Den Klima-Fluch brechen

Kann Trump den Fluch der Erneuerbaren-Piraten brechen? Bild: Tina Gössl / pixelio.de

Rupert Darwall, The Weekly Standard
Der Rückzug aus dem Pariser Abkommen war nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer realistischen globalen Energiepolitik.

Vor 13 Jahren sah sich ein Republikanischer Präsident, welcher die USA aus einem drückenden Klimavertrag zurückgezogen hatte, isoliert beim jährlichen Treffen westlicher Spitzenpolitiker. „Tony Blair beklagt einen beispiellosen Riss zwischen seinem Land und den USA bzgl. Klimawandel auf dem G8-Gipfel nächste Woche. Der Gipfel wird zu einem Schluss-Kommuniqué führen, dem sieben Nationen zustimmen werden und bei dem Präsident George Bush außen vor bleibt“, berichtete der Guardian über das Treffen. Frankreich und Deutschland wollten lieber ein geteiltes Kommuniqué als gar keines, hieß es in dem Artikel.

George W. Bush, welcher sein Land aus dem Kyoto-Protokoll 2003 herausgelöst hatte, beugte sich und stimmte einem offiziellen Dokument zu, in welchem bestätigt wurde, dass die globale Erwärmung im Gange ist und dass „wir genug wüssten, um jetzt zu handeln“. Der G8-Gipfel im Jahre 2005 brachte die USA zurück auf den Weg, der ultimativ über den Kopenhagener Klimagipfel – wo China und Indien US-geführte Versuche zu einem globalen Klima-Vertrag marginalisierten – zum Paris-Abkommen 11 Jahre später führte.

Es war ein völlig anders gearteter amerikanischer Präsident, der im Juni dieses Jahres dem G7 in Charlevoix beiwohnte (nachdem man Russland im Jahre 2014 die Tür gewiesen hatte). Hätte es nicht den Zwist zwischen dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau und Präsident Trump gegeben, wobei Ersterer mit Vergeltungs-Strafzöllen auf Stahl- und Aluminium-Zölle von Letzterem reagierte, wäre der Klima-Split die große Story gewesen. Während vor 15 Jahren die bloße Möglichkeit der Isolierung Bush zu einem Kompromiss bewegte, durchbrach Trump die Isolation und fügte einen America only-Absatz in das Gipfel-Kommuniqué ein, in welchem er den fundamentalen Widerspruch zum Rest der Gruppe umriss.

„Die USA glauben, dass nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung abhängig sind von ungehindertem Zugang zu bezahlbaren und zuverlässigen Energiequellen“ heißt es darin, gefolgt von einem Angebot eines Manifestes für globalen Energie-Realismus. Dieser eine Absatz ist definitiver als die Ankündigung des Präsidenten im vorigen August, sich aus dem Paris-Abkommen zurückzuziehen. Immerhin hat George W. Bush das Kyoto-Protokoll abgelehnt, welches Bill Clinton unterzeichnet hatte. Und Trump ließ bei seiner Ankündigung des Rückzugs die Tür offen für eine Teilnahme der USA an einem neu auszuhandelnden Klima-Abkommen. In Charlevoix schloss er diese Tür. Anders als 2005 ist derzeit kaum zu erkennen, wie man da zurückgeht.

Das ist weit mehr als eine Prozedur. Trump bricht den Fluch der Unvermeidlichkeit des Übergangs zu erneuerbarer Energie. Der Eindruck eines unwiderstehlichen Impulses war eines der wirksamsten Werkzeuge bei dem Zwang, dem Klima-Katechismus zu folgen. Wie im Sozialismus wird der Übergang zu sauberer Energie scheitern, weil dieser nicht funktioniert. Aber es bedarf einer starken Führerschaft, um den Ruin zu vermeiden, den die falsche Versprechung einer kostenfreien Dekarbonisierung mit sich bringen würde.

Der Rückzug aus dem Paris-Abkommen war der erste Schritt. Der Präsident hat auch den Krieg seines Vorgängers gegen die Kohle beendet. Im globalen Maßstab kann die fortgesetzte Befürwortung von Energie-Rationalität seitens der Regierung Freunde unter den Armen der Welt gewinnen, und einige der dynamischsten Ökonomien der Welt können zu Alliierten werden. Das geostrategische Potential amerikanischer Energie ist bereits spürbar. Amerikanisches Gas wird nach Polen und amerikanische Kohle in die Ukraine exportiert – was die Abhängigkeit der Region von russischem Gas verringert. Anfang Juli hat der Präsident auf dem NATO-Gipfel darauf hingewiesen, dass aus Deutschland via der Pipeline aus Russland „Milliarden Dollar“ pro Jahr eben dorthin fließen werden, obwohl er danach die strategische Logik seines Arguments auf der katastrophalen Pressekonferenz mit Wladimir Putin in Helsinki am 16. Juli untergrub. Die Trump-Regierung sollte jetzt ihre Beziehungen zu anderen Energie-realistischen Nationen stärken und der Welt die Vorteile des amerikanischen Sonderwegs bzgl. Energie vor Augen führen – als da wären heimische Arbeitsplätze, boomende Exporte und eine Flucht vor der schlimmen Energiepolitik, die auf einer fälschlich kolportierten Ressourcen-Verknappung beruht.

