Klarstellung der Fakten zur Kritik von J. Marotzke an unserer Arbeit über den CO2 Kreislauf

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke und Prof. Dr. Carl Otto Weiss
Eine wissenschaftliche Arbeit der beiden Autoren wurde, nach peer-review, in einer offenbar unerwünschten Zeitschrift veröffentlicht. Es setzte diffamierende Kritik sowohl am Inhalt als auch an der Wahl der Zeitschrift vom Max Planck Instituts Direktor J. Marotzke. Wir gehen hier auf die sachlichen sowie unsachlichen Anwürfe ein

Die Vorgeschichte

Die Vorgeschichte der hier behandelten Fachpublikation von Horst-Joachim Lüdecke und Carl Otto Weiss mit dem Titel „Simple Model for the Antropogenically Forced CO2 Cycle Tested on Measured Quantities“, veröffentlicht im  Journal of Geography, Environment and Earth Science International, ISSN: 2454-7352, Vol.: 8, Issue.: 4″ (hier), wurde bereits in den EIKE-News (hier) im Abschnitt „Warum JGEESI?“ geschildert. Ferner wurde dort auch auf das Thema „Raubverleger“ näher eingegangen, welches in einer ARD-Sendung (hier) unter Missachtung aller Fakten und Hintergründe zu einer Bedrohung seriöser wissenschaftlicher Forschungstätigkeit und -publikation hochstilisiert wurde. Wir kommen auf dieses Thema noch in einer separaten EIKE-News zurück.

Hier geht es vorerst nur um die Kritik von J. Marotzke an unserer in JJGEESI erschienenen Arbeit, die er auf Nachfrage eines interessierten Lesers demselben schriftlich mitteilte und dieser Leser uns dann das Schreiben zur Verfügung stellte. Marotzke schreibt wörtlich

—– Zitatbeginn

„In Kürze: die Arbeit ist unglaublich schlecht und genügt nicht den allerniedrigsten Standards. Es wird ein einfaches Modell für die Aufnahme anthropogenen Kohlenstoffs durch Ozean und Landbiosphäre erstellt und geschlussfolgert, dass die atmosphärische Konzentration von CO2 den Wert von 800 ppm nicht überschreiten kann, weil es so aus ihrem Modell herauskommt. Der Wert ihres Modells ergibt sich angeblich daraus, dass es beobachtete Werte „perfekt“ reproduziert. 

Fatale Probleme:

  1. Das Modell hat nur eine einzige Zeitskala für den Kohlenstoffkreislauf, dabei ist wohlbekannt, dass dies falsch ist (z. B. IPCC WGI AR5, Box 6.1).
  2. Der Widerspruch zu allen anderen, ausgefeilteren Modellen wird auf drei Zeilen damit „ausgeräumt“, dass er spekulativ auf einen bestimmten Effekt zurückgeführt wird, und dieser Effekt sei ja bisher noch nicht nachgewiesen. Also gibt es ihn angeblich nicht, auch nicht in der Zukunft. Ein solches Ignorieren bisheriger Arbeiten ist nicht akzeptabel.
  3. Das Maximum in atmosphärischer CO2-Konzentration in den Modellrechnungen rührt daher, dass der Input aus Emissionen nach 2100 drastisch abnimmt. Das Maximum wird aber als absolut interpretiert in dem Sinne, dass auch bei weiteren anthropogenen Emissionen ALLES in Ozean und Landbiosphäre geht. Diese Schlussfolgerung lässt sich nicht einmal aus dem zu einfachen Modell der Autoren herleiten, und dennoch ist das die Hauptbotschaft („irgendwann tun Ozean und Land die ganze Arbeit für uns“) – ein suizidaler Kurzschluss für die Arbeit.

 Die Begutachtung war ein Witz, nicht ein einziger ernsthafter inhaltlicher Kommentar, der substantielle Überarbeitung verlangt hätte. Und die Zeitschrift rühmt sich, dass keine Publikation wegen „Mangel an Neuem“ abgelehnt werden darf – der Inhalt müsse lediglich richtig sein. Man könnte also beliebig abkupfern und, falls man das Original zitiert, veröffentlichen. Das ist suizidale Publikationspolitik.

 Eine solche Arbeit in diesem Journal zu veröffentlichen, würde für jede/n Wissenschaftler/in einen Bann durch das MPI-M bedeuten“.

—— Zitatende.

Bevor wir auf die Kritik von Marotzke in der Sache eingehen, noch kurz zum vorangegangenen Begutachtungsverfahren bei ESD, welches (hier) einsehbar ist und in welchem insbesondere die supplements interessant sind. Die dort geäußerte Fachkritik beschäftigte in mehreren Kommentaren und mehreren supplements insgesamt 8(!) wissenschaftliche Experten. Der Gesamtumfang dieser Kritik übersteigt den Umfang unserer Arbeit bei weitem. Und all dies für die Ablehnung einer „unglaublich schlechten Arbeit“ (s. Kritik Marotzke). Unter diesen Umständen ist es nicht abwegig, ganz andere Motive als die fachliche Qualität für die Ablehnung zu vermuten.

Zur Kritik von Marotzke

Zunächst: in der Wissenschaft gibt es kein „gut“ oder „schlecht“. Es gibt nur „richtig“ oder „unrichtig“. Weiter kann man die (allerdings subjektive) Wertung „interessant“ oder „uninteressant“ machen. Die Richtigkeit unserer Arbeit wird nicht bestritten.

