Nach längerer Verzögerung, veröffentlicht die Umweltbehörde einen Bericht, der anzeigt, dass Biokraftstoffe schädlich für die Umwelt sind

Helmut Hein / pixelio.de; Maisfelder - Hektar an Lebensräumen für die Ethanolproduktion umgewandelt

Jason Hopkins
Ein umfangreicher Bericht der amerikanischen Umweltschutz-Behörde EPA stellt heraus, dass die Aufnahme von Ethanol in die US-Kraftstoffversorgung die Atmosphäre und den Boden zerstört.


In einer Studie mit dem Titel „Biokraftstoffe und Umwelt: Der zweite Dreijahresbericht an den Kongress“ stellte die US Umweltbehörde EPA fest, dass Ethanol aus Mais und Sojabohnen die Umwelt stark belastet. Die Qualität von Wasser, Boden und Luft wurde durch Vorschriften für die Anteile von Biokraftstoff in Benzin / Diesel beeinträchtigt.

„Mit dem Inkrafttreten des  Gesetzes zur Energiesicherheit und –unabhängigkeit [Energy Independence and Security Act] ist eine Zunahme der Anbaufläche mit Sojabohnen und Mais zu beobachten, mit starken Hinweisen, dass dies auf eine erhöhte Biokraftstoffproduktion zurückzuführen ist“, zu lesen, in dem 159-seitigen Bericht.

Die Vorschrift Ethanol [in bestimmten Anteilen] zu verwenden hat sich negativ auf die Wasserqualität ausgewirkt, wobei die erhöhte Produktion von Biokraftstoffen zu schädigenden Algenblüten und Hypoxie [~Sauerstoffmangel] geführt hat. Während die meisten Algen harmlos für Wasser sind, haben einige Formen – wie die in Lake Erie aus Biotreibstoffen hergestellte Substanz – giftige Chemikalien in das Wasser abgegeben. Diese schädlichen Algen können den Sauerstoff im Wasser verbrauchen, ein Prozess, der als Hypoxie bekannt ist und dort lebende Tiere tötet.

Verstärkte Bewässerungen – angetrieben durch die steigende Nachfrage nach Ethanol – haben sich auch in dem Boden bemerkbar gemacht. Der Bericht zeigt, dass die Umwandlung von Grünland in Ackerland die Bodenqualität negativ beeinflusst, da sie die Erosion und den Verlust von Bodennährstoffen erhöht.

Im Wesentlichen fand die Studie heraus, dass die großflächige Produktion von Mais und Sojabohnen Umweltschäden verursacht. Auch stellte die EPA fest, dass – zumindest in einigen Fällen – die Verwendung von Ethanol anstelle von Benzin zu schlechteren Luftemissionen führte.

„Die Betrachtung der Luftqualität legt nahe, dass die Produktion und Verwendung von Ethanol als Kraftstoff zur Verdrängung von Benzin an einigen Stellen solche Luftschadstoffe wie PM2,5 [Feinstaub, Korngröße < 2,5  µm], Ozon und SOx erhöhen könnte“. Während herkömmliches Benzin mehr CO2 enthält, enthalten Kraftstoffe auf Ethanolbasis mehr Stickoxide (NOx), die für die menschliche Gesundheit schädlicher sein können. NOx kann Asthma verschlimmern, indem es eine Entzündung der Atemwege verursacht, wobei eine Langzeit-Exposition zu einer verringerten Lungenfunktion führt

Die Vorschrift betrifft den Anteil aus erneuerbaren Kraftstoffen (RFS), ein Gesetz aus dem Jahr 2005, das verlangt , dass Ölraffinerien eine bestimmte Menge an Ethanol in ihren Kraftstoff beimischen. Das Gesetz wurde mit der Absicht verabschiedet, die Bemühungen um den Klimawandel zu unterstützen. Die RFS hat sich als kontrovers erwiesen, da Ölproduzenten die Vorschrift als kostspielig und unnötig ansehen. Die Maisanbauer unterstützen jedoch diese Regulierung, da es die Nachfrage nach dem ihren Produkten antreibt.

