Mojib Latif beim Schummeln ertappt

Prof. M. Latif auf der ndr Talkshow 6.10.17; Bild Screenshot von daselbst

Prof. Dr. Mojib Latif ist einer der bekanntesten Klimaforscher Deutschlands und unermüdlicher Prediger einer Dekarbonisierung, die er auf Grund der von ihm erwarteten kommenden Klimakatastrophe für unbedingt erforderlich hält. Auch deswegen ist er einer der beliebtesten Interview-Partner unserer Medien, wenn es darum geht die Klimapanik am Leben zu erhalten. Nun gab Latif dem Deutschlandfunk ein Interview. Dumm nur, dass die aufmerksamen Leser von die „kalte Sonne“ das auch lasen/hörten und Latif mal wieder beim Schummeln erwischten. Was nicht passt wird eben passend gemacht. Dem Interviewer des DF einem Herrn Georg Ehring fiel das aber nicht auf.

Unser Leser Dr. Wilfried Schnelle stieß am 15. März 2018 auf ein Interview von Mojib Latif im Deutschlandfunk. Dort ging Latif anlässlich des 30. Geburtstags des IPCC seiner liebsten Beschäftigung nach und spann eifrig Klimaalarm:

30 Jahre Weltklimarat: Erreichen des 1,5-Grad-Ziels “so gut wie ausgeschlossen”
Vor 30 Jahren wurde der Weltklimarat ins Leben gerufen – der Grund: man verdächtigte den Menschen, Hauptverursacher des Klimawandels zu sein. Das gelte heute als erwiesen, sagte er Klimaforscher Mojib Latif im Dlf. Dennoch habe der IPCC eine Aufgabe zu erfüllen: die Prognosen immer genauer zu machen.

Dr. Schnelle entdeckte zwei besonders bemerkenswerte Stellen. Hier Nummer 1:

Enorme Übereinstimmung bei Computer-Simulationen

Ehring: Es gibt ja immer wieder alarmierende Meldungen über das Klima, dass zum Beispiel der Meeresspiegel schneller steigt, als man bisher gedacht hat. Hat der IPCC am Anfang die Entwicklung noch unterschätzt, oder ist es ungefähr so gekommen, wie man damals vermutet hat?

Latif:Ganz grob ist es schon ungefähr so gekommen, wie man vermutet hatte.Wenn man die ersten Computer-Simulationen hernimmt und vergleicht, was in den Jahrzehnten danach tatsächlich passiert ist, dann ist doch eine enorme Übereinstimmung zu erkennen – nicht nur was die Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur angeht, sondern vor allen Dingen auch, was die regionale Verteilung der Erwärmung angeht. Denn es gibt sehr starke regionale Unterschiede und die Region beispielsweise, die sich am stärksten erwärmt hat bisher, ist die Arktis. Dort verläuft die Erwärmung doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt.

Das ist schon ziemlich erschreckend, was Latif da erzählt. Denn in Wirklichkeit hat sich das Klima weit schwächer erwärmt als von den IPCC-Experten prognostiziert. Die reale Temperaturkurve bewegt sich am unteren Ende des Vorhersagespektrums. Eine der Hauptursachen ist der unerwartete “Slowdown” der Erwärmung seit 1998, der bis kurz vor dem kräftigen El Nino 2016 sogar ein regelrechter Hiatus (Erwärmungsstopp) war. Wir haben über die Prognosefehlschläge an dieser Stelle immer wieder berichtet (hier, hier, hier, hier). Latif schert sich nicht um die unbequemen Fakten, erzählt tolle Geschichten von “enormen Übereinstimmungen”, die wohl vor allem nur er selber gesehen hat.

Und hier auch schon das zweite Highlight des Interviews:

Szenario Erderwärmung auf zwei oder fünf Grad

Ehring: Der IPCC betreibt ja selbst keine Wissenschaft. Wie ist die Arbeitsweise?

Latif: Der IPCC trägt zusammen, was in dem Berichtszeitraum an wissenschaftlichen Studien erschienen ist, und bewertet das dann auch. Man spricht im Englischen vom Assessment. Das heißt, dass man die Dinge zusammenträgt und bewertet. Eigentlich muss man sagen, der IPCC gibt auch immer einen Unsicherheitsbereich an. Der wird aber meistens nicht wahrgenommen, denn eine große Unbekannte bleibt natürlich. Die wird auch nie weggehen. Das ist nämlich die Frage, wie werden wir Menschen uns eigentlich in der Zukunft verhalten. Wird es so etwas wie eine globale Energiewende geben oder nicht, und wenn ja, wie schnell wird sie erfolgen. Deswegen streuen die Ergebnisse auch – nicht nur deswegen, aber vor allen Dingen deswegen -, und dann liest man hin und wieder, dass die Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts vielleicht zwei Grad beträgt oder möglicherweise fünf Grad, und dann wundern sich die Menschen, wie kann denn das eigentlich angehen. Das liegt nicht daran, dass das eine Modell zwei Grad sagt und das andere Modell fünf Grad. Das liegt einfach an den Annahmen, an dem Szenario, das wir annehmen für die zukünftige Entwicklung der Treibhausgase in der Luft.

