Wenn alle nur noch lieb zueinander sind, ist die Welt das Paradies. Bisher hat es noch nie funktioniert, beginnen wir deshalb damit beim Klima

Generationenvertrag. Bild: angieconscious  / pixelio.de

Helmut Kuntz
Manifest: [1] Vorangegangene Generationen haben immer versucht, ihren Kindern eine bessere und gerechtere Welt zu hinterlassen. Auch deshalb geht es uns heute so gut wie nie zuvor … Wir, die goldenen Generationen der nach dem Krieg Geborenen, haben dieses urmenschliche Anliegen stillschweigend kassiert und ahnen jetzt, dass wir unseren Kindern eine Fülle von ungelösten Problemen vor die Füße werfen.


… so beginnt das Generationenmanifest

Vertreten wird es von Personen, welche in großer Sorge sind:
Manifest: [1] Wir sind Bürgerinnen und Bürger dieses Landes und stellen besorgt fest: Die älteste Übereinkunft der Menschheit ist in Gefahr – der Generationenvertrag.
… Selten hatten so viele Menschen Sorge um die Zukunft ihrer Kinder und Enkel. Wir auch!
Dabei geht es nicht um unsere Rente, die von der (in hohem Maß verbeamteten und überversorgten) Politik nach Belieben geplündert wird, sondern um die Rettung der Welt vor der düsteren Zukunft.

Während die vergangenen Generationen angeblich immer nur „versucht (haben) … eine bessere und gerechtere Welt zu hinterlassen … „ (worauf sich diese fabulöse Behauptung begründet, steht nirgens) sind ausgerechnet wir die, welche überhaupt nicht mehr an so etwas denken und egoistisch diese Zukunft zerstören. Glücklich ändern soll dies nun ein juristischer Vertrag:
Manifest: [1]weiter der Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen entziehen oder umdenken und mit mutigem Handeln die Chancen künftiger Generationen auf Gesundheit, Erfüllung und Glück wiederherstellen.
… Wir engagieren uns auf gesellschaftlicher Ebene für einen neuen Generationenvertrag, einen Vertrag, der zum ersten Mal die Bedürfnisse kommender Generationen und deren Herausforderungen wirklich ernst nimmt.

Man sollte den „Generationenvertrag“ im Original weiterlesen. Er hat den Inhalt und die Substanz, wie man sich mit 16 Jahren die Welt vorstellt, weil man selbst in einem behüteten – und gut versorgten – Elternhaus wohnt, dies allen Menschen dieser Erde genau so wünscht und noch keine Ahnung davon hat, dass, und warum, im größeren Rest der Welt teils vollkommen andere, gesellschaftliche Ansichten herrschen. Und vor allem nicht, warum aus soziologischen und religiösen Gründen daran oft wenig geändert werden kann, schon gar nicht von außen [8]. Darum klingt er auch wie eine Predigt unserer verbeamteten Priesterschaft, um den Klingelbeutel ordentlich zum Klingeln zu bringen.

Klima: Mit allen Mitteln die Klimakatastrophe abwenden

Und das Generationenmanifest wäre ohne den allgegenwärtigen Klimawandel nicht zeitgemäß. Er kommt sowohl im Manifest vor, aber auch in fast jeder Präsentation in den Videos.

Manifest: [1] Klima: Mit allen Mitteln die Klimakatastrophe abwenden
Auch in Deutschland müssen wir unsere Anstrengungen im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen massiv erhöhen. Wir fordern die Bundesregierung auf, den Einsatz fossiler Brennstoffe bis 2040 zu beenden sowie ein tragfähiges Konzept für CO2-Besteuerung bzw. Emissionshandel vorzulegen. Aus den Erträgen soll ein Zukunftsfonds aufgelegt werden, der Innovationen fördert und für künftige Generationen spart.
Die Idee, dass Politik für zukünftige Generationen spart, dürfte wohl die absurdeste sein, auf die man kommen kann. Es dürfte weltweit keinen „Fonds“ geben, der sich in politischer Hand befindet und nicht konsequent von dieser für ganz andere Zwecke geplündert wird. Auch unsere Bundesregierung macht es mit aktuell ca. 2 Billarden Euro Schulden vor und der Klimafonds ist genau dafür sogar explizit vorgesehen.

