Hitzefrei?

Die Sonne lacht den ganzen Tag, Bild Joerg Trampert / pixelio.de

von Frank Hennig
Die vier Feinde des real existierenden Sozialismus hießen Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Jetzt erfahren sie wieder eine solche Bedeutung in einer staatsplanerisch begonnenen Stromwende, die sich tatsächlich als „Wende“ erweist: Weg von einer zuverlässigen und preisgünstigen Versorgung, hin zu teurem Stückwerk intermittierenden Angebots.


Es  ist Hochsommer und die Hundstage machen ihrem Namen alle Ehre. Es wird auch in Zukunft sehr heiße Sommer wie auch sehr kalte Winter geben. Manche sagen, öfter als heute. Aber computergestützte Prognosen sind keine mathematisch geführten Beweise. Die Aussage eines führenden Klimawissenschaftlers aus dem  Jahr 2000, Winter mit viel Schnee und starkem Frost werde es in Mitteleuropa nicht mehr geben, erwies sich jedenfalls als nicht belastbar.

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten, mit steigenden Temperaturen umzugehen. Man kann der These des menschengemachten Klimawandels folgen und Emissionen senken. Gelänge es, alle 800 Millionen Tonnen deutscher anthropogener CO2-Emissionen kurzfristig zu vermeiden, wäre diese Menge nach zwei Jahren durch den Emissionsanstieg Chinas überkompensiert. Eine Verringerung des Treibhauseffekts mit folgender Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs ist so nicht zu erreichen, stellt aber derzeit deutsche Staatsraison dar.

Ein zweiter Weg wäre, sich auf den Klimawandel einzustellen und sein Energiesystem wetterfest zu machen. Hier geht Deutschland den entgegengesetzten Weg und macht das System durch immer mehr Naturenergie wetterabhängiger.

In diesen heißen Tagen nehmen unsere Windkraftanlagen, vorgeblich die „Säule“ der Energiewende, auf Grund niedriger Luftdruckunterschiede etwas Hitzefrei:

Zwischen dem 23. Und 26. Juli schwankte die Windeinspeisung zwischen etwa 500 und 5.800 Megawatt (0,9 und 10,2 Prozent der installierten Leistung). Die Solarenergie schob gut rein (bis zu 28.000 Megawatt, 63 Prozent der installierten Leistung) und nachts wurden bis zu 5.000 Megawatt importiert.

Die Steinkohlekraftwerke müssen inzwischen auch der Wärme Tribut zollen. Das Steag-Kraftwerk Bergkamen, wie auch das in Wilhelmshaven (Uniper) und das Rheinhafen-Dampfkraftwerk (EnBW) müssen Leistung einsenken, da ihr Kühlwasser die Flüsse unzulässig aufheizt. Das Großkraftwerk Mannheim erwägt die Beantragung einer diesbezüglichen Ausnahmegenehmigung, es ist an diesem Netzknoten von besonderer Bedeutung. Ab 28 Grad Celsius wird allerdings ein gewässerökologisch kritischer Punkt erreicht und noch ist nicht bekannt, ob die genehmigende Behörde tote Fische anders wertet als tote Greifvögel und Fledermäuse.

Das RWE-Kraftwerk in Hamm wiederum wird eingeschränkt durch den niedrigen Wasserstand der Lippe. Die Kernkraftwerke sind derzeit noch nicht betroffen, aber für Brokdorf an der Elbe sind Einschränkungen absehbar.

Was tun die verpönten Braunkohlekraftwerke? Die fahren einfach durch und regeln wie immer, denn ihr Kühlwasser stammt aus der Grundwasserhaltung der Tagebaue und wird über Kühltürme rückgekühlt. Sie sind die Säule des Energiesystems und wir brauchen uns heute über Minderungsziele 2030, 40 oder 50 nicht zerstreiten, sondern sollten in Richtung 2023 denken, wenn alle Kernkraftwerke ihr teuflisches Werk beendet und weitere Braunkohlekraftwerke ihr Feuer gelöscht haben.

