Perverse, kollidierende ethische Werte

Wohl ein vergeblicher Aufruf an die Umweltschutz-Verbrecher! Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Paul Driessen
Radikale Umweltaktivisten nehmen keinerlei Rücksicht auf Menschen. Sie zerstören Habitate und Naturschutzgebiete, um fossile Treibstoffe auszumerzen.
Nazi-Minister Hermann Göring, auch für Wälder zuständig, war ein begeisterter Wanderfan und Ökologe, der einmal einen Mann in ein Konzentrationslager schickte, nur weil dieser einen Frosch als Fischköder zubereitet hat. Im Jahre 1933 setzten er und andere Nazi-Parteiführer Gesetze bzgl. Anti-Vivisektionen durch, um etwas zu beenden, was er „unerträgliches Leiden bei Tierexperimenten“ nannte.


Die Nazis kontrollierten in ihrer intensiven Gegnerschaft zum Kapitalismus alle Industrien und malten sich große Windturbinen-Projekte aus, welche „riesige Mengen billiger Energie“ erzeugen und Millionen Arbeitsplätze in Deutschland schaffen würde.

Aber Göring war auch Kommandeur der Luftwaffe, der im Jahre 1939 den Terror-Bombenangriff auf Warschau und die finale Vernichtung des jüdischen Ghettos in der Stadt plante und durchführte. Tausende wurden umgebracht, und Überlebende wurden in das KZ Treblinka gesteckt – alles unter dem Begriff „Endlösung“, welche zu lenken er mitgeholfen hat – um Millionen Juden, Slawen, Zigeuner, „geistig minderbemittelte“ und andere „Untermenschen“ in Öfen und Massengräbern umzubringen.

Noch das Harmloseste, was man über die Ethik der Nazis sagen kann ist, dass sie pervers schizophren waren. Die Menschen rangierten in ihrer „moralischen und ethischen“ Hierarchie eindeutig weiter unten als Tiere.

Traurigerweise trifft diese Einschätzung auch auf die fanatischsten Elemente des modernen Umweltaktivismus‘ zu. Ironischerweise fordern radikale Grüne ebenfalls Maßnahmen, welche ultimativ genau jene Habitate und Naturschutzgebiete zerstören würden, die zu erhalten sie sich auf die Fahnen geschrieben haben – im Namen des Narrativs „Lasst die Fossilen im Boden“, um den Planeten zu retten“ vor einem „gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimawandel“ und anderen imaginären Kalamitäten. Ihre eigenen Worte unterstreichen ihre Haltung:

[Es folgen in geschweifte Klammern {} gesetzt mehrere Zitate dieser Herrschaften, die zu übersetzen ich mich wegen ihres Gleichklangs mit Nazi-Parolen weigere. Dafür bitte ich um Verständnis und Nachsicht. Die Urheber der Zitate habe ich fett hervorgehoben. Anm. d. Übers.]

{“If we don’t overthrow capitalism, we don’t have a chance of saving the world ecologically.” (Earth First! activist Judy Bari) “Loggers losing their jobs because of spotted owl legislation is no different than people being out of work after the furnaces of Dachau shut down.” (Friends of the Earth founder David Brower)

People have become “a cancer … a plague upon ourselves and upon the Earth. Until such time as Homo sapiens should decide to rejoin nature, some of us can only hope for the right virus to come along.” (National Park Service scientist David Graber) “In the event that I am reincarnated, I would like to return as a deadly virus, to contribute something to solving overpopulation.” (Prince Philip of England)

“Even if animal research produced a cure for AIDS, we’d be against it.” (People for the Ethical Treatment of Animals president Ingrid Newkirk) “Six million people died in concentration camps, but six billion broiler chickens will die this year in slaughterhouses.” (Newkirk again)

Banning DDT in Sri Lanka might well unleash a malaria epidemic, but “so what? People are the cause of all the problems. We have too many of them. We need to get rid of some of them, and this is as good a way as any.” Besides, in the United States, DDT substitutes “only kill farm workers, and most of them are Mexicans and Negroes.” (Environmental Defense Fund scientist Charles Wurster)

“Giving society cheap, abundant energy would be the equivalent of giving an idiot child a machine gun.” (Paul Ehrlich, who in 1968 predicted mass starvation and a collapse of civilization by the 1980s)

“It’s much cheaper for everybody in Africa to have electricity where they need it,” from little solar panels “on their huts.” (Actor Ed Begley, Jr.) People in developing countries “simply cannot expect to have the material lifestyle of the average American.” (Friends of the Earth president Brent Blackwelder)}

Diese Haltung, Politik und Forderungen sind heute vorherrschend. Radikale Grüne treiben immer noch die gleiche irrationalen, intoleranten Ansichten hinsichtlich Pestiziden vor sich her, um durch Insekten übertragene Krankheiten zu kontrollieren; um genetisch veränderte Ackerpflanzen zu verhindern, welche mehr Menschen mit weniger Landverbrauch und weniger Wasser ernähren könnten; und um moderne, industrialisierte Gesellschaften in Afrika, Asien und anderen weniger entwickelten Regionen zu verhindern, welche auf ausreichende, zuverlässige und bezahlbare Energie angewiesen sind.