Es wird bemängelt, das Modell enthalte nicht alle Details wie z.B. den bisher hypothetischen Revellle Effekt. Offenbar sind aber dem Kritiker die grundlegenden Prinzipen des Modellierens überhaupt nicht bekannt:

Es gibt in der Physik 2 Methoden der Beschreibung

  • „mikroskopische“ Modelle
  • „phänomenologische“ Modelle

Im ersten Fall versucht man möglichst alle Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Dies stößt in der Praxis häufig an Grenzen. Man benutzt dann „phänomenologische“ Modelle. Bei diesen wird die Wirkung der Einflussfaktoren (auch der unbekannten) in einer oder wenigen Konstanten zusammengefasst. Die Werte der Konstanten entnimmt man den Messungen.

Wie wichtig phänomenologische Modelle sind, sieht man am Beispiel der Physik selber. Sie ist eine phänomenologische Beschreibung der Welt mittels vieler „Naturkonstanten“ (Lichtgeschwindigkeit, Vakuumpermeabilität, Elektronenladung etc. etc.)  Naturkonstanten sind in der Regel nicht aus tieferliegenden Einflüssen modellhaft zu bestimmen. Warum sie gerade ihre Werte haben, ist unbekannt. Ihre Werte bestimmt man aus Messungen.

Unser Modell ist also ein solches phänomenologisches Modell in dem alle (auch unbekannten) Einflüsse durch 2 Konstanten beschrieben werden, deren Werte aus den Messungen folgen. Der Wert solcher phänomenologischen Modelle ist nicht „Erkenntnis“ sondern Möglichkeit der Zukunftsvorhersage. Und dies ist ja der Sinn und Zweck unseres Modells.

Man kann noch einwenden, dass unser Modell den Ansatz einer linearen Differentialgleichung benutzt, obwohl natürlich Nichtlinearitäten nicht a priori ausgeschlossen werden können. Dieser lineare Ansatz rechtfertigt sich aus der sehr genauen Übereinstimmung der Modellergebnisse mit den CDIAC Daten. Offenbar ist auch bei weiter steigender CO2 Emission kein merklicher Einfluss einer Nichtlinearität zu erwarten, so dass das lineare Modell sich zumindest für eine Voraussage der näheren Zukunft eignet. Bei gleichbleibender Emission stellt sich ohnedies ein Gleichgewicht zwischen CO2 Zufluss und –Abfluss ein. Bei gleichbleibender Emission ändert sich daher die CO2 Konzentration der Atmosphäre im längerfristigen Gleichgewicht ÜBERHAUPT NICHT. Die immer wieder wiederholte Behauptung, es dürften nur noch so und so viel CO2 emittiert werden, ist blühender Unsinn.

Noch einmal: Der Wert unseres phänomenologischen Modells liegt nicht in einem Erkenntniszuwachs über Einflussfaktoren sondern schlicht in der Möglichkeit  der Zukunftsvoraussage.

Selbstverständlich hängt die Höhe eines zukünftigen Maximums der atmosphärischen CO2 Konzentration mit nachfolgendem Abfall von der Menge der Kohlenstoffvorräte ab. Dies ist ja auch klar gesagt.

Zur Kritik von J. Marotzke, die mit sachlichen Inhalten nichts zu tun hat

Es wird bemängelt:

  • Dass die Gutachter von JGEESI keine Überarbeitung forderten.
  • Dass „die Zeitschrift Arbeiten wegen Mangels an Neuem“ nicht zurückweisen würde.
  • Es wird für Wissenschaftler, die in dieser Zeitschrift veröffentlichen, ein „Bann“ angedroht.

Hierzu ist zunächst anzumerken, dass für die Beurteilung einer wissenschaftlichen Arbeit AUSSCHLIESSLICH deren Inhalt relevant ist. In welcher Zeitschrift die Arbeit veröffentlicht ist, oder, streng genommen, selbst wie die Gutachten ausfielen, DARF für eine wissenschaftliche Beurteilung KEINE Rolle spielen.

Der Sinn und Zweck von Veröffentlichungen ist, das Material jedem Wissenschaftler zugänglich zu machen, so dass jeder sich selber, unabhängig von Mehrheitsmeinungen oder sonstigen Äußerlichkeiten, auf Grund der genauen Kenntnisse der Details der Arbeit, eine eigene Meinung bilden kann. Es gibt bekanntlich viele bahnbrechende Arbeiten, die in weniger zitierten Zeitschriften veröffentlicht wurden oder sogar abgelehnt wurden und in wenigen Extremfällen später sogar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden.

Wenn die Zeitschrift angeblich Beiträge nicht wegen Mangel an Neuheit ablehnen will, so ist das für unsere Arbeit offenbar kein Kriterium gewesen. Eine ähnliche Analyse mit ähnlichen Ergebnissen ist bisher nicht veröffentlicht worden.

Gutachten

Wir alle, täglich selber als Gutachter tätig, haben reichlich Erfahrung mit den Mängeln, des peer review Systems. Gutachter sind auch nur Menschen. Trotzdem gibt es für die Zeitschriften, die sich mit dem Gutachtersystem vor einer Überflutung mit irrelevanten Arbeiten schützen wollen, kein besseres System.

Dass Wissenschaftler, die in einer unerwünschten Zeitschrift wie JGEESI veröffentlichen, mit einem „Bann“. (sprich, Zensur) belegt werden, entspricht der vorwissenschaftlichen, mittelalterlichen Scholastik, deren Zweck die Unterdrückung der Fakten war, welche die Macht der Kirchen gefährden konnten (s. den Fall Galileo). Die Parallele fällt ins Auge. So einen „Bann“ gibt es nicht in der Naturwissenschaft und darf es nicht geben. Der angedrohte „Bann“ würde an das Grundprinzip der Naturwissenschaften die Axt legen.