Was bis dahin passieren wird, lässt sich an der Strompreisentwicklung der letzten Wochen erahnen:

 

Die Zeiten permanenter Überkapazitäten, an die sich alle gewöhnt haben und die im Großhandel die Preise niedrig hielten, gehen dem Ende entgegen. Hoher Bedarf bei weniger Angebot lässt die Preise steigen. Das trifft vor allem große Unternehmen, die bisher bei niedrigem Börsenpreis bei gleichzeitiger Befreiung von der EEG-Umlage gut leben konnten. Wer als Erzeuger künftig zum richtigen Zeitpunkt liefern kann, wird am Markt überleben. Wer nur zufällig liefern kann, wird nicht gut verdienen, egal wie niedrig die Gestehungskosten sind.

Die entscheidenden Fragen der näheren Zukunft sind nicht die nach überstrichenen Rotorflächen, flexiblen Solarpaneelen oder der 33. Pilotanlage „Power-to-gas“, sondern wie zu jedem Zeitpunkt der Energiebedarf gedeckt werden kann.

Wer Visionen hat, muss nicht zum Arzt, sollte aber vorher schlicht die heutigen Realitäten zur Kenntnis nehmen. Heiße Sommer kommen immer wieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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30 Kommentare

  1. Aber bitte, Herr R.S., wo wollen Sie Elektrotechnik studiert haben? Doch wohl nicht in Deutschland?

    Wenn ein Vogel sich auf der Leitung eines Hochspannungsmastes zur Ruhepause niederläßt, dann tut er das mit beiden Beinen, nicht ein Bein auf der Leitung, das andere auf der Erde. Das würde er nicht überleben und das weiß er. Danach fliegt er wohlgemut weiter, wird also nicht vom Hochspannungsmast getötet, auch nicht seine hunderttausende Kollegen. Woher kommen bloß Ihre Zahlen?

    Ich grüße Sie als H. Liesegang

     

  2. Hier kann ein bisschen gespielt und gelernt werden.

    Wären Frankreichs Kernkraftwerke taube Nüsseknacker, dann würde Frankreich nicht ständig bis zu 12.000 MW in die Nachbarländer exportieren können: https://tinyurl.com/yanwy7rv

    Ob es die Webseiten des französischen Übertragungsnetz-Betreibers RTE auch in Deutsch gibt, weiß ich leider nicht. Es gibt jedoch eine sehr gut gemachte App für das iOS-System.

    Auch die deutschen Kernkraftwerke waren keine tauben Nussknacker und sie sind es auch heute nicht. In den Sommermonaten ist der Lastverlauf niedriger, als im Rest des Jahres und Betriebseinschränkungen infolge höherer Flusswassertemperaturen haben immer nur die Kaufleute geärgert, weil die Erzeugung durch Kraftwerke mit höheren Gestehungskosten ausgeglichen werden musste.

    Wie die bundesdeutschen EnergieexpertInnen von Netzspeicher-Baerbock, Eiskugel-Trittin, Gigabyte-Özdemir bis Merkel und Hofstaat allerdings zukünftig die wochenlangen sommerlichen Flautenzeiten und die nicht kürzeren winterlichen Dunkelflautezeiten ohne nukleare und fossile Kraftwerke bewältigen wollen, ist schleierhaft.

    Mit Sprüche klopfen anstelle von Elektrizität liefern werden sich die dann 85.000.000 Einwohner Deutschlands nicht zufrieden geben, von denen eine immer größere Anzahl nicht lange zögert, mit Nachdruck einzufordern, was sie haben will.

    Germania nigra ante portas.