Irma und Harvey. Ja glaubt ihr denn, das sei ein Zufall?

Der bayerische „möchtegern-Messias“, welcher seit Längerem als Katastrophenprediger (vorwiegend auf GEZ-Zwangsgebührensalär) durch unsere Medien geistert, unterstützt es. Vor allem auch mit der Verbreitung schlichtweg nicht belegter Behauptungen.

Bild 1 Eingebettetes Video H. Lesch zum Generationenmanifest. Link: YouTube Lesch Generationenmanifest

Video, H. Lesch: … ich war so froh, dass es endlich gekommen ist … wir müssen uns darum kümmern, dass es keinen Krieg mehr gibt, wir müssen uns darum kümmern, dass es mit dem Klimawandel so nicht weitergeht, weil wir mit dem Kohlenstoff, den wir in die Atmosphäre jagen, natürlich alles erwärmen. Wir haben es jetzt doch gesehen … Irma und Harvey.
Ja glaubt ihr denn, das sei ein Zufall? Dies ist kein Zufall. die Meere sind so warm, dass sie ruck-zuck Hurrikans entwickeln. Und was für welche! Auch die Starkregenereignisse in Deutschland. Das ist doch kein Zufall!. Was red ich. Der Klimawandel ist da. Brauchen wir nicht mehr darüber zu sprechen …

Was Herr Lesch sagt und was die Daten sagen

Es ist bekannt, dass Irma und Harvey kein Klimawandel-Menetekel, sondern natürliche Extrem-Ereignisse waren [2]. Und es ist belegbar, dass die Starkregenereignisse in Deutschland Klimawandel-bedingt, bisher nicht zunehmen [3], und Extremwetter ebenfalls nicht [5]. Einfach, weil es solche Ereignisse – teils viel schlimmer – schon immer gab.
Doch was kümmert das einen H. Lesch. Weil ich es sage, ist es so: „ … brauchen wir nicht mehr darüber zu sprechen“. Es fehlt nur noch, dass er sich zum Klimapapst ausruft und für unbezweifelbar erklärt.

kaltesonne.de 5. Februar 2018: [2] Hurrikanaktivität hat während der vergangenen 65 Jahre abgenommen
Die Hurrikansaison ist erstmal vorbei. Das bietet eine gute Gelegenheit, unaufgeregt in die Fachliteratur hineinszuschauen. Was gibt es Neues? Am 8. Dezember 2017 erschien in den Geophysical Research Letters eine Arbeit von Ryan Truchelut und Erica Staehling. Sie untersuchten die Entwicklung der nordamerikanischen Hurrikane auf Basis der sogenannten “angehäuften Zyklonenergie” (accumulated cyclone energy, ACE). Die Forscher fanden eine statistisch signifikante Abnahme der Hurrikanaktivität während der vergangenen 65 Jahre. Die Hurrikanflaute der letzten Jahre (mit Ausnahme des sehr aktiven Jahres 2017) stellte dabei die inaktivste Phase des gesamten Untersuchungszeitraums dar. Abstract:

An Energetic Perspective on United States Tropical Cyclone Landfall Droughts
The extremely active 2017 Atlantic hurricane season concluded an extended period of quiescent continental United States tropical cyclone landfall activity that began in 2006, commonly referred to as the landfall drought. We introduce an extended climatology of U.S. tropical cyclone activity based on accumulated cyclone energy (ACE) and use this data set to investigate variability and trends in landfall activity. The drought years between 2006 and 2016 recorded an average value of total annual ACE over the U.S. that was less than 60% of the 1900–2017 average. Scaling this landfall activity metric by basin-wide activity reveals a statistically significant downward trend since 1950, with the percentage of total Atlantic ACE expended over the continental U.S. at a series minimum during the recent drought period

