Morbus Prawda und Energiewende-Agitprop: Die Medien zwischen Information und Desinformation.

von
Von Dr.-Ing. Günter Keil

Als der Autor dieser Zeilen in Berlin vor einiger Zeit die Oberschule besuchte, war es üblich und auch sehr ratsam, in einem jeden Schulaufsatz die Aussage einzuarbeiten, dass „damit abermals bewiesen wird, dass der Sozialismus siegt“. Das war in Ostberlin, aber vor dem Mauerbau.

Die Mitglieder des SED-Politbüros waren im Grunde arm dran, denn Westberlin stand offen und die westlichen Radio- und Fernsehsender zeigten täglich allen Berlinern und den meisten DDR-Bürgern im Lande (bis auf das „Tal der Ahnungslosen“im Süden,wo man keinen Empfang der Westsender hatte), wie die Ost-Zeitungen – allen voran das „Neue Deutschland“ – und die drahtlosen DDR-Medien Fakten verdrehten, Informationen unterdrückten und generell Lügen verbreiteten. Der sowjetische Geheimdienst KGB hatte dafür die treffende Bezeichnung „Desinformation“ eingeführt.
Und der Sozialismus wollte einfach nicht siegen. Vielleicht lag das  – nach einem alten DDR-Witz – an den 4 Todfeinden des Sozialismus: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Heute gibt es leider immer noch Diktaturen – und nicht nur kommunistische – in denen die Medien mit den Methoden des „Neuen Deutschland“ oder der „Prawda“ (der Name dieser russischen Tageszeitung bedeutet zynischerweise „Wahrheit“) ihre Bevölkerung lenken, erziehen, aber vor allem von unliebsamen westlichen Einflüssen schützen wollen.
Aber auch in den westlichen Demokratien existieren Zeitschriften und TV-Sender, deren Redaktionen die Leser und Zuschauer keineswegs objektiv informieren möchten. Es sind politische Ziele, die dort das Aussortieren unwillkommener Nachrichten bestimmen. Dass in vielen Redaktionen Personen mit grüner und/oder linker politischer Einstellung zu etwa zwei Dritteln überwiegen, wie Befragungen ergeben haben sollen, stellt einen bedeutsamen Erfolg der betreffenden Parteien dar, die trotz geringer Prozentzahlen in den Parlamenten viele der strategisch wichtigen Medien mit ihren Parteisoldaten mehrheitlich erobert haben.

Die Auswirkungen dieses Verlusts an journalistischer Arbeitsethik sind besonders ausgeprägt bei der Berichterstattung über die Energiewende. Dieses nach dem Vorbild der ehemals sozialistischen Länder des Ostblocks konstruierte planwirtschaftliche Programm, das von den ehemals die Marktwirtschaft a la Ludwig Erhard vertretenden Unionsparteien beschlossen wurde, hat die „Transformation“ der deutschen Volkswirtschaft in eine utopisch-grüne Ökowirtschaft zum Ziel. Als wissenschaftliche Begründung wird die stark umstrittene Theorie vom menschengemachten katastrophalen Klimawandel beigezogen; tatsächlich geht es aber um die Abschaffung der heutigen, kapitalistischen Wirtschaftsordnung und deren Ersatz durch eine Form der Ökodiktatur. Diese Politik trägt die Handschrift Angela Merkels, die damit die Ziele der Grünen als ihre eigenen Ziele übernahm.