(RELATED: New EPA Chief Will Continue Scott Pruitt’s War With The Corn Lobby)
[Auch der neue EPA-Leiter wird Scott Pruitts Krieg gegen die Maislobby fortsetzen]

Während seiner Zeit an der Spitze der EPA wurde Scott Pruitt zu einem Gegner der Befürworter von Ethanol, nachdem er mehr Ausnahmen des RFS bewilligt und auf eine Rücknahme des Gesetzes insgesamt gedrängt hatte. Es ist nicht klar, wie die Trump-Regierung die RFS-Debatte vorantreiben wird. Der amtierende EPA-Leiter  Andrew Wheeler hat vorgeschlagen, er werde weiterhin Änderungen an der Vorschrift anstreben, aber Präsident Donald Trump sagte im Juli in Iowa [vor Maisanbauern], dass die EPA es bald zulassen könnte, dass mehr Ethanol in den Treibstoff beigemischt werden kann.

Diese Studie der Umweltbehörde, wurde am 29. Juni nach einer langen Verzögerung veröffentlicht. Das Bundesgesetz fordert, dass die EPA alle drei Jahre eine Studie über den vorzuschreibenden Anteil des Methanols in Kraftstoffe durchführt, aber die Studie ist vier Jahre zu spät dran. Die frühere Ethanol-Studie der EPA wurde 2011 veröffentlicht.

Gefunden auf The Daily Caller News Foundation vom 04.08.2018

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2018/08/04/epa-ethanol-mandate-environment/

 

Ergänzung durch den o.g. Bericht der EPA

Wichtigste Ergebnisse

  • Die Beobachtungen seit dem Bericht 2011 zeigen, dass die Produktion und Verwendung von Biokraftstoffen, die zu den Schlussfolgerungen dieses Berichts geführt haben, sich nicht wesentlich geändert haben.
  • Substantielle Mengen an Zellulose und fortschrittlichen Biokraftstoffen wurden nicht produziert, wie nach dem EISA (Gesetz zur Energieunabhängigkeit und –sicherheit) erwartet. Die im § 204 beschriebenen und erwarteten Auswirkungen des als Folge der großflächigen Nutzung von anderen Rohstoffen als Mais und Sojabohnen sind daher nicht aufgetreten.
  • Mais und Sojabohnen bleiben bei weitem die dominierenden Rohstoffe für die Herstellung von Biokraftstoffen. Die mit dem großflächigen Anbau von Mais und Sojabohnen verbundenen Nachteile auf den Umweltschutz und die Ressourcenschonung sind in § 204 des EISA aufgeführt. Wir weisen darauf hin, dass dieser Bericht die Nettoeffekte der Substitution von Erdöl oder anderen Energiequellen durch Biokraftstoffe nicht bewertet.
  • Es wurde ein Anstieg der Anbauflächen mit Sojabohnen und Mais beobachtet, seit der Dekade vor der Verabschiedung des EISA – Gesetzes und der Dekade nach der Verabschiedung. Die Beobachtung der Landnutzungsänderung lässt darauf schließen, dass ein Teil dieses Anstiegs der Anbaufläche und der Nutzung von Nutzpflanzen für Biokraftstoffe dem EISA-Gesetz geschuldet ist.
  • Es ist wahrscheinlich, dass die im § 204 im Zusammenhang mit Landnutzungsänderungen beschriebenen Auswirkungen zumindest teilweise, auf die erhöhte Produktion und Verwendung von Biokraftstoffen im Zusammenhang mit der Regulierung zum Kraftstoffstandard RFS zurückzuführen sind. Allerdings können wir zum jetzigen Zeitpunkt weder die Menge der Anbauflächen mit erhöhter Intensität noch den Anteil der Ausweitung der Anbauflächen, der auf den Markt für Biokraftstoffe zurückzuführen ist, genau quantifizieren.

https://cfpub.epa.gov/si/si_public_record_report.cfm?dirEntryId=341491

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20 Kommentare

  1. Danke für den Beitrag bezüglich des Biokraftstoffes. Diese Thematik kann sehr kompliziert sein, wenn man keinen Experten der Umwelt Branche zu Rate zieht. Ist denn auch der Gebrauch meiner Klimaanlage schädlich für die Umwelt?