  3. Deutschlands Stromexport nimmt immer weiter zu

    Deutschlands Stromexport nimmt immer weiter zu. Im ersten Halbjahr 2017 gab es erstmals keinen einzigen Tag mehr ohne Exportüberschuss. Im Vorjahreszeitraum hatte es immerhin noch zwei Tage gegeben, an denen Deutschland per saldo Strom importierte, vor zwei Jahren waren es noch sieben Tage.

    http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/deutschlands-stromexport-nimmt-immer-weiter-zu–138774460.html

    Stromexport Juni 2018: 4480 GWh

    Stromimport Juni 2018: 2516 GWh

    Ich sehe noch jede Menge Spielraum nach oben…..

    https://www.energy-charts.de/exchange_de.htm

    Frankreich droht Atomkraft-Blackout im Winter (2016)

    In Frankreich könnte es in diesem Winter zu ernsthaften Engpässen bei der französischen Stromerzeugung kommen. In den ersten drei Wochen im Dezember werden 13 Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen gleichzeitig vom Netz genommen. Und das könnte bei einem Kälteeinbruch direkte Folgen für die Bevölkerung und die Industrie haben

    https://www.iwr.de/news.php?id=32492

    1:0 für die Energiewende in Deutschland gegen den Atomstrom aus Frankreich 😉

    • Ja, nutzloser Zappelstrom treibt die Exporte. Das ist nichts, worauf man stolz sein könnte.

      Das 1:0 war das Ergebnis eines Foulspiels.

    • „Deutschlands Stromexport nimmt immer weiter zu.“

      Joo, und was hat das den Haushalten in Blödland gekostet? 

      „Ich sehe noch jede Menge Spielraum nach oben…..“

      Das fürchte ich auch…

      „In den ersten drei Wochen im Dezember werden 13 Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen gleichzeitig vom Netz genommen. Und das könnte bei einem Kälteeinbruch direkte Folgen für die Bevölkerung und die Industrie haben“

      Wäre echt schlecht, denn woher kriegen wir dann im Winter bei Hochnebel und Windstille Strom???

      Lieber Rico,

      mach mal ein techn. Studium an einer Universität. Deine Ausbildung zum Frisör ist zur Beantwortung dieser Fragestellung nicht ausreichend…,

      • „Joo, und was hat das den Haushalten in Blödland gekostet?“

        Der Auto führt vor Augen, das die Erneuerbaren Energien und der Ausstieg aus der Atomkraft zu einem Stromengpass führt. Das wurde auch schon 2011 propagiert, passiert ist nichts. Der Autor führt auch keine Beweise auf, im Gegenteil, die in den letzten Jahren gestiegenen Stromexporte zeigen genau das Gegenteil. Um auf Ihren Punkt zu kommen, die EEG Umlage stagniert seit 2014 und ist seitdem nur leicht gestiegen. Die Kosten wären deutlich niedriger, würde jeder die Umlage zahlen, und nicht Ausnahmen geschaffen (Warum auch immer Golfplatzbetreiber keine EEG-Umlage zahlen müssen….)

        „Wäre echt schlecht, denn woher kriegen wir dann im Winter bei Hochnebel und Windstille Strom???“

        Mein Argument bezog sich ebenfalls auf den Artikel. Denn dieser impliziert, dass Kohlekraft und AKW immer sicher Strom liefern. Aber immer wieder gibt es in Frankreich, dem AKW-Land, was von EE-Skeptikern so hoch gepriesen wird, immer wieder Probleme mit der Sicherheit und bei sehr heißen oder kalten Temperaturen. Währendessen zeigt der SAID-Index, dass seit 2006 (wo es noch wenig EE und mehr AKW gab), die Versorgunslücken in Form von Stromausfällen immer weiter gefallen sind. Trotz steigender EE und 8 weniger Atomkraftwerken. Ergo ist auch dieses Argument nichtig.

        „mach mal ein techn. Studium an einer Universität. Deine Ausbildung zum Frisör ist zur Beantwortung dieser Fragestellung nicht ausreichend…,“

        Beleidigung und Unterstellung… ok… das bleibt also Trotz der Regeln im Kommentar stehen? Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ein technisches Studium and einer Fachhochschule ausreicht, Herr Doktor, oder was haben SIE studiert? 😉

        Sollten Sie in der Lage sein, Ihre Aussagen mit Fakten zu belegen und nicht mit leeren Phrasen, können Sie gerne antworten.