Wieder haben wir Latif beim Mogeln ertappt. Er erweckt hier den Eindruck, als ob die für die Modellsimulationen entscheidende Größe
der CO2-Klimasensitivität genau bekannt wäre und die Unsicherheit der Temperaturprognosen vor allen Dingen bei den Emissionspfaden liegt. Großer Quatsch! Die Größe des Intervalls für die CO2-Klimasensitivität im letzten IPCC-Bericht (AR5) von 1,5 bis 4,5 °C steht dieser impliziten Annahme eindeutig entgegen. Die Unsicherheit der Erwärmungswirkung des CO2 beträgt Faktor drei! Das könnte zum Beispiel eine Spanne von 2°C bis 6°C Erwärmung locker alleine erklären. Von Latif wird dies im Interview verschwiegen. Ehring hakt nicht nach, vielleicht weil er es nicht besser weiß. Insgesamt eine bedenkliche Irreführung der Öffentlichkeit. Das Schema ist übrigens keine Neues. Bereits im Online WWF-Klimakurs hat man es mit dieser Masche versucht. Und wer war bei der Erstellung des Kurses beteiligt? Dreimal dürfen Sie raten: Mojib Latif!

Übernommen von „Die kalte Sonne“ hier

Weitere Beispiele für Latif´s Schummeln finden Sie hier

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16 Kommentare

  1. Mojib Latif ist doch nur ein ganz kleiner Fisch!
    Ist die vorgetäuschte  Wirkung des CO2 ein kapitaler Fehler oder doch ein Betrug beteiligter Wissenschaftler, deren Ergebnisse das IPCC (ohne eigene Fachkunde) einsammelt und auswertet? 
    Wird nur übersehen, dass jede Änderung der Wirkung  einer veränderten CO2 Menge 
    in der Atmosphäre auf die energetische Rückkopplung des sog. „atmosphärischen 
    Treibhauseffektes“ inhärent und gegenläufig kompensiert wird, weil dann anderen Strahlungsquellen entsprechend mehr oder weniger Energie zufließt? Damit entfällt für alle anderen mit der CO2 Menge korrelierten „gefährlichen Erscheinungen die postulierte Kausalität.

  2. Es verwundert nicht, dass Latfif & Co. sich weigern, an öffentlichen Diskussionen mit Experten von der „Klimaskeptiker“-Seite zu beteiligen.
    Latif & Co. würden argumentativ so was von den Kürzeren ziehen. ^^

  3. Nun kommen wir zur Preisfrage!

    Betrachten Sie bitte das Bild, welches beim Deutschlandfunk verwendet wurde: https://tinyurl.com/y9schl9j

    Was sehen Sie?

    A: Ein seriöser Klimaforscher erklärt die Zusammenhänge.

    B: Ein Sektenfuzzi predigt zu seinen Jüngern.

  4. Da haben sich zwei getroffen. Mojib Latif und der Deutschlandfunk. Dem guten Mojib geht es wie der ewigen Kanzlerin. Er hat schon so viel gesagt und prophezeit, immer auch noch das Gegenteil dazu, wärmer, kälter in Deutschland, kein Schnee mehr in den Alpen oder doch wieder Schnee, mehr Niederschläge oder weniger, und das beste, der Jahrhundertsommer 2003 sollte zukünftig die Regel werden. War dann doch nur eine Eintagsfliege. Diesen Professor aus Kiel kann man nur noch mit Alzheimer ernst nehmen oder eben als streng gläubiger Anhänger der Grünen Öko-Kirche. Und der staatliche Deutschlandfunk ist geradezu gekapert von linken und grünen Haltungsjournalisten. Das scheint bei staatlichen Medien ansteckend zu sein. So hat 2017 Ines Pohl, uns allen bekannt als langjährige Chefredakteurin des unparteiischen Qualitätsblattes taz (das sind die mit dem Riesenpimmel vom Kai Diekmann auf der Hauswand, hier https://tinyurl.com/yd7ekq6) die Chefredaktion der ebenfalls staatlichen Deutschen Welle (gehört zur ARD) übernommen. Oder die gute Luc Joachimsen, ehemals Chefredakteurin des HR-Fernsehens (auch ARD), kaum in Rente, saß sie für Die Linke im Bundestag. Und weil das alles so neutral und ausgewogen ist und nur staatlich und unabhängig zu organisieren ist, dürfen wir die ganze Manipulation staatlicher Medien auch noch zwangsweise bezahlen. Die beschweren sich über Viktor Orban, weil er den Linken Mediensumpf in Ungarn austrocknet. Über Alexis Tsipras, ein erklärter Sozialist mit Ausbildung in Moskau, der den Griechiechen Staatsfunk von Links gekapert hat, beschwert sich niemand.