Was man als Ingenieur, Techniker oder Ökonom seit dem Beginn der Umsetzung dieser Planwirtschaft in der Kommentierung und Berichterstattung zur Energiewende durch die Medien erleben musste, stellt eine dermaßen extreme und verantwortungslose Fälschung und Verdrehung von Fakten sowie ein bewusstes Belügen und Irreführen der Bürger dar, dass ein Vergleich mit den Propagandapraktiken der deutschen Diktaturen von 1933 bis 1945 – und in Ostdeutschland noch bis 1989 – nahe liegt. Die heute zur Verteidigung der Energiewende benutzten Falschbehauptungen übertreffen selbst die Propagandalügen der Diktaturen in einem speziellen Punkt: Ein beachtlicher Teil der Verfälschungen betrifft die Physik; also die Naturgesetze. So weit ist man selbst in der ehemaligen Sowjetunion und in der DDR nicht gegangen.
Die Folgen dieser in einem demokratischen Staat unbekannten politischen Medien-Benutzung  (in der DDR gab es dafür offiziell die sogar zutreffende Bezeichnung „Agitprop“)  sind weitreichend:
Lange Zeit konnten in Deutschland die Bürger ziemlich sicher sein, dass sie sowohl sachlich korrekte als auch vollständige Informationen von ihren Medien erhielten. Bei den Tageszeitungen und den Magazinen setzte jedoch durch die geschilderte Besetzung der Redaktionen eine Tendenz zur politischen Desinformation ein, die vor allem in den ehemals zur  DDR gehörenden Bundesländern zu drastischen Reaktionen der Bürger mit Beschimpfungen als „Lügenpresse“ oder – treffender –  „Lückenpresse“ geführt hat.
Die Erklärung dafür ist einfach: Wer über 40 Jahre lang täglich von den östlichen Staatsmedien angelogen worden ist, der verträgt es nicht mehr, wenn er nun von einigen West-Medien den Eindruck erhält, dass sich im Grunde bezüglich der Nachrichtenunterdrückung und –Verdrehung nur wenig geändert hat.
Und die „Ossis“ haben in den Jahren der sozialistischen Medienberieselung empfindliche Antennen entwickelt, die das Lesen zwischen den Zeilen, das Entdecken von Lücken, wo Informationen hingehören und auch das Vorliegen offensichtlicher  Fälschungen anzeigen.

Speziell die an Wirtschafts- und Technikthemen Interessierten konnten jedoch sicher sein, dass in den Redaktionen ihrer Fachzeitschriften keinerlei politische Einflussnahme wirksam war. Das verbot sich auch insofern, als man es mit seriöser Wissenschaft; in den technologischen Fragen auch noch mit physikalischen Naturgesetzen zu tun hat, deren Konsequenzen sich nicht nach der Politik richten. Das glaubte man jedenfalls als Ingenieuwissenschaftler : Im Bereich der Technik hätte die Desinformation keine Chance: Denn sie ist fast immer unplausibel und verdächtig und auch schnell durchschaubar.
Das stellte sich aber als eine Täuschung heraus. Zwar gelten die Gesetze der Physik nach wie vor unverändert, aber durch den Druck von politischen Parteien entstand eine zuvor nie existierende Klasse von „Pseudo-Fachleuten“, oft mit akademischen Titeln ausgestattet, die durch das Ignorieren wesentlicher Aspekte und Fakten – manchmal  sogar durch Falschbehauptungen –  politische Ziele zu begründen und zu verteidigen begannen.
In der Wissenschaft haben solche Leute eine spezielle Bezeichnung: Scharlatane.
Man findet sie als „Experten“ in politischen Parteien, recht häufig in Forschungsinstituten, deren Leiter auf Fördermittel von Ministerien hoffen, aber sogar bei führenden Vertretern von Wirtschaftsverbänden, die es eigentlich nicht nötig haben, Parteipolitikern nach dem Munde zu reden und die im Grunde unwürdig sind, ihre Verbandsmitglieder zu vertreten.

Sogar die Lektüre von einigen Fachzeitschriften – die im Grunde diese Bezeichnung nicht mehr verdienen – zeigt inzwischen, wie die Methode des Weglassens störender Argumente und Fakten selbst dort angewendet wird. Fälschungen findet man dort nicht. Aber geradezu symptomatisch ist das Ignorieren von hohen Kosten und der dadurch schlechten Aussichten für die Realisierung von Projekten, die von Parteifunktionären und Ministerialbeamten als politisch wichtig und gerne als  „Zukunftstechniken“ und „Leuchttürme“ hochgejubelt werden.