        • Das war die Frage: „Joo, und was hat das den Haushalten in Blödland gekostet?“

          Ihre Antwort: „Um auf Ihren Punkt zu kommen, die EEG Umlage stagniert seit 2014 und ist seitdem nur leicht gestiegen. Die Kosten wären deutlich niedriger, würde jeder die Umlage zahlen, und nicht Ausnahmen geschaffen (Warum auch immer Golfplatzbetreiber keine EEG-Umlage zahlen müssen….)“

          Fazit: Viel Gelaber und nichts konkretes.

           

          Zu:„Wäre echt schlecht, denn woher kriegen wir dann im Winter bei Hochnebel und Windstille Strom???“

          ist die Antwort:“Aber immer wieder gibt es in Frankreich, dem AKW-Land, was von EE-Skeptikern so hoch gepriesen wird, immer wieder Probleme mit der Sicherheit und bei sehr heißen oder kalten Temperaturen.“

          Ja, was ham die Franzosen doch für wahnsinnige Probleme. Dauernd fliegen denen die KKW’s um die Ohren und im Winter geht gar nichts mehr. Vom Sommer gar nicht zu reden…

          „Währendessen zeigt der SAID-Index, dass seit 2006 (wo es noch wenig EE und mehr AKW gab), die Versorgunslücken in Form von Stromausfällen immer weiter gefallen sind.“

          Oh Wunder, bei zwei parallelen Stromerzeugungssystemen.

          „Trotz steigender EE und 8 weniger Atomkraftwerken. Ergo ist auch dieses Argument nichtig.“

          Hmm, wieviele Kohlekraftwerke wurden wegen der 8KKW’s weniger nicht still gelegt?

          „Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ein technisches Studium and einer Fachhochschule ausreicht,…“

          Anscheinend reicht ein Studium an einer Ostfriesenuni nicht…

           

           

          • Ich erwarte nicht viel von Klimaskeptikern, aber Sie haben es geschafft, innerhalb von zwei Kommentaren den Stand der Frisöre, mich und ostfrisische Universitäten zu beleidigen. Glückwunsch. Und nun schauen wir, wie viele Fakten sie zur Diskussion beigetragen haben oder es geschafft haben, mich zu widerlegen. Null. Wie zu erwarten.

            Oh Wunder, bei zwei parallelen Stromerzeugungssystemen.

            Der Autor impliziert gestiegene Unsicherheit durch EE. Die installierte Leistung von Wasserkraft, Braunkohle, Steinkohle, Mineralöl und mit der Ausnahme von 2011 die Atomkraft sind gleichgeblieben. Und trotz steigender EE, geringere Zeit der Netzausfälle. Also ist diese These widerlegt.

            Wenn sie keine Fakten haben, die Ihre Aussagen stützen, können Sie Ihre Beleidungen gerne für sich behalten. Sonst machen Sie sich nur noch mehr lächerlich.

          • „Wenn sie keine Fakten haben, die Ihre Aussagen stützen, können Sie Ihre Beleidungen gerne für sich behalten.“

            Lern lesen, dann versuch zu verstehen.

            Dann beantworte meine Frage, z.B. „was haben die Exporte gekostet“

            Vielleicht begreifst du dann was.

        • Herr Schrage,

          der SAIDI-Index ist wie folgt definiert (Wikipedia):

          „In die Berechnung des SAIDI-Wertes fließen nur ungeplante Unterbrechungen ein, die auf atmosphärische Einwirkungen, Einwirkungen Dritter, Zuständigkeit des Netzbetreibers und aus anderen Netzen rückwirkende Störungen zurückzuführen sind. “

          Damit ist Ihre Argumentation nichtig, denn die Ausfälle durch die EE finden sich somit nicht im SAIDI, (und auch nicht in der EEG-Umlage) sondern in den Redispatchkosten (=Netzgebühren) die inzwischen eine Milliarde p.a. erreicht haben.

          Und was der Ausstieg aus der Kernenergie (und Kohleenergie) bewirkt, zeigt sich den Laien ja erst, wenn er erfolgt ist. Aber bisher ging´s ja gut….!