Zudem ist dieser „Bann“ eine schwere Beleidigung unzähliger seriöser Wissenschaftler, die in JGEESI veröffentlicht haben (stellvertretend Beispiele von Publikationen in JGEESI). Die meisten  Wissenschaftler, die in JGEESI veröffentlichen, sind in asiatischen oder afrikanischen Universitäten und Instituten beheimatet. Spielen bei der Kritik an diesem Journal also evtl. rassistische Motive eine Rolle?

Dass so ein „Bann“ von einem deutschen MPI ausgesprochen wird, wirft ein Licht auf die „Wissenschaftlichkeit“ der offiziell so genannten „Klimaforschung“, die ja auch Modelle mit willkürlichen und falschen  Annahmen über die gemessenen Fakten stellt und natürlich gegen Zeitschriften, welche unliebsame Fakten berichten, Zensurversuche betreibt. Glücklicherweise für den freien Austausch wissenschaftlicher Ergebnisse ist die Zahl wissenschaftlicher Zeitschriften zu groß, um totale Zensur zu bewirken. Der jetzt großangelegte Versuch, auch seriöse Zeitschriften als „predatory journals“ zu stigmatisieren, dürfte misslingen.

 

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26 Kommentare

  1. Marotzke behauptet:

    Das Modell hat nur eine einzige Zeitskala für den Kohlenstoffkreislauf, dabei ist wohlbekannt, dass dies falsch ist (z. B. IPCC WGI AR5, Box 6.1).

    Offensichtlich weiss Marotzke – wie so viele andere – nicht, wovon er schwadroniert. Das Problem ist, dass man von einer globalen Kohlenstoffkreislauf ausgeht, was – wie im Falle der global gemittelten oberflaechennahen Lufttemperatur – nur unsinnige Ergebnisse liefert.

    Diese falsche Beschreibung begann mit der Arbeit von Revelle & Suess (1957). In dieser Arbeit wurden charakteristische Verweilzeiten T_A und T_O fuer die Atmosphaere und den Ozean sowie zwei verschiedene Raten zur Beschreibung des Austauschs zwischen der Atmosphaere und dem Ozean eingefuehrt, die mit k1 = /T_A und k2 = 1/T_O bezeichnet wurden. Damit erhielten Revelle & Suess fuer die

    ds/dt = k1 (i t – s)  – k2 s = k1 i t – (k1 + k2) s

    worin

    s  = „amount of CO2 derived from industrial fuel combustion in the sea at time t“,
    t  = „time in years“,
    i = „annual amount of industrial  CO2 added to the atmosphere“

    Natuerlich kann man diese einfache gewoehnliche Differentialgleichung elementar loesen. Also konnten Revelle & Suess beliebig spekulieren, denn mit den Verweilzeiten T_A und T_O bzw. den Transferkoeffizienten k1 und k2 lassen sich ja beliebig viele Ergebnisse realisieren. Und damit man auf der „sicheren Seite“ ist, passt man dann die Verweilzeiten bzw. die Transferkoeffizienten so an, dass man etwas herausbekommt, was in irgend einer Weise beobachtet wurde. Spaeter wurde das ganze noch von Oeschger et al. (1975) „verfeinert“, wobei zusaetzlich die Wirkung der Biosphaere sowie der Austausch mit den tieferen Schichten des Ozeans betrachtet wurden

    Es handelt sich dabei um sog. Box-Modelle, in denen die einzelnen Abbaumechanismen („removal processes“) mit charakteristischen Zeitskalen („time scales“) bewertet werden. So ist das auch in der Box 6.1 des  IPCC WGI AR5 beschrieben. Dort heisst es z.B.:

    Land uptake: Photosynthesis–respiration: 1 – 100 Jahren
    Ocean invasion: Seawater buffer:   10–1000 Jahren
    Reaction with calcium carbonate: 1000 – 10000 Jahren
    Silicate weathering: 10000 – 1000000 Jahren

    Wer mit solchen Zahlen argumentiert, der har Physik wohl auf der Baumschule studiert.

    Die zeitliche Aenderung der globalen CO2-Konzentration in der Atmosphaere kennt selbstverstaendlich nur eine Zeit. Das gleiche gilt natuerlich auch fuer das CO2, was im Ozeanwasser in geloester Form vorliegt, wie von Revelle & Suess beschrieben.

    Dass das alles aus wissenschaftlicher Sicht barer Unsinn ist, das kann man Leuten wie Marotzke nicht nahebringen, weil diese Leute in der Welt der „globalen Groessen“ leben, aber nicht begreifen, was der Unterschied zwischen einer extensiven und intensiven Groesse ist (siehe https://www.youtube.com/watch?v=m0IH3Hgy3oI).

    Im Falle der globalen Mitteltemperatur haben wir ein aehnliches Problem. Nach Schneider & Mass (1975) soll das folgende globale Energiebilanzmodell gelten:

    R dT_s/dt = Q – L T_s

    gelten. Hierin sind R der thermische Inertialkoeffizient, T_s die globale Mitteltemperatur, L der „feedback parameter“ und

    Q  = (1 – a_E) S/4 – a_c + L T_R

    wobei a_E die Bond-Albedo der Erde, S die Solarkonstante, a_c eine empirische Groesse und T_R = 273 K sind. Und mit Hilfe dieses Unsinns wird dann argumentiert. Auf diesem Unsinn beruht im uebrigen das Konzept der Klimasensitivitaet.