Die ärmsten Familien der Welt leben immer noch völlig unnötigerweise armselig, krank, unterernährt und elend. Milliarden haben immer noch keinen Strom, sauberes Wasser, Glühbirnen oder einen kleinen Kühlschrank.

Es ist schlimm genug, dass diese Menschen an diesen Orten in diese Bedingungen hinein geboren wurden und dann korrupte, kleptokratische Diktatoren ertragen müssen. Es ist inakzeptabel, dass ihre Hoffnungen und Träume ebenso von nicht gewählten und unverantwortlichen, öko-imperialistischen Aktivisten und Bürokraten zerschlagen werden, welche sich aufplustern, angeben und ihre Verpflichtung gegenüber „marginalisierten“ Menschen bekennen – sich aber nur dann wirklich um sie kümmern, falls sie „bedroht“ werden durch Kapitalismus oder Klimawandel. Es ist keine Überraschung, dass sie ihre eigene gefühllose Rolle bei dieser Ungerechtigkeit dreist und schamlos ignorieren.

Die dunkelhäutigen Menschen der Welt verbleiben an unterster Stelle der ethischen Hierarchie der Umweltaktivisten – wobei Viele jedes Jahr an vermeidbaren Krankheiten sterben, verursacht durch Armut, welche durch gefühllose Umweltaktivisten am Leben gehalten wird. Landarbeiter, Bergleute, Fabrikarbeiter, Landwirte, Pensionäre und arme Minderheiten in entwickelten Ländern stehen nicht sehr viel höher in ihrer Rangfolge; Landwirten gewährt man lediglich eine Galgenfrist, bis sie Mais, Sojabohnen oder Raps für Biotreibstoffe anbauen.

Die Schlacht um fossile Treibstoffe ist jüngst in eine weitere gefährliche Phase getreten, treten doch „Protestierer“ Kampagnen los, welche an Radikale erinnern, die Nägel in Bäume schlugen, damit die Sägeblätter von Motorsägen zerspringen und Arbeiter verletzen – während ihre Kameraden Gen-Saatgut und Testlabore für Tiere, aber auch Fleisch verarbeitende Industrien und sogar Häuser bombardieren.

Ihre Ziele sind jetzt Öl- und Gas-Transportsysteme – als Vorspiel zu noch weiter gehender Zerstörung – assistieren und finanzieren doch Putin-Gehilfen und Gesinnungsgenossen andere Gruppen, die versuchen, die Energieerzeugung in den USA zu blockieren.

Ein neuer Kader von Anarchisten der Earth Liberation Front hat begonnen, die Ventile von Pipelines zu schließen – Sabotageakte, die dazu führen können, dass Pipelines bersten, es zu Ölpest, Explosionen, Verletzungen und Todesopfern kommt. In einem Fall haben die „Ventil-Hasardeure“ das Operationszentrum der Keystone Pipeline angerufen – nur Minuten, bevor sie das Ventil schlossen. Das Ventil-Rad und der Boden unter den Füßen der Saboteure begannen zu beben. Das hätte zu einer Katastrophe führen können.

Falls sie gefasst, inhaftiert und verurteilt werden, reklamieren diese Extremisten die „Notwehr“ für sich – wobei sie so tun, als ob sie verpflichtet wären, Gesetze zu brechen, um noch größere Schäden zu verhindern: den vom Menschen verursachten Klima-Kataklysmus.

Die Öko-Terrorbanden haben ein Manifest mit dem Titel „Decisive Ecological Warfare“ herausgegeben, in welchem gleichgesinnte kriminelle Elemente gedrängt werden, ähnliche Sabotageakte gegen Pipelines, Fernleitungen, Öltanker und Raffinerien durchzuführen. Wie in der Vergangenheit wollen die Militanten „moderatere Umweltgruppen“ dazu bewegen, die „Notwehr“-Erfordernis, Sabotageakte und Anwendung von Öko-Terrorismus zu unterstützen, um die „industrielle Zivilisation zu stören und aufzulösen“ sowie um „die Fähigkeit der Mächtigen zu erodieren, die Marginalisierten auszubeuten und den Planeten zu zerstören“.