Das CO2 in der Atmosphäre steigt unablässig, die Hurrikanaktivität sinkt. Offenbar haben die beiden Trends wenig miteinander zu tun. Angesichts der klaren Faktenlage wundert es nicht, dass die NOAA (über das Geophysical Fluid Dynamics Laboratory, GFDL) in einem offiziellen Statement vor einer Verknüpfung von Treibhausgasen und Hurrikanen dringend warnt …

Brauchen wir nicht mehr darüber zu sprechen“. Sollte man aber

SPON 08.09.2015: Streit über Umwelt-PR: So irreführend sind die Wissenslücken der Klimaforscher
… Der Befund schien eindeutig. Nachdem Hurrikan „Katrina“ vor zehn Jahren New Orleans verwüstet hatte, offenbarte eine Studie Dramatisches: Die Klimaerwärmung hätte dafür gesorgt, dass Stürme heftiger würden. Der Mensch also stecke hinter der Katastrophe, lautete die Botschaft.
Andere Forscher
kritisierten die Behauptung. Unsicherheiten in den Ergebnissen seien ignoriert worden. Der Uno-Klimarat IPCC überging die Einwände. In seinem vierten Sachstandsbericht 2007 diagnostizierte der Rat eine Zunahme der Intensität von Hurrikanen.
Die Feststellung war voreilig, wie sich nun zeigt; die These von den stärker werdenden Hurrikanen lässt sich nicht halten, wie
mehrere Studien zeigen. Immer klarer wird: Die Klimaforschung hat ein Kommunikationsproblem: Unsicherheiten, also Wissenslücken, ihrer Ergebnisse bleiben allzu häufig verborgen – und das liegt nicht nur an den Wissenschaftlern

Im nächsten, dem fünften IPCC-Sachstandsbericht von 2013 wurde es mit den Hurrikans dann auch korrigiert:
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin.”
Übersetzung: “Keine robusten Trends bei den jährlichen Zahlen von tropischen Stürmen, Hurrikans und Stark-Hurrikans konnten in den letzten 100 Jahren im Nordatlantischen Becken ausgemacht werden.
Tropische Zyklone
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.”
Übersetzung: “Aktuelle Datensätze zeigen keine signifikanten beobachteten Trends bei der weltweiten tropischen Wirbelsturmfrequenz während des letzten Jahrhunderts und es ist ungewiss, ob ein berichteter langfristiger Anstieg der tropischen Wirbelsturm-Frequenz robust ist, nach Berücksichtigung der letzten Änderungen in den Beobachtungs-Möglichkeiten.“

Zum Schluss dazu noch ein Bild des ACE-Index dieser Region:
NOAA: The ACE index is a wind energy index, defined as the sum of the squares of the maximum sustained surface wind speed (knots) measured every six hours for all eastern Pacific named systems while they are at least tropical storm strength.der Hurricantätigkeit

Bild 2 [6] NOAA ACE-Index 1970 – 2016, East North Pacific
Was der Autor an Daten zu Starkregen zusammengetragen und gesichtet hat, lässt sich ebenfalls nachlesen. Ihm ist es ein Rätsel, wie Herr Lesch seine Aussage dazu begründen könnte.:
EIKE 18.04.2018: Beeinflussungen durch Starkregen nehmen in Deutschland nicht zu. Mit schlecht angewandter Statistik lässt sich aber das Gegenteil „zeigen“ (Teil 2)

