Betrüge­rische, politi­sierte Daten kontami­nieren Wissen­schaft

Umwelt- und Klimawissenschaft: Wo man hinschaut – Betrug und Manipulation! Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Larry Bell
Im Wall Street Journal war kürzlich ein Artikel erschienen von Präsident Peter Wood und Forschungsdirektor David Randall an der National Association of Scholars. Darin war zu lesen, dass man vielen in wissenschaftlichen Journalen veröffentlichten Forschungsergebnissen nicht trauen darf. Diese Feststellung trafen sie nach einer Begutachtung einer Studie von John Ioannides, jetzt Professor der Medizin bei Stanford, der bereits im Jahre 2005 festgestellt hatte, dass etwa die Hälfte aller behaupteten Ergebnisse nicht reproduzierbar sind.


Wood und Randall betonen die Gefahr für die Öffentlichkeit, die aufkommt, wenn Politiker wissentlich oder unwissentlich Rosinenpickerei mit nicht validierten Forschungsergebnissen betreiben, die zu ihren speziellen Agenden passen. Sie ordnen diese Nicht-Reproduzierbarkeit Wissenschaftlern zu, welche künstlich eine statistische Signifikanz aus verrauschten Daten fabrizieren, die schlechte Entscheidungen treffen hinsichtlich geeigneter Forschungsverfahren und die empfänglich sind für Druck und Versprechungen, welche ihre Schlussfolgerungen verzerren.

Im Besonderen merken die Autoren an: „Die gesamte Disziplin der Klimawissenschaft ist ein Mischmasch unzuverlässiger Statistiken, willkürlichen Forschungsverfahren und politisiertem gleichgeschaltetem Denken“. Ich selbst möchte hier etwas hinzufügen, was noch schlimmer ist: Die Regierung ist der oberste Sponsor, Hauptverursacher und Verbraucher dieses pseudo-wissenschaftlichen Morastes.

Beispiel hierfür: im Februar vorigen Jahres berichtete ich darüber, dass der ehemalige NOAA-Wissenschaftler Dr. John Bates aktenkundig gemacht hatte, dass die NOAA wissentlich „nicht verifizierte“ Temperaturdaten bzgl. globaler Erwärmung veröffentlicht hatte zum Zwecke der Beeinflussung politischer Agenden, welche von der Obama-Regierung dann bei der Klimakonferenz in Paris hervorgehoben worden waren.

Ziel war es, einen globalen Vertrag auf den Weg zu bringen, dem zufolge fortgeschrittene Nationen sich verpflichten, ihren Verbrauch fossiler Treibstoffe zu reduzieren, flankiert von gewaltigen Ausgaben für Hilfsprojekte mit Klimabezug.

Der Whistleblower Bates warf seinem ehemaligen Chef Thomas Karl vor, „auf Entscheidungen und wissenschaftlichen Machenschaften zu bestehen, welche Erwärmung maximieren und ordentliche Dokumentation minimieren … in dem Bemühen, das Vorhandensein eines Stillstands der globalen Erwärmung zu diskreditieren, so dass er Veröffentlichungen zeitlich so abstimmen konnte, dass nationale und internationale Überlegungen bzgl. Klimapolitik beeinflusst werden können“.

Der betrügerische Report von Karl widersprach sämtlichen Messungen via Satelliten und Instrumenten flach verlaufender Temperaturen zwischen 1998 und 2013. Er gipfelte in der Behauptung, dass ein „Stillstand“ oder eine „Verlangsamung“ der globalen Temperaturen niemals existierte und dass die Temperaturen weltweit sogar stärker steigen als erwartet. Bates präzisierte seinen Vorwurf dahingehend, dass die Modelle zur Abschätzung der Festlands-Temperaturen wohlbekannt waren für verheerende Software-Fehler.

Die NOAA hat sich ähnlicher Tricksereien bedient, um alarmistische Projektionen des Meeresspiegel-Anstiegs zu verbreiten. In Wirklichkeit ist der Meeresspiegel ohne Beschleunigung mit einer Rate von etwa sieben Inches [ca. 18 cm] pro Jahrhundert gestiegen, bevor im Zuge der industriellen Revolution Rauchfilter und SUVs eingeführt worden sind.

Inzwischen hat die Organisation unerschütterlich Forderungen abgeblockt nach erhärtenden Forschungen, Beweisen und damit im Zusammenhang stehende Kommunikationen … sogar gegenüber dem Kongress.