Eine schnelle Nachprüfung, ob das Thema „Kosten“ unterschlagen wurde, führt rasch zu der Antwort, wie seriös die betreffenden „Experten“ sind. Gleichzeitig bringt diese Prüfung auch die Antwort, wie es in der zuständigen Redaktion aussieht, die solche Pseudoexperten immer wieder zu Worte kommen lässt; ihnen Zeilenzahl und Sendezeit einräumt.
Weiterhin gehört das Unterschlagen der immer existierenden, oft überlegenen technischen Alternativen zu den bejubelten politisch markierten Projekten zur Methode.

Wer diese Form der Behandlung und der Lobhudelei bestimmter technischer Themen durch Politiker und Medien über einige Jahre verfolgt hat, dem sind einige typische Besonderheiten aufgefallen:
— Manche „Zukunftsprojekte“ werden im Laufe von etlichen Jahren mehrfach aus der
Mottenkiste herausgeholt und neu aufgeputzt. Dass und aus welchem Grund sie „damals“
gescheitert sind, bleibt unerwähnt. Aktuelle Beispiele: Das Elektroauto. Die Brennstoffzelle.
Die elektrische Nachtspeicherheizung. Das synthetische Benzin. Und das neue
Schreckgespenst Digitalisierung ist schließlich seit über 40 Jahren präsent und seither in
stetiger Ausbreitung und Durchdringung der Wirtschaft begriffen. Und jetzt entdecken das
plötzlich die Parteien.
— Es gibt mehrere Gründe für das Recycling „oller Kamellen“ durch die Politik: Der wichtigste
Grund ist der Mangel an tatsächlich neuen und wichtigen Projekten, die nicht schon längst
in der Wirtschaft ohne staatliche Einflussnahme in der Entwicklung stehen. Für die Politik
bleiben nur die Ladenhüter als zu fördernde Kandidaten. Der Reiz für Politiker, den diese
erneute Ernennung alter Projekte zu „Leuchttürmen“ hat (sehr gerne benutzter Begriff),
besteht darin, dass man tolle Presseankündigungen veröffentlichen kann (der mit Abstand
wichtigste Aspekt); und dass die Legislaturperiode bis zur nächsten Wahl maximal 5 Jahre
dauert, aber ein positives Projektergebnis – abgeschlossene Entwicklung und
Markteinführung – leider frühestens in 10 Jahren vorliegen kann, was aber für einen
Minister völlig uninteressant ist. Niemand fragt Jahre später, was denn nun aus dem einen
Leuchtturmprojekt geworden ist. Wenn es scheiterte, spricht man nicht darüber.
Und in weiteren 6 bis 8 Jahren kann man das gleiche Thema wieder exhumieren und als
neu verkaufen. Die Medien merken nichts. Die Opposition schon gar nicht. Nur das Geld ist
weg.

Es ist nicht verwunderlich, dass die Auflagen der Printmedien stetig zurückgehen. Es liegt mindestens zum Teil an dieser seltsamen Krankheit, die durch politisch korrekte Regierungsfrömmigkeit mit Selbstzensur-Schüben samt Gewichtsverlust (Auflageschwund) gekennzeichnet ist. Mediziner würden das als „Morbus Prawda“ bezeichnen. Das ist nicht die Folge einer bedauerlichen Lesefaulheit der Bevölkerung, sondern einer abnehmenden Wertschätzung dieses einst so wichtigen Informationskanals aus den genannten Gründen.
Wer sich im Internet die zahlreichen seriösen Webseiten aus der Masse des Angebots herausgesucht hat (eventuell diese hier ?) – oft durch andere Nutzer oder auch durch Links auf diese Quellen aufmerksam gemacht – der verliert leider sein Interesse am bedruckten Papier. Es ist ein Kampf um Zeit.  Zeit für die Aufnahme von interessanten, als nützlich angesehenen Informationen. Diesen Zeitaufwand möchte der Leser/Zuschauer optimal eingesetzt wissen.