           

        • Lieber Herr Schrage, zu Ihrem Satz „Um auf Ihren Punkt zu kommen, die EEG Umlage stagniert seit 2014 und ist seitdem nur leicht gestiegen. Die Kosten wären deutlich niedriger, würde jeder die Umlage zahlen, und nicht Ausnahmen geschaffen (Warum auch immer Golfplatzbetreiber keine EEG-Umlage zahlen müssen….)“

          folgendes. Sie betreiben wieder einmal Rosinenpickerei, also immer die zur These passenden Werte raussuchen.

          EEG-Umlage: Würden Sie als Ausgangswert das Jahr 2012 nehmen, müssten Sie eine Verdoppelung zugeben, im Vergleich zu 2008 eine Versechsfachung!

          Macht pro Haushalt bei 4000KWh/Jahr incl. Steuer einen Mehrbetrag von 280€=1 Eiskugel/Monat lt. Trittin. Dazu kommen noch erhöhte Netzentgelte + Offshore Abgabe mit zusätzlich 150€ seit 2008.

          Die Befreiung für Golfplätze von der EEG ist eine gern benutzte Lüge von linksgrün durchgewirkten Personen und Medien. Befreit sind nur besonders energieintensive Betriebe, Liste einsehbar, was aber diesen Fake-News-Produzenten egal ist! Wären die nicht befreit, wären die schon längst weg und die Arbeitsplätze auch, die Einsparung beim EEG würde gerade einmal 1 ct betragen.

          Die noch bestehende Stabilität des Netzes in Deutschland beruht auf der guten Struktur und gutem Netzmanagement, welches besser als das französische ist.

          Die französischen KKWs, insbesondere Fessenheim, haben während der Dunkelflaute im Januar 2017 Deutschland den A… gerettet. Es ist zu vermuten, dass Fessenheim auch auf deutschen Wunsch noch am Netz ist!

    • Wer Behauptungen aufstellt. sollte die Wirklichkeit kennen.

      Nach 2011 sind sehr wohl Kernkraftwerke zwangsweise per Richtlinienkompetenz der Frau Bundeskanzlerin und per Gleichschaltung der Regierungsfraktionen im Bundestag außer Betrieb genommen worden: Grafenrheinfeld und Gundremmingen sollten Sie kennen.

      Nach 2011 sind Braunkohlekraftwerke per Regierungsbeschluss gegen Ausgleichszahlung abgeschaltet und in die Kaltreserve gestellt worden. Kosten: 1 bis 2 Merkel-Einheiten (ME) mit 1 Mrd. Euro = 1 ME.

      Nach 2011 haben verschiedene Kraftwerksbetreiber Anträge auf Stillegung konventioneller Kraftwerke gestellt, die zum Teil von der Bundesnetzagentur genehmigt wurden – im Land der freien Marktwirtschaft der Merkel-Richtliniendiktatur. Einige Anträge wurden nicht genehmigt – aus Gründen der Systemsicherheit, für die die ÜNB, die Übertragungsnetzbetreiber, zuständig sind. Systemrelevanz heißt das Zauberwort, wie auch damals bei der Bankenkrise. Diese Anlagen stehen jetzt den ÜNB gegen Zahlung nicht kostengerechter Beträge zur Verfügung.

      Wer mehr wissen will und möchte, mag sich auf den Webseiten der Bundesnetzagentur die Kraftwerksstillegungsanzeigenliste ansehen. Das Ding heißt tatsächlich so. So mancher Studierte mit dennoch wenig Wissen könnte noch viel lernen, wenn er nur wollte.

  4. Für alle die Photovoltaikanlagen betreiben sind die letzten Wochen ja richtige Festwochen gewesen. Die so ca. vor 12 Jahren installiert haben kassieren jetzt 45-50 ct/kwh. Auf dem Agorameter schön dargestellt. Bei Wind sieht es schlecht aus. Man sieht wie die Erzeugungsspitzen immer über den Bedarf hinausragen, also es wird mehr Strom produziert wie verbraucht wird – generell. Hier müssen die Kraftwerke, allen voran die Kohlekraftwerke weiter produzieren, wenn auch nur auf Sparflamme. Wer abschaltet kommt erst nach Tagen wieder hoch. Und wegen der Systemrelevanz darf auch gesetzlich nicht abgeschaltet werden.