    Auch in diesem Fall wird der Unterschied zwischen extensiven und intensiven Groessen missachtet. Was das bedeutet, geht aus dem folgenden Zitat hervor, was aus dem Lehrbuch von Bohren & Clothiaux (2006), „Fundamentals of Atmospheric Radiation“, stammt:

    “In general, energy (or power) is a more relevant physical quantity than temperature. Energies are additive, temperatures are not; energy is conserved, temperature is not.“

    Diese Aussage ist korrekt. Der physikalische Hintergrund ist der, dass Energie, Entropie, Masse etc. extensive Groessen, aber Temperatur, Druck, Konzentration etc. intensive Groessen sind. Und dieser Sachverhalt ist seit mehr als 100 Jahren bekannt (z.B. Planck, 1897; Tolman, 1917). Das bedeutet im Falle der globalen Mitteltemperatur, dass diese zeitlioch variieren kann, ohne dass sich der Energiehaushalt des Systems Erde-Atmosphaere aendert. Daran sollte man sich erinnern, wenn 2-Grad- und 1,5-Grad-Ziele diskutiert werden.

    • Sehr geehrter Herr Dr. Gerhard Kramm,

      vielen Dank für diesen wertvollen Hinweis.In dieser Schriftform versteht den Sachverhalt auch ein kleiner Kraftwerksmeister.

      Mit herzlichem Glückauf

  2. Faszinierend ist dass man die Ungeheuerlichkeit der Veröffentlichung der Forschungsarbeit von Prof. Lüdecke in den Vordergrund gestellt hat. Letztlich wird diskutiert ob man den Klimaschwindel überhaupt kritisieren darf. Die Grünen möchten den „Klimawandel“ im GG verankern. Das wäre die Grundlage um Kritik an dieser dürftigen Hypothese analog anderer politischer Leugnungen als „Volksverhetzung“ zu verfolgen.

    Die Arbeit ist grossartig weil sie die Thematik einer Dynamik des Kohlenstoffkreislaufs thematisiert. Andererseits weist die Arbeit selber einen massiven Schwachpunkt auf.  Die  Arbeit basiert auf den CO2 Daten des IPCC

    Die historischen CO2 Werte des IPCC basieren auf Eisbohrkernen und sind zumindest fragwürdig. Beispielsweise erscheint es mir absurd, dass die CO2 Werte der Vergangenheit trotz Eiszeiten und Warmzeiten der letzten Mio. Jahre nie über 400ppm gestiegen sind.

    Holger Narrog

     

     

  3. @ Pater Lingen

    Wenn Nobelpreisträger Crutzen  in Nacht-und-Nebel-Aktion Schellnhuber  in die Päpstliche Akademie der Wissenschaften mogelt,  an deren Präsidenten (ebenfalls Nobelpreisträger) und an den Mitglieder der Akademie vorbei, so hat das nichts mit Scholastik zu tun.

    Warum hält sich die Kirche nicht raus, wenn es um Naturwissenschaft geht?
    Allerdings machen  die international vernetzten Nuklearphysiker seit ihrem ersten Treffen 1948 in Breslau den Kirchen das Dreinreden allzu leicht, denn  seit 1948 machen sie den Fehler, die Begriffe „Peace“, „Physik“, „Bombe“ und „Reaktor“ nicht sauber zu trennen.

    Aus diesem Fehler der Nuklearphysiker speist sich  ein siebzigjähriger Verblendungs- und Propagandakrieg!
    Begünstigt wird diese Verblendung durch  den von Pius XII mit Enrico Medi, Henri Spaak, Adenauer und Strauß vorangetriebenen EURATOM-Vertrag, indem EURATOM das unbedingte und unauflösbare Vorrecht in Forschungsfragen im Bereich „Energie“ eingeräumt wurde.

    Dieser Anachronismus wird die gute Idee  europäischer Zusammenarbeit ins Gegenteil verkehren, denn ein Zwangskorsett, in dem freie Wissenschaft keinen Platz mehr gelassen wird, kann keine Zukunft haben.

    • Leider gibt es viel zu wenige Menschen, die übergreifende Zusammenhänge erkennen können.

      Und noch weniger, die die richtigen Schlüsse draus ziehen können (und wollen).

  4. Das Vorgehen „entspricht der vorwissenschaftlichen, mittelalterlichen Scholastik, deren Zweck die Unterdrückung der Fakten war, welche die Macht der Kirchen gefährden konnten (s. den Fall Galileo).“.

    War ja irgendwie zu erwarten, dass ausgerechnet in einem Artikel, der sich über ungerechte Kritik entrüste, absolut ungerechte und absurde Kritik an der Kirche geübt wurde. Die Scholastik ist ein wissenschaftliches System, wobei theologische Aussagen auf philosophischem Wege (insbesondere nach den Logik- und Metaphysik-Arbeiten von Aristoteles) philosophisch als vernünftig resp. nicht unvernünftig (wenn auch die menschliche Kapazität übersteigend) dargelegt werden. Verleumdungen, insbesondere aus ignorantia affectata, sind an sich immer sündhaft, oft sogar Todsünden.

    Semper aliquid haeret.

    • Dass die Kirchen nicht Horte der Weisheit, des Rechts und der Gerechtigkeit sind, müsste doch ein Pater am Besten wissen. Noch vor 250 Jahren wurden im Namen der Kirchen Menschen als Hexen und als Hexeriche hingerichtet und auch heute noch wird verkündet, dass sich der Klimawandel vor Lachen krümmt, der CO2-sündigen Menschen in die Gewissen gepredigt wird.

      PS.: Es ist bekannt, dass Sie in Ihrem Blog Namen der hier Kommentierenden nennen. Was, Herr Pater, sagt Ihr Verständnis als Mann der höchsten Gerechtigkeit zur Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung DS-GVO? Haben Sie die schriftliche Einwilligung der Leute, deren Namen Sie auf Ihrer Seite veröffentlichen? http://pater-lingen.bplaced.net/erneuerbare_energien.htm (Status der Abfrage: 15.08.2018, ca. 15:30 Uhr). Wenn nicht: Sind Sie dann nicht ein Sünder, womöglich sogar ein Todsünder?