Der Herr Professor befindet sich damit in guter Gesellschaft. Immerhin hat er es damit zum Mitglied im Bayerischen Klimarat gebracht. Wohl, weil sein Vorgehen dem entspricht, was unsere „Intelligenz“ den Bürgern vorspielt: Nur eine ideologisch korrekte Information ist die richtige Information. Wenn überhaupt, kommt dieder Wirklichkeit näherkommende noch ganz klein am Ende:
kaltesonne 19. Juli 2018: SRF nimmt es beim Meeresspiegel in Louisiana nicht so genau mit der Wahrheit
SRF: Steigender Meeresspiegel Louisiana versinkt im Golf von Mexiko
Bereits sind im Süden Louisianas tausende Quadratkilometer verschwunden. Der Landverlust kann bloß verlangsamt werden … Und jetzt steigt wegen des Klimawandels auch noch der Meeresspiegel immer schneller …
In Wirklichkeit sinkt dort das Marschland rapide, zum Beispiel wegen der Eindeichungen:
kaltesonne: … Laut Karte sinkt das Land im betreffenden Bereich um 12-25 mm pro Jahr ab. Das ist das sechs- bis zwölffache des globalen Meeresspiegelbetrags zur Überflutung in Südlouisiana.
Und was ist mit dem dort „immer schneller“ steigenden Meerespegelanstieg? Man ahnt es: Das wird vermutet. Es klingt auch „gut“ und „gehört“ sich einfach in eine (öffentlich rechtliche) Küstenreportage. Nur machen tut es der Meerespegel auch dort nicht:
EIKE 18.05.2017: Die Amis bleiben beim Klimawandel weiter reserviert, nur in Europa „rennt man damit offene Türen ein“ – oder: In den USA gibt es noch Klimavernunft bei Behörden
EIKE 11.12.2016:
Nach Überzeugung der SZ scheinen Milliardäre in Amerika wohl generell etwas „beschränkt“ zu sein: Die Redaktion fand dort schon den zweiten, der nicht fest an den Klimawandel glaubt
EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen

Ich kann Ihnen versichern, dass die Wissenschaft genügend Belege hat, dass das mit dem Klimawandel zu tun hat, dass die Stürme stärker werden …

So eine der Aussagen von Herrn Schellnhuber bei der Pressekonferenz dazu (Bild 3). Kein wichtiges, gesellschaftliches Ereignis mit Klimarelevanz, ohne den Papst der Klimasimulation und des Klima-Kipppunktes. Da das Manifest wohl nur der Beginn der versuchten Umsetzung der „Großen Transformation“ [4] [9] ist, bei der das PIK eine Vorreiterrolle einnimmt, darf dessen Leiter nie fehlen.

Genau die kritischen Punkte, welche im SPON-Artikel angesprochen wurden: Unsicherheiten und Wissenslücken, löst Herr Schellnhuber problemlos: Er versichert eben, dass bei der Klimawandeltheorie alles stimmt. Ganz einfach, Klimatheologie in Reinform.
Dass die von ihm vertretenen Theorien das Gegenteil aussagen, nämlich: Die Stürme müssten mit zunehmendem Klimawandel schwächer werden, weil die Temperaturgegensätze dadurch abnehmen:
EIKE 21.02.2018: [11] Und plötzlich wird die Zukunft glücklicher
kaltesonne 21. Dezember 2017: [7] Neue Modellierungsergebnisse: Wirbelstürme werden in Zukunft wohl seltener und weniger intensiv
… Immer wenn ein Hurrikan wütet, gibt es stets einen aufmerksamen Klimaaktivisten, der den Auslöser ganz genau kennt: Der Klimawandel! Und er ist sich dann ganz sicher: In Zukunft wird es alles noch viel ärger. Haltet inne, übet Verzicht, kehret um! Ihr seit auf dem Weg des Teufels, elendiger CO2-Sünder. Zahle und tue Buße!
Nun ja, aber es gibt zum Glück auch noch eine wissenschaftliche Seite, die leider viel zu selten in den Medien zu Wort kommt. Denn die Wahrheit ist sehr viel unspektakulärer als uns eingeflüstert wird. Am 4. Oktober 2017 erschien eine
Studie von Yoshida und Kollegen. Darin enthalten sind die Ergebnisse von Simulationen der tropischen Wirbelstürme und ihre zukünftige Entwicklung. Laut Modellen wird sich die Anzahl der tropischen Wirbelstürme im globalen Maßstab um 33% verringern. Zudem wird es wohl deutlich weniger Stürme der besonders starken Kategorien 4 und 5 geben. Letzteres ist bemerkenswert, denn lange glaubte man, dass zwar die Anzahl der Wirbelstürme abnehmen könnte, dafür aber die Intensität zunimmt. Die neuen Ergebnisse lehnen diese Sichtweise nun deutlich ab.
Muss man in solchen Momenten vom Podium aus ja nicht sagen. Besser ist es da, mit den 100 Millionen Klimaflüchtlingen zu drohen, das ist viel werbewirksamer.