Auch das Interesse am Nachrichten-Angebot des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nimmt ab, denn es beschäftigt in seinen Redaktionen die gleichen Leute, die auch in den Redaktionen der Zeitschriften und Journale ihre parteipolitische Selbstzensur praktizieren.

Aber das Informationsmonopol der klassischen Medien ist Vergangenheit.
Das Internet ist die Alternative gegen die bröckelnde Macht der innerlich politisch ausgerichteten Medien. Ein riesiger Fortschritt. Dieses neue Medium präsentiert uns aber auch Zeitungsartikel aus dem Ausland – zum Beispiel den britischen, den nordamerikanischen, und  auch den erfrischenden schweizerischen Journalismus. Und wir können nur neidvoll  registrieren, wie es hier bei uns noch sein könnte…
Aber Johannes Gutenbergs Erfindung wird weiterhin gebraucht, wenn auch nicht unbedingt für Zeitungen: Die Bücher. Sie dürfen nicht untergehen – und das werden sie auch nicht. Davor bewahrt sie ihre unkontrollierbare Vielfalt, das kreative Chaos, das in einer Demokratie (so man in einer lebt) gegen die  Prawda-Seuche immun ist.

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15 Kommentare

  1. Ich überlege noch immer, um rauszukriegen, wer dahinter steckt.

    Am 03.02.2003 sagte Angela Merkel bei einer Rede im Präsidium der CDU:

    “ Es ist Aufgabe der Politik, das Bedrohungsgefühl in der Bevölkerung zu stärken.“

    Am 16.06.2005 zum 60-jährigen Bestehen der CDU sagte Merkel:

    Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten. Und wenn sie sich behaupten sollen, dann müssen wir bereit sein, die Weichen richtig zu stellen.“

    Neulich habe ich auch bei einer Zeitschrift irgendwo im Internet gelesen, dass der IWF und die Bilderberg Konferenz den Regierungen weltweit erklären wie das Bargeld schrittweise abgeschafft werden soll, ohne dass die Bevölkerungen es bemerken. Da stellt sich die Frage, welchen Anteil der IWF und die Bilderberg Konfernez am Klimawandel und der Energiewende haben.

     

     

  2. Ich habe ungefähr zu der Zeit in der DDR studiert, als Angela Kasner, allerdings nicht in Leipzig. Ich kann also sehr gut nachfühlen, was der Autor schreibt. Eine kleine Ergänzung: In der Hierarchie unter den Studenten waren Popmusiker ganz oben, dann kamen Sportler, und wer klug auf seinem Gebiet war, verdiente auch Achtung. FDJ-Sekretäre waren etwas tiefer angesiedelt, ungefähr auf dem Niveau von Volkspolizisten. Aber auch da gab es noch Bewertungen: Sport, Musik, Wissenschaft waren höher bewertet. Das Unterste vom Untersten waren: FDJ-Sekretäre für Agitation und Propaganda.

  3. Der ganze Energiewende-Unsinn wurde von Beginn an auch mit dem Slogan „Wind und Sonne schicken keine Rechnung“ begründet. Die Erfinder dieser Ideologie entlarven sich dabei als totale Deppen, denn alle „Naturstoffe“ schicken keine Rechnung, auch Kohle, Öl , Gas und Erze nicht.  Die Rechnungen, sprich Kosten, enstehen erst, wenn menschliche Arbeit (inkl. Hilfsmitteln) verausgabt werden. Diesen Umstand nicht zu verstehen, zeigt an sich schon, auf welchem Keller-Niveau sich die Sozialwissenschaft und die Politik bewegen.

    • Da gibt es schon einen Unterschied, wie ich am Beispiel Segelschiff/Motorschiff darlegen möchte: Für den „Treibstoff“ Wind muss ich nichts bezahlen, für Diesel o.ä. schon. Nur kann ich mit Wind kein Containerschiff mit entsprechender Geschwindigkeit bewegen. Genusowenig kann ich damit ein Industrieland mit Energie versorgen. Entscheidend ist auch nicht der Preis des Rohstoffes (der ist bei Uran auch nahezu bei Null), sondern die Gesamtkosten für grundlastfähigen Strom.