      • Verbot von Zitaten durch die DSGVO? Ja, ne, iss klar…

        Zitieren eine Todsünde? Ja, ne, iss klar…

        Und die Persönlichkeitsrechte verletzen von einem Kommentator in einem öffentlichen Forum durch Nennung seines dortigen Pseudonyms (oder Realnamens? – das ist hier bei EIKE selbst bzgl. meiner Person nicht klar, da es keinerlei Login gibt). Ja, ne, iss klar…

        Und dass die Gruppe von „Vatikanum 2“ die Kirche ist?  Ja, ne, iss klar…

        Ich gebe zu: Wer völlig blind gegen die Kirche tobt, der schlabbert gerne mal bei selbst allerelementarsten fundamentalen Prinzipien.  Iss schon klar…

        • hallo,
          hier tobt niemand gegen die Kirche, obwohl diese schon mehrfach bewiesen hat, das sie sich aus den Wissenschaften heraushalten sollte, da sie nur der Ideologie dient!

          Und wo kommt denn das daher „Ja, ne, iss klar…“?
          Sie glauben doch nicht, das das irgendjemand hier ernst nimmt!
          mfg

  5. Zu Wikipedia: Im dem extrem einseitig und ideologisch ausgerichteten EIKE-Artikel wird auch aus der Stellungnahme von Marotzke zitiert, im Zusammenhang mit einer Publikation von H.-J. Lüdecke, der „Predatory Publishing“ vorgeworfen wird. Dies wird dann zur Begründung von Behauptungen wie „Der Verein täuscht Wissenschaftlichkeit vor, verbreitet gezielt Desinformationen“ etc. verwendet.

    Gleichzeitig werden aber alle sonstigen wissenschaftlichen Fachpublikationen von EIKE-Autoren nicht erwähnt. Jeder bisherige Versuch von einzelnen Wikipedia-Autoren, diese zu ergänzen, wurde verhindert. Um zu zeigen, welches Ausmass von Täuschung in dem  Wikipedia-Artikel steckt, liste ich  die unterdrückten Publikation auf. Ohne auf die „Predatory Publishing“-Vorwürfe näher eingehen zu wollen, beschränke ich mich dabei auf solche Publikationen, die in renommierten Journalen wie „Climate of the Past“,  „Polarforschung“ oder „International Journal of Modern Physics C“ u. a. erscheinen, denen also beileibe kein „Predatory Publishing“ vorgeworfen werden kann:

    A. Glatzle: Planet at risk from grazing animals? In: Tropical Grasslands – Forrajes Tropicales. Band 2, Nr. 1, 2014, S. 60-62, doi:10.17138/TGFT(2)60-62

    A. Glatzle: Questioning key conclusions of FAO publications ‘Livestock’s Long Shadow’ (2006) appearing again in ‘Tackling Climate Change Through Livestock’ (2013). In: Pastoralism: Research, Policy and Practice. Band 4, Nr. 1, 2014

    H.-J. Lüdecke, A. Hempelmann und C.O. Weiss: Multi-periodic climate dynamics: spectral analysis of long-term instrumental and proxy temperature records. In: Climate of the Past. Band 9, 2013, S. 447-452, doi:10.5194/cp-9-447-2013

    H.-J. Lüdecke, C.-O. Weiss, X. Zhao und X. Feng: Centennial cycles observed in temperature data from Antarctica to central Europe. In: Polarforschung. Band 85, Nr. 2, 2016, S. 179-181, doi:10.2312/polarforschung.85.2.179.

    H.-J. Lüdecke, R. Link und F.-K. Ewert: How natural is the recent centennial warming? An Analysis of 2249 Surface Temperature Records. In: International Journal of Modern Physics C. Band 22, Nr. 10, 2011, S. 1139-1159, doi:10.1142/S0129183111016798.

    H.-J. Lüdecke: Long-term instrumental and reconstructed temperature records contradict anthropogenic global warming. In: Energy & Environment. Band 22, Nr. 6, 2011, arxiv.org/abs/1110.1841

    M. Limburg: New systematic errors in anomalies of global mean temperature time-series. In: Energy & Environment. Band 25, Nr. 1, S. 105-122, 2014, doi:10.1260/0958-305X.25.1.105
    R. Link and H.-J. Lüdecke: A new basic 1-dimension 1-layer model obtains excellent agreement with the observed Earth temperature. In: International Journal of Modern Physics C. Band 22, Nr. 5, 2011, S. 449, doi:10.1142/S0129183111016361.

    • Herr Weitmoser,

      Herr Limburg  erwaehnte in dem TV-Beitrag „Fake Science – Die Lügenmacher“, dass Einsteins Artikel zu Allgemeinen Relativitaetstheorie nie „peer-reviewed“ worden sei. Das ist sicherlich korrekt. Die Zahl der infrage kommenden Fachkollegen, die damals in der Lage gewesen waeren, eine solche Arbeit zu bewerten, haette man an zwei Haenden abzaehlen koennen. Im wesentlichen waren damals die Herausgeber der Annalen der Physik, Willy Wien und Max Planck, fuer den Inhalt verantwortlich. Max Planck war sicherlich in der Lage, Einsteins Arbeit zu bewerten. Max von Laue sicherlich ebenfalls. Nur waren beide Kollegen von Einstein in Berlin. Und Einstein und von Laue waren gut befreundet, woraus ich schliessen moechte, dass von Laue auch vorher schon wesentliche Zuege der Einsteinschen Arbeit kannte. Spaeter hat von Laue selbst Beitraege zur Allgemeinen Relativitaetstheorie verfasst. Von Laue war es auch, der auf der Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte in Leipzig im Jahr 1922 den Vortrag zur Allgemeinen Relativitaetstheorie hielt, nachdem man Einstein, der urspruenglich als Redner vorgesehen war, gewarnt hatte, dort zu erscheinen.