Bild 3 Schellnhuber bei der Vorstellung. Link: YouTube: Zusammenfassung der Vorstellung zum Generationenmanifest

Video: Schellnhuber: …. als Klimaforscher sage ich ihnen, dass (die bisherige Flüchtlingssituation) nur der Beginn ist einer Völkerwanderung und die wird sich dann nicht drehen um eine Millionen, sondern um 100 Millionen Menschen und mehr.
Und ich kann Ihnen versichern, dass die Wissenschaft genügend Belege hat, dass das mit dem Klimawandel zu tun hat, dass die Stürme stärker werden. Dass das aber erst der Beginn einer dramatischen Entwicklung ist. Wenn wir das Pariser Abkommen nicht umsetzen, werden Ereignisse dieser Art die neue Normalität werden ….

Kürzlich hat Herr Frey für EIKE einen informativen Artikel übersetzt:
Jüngste Studie mit der Prophezeiung „könnte noch viel schlimmer sein als prophezeit“ ist massenhaft heiße Luft
Es muss nicht alles in dieser Darlegung die einzige Wahrheit sein. Die Aussagen von Herrn Schellnhuber sind es aber mit Sicherheit ebenfalls nicht.

Was Vorhersagen von „Klimafachpersonen“ wirklich „Wert“ sind, zeigen exemplarisch auch die folgenden Bilder. Den Personen/Institutionen schaden solche exorbitanten Fehler in aller Regel jedoch nicht, wie es Al Gore herausragend belegt.

Bild 4 [10] Vorhersageverlauf des arktischen Sommereis-Minimums und die Wirklichkeit
Bild 5 [10] Vorhersageverlauf der Globaltemperatur und die Wirklichkeit
Und mit der „Versicherung“ ist es auch so eine Sache. Das machen viele und ist auch nicht schwer, löst das Hauptproblem, welches die Klimawandeltheorie hat, aber nicht. Denn nur eines ist beim „Klimawandel“ ganz sicher: Nichts:
WELT Mittwoch, 18. Juli 2018: [12] Was passiert in Europa, wenn der Golfstrom versiegt?
… Bislang gingen die meisten Klimaforscher davon aus, dass eine Schwächung des warmen Golfstroms zu einer Abkühlung in Europa führen würde. Eine neue Studie sieht genau das Gegenteil voraus …

Wenn man nichts zu sagen hat, lass doch einen Sack Reis in Indien umfallen

Ein Herr Nathan Bedford-Strohm – Medizinstudent (den Vater kann man ahnen) -, beklagt vom Podium aus, dass in Indien durch einen Pharmakonzern beim Produzieren von Antibiotika wegen ungereinigter Abwässer multiresistente Keime entstehen.
Wenn das Problem durch diese Fabrik so schlimm ist, fragt man sich, welche Lösung dazu ein Generationenvertrag in Berlin beitragen soll, oder irgendeine CO2-Vermeidung. In Deutschland – und teils in der EU – gelang es durch einfache, aber konkrete Vorgaben, solche Probleme zu lösen. So sehr, dass die Fische im Bodensee über Hunger klagen (die Fischer als deren Vertretung).

Ansonsten sieht der Autor in vielen Statements sein eingangs Gesagtes bestätigt. Was bisher mit viel, viel Geld nicht gelang, wird möglich, wenn wir nur fester daran glauben – und CO2 besteuern. Sind alle gleich arm, fällt es viel weniger auf. Es geschieht uns auch ganz recht, denn schließlich sind wir ja mit Schuld daran. Andere Erkenntnisse sind in Deutschland „not amused“ [8].