  4. In diesem Zusammenhang möge man mal die beackerten  Themenfelder einer populärwissenschaftlichen Zeitschrift wie „Spektrum des Wissenschaft“ betrachten.

    Aktuelle Ausgabe:


    Bekommen wir noch die Kurve?
    Der Anteil erneuerbarer Energien wächst rasant. Doch die Zeit, um den Kohlendioxidausstoß ausreichend zu drosseln, verrinnt ebenso schnell. Zu schnell?“

    Sind Schnecken wirklich so schlimm?
    Schnecken fressen Gärten leer und hinterlassen glänzende Schleimspuren. Ihr Ruf ist derart schlecht, dass selbst naturliebende Personen sie einsalzen, zerschneiden oder vergiften. Grundkenntnisse der Schneckenbiologie ermöglichen ein friedlicheres Miteinander.

    Blind für die ferne Zukunft
    Egozentriker kümmern die langfristigen Folgen der globalen Erwärmung wenig. Vielleicht könnte man ihnen mit einer Virtual-Reality-Brille auf die Sprünge helfen.

     
    Die Barentssee wird atlantisch
    Die Gewässer nördlich von Spitzbergen gelten noch als Teil des Nordpolarmeers. Doch sie heizen sich rapide auf. Schon bald dürften sie mehr dem Atlantik als der Arktis ähneln.

    Zusätzliche FCKW kommen wohl aus China
    Das nahezu totale Verbot von FCKW gilt als einer der großen Erfolge der Umweltpolitik. Doch die Ozonschicht ist wieder in Gefahr, weil kleine, lokale Unternehmen sich nicht ans Verbot halten.

    Bin´ per Zufall darauf gestoßen da ich noch ein paar Ausgaben aus den Achtzigern rumfliegen hatte – Nach Sichtung Dieser und Vergleich einer aktuellen Ausgabe in der Bibliothek habe ich den pers. Eindruck daß zwischenzeitlich das Niveau der Themenwahl auch aufgund starker Einseitigkeit krankt, die Wortwahl vom neutral sachlich Darstellenden stark ins soziologische Erzierische abgeglitten ist,  das allgemeine Niveau  gelitten hat. Erinnert mich ein wenige an die „Esoterik- Schmonzette“ „P.M“ aus den Siebzigern allerdings mit einem Schuß Sendungsbewustsein. Persönlich wäre mir mein Geld für ein Abo zu schade  – aus meiner Sicht selbst für Heranwachsende nur noch bedingt geeignet.

  5. Ein starker Artikel, der das Kräfte- und Mächtespiel in unserer Gesellschaft in beängstigender Weise vor Augen führt. Als Ingenieur habe ich bisher geglaubt, die Naturgesetze sind unantastbar. Aber wenn Prof. Harald Welzer, Sozialpsychologe, in der Zeitschrift: National Geographic, Jan. 2018, folgenden Satz veröffentlicht:……Und  damit kommt erstmals Leben in die Expertokratie der Klimapolitik mit ihrer furchtbaren Fachsprache und ihren öden Diagrammen… ,dann zeigt das, dass auch schon Vertreter der „schreibenden  Wissenschaften“ die exakten Naturwissenschaften zum Angriff freigeben. Wer ohne schlechtes Gewissen von “ öden Diagrammen“ spricht,  will sich wohl für die nächste Ethikkommission empfehlen.

    Gerhard Kühn

  6. „… tatsächlich geht es aber um die Abschaffung der heutigen, kapitalistischen Wirtschaftsordnung und deren Ersatz durch eine Form der Ökodiktatur. Diese Politik trägt die Handschrift Angela Merkels,“

    Stimmt, Merkel ist eine Religionspolitikdiktatorin. Die deutsche Wirtschaftsordnung ist auch keine „kapitalistische“. Parteipolitikökonomie wäre m.E. die richtige Bezeichnung.