      Aber auch der Artikel von Hahn & Strassmann (1939) zur Spaltung des Urans wurde nie „peer-reviewed“. Die Arbeiten wurde am 22. Dezember 1938 mit der Fertigstellung des Manuskripts abgeschlossen und der betreffende Artikel am 6. Januar 1939 in der Zeitschrift „Die Naturwissenschaften“ publiziert, also trotz Feiertage innerhalb von 14 Tagen. Otto Hahn erhielt fuer diese Arbeit den Nobelpreis fuer Chemie.

      Was „peer-reviewed“ wert ist, hat der Hendrik-Schoen-Skandal dokumentiert. Der Einfachheit halber moechte ich auf

      https://en.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6n_scandal

      verweisen, weil auf dieser Webseite alle fake-Arbeiten von Schoen und Mitautoren sowie die Journals aufgelistet sind, in denen diese Arbeiten erschienen.  Zu diesen Journals zaehlen u.a. Science, Nature und Physical Review. Schoen wurde als Betrueger ueberfuehrt. Was ist aber seinen Mitautoren passiert? Das wurde natuerlich nicht in dem zuvor erwaehnten TV-Beitrag erwaehnt.

      Frau Langhans von der SZ schrieb in Ihrem Beitrag  „Tausende Forscher publizieren in Pseudo-Journalen“ folgendes

      Die Masche der Raubverleger funktioniert so: Sie schreiben Forscher und Unternehmen auf der ganzen Welt an und empfehlen ihnen eine Publikation in einem wissenschaftlich anmutenden Journal. Dann publizieren sie – gegen Bezahlung – die Beiträge der Forscher binnen weniger Tage, oft ohne nennenswerte Prüfung der Inhalte.

      Ueber soviel Unwissenheit kann man nur den Kopf schuetteln, denn bei fast allen Journals muss man die sog. „page charge“ (bzw. die „publication fee“) bezahlen. Und die liegt oft bei einhundert USD pro Seite und mehr (siehe z.B.        https://publications.agu.org/publication-fees/).

      Die gesamte Publikationslandschaft ist hochgradig korrupt. Dafuer sind in erster Linie die fuehrenden Verlage verantwortlich, die nun, nachdem die Online-Journals auf dem Markt draengen, um ihren Einfluss und ihre Gewinne fuerchten. Schon vor 14 Jahren berichtete Thorsten Dambeck vom Spiegel, was Sache ist (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/teure-fachmagazine-aufstand-gegen-die-hueter-des-wissens-a-313112.html).

      Editoren und Mitglieder von Editorial Boards arbeiten im allgemeinen ehrenamtlich. Das gleiche gilt fuer die Gutachter. Wurden frueher noch die Arbeiten gesetzt, so ist es heute alltaeglich, dass die Autoren ihre Beitraege in sog. Templates verfassen. Den  Verlagen entstehen kaum noch Kosten fuer das Anfertigen der Druckfahnen.  Man darf durchaus sagen, dass die Verlage die Wissenschaftler und deren Arbeitgeber (Universitaeten, Forschungsistitute, etc.) regelrecht auspluendern.

      Da in dem TV-Beitrag „Fake Science – Die Lügenmacher“ der Klimawandel eine Rolle spielte, empfehle ich den Redakteuren von NDR und SZ sich ueber den „peer-review“-Prozess der IPCC-Berichte zu informieren. Das sog. „ring-review“, was bedeutet, dass Autoren gleichzeitig als Gutachter dienen, was in der Wissenschaft verpoent ist, gehoert bei den IPCC-Reports offenkundig zum Alltag.

      MfG

  6. Gehört zwar nicht zum Thema,aber so eben lief unser Altbekannter Herr Lesch bei Markus Lanz zur Höchstform auf.Hanebüchener Unsinn in Dauerberieselung,einfach nur unerträglich das Ganze!Das Ganze wurde sogar noch vom Publikum mit Beifall honoriert!

  7. Mit Prof. Marotzke hatte ich als Redakteur einer VDI Mitglieder Zeitschrift email und auch Telefon Kontakt. Es ging um die Frage der Klimaerwärmung und den dadurch ansteigenden Meeresspiegel . Als ich ihn auf einen logischen Fehler in seiner Argumentation hinwies, wurde er persönlich beleidigend.

    Na ja, ich habe es dann doch geschafft,  einen fast 6 Seiten Bericht von Prof Lüdecke in die Zeitschrift zu bekommen. Dafür bekam ich dann Kritik im Redaktionskreis und auch von privaten Freunden: … das ist doch unverantwortlich so etwas zu verbreiten,  denn schließlich geht es um die Zukunft unserer Kinder…

    – eben

    Ich bin dann bald aus dem Verein ausgetreten.

    ****

    Lieber Horst,

    Danke, dass du durchhälst!