Also gilt: Nichts tun geht nicht. Neue Lösungen fallen uns aber auch nicht ein. Also muss wenigstens viel Geld ausgegeben werden. Dieses „Klingeln“ beruhigt seit Jahrhunderten schlechte Gewissen.

Manifest: [1] Armutsbekämpfung: Hunger, Armut und Überbevölkerung beenden.
Wir fordern die Bundesregierung auf, hier entschlossener zu handeln und die bereits gemachten Zusagen einzuhalten. Die Lösung liegt in der Durchsetzung von fairen Löhnen, einer fairen Arbeitsteilung und fairen Regeln für die Produktion des globalen Konsums. Deutschland soll hier Vorreiter werden.
Manifest: [1] Migration: Menschen werden kommen, sie haben ein Recht darauf.
Unser Egoismus und unsere Profitgier sind mitverantwortlich für die Flüchtlingsströme. Wir müssen hier Verantwortung übernehmen und uns der Situation stellen.

Zudem: Es ist alles doch so einfach, wenn man die Tatkräftigen nur agieren lässt – und ihnen dafür Geld gibt:
RHEIN-NECKAR-ZEITUNG 08.07.2018: Entwicklungsminister
Es kostet nur 15 Cent am Tag, ein Menschenleben zu retten
Gerd Müller im RNZ-Interview – Er will Afrika helfen – Dazu bräuchte er mehr Geld vom Finanzminister

Quellen

[1] Generationenmanifest

http://kaltesonne.de/hurrikanaktivitat-hat-wahrend-der-vergangenen-65-jahre-abgenommen/

[2] kaltesonne.de 5. Februar 2018: Hurrikanaktivität hat während der vergangenen 65 Jahre abgenommen

[3] EIKE 08. Juni 2018: Die Suche nach dem Klimawandel geht weiter. Denn in Deutschland ist er nicht zu finden

[4] EIKE 07. Juli 2017: Große Transformation – Rückwärtssehnsucht nach einer statischen Welt!

http://kaltesonne.de/extremwetter-in-den-letzten-tausend-jahren/

[5] kaltesonne 6. März 2018: Extremwetter in den letzten tausend Jahren

[6] investors.com 1/04/2018 : Despite What You’ve Heard, Global Warming Isn’t Making Weather More Extreme

[7] kaltesonne 21. Dezember 2017: Neue Modellierungsergebnisse: Wirbelstürme werden in Zukunft wohl seltener und weniger intensiv

[8] EIKE 09. Juli 2018: Überbevölkerungsprobleme bekämpfen wir ganz aktiv – durch noch mehr CO2-Reduktion

[9] EIKE 15. Juli 2018: Klimaschutz als Herrschaftsinstrument

[10] NoTricksZone 18. July 2018: Global Temperature Rise Some 75% Lower Than Models Projected!

[11] EIKE 21.02.2018: Und plötzlich wird die Zukunft glücklicher

[12] WELT Mittwoch, 18. Juli 2018: Was passiert in Europa, wenn der Golfstrom versiegt?

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2 Kommentare

  1.  

     
    Sehr geehrter Herr D. Schubert,
    man sieht, dass Herr Schubert nicht nachgesehen hat, wie oft der Autor schon Starkregensichtungen auf Tagesbasis durchgeführt und die Länderstudien dazu durchgesehen hat. Alle! sind auf EIKE hinterlegt.
    Aber Sie haben natürlich so etwas von Recht: Was Starkregen ist, hängt vom Zeitraum ab. Und welcher davon dann zur Trendbewertung signifikant sein soll, wechselt (in den Betrachtungen) ständig: Für die Einen wenige Stunden, für andere der Tag, andere 2-, oder 3 Tagesmengen und und und. Wie es gerade gebraucht wird und welches Ergebnis mit welcher Zeitbasis herauskommt.
    Und nun die Frage: Bei Tagesauflösung reichen beim Starkniederschlag 100 Jahre definitiv nicht aus, um Trends zu erkennen – wie alle meine (und viele andere) Analysen zeigen. Auch in den Publikationen der Bundesländer-Umweltministerien wird nach Tagesereignissen ausgewertet und Aussagen getroffen. Es liegt einfach daran, weil man schon froh ist, wenn wo über längere Zeiträume Daten mit Tagesauflösung vorliegen und diese dann nicht zu viele Lücken aufweisen. Die Umweltminister*innen und Politiker entscheiden danach.
     
