Versüßung die “Pumpe” langsamer machen sollte. Auf kürzeren Zeitskalen werden die Strömungen durch die Winde und die NAO beeinflusst, auf längeren Skalen durch die AMOC. Kein Zeichen von “kollabierendem Golfstrom” durch die antropogene Erwärmung der Arktis und dem damit verbundenem Schmelzen des Eises (Abb. 1). Auch hier also Entwarnung, die Katastrophe steht nicht vor der Tür.

Abbildung 1: Transportierte Wasservolumina im Nordatlantik während der vergangenen 25 Jahre. Graphik:  Bringedal & Eldevik 2018

 

In der Arbeit um die es bei den Doom and Gloom Voraussagen bzgl. des nachlassenden Golfstromes geht (Caesar et al. 2018), wird noch ein zweiter Grund genannt: anthropogene Einflüsse lassen es über dem nördlichen Atlantik mehr regnen. Auch das wird nicht beobachtet (Abb. 2).

Abbildung 2: Entwicklung der Regenmengen im nördlichen Atlantik in den letzten 35 Jahren. Graphik: KNMI Climate Explorer. Daten: NOAA.

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5 Kommentare

  1. Die Süßwassereinträge durch Flüsse rund um das Nordpolarmeer wurden ja schon genannt. Zudem schmilzt jeden Sommer ein Großteil des artischen Meereises, also Süßwasser. Der Golfstrom kommt aber dadurch auch nicht zum Erliegen. Weiß jeder Segler, der von Florida nach England segelt. Der Golfstrom ist windgetrieben und rezirkuliert teils vor der Küste Afrikas. Nur ein Teil bildet den Nordatlantikstrom und die thermohaline Zirkulation ist vor allem temperaturgetrieben und nicht salzgetrieben. Das Golfstromsystem ist bisher nur in Eiszeiten versiegt, wo das Meeseis so weit nach Süden reichte, dass das der Strom nicht weiter nach Norden fließen konnte. Herr Rahmstorf hatte ich das alles schon mehrfach erklärt, aber er un Gefolgschaft verstehen es leider nicht.

  2. Ein weiterer wichtiger, meist vergessener und nicht zu vernachlässigender Süßwasserzufluß in das Nordpolarmeer bilden die großen sibirischen Flüsse Ob, Jenissei, Lena und Kolyma. Sie tragen sehr viel Süßwasser ein. Ihre Wassermenge ist nach Hans-J. Dammschneider („Außer Sicht“) mit 50 000[m²/s] gegenüber dem Golfstrom zwar sehr gering, aber dieses spezifisch leichtere Süßwasser „klebt“ sozusagen an der Oberfläche. Diese Menge ist immerhin etwa 1500 km³ pro Jahr.

    Demgegenüber scheint das Süßwasser des schmelzenden Grönlandeises fast vernachlässigbar: „Grönlands Eisschild verliert heute täglich eine Milliarde Tonnen Eis“. Das wären „nur“ 365 km³ pro Jahr und im Effekt des Absinkens des Warmwassers des Golfstromes eher von zweiter Wichtigkeit.

    Zu der „Warmwasserheizung“ des Nordens: Der Atlantik ist der wichtige Ozean, der von der Südhalbkugel her den hohen Norden und die Arktis mit zusätzlicher Wärme versorgt. Bei 30⁰ Breite fließen im Atlantik ca. 10^15 [W] nach Norden (nach Hupfer „Witterung und Kilma“, Bild 10.9). Das entspricht grob 25% der Sonneneinstrahlung in den Nordatlantik! Der Atlantik ist also eine wirkliche „Heizung“ des Nordens, die sich auf die ganze Nordhalbkugel auswirkt. Die Temperaturen steigen bis zu 10⁰ [C] über das hier zu erwartende Niveau, und in der Folge der Westwinde sorgt das für das recht milde Klima Nordwesteuropas.

    MfG
    G.Wedekind

  3. Immer wieder derselbe Mumpitz.

    Die Wassermengen der Thermalen Zirkulation an der Oberfläche im Atlantik gen Norden und dann nach unten und unten dann weiter wie dargestellt, sind immens und dementsprechend deren kinetische Energie.

    Bevor also die Bewegung oben zum Stillstand kommt, muß sie auch unten gen Stillstand tendieren. Und da auch noch der Pazifik mitspielt da dasselbe Spiel. Und das benötigt viel Energiewegnahme, um auf Null zu kommen. Wo soll die denn geklaut werden? Und wer kann die denn klauen?

     

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