  8. Als interessierter Nicht-Physiker möchte ich die Diskussion auf ein Nebenproblem lenken:Die dominanten Kreisläufe sind doch wohl der CO2-Kreislauf durch die Fotosynthese und der Wasser (-Dampf)-Kreislauf zwischen Landmassen, Wolken und Meeren. Der vorhandene eingeschwungene Zustand wahrscheinlich mehrerer ineinandergreifender Regelungssysteme dürfte aufgrund der Komplexizität, fehlender Stützwerte u.ä. kaum berechenbar sein, nur jeweils über bestimmte Zeitabschnitte approximierbar; man läuft den Klima-Phänomenen ständig hinterher in der Suche nach allumfassenden Formeln. Im Nachgang wird dabei entweder erklärt, man habe ein Ereignis vorausgesagt, trifft dieses nicht ein, ist man still (siehe Ozon-Loch). Dass das Klima in der Erdgeschichte nicht ständig total gekippt ist, dürfte wohl auf summarische Gegenkopplung statt Mitkopplung des Gesamtsystems hindeuten. Wegen der existenziellen Bedeutung des O2-gehaltes (rund 22 Prozent) der Atmosphäre müsste man m.E. dieses Ergebnis der Fotosynthese mindestens ebenso kritisch durch Messungen kontrollieren, wie die  Zunahme des marginalen CO2-Gehaltes. Einigermassen richtige Klima-Modelle müssten ja wohl den O2-Gehalt als Ergebnis abwerfen? Im übrigen vermisse ich bei den ständigen kleinlichen CO2-Berechnungen der Städte und Dörfer die Einbeziehung von großen Mengen infolge Waldbränden, Bautätigkeiten, Riesen-Rechenzentren z.B. in den USA, Vulkanismus-Ereignissen und Meeres-Emissionen, Flugverkehr. Die gesamte Klima-Politik passt einfach nicht zusammen…

    • Sehr geehrter Herr Steinhäuser,

      Man muss kein Physiker sein um Allgemeinwissen und gesunden Menschenverstand zu besitzen. Spezies mit diesen Eigenschaften sind in Deutschland vom Aussterben bedroht.

      Es reicht eigentlich das Wissen, dass die O2 Konzentration auf Kosten des CO2 von 0 auf 22% gestiegen ist, folglich die CO2 Konzentration in ähnlichen Maße gefallen ist. Ohne Klimaauswirkung. Nun soll eine Änderung in der vierten Nachkommastelle das Ende der Welt bedeuten?

      Oder: Man steckt das ganze Unwissen der Menschheit in ein Computer und kann mittels Simulation die Zukunft vorhersagen? Da sind Kassandra und Wanda glaubwürdiger!

      Man glaubt es aber gern, auch mit reichlich Ausbildung.

  9. Ich habe die Studie zum ersten Mal gesehen und finde diese absolut grossartig.

    Die IPCC Quellen zum Kohlenstoffkreislauf erwecken den Eindruck, dass der Kohlenstoffkreislauf einem Sparkonto gleicht auf das eingezahlt wird und sich dieses CO2 dort analog eines Sparkontos vermehrt. Die Dynamik eines solchen Systems, ein erhöhter CO2 Partialdruck, bzw. CO3 2- Ionenkonzentration im Meer hat eine Verschiebung der biologischen und chemischen Prozesse zugunsten einer Kohlenstoffabsorbtion zur Folge, wird dabei vernachlässigt.

    Eine Schwachstelle dieser Arbeit liegt darin die CO2 Daten des IPCC zu übernehmen. Die historischen CO2 Werte sind zumindest fragwürdig. Beispielsweise erscheint es mir absurd, dass die CO2 Werte der Vergangenheit trotz Eiszeiten und Warmzeiten der letzten Mio. Jahre nie über 400ppm gestiegen sind.

    Eine Analyse meinerseits, noch ohne die Erkenntnisse der obigen Arbeit findet man unter holgernarrog.npage.de

    Holger Narrog

     

     

     

     

  10. Herr Marotzke hat geschrieben „we propose the collective-risk social dilemma“ wie bezahlt, im $PNAS€ $Predator€ $Journal€ zusammen mit anderen Statistik Pidgin Simulatoren, daß nur ein $Mega€ $Ponzi€ $Schema€ die Welt vor seinem Kombuda-erhitzenden $Dangerous€ $Climate€ $Change€ retten kann.
    Aber dann kam PDJT, und nicht wie bestellt Hillary … die Realität muß jetzt verteufelt werden.

  11. Herr Prof. Lüdecke,

    << Der Wert solcher phänomenologischen Modelle ist nicht „Erkenntnis“ >> … sondern die Möglichkeit der Vorhersagen.

    Ihre Gegenüberstellung von „mikroskopischen“ und „phänomenologischen“ Modellen empfand ich als bereichernd. Sie wäre wie folgt zu ergänzen:
    Werthaltig sind phänomenologische Modelle, indem sie uns erlauben, ihre quantitativen Vorhersagen für einen noch nicht durch Empirie erfaßten Wirklichkeitsbereich – z.B. auch der Zeit – mit neuen empirischen Befunden aus diesem Bereich zu vergleichen. Im Falle der Übereinstimmung können wir ein wenig begründeter hoffen, daß unsere Vorhersagen für den jetzt noch nicht empirisch erfaßten Bereich – z.B. die Zukunft – nicht daneben liegen werden. Noch wertvoller aber kann ein Vorhersageversagen wirken, weil es uns Hinweise geben kann, daß bzw. wo in unserem phänomenologischen Modell Fehler darauf warten, um von uns korrigiert zu werden. Das wäre nach Popper der wertvollste, weil einzig bleibende, Erkenntnisgewinn, den uns phänomenologische Modelle bringen können.