    Somit bleibt (für mich) die Frage: Wie kann ein Herr Professor Lesch (und andere) nun anhand der Niederschlagsereignisse/Stunde, welche es ausschließlich von automatischen Wetterstationen seit wenigen Jahrzehnten gibt, und eventuell Wetterradar, welches selbst derzeit nicht flächendeckend verfügbar ist – und mangels Wissen noch mit „optimierenden“ Korrekturfaktoren belegt sind, einen sicheren Trend feststellen?
    DWD: … Für einige ausgewählte Stationen wurden die Starkniederschläge über 25 mm in 1 Stunde (dies entspricht 25 l/m2) in 5 Jahresabschnitten von 1996 bis 2015 ausgewertet. (Die automatisierte Aufzeichnung der Niederschlagshöhe beginnt erst Mitte der 90er Jahre.) …
    Das kann er – und auch der DWD – nicht! – denn diese Daten sind mit den früheren nicht  vergleichbar, also keine Fortschreibung.
    Bestimmt kann man heutzutage beginnen, die „perfekten“ Wetterradardaten zu archivieren. In ca. 100 Jahren wäre dann ganz langsam zu hoffen, vielleicht einen Trend zu sehen – den es heute seit 1880 (älteste Daten) nicht gibt. Mit den bisherigen kommt man allerdings noch nicht weit. Sicher haben Sie die von Simbach beim Starkregen analysiert. Die automatische Station fiel gleich ganz aus und aus den Radardaten musste man mühsam rekonstruieren.
    Wenn Sie nun sagen (wollen), dass man diese fehlenden Messdaten dann eben durch Simulation „Rückgewinnt“, – was ja wirklich gemacht wird -, bekommen Sie auch dazu eine Antwort von mir.
     

     

  2. Was der Autor an Daten zu Starkregen zusammengetragen und gesichtet hat, lässt sich ebenfalls nachlesen. Ihm ist es ein Rätsel, wie Herr Lesch seine Aussage dazu begründen könnte.:
    EIKE 18.04.2018: Beeinflussungen durch Starkregen nehmen in Deutschland nicht zu. Mit schlecht angewandter Statistik lässt sich aber das Gegenteil „zeigen“ (Teil 2)

    … und da sieht man, dass der Autor über Dinge schreibt, von denen er keine Ahung hat. Her Kuntz, wenn 100 Liter/m² in 10 Stunden fallen, nennt man das Starkregen, fällt diese Menge gleichmäßig verteilt über alle Tage des Monats ist das kein Starkregen. Aus diesem Grund sind Diagramme, in denen Sie nur die Menge/Monat darstellen, kein Nachweis für Starkregen.

    Warngrenzen für Starkregen
    Die offiziellen Richtlinien dazu hat der Deutsche Wetterdienst als nationale Behörde festgelegt. Er unterscheidet zwei Stufen des Starkregens:

    Starkregen-Stufe 1 / markantes Wetter

    Mehr als 10 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde oder
    Mehr als 20 Liter pro Quadratmeter in sechs Stunden

    Starkregen-Stufe 2 / Unwetter

    Mehr als 25 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde oder
    Mehr als 35 Liter pro Quadratmeter in sechs Stunden

    Quelle: https://www.wetter.com/wetterlexikon/starkregen_aid_570f4f32cebfc0060e8b46ef.html

    Um die Zunahme von Starkregen zu überprüfen ist Ihre Herangehensweise völlig falsch. Dazu muss die Häufigkeitsverteilung der Niederschlagsmenge/Stunde betrachtet werden.

     

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