Der damalige Leiter des Science, Space and Technology-Komitees im Weißen Haus Lamar Smith (Republikaner) sagte: „Es war sehr unbequem für die Obama-Regierung, dass die Klimadaten eindeutig keine Erwärmung während der letzten zwei Jahrzehnte gezeigt haben. Das amerikanische Volk hat alles Recht der Welt Verdacht zu schöpfen, wenn die NOAA Daten manipuliert, um politisch korrekte Ergebnisse zu erhalten, und wenn sie es danach ablehnt zu erklären, wie und warum diese Entscheidungen getroffen worden sind“.

Zusammen mit der NOAA hat das Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA, eine kleine, politisch geschützte Klimamodellierungs-Agentur in einem Bürogebäude in Manhattan, ebenfalls eine zweifelhafte Historie statistisch unhaltbaren globalen warmongering* an den Tag gelegt.

[*Warmongering {war-mongering} bedeutet laut LEO ,Kriegshetze‘. Vermutlich ist hier aber ein unübersetzbares Wortspiel gemeint wie etwa ,warm-ongering‘. Anm. d. Übers.]

Das GISS ist weithin bekannt für alarmistische Schlagzeilen, welche für die Medien so interessant sind. Darunter sind Behauptungen wie „NASA warnt vor heißestem Tag, Monat oder Jahr“ auf der Grundlage manipulierter Temperaturdaten und künstlich geschaffener Zeitintervalle, um die Vergangenheit kälter darzustellen als sie war, um die derzeitigen Temperaturen wärmer erscheinen zu lassen als sie sind.

In der Realität zeigen Radiosonden-Messungen der Erdatmosphäre trotz gestiegener atmosphärischer CO2-Niveaus seit Ende der fünfziger Jahre keine signifikante Erwärmung. Der einzige alarmistische Trend findet sich in einer politischen Wissenschaft bzgl. Klima … eine, in der vom Menschen verursachte Änderungen dringend überfällig sind.

Jetzt endlich zeigt sich aber diesbezüglich ein erster Silberstreifen am Horizont. Im vorigen Monat hat der neue Chef der EPA Scott Pruitt versprochen, der von dieser Institution betriebenen „geheimen Wissenschaft“ möglichst rasch ein Ende zu bereiten und kostspielige und kontraproduktive Umwelt- und Energievorschriften abzuschaffen. Er sagte der Daily Caller News Foundation: „Wir müssen sicherstellen, dass die Daten [der Institution] sowie deren Verfahren veröffentlicht werden. Anderenfalls gibt es keine Transparenz. Es wurde nicht objektiv gemessen, und das ist der Punkt“.

Prof. Emeritus der Meteorologie Richard Lindzen vom MIT unterstreicht die Dringlichkeit, die Politik aus der Wissenschaft zu vertreiben. Anderenfalls, so fürchtet er, „werden sich die Historiker einst definitiv fragen, wie tief betrügerische Logik, verschleiert durch eine verdrehte und unerbittliche Propaganda, es einer Koalition mächtiger Spezialinteressen ermöglicht hat, nahezu alle Menschen weltweit davon zu überzeugen, dass CO2 aus der menschlichen Industrie ein gefährliches, den Planeten zerstörendes Gift sei. Es wird als der größte Massenwahn der Historie der Welt in die Annalen eingehen – dass CO2, die Lebensgrundlage der Pflanzen, eine ganze Weile für ein tödliches Gift gehalten wurde“.

Die politische Vergiftung der Wissenschaft andererseits gibt zu echten Sorgen Anlass.

Wir schulden der gegenwärtigen und zukünftigen Generationen viel erhabenere Standards.

Link: http://www.cfact.org/2018/04/30/feds-flawed-politicized-data-pollutes-science/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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6 Kommentare

  1. Nun ja, so lange in Deutschland ausschließlich Politiker*innen mit ausgesucht geringster Klimakompetenz und erwiesener Unfähigkeit zu eigenständigem Denken diesen Minister*innenposten sprichwörtlich besetzen, wird sich bei uns daran nichts ändern.

     

  2. Warum ist eigentlich die Politik weltweit so scharf auf die Klimahysterie?

    Was soll da letztendlich verschleiert werden? Oder noch schlimmer, – zerschlagen werden?

    • Die Luft zum Atmen versteuern – das ist der feuchteste Traum aller Politiker seit Erfindung der Bürokratie.
      Außerdem interessiert sie dieses Klima gar nicht. Es geht um die Schellnhubersche Große Transformation, ein erneuter Versuch einer Herrschaftsform über alles was da kreucht und fleucht.

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