Der ganze Betrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/breaking-the-climate-spell/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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11 Kommentare

  1. Und in Japan sind 9 Kernkraftwerke wieder in Betrieb und weitere 16 im Genehmigungsverfahren! Deutschland wartet weiter auf seinen Tsunami und der wird kommen, wenn das letzte Kernkraftwerk und die letzten Kohlekraftwerke abgestellt sind.

  2. Die Autokraten-EU hat gerade angefangen, die Klimaziele verschärfen zu wollen. Bis 2030 soll die CO2-Emission noch mehr gesenkt werden, als schon jetzt vorgegeben. Wie tönt die Splitterpartei FDP? Die Bewältigung des Klimawandels ist eine Menschheitsaufgabe.

    Früher diktierte die Bundeskanzlerin: Alternativlos – und das Volk kuschte. Heute hat das Volk eine Alternative.

  3. „den Fluch der Unvermeidlichkeit des Übergangs zu erneuerbarer Energie“

    Ein Fluch ist das nicht sondern pure Geldgier. Der Preis einer Ware bestimmt den Gewinn und je höher der Preis ist, desto höher der Gewinn. Und wenn dann auch noch die Menge reduziert wird, was ja speziall bei Wind- und Solarenergie der Fall ist – nachts gar keine Solarenergie und zudem tageszeit und wolkenabhängig – , steigen die Preise wegen sinkenden Angebots … . Also geschäftsmäßig sind die Solar- und Windmühlenfürsten schon clever, weil das Volk dumm ist, dank der dummen Lehrerschaft.

  4. Der Allgemeinheit viel zu wenig bekannt ist die Dürre in Mitteleuropa im Jahre 1540, die eindeutig beweist, dass Hitzewellen wie heute nicht unbedingt anthropogen sein müssen. Selbst Wikipedia kommt nicht umhin, das zuzugeben!

  5. Ich will es mal so sagen…die Klima Alarmisten beklagen sich über den Zustand des Klima…über einen Zustand des Chaos…der Launigkeit des Klima…das sich das Klima wandelt…aber genau das ist doch das Wesen des Klima…der WANDEL…das Chaos…der Wechsel von Kalt zu Heiß und von Heiß zu Kalt…1974 hat man noch eine neue Eiszeit vorausgesagt…heute sagt man eine neue Heißzeit voraus….die Politik will das Klima und sein Wesen des Launischen…der Wandlung nicht schützen sondern das Klima einhegen und kontrollieren…das Klima auf 2 Grad beschränken….das Klima nur „Gut“ sein lassen…gerade so wie es einen gefällt und passt…bzw. wie es den Regierenden und Medien in ihre Machtpolitik passt….denn nur um das geht es beim Thema CO2 und Klima…um Macht über die Gesellschaft…um Macht der Eliten über den Rest der Welt.

     

    • …denn nur um das geht es beim Thema CO2 und Klima…um Macht über die Gesellschaft…“

      ??????? –   Kann es vielleicht sein, dass eine 2 Billionen Spende des deutschen Michel den Einen und den Anderen auch ein ganz klein wenig motiviert hat?

      • @Ulrich Wolff

        Um die 2 Billionen von der Deutschen Gesellschaft locker zu machen bedarf es einer medial-politischen Führerschaft in Gestalt einer Kanzlerschaft..und Merkel ist fue diese Aufgabe wie gemacht mit ihrer FDJ Vergangenheit

        • Es werden nicht „2 Billionen locker gemacht“, sondern gestohlen! – Manche machen damit lachend Profite, für alle steigt das Risiko, im Dunkeln zu sitzen wo manche bereits sitzen, weil Strom für sie unbezahlbar wurde!! Halleluja!

          • @Ulrich Wolff

            Die Politik bestiehlt uns…saugt uns aus…es ist das EEG und Energieeinsparverordnung die uns Bürger das Geld aus den Taschen zieht…es sind politische Gesetze…MARKTFEINDLICHE…GESELLSCHAFTSFEINDLICHE GESETZE die uns das Geld aus den Taschen zieht….ES IST DIE POLITIK der Grünen Sozialisten unter der Führung einer Medien Merkel die uns das Geld aus den Taschen zieht, Hr. Wolff!

  6. Der Sachverhalt   Das-CO2-ist-klimaneutral  liegt den zuständigen Bundesministern und allen Abgeordneten des Bundestages seit einigen Monaten vor, zusammen mit der Aufforderung, die  Korrektur der gravierenden Fehler in der deutschen Klima- und Energiepolitik unverzüglich einzuleiten. – Der Wirtschaftsminister verweist auf  die  „zunächst“ zuständige Bundesministerin Frau Schulze, die jedoch nicht einmal den Eingang  der Information bestätigt.  – Schweigen im Walde!

    „Beamtenmikado? – Wer sich zuerst bewegt, hat verloren!“ – Sicher nicht! – Wer will schon zugeben, dass der „Don Quijote der Frau Merkel mit seiner Rosinante“ (sagt das Handelsblatt im Morning Briefing) jetzt lediglich heran reitet, um lange Leitungen mit 30.000 Windmühlen zu verbinden, obwohl die Abschaltung der Braunkohlenkraftwerke weder nötig ist, noch dadurch möglich werden könnte. – (Allerdings sind die Leitungen dringend nötig, um den fehlenden Strom der in Deutschland wegen dort  fehlender Tsunamis abgeschalteten Kernkraftwerke durch Braunkohle Strom zu ersetzen!) –

    Da Trump diesen Flurschaden nicht hat, ist für ihn die Rückkehr zur Vernunft  natürlich wesentlich leichter! 

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