Chef des Green Climate Fund tritt nach katastro­phalem Treffen zurück

Bild: Josh 2015

Anthony Watts
Der Green Climate Fund (GCF), ins Leben gerufen mit dem vermeintlichen Ziel, Milliarden Dollar an arme Nationen zu leiten, ließ verlauten, dass man am Mittwoch ein „sehr schwieriges und enttäuschendes“ Treffen abgehalten habe. Dies bedeutet einen weiteren herben Rückschlag, nachdem Präsident Trump im vorigen Jahr dem GCF die Unterstützung entzogen hatte.

Der australische Klima-Finanz-Experte [?] Howard Bamsey kündigte seinen Rücktritt vom Posten des Geschäftsführenden Direktors des GCF an, und zwar am Ende der viertägigen Konferenz in Songdo, Südkorea.

Der GCF, dessen Hauptquartier in Südkorea im Jahre 2013 seinen Dienst aufnahm mit Unterstützung von fast 200 Nationen, hatte sich zum Ziel gesetzt, armen Nationen bei der Reduktion von Treibhausgas-Emissionen zu helfen und ihre Ökonomien besser an Hitzewellen, Stürme und steigenden Meeresspiegel anzupassen. Aber das hehre Ziel ist untergegangen in Streitereien zwischen reichen und armen Ländern darüber, wie und wo investiert werden sollte.

Das war ein sehr schwieriges und enttäuschendes Meeting des Gremiums für uns alle, aber vor allem für jene Menschen, die am verwundbarsten sind gegenüber Auswirkungen des Klimawandels und die von den Aktivitäten des GCF abhängig sind“, sagte GCF-Chef Lennart Baage.

In einem anderen Statement sagte der GCF, das Treffen war erfüllt von „herausfordernden und schwierigen Diskussionen zwischen den Mitgliedern des Gremiums. Ein Sprecher des GCF sagte danach, dass Baage weitere Kommentare abgelehnt hat.

Das Treffen scheiterte mit dem Vorhaben, seinem Portfolio 76 Projekte im Wert von 3,7 Milliarden Dollar hinzuzufügen. Die Projekte reichten von der Unterstützung der Installation von Solarpaneelen auf Dächern in Indien bis zur Sicherung von Feuchtgebieten in Kolumbien.

Full story

——————————-

In einer anderen Story hieß es, dass er aus „persönlichen Gründen“ zurückgetreten sei:

Chef des UN-Klimafonds tritt zurück aus persönlichen Gründen, während das Treffen des Gremiums kollabierte

Megan Darby

In einem dramatischen Finale eines Treffens, auf dem es nicht gelungen war, irgendwelche Finanzierungen für Entwicklungsländer zu beschließen, erklärte Howard Bamsey seinen Rückzug aus dem Green Climate Fund:

Howard Bamsey trat als Geschäftsführender Direktor des Green Climate Fund GCF zurück, und zwar mit sofortiger Wirkung nach einem nervenaufreibenden Treffen des Gremiums.

The Australian zitierte aus seinem Schreiben „drückende persönliche Dinge“ und fügte hinzu, dass es die besten Zeit für den Rücktritt ist vor der nächsten Runde des Fundraising.

Der Rücktritt erfolgte nach dem Kollaps des viertägigen Treffens in Südkorea ohne Entscheidungen bzgl. der 11 Angebote im Wert von fast einer Milliarde Dollar sowie darüber, wie man das Flaggschiff der Klima-Finanzierungs-Initiative finanziell aufstocken könnte.

„Die Frechheit von Trump zu sagen, dass #GCF und der Auffüllungs-Prozess durch Spenden erfolgen soll. Man stelle sich vor, er setzt sich einfach hin und hält dann den Mund“, twitterte Brandon Wu von Action Aid. Er sagte, dass es eines der Gründungsprinzipien des Fonds sei, Entwicklungsländern gleiches Rederecht einzuräumen.

Man erinnere sich bitte daran, dass einer der Grundlagen von #GCFund eine ausgeglichene Führung ist, wobei Empfänger-Länder mehr Kontrolle über andere Fonds ausüben. Der von Beiträgen getriebene Aufstockungs-Prozess unterstreicht das, und es gibt zahlreiche beweise, dass eine internationale Finanzierung von oben nach unten oft fehlgeleitet wird und nicht nachhaltig ist.

Das Geld wird knapp, sind doch lediglich noch 2,8 Milliarden Dollar übrig. Aber das Mitglied aus Finnland Satu Santala twitterte, dass dies nicht der Grund des Scheiterns gewesen sei. „Die Führung des GCF muss dringend fixiert werden“, sagte sie.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/07/10/u-n-green-climate-fund-chief-resigns-after-disastrous-meeting/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

image_pdfimage_print

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.



Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.