Sie wollen mehr „Mainstream“-Gruppen dazu bewegen, der Ansicht Vorschub zu listen, dass Sabotage akzeptabel und normal ist, wenn es um die Zukunft der Erde geht. Umweltaktivisten haben bereits Institutionen des Westens überredet, keine Pestizide mehr zu verwenden, keine fossil betriebenen Kraftwerke und andere moderne Technologien in armen, von Krankheit und Energiemangel gebeutelten Ländern zu errichten – vielleicht ist dieser Wahnsinn gar nicht mehr so weit hergeholt.

Viele Staaten haben Gesetze zum „Schutz entscheidender Infrastruktur“ erlassen, wonach Terroristen und Organisationen juristisch belangt werden können, welche konspirieren, um sich Zugang zu grundlegenden Infrastrukturen zu verschaffen oder diese beschädigen. Die Gesetze holen auch Parteien in die Verantwortung für jedwede resultierende Schäden von Eigentum oder Personen; ebenso sollte man Stiftungen und andere Finanzierer von Öko-Terror bestrafen. Alle 50 US-Staaten und der Kongress sollten ähnliche Gesetze in Kraft setzen.

Die kolportierten Rechtfertigungen, welche für perverse, sich widersprechende Ethiken der Umweltaktivisten ins Feld geführt werden, basieren auf Ideologien, Vermutungen und Computermodellen, welche die Menschen, den Kapitalismus und moderne Technologien als existentielle Bedrohung unseres Planeten etikettieren. Sie haben einen Klima-industriellen Komplex im Wert von 1,5 Billionen Dollar pro Jahr entstehen lassen. Dieser ist dazu ausersehen, sein Einkommen immer weiter zu vergrößern, das Leben der Menschen zu kontrollieren, ebenso wie Lebensweise und Lebensstandard – während Reichtum umverteilt wird zumeist an all jene, welche an der Macht sind, und an jene, welche dafür sorgen, dass sie an der Macht bleiben. Für die ärmsten Familien der Welt bleiben ein paar Brosamen übrig, womit sie ihren Lebensstandard geringfügig verbessern können.

Ironischerweise werden in diesem Prozess Öko-Aktivisten umweltlichen Werten drastisch mehr Schaden zufügen als die Technologien, die sie verdammen. Ihre „Lösungen“ für vermeintliche ökologischen „Probleme“ wird Milliarden Acres Ackerland in Wind- und Solarparks umwandeln, in Biotreibstoff-Plantagen, Wasserkraft-Projekte und in Minen zum Abbau der Rohmaterialien, die für Windturbinen, Solarpaneele, Batterien und andere „saubere, grüne, erneuerbare“ Energie-Alternativen benötigt werden.

Das 20. Jahrhundert hat gezeigt, wie dünn der Schleier der Menschlichkeit, Zivilisation und Ethik sein kann, wenn Propaganda, das Schüren von Angst, Hass und Emotionen die Oberhand gewinnen. Wir müssen genügend Wissenschaft, Intellektualismus und Redefreiheit zusammenbringen, um weitere Todesfälle im Namen von „Umweltgerechtigkeit“ zu verhindern.

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy and environmental policy.

Link: https://www.iceagenow.info/perverse-conflicted-ethical-systems/

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4 Kommentare

  1. „Ethik“, das ist offenbar eine eigenartige Regel. – „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu“ – war für mich schon als Kind dafür eine verständliche Definition. – Doch so einfach kann es wohl nicht sein:

    Für Frau Dr. Merkel und auch Kirchenfürsten war doch Ethik die einzige Begründung für die unverzügliche Vernichtung deutscher Kernkraftwerke.

    Schwierig zu verstehen bleibt daher, dass solche kirchlichen Würdenträger in fast allen anderen Ländern (aus ethischen Gründen?) vielen neuen Kernkraftwerken ihren Segen geben.

  2. Was für ein Artikel !

    So will man aus der Schmudelecke raus? Unmöglich!!!

    Den meisten „Klimaschützern“ sollten wir doch unterstellen, dass sie in ehrlicher Weise sich um die Zukunft dieser Welt sorgen machen!

    Diese Menschen glauben an die kommende Katastrophe – das sollten wir endlich verstehen! Die wollen die Welt retten!!!!

    Meines erachtens hat so ein schwulstiger Artikel bei EIKE nichts verloren – tut mit leid!

     

     

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