  7. Die selbsternannten Qualitätsmedien, allen voran das Gebühren-TV, produzieren bei allen Grünen Themen, dazu gehören die schönen Grünen Wenden ins Nichts, die Energiewende, die Agrarwende und die Verkehrswende, nichts als pure Grüne Agitation. Ob aus Dummheit oder aus Haltung und Überzeugung, das lässt sich nicht beweisen. Aber auch die Wissenschaft fischt im Trüben. Die Grünen Themen sind dabei vielfältig. Nehmen wir das vermeintliche Insektensterben. Da sind wie üblich auch die Fachleute keinen Deut besser als die Fake-Medien. So zitiert ein Dr. Andreas Segerer, Insekten-Experte von der Zoologischen Staatssammlung in München, in der Sendung „alpha-Podium: Insektensterben, Faktor Mensch“ vom 23. Juni 2018, mangels besserer eigener Erkenntnis, die Fake-Insekten-Studie von dubiosen Umweltaktivisten aus Krefeld. Diese Studie geisterte groß durch die Schlagzeilen aller Medien und wird auch heute noch gern und fleißig zitiert. Dabei ist sie unbewiesener Alarmismus pur! Und der gute Doktor zitiert die Studie auch noch falsch. Er behauptet in der Sendung, die Studie würde belegen, dass die Biomasse von Insekten in den gemessenen 27 Jahren um mehr als 75 % zurückgegangen wäre. Was sind das für Wissenschaftler? Laut der Studie wurde doch nur die Biomasse der FLIEGENDEN Insekten gemessen. Auch die wissenschaftlichen Mängel der Studie sind für jeden sofort zu erkennen, der auch nur einen einzigen Blick in sie wirft. So gab es keine einzige Messstelle, die durchgängig untersucht wurde und die regionale Abdeckung ist mehr als dürftig. Aber, und hier muss ich mich wirklich fragen, ob die ganzen Grünen Protagonisten in den Medien und in der Wissenschaft einfach alles nachplappern oder doch die Bürger grob manipulieren wollen, der Rückgang der gemessenen Insekten fand zu 80% in den ersten beiden der 27 Jahre statt. Also zwischen 1989 und 1991. Wer glaubt den so was? Und in den letzten 10 Jahren zeigt diese Krefelder Studie sogar ein ansteigen der Biomasse fliegender Insekten!

    Nicht nur die Luft in unseren Städten wird immer sauberer, genauso wie unsere Autos, wie auch die Gewässer, nein es gibt auch immer mehr Insekten in den letzten Jahren (zumindest wenn man der Krefelder Studie glaubt). Und Honigbienen gibt es auch immer mehr, wie ein Blick in die Statistik des Imkerverbands klar belegt. Hört endlich auf mit den Grünen Fake-News! Wissenschaftler und Medienschaffende, verdient euer Geld endlich mal auf ehrliche Art und Weise.

  8. Ein paar Beispiele für hochgejubelten, hochgeförderten Unsinn:

    Mit Kugeln habens die deutschen Pseudoingenieure

    PV in Kugelgehäuse: https://tinyurl.com/ya4n889l   Selbsterklärender Unsinn

    Betonkugelspeicher: https://tinyurl.com/y85925yl   Soll ab 700m Wassertiefe funktionieren, die Nordsee hat bis auf wenige Stellen nur ca. 50m!

    Drachen zur Stromerzeugung:  https://tinyurl.com/ma2ogar   Vereisung, Kabelgewichte, Wirbelwinde usw. lassen Zweifel aufkommen, „Enerkite“ seit 2012 im Test, wann das mal was wird.

    Verschiedenste Speichermethoden, bei denen eine kurze Kostenbetrachtung genügen würde, um sie zu verwerfen. Selbst Enercon hat bei PtG aufgegeben.