    •  
      Wenn die Verbrecher einen Gewinn daraus schlagen können, ist auch Ihr Augenzwinkern schädlich für Umwelt und Klima und muss mit Strafgeldern reglementiert werden. Nach deren Willen sollten Sie sich schon einmal zum Recycling anmelden, unter Angabe und Übertragung aller Vermögens- und Bestandteile.

  2. Der von Herrn Demmig mit viel Akribie aufgefundene Bericht der EPA aus dem Jahr 2018 weist im Ergebnis darauf hin, „dass dieser Bericht die Nettoeffekte der Substitution von Erdöl oder anderen Energiequellen durch Biokraftstoffe nicht bewertet.“ Das ist ein gewichtiges informatives Manko. Das ist in diesem Fall jedoch nicht relevant, da eine entsprechende Energiebilanz, die den energiewirtschaftlichen Unfug von Biokraftstoffen nachweist, bereits 2012 veröffentlicht wurde. Zu finden unter http://www.kosten-energie-aequivalenzgesetz.com

  3.  
    Wer finanzierte Obamas Wahlkampf, und welches war das erste Gesetz was er als Präsident erließ?



    Zur zweiten Amtszeit wurde die EU zur Bio-Zumischung unterwandert.
    Es ist wie so oft „die Spur des Geldes“ die Politik bestimmt.

  4. “ Wer, mit wenigstens etwas naturwissenschaftlicher Bildung, wählt eigentlich noch GRÜN??“

    Die mit >etwas?< naturwissenschaftlicher Bildung gibt es es doch schon lange nicht mehr. Wieviele derartige Gymnasien gibt es denn noch? Zu meiner Zeit in Bremerhaven gab es pro Jahrgang insgesamt 4 Klassen an zwei math.-nat. Gymnasien pro Jahrgang. Wenn es hoch kam waren das so an die 80 biturienten pro Jahrgang.

     

    • Auch wenn man Forsa nicht alles glauben darf, wählen gerade wieder immer mehr grün. Kein Wunder, wenn die Mehrheit der Deutschen die diesjährige Dürreperiode dem menschengemachten Klimawandel zuschreibt. Naturwissenschaftliche Bildung haben davon sicherlich die wenigsten. Auch Absolventen eines math.-nat. Gymnasiums haben nicht den Stoff vermittelt bekommen, der eigentlich nötig wäre. Meine Tochter war auf einem derartigen Gymnasium. Natürlich war der Treibhauseffekt auch auf dem Lehrplan. Und ihr Physiklehrer lief immer mit einem Geiger-Zähler rum und hat auf einem Schulausflug zum Bodensee in einem Restaurant einen Fisch zurückgehen lassen, da er angeblich radioaktiv verstrahlt war.

      • „Und ihr Physiklehrer lief immer mit einem Geiger-Zähler rum und hat auf einem Schulausflug zum Bodensee in einem Restaurant einen Fisch zurückgehen lassen, da er angeblich radioaktiv verstrahlt war.“

        Ich wollte dazu eigentlich was zum Thema Lehrer sagen, aber der Beitrag spricht eh schon für sich…

    • Doch die gibt es noch, zB. mich.

      Über 60 Jahre reale Lebenserfahrung, ohne Indoktrination, reichen locker!

      Ich bekämpfe „Grün“  langsam  an allen Fronten!

      „Ich“ will überleben!; Was interessiert der grüne Dreck?? – Nichts!!!

  5. Die Idee, Pflanzen anzubauen, unter Energieeinsatz zu düngen, zu ernten und zu verarbeiten, um dann daraus Treibstoffe herzustellen, ist schwachsinnig! Der Ertrag ist gemessen am Aufwand viel zu gering. Für einen Liter Biodiesel wird vermutlich ein Liter „echten“ Diesels verbraucht; weil aber für die Landwirtschaft beides subventioniert wird, lohnt es sich wirtschaftlich.