    Mal sehen was am Jahresende die Auswertung über den Ausnutzungsgrad insgesamt bringt.

  5. „Wie zu jeden Zeitpunkt der Energiebedarf gedeckt werden kann“

    Da schauen wir uns einmal bei Agorameter den Ertrag der offshore-Windmühlen im Monat Juli an.

    Durchgehend fast nix mit „Spitzen“ von 0,04 GW, das ist nicht nicht mal 1% der installierten Leistung.

    Dabei soll offshore Wind doch so zuverlässig blasen!

    Vielleicht hätte man vorher mal die Segler fragen sollen…

     

  6. Wilhelmshaven hat keine Flußwasserkühlung, Brunsbüttel läuft seit über 10 Jahren nicht mehr und an der Elbe befindet sich Brokdorf.

    Die Photovoltaik liefert immer nur für höchstens 1 Stunde zur Mittagszeit die Maximalleistung. Vorher und nachher ist die produzierte Leistung entsprechend der Strahlung der Sonne viel niedriger

    • „Wilhelmshaven hat keine Flußwasserkühlung, Brunsbüttel läuft seit über 10 Jahren nicht mehr und an der Elbe befindet sich Brokdorf.“

      Wenn schon so viele Fehler in einem Bericht sind, die sich so leicht recherchieren lassen, ist meiner Meinung nach die journalistische Kompetenz des Autors fragwürdig.

      „Die Photovoltaik liefert immer nur für höchstens 1 Stunde zur Mittagszeit die Maximalleistung. Vorher und nachher ist die produzierte Leistung entsprechend der Strahlung der Sonne viel niedriger“

      Definieren Sie „viel niedriger“. Ich nehme mal jetzt einfach den 23. Juli als Beispiel. Der Zeitraum, in dem mehr oder in etwa 75% der Maximalleistung an dem Tag geliefert wurde, war zwischen 10-16 Uhr. 25% weniger ist für mich nicht „viel weniger“ aber ich habe es mal als Grenzwert angenommen. Und trotzdem leisten die Anlagen fast 6 Stunden mindestens diese Leistung.

      Zitat aus Artikel:

      „Ab 28 Grad Celsius wird allerdings ein gewässerökologisch kritischer Punkt erreicht und noch ist nicht bekannt, ob die genehmigende Behörde tote Fische anders wertet als tote Greifvögel und Fledermäuse.“

      Tote Vögel pro Jahr durch Windkraftanlagen: 100.000 – 200.000

      Tote Vögel durch Strommasten und -kabel:  1.500.000 – 2.800.00

      Tote Vögel durch Kollision mit Glasflächen : 18.000.000

      Muss ich mehr sagen? 😉

      http://www.bund-rvso.de/windenergie-windraeder-voegel-fledermaeuse.html

      • Wie wurden denn diese Horrorzahlen ermittelt ? Ich habe mal gehört, dass 63.258.000 Vögel durch Bäume getötet wurden, weil sie aus großer Höhe vom Ast gefallen sind. Deshalb : Abholzen !

      • 1. Brokdorf statt Brunsbüttel verwechselt, ok (siehe oben)

        2. KW Wilhelmshaven wird sehr wohl auch mit Flusswasser aus der Jade gekühlt. Allerdings wirkt hier nicht die Ablauf- sondern die Zulauftemperatur begrenzend, siehe hier:

        https://www.nwzonline.de/wilhelmshaven/wilhelmshaven-folgen-der-hitzewelle-kuehlwasser-geht-aus-kraftwerk-in-wilhelmshaven-drosselt-leistung_a_50,2,404128229.html

         

        3. Die Anzahl toter Vögel ist spekulativ, denn die wenigsten werden gefunden. Füchse und Aasfresser sind meist schneller. Scheiben sind meist gekennzeichnet und Vögel können i.d.R. auch den sich nicht bewegenden Hochspannungsleitungen ausweichen, nicht aber Rotorblattspitzen, die sich mit 300 km/h bewegen. Sowas kommt in der Natur nicht vor. Weitere WKA in Waldgebieten werden die Opferzahlen steigen lassen, aber so ist das, wenn „Klimaschutz“ den Naturschutz platt macht.