    Der gravierendste, von Frauhofer ISE auf staatliche Anforderung verbreitete Unsinn ist die angebliche Glättung von Wind-/PV-Strom durch flächendeckende Installationen, wurde mehrfach widerlegt, u.a. hier https://tinyurl.com/yd64o97k  Das Schlimme ist, dass auch aufgrund der ISE-Studie die Windräder noch massiver gepushed werden.

    Diese Projekte werden mit zig Milliarden Steuergeld gefördert, nicht eines hat es zur Marktreife geschafft, ein Flop nach dem anderen, jeder Flop vorhersehbar.

    Der neueste Coup gelang dem Wissenschafts-Resortleiter des Qualitätsmagazins Focus mit der Studie zur Monderwärmung, EIKE hat berichtet. Und ich habe mich immer gewundert über den Unsinn, den Focus über den Klimawandel und die Energiewende verzapft, bei diesem Resortleiter wundert mich das jetzt nicht mehr.

     

     

    • Herr Geiselhart,

      schön, was Sie alles aufzählen. Aber Sie haben etwas ganz Wichtiges vergessen, das seit Jahrzehnten von den Staatsmedien und der „Fachpresse“ in zyklischen Abständen von etwa 20 Jahren immer wieder aus der Mottenkiste hervorgezaubert und uns baldigst mit unendlich viel Energie in Flatrate-Form versorgen wird. Leider sind bisher nur Milliarden in dessen Erforschung geflossen; rausgekommen ist effektiv noch keine Milliwattsekunde. Das Ganze nennt sich Kernfusion und in meiner Jugendzeit war ich fasziniert von dieser Energiequelle; später kam dann Fachwissen dazu und die Erkenntnis, das Kernfusion und Schwarze Löcher irdisch nicht machbar sind; höchstens zerstörerisch.

      Aber hoffen darf man.

      • Herr Schubert,

        in den 70ern während meines E-Technikstudiums hat man mir erzählt, dass die Kernfusion „in ein paar Jahrzehnten“ einsatzfähig sei. Heute sind es wohl immer noch ein paar Jahrzehnte bis zur Reife.
        Wenn aber die Kernfusion in Relation nur einen geringen Teil der Versprechen erfüllt, den uns interessierte Kreise permanent für die EE versprechen, ist die Kernfusion morgen einsatzfähig!

        Hoffen darf ich doch – oder?

    • Dass der Focus meist den gleichen Unsinn verzapft, wie der Spiegel und der Stern, ist mittlerweile leider harte Realität. Von kompetenten Chefredakteuren, wie Wolfram Weimer und Ulrich Reiz hat man sich wieder getrennt, warum auch immer. Helmut Markwort, den ich sehr schätzte, ist angetreten, ein zweites Nachrichtenmagazin neben dem Spiegel zu etablieren. Als langjähriger Spiegel Leser habe ich gleich die Fronten gewechselt.  Endlich keinen Spiegel mehr! Endlich Frei! Fakten, Fakten….! war das Motto. Alles vorbei. Die Mischung aus Stern, Bunte, Bon Gusto, Land Edition, gewürzt mit einem Schuss Politik ist eine dünne Suppe geworden. Seitenweise billig produzierte Interviews. Viele Meinungen, die auch wenig kosten. Product Placement überall. Eigene Recherche? Fehlanzeige! Mit dem Wissenschaftsresort habe ich mich schon öfter rumgeschlagen. Norwegen als Batterie Deutschlands, Autobahnen mit Induktionsladeleitungen in der Fahrbahn, Stromversorgung mit virtuellen Kraftwerken, kein Scherz, kein Grüner Schwachsinn ist zu krude, um nicht ein paar Seiten zu füllen. Auch wenn mir meist irgendwie recht gegeben wurde, zumindest was die gegenwärtige Situation angeht, blieb man bei den Antworten auf meine Kommentare am Ende doch bei der möglichen grandiosen Grünen Zukunftsvision, die ja nicht völlig unmöglich wäre. Die Seite, die ich immer zuerst lese, ist die letzte von Helmut Markwort. Aber für ein Abonnement ist das zuwenig. Bei mir wird es jetzt auslaufen. Bye, bye Focus und viel Glück für die Zukunft.