    Viel besser ist es, die Pflanzenenergie in konzentrierter Form zu nutzen, also Erdöl und Kohle!

    • Sie haben Recht, Herr Steger, denn der Energieaufwand zur Herstellung und Nutzung des Äthanols aus Maiskörnern ist tatsächlich höher als der Gewinn. Äthanol in Verbrennungsmotoren hat einen niedrigeren Wirkungsgrad als Benzin und Diesel. Das Äthanol, welches durch Bakterien erzeugt wird, muß unter hohem Energieaufwand vom Wasser befreit werden, was allerdings nur bis ca. 96% durch Verdampfen geht. Danach muß das Wasser noch mit Hilfe von Kalk oder ähnlichen Wasser aufnehmenden Stoffen entfernt werden.

      Das interessiert die Typen der Klimaschutzfanatiker jedoch nicht. Auch nicht, daß der Maisanbau andere nützliche klimaschützende Pflanzen vernichtet. Insgesamt also mehr CO2 erzeugt wird als ohne den Alkoholquatsch.

      • Ich dachte immer , Klimaschutz gäbe es nicht ,da man das Klima nicht schützen kann ! Und CO2 hätte einen verschwindet kleinen Einfluss auf unser Klima ? Habe ich da etwas verpasst? Oder wieso gibt es Klimaschützende Pflanzen ?

  6. Kernkraftwerke, schnelle Brüter, z. B. DFR Reaktor bauen. Erzeugt bei 700 grd Wasserstoff und woraus man Kraftstoffe d.h. Kohlenwasserstoffe mit CO2 aus der Luft, herstellen kann. Das wäre nachhaltig!

    • der THTR 300 war, bereits in den Siebzigern konzipierte, der langfristig gedachte Ansatz für exakt den Einstieg hierzu. Verschiedene, rein politisch motivierte Gründe, führten nach kurzem Testbetrieb zum Aus. Man fragt sich wo wir heute wären wenn nach dem Testbetrieb die normale Nutzung begonnen hätte und aus dem Erfahrungswissen weitere Anlagen erwachsen wären. „Relative“ Energieautarkie bei moderaten Preisen, dass Ganze umweltfreundlicher als bei Nutzung von Kohlenwasserstoffen aus „regulärer“ Quelle, vom Flatterstrom der Elektromobile befeuern soll ganz zu schweigen   – dass kann nicht gewollt sein 😉   . Einstieg in die Wasserstoffnutzung , Hochtemperaturprozesschemie-Chemie an sich, oh graus -man denke nur an die Bilder der Hindenburg. Welch Hybris.

      Vergessen Sie´s Deutschland hat fertig,

      mit Ratio läßt sich auch dieses Thema derzeit politisch nicht mehr beackern.  Dem Bürger ist der Wunsch nach Windmühlen, Jauchenfurzgasgruben und Solarpaneel jahrzehntelang als Optimum für Patcha Mama implantiert worden – für´s Laden des Mobil reicht die Energie und für´s Gute Gefühl noch mehr  – Selbsttäuschung und Nichtwissen, was braucht man mehr zum Leben im sozialpädagogischen Klerikerstaat …

       

      • Im Grunde haben Sie ja völlig recht und angesichts dessen, was hier in D auf fast allen Gebieten mittlerweile völlig aus dem Ruder läuft teile ich Ihre Resignation eines „noch zu Erkenntnissen“ Fähigen, aber wollen WIR wirklich D diesen rotgrünen Deppen überlassen? Geschichtlich sind ganz sicher schon viele Hochkulturen auf ähnliche Weise dem Totalverfall anheim gefallen, der „Point of no return“ ist möglicherweise noch nicht ganz erreicht, vielleicht brauchen wir mal eine richtige Dunkelflaute mit all den schrecklichen Folgen, damit die Leute (das Volk) munter werden. Solange die Infrastruktur noch nicht weiter geschädigt ist als jetzt, ist danach ggf.  eine radikale Umkehr noch möglich ….