         

         

        • 3. Die Anzahl toter Vögel ist spekulativ, denn die wenigsten werden gefunden.(…..)

          Dazu gibt es inzwischen etliche Studien. Selbst wenn nicht bekannt ist, wieviel mehr Vögel sterben und durch Aasfresser entfernt werden, es wäre das gleiche ob es durch ein Windrad passiert oder durch einen Strommast. Jedoch höre ich keine entsetzten Aufrufe, dass Strommasten entfernt werden sollen, und die toten Tiere durch Strommasten/-leitungen ist um eine ganze Potenz größer.  Tote Vögel durch Glasscheiben sogar zwei Potenzen größer.

          http://www.bund-rvso.de/windenergie-windraeder-voegel-fledermaeuse.html

          „Irgendwo zwischen 10 000 und 100 000 pro Jahr“
          liegt die tatsächliche Zahl der durch Windräder getöteten Vögel nach Einschätzung von Hermann Hötker vom Michael-Otto-Institut im Naturschutzbund Deutschland. Das entspräche bei den damals etwa 20 000 bundesweit installierten Windkraftanlagen (heute 27.000) einer Quote von ein bis fünf Vögeln pro Anlage und Jahr.

          @Jürgen Trilling: Sollten Sie nicht in der Lage sein, meine Argumente mit Fakten zu widerlegen, und lieber belanglosen Mist zu reden, würde ich lieber die Klappe halten.

           

          • @Rico Schrage

            Was wollen Sie jetzt mit Strommasten? An einen Strommast ist noch kein Vogel gestorben. Meinen Sie vielleicht Stromleitung…aber auch hier…sind Stromleitung auch im wenigsten Fall ein Vogelvollstrecker…aus man heizt zuviel Strom durch die Leitungen….durch zuviel Angebot im sog. EE-System.

            Jeder tote Vogel einer Windmühle ist einer zuviel….weil diese Windmühlen überflüssig sind wie ein Kropf!

             

          • @ Buehner

            Nein, aber sie erzeugen genau das gleiche Problem, sogar noch in größeren Maßstab, aber ich habe noch keinen EE-Skeptiker dagegen etwas sagen hören.

            @Marc Hofmann

            Das wissen Sie also, weil sie an allen Strommasten Deutschlands, was sage ich, der Welt gleichzeitig stehen und sehen, dass kein Vogel dort stirbt?

            Eine neue Studie aus dem Jahr 2017 sagt, „dass es in Deutschland jährlich zu Kollisionsopfern an Vögeln in der Größenordnung zwischen 1,5 bis 2,8 Millionen Individuen kommt“ und dass durch geeignete Maßnahmen bis zu 90 Prozent der Verluste vermieden werden könnten. „Im Hoch- und Höchstspannungsnetz sind Kollisionen für Vögel die fast ausschließliche Todesursache an oberirdischen Stromleitungen, während im Mittelspannungsbereich der Stromschlag auf ungesicherten Strommasten die größte Gefahr darstellt.“

            Wo sind die Aufrufe der EE-Skeptiker, Überlandleitungen vogelsicher zu machen?

          • Soviel Unsinn auf einem Haufen kann man schon fast nicht mehr ertragen. Was für eine rosa-rote/grüne Brille muss man auf haben, um solch einen Unsinn zu glauben. Die Studien von Michael-Otto-Institut sind alle geschönt.