    Medial besonders exponierte Propheten der etablierten Klimawissenschaft suchen statt dessen immer häufiger den Fehler in der Empirie nach dem Motto: „um so schlimmer für die Wirklichkeit“, wenn ihre Vorhersagen sich als Pleiten erweisen (kein Schnee mehr, eisfreie Arktis, offene Nordwestpassage, Zunahme der Hurrikane, der schweren Tornados, Aussterben der Eisbären, etc. etc.). Besonders peinlich wirkt es, wenn sie dann – wie auch aktuell mit der üblichen, politisch geförderten medialen Verstärkung – Extrem-Wetterlagen als Bestätigung ihres Glaubens präsentieren, während sie bei Pleiten – durchaus manchmal auch zu recht – den Unterschied zwischen Wetter und Klima aus dem Hut zaubern. Den einzigen Erkenntnisgewinn, den sie für die Fehlersuche in ihren durchaus komplexeren – wenn auch immer noch ‘nur‘ phänomenologischen(!) – Modellen schöpfen könnten, lassen sie damit ungenutzt. Zumindest diesen Propheten kommt es ja aber gar nicht auf Erkenntnisgewinn an – ungeachtet der Monstranz ‘Wissenschaft‘, die sei vor sich hertragen.
    Über die Päpste – oder genauer gesagt die Inquisitoren – der Kirche des Brennenden Planeten noch viele Worte zu verlieren, ist ansonsten eigentlich überflüssig. Wissenschaftshistoriker werden einst im Vergleich mit dem CO2-Mantra dieser gläubigen Diener der Herrschenden die Phlogiston ‘Theorie‘ der Wärme als Musterbeispiel einer rationalen – wenn auch irrigen – Theorie einstufen.
    MfG, Rainer Facius

  12. Anstatt rum zu motzen, empfehle ich dem Jungspund folgendens: Marotzke soll endlich mal eine Versuchsreihe zum angeblichen CO2-treibhauseffekt mindestens 100 mal durchführen, an verschiedenen Tagen und an verschiedenen Orten und dann wird er feststellen, daß je nach Versuchsaufbau und Durchführungsbedingungen, die Tempertur mal gar nicht steigt, mal steigt oder sogar sinkt. Irgendwann wird er an den gewählten Bedingungen erkennen, dass sein selbst gewählter Versuch gar keinen Treibhauseffekt nachweist, sondern auf die veränderten Bedingungen reagiert und bei Verwendung von 100 % CO2 im Vergleich zu Luft, lediglich die unterschiedlichen Gaseigenschaften realsiert werden.  z.B. wird er schon nach etwa 10 maliger Durchführung feststellen, dass der Ort des Digitalthermometers im Versuchsgefäß eine wichtige Rolle spielt. So hat reines CO2 wohl aufgrund der Molekülgröße bei Bestrahlung andere Strömungsrichtungen und Wärmeverteilungen. Natürlich darf er mit 100% CO2 arbeiten, denn bei einer Erhöhung von lediglich 400 auf 800 ppm CO2 wird überhaupt nie was gemessen. Falls doch, dann handelt es sich um typische Messfehler. Im Laufe eines Jahres wird er dann den Zusammenhang zwischen Versuchsanordnung, Messfehler, unterschiedliche Gaseigenschaften und Ergebnisse erkennen. Von einem Treibhauseffekt keine Spur. Schon Svante Arrhenius hatte entnervt aufgegeben.

    • Bravo, Herr Kowatsch! Das ist ein Kommentar, wie man ihn nicht besser formulieren kann. Ein paar wenige Leute haben über die Jahrzehnte, ohne Erfolg oder mit massiven Fehlern oder gleich mit 100%igem Beschiss, versucht, die Theorie des CO2-Treibhauseffekts experimentell zu stützen. Es wird nie etwas daraus werden, weil da nichts ist. Wenn man endlich mal akzeptieren würde, dass die von CO2 absorbierte Strahlung keinerlei Erwärmung von irgendetwas bewirken kann, wäre diese elendige und endlose Diskussion von jetzt auf gleich beendet.

  13. Wenn ich die Kritik Marotzkes richtig verstehe, dürfte man Meßergebnisse, die im Widerspruch zu zuvor publizierten Theorien anderer Autoren stehen, nicht veröffentlichen, weil sie diese Autoren desavouieren würden?
    Das erinnert mich an die Dogmatik der kath. Kirche.

  14. Mittlerweile hab ich wirklich das Gefühl, wir bewegen uns schneller ins Mittelalter zurück als uns lieb ist. Hab noch nix in einschlägigen Zeitschriften über die Kältewelle auf der Südhalbkugel gelesen Oder gehört. Der Herr Marotzke ist auch nur ein Senfgeber der politischen Propagandaabteilumg aber mit wirklich einfältigen Argumenten .

  15. Die Max Planck Gesellschaft ist spätestens seit Martin Stratmann 100% politikhörig, mehr muss man nicht wissen, um Marotzke’s Verhalten zu verstehen. Ergebnisoffene Wissenschaft spielt bei der MPG doch keine Rolle mehr, hochanständige Leute wie Gerhard Ertl sind eine aussterbende Art. Vielleicht ist Ertl der letzte seiner Art bei der MPG.

    • „Die Max Planck Gesellschaft ist spätestens seit Martin Stratmann 100% politikhörig, mehr muss man nicht wissen, um Marotzke’s Verhalten zu verstehen.“

      Von dem Moment an, wo deutsche Politiker die der unabhängigen Wissenschaft zu gewährende Finanzierung politisiert haben, wurde der/die Wissenschaftler/in dem Wunschdenken der Politiker unterworfen.

      Schlimmstes Beispiel ist die unkontrollierte „Einwanderung“ von gefährlichen Religionsabhängigen, die binnen absehbarer Zeit die nach dem 1. Weltkrieg geschaffene Unabhängigkeit der Politik von Religionsführern wieder ins Gegenteil umkehren werden, dann allerdings mit einer Religion, die Andersgläubige als Untertanen haben will.

      Machen wir uns doch nichts vor: Die Gefahr ist bereits sichtbar in Form der Kopftuch- und Langrockträgerinnen, die der Religion und ihren Männern absolut unterwürfig sind. Gleichberechtigung der Frau, eine der wesentlichen Änderungen vor 100 Jahren, wird wieder abgeschafft.

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