  5. Schummeln? Der Herr lügt das Blaue vom Himmel! Aber vorsichtig ist der. Egal wie boshaft und berechnend die Lügen sind, es gibt nicht eine Aussage ohne das berühmte VIELLEICHT, in welcher Form auch immer. Durch und durch ein Bösewicht.

  6. Focus und seriös? Gut, o.k., der Focus hat manchmal einen Lichtblick und ist nicht ganz so grün-links versifft wie die anderen „Qualitätsmedien“. Aber seriös?

  7. Was für ein Unsinn über die Ursache von Erwärmungen derzeit auch in angeblich seriösen Medien im Umlauf ist, zeigt dieser Artikel im Focus

    https://tinyurl.com/ycllsmzp

    Da wird wirklich behauptet, die Erhöhung der Oberflächentemperatur des Mondes um 2 Grad sei hervorgerufen worden durch den Besuch der 12 Astronauten Anfang der 70er Jahre. Diese hätten Fuß- und Fahrspuren hinterlassen, durch die die Erwärmung unterstützt worden wäre.

    Man sieht, schlimmer gehts immer. Da kann sogar unser Mojib noch was lernen.

    • „Da wird wirklich behauptet, die Erhöhung der Oberflächentemperatur des Mondes um 2 Grad sei hervorgerufen worden durch den Besuch der 12 Astronauten Anfang der 70er Jahre.“

       

      Die größten Deppen sitzen in den Redaktionsstuben 

      • Man muss doch nur googeln, welche Ausbildung die haben. Da ist kein MINT-Fach dabei. Logisch, sonst würden sie ja nicht auf den schlecht bezahlten, oft sogar prekären Jobs in den Medien rumsitzen.

    • Das ist völliger Unsinn! Meine viel bessere Theorie besagt, dass ein Astronaut gepupst hat und das Methan eine ewig anhaltende Kettenreaktion in der hochsensiblen Mondathmosphäre ausgelöst hat. Dies kann ich in einer ausgetüftelten Computersimulation auch zu 99.999% sicher beweisen! Harald Lesch ist übrigens auch meiner Meinung, wenn das kein Ritterschlag ist!

      • Das zeigt, daß Harald Lesch wie immer keine Ahnung hat, das Methan stammt nämlich von den Mondkühen, ein Astronautenpups enthält hauptsächlich Schwefelwasserstoff!

    • Der Autor:

      Michael Odenwald, 1949 in Heidelberg geboren. Volontierte bei der Heidelberger „Rhein-Neckar-Zeitung“ und berichtete dabei hauptsächlich aus dem Kultur- und Geistesleben der alten Universitätsstadt. Er studierte dort Physik und Astronomie, als Gasthörer auch noch einige Semester Molekularbiologie. Später arbeitete er als freier Reiseleiter und Journalist, wobei er für eine Reihe von Zeitungen und (Fach-)Zeitschriften hauptsächlich wissenschaftliche Themen aufgriff mit Schwerpunkten Krebsforschung, Medizin, Kosmologie und Raumfahrt. Nach Familiengründung 1984 erneute Festanstellung, zunächst bei der Heidelberger Fachzeitschrift für Computergrafik „CAD/CAM-Report“, ab 1989 in München bei Deutschlands erstem Öko-Magazin „Natur“. 1995 Wechsel in das Ressort Forschung & Technik von FOCUS.

      Dazu sage ich jetzt nichts. Nur so viel, ich würde mich an seiner Stelle schämen….

      • „Er studierte dort Physik und Astronomie,…“

         

        Na klar…

        Zwei Semester bis zur ersten Prüfung. „Molekularbiologie“ klingt auch gut.

        Da muß man schon sehr, sehr klug sein 😉

        Aus dem Grund dann auch der erste Job als Reiseleiter (da kann man selbstverständlich nur die besten der Besten brauchen)

        Klingt für mich wie der Lebenslauf einer gescheiterten Existenz mit Neigung zum Hochstaplertum.

        So einer schämt sich nicht – der weiß gar nicht was das sein soll…

         

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