            Eine Studie vom „European Wildlife Research“ schätzt auf Grundlage von aktuellen Erhebungen, das ca. 3 – 6 Millionen Vögel durch Windkraftanlagen mittelbar und unmittelbar pro Jahr in Deutschland getötet werden. Der Verdrängungseffekt durch Dezimierung bestimmter Arten, für den die Windkraftanlagen verantwortlich sind, beträgt nach den Schätzungen vom „European Wildlife Research“ allein in Deutschland ca. 12 – 30 Millionen und für ganz Europa ca. 80 – 200 Millionen Vögel.

            Weiter heißt es in der Studie: Nach Radar-Messungen ergibt sich pro Anlage 976 theoretisch kollisionsgefährdete Vögel, von denen im Median 20,7 verunfallten. Selbst der errechnete Minimalwert von 14,3 Schlagopfern pro Windkraftanlage pro Jahr liege noch deutlich höher als die 10 Vogelopfer, die im Zuge der Diskussion um Gegenmassnahmen wie das zeitweise Abstellen genannt würden, heisst es in der Studie.

            Und weiter heißt es in der Studie: Durch den Infraschall und den Schlagwind der Windkraftanlagen wird der Insektenbestand stark beeinflußt. In Feld-Versuchen wurde festgestellt, dass die Reproduktionsrate der Insekten in der Nähe von Windkraftanlagen bis zu 70% abnehmen kann. Zudem konnte festgestellt werden, das nur ca. 80% der nahrungsuchenden Insekten, unter normalen Bedingungen 95%, wieder zum Nest zurück fanden.

            Abschliessen heißt es im Unterton der Studie: Die Windkraftanlagen fügen der Flora und Fauna in ihrer kurzen Zeit der Nutzung erheblichen Schaden zu, wie keine andere stromerzeugende Technologie zuvor.

            Mfg
            Werner Holtz

        • Ok. Wenn man die Mündung des Jadebusens als Fluss wertet, dann haben die Wilhelmshavener Kraftwerke von ENGIE und von Uniper Flusswasserkühlung.

          Die 4 Uniper-Vorgänger und Uniper selbst haben den Standort allerdings immer als einen mit Nordseewasser-Kühlung gesehen: Uniper-Kraftwerk Wilhelmshaven .

          Wir sehen: Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigal. Oder: Alles ist relativ.

      • Eine Studie des BUND zu Windrädern. Ungefähr so aufschlußreich wie eine Studie der Metzgerinnung zum Thema Fleischkonsum.

        Durch Windräder sind hauptsächlich große Vögel wie der Rotmilane, Störche, Kraniche usw. gefährdet, die wohl nie in eine Glasscheibe fliegen werden.

        Von den kleineren Vögeln, die durch Glasscheiben gefährdet sind, wie Sperlinge, Meisen Finken etc. gibt es zig Millionen Exemplare, von den Großvögeln gibt es z.B. bei den Rotmilanen ca. 29.000 Brutpaare, die hauptsächlich in Deutschland heimisch sind.

        Wenn Sie da jährlich 10.000 davon wegschreddern, gibt es die bald nicht mehr. Nirgends mehr!

        Wenn Sie glauben, dass ich übertreibe, müssen Sie berücksichtigen, dass die Planung die 6fache Menge der heutigen Anzahl von Windrädern vorsieht. Dann gibt es gar keine Ausweichmöglichkeiten für die Vögel mehr, die Schlagopfer dürften in die Millionen gehen.

        Im Namen des „Klimaschutzes“ werden mit Unterstützung von BUND und Co. unsere Landschaften zerstört, unsere Natur geschreddert, die Gesundheit der Menschen gefährdet, die ganze Bevölkerung drangsaliert und die Wirtschaft vernichtet.

        Und das für einen „Klimaeffekt“ von einigen hundertstel Grad Celsius.

         

      • Abgesehen von der fraglichen Seriösität der Zahlen: 1. sind 18.000 tote Vögel an Glasscheiben kein Grund dafür, woanders noch mehr Vögel zu töten; 2. sterben an Windrädern – anders als an Glas – besonders viele Fledermäuse und Greifvögel (fast alle geschützt), daher ist die Wirkung der Windräder besonders fatal.

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  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
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