  7. Wer, mit wenigstens etwas naturwissenschaftlicher Bildung, wählt eigentlich noch GRÜN??

    Der absolute Alleswisser und sich überall Auskenner Rico Schrage. Jedenfalls behauptet er, er habe studiert. Sagt aber nicht was und mit welchem Abschluß. Oder habe ich da was überlesen?

  8. Kleine Korrektur, wenn’s erlaubt ist. Es handelt sich im ersten Satz vermutlich um die US-Kraftstoffversorgung, nicht um die Gasversorgung. (In den USA tankt man an den Tankstellen natürlich ‚gas‘, aber die Bedeutung dieser Vokabel ist  nicht identisch mit unserem Begriff  ‚Gas‘, welchem man auch schwerlich Ethanol beimischen könnte. Gemeint ist damit fast ausschließlich Benzin.

    Der staatlich subvenionierte Unsinn mit z.B. E10-Super (etwas billiger, dafür leistungsärmer) setzt besondere Materialien in der Benzin-Gemischaufbereitung, (Pumpe, Vergaser, etc.) voraus, für ältere Fahrzeuge ungeeignet. Die hier übliche, landesweite (Grüne) Beimischung hat man in Tschechien, Italien, Österreich und den meisten EU-Ländern nicht nachgeäfft. Konkreter Nutzen für unsere Umwelt konnte m.W. von den Grünen Weltverbesseren auch nicht nachgewiesen werden.

    Nachteile sind dagegen für jeden sichtbar: Riesiger Flächenverbrauch für die  Monokulturen mit Mais, den der Bauer eigentlich hasst und bestenfalls nur als Zusatz-Futter akzeptiert, sich aber drein fügt, wenn er gut subventioniert wird. Also unsinniger „Energie“-Mais statt Getreide, Rüben, Kartoffeln oder gutes Weideland für Freiland-Viehhaltung, unsinnig wegen der lächerlich geringen Energie-Ausbeute und des Zusatz-Aufwandes zur Ethanol-Produktion.

    Zwischenfrage an die Fachleute: Wären direkt auspressbare Ölfrüchte, z.B. Raps, Sonnenblumen usw. da nicht energetisch sinnvoller, wenn deren Öl nach einigen einfachen Verfahrensschritten dem Diesel beigemischt würde?

    Zum Maisanbau gehören (jedenfalls bisher) erhebliche Mengen an Glyphosat-Unkrautvernichter (oder anderer fragwürdiger Chemie) und damit nachhaltige Zerstörung der bebauten Böden, die nur mit genmanipuliertem Mais bestellt werden können, der dieses Zeug auch verträgt. Schöner Grüner Irrsinn auch hier. Wer, mit wenigstens etwas naturwissenschaftlicher Bildung, wählt eigentlich noch GRÜN??

    • Sehr geehrter Herr Fürste

      „Zwischenfrage an die Fachleute: Wären direkt auspressbare Ölfrüchte, z.B. Raps, Sonnenblumen usw. da nicht energetisch sinnvoller, …“

      Bei Biodiesel (Raps) kann man davon ausgehen, daß der jährliche Ertrag an Öl etwa 120 bis 150 Milliliter pro Quadratmeter beträgt (Angaben eines Herstellers auf einer Messe). Damit ist nach meiner Abschätzung die Flächenleistung 0.16 [W/m2] und der Jahresertrag 1.44 [kWh/(m^2 a)]. Hiervon muß man noch den Energieverbrauch zur Herstellung des Diesels abziehen. Eine Quelle sagt, daß etwa 100 l Diesel pro Jahr und Hektar auf einem Acker verbraucht werden. Das bedeutet, daß 0.12 [kWh/(m2 a)] allein in die Bearbeitung des Ackers geht.

      Biogas aus Mais ist etwas besser. Nach meiner Abschätzung kommt man auf einen Jahresertrag von 2.4 [kWh/(m2 a)]. Auch hier müßte noch der Energieverbrauch zur Herstellung abgezogen werden.

      Wie man es auch dreht und wendet: Beschämend geringe Flächenleistung, vulgo: Riesiger Flächenverbrauch mit den entsprechenden Schäden an der Natur.

      MfG
      G.Wedekind

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