  9. Mit der Aussage, in Fachzeitschriften würde nicht gelogen, gehe ich nicht konform. Das frechste Beispiel ist der „Hockeystick“ von Mann, Bradley und Hughes, das in Fachzeitschriften abgedruckt wurde. Diese Studie ist der Beweis für das AGW im TAR (third assessment report) des IPPC, – hat aber folgende Schwächen:

    – die Zeitreihen von Jahresringdaten von 1000 bis Ende des Jahrtausends enthalten Daten von Bristle Cones, die von Dendrologen zur Temperaturbestimmung als ungeeignet eingeschätzt werden, da der Verlauf von bekannten Temperaturdaten nicht zu den dazugehörigen Ringdaten passen. Sie korrelieren also nicht.

    – die Zeitreihen sind nicht durchgängig. Die Autoren haben vier fehlende Jahresdaten extrapoliert, dies aber nicht kenntlich gemacht.

    – zur Auswertung wurde die in der Statistik bekannte Primärkomponenten Analyse eingesetzt, aber nicht lege artis, sondern in einer von den Autoren angewandten Art, welche Temperaturverläufe, die am Ende nach oben gehen, übergewichtet. Der Algorithmus „sucht“ geradezu nach solchen Verläufen.

    – Zwei Kanadiern kam das komisch vor (McIntyre und McKitrick) und sie versuchten das Ergebnis nachzubilden,- erfolglos. Sie fanden aber die Fehler heraus und meldeten ihre Ergebnisse zur Veröffentlichung bei dem Journal der Erstveröffentlichung der Studie an. Ihr Beitrag wurde abgelehnt, da er nicht in die 500 Worte hineinpasste, die man ihnen zugestand und außerdem der Inhalt so speziell sei, daß das kaum interessiere.

    – Die Kanadier wiesen in ihren Arbeiten nach, daß der Mann et al Algorithmus in über 99% der Fälle aus künstlich über Zufallsgenerator erzeugten „Zeitreihen“ Hockeysticks erzeugt.

    – Die Kritik der Kanadier wurde von einem Dreier Gremium von führenden Statistikern von US Universitäten einer Überprüfung unterzogen. Erbebnis war, daß die Kritik berechtigt sei. Dieses Ergebnis wurde in einem Hearing des Senats vorgetragen.

     

    Allein die Verschleierung des Umstandes, daß fehlende Werte extrapoliert wurden, ist als Wissenschaftsbetrug anzusehen. Außerdem besteht der Verdacht, daß die Autoren von der Wirkung der „Nichtberücksichtigung“ einer Zahlenreihe wussten. Diese Reihe befand sich in einem Ordner namens „censored“ in den Rohdaten der Autoren. Wird diese Reihe mitgenutzt, verschwindet im Hockeystick der Steile Anstieg. Also steht der Verdacht im Raum, daß dieser Umstand den Autoren bekannt war.

    Wer immer will kann mich für die Übersendung der McIntyre und McKitrick Kritik sowie des Wegman Reports anmailen.

  10.  

    Einen Satz,der in keinem Aufsatz oder Artikel in der DDR fehlen durfte,war:“an der Seite der siegreichen Sowjetunion“-hat der Autor „unterschlagen“.Aber die Gesetze der Physik wurden nie in Frage gestellt.Eine Frau Kemfert wäre sofort vor die Parteigruppe zitiert worden und hätte widerrufen müssen.Leider ist das hier nicht möglich-oder haben die GRÜNEN schon eine Partei-Kontrollkommission ?Man mußte allerdings hinnehmen,daß alle wichtigen Erfindungen in der Sowjetunion gemacht wurden.Aber es wurde nie angezweifelt,daß sie gemacht wurden.Zum Beispiel war der Erfinder der Waschmaschine natürlich der Genosse Waschmaschinowski.

     

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