Da schau her: „Deckel abgesprengt“ vom Topf der Vertrauens­würdigkeit wissenschaft­licher Begut­achtungen

Bild: Josh 2016

Anthony Watts
Die Globale-Erwärmung-Alarmisten mussten diese Woche einen schweren Schlag einstecken hinsichtlich ihrer Bemühungen, minderwertige „begutachtete“ Klimastudien zu vergöttern. Prof. Dr. med. John Ioannides von der Stanford University sprengte den Deckel ab vom Topf der Vertrauenswürdigkeit des Begutachtungs-Prozesses, und zwar in einem Interview mit Agence France Presse (AFP).


Wenn die Alarmisten-Gemeinschaft strategisch ein neues Argument oder einen neuen Aspekt in die Debatte um die globale Erwärmung zu werfen trachtet, lässt sie zunächst einen ihrer Pseudo-Wissenschaftler einen Artikel schreiben, um diesen in einem kompromittierten begutachteten Journal zu veröffentlichen.

Die politische Linke hat die meisten Wissenschaftsjournale infiltriert oder gleich ganz übernommen, welche sich heißer politischer Themen annehmen, genauso wie sie den allergrößten Teil der Mainstream Medien übernommen hat.

Im Besonderen gilt dies im Falle von Themen bzgl. der globalen Erwärmung. Wie die durchgesickerten Klimagate-E-Mails enthüllten, sind die Herausgeber von Wissenschaftsjournalen typischerweise prominente Alarmisten oder kooperieren absichtlich mit prominenten Alarmisten bei der Auswahl der Beiträge und der zu vermittelnden Botschaft (hier).

Das „Begutachtungs-Verfahren“ läuft typischerweise so ab: der Herausgeber übermittelt eine eingereichte Studie einem Team von Begutachtern, welche ausgesprochene Klima-Aktivisten sind. Nach der Veröffentlichung der Studie preisen Globale-Erwärmung-Aktivisten und deren Alliierte in den Medien die Natur der Begutachtung dieser Studie als Beweis, dass deren Schlussfolgerungen unfehlbar sind. Jeder, der das Verfahren oder die alarmistischen Schlussfolgerungen hinterfragt, wird dann als ,Wissenschafts-Leugner‘ gebrandmarkt.

Ioannides zufolge leistet das Begutachtungs-Verfahren wenig hinsichtlich Vertrauenswürdigkeit, sogar noch bevor politische Agenden das Thema kompromittieren.

„Wenn Studien reproduziert werden, kommt man selten zu den gleichen Ergebnissen. Nur ein Drittel der 100 Studien, welche in drei Spitzenjournalen der Psychologie veröffentlicht worden waren, konnte in einem großen Test – durchgeführt im Jahre 2015 – erfolgreich reproduziert werden“, fasste AFP die Ergebnisse von Ioannides zusammen (hier). „Medizin, Epidemiologie, Bevölkerungswissenschaft und Ernährungsstudien fahren nicht besser, wenn man versucht, diese zu reproduzieren“.

Wenn nur bei einem Drittel der Studien bei deren Replikation durch Autoren von außerhalb die gleichen Ergebnisse auftauchen, ist das ein schwerwiegendes Problem.

Hinsichtlich von Studien zum Klimawandel sind die begutachteten Studien womöglich noch unzuverlässiger – noch bevor man überhaupt die unvermeidlich politische Natur des Themas betrachtet – weil viele Studien Prophezeiungen und Modelle ansprechen, deren Schlussfolgerungen gegen objektive Beweise zu testen unmöglich ist.

Beispiel: Wenn ein Wissenschaftler ein Klimamodell vorstellt, welches eine rapide globale Erwärmung oder ernste negative zukünftige Klima-Auswirkungen prophezeit, und wenn eine Studie die Ergebnisse eines solchen Modells zusammenfasst und in einem begutachteten Journal veröffentlicht, gibt es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Möglichkeit, die Klima-Prophezeiungen mit den Beobachtungen in der realen Welt zu vergleichen.

Dies fügt den Zweifeln an der Genauigkeit von Prophezeiungen bzgl. der globalen Erwärmung in begutachteten Wissenschaftsjournalen eine neue Ebene hinzu. Und das noch bevor man die inhärent politische Natur der Debatte um die globale Erwärmung in Betracht zieht oder die politischen Agenden der Herausgeber der Journale nebst deren sorgfältig ausgewählten Begutachtern.

Die Lehre daraus ist, dass die linken Medien sich in Faulheit ergehen oder in einer absichtlichen Fehlinterpretation, wenn sie bestimmte begutachtete Studien herauspicken und behaupten, dass jeder, der diese in Frage stellt, die „Wissenschaft attackiert“, die „Wissenschaftler attackiert“ oder ein „Leugner“ ist.

Gute Wissenschaft erfordert die Durchführung kritischer Vergleiche bzgl. jeder Theorie oder Prognose – einschließlich jener in begutachteten Wissenschaftsjournalen Veröffentlichten – mit objektiven Beweisen.

Mehr bei CFACT

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/07/11/ooops-lid-blown-off-the-trustworthiness-of-scientific-peer-review/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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Anmerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag trifft genau das, was Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke hier kürzlich geschrieben hat!

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3 Kommentare

  1. Die Zahl der Meteorologen, die die Artikel in meteorologischen Zeitschriften begutachten können ist nun einmal gering. Insofern ist eine korrekte Überprüfung prinzipiell nicht möglich.

    Ich kenne das aus der Ökonomie, wo die Zahl der Spezialisten für die jeweiligen Bereiche klein ist. Es finden sich deshalb auch da Artikel mit Fehlern. Zudem gibt es Interessen. Süddeutschland mit Sinn als Gutachter kann andere Ergebnisse bringen als Berlin mit Kemfert als Gutachterin.

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